DIE FREITAG-PRESSE – 29. AUGUST 2025

DIE FREITAG-PRESSE – 29. AUGUST 2025

©Ennevi Foto/Fondazione Arena

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG
-PRESSE – 29. AUGUST 2025

OPER darf ein Event sein!
Ich frage mich allen Ernstes, wieso darf eine Oper kein Event sein? Wieso darf man keinen Spaß haben, wenn man Oper hört und erlebt? Ist diese „Kunstform“ nur für einen kleinen Kreis Interessierter gedacht, der sie auch versteht und der die Höhen und Tiefen der Sänger beurteilen kann? Anfang des Jahres erlebte ich in der Staatsoper Unter den Linden das erste Mal in meinem Leben den Rosenkavalier. Ich hatte mich vorbereitet, hatte die Handlung inhaliert, die Alltagskleidung abgelegt und im Foyer an der Theaterbrezel geknabbert. Was dann folgte war ein großartiger Opernabend mit entzückender Musik, wunderschönen Kostümen und Kulissen.
Von den Sängerinnen kannte ich nur Diana Damrau. Sie hatte vor einiger Zeit eine CD mit Operettenliedern veröffentlicht, die mir gut gefiel. Aber es war mir völlig egal, wer dort vorne sang. Was zählte war das Gesamtpaket: Ein Opernspektakel, ein Event, dass mich gut gelaunt in den nächsten Tag geleitete.
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de

Innsbruck
Festwochen Alter Musik in Innsbruck: Traetta-Oper „Ifigenia in Tauride“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,28 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

Salzburg
Festspiele als gesellschaftlicher Treffpunkt
Sehen, gesehen werden, sowie private und berufliche Kontakte zu pflegen, ist neben allem Kunstgenuss für die Festspielgäste mindestens so wichtig, wie deren Erscheinen für schaulustige Einheimische oder Urlauber. Bis Ende August kommt dabei auch das Society-Geschehen nicht zu kurz. Fast zwei Monate lang betrachtet sich Salzburg als „Nabel der Welt“ für Musik und Schauspiel auf höchstem Niveau und glänzt mit Kulturdarbietungen an 16 verschiedenen Festspielstätten.
salzburg.orf.at

Salzburg
Widersprüchlicher Abend mit Currentzis
Peter Sellars halbszenische Aufführung von Rameaus „Castor et Pollux“ in Salzburg hat visuell enttäuscht und musikalisch nicht durchgehend überzeugt. Teodor Currentzis dirigierte, doch die Spannung blieb vielfach auf der Strecke.
BR-Klassik.de

Teodor Currentzis triumphiert mit „Castor et Pollux“ bei den Salzburger Festspielen (Bezahlartikel)
Sänger- und Orchesterbesetzung der Rameau-Oper wurden aus Paris übernommen. In der Felsenreitschule entsteht daraus ein mehr als nur konzertanter Abend, der bei der Premiere am Mittwoch stürmisch bejubelt wurde.
SalzburgerNachrichten.at

Salzburg: Currentzis greift bei Rameau nach den Sternen (Bezahlartikel)
In „Castor et Pollux“ beweist der politisch umstrittene Dirigent Teodor Currentzis erneut seine Affinität zur Musik von Jean-Philippe Rameau. Jeanine De Bique führt eine hervorragende Besetzung an, die Peter Sellars halbszenisch im Hier und Heute agieren lässt: stürmischer Jubel.
DiePresse.com

Runter vom hohen Ross
Festspiele / Castor et Pollux.  Gerungen wird um Frieden, der nur erreicht werden kann, wenn Götter, Könige und Menschen von ihrem hohen Ross herunter steigen. Castor et Pollux unter Teodor Currentzis – „nur“ halbszenisch eingerichtet von Peter Sellars – ist der Opernhöhepunkt der Salzburger Festspiele 2025. Kernthema ist die Selbstlosigkeit zweier Brüder.
DrehpunktKultur.at

