Musikverein Wien, Goldener Saal© Wolf-Dieter Grabner
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 1. JÄNNER 2026
Wien
Kein biederer Maestro: Yannick Nézet-Séguin leitet das Neujahrskonzert
Der Stardirigent steht erstmals am Pult des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. Er ist modisch mutig und in der Alten und Neuen Welt gefragt
DerStandard.at
Neujahrskonzert 2026: Dirigentinnen, bitte warten!
Im Mai dieses Jahres leitete mit der 39-jährigen Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla erstmals eine Frau ein Abokonzert der Wiener Philharmoniker: Für das Neujahrskonzert wurde sie allerdings (noch) nicht eingeladen.
krone.at
Herzensanliegen Regenbogenwalzer
Im Porträt: Yannick Nézet-Séguin. Jürgen Flimm war Festspielintendant und er legte den Journalisten bei der Programm-Pressekonferenz ans Herz, sich den Namen gut einzuprägen. Damals war Nézet-Séguin Chefdirigent des Orchestre Métropolitain in seiner kanadischen Heimat – ein Job, für den er unterdessen auf Lebenszeit unter Vertrag ist. Und er war gerade designiert als Chef des Rotterdams Philharmonisch Orkest, dem er für zehn Jahre vorstand und dessen Ehrendirigent er mittlerweile ist. Dass Yannick Nézet-Séguin dereinst das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigieren würde, das hätte damals niemand prophezeit.
DrehpunktKultur.at
Wien/Symphoniker
Jahresfinale mit Beethovens Neunter: Wiener Symphoniker mit Slobodeniouk (Bezahlartikel)
Wenn der Götterfunke mit Liebe zum Detail gezündet wird.
Kurier.at
Berlin
Silvesterkonzert mit Petrenko und Bernheim: Die Berliner Philharmoniker brillieren auch im Kleinteiligen
Es ist immer ein Vergnügen, diesen Verband exzellenter Solisten musizieren zu hören, von denen jeder Einzelne ein Virtuose auf seinem Instrument ist. Auch diesmal kann der charismatische Konzertmeister Noah Bendix-Balgley mit einem wunderbaren Solo überzeugen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Jonas Kaufmann: „Die Zeit der Eitelkeit ist vorbei“
Startenor Jonas Kaufmann hat die Zahl seiner Auftritte reduziert und beginnt bei den Tiroler Festspielen Erl am Donnerstag seine erste Sommersaison als Intendant. Ein Gespräch über Doppelgänger, die badende Asmik Grigorian – und übers Aufhören.
DiePresse.com
Wien/Volksoper
Mi., 31. Dezember 2025 nm.: Johann Strauß Sohn, Die Fledermaus
Vor allem deshalb, weil mir Alexandre Beuchat unlängst als Georg Germont so gut gefallen hat, war ich heute in der Volksoper, um mir davon einen Eindruck zu verschaffen, wie er mit dem Eisenstein, also einer gänzlich anders gelagerten Partie, zurande kommt. Das Resultat wunderte mich nicht: Stimmlich gibt es nichts auszusetzen (ich persönlich höre lieber Tenöre als Eisenstein, aber Beuchat entledigte sich seiner Aufgabe sehr gut), aber ich hatte – was allerdings eine Einschränkung auf hohem Niveau ist – den Eindruck, dass er sich im „Operettentonfall“, insbesondere in den Sprechpassagen, nicht ganz wohlfühlt. Letzteres kann man von der sehr wienerischen Ulrike Steinsky nicht sagen, denn auch wenn ihre Stimme nicht mehr ganz so frisch klingt wie früher und auch wenn hinsichtlich der Geläufigkeit im Czárdás leichte Abstriche zu machen sind, ist sie immer noch eine sehr gute Interpretin der Rosalinde, und ich frage mich sowieso, wie man als Sopranistin nach 43 Bühnenjahren noch vergleichsweise so frisch wie sie klingen kann, da muss die Gesangstechnik besonders gut sein.
forumconbrio.com
Wien/Volksoper
Di., 30. Dezember 2025: WIEN (Volksoper): Wolfgang Amadé Mozart, Die Zauberflöte
Die Inszenierungen keiner anderen Oper dürften in Wien eine so kurze Halbwertszeit haben wie die der „Zauberflöte“: Als ich 2009 begonnen habe, in die Oper zu gehen, gab es an der Staatsoper Marco Arturo Marellis märchenhaft-abstrakte Produktion, die 2013 von einer gewöhnungsbedürftigen, aber nicht völlig verhauten Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier ersetzt wurde, die erst heuer von Barbora Horákovás fürchterlich dummem und einfallslosem Machwerk abgelöst wurde; und an der Volksoper habe ich oftmals Helmuth Lohners zwar etwas düstere, aber stilvolle und märchenhafte Inszenierung erlebt, die 2020 von Henry Masons solider Produktion abgelöst wurde, der ich eigentlich ein langes „Leben“ prophezeit hatte, aber es kam anders, denn die Hausherrin Lotte de Beer wollte sich – wieder einmal – selbst verwirklichen (die Premiere fand im heutigen September statt)
forumconbrio.com
Opernsängerin Ortrun Wenkel mit 83 Jahren gestorben
Die Opernsängerin Ortrun Wenkel ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie der „Mannheimer Morgen“ berichtet, erlag die Altistin einer kurzen, aber schweren Krankheit. Dies sei von Familienangehörigen bestätigt worden, sie sei „friedlich eingeschlafen“, hieß es. Wenkel galt seit ihrer Darstellung der Erda im Bayreuther „Jahrhundertring“ (1976-1980) als eine der bedeutendsten Opern- und Konzertsängerinnen des 20. Jahrhunderts in dieser Stimmlage. Sie trat in den bedeutendsten Opernhäusern der Welt auf, unter anderem in der Deutschen Oper Berlin, der Opéra Garnier Paris, in der Mailänder Scala, der Royal Opera London oder in den Opernhäusern in München, Zürich, Genf, Lissabon, Rom, Venedig, Prag und Buenos Aires.
oldenburger-onlinezeitung.de
Großer Andrang in Wien: Massen am Silvesterpfad, Videos zeigen Feuerwerk
Trotz Schneetreibens und teils stürmischer Böen ließen sich die Wiener und Wienerinnen die Feierlaune nicht nehmen und tanzten massenhaft am 34. Silvesterpfad ins neue Jahr. Um 23 Uhr war der Andrang so groß, dass vorübergehende Platzsperren ausgesprochen wurden. Belohnt wurde man schließlich mit einem mitternächtlichen Feuerwerk bei relativ klarer Sicht (siehe Videos oben und am Storybeginn unten).
krone.at
Klagenfurt
Johannes Kropfitsch und die Rückkehr mit Brahms an den See (Bezahlartikel)
Einst hat er den Brahms-Wettbewerb gegründet, nun hat Johannes Kropfitsch wieder die Leitung übernommen. Mit der Brahms-Gesellschaft hat er aber noch viel mehr vor.
