DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Kirill Petrenko © Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Salzburg
Wagners „Ring“
Petrenko bringt die Philharmoniker wieder nach Salzburg. Als Herbert von Karajan 1967 die Salzburger Osterfestspiele ins Leben rief, trainierte er „sein“ Orchester, die Berliner Philharmoniker, für mehr Oper. Statt nur Symphonien oder Konzerte zu musizieren, wollte der Chefdirigent mit seiner Truppe auch Bühnenspektakel aufführen. Mit Kostümen und Regie, also mehr als nur konzertante Opernabende ohne Dekoration.
bz-berlin.de

„Ring“ mit Berliner Philharmonikern startet
Am Freitag starten die Osterfestspiele Salzburg. Intendant Nikolaus Bachler hat Großes vor: Ein neuer Wagner-„Ring“ mit den Berliner Philharmonikern steht an, inszeniert von Kirill Serebrennikov.
BR-Klassik.de

Wien/Konzerthaus
Opernoffensive am Wiener Konzerthaus – Naske verneint Salzburg-Gelüste
Man zeigt Wagners „Ring“ und präsentiert Anna Netrebko in „Herzog Blaubarts Burg“ – Intendant Matthias Naske erteilt Gerüchten zu Salzburger Festspielen Absage. Dreizehn Jahre leitet Matthias Naske nun schon die Geschicke des Wiener Konzerthauses – und sieht keinen Grund, daran etwas zu ändern. „Ich arbeite hier mit einem fantastischen Team und besitze viel Freiheit. Ich habe das Gefühl, dass es gut ist, wenn ich noch eine Zeit lang bleibe“, sagt der 62-Jährige und erteilt damit aktuellen Spekulationen eine Absage: Seit absehbar ist, dass die Salzburger Festspiele aufgrund des schwelenden Konflikts zwischen dem Kuratorium und Intendant Markus Hinterhäuser spätestens für den Sommer 2028 eine neue Leitung benötigen werden, ist auch Naske als potenzieller Kandidat gehandelt worden.
DerStandard.at

Konzerthaus 2026/27: Der „Ring“ – und eine neue Partie für Anna Netrebko (Bezahlartikel)
John Adams bei den Wiener Philharmonikern, Klavierstars von Argerich bis Zimerman, Jakub Hrůša mit Beethovens Symphonien: Matthias Naskes Pläne.
DiePresse.com

Berlin
Oksana Lyniv dirigiert Verdis „Messa da Requiem“
Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv dirigierte 2021 als erste Frau bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth die Festspielpremiere. Mit dem von ihr gegründeten Ukrainischen Jugendsymphonieorchester war sie auch beim Berliner Festival „Young Euro Classic“ zu Gast. Seit 2022 ist sie Chefdirigentin des Teatro Comunale di Bologna. Aktuell gastiert Oksana Lyniv beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin für die „Messa da Reqiuem“ von Giuseppe Verdi. Auf radio3 erzählt sie, was ihr die Musik Verdis bedeutet – und besonders das Requiem.
radiodrei.de

CD/Blu-ray Besprechung
Die Stars dieser „Elektra“ sind das Orchester und der Dirigent
Elektra, Bergen Philharmonic Orchestra and Chorus, Edward Gardner. Diese Neueinspielung von Strauss’ Elektra geht auf eine konzertante Aufführung im norwegischen Bergen vom Dezember 2023 zurück. Der aufstrebende Dirigent Edward Gardner beendete in dieser Saison seine langjährige Chefposition mit dem Bergen Philharmonic Orchestra, dem er aber weiterhin als Gastdirigent verbunden ist.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

CD-Besprechung
Paavo Järvi navigiert stilsicher durch Mahlers Siebte
Mahlers siebte Sinfonie gilt unter Dirigenten als einer der anspruchsvollsten Gipfel im sinfonischen Achttausender-Himalaya – ein Werk, das sich weder leicht besteigen noch besonders gemütlich anhören lässt. Zwischen nächtlichem Gruseln, Kuhglocken-Alarm, Mandolinen-Serenade und einem Finale, das in strahlendem C-Dur plötzlich den Optimismus ausrufen will (ob ernst gemeint oder mit Augenzwinkern, darüber streiten die Mahler-Forscher bis heute). Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich haben sich in ihrer fortlaufenden Mahler-Reihe genau diesem sperrigen Koloss gestellt.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

Wien/Konzerthaus
Buchbinder im Konzerthaus: Mozart mit Tiefgang, Eloquenz und Spielfreude (Bezahlartikel)
Drei Klavierkonzerte von Mozart mit den Wiener Symphonikern.
Kurier.at

Baden
Bühne Baden erhält ab 2027/28 neu gegründetes Musical-Orchester
Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich wird Residenzorchester, bestehendes Ensemble wird wie geplant trotz heftiger Kritik aufgelöst
DerStandard.at