Currentzis-Oper als Mahnung gegen Krieg
Seit Russlands Überfall auf die Ukraine polarisiert der russisch-griechische Dirigent Teodor Currentzis. Die Salzburger Festspiele boten ihm stets eine künstlerische Heimat. Mit der selten gezeigten Oper „Castor et Pollux“ setzt er nun in der Felsenreitschule ein Zeichen gegen den Krieg.
salzburg.orf.at

Igor Levit bei den Salzburger Festpielen: Farben der Stille
Im Großen Festspielhaus Salzburg widmet Igor Levit sein Programm den leisen Tönen: Schumanns „Nachtstücke“, Chopins letzte Sonate und Schuberts monumentale B-Dur-Sonate. Mit feinstem Gespür für Klangfarben und Erzählkraft erkundet Levit musikalische Tiefenschichten – auch wenn er sich nicht jeden Überschwang verkneifen kann.
BR-Klassik.de

Tod ohne Teufel
Festspiele / Solistenkonzert Levit: Wenn Igor Levit sich einschwingt vor dem Einsetzen oder seine Finger den Charakter des folgenden Stücks vorzittern lässt, ist das sicherlich nicht billige Attitüde. Nicht bei dem Ergebnis. Ein Abend in Himmel und Hölle am Mittwoch (27.8.) mit Werken von Schubert, Schumann und Chopin.
DrehpunktKultur.at

Berlin
So wird das „Musikfest Berlin 2025“: Warum spielen die Franzosen kaum Französisches?
Am 30. August startet das wichtigste Klassikfestival der Hauptstadt: Internationale Spitzenorchester sind ebenso vertreten wie die großen Berliner Institutionen. Und es gibt jede Menge Gründe zu feiern.
Tagesspiegel.de

Bremen/Konzerthaus „Die Glocke“
Mozarts „Zauberflöte“ überzeugt mit packender Darbietung
Sie ist geradezu verwirrend vielschichtig, changiert zwischen ausgelassen Komödiantischem und zutiefst ernsten, tragischen Partien. Liebe und Hass in heftiger Ausprägung, dazu ein erbitterter Kampf zwischen Gut und Böse finden sich ebenso wie tiefsinnige Lebensweisheiten in diesem genialen Werk.
Kurz gesagt: Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, zweifellos ein grandioses Meisterwerk, lässt sich schwerlich einem spezifischen Operngenre zuordnen. Und dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – ist sie das wohl beliebteste, mutmaßlich am häufigsten aufgeführte Bühnenwerk Mozarts.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

Weimar
Kunstfest Weimar: Gnadenlos heutig (Bezahlartikel)
Das Kunstfest Weimar zeigt Theater mit politischer Wucht: Ein Drama von Theresia Walser über Schule im Rechtsruck und Günter Wallraffs Undercover-Bestseller „Ganz unten“ als Oper.
SueddeutscheZeitung.de

Bonn
Beethovenfest 2025: Die Grenzen der Klassik sprengen
Hip Hop mit Barockinstrumenten, ein Orchester, das Sinfonien auswendig spielt, oder junge nigerianische Musizierende mit Afrobeats? Das Bonner Beethovenfest setzt unter dem Motto „Alles ultra“ neue Akzente.
dw.com

Jena
Mit Gustav Mahler auf Himmelfahrt – wie man bekannte Musik neu beleuchtet (Bezahlartikel)
Mit ihrer Idee, die berühmten Sinfonien des Spätromantikers in die Gegenwart fortzuschreiben, haben die beiden Schweizer Simon Gaudenz und Andrea Lorenzo Scartazzini einen international beachteten Coup gelandet.
NeueZürcherZeitung.ch

Wiesbaden
Thomas Quasthoff im Kurhaus Wiesbaden – Dieser besondere Schmelz
„Und mein Name ist Frank Sinatra“: Thomas Quasthoff im Kurhaus Wiesbaden, wo er zudem eine Auszeichnung erhielt.
FrankfurterRundschau.de