KleineZeitung.at
München
Ins Neue Jahr mit Elsa Dreisig: „Mein Wunsch ist, mich selbst zu finden“
Die französisch-dänische Sopranistin Elsa Dreisig singt bei der Silvester-Gala des Münchner Rundfunkorchesters. Im Interview mit BR-KLASSIK spricht sie über Silvester ohne Vorsätze, ihre Liebe zur Bühne – und darüber, warum man nicht immer perfekt sein muss.
BR-Klassik.de
Berlin
Aufschwünge mit Vorbehalt: Benjamin Bernheim singt das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker
Eine gewisse Verhangenheit des Timbres gibt der Stimme des französischen Tenors Profil und Ausdruck. Seine Spitzentöne beschwören eine andere Männlichkeit als die der Drei Tenöre.
BerlinerZeitung.de
Ach Carmen, hab Erbarmen: Das Silvesterkonzert der Berliner Philharmonikern (Bezahlartikel)
Trauer und Herzensbruch: Die Philharmoniker und Kirill Petrenko verabschieden das Jahr nachdenklich. Und haben mit Tenor Benjamin Bernheim einen Traumgast.
Tagesspiegel.de
Köln
Bechers Bilanz – Dezember 2025: Die Zunge herausstrecken
Das Jahr endet in Köln mit Gioachino Rossinis Märchenoper „La Cenerentola“ so, wie sich viele den Ausgang 2025 wünschen: vergnügt tänzelnd, gütig vergebend, in die Arme des oder der Richtigen sinkend.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Mainz
»Der Chronoplan« ab 24. Januar am Staatstheater Mainz
Auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten durch Europa trug Komponistin Julia Kerr ihre Partitur zur Oper Der Chronoplan immer bei sich, das Libretto hatte ihr Mann, der Kritiker und Autor Alfred Kerr geschrieben. Wegen der umfangreichen Partitur musste deren Tochter Judith ihr liebstes Kuscheltier in Berlin lassen – später beschrieb sie ihre bewegende Emigrationsgeschichte aus Kindersicht in Als Hitler das rosa Kaninchen stahl.
kulturfreak.de
Mailand
Mailand: „Lady Macbeth von Mzensk“, Dimitri Schostakowitsch
Die Auswahl des musikalisch und inhaltlich revolutionären Werks von Dimitri Schostakowitsch (ich verwende die im Deutschen geläufige Schreibweise seines Namens) für die Eröffnung der neuen Scala Saison hatte schon im Vorfeld zu zahlreichen Diskussionen geführt. Es gab Stimmen, die die Entscheidung für einen russischen Titel angesichts Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine als unzulässig betrachteten, andere behaupteten, dies sei „kein Werk für eine inaugurazione“. Der Erfolg der Produktion gab indessen der – besonders von Musikdirektor Chailly forcierten – Entscheidung recht.
Von Eva Pleus
DerOpernfreund.de
Feuilleton
Braucht Kunst Identitätspolitik?
Die Förderung neuer Musik ist im Umbruch. Die Debatte über die Donaueschinger Musiktage spitzt sich zum identitätspolitischen Kulturkampf zu. Es fehlen: Vernunft und Maß.
FrankfurterAllgemeine.net
Tonträger
Wiederentdeckt
Äneas Humm und Renate Rohlfing präsentieren die Vielfalt der Moderne in Liedern von Arnold Schönberg, Alexander Zemlinsky, Erich Zeisl und Henriëtte Bosmans.
concerti.de
Nachruf
Komponist, Pianist, Musikpädagoge Rudi Spring gestorben
Der Komponist, Pianist und Münchner Honorarprofessor Rudi Spring ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Er hinterlässt ein vielfältiges Werk und prägte Generationen junger Musikerinnen und Musiker.
BR-Klassik.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Wien
Nézet-Séguin’s path to the Vienna New Year’s concert began when he replaced banned conductor in 2022
wtop.com
London
A chance to discover masterpieces that rival Mozart – plus December’s best classical concerts (Subscription required)
The viol consort Phantasm played little-known Fantasias by Orlando Gibbons with superb clarity and serene intensity
telegraph.co.uk
New York
At the Met, Toasting With Traditional Puritans on New Year’s Eve (Subscription required)
The Metropolitan Opera’s new production of Bellini’s “I Puritani,” directed by Charles Edwards, is “a retro move,” said Peter Gelb, the Met’s general manager.
TheNewYorkTimes.com
A Bold Alliance Ends as Innovative Opera Director Bows Out in Detroit (Subscription required)
Yuval Sharon will leave the financially strained Detroit Opera after this season. In March, he brings his unorthodox vision to Wagner at the Metropolitan Opera.
TheNewYorkTimes.com
O stars of wonder, stars of night
A starry (and potentially annual) Christmas gala lights up Carnegie Hall.