Weimar
Es ist ein Irrtum, dass die Toten tot sind“: Opern-Premiere in Weimar
Das Werk von Erich Wolfgang Korngold, der 1936 und 1938 auch den Oscar gewann, heißt „Die tote Stadt“ und befasst sich mit der Trauer eines Mannes um die Frauen in seinem Leben.
BerlinerZeitung.de

Dresden
Semperoper Dresden: „Parsifal“, Richard Wagner (zweite Besprechung)
Fast vier Jahrzehnte nach der letzten Dresdner Neuinszenierung hob sich der Vorhang für eine neue Parsifal-Produktion in der Semperoper Dresden. Unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti feierte Wagners ‚Bühnenweihfestspiel‘ seine mit Spannung erwartete Premiere. Floris Visser gibt mit seiner Regiearbeit in Dresden sein Hausdebüt. Der Niederländer gehört zu den gefragtesten Regietalenten seiner Generation. Das Bühnenbild gestaltet der ebenfalls international renommierte Künstler Frank Philipp Schlößmann. Gemeinsam mit dem Bühnen- und Kostümbildner Jon Morrell entwickelt das künstlerische Team eine Lesart von Wagners letztem Werk, auf die man gespannt war.
Von Dieter David Scholz
DerOpernfreund.de

Bonn
Theater Bonn:  „Otello“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)
So vielschichtig Shakespeares Tragödie angelegt ist, so überwältigend stark präsentiert sich Giuseppe Verdis musikalische Umsetzung des Otello. Egal, welche Fassette des psychisch aus dem Gleichgewicht geratenen Titelhelden und welches Problem der Handlung man in den Mittelpunkt stellt: Mit einer starken musikalischen Ausführung und einer nicht gerade absurd entgleisenden Inszenierung ist ein packender und gleichsam tiefgründiger Opernabend garantiert.
Von Pedro Obiera
DerOpernfreund.de

Wuppertal
Warum dreht sich Orpheus um? (Bezahlartikel)
Inklusive Bühnenkultur in neuer Qualität: „Orpheus & Eurydike“ frei nach Gluck in Wuppertal und anderswo
NeueMusikzeitung/nmz.de

Detmold
Landestheater Detmold: „Das schlaue Füchslein“, Leoš Janáček (zweite Besprechung)
Märchenhaft geht es derzeit am Landestheater in Detmold zu. Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček tobt mit seinen Spielgefährten über die dortige Bühne. In der herzigen Lesart von Regisseur Lars Marcel Braun darf das Werk ganz und gar bilderbuchartige Geschichte bleiben.
Von Jochen Rüth
DerOpernfreund.de

Lyon
Oper Lyon: Musikvermittlung ohne Ringelpiez
Vorbildlich: Die Oper Lyon zeigt derzeit „Billy Budd“, „Manon Lescaut“ und „La Traviata“, gibt sich queer und fromm zugleich, folgt sozialdemokratischem Idealismus und erzielt damit 92 Prozent Auslastung.
FrankfurterAllgemeine.net

Palermo
Epstein-Skandal erreicht Palermo: Theater trennt sich von Dirigenten
Der Name des französischen Dirigenten Frédéric Chaslin taucht in den Akten des US-Finanzmagnaten Jeffrey Epstein auf. Der Epstein-Skandal hat nun auch Palermo erreicht und führt zum Abbruch der Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Teatro Massimo und dem französischen Dirigenten Frédéric Chaslin. Der Maestro hätte im Mai in Palermo die „Aida“ dirigieren sollen. Chaslins Name ist in den Akten des US-Finanzmagnaten Jeffrey Epstein aufgetaucht, wie die römische Tageszeitung La Repubblica am Mittwoch berichtete.
Kurier.at

Feuilleton
Wie falsch es ist, dass Filmmusik die Philharmonien kapert
Immer stärker verdrängen die Partituren für „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ die von Händel und Mozart aus den Programmen der Konzertsäle und Musikschulorchester. Damit hofft man, junges Publikum für Klassik zu begeistern. Ein Trugschluss.
DieWelt.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Regensburg
Theater Regensburg scores high with a dystopian Alcina
seenandheard-international.com

Amsterdam
OPERA2DAY & the Netherlands Bach Society 2026 Review:
The Opera Circus Pasticcio and Playfulness: A Radiant Reimagining of Handel’s Dramatic World
operawire.com

Paris
The company of wolves
Matthias Pintscher’s Nuit sans aube at the Opéra Comique conjures up plenty of atmosphere — but not much else.
parterre.com

New York
Video: First Look at Michael Mayer-Directed LA TRAVIATA at The Metropolitan Opera
Verdi’s classic opera runs March 20 through June 6, 2026 at the Met.
broadwayworld.com