Luzern
Straffe Zügel: Mirga Gražinytė-Tyla dirigiert am Lucerne Festival
bachtrack.com/de

Verona
Als Statist in „Carmen“
Große Oper in Verona – und ich war mittendrin     Mit der jungen Veronica Ferres habe ich im Badezuber gesessen, in einer Bolschoi-Produktion mit echten KGB-Agenten gespielt. Denn bevor ich Musikkritiker wurde, habe ich als Statist in der Oper gejobbt. Jetzt bin ich ein letztes Mal auf die Bühne zurückgekehrt.
DieWelt.de

Feuilleton
Pianist Alexander Lonquich: Elegant wie Michelangelos David
Sein Beethoven sucht die Ekstase, sein Schubert den Tiefsinn im Detail, aber er spielt auch Rihm und Holliger packend: Alexander Lonquich ist einer der großen Pianisten unserer Zeit und bleibt doch oft im Verborgenen. Ein Porträt.
FrankfurterAllgemeine.net

Jubiläum
Gustav Kuhn zum 80. Geburtstag
tiroler-festspiele.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

Pesaro
Zelmira, La cambiale di matrimonio, L’italiana in Algeri in Pesaro
operatoday.com

Brüssel
Alain Altinoglu Extends Contract at La Monnaie until 2031
operawire.com

London
Grimeborn 2025: Don Giovanni – Arcola Theatre, London
thereviewshub.com

Sir Simon Rattle withdraws from Proms performances
The BBC has announced the conductor will not conduct proms in August and September due to a ‘routine surgery’
classical-music.co.uk

BBC Proms: Faust, Gewandhausorchester Leipzig, Nelsons review
– grace, then grandeur
theartsdesk.com

Isabelle Faust shines, Nelsons and the Gewandhaus disappoint at the BBC Proms
bachtrack.com/de

A revelation: Delius’s Mass of Life at the Proms reviewed (Subscription required)
Plus: an open-air Don Giovanni that punches above its weight at Waterperry Opera Festival
spectator.co.uk

Obituary
Russian bass, RIP
The death has been announced of Mariinsky soloist Sergei Aleksashkin, aged 72.
slippedisc.com

Ballet / Dance

Dance Umbrella, London’s annual international dance festival in October, is also online
gramilano.com

Rock/Pop

Wien
Wegen Kneecap-Absage: Wiener Musiker planen Konzert gegen israelischen „Völkermord“
Nach der Konzertabsage des anti-israelisch auftretenden Hip-Hop-Trios geben bekannte Vertreter der Wiener Musikszene ein Protestkonzert gegen einen israelischen „Völkermord“ und eine „Komplizenschaft Österreichs“. Dabei sind unter anderem Mavi Phoenix, Salò oder Buntspecht.
DiePresse.com

Sprechtheater

Spitzentöne: Salzburger Festspiele – Wohin steuert die Schauspielsparte?
news.at

Kritikerumfrage: Das sind die „Theater des Jahres“ im deutschen Sprachraum
Kurier.at

Ausstellungen/Kunst

Wien
Karola Kraus vom Mumok: „Die Wiener Schlangengrube ist wirklich speziell“
Ein Sommergespräch zum Abschied: Nach 15 Jahren als Mumok-Direktorin geht die deutsche Kunsthistorikerin Karola Kraus in Pension. Wird sie die Wiener „Schlangengrube“ jetzt verlassen? Wie war das mit dem Kuchen an Franz Wests Krankenbett? Und warum haben Ihre Erweiterungspläne nicht funktioniert?
DiePresse.com