Nadine Sierra, Asmik Grigorian, Thomas Hampson, Sondra Radvanovsky, Brian Jadge, American Symphony Orchestra, conductor Francesco Lanzillotta.
parterre.com
Ballet / Tanz
The best dozen dance shows of 2025 – a legacy of memories from Graham Watts’ year in dance
gramilano.com
Les Ballets de Monte-Carlo: Jean-Christophe Maillot’s Ma Bayadère is a stunning reinvention
bachtrack.com/de
Gelsenkirchen
Letzte Chance: Ballett-Highlight im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier
Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier bringt im Januar 2026 noch dreimal den Ballett-Doppelpack „Millennials“/„Bolero“ auf die Bühne.
waz.de
Sprechtheater
Niederösterreich
Strunk und Schrenk fluten die Theaterlandschaft bis nach Reichenau (Bezahlartikel)
2026 kann man in Österreich acht (!) Produktionen des Duos sehen, darunter „Die Fledermaus“ als Highlight des Zweig-Tolstoi-Schnitzler-Programms von Maria Happel
Kurier.at
Film
Brigitte Bardot wird in Saint-Tropez am Meer beigesetzt
Die verstorbene französische Filmikone Brigitte Bardot soll auf einem Küstenfriedhof in Saint-Tropez beigesetzt werden. Das teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Das Begräbnis soll laut dem Sender BFM am 7. Jänner stattfinden. Bardot hatte zwar noch kurz vor ihrem Tod den Wunsch nach einem schlichten Grab auf ihrem Anwesen „La Madrague“ in Saint-Tropez geäußert. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll sie aber letztlich auf dem Friedhof am Mittelmeer beerdigt werden, wo bereits ihre Eltern ihre letzte Ruhestätte haben.
orf.at
Hollywoodstar George Clooney und seine Familie sind jetzt französische Staatsbürger.
Die Clooneys wollen vor allem eins in Frankreich: ein „normales“ Leben führen. George Clooney und seine Frau, Amal Alamuddin Clooney, sind jetzt Staatsbürger von Frankreich. Der Schauspieler und Regisseur und die Menschenrechtsanwältin leben mit ihren acht Jahre alten Zwillingen schon länger in Südfrankreich, nun sind sie offiziell eingebürgert.
swr3.de
Mythos Stummfilm: „Auch alte Filme können neu sein“
Ralph Turnheim ist „Leinwand-Lyriker“: Er vertont Stummfilme und zu Silvester bekommt auch der Cartoon „Pink Panther“ ein neues Gedicht-Gewand. Mit Buster Keaton hat alles begonnen. Und auch ein bisschen mit dem Pink Panther. Mit dem großen Komödianten – also Keaton – wurde in Ralph Turnheim die Liebe zum Stummfilm erweckt: „Ich hatte eine VHS-Kassette mit ,Sherlock Junior“. Das ist der Film von 1924, in dem Keaton als Filmvorführer in die Leinwand hineinsteigt, eine der faszinierendsten Sequenzen dieser Zeit, und ich bin quasi mit hineingestiegen. Das war so verblüffend, dass man von einem Moment in den nächsten in eine völlig andere Welt geworfen wird.“
Kurier.at
Politik
423,9 Milliarden Euro
Schulden-Rekord! Loch im Staatsbörsel wird immer größer
Österreichs Staatsschulden explodieren. Allein von Juli bis September haben Bund, Länder und Gemeinden 11,6 Milliarden an neuen Schulden angehäuft.
heute.at
Salzburg
Schwarz-blauer Höhenflug: Harter Sparkurs – doch Salzburgs Regierung gewinnt dazu
Regierungen müssen unpopuläre Sparmaßnahmen treffen. Jene in Salzburg kann in der aktuellen Umfrage aber sogar Vertrauen dazugewinnen.
heute.at
Wirtschaft
Mathias Muther: Wie ein Vorarlberger ein Firmen-Imperium schuf
Er stammt aus einem 400-Seelen-Dorf, lernte Installateur und baut heute ein Weltimperium auf: Mathias Muther (43) ist Österreichs neuer Super-Investor. Doch das ist nur ein Teil seiner ungeheuren Geschichte. Hinter den Kulissen schmiedet der Selfmade-Millionär aus Röns gigantische Pläne.
krone.at
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Unter’m Strich
Terror zum Trotz: Sydney startet mit Mega-Feuerwerk ins neue Jahr
Sydney trotzt dem Terror: Die australische Metropole hat zwei Wochen nach dem blutigen Anschlag am Bondi Beach mit einem spektakulären Feuerwerk vor traumhafter Kulisse das neue Jahr eingeläutet – politische Botschaften inklusive …
krone.at
Wien
1500 Öffi-Blockaden: Kann Wien nicht einparken?
Wer kann hier noch parken? Wien hat sich zwar über die Jahre verbessert, muss laut den städtischen Verkehrsbetrieben aber dennoch nachbessern. Immer wieder werden Autos auf Straßenbahnschienen oder an Bushaltestellen abgestellt, sodass Öffis komplett blockiert und vorübergehend gestoppt werden. Für 2026 drohen härtere Strafen.
krone.at
Nach Papst benannt. DARUM heißt der letzte Tag des Jahres Silvester
Dabei kennen den Papst aus dem 4. Jahrhundert nur die wenigsten. Die kleine Kirche San Silvestro in Capite mitten im historischen Zentrum Roms kennen die wenigsten. Dabei ist der Bau aus dem achten Jahrhundert die letzte Ruhestätte eines bedeutenden Papstes, der bis heute wirkt: Silvester I. – der Mann, von dem der letzte Tag des Jahres seinen Namen hat. Es ist sein Todestag: Der 33. Pontifex der katholischen Kirche starb dem Gregorianischen Kalender zufolge am 31. Dezember des Jahres 335 nach Christus und wurde nur 50 Jahre. So oder so: Warum der Mann, der vor 1.700 Jahren als Pontifex wirkte, in der Geschichte so wichtig war, weiß heute in vielen Ländern nur noch eine Minderheit. Sein Name stammt vom lateinischen Wort für Wald, silva. Silvester bedeutet also Mann aus dem Wald: Bevor er Papst wurde, soll er tatsächlich im Forst von Soratte nahe Rom gelebt haben.
oe24.at
Ranking zum Jahresende: Das sind die beliebtesten Vornamen 2025
Sophia löst Emilia ab, Noah bleibt an der Spitze: Ansonsten gibt es wenig Bewegung beim Vornamen-Ranking. Bei den Jungen kommt Leo hinzu – trotz oder wegen des neuen Papstes? Zum ersten Mal seit Jahren hat es einen Wechsel an der Spitze der beliebtesten Mädchenvornamen gegeben: Sophia und Noah sind die beliebtesten Vornamen des Jahres. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Ranking des norddeutschen Vornamen-Experten Knud Bielefeld hervor. Seit 2022 waren immer wieder Emilia und Noah auf dem 1. Platz gelandet.
t-online.de
INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. JÄNNER 2026 – Neujahr)
INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. JÄNNER 2026 – Neujahr)
Quelle: onlinemerker.com
Willkommen im Neuen Jahr! Die Redaktion wünscht das Beste!
