Down Under lebt die Kultur

Foto: © Sydney Opera House

Lust auf Oper? So richtig live – nicht gestreamt? Ein Gläschen davor zur Einstimmung, dann in den Saal, der Vorhang hebt sich… Das geht. In Australien. 

von Gabriele Lange und Kamila Abutalieva

Dort hat man in gemeinsamer Anstrengung die ersten Infektionswellen gebrochen. Seither gab es zwar immer mal einzelne Ausbrüche – aber diese wurden jeweils konsequent sofort wieder eingedämmt. Gerade geht Melbourne erneut in einen Lockdown. Weil 20 Fälle aufgetreten sind. Eigentlich erstaunlich, wenn man die freiheitsliebenden Australier kennengelernt hat. Allerdings – die leben in einem nicht nur wunderschönen, sondern auch nicht ganz ungefährlichen Land. Und sie wissen, dass es oft einfach nötig ist, sich an Regeln zu halten.

Man fährt nicht ohne anständige Ausrüstung ins Outback, latscht nicht in Sandalen und Shorts durchs hohe Gras (Schlangen) und hüpft nicht in jedes Gewässer (Strömung, Krokodile…). Ganz einfach, weil die Natur keine Kompromisse macht. Und so haben die Aussies es mit viel Disziplin, ohne Geschwurbel und vergleichsweise wenig Gemecker bisher geschafft, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Der Lohn: Ein nahezu normales Leben. Restaurants. Cafés. Fitnessstudios. Und: Kultur. „Down Under lebt die Kultur, Giuseppe Verdi, Ernani,
Sydney Opera House“
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Simone Young wird neue Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra

Die australische Dirigentin tritt ihr Amt 2022 an – 2021 arbeitet sie bereits als designierte Chefdirigentin mit dem Orchester zusammen.

Simone Young wird neue Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra. Sie tritt ihr Amt 2022 an, im Jahr davor wird sie als designierte Chefdirigentin mehrere Konzerte in Sydney leiten. Im Rahmen ihrer zunächst dreijährigen Amtszeit (2022 bis 2024) wird Simone Young jedes Jahr das Orchester acht Wochen lang dirigieren und weiterhin mit dem Klangkörper an der künstlerischen Planung und Programmierung arbeiten, während sie ihren zahlreichen laufenden Dirigierverpflichtungen in Europa und in den USA nachkommt. Im Dezember 2019 zieht das Orchester aus dem Sydney Opera House aus, um eine zweijährige Renovierung der Concert Hall zu ermöglichen. Simone Youngs Debüt als Chefdirigentin 2022 fällt mit der Wiedereröffnung des Konzertsaals zusammen, der seit der Eröffnung der Sydney Opera House im Jahr 1973 die Heimat des Orchesters ist.

Mit dem Sydney Symphony Orchestra verbindet Simone Young eine langjährige Zusammenarbeit. Seit 1996 gastiert sie dort regelmäßig und kehrte auch während ihrer Zeit als Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters und Intendantin der Staatsoper Hamburg (2005 – 2015) und ihrer Engagements in Europa, Asien und in den USA immer wieder ans Pult des Orchesters zurück. „Ich freue mich sehr, die Position der Chefdirigentin beim Sydney Symphony Orchestra zu übernehmen, es gehört zu den besten der Welt. Seit meinen ersten Auftritten mit dem Sydney Symphony Orchestra vor 23 Jahren habe ich das außergewöhnliche künstlerische Wachstum dieses Klangkörpers miterleben können. Es ist ein sehr virtuoses Ensemble, das ich kenne und liebe“, sagt Simone Young. „Ich bin mit dem Sydney Symphony Orchestra aufgewachsen und habe schon während meiner Schulzeit bei meinen Konzertbesuchen dort vielfältige Musikerfahrungen gesammelt – das Orchester inspiriert mich bis heute immer wieder.“

Die Renovierung des Konzertsaals war für Simone Young ein weiterer Grund, die Position zu übernehmen: „Meine erste Konzertsaison als Chefdirigentin fällt mit der Wiedereröffnung der Sydney Opera House Concert Hall zusammen, die seit der Eröffnung der Sydney Opera House 1973 die Heimat des Orchesters ist. Nach Abschluss der akustischen Sanierung können die Zuhörer bei jeder Aufführung die außergewöhnliche musikalische Qualität des Sydney Symphony Orchestra erleben. Es ist wirklich eine bemerkenswerte Zeit für klassische Musik in Australien. Die Erneuerung des Konzertsaals ist ein wunderbares und angemessenes Geschenk und wird dafür sorgen, dass die künstlerische Qualität des Orchesters bei den Konzerten noch besser transportiert werden wird.“

„Simone Young, Sydney Symphony Orchestra,
Sydney Opera House“
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