Österreichischer Kunstpreis 2025 geht an fünf Männer und zwei Frauen
Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) gab die Gewinner bekannt. Land NÖ achtet bei den Kulturpreisen stärker auf Ausgewogenheit. Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) gab am Mittwoch die Gewinner des Österreichischen Kunstpreises sowie des Hans-Hollein-Kunstpreises für Architektur 2025 bekannt. Die mit je 20.000 Euro dotierten Auszeichnungen werden „etablierten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, die mit einem umfassenden, international anerkannten Gesamtwerk hervorgetreten sind, zuerkannt“ – und sind heuer vornehmlich männlich: Florian Pumhösl (bildende Kunst) sei einer der „profiliertesten Künstler Österreichs“; Philipp Fleischmann (Filmkunst), der Leiter der Schule Friedl Kubelka; Robert F. Hammerstiel (künstlerische Fotografie), der eine Umwelt zeige, die zur Gänze gestaltet und inszeniert erscheint; Hanno Millesi (Literatur), der „zu den unverwechselbaren und virtuosen Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur“ zähle; Franz Hautzinger (Musik), der sich als Trompeter und Klangforscher „mit absoluter Hingabe der Musik verschrieben“ habe.
Kurier.at

Medien

Paukenschlag bei ProSiebenSat.1: Weg frei für Berlusconi-Holding MFE
Tschechischer Großaktionär PPF stellt Bemühungen um mehr Einfluss ein und verkauft alle Anteile: Beim Machtpoker um den deutschen TV-Konzern ProSiebenSat.1 ist die endgültige Entscheidung gefallen: Die tschechische PPF hat beschlossen, ihre Aktien, die rund 15,68 % des ausstehenden Grundkapitals von ProSiebenSat.1 entspricht, im Rahmen des Angebots von MediaForEurope („MFE“) anzudienen. Das gab PPF am Dienstag nach Börsenschluss bekannt. Zu ProSiebenSat.1 gehören in Österreich die Puls- sowie die ATV-Sender.
Kurier.at

Film

Demenz-Erkrankung ! Ehefrau über Bruce Willis: „Sein Gehirn lässt ihn im Stich“
Hollywoodstar Bruce Willis leidet an Frontotemporaler Demenz. In einem TV-Interview sprach seine Ehefrau Emma Heming über den Gesundheitszustand des ehemaligen Schauspielstars.
DiePresse.com

Politik

Deutscher Kanzler Merz sicher
Ukraine-Knaller: Kein Treffen von Putin und Selenskyj
Bundeskanzler Merz sieht keine Chance mehr auf ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj. Russland stellt laut Merz unakzeptable Bedingungen.
Heute.at

„Krone“-Kommentar
Es wird ihnen sicher nicht erspart bleiben!
Sparen, sparen, sparen – es ist das oberste Ziel in der aktuellen österreichischen Politik. Es mangelt den Damen und Herren in der Regierung dabei nicht an Ideen, wie man den Staatsbürgern in ihr Börsel greift, oder wie man weniger Geld in ihr Börsel fließen lässt. Weniger sparsam gehen – gerade in diesem Sommer – viele Regierungspolitiker mit ihren Wortmeldungen um. Dabei hätten sie uns manche Aussage, manche Ankündigung, manchen Unfug ersparen sollen.
Sparsam hingegen bleiben sie mit Äußerungen zu einem Thema, das mehr als zwei Millionen Österreicher ganz unmittelbar betrifft: Wie viel die Pensionisten nächstes Jahr überwiesen bekommen, dazu bleiben sie verdächtig stumm.
krone.at

Österreich
2020 bis 2026: Bundesheer gibt 25 Milliarden aus, 60% davon in Österreich
25 Milliarden Euro gibt das Bundesheer in der aktuellen Etappe aus. Die neuen Panzer, LKW und Co sind auch ein Motor für die nationale Wertschöpfung. 60 Prozent des Geldes bleiben in Österreich.
oe24.at