Großer Andrang in Wien: Massen am Silvesterpfad, Videos zeigen Feuerwerk
Trotz Schneetreibens und teils stürmischer Böen ließen sich die Wiener und Wienerinnen die Feierlaune nicht nehmen und tanzten massenhaft am 34. Silvesterpfad ins neue Jahr. Um 23 Uhr war der Andrang so groß, dass vorübergehende Platzsperren ausgesprochen wurden. Belohnt wurde man schließlich mit einem mitternächtlichen Feuerwerk bei relativ klarer Sicht (siehe Videos oben und am Storybeginn unten).
krone.at

Die „Fledermaus“ zum Jahresende
Ja, genau so sollte es sein
Also, ehrlich gesagt und ganz persönlich: Nach dem, was ich in letzten Jahren an Silvester-Fledermäusen an der Wiener Staatsoper erlebt habe, lieblos besetzt und lieblos exekutiert, hatte ich eigentlich keine weitere Lust darauf. Aber wenn man mir Kaufmann / Damrau kostenlos live ins Haus liefert, dann lege ich mich aufs Sofa und genieße den auf meinen Fernsehschirm gelegten Stream auf großem Bildschirm und bei tadelloser Tonqualität.
Man kann ja immer etwas lernen. Was müssten wir tun, um Triest wieder zu bekommen? (Also, ich persönlich fände das herrlich!) Nach alter Habsburger-Methode müsste Stocker nur Signora Meloni heiraten, und schon hätten wir es. Diese Erkenntnis jedenfalls verdanke ich dem exzellenten Kabarett-Sketch, den Michael Niavarani im dritten Akt eingelegt hat. Keine Frau als Frosch, glücklicherweise. Obwohl ein Amtskappel natürlich auch aussehen kann wie die Reinsperger. Aber genderfluid muss ja nicht immer sein, damit hat man uns 2025 in Burgtheater und Volkstheater genug gequält. Ein arges Theaterjahr. Wie schön, dass es mit dieser „Fledermaus“ geradezu triumphal zu Ende ging.
Denn es war tatsächlich ein Abend zum Genießen, nicht zuletzt dank der Schenk-Inszenierung, die das Werk geradezu aufblühen lässt. Man hat genügend dumme, ja idiotische und auch sinnlos ideen-überbordete Fledermaus-Interpretationen gesehen, um hier geradezu aufzuatmen. Und die Abendregisseure der Staatsoper sind auch hoch zu loben – wie sie das Werkel laufen lassen, jeden Schmäh zu präziser Wirkung bringen, die Persönlichkeiten der Interpreten ausschöpfen… Kompliment!
Und natürlich dankt man einen Großteil des Genusses auch den Philharmonikern unter Markus Poschner. Ja, man weiß, die Legende sagt, dass die Herrschaften (und Damenschaften) so was auch allein spielen, wenn kein Dirigent sie stört, aber es ist schon ein wunderbares Feeling vom Pult ausgegangen, für die Lockerheit, Spritzigkeit, Drehungen und Wendungen dieser Musik, die Rubati, die Prestissimi, die herrlichen Soli einzelner Bläser, das Schwelgerische… schön. Endlich einmal Johann Strauß original, nachdem uns Produktionen des Strauß-Jahres (es werden sich schon Leute finden, die Roland Geyer dafür loben) oft die grausigsten Verstümmelungen seiner Musik geliefert haben.
Wenn ich es recht verstehe, war es der erste Eisenstein von Jonas Kaufmann, und man hatte den Eindruck, dass es ihm Riesenspaß machte, hier einmal „Operetten-Blödeln“ zu dürfen. Er platzte geradezu vor Persönlichkeit, Charme, Übermut und wohl tuender Selbstironie. Und Diana Damrau stand ihm um nichts nach. Wie gehemmt war sie doch vor zwei Jahren in dem Kosky-Regie-Schrott der Münchner „Fledermaus“, und wie ist sie hier geradezu entfesselt! Abgesehen davon, dass nur eine Sängerin ihres Kalibers den verdammt schweren Csardas so singen kann! Ein Traumpaar, die beiden, sie werden für lange Zeit Maßstäbe setzen.
Auch der Rest der Besetzung war sehr gut – schön, wie elegant, souverän und verkniffen Adrian Eröd (war er nicht einst eine Stütze des Hauses?) Falkes Rache in Szene setzte (samt einem Kopfstand, den früher Eberhard Wächter als Eisenstein machte), wie sich Jochen Schmeckenbecher sich hemmungslos in den Frank hinein warf, und wie Jörg Schneider genau die Art von Tenor war (mit echten Jubeltönen), als die dieser Alfred angelegt ist – da gab es keine Ausfälle.
Auch nicht bei den Damen, wo Ilia Staple zur Adele gefunden hat (bei der letzten Begegnung war sie es noch nicht) und wo Daria Sushkova einen urigen Prinzen Orlofsky spielte (und sang), fast wie im Kino.
Der Abend zeigte, wie man Operette machen muss – auf hohem bis höchstem Niveau in der Besetzung und mit präziser Vor- und Probenarbeit. Passiert nicht alle Tage. Wenn die Staatsoper zwischen Kaufmann / Damrau eine (für Wien, nicht für Linz) Nobody-Besetzung schiebt, wird es am 1. Jänner wohl einige enttäuschte Gesichter geben.