Dudamel and the NY Phil premiere David Lang’s stirring, provocative oratorio tackling economic justice
seenandheard-international.com

MasterVoices sets Fauré’s heavenly grace against raging sin of world premiere
Ted Sperling, a man of many projects, brought his MasterVoices chorus to Alice Tully Hall Monday night for a concert titled “Sins and Grace.” He might have added “not necessarily in that order,” since the opening work was Gabriel Fauré’s Requiem and the concert concluded with the world premiere of a work by multiple composers titled Seven: A Cycle of Sins.
newyorkclassicalreview.com

Washington
Rags to riches
In its first production since departing the Kennedy Center, the Washington National Opera presents a new adaptation of “King of Ragtime” Scott Joplin’s opera Treemonisha. WNO announced in January that it was ending its 15-year-old affiliation agreement with the John F. Kennedy Center for the Performing Arts, citing “the Center’s new business model [which] requires productions to be fully funded in advance—a requirement incompatible with opera operations.
parterre.com

Norfolk
Virginia Opera 2025-26 Review: Aida
operawire.com

Shanghai
Shanghai Production to Mark First Time Katharina Wagner Directs ‘Die Walküre’
operawire.com

Feuilleton
Q & A: Gregory Spears on ‘Fellow Travelers’ & His Upcoming Opera ‘Sleepers Awake’
operawire.com

Ballett / Tanz

Berlin
Die Russen kommen
Bestes Ballett in Berlin: »Nurejew« in der Deutschen Oper
jungewelt.de

Ballet / Dance
Review: Covent Garden Choreographics with New English Ballet Theatre
gramilano.com

Boston Ballet Unveils 2026-2027 Season Featuring CINDERELLA and COPPÉLIA      Season highlights include a special all-Balanchine program and innovative contemporary ballets at the Boston Opera House
broadwayworld.com

Sprechtheater

Wien/Burgtheater
Barbara Petritsch wird zur neuen Doyenne ernannt
Die Schauspielerin folgt auf die im Vorjahr verstorbene Elisabeth Orth. Die Ernennung im Burgtheater findet am 16. April statt.
krone.at

Salzburg/Landestheater
Verpuffender Freiheitstraum: „Amerika“ am Landestheater Salzburg
Albert Camus’ „Der Fremde“ feiert am Samstag Premiere – „Der kleine Maulwurf“ ist in einer Aufzeichnung im ORF-Programm zu sehen
DerStandard.at

Graz
Nestroy trifft Hildegard Knef: „Frühere Verhältnisse“ in Graz

Ein beherztes Komödiantenquartett hat Gesangs-bedingte Regielücken in Ruth Brauer-Kvams Inszenierung zu überbrücken – das gelingt nicht wirklich
DerStandard.at

Medien

Österreich/ORF
ORF-Chefin bleibt hart. Thurnher sagt „Nein“ zu Luxus-Pensionsvertrag
Nach dem Skandal um Roland Weißmann bleibt auch die neue ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher bei dessen Linie zu Pius Strobls Pension. Der hochrangige ORF-Manager forderte einen Spezialvertrag, bei dem es um 2,4 Millionen Euro gehen dürfte – im „Krone“-Interview bestätigte Thurnher nun, dass man den Forderungen nicht nachkommen will.
krone.at

ZDF
Ski-Aufreger! Sender bricht Interview wegen Flasche ab
Kein Interview für Linus Straßer im ZDF wegen verbotener Werbung. Zum Abschluss der Ski-Saison sorgt eine Abmoderation für Aufregung. Der Grund: Straßer wollte offenbar seinen Flaschensponsor sichtbar im Bild platzieren. Für das ZDF ein Problem.
heute.at

Politik

Österreich
Nationalrat stimmt für Spritpreisbremse
Mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP, SPÖ, NEOS und den oppositionellen Grünen ist am Mittwoch die Spritpreisbremse beschlossen worden. Grünen-Chefin Leonore Gewessler hatte erst am Mittwoch die Zustimmung der Grünen bekanntgegeben und damit dem Gesetz die notwendige Zweidrittelmehrheit verschafft.
orf.at

International
Kraftwerk getroffen. Drohnen in Estland und Lettland waren aus Ukraine
Entgegen zunächst anderslautender Angaben stammen die beiden in Estland und Lettland abgestürzten bzw. explodierten Drohnen aus der Ukraine! Die Drohnen seien Teil eines größeren ukrainischen Angriffs auf Ziele in Russland gewesen, erklärten die Behörden vor Kurzem.
krone.at