USA
Entlassene Fed-Direktorin Cook klagt gegen Trump
Die von US-Präsident Donald Trump beschlossene Entlassung der Fed-Direktorin Lisa Cook landet vor Gericht. Die Währungshüterin reichte am Donnerstag Klage ein, in der sie die Position vertritt, der US-Präsident habe nicht die Befugnis, sie aus dem Amt zu entfernen. In der Klage heißt es, Trump habe gegen ein Bundesgesetz verstoßen, das dem Präsidenten die Entlassung eines Fed-Direktoriumsmitglieds nur aus wichtigem Grund erlaubt.
krone.at

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Unter’m Strich

Österreich
Brauerei-Alarm um Pfand-Hammer: Dosenbier-Absatz sackt in den Keller
Der Absatz von Dosenbier ist in Österreich in der ersten Jahreshälfte 2025 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zurückgegangen, geht aus Zahlen des Verbands der Brauereien Österreich hervor. Die Gesamtproduktion der heimischen Brauer ging im gleichen Zeitraum um fast sieben Prozent auf 390 Millionen Liter zurück. Der Absatz von alkoholfreiem Bier stieg hingegen um über 6 Prozent.
oe24.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 29. AUGUST 2025)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 29. AUGUST 2025)

Quelle: onlinemerker.com

Notiere das Datum: Österreichischer Musiktheaterpreis – Verleihung am 17. September 2025

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Die Jury

Jury 2025
Folgende Persönlichkeiten haben ehrenamtlich die Jurytätigkeit übernommen:

 Heinz Sichrovsky News, ORF | Vorsitz

Joachim Leitner Tiroler Tageszeitung | Vorsitz
Miriam Damev Standard, Falter
Boris Priebe Verlag Felix Bloch Erben Berlin
Stefan Musil Kronen Zeitung
Jörn Florian Fuchs Deutschlandradio, Salzburger Nachrichten
Daniel Lohninger NÖN
Michael Wruss OÖ Nachrichten
Susanne Zobl Kurier
Walter Weidringer Die Presse

Österreichischer Musiktheaterpreis zeichnet Klangforum Wien mit Sonderpreis „Orchester“ aus 
Das Klangforum Wien erfindet mit jedem Projekt Musiktheater neu. Für seine künstlerische Radikalität und internationale Strahlkraft erhält das Ensemble bei der Gala des Österreichischen Musiktheaterpreises 2025 in Kooperation mit Johann Strauss 2025 Wien den Sonderpreis „Orchester“.

Wenn am 17. September 2025 die glanzvolle Gala des Österreichischen Musiktheaterpreises in Kooperation mit Johann Strauss 2025 Wien über die Bühne geht, steht neben 15 regulären Jurypreisen auch wieder die Verleihung von sieben Sonderpreisen im Mittelpunkt – darunter die begehrte Auszeichnung in der Kategorie „Orchester“.

Nachdem im vergangenen Jahr das ORF Radio-Symphonieorchester Wien prämiert wurde, geht der Preis heuer an das Klangforum Wien. Das international gefeierte Ensemble gilt als treibende Kraft der zeitgenössischen Musik und prägt seit fast vier Jahrzehnten die Verbindung von Musiktheater und Avantgarde auf unverwechselbare Weise.

„Die Verleihung des Sonderpreises ‚Orchester‘ an das Klangforum Wien ist eine Auszeichnung für künstlerische Exzellenz, Innovationsgeist und die unermüdliche Arbeit an der Schnittstelle von Musik, Theater und Gegenwartskunst. Nicht nur prägt das Ensemble seit Jahrzehnten die österreichische Kulturlandschaft, sondern genießt zudem international höchstes Renommee – und das mehr als zu Recht!“, betont Präsident Karl-Michael Ebner.