Renate Wagner

Screenshot aus der Fledermaus-Übertragung
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Wiener Staatsoper: Jänner 2026: DIE FLEDERMAUS: Poschner; Eloff/Damrau, Sushkova, Staple; Kaufmann/Schmidlechner, Schmeckenbecher, J. Schneider, Eröd, Niavarani ( 1./3./6.), HÄNSEL UND GRETEL: Meister; Hangler, Neuhaus, Nazarova; Unterreiner, Laurenz (2.), KALLIRHOE: (Ballett; Connelly; Ratmansk; Wiener Staatsballett (4./5./7.), RUSALKA: Jindra; Weissova, Car, Bohinec; Beczała, Vinogradov (8./10./13./15.), MANON: de Billy; Mkhitaryan; Bernheim, Franca, Astakhov (9./11./14./17.), IDOMENEO: de Billy; Lindsey, Buratto, Fang; Richter (16.WA/19./23./25.), KAMMERMUSIK DER WIENER PHILHARMONIKER 3 (17.vm), LUISA MILLER – Einführungsmatinee (18.vm), LE NOZZE DI FIGARO: Fischer; González, Sáenz, Nolz; Montague-Rendall; Fassi (18./20./ 24./26./28.), SOLOKONZERT NADINE SIERA (22.), L’ELISIR D’AMORE: Morandi; Nazarova; Rocha, Astakhov, Alaimo (27./31.), JEWELS : Connelly; Balanchine; Wiener Staatsballett (30.WA)
Wiener Volksoper im Jänner 2026: DIE FLEDERMAUS (1./28./31.), CABARET (2./5./10./12./19./22./27./30.), DER KRIEG DER KNÖPFE (3.vm/18.vm), MARIE ANTOINETTE (Ballett – 3.), ASCHENBRÖDELS TRAUM (4./8./24.), HÄNSEL UND GRETEL (6.vm +nm), WEST SIDE STORY (9./11.vm+ab), tick, tick… BOOM (14./23.), LASS UNS DIE WELT VEGESSEN (15./17.), DIE ZAUBERFLÖTE (16./18./21.), DER ROSENKAVALIER: Joel; Köpplinger (25.WA/ 29.), ZUGABE IM FOYER (26.),
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Eventkultur in Wien: Strauss & Braus …und schon vorbei
Die Künstler und Kulturmacher in Wien jammern: Die Stadt ist schwer verschuldet, Kultursubventionen werden deshalb gekürzt oder ganz gestrichen. Am Beginn des Jahres hatte es aber noch vollmundig zum Johann Strauss-Jahr geheißen: „Wien in Strauss und Braus 2025″. Damit ist es vorbei. 22 Millionen Euro wurden für diese Eventreihe ausgegeben. Vorbei ist es auch mit fast allen dieser Produktionen und deren Versuchen, eine aktuelle kreative Variante mit dem genialen Schaffen des Walzerkönigs zu verbinden. Die Programmierung wäre interessant gewesen, doch einige der aufgerufenen Autoren wie Thomas Brezina, Roland Schimmelpfennig, Mathilde Monnier sind mit ihren ausgeführten Ideen so ziemlich gescheitert. Kein Tiefgang. Wiens Kultur vermag in diesen Tagen dem Walzerkönig nichts gleichwertiges nachfolgen zu lassen. Anstatt einer Kreativkultur, wie etwa die besonders in Wien im 19. Jahrhundert blühende, ist den Bürgern heute eine Einkaufskultur verschrieben. Alles Schönreden des Bürgermeisters mit der „lebenswertesten Stadt“ hilft nichts – die Architektur der Asperner Seestadt oder die neuen Viertel, etwa im 20. Bezirk, oder die zahllosen Graffiti-beschmierten Gebäude zählen sicher nicht zu Meisterwerken.
Die meisten der Top-Positionen im Kulturbetrieb der Stadt sind mit nach Wien geholtenvGästen besetzt. Kunsthistorisches Museum, Albertina, Volksoper, Musikverein, Vereinigte Bühnen, Volkstheater, im Museumsquartier und, und… teils aktive, teils farblose Personen. Dies sagt aus: Wien hat im Wandel der Generationen versagt, die eigenen jungen Menschen als Führungskräfte zielführend aufzubauen. Nicht nur in der Kultur. Etwa Ralf Rangnick, zur Zeit nicht unbeliebter Teamchef der österreichischen Nationalmanschaft aus Baden-Württemberg, denkt über die heimischen Fussballvereine, welche sich mit Gastkickern aus aller Welt zu verbessern suchen, doch trotzdem im internationalen Vergleich heuer besonders schlecht abgeschnitten haben: „Die Trainer wollen gewinnen, die stellen ihre besten Spieler auf. Dann sind offensichtlich die Österreicher nicht gut genug – oder in Belgien und Norwegen gibt es in der Breite mehr Qualität. Und darüber müssen sich alle, die im österreichischen Fußball Verantwortung haben, Gedanken machen, wie man so etwas ändern kann“.
An geistvollen Gedanken zu einer sich erneuernden Kreativkultur mangelt es in der Stadt. Die Kluft zwischen altem und jüngerem Publikum ist ebenfalls klar zu merken. Die kulturelle Erziehung für Menschen, besonders in den Randbezirken, funktioniert also nach wie vor nicht. Andererseits ist aber eine Unzahl von Kulturveranstaltung, vor allem kleinere Ausstellungen, gegeben: Bildende Künstler kämpfen um ihre Selbstdarstellung. Auch an Konzerten mangelt es nicht – doch diese sind insgesamt um einiges schlechter besucht als in früheren Kulturjahren mit heimischen Musikergrößen.
Wo wären die Wurzeln zu einer besseren Einbindung österreichischer Kulturmacher wie -schaffender zu finden? Die Wiener Theaterchefs aus Deutschland, der Schweiz, Holland sind eher Negativbeispiele, werden auch vom Publikum nicht allzu geschätzt. Etwa die heuer aus Wien weggeschickten Ensembleleiter Voges (Volkstheater) oder Schläpfer (Staatsballett) sind ruhmlos und ohne Nachhaltigkeit ausgeschieden. Eine wohl eher hilflose Aufforderung: Es müsste mit mehr Liebe, mehr Sorgfalt in den künstlerischen Aussagen, mit weit mehr Hinwendung für die Entwicklung der Jungen gedacht werden. Weg von den Werbeschmähs, den übertriebenen Verkaufsparolen, von der andauernd zu hörenden Schönfärberei.