Nahost-Experte Walter Posch: „EU wird sehr teures Gas kaufen“
In einer neuen Folge „Message, Macht, Medien“ zeichnen Nahost-Experte Walter Posch und krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann ein düsteres Bild des Iran-Kriegs – militärisch, wirtschaftlich und politisch. Ein Gespräch über „digitale Mundpropaganda“ mitten im Krieg, einer drohenden Energie-Katastrophe in Europa und die Frage: Kommen jetzt bald iranische Flüchtlinge nach Österreich?
krone.at

USA legen Teheran Plan für Kriegsende vor
Die US-Regierung von Donald Trump hat den Machthabern in Teheran Medienberichten zufolge einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien. Irans Militärführung wies diese Darstellung am Mittwoch zurück: Washington verhandle „mit sich selbst“. Unterdessen kamen bei einem Luftangriff im Nordwesten des Irans einem Bericht zufolge sieben Zivilisten ums Leben.
news.at

Dänemark
Linkes Bündnis gewinnt Parlamentswahl in Dänemark, aber verpasst absolute Mehrheit
Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Dänemark am Dienstag sind die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen trotz ihres schlechtesten Ergebnisses seit mehr als 120 Jahren stärkste Kraft geworden. Ihr linkes Bündnis kam nach Auszählung aller Stimmen auf 84 Sitze im 179 Sitze umfassenden Parlament und verpasste damit die absolute Mehrheit, wie das offizielle Ergebnis zeigte. Frederiksen sagte, sie sei bereit, erneut das Amt der Regierungschefin zu übernehmen.
TirolerTageszeitung.com

Sport

Ski alpin
Braathen schreibt Geschichte: Erste Kristallkugel für Brasilien
Olympiasieger Pinheiro Braathen gewann den Riesentorlauf in Hafjell und damit auch den Riesentorlauf-Weltcup.
Kurier.at.wintersport

_________________

Unter’m Strich

Grenzüberschreitungen in Führungspositionen: Ein Überblick
Gerät ein Mann in leitender Funktion wegen Affären, Machtmissbrauch oder Grenzüberschreitungen ins Zwielicht, ist eine generalisierte moralische Abwertung des dahinterstehenden Systems zu befürchten. In aller Regel ticken Organisationen so: Ein sofortiger Austausch eines in Ungnade gefallenen Mannes soll den drohenden Schaden beseitigen. Führungswechsel wirken oft wie emotionale Schnellschüsse, gehorchen aber dem psychologischen Prinzip des Reinwaschens. Im aktuellen ORF-Skandal kann eine neue Führungskraft psychologisch der Versuch sofortiger Reparatur und moralischer Reinigung gewesen sein, um das empfindlich erschütterte System mit „Frauenpower“ notfallmäßig erstversorgen zu können.
news.at

Österreich
Zeitumstellung steht am Sonntag bevor: 80 Prozent würden sie  abschaffen
In der Nacht auf Sonntag beginnt in Österreich wieder die Sommerzeit. Das bedeutet, dass die Uhren um 2 Uhr auf 3 Uhr (MEZ) vorgestellt werden. Laut einer aktuellen market-Umfrage hatten das bisher nur etwa drei Viertel (76 Prozent) im Blick. Die meisten (80 Prozent) sprechen sich überhaupt für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.
krone.at

Tanken in Deutschland
Sparen an der Zapfsäule. Diese altbewährte Tankregel funktioniert bald nicht mehr
Ein Spartipp beim Tanken verliert bald wahrscheinlich seine Gültigkeit. Die Bundesregierung plant eine drastische Änderung der Preisgestaltung an Zapfsäulen.
Wer beim Tanken bewusst auf die Preise achtet, der weiß: Morgens im Berufsverkehr sind die Preise besonders hoch, danach schrauben sie sich langsam herunter, um dann im Feierabendverkehr wieder nach oben zu klettern. Am günstigsten ist es abends ab 19 bis etwa 22 Uhr.
Dieses Muster ist altbekannt und hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verfestigt: Wie das Bundeskartellamt mitteilt, meldet eine Tankstelle mittlerweile durchschnittlich 20 Preisveränderungen pro Tag. In der Spitze sind es sogar 50. Das heißt: Rein rechnerisch verändert sich der Preis für Benzin und Diesel öfter als jede halbe Stunde. Das soll bald nicht mehr der Fall sein.
t-online.de

Österrreich/Wetter
Schwerer Schneesturm kommt
Wieder Winter – jetzt Blizzard-Warnung in Österreich: Österreich muss sich auf turbulentes Wetter einstellen: Neben einem massiven Wintereinbruch samt Schnee wird auch vor schweren Sturmböen gewarnt.
heute.at

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2026)

Quelle: onlinemerker.com

MUSIKVEREIN  für Steiermark Graz: Solistenkonzert Ivo Pogorelich, Klavier, am 9. April