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Wiener Volksoper: Vor der Premiee „Die Zauberflöte“

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Die Zauberflöte
Eine große Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere am 14. September 2025

Seit 1906 in neun verschiedenen Inszenierungen an der Volksoper gezeigt, lädt Die Zauberflöte immer wieder zu neuen Deutungen ein. In der Regie von Volksoperndirektorin Lotte de Beer entfaltet sich Mozarts und Schikaneders berühmte Oper am 14. September 2025 nun als fantasievolle Reise durch die Gedankenwelt eines jungen Menschen – eine ebenso poetische wie kraftvolle Neuinterpretation. Die musikalische Leitung liegt dabei in den Händen von Tobias Wögerer. In den Hauptrollen zu erleben sind: Stefan Cerny als Sarastro, Anna Simińska als Königin der Nacht, David Kerber als Tamino und Rebecca Nelsen als Pamina. Daniel Schmutzhard und Jaye Simmons verkörpern Papageno und Papagena.

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Lotte de Beer beim Konzeptionsgespräch. Foto: Barbara Palffy

EIN ZAUBERHAFTES MÄRCHEN ZWISCHEN FANTASIE & WIRKLICHKEIT

Die Geschichte beginnt ganz einfach: Ein junger Prinz wird von einer Königin ausgeschickt, deren Tochter, eine wunderschöne Prinzessin, aus den Fängen eines bösartigen Herrschers zu retten. An der Seite des Prinzen: ein seltsamer Vogelfänger, und rundherum wilde Tiere, zu bestehende Prüfungen, Feuer- und Wasserproben. Doch es wären nicht Schikaneder und Mozart, würde nicht bald deutlich, dass die Geschichte ganz so simpel nicht ist. Denn Gut und Böse sind bald nicht mehr einfach voneinander zu trennen. Und die Bande zwischen Eltern und Kindern komplizierter, als es zunächst den Anschein hat.

Die Geschichte der Zauberflöte  wurde vielfach gedeutet und interpretiert. Doch einer der Gründe, warum sie bis heute fasziniert, sind ihre Charaktere, die so vielfältig, schillernd und kompliziert gezeigt werden, wie echte Menschen eben sind. In Lotte de Beers Inszenierung bleibt die Oper ein schönes, zauberhaftes Märchen. Doch gleichzeitig sucht sie für diese Geschichte einen emotionalen Anker. Jemanden, der das Publikum mit hinein nimmt in die Erzählung. „Animierte Videos werden uns einen Weg in diese Welt eröffnen.“ Aus Imagination entstehen in der mit Spannung erwarteten Neuproduktion märchenhafte, eindrucksvolle, beunruhigende, faszinierende Räume, in denen Mozarts und Schikaneders Fabel in all ihrer Vielschichtigkeit erzählt wird.

Für Dirigent Tobias Wögerer „lebt Die Zauberflöte von ihren starken Kontrasten – ein Merkmal vieler Bühnenwerke Mozarts, das er hier in eine neue Dimension führt. Er stellt einfache, fast volkstümliche Strophenlieder dramatischen, tiefgründigen Arien gegenüber und verbindet Elemente der opera seria mit jenen des Singspiels.“ Doch was dieses Werk für Wögerer besonders auszeichnet, ist dass die Musik die eigentliche Hauptfigur der Oper ist. „Sie ist nicht nur Begleiterin, sondern Motor der Handlung. Nur mit ihrer Hilfe bestehen Tamino, Pamina und Papageno ihre Prüfungen – sie gibt Orientierung, Hoffnung und Kraft. Eine Botschaft, die aktueller kaum sein könnte: Musik hilft uns, auch durch die dunkelsten Zeiten hindurchzugehen.“

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Staatstheater Wiesbaden: Wiederaufnahme „Turandot“ von Giacomo Puccini
Beliebte „Turandot“-Inszenierung von Regisseurin Daniela Kerck kehrt mit Annemarie Kremer und Kyungho Kim in den Hauptrollen zurück

Am 31. August 2025 um 18.00 Uhr kehrt die von Publikum und Presse gefeierte Inszenierung von Puccinis „Turandot“ zurück auf die Bühne im Großen Haus. Das Team aus Regisseurin und Bühnenbildnerin Daniela Kerck, der Kostümbildnerin Andrea Schmidt-
Futterer und der Videokünstlerin Astrid Steiner begeisterte vor „Turandot“ bereits mit den Produktionen „Babylon“, „Rusalka“ und „Oryx and Crake“ das Wiesbadener Publikum.