Schönfärberei: In ORF-Saus und Braus soll der anstehende Eurovisions Song Contest in der Wiener Stadthalle gefeiert werden. Doch so werbewirksam solch eine internationale Ausstrahlung angesehen wird, übersehen wir nicht: Durch die Jahre ist europaweit vom ESC ständig nur reinstes mässiges musikalisches Mittelmass angeboten wie vermarktet worden. In den Journalen gefeiert – und schon wieder verschwunden. Schönstes Beispiel auf österreichisch: Contestsieger 2014 Conchita Wurst. Welche größeren Karriereschritte in die weite Welt oder in seiner Heimat oder mit tollen Gesangsnummern sind ihm geglückt? Keine, ein Weg so ganz ohne musikalische Größe. Als Travestiekünstler am Rande zieht es ihn in Richtung Theaterbühne. Und nochmals Saus und Braus: Die Leitung des ORF darf sich dies 2026 erlauben. Doch die Kunstschaffenden werden sich weit, weit stärker bemühen müssen, in ihrem Schaffen auch wahre Werte zu vermitteln. Denn bloß Geschäft, Geschäft, Geschäft… nicht nur, doch dies ist heute eine prägende Denkweise wie die stärkste Triebkraft.
Meinhard Rüdenauer
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Östereichisches Ensemble für Neue Musik: : „forever“ im neuen Jahr: Atelierkonzerte am 23. und 24.1.26_œnm

Zum Jahresausklang nützen wir die Gelegenheit das nächste Atelierkonzert im Jänner 2026 anzukündigen.
Für die aufgeschlossenen, neugierigen Zuhörer:innen bietet das œnm am 23. und 24. Jänner just während der Mozartwoche Salzburg und der „Zauberflöten“-Premiere ein Gesangserlebnis der etwas anderen – erfrischenden – Art: Mimi Doulton, britisch-pakistanische Sopranistin, wird mit Ensemblemitglied Rupert Struber für einen außerordentlichen Duoabend sorgen.
Mimi Doultons Stimmakrobatik ist so eindrücklich wie ihr Engagement für zeitgenössische Vokalmusik und findet so in Percussionist Rupert Struber einen kongenialen Partner.
Vier Komponistinnen stellt das Duo vor, nicht weniger als drei Uraufführungen werden aus der Taufe gehoben:
John Cage (1912–1992)
Forever and Sunsmell, for voice and percussion duo (1942)
Sara Glojnaric (*1991)
Artefacts #2, für Stimme, kleines Schlagzeug und Tape (2019)
Agata Zubel (*1978)
Unisono 1, for voice, percussion and computer (2003)
Krõõt-Kärt Kaev (*1992)
Memory Corruption and Buffer Overflow Vulnerabilities, for voice and percussion UA (2023/25)
Neil Luck (*1982)
AAAAAMMMMMM, for voice and percussion (Auftragswerk des œnm) UA (2025)
Lena Emilia Michajłów (*2002)
Indifference, für Schlagzeug und Sopran (Auftragswerk des œnm) UA (2025/26)
Es wird ein Hochfest für Freunde der schillernden Töne und schimmernden Klänge.
Wir laden Sie herzlich zu den Konzerten bei freiem Eintritt ein .
Einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünsche ich Ihnen & alles Gute für 2026!
Isabel Birgit Biederleitner
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Goldener Saal Musikverein / Vienna

GALA Konzert
Großer Saal | 19:30 Uhr
Cappella Istropolitana
Giovanni POMPEO, Dirigent
Tehmine SCHAEFFER, Sopran
Flaka GORANCI, Mezzosopran
7RAY, Tenor
04.01.2026, 19:30 Uhr
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Tiroler Landestheater Innsbruck: Tänze und Träume beim Neujahrskonzert 2027
TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz, Sopranistin Julia Grüter und das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck verzaubern beim Neujahrskonzert 2027 mit einem erlesenen Programm, das einerseits dem Jahresregenten Ludwig van Beethoven die Reverenz erweist und zugleich traumwandlerisch zwischen Liebessehnsucht und Lebensfreude tänzelt.
Begrüßen Sie gemeinsam mit TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz, Sopranistin Julia Grüter und dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck am 1. Jänner 2027 das noch junge Jahr. Freuen Sie sich beim Neujahrskonzert 2027 Tänze und Träume auf ein Programm mit Melodien aus Wiener Klassik, Romantik und Operette, das sowohl zum Träumen einlädt als auch für Champagnerlaune sorgt.
„Unser Programm Tänze und Träume spannt einen großen Bogen vom Jahresregenten Beethoven über Dvořáks schwungvolle Slawische Tänze hin zu den Schätzen der Goldenen und Silbernen Wiener Operette“, so TLT-Chefdirigent Gerrit Prießnitz, der erneut als Moderator durch das traditionsreiche Konzert führen wird. Neben der weiteren konzertanten Zusammenarbeit mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck freut sich Prießnitz besonders auf die Partien der europaweit gefeierten Sopranistin Julia Grüter, die seit der Spielzeit 2018/19 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg ist. „Julia Grüters edler Sopran und der glanzvolle Klang des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck werden unser Publikum zauberhaft im Neuen Jahr begrüßen.“
Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre verbreitet zu Beginn des Konzerts eine festliche Atmosphäre und einen Hauch von Dramatik. Im Jahr 2027 gedenkt die Musikwelt des 200. Todestages dieses großen Komponisten. Julia Grüter taucht anschließend in die Welt verschiedenster Arien von Beethoven, Dvořák, Strauss und Lehár ein, die um den Traum vom Liebesglück kreisen. Das berühmte Lied an den Mond aus Antonín Dvořáks Oper Rusalka gilt als eine der stimmungsvollsten Arien der Romantik. Musikalisch von berückender Schönheit, entführt sie in eine zauberhafte, traumverlorene Klangwelt voller Sehnsucht nach Liebe und Erfüllung.