Wir dürfen Sie auf unser kommendes Solistenkonzert am Donnerstag, 09. April 2026 hinweisen:

Donnerstag, 09. April 2026
19.30 – 21:15 Uhr
Stefaniensaal
Musikverein Graz • Congress Graz

porgo
Ivo Porgorelich © Andrej Grilic

Ivo Pogorelich, Klavier

Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 8 in c-Moll, op. 13, Pathétique
Sonate Nr. 17 in d-Moll, op. 31/2, Der Sturm
Bagatelle in D-Dur, op. 33/6
Bagatelle in Es-Dur, op. 126/3
Sonate Nr. 23 in f-Moll, op. 57, Appassionata

Ivo Pogorelich zählt mit seinen innovativen, oft extremen Interpretationsansätzen zu den originellsten Musikern der Gegenwart. Für sein Debüt im Musikverein Graz wählte der kroatische Pianist ein monumentales Beethoven-Programm, das für mehrere Konzerte reichen würde, darunter die Sonaten Pathétique, Der Sturm und Appassionata.

Information, Karten
Konzertkasse Musikverein Graz: Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
Tel. 0316 82 24 55

www.musikverein-graz.at

_____________________________________________________________________

Opera Verace Foundation kündigt Breakout Stars Young Artist Showcase-Konzert im Wiener Konzerthaus an

gala

Am 16. Mai 2026 findet im Wiener Konzerthaus di Breakout Stars Operngala statt – das erste Konzert einer neuen Reihe der Opera Verace Foundation, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Kalifornien, die sich zwei zentralen Herausforderungen der Opernwelt widmet: dem alternden Publikum und den Hürden, denen talentierte Sänger beim Übergang von der Ausbildung in eine professionelle Karriere begegnen.

Unter der Leitung der Komponistin und Dirigentin Alma Deutscher tritt das Wiener Kammerorchester gemeinsam mit fünf herausragenden Nachwuchssängern auf und präsentiert ein Programm mit Opernarien und Duetten.
Im Gegensatz zu traditionellen Galakonzerten verfolgt die Veranstaltung einen klaren philanthropischen Zweck: die Unterstützung von Opernsängern in der entscheidenden Phase zwischen Ausbildung und internationaler Karriere.
„Wir haben die Opera Verace Foundation gegründet, weil das Problem der Opernwelt nicht ein Mangel an Talent ist – sondern ein Mangel an Strukturen, die es diesem Talent ermöglichen, sich durchzusetzen. Die Breakout Stars Gala ist unsere erste Antwort auf dieses Problem.“
Daniel L. Rubin, MD, MS, Präsident & CEO, Opera Verace Foundation

Ein neues Modell zur Förderung junger Operntalente
Die Opera Verace Foundation hat diese Konzertreihe ins Leben gerufen, um eine zentrale Lücke im klassischen Musikbetrieb zu schließen. Viele junge Sänger sind technisch bereit für große Rollen, werden jedoch noch nicht ausreichend wahrgenommen. In der Folge geben nicht wenige den Beruf wieder auf.
Die Initiative der Stiftung schafft daher eine hochkarätige Plattform, auf der vielversprechende Künstler mit Orchester in einem bedeutenden Konzertsaal vor einem Publikum aus Opernfachleuten und Liebhabern auftreten können.

Die Künstler
Alma Deutscher – die britisch-österreichische Dirigentin und Komponistin schrieb ihre erste Oper im Alter von zehn Jahren und ihre abendfüllende Oper Cinderella, die international aufgeführt wird, mit zwölf. In diesem Jahr dirigierte sie Cavalleria rusticana und Pagliacci an der Opera San José und wird ein Konzert mit dem New Japan Philharmonic in Tokio

Chelsea Zurflüh, Sopran – Gewinnerin des Concours de Genève und eine aufstrebende Künstlerin an Häusern wie dem Royal Opera House, der Bayerischen Staatsoper und dem Opernhaus Zürich.
Susanne Burgess, Sopran – eine britisch-amerikanische Sopranistin, die an der Metropolitan Opera sowie in großen US-Produktionen aufgetreten ist, unter anderem in den vier Frauenpartien in Les Contes d’Hoffmann.
Anna Tetruashvili, Mezzosopran – von der New York Times als eine von fünf herausragenden Nachwuchskünstlern für ihre Auftritte bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2024 ausgezeichnet.
Jonghyun Park, Tenor – Absolvent des Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera, der dort mehrere Rollen sang und an weiteren amerikanischen Opernhäusern auftrat.
Ricardo José Rivera, Bariton – von der New York Times für sein „sattes Timbre“ gelobt und zuletzt an der Metropolitan Opera in der Live-in-HD-Übertragung von I puritani als Riccardo zu hören.