Mit Annemarie Kremer und Kyungho Kim sind in der Wiederaufnahme zwei hochkarätige Künstler in den Hauptrollen zu hören, die damit ihr Debüt am Staatstheater Wiesbaden geben. Annemarie Kremer gilt als herausragende Puccini-Interpretin und steht als Turandotmit einer ihrer Paraderollen auf der Wiesbadener Bühne. Mit dem südkoreanischen Tenor Kyungho Kim als Calaf konnte ein weiterer Sänger mit ausgewiesener Puccini-Erfahrung fürdie Wiederaufnahme gewonnen werden. Ensemblemitglied Galina Benevich feiert als Liù ihr Rollendebüt. Young Doo Park, der bereits bei der Premiere 2023/2024 als Timur besetzt war, wird auch in dieser Spielzeit wieder in dieser Rolle zu hören sein. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt bei Marco Alibrando, der jüngst Opernvorstellungen an renommierten Häusern in ganz Europa wie dem Teatro alla Scala di Milano, der Dutch National Opera oder der Deutschen Oper am Rhein leitete. Sein breitgefächertes Repertoire reicht von Bach bis Bernstein, wobei seine Vorliebe dem
Repertoire des frühen 20. Jahrhunderts gilt. Auch Marco Alibrando ist zum ersten Mal am Staatstheater Wiesbaden zu erleben.

Daniela Kerck widmet sich in ihrer Inszenierung besonders den ungelösten Rätseln, die sich nicht nur in den Figuren und der Handlung, sondern auch in der Kompositionsgeschichte der unvollendeten Oper finden lassen. Sie verlegt die Handlung in eine abstrakte Märchenwelt, die mit Bühnen-Elementen im Art déco-Stil auf die Lebenswelt Puccinis hindeutet.
Märchenhaftes verwebt sich so mit Autobiografischem. Sie geht damit der Psychologie der Figuren auf den Grund. Was treibt sie an? Was steckt hinter dem Schein, den sie zu wahren versuchen? Statt die Figur der Turandot zur reinen Projektionsfläche zu erklären stellt Daniela Kerck die Frage danach, wie viel Menschliches in der eiskalten Prinzessin steckt, die sich hinter ihren Rätseln verbirgt.

Das größte Rätsel der Oper ist wohl die Frage nach dem Schluss. Ist ein Happy End nach Liùs Tod möglich? Daniela Kerck findet hierauf eine klare Antwort: ein glückliches Ende zwischen Turandot und Calaf, ermöglicht durch das Selbstopfer Liùs, wäre nicht glaubhaft erzählbar. Deshalb endet die Oper an diesem Abend mit Puccinis Requiem und mit den Worten: „Requiescant in pace“ – Ruhe in Frieden.

Infos zu Terminen und Besetzung, sowie Biografien finden Sie auf den kommenden Seiten und auf unserer Website:
https://www.staatstheater-wiesbaden.de/spielplan/wiederaufnahmen-25-26/turandot/

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Der traditionsreiche Concours de Genève eröffnet seine 79. Ausgabe des Viola-Wettbewerbs: Die erste Runde findet als Online-Rezital vom 8. bis 14. September 2025 statt und ist weltweit frei zugänglich.

Alle Informationen finden Sie hier in der Pressemitteilung.

36 Bratschistinnen und Bratschisten präsentieren in eigens produzierten Rezitalvideos ein spannendes Programm:

  • einen Abschnitt aus J. N. Hummels Sonate op. 5/3,
  • ein oder zwei Solowerke zeitgenössischer Komponisten wie Arad, Berio, Ligeti oder Holliger (mindestens acht Minuten),
  • sowie ein romantisches Werk aus einer kuratierten Auswahl (u. a. Sitt, Fuchs, Clara oder Robert Schumann).