Tänzerische Lebensfreude wiederum prägen Dvořáks Slawische Tänze. Im zweiten Konzertteil entfaltet sich mit Werken von Johann Strauss und Franz Lehár der unverwechselbare Charme der Wiener Operette: Dabei ist neben einem absoluten Neujahrsklassiker – der spritzigen Tritsch-Tratsch-Polka – unter anderem der Csárdás aus Johann Strauss’ Operette Die Fledermaus zu hören, in dem sich sehnsüchtiges Träumen und tänzerische Rhythmen vereinen.
Voller Vorfreude auf das stimmungsvolle Programm zeigt sich auch Intendantin Irene Girkinger: „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren TLT-Chefdirigenten Gerrit Prießnitz ein weiteres Mal als Dirigenten und Conférencier für das Neujahrskonzert unseres Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck gewinnen konnten. Gerrit hat die unglaubliche Gabe, so farbenreich und begeisternd über Musik zu sprechen, dass man die einzelnen Werke – obwohl noch gar kein Ton erklungen ist – innerlich schon hören und fühlen kann. Mit ihm als Dirigenten und Moderator, mit Julia Grüter als Solistin und unserem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck als einzigartigem und wichtigstem Klangkörper im Westen Österreichs werden wir dem Jahr 2027 einen fulminanten Auftakt bescheren.“
TÄNZE UND TRÄUME
- Jänner 2027, 17.00 Uhr
Congress Innsbruck, Saal Tirol
Dirigent & Moderation Gerrit Prießnitz
Sopranistin Julia Grüter
Gerrit Prießnitz
Der gebürtige Bonner ist seit der Spielzeit 2024/25 Chefdirigent des Tiroler Landestheaters Innsbruck sowie ein gefragter Gast am Pult verschiedener internationaler Orchester und Opernhäuser. Seine jüngsten Debüts beinhalteten u. a. das Seoul Philharmonic Orchestra, die Belgrader Philharmonie und die Filharmonie Brno. Nach seinem mit Auszeichnung absolvierten Studium an der Universität Mozarteum Salzburg war er zunächst am Theater Erfurt engagiert. Von 2006 bis 2023 war er der Volksoper Wien in wechselnden Funktionen verbunden, wo er ein breit gefächertes Repertoire dirigierte. 2018/19 war Gerrit Prießnitz Erster ständiger Gastdirigent des Theaters Chemnitz.
Gastspiele führten ihn an die Wiener Staatsoper, ins Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, an die Hamburgische Staatsoper und die Oper Köln, zum Bruckner Orchester und ans Landestheater Linz, nach Japan, Südkorea, Luzern, Sofia, Bologna sowie zu diversen deutschen Orchestern und Opernhäusern; darunter das MDR Sinfonieorchester Leipzig, die Bamberger Symphoniker, das Aalto Theater Essen, das Münchner Rundfunkorchester, die Staatskapelle Halle, das Beethovenfest Bonn, das Staatstheater Augsburg und die Dortmunder Philharmoniker.
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PARIS/Bastille: TOSCA – Wiederaufnahme der Audi-Inszenierung
Gute Erinnerungen an Pierre Audi

© Vincent Pontet
Erst im Mai 2025 ist völlig unerwartet und viel zu früh der große Operntheater-Macher und Musikkenner Pierre Audi verstorben. Es war wie ein das gemeinsame Haus erschütternder Schock für die internationale Operngemeinde. Erst am 4. Februar erlebte ich die Premiere seiner „Götterdämmerung“ am Théâtre de la Monnaie Brüssel und hatte auch noch ein längeres Gespräch mit ihm auf der Premierenfeier. Unvergessen ist sein spektakulärer „Ring“ in Amsterdam, dem Haus, an dem er lange Zeit entscheidend wirkte. Er setzte das Orchester in die Mitte der Bühne, und die Handlung geschah auf einem Ring darum herum – ein Ring im wahrsten Sinne des Wortes!
Es ist nun zu beobachten, dass eine Reihe von großen Bühnen, an den Audi gearbeitet hatte, eine seiner Inszenierungen wieder aufnehmen, um dem Künstler zu gedenken. So auch an der Opéra national de Paris Bastille, wo er 2007 „La juive“ von Halevy, 2014 „Tosca“ von Puccini und 2022 „Fin de partie“ von Kurtág in Szene gesetzt hatte. Mit allen Arbeiten hatte er großen Erfolg an der Bastille, zumal er sie mit der ihm gegebenen Intelligenz umsetzte, mit der er die poetische Dimension des Stückes mit der Dimension der konkreten Handlung verband. Etwas, das Calixto Bieito, dessen neue „Walküre“ hier auch besprochen wird, nicht unbedingt für sich beanspruchen kann.
So wurde Pierre Audis Arbeit als Regisseur bisweilen mit dem Konzept des Gesamtkunstwerks von Richard Wagner in Verbindung gebracht. Und das habe ich bei all seinen Regiearbeiten auch so empfunden. Stark auf die bildliche Dimension achtend (zuletzt noch bei der neuen „Götterdämmerung“ in Brüssel) arbeitete Audi auch mit zeitgenössischen bildenden Künstlern zusammen, um einen ausgeglichenen Dialog zwischen Musik und Bild zu erzielen, bereichert durch einen poetischen Realismus seiner Künstler. Auf den legte er stets großen Wert, was in seiner feinen Personenführung zum Ausdruck kam.
All das war auch wieder bei seiner Pariser „Tosca“ zu erleben, die man an der Bastille im Herbst 2025 mit der Revival Regisseurin Marguerite Borie und dramaturgischer Unterstützung von Klaus Bertisch wieder aufnahm. Auch wenn es eine Oper des sog. Verismo ist, wollte Audi es nicht bei einer naturalistischen Wiedergabe des aktionsreichen Werkes belassen. Für ihn zählte die viel tiefer liegende poetische Dimension der wahren Tragödie, ganz im Sinne des griechischen Theaters, mit der er über einen gewissen Symbolismus eine Spange des Zusammenhalts über alle drei Akte schaffen wollte, die ihnen eine gemeinsame Kraft verlieh.