Diese Sänger repräsentieren eine neue Generation internationaler Operntalente – Künstler, die bereits Aufmerksamkeit erregen und vor dem Durchbruch auf den großen Bühnen der Welt stehen.

Neues Publikum gewinnen
Die Opera Verace Foundation setzt sich zudem dafür ein, Oper einem jüngeren Publikum zugänglicher zu machen. Im Rahmen des „Under 30“-Programms wird eine begrenzte Anzahl an Tickets für 20 € angeboten.

Globale Reichweite
Das Konzert wird professionell aufgezeichnet und später über die Plattform Opera Verace Virtual Opera Theater weltweit verfügbar gemacht. Ausgewählte Ausschnitte werden zudem in sozialen Medien veröffentlicht. Gleichzeitig dienen die Aufnahmen als hochwertiges Demomaterial für die teilnehmenden Künstler und deren Agenturen.

Veranstaltungsdetails
Mozart-Saal, Wiener Konzerthaus | 16. Mai 2026 | 19:30 Uhr
Dirigentin: Alma Deutscher | Orchester: Wiener Kammerorchester

Ticketlink: https://ticket.konzerthaus.at/de/buyingflow/tickets/16080/27591/#tixsp

Über die Opera Verace Foundation
Die Opera Verace Foundation ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in den USA, die sich der Förderung junger Opernsänger in der entscheidenden Phase zwischen Ausbildung und professioneller Karriere widmet. Durch Auftrittsmöglichkeiten, globale digitale Verbreitung und die Zusammenarbeit mit führenden Experten der Opernwelt unterstützt die Stiftung die nächste Generation internationaler Opernkünstler.

________________________________________________________________________________________

Winterthur/Theater: CARMINA BURANA am 28. und 29.3.2026

wintz

LEITUNG: Ruth Suppiger
CHORLEITUNG: Christoph Germann, Peter Nussbaumer, Simon Winiger
ORCHESTER: Stadtmusik Winterthur
CHOR: Kantonsschule Im Lee

SOLISTEN
Sopran: Anna Gitschthaler
Bariton: Felix Gygli
Slampoetry: Etrit Halser

________________________________________________________________________________________

Oper Frankfut: Premiere WRITTEN ON SKIN von George Benjamin / Frankfurter Erstaufführung

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühnenbild, Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Silke Willrett
Dramaturgie: Maximilian Enderle


Bo Skovhus (The Protector), Iurii Iushkevich (The Boy; hinten), Cecelia Hall (Mary) und Michael McCown (John) © Barbara Aumüller

The Protector: Bo Skovhus
Agnès: Elizabeth Reiter
First Angel / The Boy: Iurii Iushkevich
Second Angel / Marie: Cecelia Hall
Third Angel / John: Michael McCown


Elizabeth Reiter (Agnès) und Bo Skovhus (The Protector) © Barbara Aumüller

Elizabeth Reiter (Agnès) und Bo Skovhus (The Protector) © Barbara Aumüller

_______________________________________________________________________________________

WIEN/OFF-Theater: das.bernhard.ensemble / Sophie Resch mit „Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken …?“

Es ist eine Krux mit dem Feminismus. Nicht nur, dass seine Anhängerinnen (und Anhänger) ein argumentativ und ideologisch ziemlich inhomogenes, teils sogar zerstrittenes Völkchen sind, sondern auch, weil seine Gegner die ökonomische und politische Macht immer noch fest in ihren starken Händen halten. Das Bernhard-Ensemble treibt unter der Regie von Sophie Resch Sonden in Köpfe, Herzen und die Gesellschaft und nennt diese theatral-choreografische Untersuchung „Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken …?“.

Sie stellen den Feminismus in sein historisches und aktuelles Umfeld. Das neueste Mash-up des Bernhard-Ensembles ist inspiriert von Elfriede Jelinek und vom 2024 achtfach Oskar-nominierten Barbie-Film Greta Gerwigs, in dem das makellose Barbie-Land konfrontieert wird mit der realen Welt und ihren seit jeher geltenden Regeln. Barbie versucht, sich diesen zu stellen. Ken aber entdeckt für sich die Vorzüge des Patriarchats.

bab1

„Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken …?“ © Walter Mussil

Dieses interdisziplinäre Theater-Ereignis nun ist kein „Barbie – The Movie“ zum Anfassen. Und doch ist cineastische Anmutung gewollt. Über das Pinke des Films und dessen Bild-Ästhetik hinaus wird der Kenner inhaltliche inspiratorische Quellen finden. Die Suche danach allerdings könnte die geschickte Dramaturgie dieses gut 100-minütigen und trotzdem äußerst kurzweiligen Stückes perforieren. Denn bald schon fällt ein Buch vom Himmel, das Perspektiven dreht und Denken wendet.