Die Videos werden auf dem YouTube-Kanal des Wettbewerbs, sowie auf amadeus.tv und theviolinchannel.comausgestrahlt. Die Reihenfolge der Auftritte, die per Losentscheid festgelegt wurde, bleibt auch für das Halbfinale maßgeblich.

Am 16. September werden die Halbfinalistinnen bekanntgegeben. Halbfinale und Finale folgen vom 6. bis 12. November 2025 in Genf – live übertragen u. a. auf medici.tvMEZZO und RTS Espace 2. Die drei Finalistinnen treten mit dem Orchestre de la Suisse Romande auf und interpretieren neben dem Pflichtstück Nouvel Élan von L. Albisetti ein Konzert eigener Wahl.

Die Jury, angeführt von Tabea Zimmermann, vereint international renommierte Persönlichkeiten wie Tomoko Akasaka, Ettore Causa, Cynthia Phelps, Jean Sulem, German Tcakulov und Lars Anders Tomter.

Mit dem Winner Support Programme bietet der Concours de Genève den Preisträger*innen nicht nur Preisgelder und Sonderpreise, sondern auch nachhaltige Karriereförderung durch Konzertauftritte und professionelle Begleitung.

Gern stelle ich Ihnen die vollständige Pressemitteilung sowie Bildmaterial auf Anfrage zur Verfügung. Sollten Sie Interesse an einem Interview mit Jury-Mitgliedern oder der Wettbewerbsleitung haben, organisieren wir dies gerne.

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CD-Neuerscheinung bei SONY: „DOPPELGÄNGER“ – Jonas Kaufmann/ Helmut Deutsch

Die CD erscheint am 5.9.2025, ist aber ab heute vorbestellbar

Robert Schumanns „Dichterliebe“ und Kerner-Lieder auf CD sowie eine spektakuläre Inszenierung von Franz Schuberts „Schwanengesang“ auf DVD – mit seinem Album präsentiert Jonas Kaufmann zentrale Werke des deutschen Lied-Repertoires, gemeinsam mit seinem Partner am Klavier, Helmut Deutsch.

Ab 5. September im Handel!

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Portrait Jonas Kaufmann

Jonas Kaufmann ist ein deutscher Tenor, der am 10. Juli 1969 in München geboren wurde. Bis heute lebt er mit seine Familie in der Nähe von München. Im Jahr 1994 schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Examen als Opern- und Konzertsänger ab. Daraufhin nahm er von 1994-1996 am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken seine Tätigkeit auf, wo er Partien des lyrischen Repertoires übernahm. In Den folgenden Jahren war er freischaffend tätig und musizierte auf den größten Opernbühnen der ganzen Welt vorwiegend im lyrischen, zunehmend aber auch im jugendlich-heldischen Fach.
Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen war in der Eröffnung am 25. Juli 2010 die Titelrolle in Wagners Lohengrin in der Inszenierung von Hans Neuenfels, dirigiert von Andris Nelsons, nachdem er in der gleichen Rolle 2009 an der Bayerischen Staatsoper als Sänger des Jahres ausgezeichnet wurde, ebenso wie Anja Harteros als Elsa.Kaufmann tritt jedoch neben seinem Opernschaffen auch als Konzertsänger auf und arbeitet bei Liederabenden mit dem Begleiter Helmut Deutsch zusammen. Im Jahr 2007 schloss er einen Exklusivvertrag mit der Plattenfirma DECCA (Universal Music) ab, welche im darauffolgenden Jahr sein Debütalbum „Romantic Arias“ veröffentlichte. Wieder ein Jahr später, am 22. Mai 2009, erschien das zweite Album „Sehnsucht“ mit deutschem Repertoire. Am 13. September 2013 erschien das Album „The Verdi Album“ bei Sony Classical, wo Jonas Kaufmann einen langjährigen Exklusivvertrag abgeschlossen hat.

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