Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk © Monika Rittershaus
Es gibt sie also noch, diese Opernabende, an denen einfach Alles stimmt und glückt. So geschehen an diesem eisigen Januar-Sonntag im Schillertheater, dem Ausweichquartier der Komischen Oper Berlin.
Dmitri Schostakowitsch
Lady Macbeth von Mzensk
Boris Timofejewitsch Ismailow / Geist des Boris
Inszenierung: Barrie Kosky
Dirigent: James Gaffigan
Orchester der Komischen Oper
Komische Oper im Schillertheater Berlin, Premiere am 31. Januar 2026
von Peter Sommeregger
Der ehemalige Hausherr Barrie Kosky wuchtete eine Inszenierung auf die Bühne, die kompromisslos die menschliche Niedertracht der Protagonisten ausstellte. Der Verzicht auf Bühnenbilder reduzierte weite Teile der Oper zum Kammerspiel, das die Sänger auch als Darsteller forderte, Aufgaben, denen sie hervorragend gerecht wurden. Der Einsatz der zu Recht gerühmten Chorsolisten der Komischen Oper in vielen Szenen wird zum zusätzlichen Joker der Aufführung. Sogar zu einigen Tanzfiguren konnte der Regisseur sie animieren. Kosky nimmt die stark rhythmisierte Musik als Taktgeber für die Körpersprache der Sänger, selbst der mehrfach szenisch simulierte Beischlaf wurde so in Musik übersetzt. „Dmitri Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk
Komische Oper im Schillertheater Berlin, 31. Januar 2026 Premiere“ weiterlesen