Eiligst verschlungen ist es wie die Eingießung eines unheiligen Geistes. Mit ihm fährt die Weltsicht der Elfriede Jelinek wie ein göttlicher Blitz in die Glieder der poppigen Insolvenzerin, äh Influenzerin Babsie (herausragend: Rina Juniku), die ihren gackernden Followerinnen (Leonie Wahl, Yvonne Brandstetter und Ylva Maj) bis dahin mit Einkaufstipps und sich mit monetären Seiteneffekten ihre egozentrisch-hedonistische Existenz versüßpinkte.

Die Folge: Feministisch durchgeistigt und auch fürderhin von ihrem neurotischen Waschzwang gepeinigt (womit auf lang zurückliegende, sie „beschmutzt“ zurücklassende Erlebnisse hingewiesen wird) beschließt Babsie den Exodus aus wohlsituierter Wiener Zentrumslage in einen Rand-, sprich Brennpunkt-Bezirk, um sich dort an der Kassa eines Lebensmittel-Discounters dem Kampf mit dem Patriarchat zu stellen.

bab2
 „BABSIE“, i.B.: Juniku, Kohlhofer, Maj © Nadine-Melanie Hack

Dem armseligen Nice-Ken (seiner Babsie ebenbürtig: Christian Kohlhofer) geht das mächtig gegen den Strich. Schließlich aber folgt er seiner jungen Liebe in das proletarisch dominierte Ottakring. Auch ihm, dem durch den Feminismus in seinem Selbstverständnis zutiefst Verunsicherten, ist Wachstum beschieden. Aus dem winselnden Waschlappen schälen drei in der Raucher-Vitrine des HofHER ausgestellte, um die Wette wichsende Super-Prolos (ebenfalls von den drei Followerinnen gespielt) den Kern eines echten Mannes. Aus weinerlicher Devotion wird selbstgerechter Despotismus. Mit neuem, adäquatem Frauen.Feind.Bild.

Der „Chef“ klebt lange an der Tür im Hintergrund. Superprolo-Ken (Ernst Kurt Weigel) in seiner Eigenschaft als Marktleiter spielt mit dem rauen Charme der Arbeiterklasse, seiner Macht kraft Hierarchie und subtilen Strategien der Erlangung und Sicherung von männlicher Überlegenheit. Das Objekt seiner rein körperlichen Begierden, die Neu-Feministin Babsie, spielt mit. Frisch befördert führt sie den drei Wixern den Unterschied zwischen „Nein“ und „Ja“ vor Augen respektive in den Anus. Eine der stärksten Szenen des Stückes, weil sie verbal genial komponiert ist und kompakt die Welten maskuliner Begierden und femininer Emotion konfrontiert. Und, natürlich, patriarchal geprägte Machtverhältnisse aufzeigt und diese schließlich mit ihren eigenen Waffen zerlegt.

bab3
„BABSIE“, Rina Juniku © Nadine-Melanie Hack

Eben jene drei tanzen in einer Choreografie von Leonie Wahl am Boden sitzend einen Tanz, der Aspekte klassisch-klischeehafter Männlichkeit gestisch formuliert. Wunderbar. Die drei Frauen an den Kassen hingegen (ihre Doppelrollen fordern von den drei Schauspielerinnen eine gehörige Bandbreite) diskutieren aus verschiedenen Perspektiven das Sein als Frau und Mutter (köstlich die Entbindungs-Szenen der Yvonne Brandstetter). Klischees von Weiblichkeit treiben die eine, ihre Mutterschaft die andere. Durch das Piepsen der Scanner der Kassen des HofHER heben wütende, fast extremistische, doch rational schlüssige Tiraden der Dritten den Diskurs aus der individuellen in die philosophische Welt. Und sie kassieren sich tanzend in die Erschöpfung, bevor sie sich ihren vielen anderen unbezahlten Aufgaben widmen.

Selbstbilder treffen aufeinander. Strukturell gestützte männliche Selbst-Herrlichkeit und -Gewissheit steht einem tief eingegrabenen weiblichen Selbsthass gegenüber, dem mit Positivities verschiedenster Couleur begegnet wird. Diverseste Positionen, die die Sicht von außen, oben, links, rechts oder innen auf das Verhältnis von Mann und Frau, auf die zementierte Macht der Männer, auf patriarchale gesellschaftliche und ökonomische Architekturen und auf die Auswirkungen dessen auf das Unbewusste der Menschen haben, werden mit Einwürfen von Statements als die Komplexität des Themas zusätzlich erhöhende Beiträge in das Spiel eingebaut.

bab4
 „BABSIE“, i.B.: Brandstetter, Kohlhofer, Wahl, Maj © Nadine-Melanie Hack

Die Emittenten dieser Statements: Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart, aus Literatur, Philosophie, Psychologie, Wirtschaft und Politik. Und Melania Trump. Neben Simone de Beauvoir, Sigmund Freud, Mark Zuckerberg, Andrew Tate, Ben Hobbs und anderen. Das Stück bettet den Feminismus ein in Positionen, mit denen er kämpft. Es macht sichtbar, mit welchen Widerständen er ringt, gleichzeitig auf wie fundierte Fürsprache er baut. Die Vielfalt der Haltungen, die inneren Konflikte und die verfestigten, weil historisch gewachsenen patriarchalen Prägungen der mit diesem Thema Konfrontierten werden zu einem lebendigen Psychogramm einer männerdominierten Gesellschaft.