So wird der 1. Akt von einem überdimensionalen kastenartigen Kreuz von Bühnenbildner Christof Hetzer beherrscht, über das Auf- und Abgänge möglich sind und in dessen Winkel sich das Gemälde von Cavaradossi befindet. Es ist aber nicht das der Attavanti, sondern eine ganze Schar von nahezu unbekleideten Frauen wie bei den berühmten italienischen Malern der Renaissance. Schon hier also eine ganz andere und weiter gehende Dimension mit poetischer Kraft! Das Kreuz ist so gewaltig, dass es sowohl die Macht der Kirche wie auch jene Scarpias symbolisiert, der sich zum Machterhalt gern auf die Seite der Kirche schlägt, wie sein „Te Deum“ im Finale des 1. Akts belegt. Die Kostüme von Robby Duiveman sind im stets gut arrangierten Licht von Jean Kalman perfekt auf die Figuren abgestimmt.

© Vincent Pontet
Im 2. Akt sehen wir in den beengt wirkenden eleganten Salon Scarpias in karminrot, in dem Audi meisterhaft die psychologischen Elemente der Handlung und die zu Tage tretenden Emotionen der drei Protagonisten herausarbeitet. Als Tosca Scarpia ermordet hat und den Tatort verlässt, flieht die Decke dieses erdrückend wirkenden Salons nach oben wie ein Symbol der nun tatsächlich erwarteten Freiheit. Ein ganz starker Moment! Auch im 3. Akt, der ganz im Unterschied zur allgemeinen Aufführungstradition nicht auf der Terrasse der Engelsburg sondern irgendwo vor der Stadt auf freiem Feld mit ein paar Bäumen und einigen Soldaten in damals typischer französischer Heeresuniform stattfindet, versucht Audi über den Verismo hinauszugehen und eine leicht Freud’sche Emotion zu zeigen. Im Prinzip will er die Musik Puccinis mit einer visuellen Komponente in den Dimensionen dieser Musik konfrontieren. Diese stringente Verbindung der Musik mit der Szene soll am Ende weit mehr bewirken als es ein bloßer Verismo je vermag.

© Vincent Pontet
Und bei der Realisierung dieses musikalisch-szenischen Verständnisses halfen dem nicht mehr anwesenden Pierre Audi an diesem Abend die drei Protagonisten Roberto Alagna als Cavaradossi, Saoia Hernández als Floria Tosca und, mit leichten Abstrichen, Alexey Markov als Scarpia. Sie realisierten diesen poetischen Realismus, von der Audi immer träumte. Nach einer so langen aktiven Sängerzeit klingt Roberto Alagna als Cavaradossi immer noch unglaublich einnehmend, emotional aufrührend und stimmlich in allen Lagen mit viel vokaler Wärme, und auch darstellerisch voll überzeugend. Ich halte ihn immer noch für eine der besten Besetzungen für den Maler. Auf Augenhöhe sang und spielte Saoia Hernández die Tosca mit viel Verve, Leidenschaft und einem starken Aplomb mit ihrem italienisch-dramatischen Sopran. Ebenfalls eine erstklassige Besetzung. Alexey Markov war stimmlich mit einem kultivierten Bariton sehr gut, ließ aber etwas das Boshafte und Tiefgründige vermissen, das den Scarpia, wie etwa bei Ludovic Tézier, so respektgebietend macht. Amin Ahangaran war ein kraftvoller Angelotti und André Heyboer ein guter Messner.
Die junge und seit ihrem ersten Bayreuth-Auftritt mit dem „Fliegenden Holländer“ vor einigen Jahren verstärkt gehypte Ukrainerin Oksana Lyniv dirigierte das Orchester und die sehr guten, von Ching-Lien-Wu und Astryd Cottet einstudierten Choeurs de l’Opéra national de Paris. Der Abend hatte eine gute musikalische Spannung, wie es sich für „Tosca“ gehört.
Klaus Billand
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schoepfblog – Programm der 01. Kalenderwoche vom 29.12.2025 bis zum 04.01.2026
Montag:
Apropos: Nur wer gelernt hat, mit sich selbst auszukommen und allein zu sein, tappt nicht in die Weihnachts-Friedens-Falle. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Literatur: Mit 50 hält ein sensibler Künstler inne, um sein Werkeln zu reflektieren. Helmuth Schönauer über Christian Kösslers „50 – Zwischen Bällen und Bergen, Büchern und Bibliotheken“
Reisen: Das Ehepaar Weinberger bereist wieder einmal China. Ein erster Brief über Beobachtungen zur Wirtschaftslage. (Ronald Weinberger)
Mittwoch:
Dystopie: Wer freiwillig früher stirbt, erspart dem Staat viel Geld. Daher muss dafür geworben und entsprechendes Verhalten belohnt werden. (Janus Zeitstein)
Literarische Korrespondenz: Der Bischof spricht salbungsvoll im Regionalfunk von Nächstenliebe. Es ist nicht zum Aushalten! (Doris Linser)
Donnerstag:
Neujahr: Diethard Sanders erinnert uns daran, dass nur diejenigen überleben werden, die sich anpassen können. Eine Neujahrsansprache.
Literarische Korrespondenz: Der ehemalige Stiftungsrat des ORF Andreas Braun findet die Inseratenkampagne des ORF Tirol beschämend und weitab von gutem Journalismus.
Freitag:
Innenpolitik: Wenn August Wöginger als verurteilter Straftäter weitermachen darf, wird es auch Sebastian Kurz dürfen. Über die Justiz ist er nicht mehr zu verhindern. (Alois Schöpf)
Musik: Thomas Nussbaumer bespricht das diesjährige Neujahrskonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck.
Samstag:
Sport: Elias Schneitter tröstet all jene, die heuer nicht zum Skifahren kommen. Oft hat es auch sogar Vorteile, wenn man die Piste meiden darf.
Sonntag:
Medien: Helmuth Schönauer fordert den ORF auf, neben den täglichen Staumeldungen zumindest an Wochenenden auch Flug-Lärmmeldungen auszustrahlen.