Zugleich, weil pars pro toto, wird das Stück zum Abbild einer Welt, in der Frauen furchtbare, gewaltvolle Unterdrückung erfahren und sich, so gut sie können, gegen sie erheben. Durch die Taliban in Afghanistan, das Mullah-Regime im Iran, in Afrika, Asien und Amerika, überall auf der Welt werden Frauen diskriminiert und mit struktureller psychischer und physischer Gewalt in ihren Rechten eingeschränkt. Hebt man den Blick aus mitteleuropäischer Nabelschau, relativiert sich vieles. Dennoch: Es bleibt auch hier bei uns noch viel zu ändern.

bab5
 „BABSIE“, i.B.: Wahl, Juniku, Weigel, Maj, Brandstetter © Walter Mussil

Ungemein witzig und dann wieder ziemlich bewegend, prall gefüllt mit Perspektiven und Aspekten und dynamisch inszeniert. Das Bernhard-Ensemble bleibt sich in dieser Hinsicht auch unter der Gast-Regisseurin Sophie Resch (selbst Ensemble-Mitglied und 2024 mit dem Nestroy Spezialpreis für ihr Regiedebüt „Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt“ geehrt), treu. Das Stück stellt psychische Landschaften aus und lässt sie aufeinanderprallen, seziert sie, lässt durch die Textur der argumentativen Oberflächen das Eigentliche scheinen: Tief vergrabene Sehnsüchte, erlittene Verletzungen und Verluste, Ängste und vor allem aber den Wunsch nach weiblicher Selbstbestimmung.

Und über allem schwebt, alles durchdringt, verfärbt und entstellt die Kapitalisierung und Korrumpierbarkeit von allem und jedem, von Körpern, Sehnsüchten und Bedürfnissen, von Argumenten und Ideologien, von Hierarchien und Beziehungen, von Selbst- und Nächsten-Liebe und des Feminismus selbst.

Die Komplexität des Themas macht einen schier kirre, die Vielfalt an Perspektiven ist verwirrend demokratisch. Unserem Lechzen nach klaren Vorschlägen für lebbare Maximen für den Umgang mit dem so kontrovers besprochenen Thema, nach einfachen, und doch nicht vereinfachenden, aber bitte irgendwie greifbaren Positionen entzieht sich diese Arbeit. Sie erzwingt den Blick in den Spiegel, der sie ist.

bab6
„BABSIE“, i.B.: Weigel, Juniku © Walter Mussil

„Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken …?“ ist ein starkes Stück Theater, Tanz, Musik (von Bernhard Fleischmann), Kostüm (die knallbunten und doch pinken Roben von Julia Trybula sind eine Augenweide), Bühnenbild (von Eva Grün und Ernst Kurt Weigel) und (ja!) Gesang (Weigel beeindruckt mit einem Rock-Song, bevor einem Ylva Majs heller Sopran die Kiefer-Muskulatur entspannt), inhaltlich-habituell und stilistisch weit entfernt von vielen aus aktivistischen Tunneln rufenden Arbeiten, aufwändig recherchiert, thematisch hoch komplex, weil kaum eine mögliche Perspektive vernachlässigend, brillant gespielt und dramaturgisch komponiert und mit vielen choreografierten Details durchsetzt. Die sechs auf der Bühne bereiten sehr viel Freude, dem Auge, dem Ohr, dem Zwerchfell und dem Hirn.

Doch auch die Kraft der zum Feminismus konvertierten Babsie, die ihre Followerinnen schließlich zur Selbstermächtigung ermutigt, ist brüchig. „Das Wunderbare“, wofür sie kämpft, scheint wie eine Fata Morgana am gesellschaftlichen Horizont (also hinter der Tür dort) zu geistern. Das finale „Wir sind viele!“ ruft uns alle auf den Plan. Auch die Männer!

das.bernhard.ensemble / Sophie Resch mit „Was geschah, nachdem Babsie ihren Ken …?“ am 17.03.2026 im OFF-Theater Wien. Insgesamt 18 Vorstellungen bis 09.05.2026.

Rando Hannemann

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert