DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. FEBRUAR 2026

DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. FEBRUAR 2026

Wiener Staatsoper © Christian Öser

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 25. FEBRUAR 2026

Wien/Staatsoper
Einführungsmatinee „Titus“: Katleho Mokhoabane weckt große Hoffnung
Sind Güte und Milde im politischen System von Bedeutung? Dieser Frage stellt sich Regisseur Jan Lauwers bei der Neuproduktion von „La clemenza di Tito“ an der Wiener Staatsoper womöglich nicht. Direktor Bogdan Roščić wirft diese Frage in den Raum, schon zu Beginn der Einführungsmatinee im Vorfeld zur Premiere am 9. März 2026.
Von Jürgen Pathy
klassik-begeistert.de

Wien/Festwochen
Wiener Festwochen heuer mit „Gotteskritik und Gottessehnsucht“
Das Festival kündigt unter anderem ein „Pfingstfestspiel“ von Florentina Holzinger, einen Patti-Smith-Schwerpunkt sowie Inszenierungen von Romeo Castellucci an. „It’s Time for New Gods“, postulieren die Festwochen und machen sich auf die Suche nach alten und neuen Mythen. So unterzieht Kennedy Wagners „Parsifal“ ab 15. Juni in der Halle E im Museumsquartier mit dem ORF Radio-Symphonieorchester und dem Arnold Schoenberg Chor einer „spirituellen Neuinterpretation“, Castellucci hinterfragt mit „Credere alle Maschere“ am 6. und 7. Juni in der Halle G „unser Gott-Spielen über den Tod“ und Robert Wilson (1941–2025) ist posthum mit seiner letzten Inszenierung „The Tempest“ im Burgtheater zu Gast (Premiere am 5. Juni).
DerStandard.at

Wien/Musikverein
Zubin Mehta dirigierte mit fast 90 in Wien: Ein Lächeln im Umdrehen (Bezahlartikel)
Das West-Eastern Divan Orchester unter Zubin Mehta im Musikverein.
Kurier.at

Wien/Konzerthaus
Piazzolla nach Vorschrift im Wiener Konzerthaus (Bezahlartikel)
Musik zum Verlieben – aber auch ein Flair-Defizit – war beim Auftritt des Quinteto Astor Piazzolla zu erleben.
DiePresse.com

Wien/Musikverein
Zubin Mehta im Musikverein: Mit dem Rollstuhl aufs Podium
Der Dirigent ist fast 90, die Orchestermitglieder stammen aus Israel und arabischen Ländern: Beim Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter Zubin Mehta waren Wagner, Beethoven und Tschaikowsky nicht die Hauptsache.
DiePresse.com

Interview/Teil1
Wie steht Mariangela Sicilia als Archäologin zu Pierre Boulez’ explosivstem Zitat?
Was macht man mit Bestnoten in Mathematik und einem Archäologie-Diplom in der Tasche? Erraten Sie nie – man gibt an der Hamburgischen Staatsoper sein Debut als Maria Stuarda in Gaetano Donizettis gleichnamiger Oper. Jedenfalls dann, wenn man früher auf den Plätzen einer italienischen Kleinstadt Lieder der italienischen Pop-Ikone Mina gesungen hat. Glauben Sie mir nicht? Dann lesen Sie bitte mein Interview mit der italienischen Sopranistin Mariangela Sicilia…
Jörn Schmidt im Gespräch mit Mariangela Sicilia, Teil 1
Klassik-begeistert.de

Die Ordnung der Grazien: Camerata Salzburg feiert Strawinskys neoklassische Moderne
Igor Strawinsky und Salzburg – das ist eine Verbindung, die historisch tief verwurzelt ist. Doch statt der großen Ballett-Partituren konzentriert sich die Camerata Salzburg in ihrer neuen Aufnahme auf die feinen, sehnigen Strukturen der mittleren Schaffensperiode des Komponisten. Unter dem Titel „Muses“ vereint das Ensemble drei Schlüsselwerke, die zeigen, wie Strawinsky die Formen des Barock und der Klassik wie durch ein Prisma zerlegte und in brillantem, neuem Licht wieder zusammensetzte.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

Wien/Musikverein
Debütantenkonzert im Musikverein (Bezahlartikel)
Vor seinem achten Geburtstag spielte das Klangkollektiv Wien Beethoven, Mozart und Haydn im Goldenen Saal. Eine gute Visitenkarte.
DiePresse.com

Wien/Neue Oper
Neue Oper Wien bekommt neue Leitung und neue Ausrichtung
Intendantin Anna Sushon und Geschäftsführer Alexander Kaimbacher haben von Walter Kobera übernommen. Ihre erste Saison planen sie mit innovativen Formaten
DerStandard.at

Salzburg
Vom Abgesang in lichte Höhen
Der 1980 in Riga geborene Andris Poga bewies sich Sonntag (22.2.) im Großen Festspielhaus als Stern am Bruckner-Himmel. Davor eine kleine Pretiose von Franz Schreker und Brahms’ Vier ernste Gesänge mit dem Bariton Rafael Fingerlos.
DrehpunktKultur.at

Bregenz
Erfrischend kosmopolitisch
Ein Programm mit Werken des 20. Jahrhunderts präsentierte am Wochenende das Orchester der Oper Montpellier im Rahmen der Bregenzer Meisterkonzerten im Festspielhaus.
krone.at

Regensburg
Oper! Awards in Regensburg: Stars der Opernwelt ausgezeichnet
Großes Staraufgebot gestern in Regensburg: Die Oper! Awards wurden verliehen, Deutschlands einziger internationaler Opernpreis. Ausgezeichnet wurden unter anderem die Opernsängerin Cecilia Bartoli und der Regisseur Barrie Kosky.
BR-Klassik.de

Berlin
Heroes in Berlin – Das KNM spielt Feldman nach Beckett und darüber hinaus
Immerzu ereignen sich zeitnah Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Und dennoch rücken wir sie viel später perspektivisch näher zueinander, sei es auch nur, um sich zu vergewissern, dass da mal was war. Und dass es womöglich gut war. 1976 etwa, als David Bowie nach Berlin kam, um dem genius loci neue künstlerische Impulse und schließlich das „Heroes“-Album abzuringen
NeueMusikzeitung/nmz.de

Mainz
„Der Kaiser von Atlantis“: Digitaler Machtmensch (Bezahlartikel) Wenn im Krieg der Sensenmann streikt: Viktor Ullmanns Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis“ offenbart sich im Staatstheater Mainz als Wunderwerk.
FrankfurterAllgemeine.net

Frankfurt
Planungsteam für die Zukunft der Städtischen Bühnen Frankfurt gefunden
Kulturfreak.de

Bielefeld
Kriegskritik mit Groove (Bezahlartikel)
Gefühle durch Denken beherrschen: Stefan Behrisch und Mathis Nitschke ist am Theater Bielefeld eine neue Form des Musiktheaters nach Christa Wolfs „Kassandra“ gelungen.
FrankfurterAllgemeine.net

Antwerpen
„Nabucco“, Giuseppe Verdi
DerOpernfreund.de

Feuilleton
Epstein und die Klassik
In den Epstein Files kommen auch zahlreiche Klassik-Künstler vor – oft sollten sie das Image des kulturinteressierten Mäzen pflegen.
backstageclassical.com

„Tau mich auf“ als erfolgreichster deutscher Song prämiert
Der Song von Zartmann belegte in Österreich Platz vier der Jahrescharts. Nun erhält er den Deutschen Musikautor*innenpreis.
Kurier.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Wiener Staatsoper 2025-26 Review:
Luisa Miller – Nadine Sierra & Freddie De Tommaso Star in Disjointed Production of Verdi’s Early Work
operawire.com

Zürich
An adventurous Cardillac by Hindemith in Zurich
seenandheard-international.com

Bath
Bath BachFest review – joyous and mesmerising music making
TheGuardian.com

New York
Review: DiDonato Brings Dickinson Poems to Life through Brilliant Song Cycle by Puts at Carnegie
broadwayworld.com

Washington
Plácido Domingo Fires Back at the Washington Post
Following Allegations of Mishandling Washington National Opera
operawire.com

Palm Beach
Q & A: Legendary Designer Zandra Rhodes on Her Work for Palm Beach Opera’s ‘The Pearl Fishers’
operawire.com

Palo Alto
West Bay Opera’s Salome is Strong Where it Counts
sfcv.org

Los Angeles
Interview: John Holiday of AKHNATEN at LA Opera
Opera’s hottest young star talks about breaking out of the box, living freely and authentically, and how he feels connected with the revolutionary pharaoh Akhnaten
broadwayworld.com

Recordings
HK Gruber: Short Stories from the Vienna Woods album review – still quirky after all these years   This collection of the 83-year-old composer’s larger-scale works highlights his inventive and restless writing
TheGuardian.com

Ballett / Tanz

Wellen-Panorama
Unterschiedliche Stile und Handschriften durchfluten den vierteiligen Tanzabend „Next Wave“ in den Choreografien von Jorge Pérez Martínez, Lucinda Childs, Ana Isabel Casquilho und Robert Battle am Landestheater Eisenach: Das Experiment mit zeitgenössischen Formen des Tanzes glückt.
DieDeutscheBuehne.de

Premiere in Berlin! Ballett-Star David Soares tanzt Rudolf Nurejew
bz-berlin.de

Hamburg/Staatsoper
Das Hamburg Ballett verliert mit diesen Mehrteilern sein Alleinstellungsmerkmal
Vor uns liegt jetzt eine Durstrecke von insgesamt 24 Ballettabenden mit sog. Mehrteilern: Der gestern premierte Vierteiler Fast Forward sowie die übernommenen Stücke The Times are Racing und Slow Burn. Vor allem letzteres Werk füllt bisher nicht einmal ein Drittel des Hauses. Wenn es so weiter geht, wäre nicht nur der materielle, sondern vor allem der ideelle Verlust unüberschaubar. Hamburg hätte sein Alleinstellungsmerkmal verloren: Die zahlreichen Meisterwerke John Neumeiers mit Tänzerinnen und Tänzern zu erleben, die seinen am klassischen Vorbild orientierten, emotional-dramaturgisch bis ins kleinste Detail durchdachten Handlungsballetten ein spezifisches Profil geben.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Review: Nureyev’s The Sleeping Beauty at La Scala – thrilling in its eccentricity
gramilano.com

Balanchine Ups and Downs at SF Ballet
sfcv.org

Review: JOFFREY BALLET AMERICAN ICONS at Lyric Opera Of Chicago Production runs through March 1, 2026.
broadwayworld.com

NDT 1’s Wildsong: innovative dance set to cinematic scores in Amsterdam
bachtrack.com/de

Ausstellungen/Kunst

Wien
Nur drei Frauen wollen den Job von MAK-Direktorin Lilli Hollein  (Bezahlartikel)
Kulturminister Andreas Babler hat in den nächsten zwei Monaten gleich mehrere wichtige Personalentscheidungen zu treffen.
Kurier.at

Wissenschaft

Hirnforschung – Das große Rätsel um unser Bewusstsein  (TTT)
Forschende ergründen, wie Bewusstsein im Gehirn entsteht, wann es sich bei Kindern entwickelt und wodurch es beeinflusst wird. Und fragen sich, ob auch Künstliche Intelligenz Bewusstsein erlangen kann. Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte Erklärung, wie Bewusstsein entsteht und funktioniert, auch wenn die Forschung in den letzten Jahrzehnten viele neue Erkenntnisse geliefert hat. Das Phänomen gehört zu den drei zentralen Fragen, die die Menschen seit Urzeiten faszinieren – neben der nach dem Ursprung der Welt und der Herkunft des Lebens. Und es stellt die Wissenschaft immer wieder vor Herausforderungen.
gmx.net

Politik

USA
Trumps Rundumschlag für die Geschichtsbücher
In der bisher längsten Rede zur Lage der Nation fokussiert sich Trump auf die Wirtschaft. Er greift die Demokraten frontal an, droht dem Iran und verspricht eine Fortsetzung des Zollkriegs. Der Wahlkampf ist eröffnet.
DiePresse.com

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Unter’m Strich

Sarah Ferguson vermittelte Epstein ihre Patentochter
Sarah Ferguson hat ihre damals 22-jährige Patentochter Poppy Cotterell offenbar an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vermittelt. Die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor schickte dem Finanzier im November 2010 – rund 16 Monate nach dessen Haftentlassung, die er wegen Sexualstraftaten an Kindern verbüßt hatte – die Kontaktdaten der jungen Frau mit dem Begleittext „Jetzt bist du dran! Alles Liebe“. Dies geht laut der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ aus E-Mails, die innerhalb der Epstein-Akten veröffentlicht wurden, hervor.
t-online.de

Der Fall Epstein – ein Überblick
Die neu veröffentlichten Epstein-Akten zeigen, wie eng Politiker, Tech-Milliardäre und Prominente mit dem Sexualstraftäter vernetzt waren. Konsequenzen spürten bisher nur wenige. Epsteins Kontakte in die Welt der Mächtigen und Reichen waren ebenso weitreichend wie verstörend. Die fast 3,5 Millionen Seiten an (teils geschwärzten) Dokumenten, 2.000 Videos und 180.000 Fotos, die das US-Justizministerium am 30. Januar veröffentlichte, machen sichtbar, wie umfangreich der Amerikaner vernetzt war, um Kinder und junge Frauen mutmaßlich zu missbrauchen und sein System aus Handel mit Sex und Macht aufrechtzuerhalten.
news.at

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 25. FEBRUAR 2026)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 25. FEBRUAR 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Wien/Staatsoper: Einführungsmatinee LA CLEMENZA DI TITO (Premiere am 9.3.2026)

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Zum Video  Dauer 1 Stunde und 47 Minuten 

Wien/Staatsoper
Einführungsmatinee „Titus“: Katleho Mokhoabane weckt große Hoffnung
Sind Güte und Milde im politischen System von Bedeutung? Dieser Frage stellt sich Regisseur Jan Lauwers bei der Neuproduktion von „La clemenza di Tito“ an der Wiener Staatsoper womöglich nicht. Direktor Bogdan Roščić wirft diese Frage in den Raum, schon zu Beginn der Einführungsmatinee im Vorfeld zur Premiere am 9. März 2026.
Von Jürgen Pathy

klassik-begeistert.de

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Musikalische Leitung:  Erik Nielsen
Inszenierung:  Tatjana Gürbaca
Bühnenbild, Licht:  Klaus Grünberg
Kostüme:  Silke Willrett
Dramaturgie:  Maximilian Enderle


Iurii Iushkevich (Boy) und Bo Skovhus (Protector; liegend) © Barbara Aumüller

The Protector:  Bo Skovhus
Agnès:  Elizabeth Reiter
First Angel / The Boy:  Iurii Iushkevich
Second Angel / Marie:  Cecelia Hall
Third Angel / John:  Michael McCown


Elizabeth Reiter (Agnès) und Bo Skovhus (Protector) © Barbara Aumüller

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
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OPERA AWARDS 2026- Preisverleihung in Regensburg

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Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger (Foto: Uwe Moosburger l altro – die fotoagentur)

Regensburg – Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung wurden am 23. Februar 2026 die Preisträgerinnen und Preisträger der OPER! AWARDS 2026 ausgezeichnet. Zu den Gewinnern in den Hauptkategorien gehören u.a. die Sopranistin Miina-Liisa Värelä (Beste Sängerin), der Tenor Jonathan Tetelman (Bester Sänger), Barrie Kosky (Bester Regisseur), Erin Morley und Lawrence Brownlee (Bestes Solo-Album), Nadezhda Karyazina (Beste Nachwuchskünstlerin) sowie Gianluca Capuano (Bester Dirigent). Der Lebens- und Ehrenpreis ging an den Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose.

Bereits im November letzten Jahres wurde bekanntgegeben, dass die Auszeichnung „Bestes Opernhaus“ an das Theater Regensburg unter seinem Intendanten Sebastian Ritschel geht. Das Opernhaus war Gastgeber der OPER! AWARDS 2026. (Vollständige Preisträgerliste am Ende der Pressemitteilung und im Anhang)

Die OPER! AWARDS sind Deutschlands einziger öffentlich verliehener internationaler Opernpreis. Er wird jährlich im Rahmen einer Preisverleihungsgala an die weltweit besten Künstler und Akteure auf und hinter der Bühne vergeben. Über die Awards in insgesamt 20 Kategorien entscheidet die Jury aus Fachjournalisten. Bewertungszeitraum ist spielzeitübergreifend das Jahr 2025. Das Gewinnerhaus des vergangenen Jahres war das Opernhaus La Monnaie / De Munt in Brüssel.

„Neben den Auszeichnungen für die großartigen Preisträgerinnen und Preisträger vergibt die Jury mit dem ‚Größten Ärgernis‘ jedes Jahr auch einen Anti-Preis, um damit auf einen besonderen Missstand in der Opernlandschaft hinzuweisen“, so Ulrich Ruhnke, Gründer und Jury-Vorsitzender der OPER! AWARDS. Das „Größte Ärgernis“ in diesem Jahr ist die Abwicklung des Orchesters der Bühne Baden. „Noch vor Antritt des neuen Intendanten der Bühne Baden wurde diesem verkündet, dass sein Orchester, das letzte echte Operettenorchester Österreichs, aufgelöst wird. Seine Dienste im Jubiläumstheater und der Sommerarena sollen vom (im Musiktheater ungeübten) Tonkünstlerorchester Niederösterreich versehen werden. Öffentliche Proteste liefen ins Leere, die Politik bleibt stur. Damit wird die letzte originäre Operettenbühne des Landes ihres Rückgrats, ja ihrer musikalischen Seele beraubt. Jetzt bleibt in Österreich nur das Ferien-Orchester der Lehár-Festspiele Bad Ischl. Und ein Blick nach Deutschland, wo die Staatsoperette Dresden und die Musikalische Komödie Leipzig zeigen, wie Spezialbetriebe dieser Art florieren. Die Abschaffung des Operettenorchesters der Bühne Baden ist das Ärgernis des Jahres“, so die Begründung der Jury.

gez. Ulrich Ruhnke
Jury-Vorsitzender der OPER! AWARDS

Vollständige Liste der Preisträgerinnen und Preisträger der OPER! AWARDS 2026:
BESTES OPERNHAUS: Theater Regensburg
BESTE SÄNGERIN: Miina-Liisa Värelä
BESTER SÄNGER: Jonathan Tetelman
BESTER DIRIGENT: Gianluca Capuano
BESTER REGISSEUR: Barrie Kosky
BESTES ORCHESTER: Staatskapelle Berlin
BESTER CHOR: Coro del Teatro alla Scala
BESTE URAUFFÜHRUNG: Il nome della rosa von Francesco Filidei
BESTE AUFFÜHRUNG: Hotel Metamorphosis bei den Salzburger Pfingstfestspielen
BESTER BÜHNENBILDNER: Jo Schramm
BESTE KOSTÜMBILDNERIN: Cécile Trémolières
BESTES SOLO-ALBUM: Golden Age (Pentatone) mit Erin Morley und Lawrence Brownlee
BESTE GESAMTEDITION: Donizetti Songs (Opera Rara)
BESTE NACHWUCHSKÜNSTLERIN: Nadezhda Karyazina
BESTE WIEDERENTDECKUNG: Die toten Augen am Theater Altenburg Gera
BESTES ZUKUNFTSPROJEKT: Verdi OFF beim Festival Verdi Parma
BESTES FESTIVAL: Opern-Uraufführung Rummelplatz am Theater Chemnitz im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres
LEBENS- UND EHRENPREIS: Jürgen Rose
BESTER ENTREPRENEUR: Christof Loy für Los Paladines
GRÖSSTES ÄRGERNIS: Abwicklung des Orchesters der Bühne Baden

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Berlin/„Berlinale“: Die Filme sind doch gut! Ein Kommentar zur 76. Berlinale von Kirsten Liese

Es ist nicht lange her, da stand tatsächlich zu befürchten, dass die Berlinale unter den bedeutenden A-Festivals nicht mehr konkurrenzfähig sein würde. Da liefen vor allem im Wettbewerb undefinierbare Filme, schwer verständlich und erschreckend substanzlos, die sich einer Erzählung verweigerten.

Gewiss, es waren in der jüngsten 76. Ausgabe auch einige schwache Produktionen zu erleben, die nichts auf diesem Wettbewerb verloren hatten. Aber wenn sich unter 22 Beiträgen, die um den Goldenen Bären konkurrieren, immerhin eine Handvoll sehr sehenswerter Produktionen ausmachen lässt, darunter sogar ein Meisterwerk, dann ist das eine beachtliche Bilanz für ein angeschlagenes Festival und mithin ein großer Fortschritt!

Diesen Erfolg kann die neue Festivalleiterin Tricia Tuttle allemal für sich verbuchen.

Umso mehr erstaunt es, dass das deutsche Feuilleton ihn mit einer überwiegend negativen Bilanz kleinredet und den Wettbewerb so schwach einstuft wie zuletzt in der Ära von Carlo Chatrian.

Dabei wurden endlich wieder verständliche, sehr berührende Geschichten erzählt, und die besten Filme waren gleichermaßen politisch und künstlerisch anspruchsvoll.

Außerdem ist es das erste Mal seit gefühlt zehn Jahren, dass die Jury die Perlen prämiert hat. Wie oft ließ sich angesichts völlig überraschender Preisträger nur der Kopf schütteln.

Und damit sind wir schon bei dem Gewinner des Goldenen Bären, „Gelbe Briefe“, ein beeindruckend mutiges, systemkritisches  Drama, das davon erzählt, in welche existenziellen Schwierigkeiten ein Künstlerehepaar gerät, das zu seinen regimekritischen Einstellungen steht und deshalb seine Arbeit verliert. Und nachzeichnet, wie lange sich eine solche unbeugsame Haltung durchhalten lässt und ab welchem Punkt eine Beziehung darunter zerbricht. Was lässt sich noch als „Kompromiss“ verteidigen und wo beginnt Opportunismus? In Ilker Çataks Film ist der Grat sehr schmal.

Seine eigentliche Brisanz aber liegt darin, dass diese mit grandiosen Schauspielern sehr feinfühlig erzählte Geschichte über einen raffinierten Kunstgriff keineswegs nur  diktatorische Verhältnisse in der Türkei widerspiegelt, sondern diese auch auf Deutschland projiziert: Statt in Ankara und Istanbul, wo sich der Story nach alles abspielt, wurde in Berlin und Hamburg gedreht.

Denn darum geht es dem Regisseur: Aufzuzeigen, dass Presse-und Meinungsfreiheit auch im vermeintlich so demokratischen Deutschland stark gefährdet sind. Konkret wird der Film mit Beispielen nicht, die kommen einem unweigerlich selbst in den Kopf, denkt man beispielsweise nur an die Corona-Zeit, in der Kritiker der Maßnahmen auf Demonstrationen von Polizisten mit Wasserwerfern angegriffen wurden und Menschen, die sich nicht zwangsimpfen lassen wollten, per 2 G-Regel vom öffentlichen Leben ausgeschlossen wurden. Das ist nicht Thema des Films, schwingt aber mit.

Im Grunde ist es schon eine Sensation, dass der Film es auf die Berlinale geschafft – und dann sogar noch gewonnen hat.

Mit dem Beitrag „Queen at Sea“ zeigte die Berlinale dann noch ein veritables Meisterwerk, das sich mit Michael Hanekes preisgekrönten Drama „Liebe“ vergleichen lässt. Es gewann ebenso verdient den Preis der Jury.

Auch darin geht es letztlich um staatliche Bevormundung im Kontext mit alten Menschen, denen eine scheinbar besorgte Gesellschaft vorschreiben will, wie sie leben sollen. Im Zentrum stehen hier eine demente Frau namens Leslie und ein rüstiger Rentner, die im Großen und Ganzen ihren Ehe-Alltag so gut meistern, wie es unter den Gegebenheiten möglich ist. Aber weil sich ihre starke Liebe zueinander auch körperlich ausdrückt, was viele Menschen peinlich finden, steht ihre Beziehung plötzlich auf dem Prüfstand, fragen sich Leslies Tochter, Gynäkologen, Juristen und Sozialarbeiter, ob nicht Missbrauch vorliegen könnte, ob die Eheleute getrennt werden müssen.

Erst nachdem sie ihre Mutter gegen den Willen ihres Stiefvaters in ein Pflegeheim eingewiesen hat, begreift die Tochter alias Juliette Binoche endlich, dass es Leslie dort schlechter geht als zu Hause bei ihrem Mann.

Auch Markus Schleinzers österreichisches Drama „Rose“ über eine Frau, die im Dreißigjährigen Krieg eine gefährliche Existenz als Mann wagt, sowie die mexikanische Tragödie „Moscvas“, um einem kleinen Jungen, der hart darum kämpfen muss, seine schwerkranke Mutter in einem Krankenhaus zu besuchen, zählten zu einer Reihe von stark aufwühlenden Geschichten.

Mit der in Wien angesiedelten Vampirkomödie „Blutgräfin“ von Ulrike Ottinger feierte auf der Berlinale bei alledem ein bildgewaltiges Epos Weltpremiere. Beeindruckend hier die Komposition aus kunstvollen, kraftvollen Bildern und einem Soundtrack, der leicht verfremdete Klänge aus Bruckners Achter Sinfonie mit Johann Strauß kombiniert. Auf die Idee, Isabelle Huppert als Blutsaugerin in einer Toilette zu Klängen aus dem Walzer „Wiener Blut“ in Szene zu setzen, muss man erst einmal kommen.

Solche Filme braucht ein A-Festival. Was will man nach so kurzer Zeit einer neuen Führung mehr?

Die Filmauswahl kann sich sehen lassen.

Kirsten Liese
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Klaus Zehelein, Unerhörte Augenblicke, Autobiographie. Herausgegeben von Günther Heeg. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2025, 299 Seiten

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Klaus Zehelein, so kann man sagen, brachte im deutschsprachigen Raum den Anschub für das moderne Musiktheater seit dem Ende der 1970er Jahren. An der Oper Frankfurt wirkte er als  Operndramaturg und stellvertretender Operndirektor zusammen mit dem Generalmusikdirektor  Michael Gielen.Er hatte in den 60er Jahren an der Frankfurter Goethe-Universität Philosophie bei Theodor W. Adorno studiert und in Seminaren über dessen „Philosophie der Neuen Musik“ gearbeitet. Nach Zwischenstationen in Kiel (Dramaturg am Theater) und Oldenburg (Chefdramaturg am Staatstheater), in der er sich in der ‚Provinz‘ noch eher ruhig in Oper und Schauspiel einarbeiten und natürlich auch die politische Entwicklung (Ende der Studierendenbewegung und das Ende der Rote Armee Fraktion) kritisch beobachten konnte, war Frankfurt dann sein erster grosser Wirkungskreis für seine Ambitionen in Bezug auf die  Opernarbeit, die sich nach dem Nationalsozialismus in den 50er und 60er Jahren ja nicht gross verändert hatte.

Wesentlich für die Frankfurter Opernarbeit wurde,dass nicht mehr Inszenierungen in möglichst kurzer Zeit ‚herausgeschleudert‘ wurden, und auch die dramaturgische Arbeit sich nicht nur auf das Herausgeben von Programmheften und einer Einführungsveranstaltung beschränkte.In der politisch liberalen Ära unter dem Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann, 1970-90, wurde es möglich, diese Ideen bis zu einem gewissen Grad umzusetzen. Natürlich war ein Schwerpunkt die Aufführung zeitgenössischer Opern, so z.B. „Die Soldaten“ von B.A. Zimmermann,die erst 1965 in Köln unter Michael Gielen uraufgeführt wurde, die dann auch in Frankfurt herausgebracht wurde. Aber in der Herangehensweise gab es keine Unterschiede mehr zwischen modernen und älteren Opern. Alle wurden mit der gleichen Ernsthaftigkeit, die letzteren natürlich auch besonders auf ihre Wirkungsgeschichte, befragt. In Frankfurt wurde seit 1979 „Die Gezeichneten“ (UA 1918) von Franz Schreker gespielt, „eine der schönsten Inszenierungen von Hans Neuenfels“ (Klaus Zehelein, S.104), der Regisseur, der neben Ruth Berghaus (‚Ring des Nibelungen‘) und Jürgen Flimm zu den bevorzugten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesen Teams zählte. Neben den Erfolgen gab es aber auch Kämpfe, u.a. mit alteingesessenen Abonent:innen oder zu Beginn auch mit dem Orchester. Neben den ‚Gezeichneten‘ werden noch „Al gran sole carico d’amore“, eigentlich ein ‚Lehrgedicht‘ über gescheiterte Revolutionen, von Luigi Nono, „Aida“ von Verdi, für die damalige Zeit schon gegen den Strich gebürstet und unter Dirigent Gielen auch einmal eher entschlackt zur Dispostion gestellt. Diese drei Opern werden von Zehelein als „Nichtbeispiele“ dieser Frankfurter Ära angeführt.

MODELL OPER STUTTGART – 15 SPIELZEITEN ALS OPERNINTENDANT 1991 BIS 2006

Nach dem Ende der Frankfurter Opernära verbrachte Klaus Zehelein eine „vagabundierende Dramaturgen-Existenz“ von 1987 bis 1991, die er aber auch als „Eingebundensein“ bezeichnet. In Stuttgart wurde er vom damaligen Generalintendanten Gönnenwein berufen und fand die Staatsoper verschuldet und in relativ desolatem Zustand vor. Nachdem er mit dem geschäftsführenden Intendanten Tränkle die 10 Mio Schulden in seiner 1. Spielzeit abgebaut hatte, baute er mit Jossi Wieler, Sergio Morabito (Dramaturgen), seiner stellvertretenden Intendantin Pamela Rosenberg, die später die Francisco Opera leitete und durch die Dramaturgin Juliane Votteler ersetzt wurde, sowie dem Dirigenten und Stuttgarts GMD Lothar Zagrosek ein sehr erfolgreiches Leitungsteam auf, das durch seine effektive Arbeit der Stuttgarter Oper während Zeheleins Intendanz sechs Mal den Titel „Opernhaus des Jahres“ seitens der Journalist:innen der Fachzeitschrift ‚Opernwelt‘ einbrachte. Zum Team gehörte aber auch der Kommunikationsdirektor Thomas Koch, der sich nicht als Manager, sondern als gut venetzter Vermittler für das Leitungsteam begriff. Dadurch wurde auch die eigentliche Dramaturgie entlastet, die durch Einstellung dreier Komponisten eine musikalische Komponente erhielt. (Es galt ja auch, versiert zeitgenössische Partituren zu lesen.) Wichtig für die Leitung war auch eine ‚Gesamdramaturgie‘ des Hauses in dem Sinn, dass sich der Intendant auch um das ‚Vorderhaus‘ kümmert, sich mit den Beschäftigten an der Kasse und den für das Abonnement Verantwortlichen regelmäßig trifft. Und die Entscheidung, vom Einkauf wechselnder Gesangsstars abzusehen, musste von allen, die mit dem Publikum in Kontakt kamen, vertreten werden. ‚Ensemble vor Gastbetrieb‘ wurde das Motto. Das aber auch mit einem klaren Bekenntnis zum Repertoirebetrieb, der ja in dieser Zeit gar nicht mehr so selbstverständlich war.

In dem Unterkapitel ‚Sieben aus Einhundertfünfzehn‘ stellt Zehlein wichtige Inszenierungen vor, „die für das Haus stehen und die mir am Herzen liegen“.

Luigi Nono „Intolleranza 1960“, Spielzeit 1992/93: Nono war in Stuttgart unbekannt, der Zeitgeist hielt es mehr mit ‚Postmodernen‘, wie John Adams (‚Nixon in China‘) oder Philip Glass: ‚Satyagraha‘, ‚Echnaton‘, ‚Einstein on the beach‘. Nono war aber vom Team gewollt und benötigte ein Jahr Vorlaufszeit. Er war von den Rundfunkanstalten als Kommunist zuvor jahrelang boykottiert. Es gelang aber, auch durch die Inszenierung von Christof Nel und mit der Bühne von Alfred Hrdlicka, das Vorurteil vom doktrinären Kommunisten abzuräumen. Es werden Geschichten von Linken erzählt, aber nicht deren Erfolg. „Nonos Azione scenica hält dieses Bild fest in den Zeitschichten von Text und Musik, die die Gegenwart durchziehen.“(S.191)  „Auch die Gesangsprotagonist:innen David Rampy als Flüchtling, Ursula Kostut als Gefährtin und Kathrin Harris als Frau, das Dirigat von Bernhard Kontarsky, das Orchester und der überragende Chor der Stuttgarter Staatsoper, der zum ersten Mal in der Aufführungspraxis des Werks auf der Bühne live die Partitur realisierte, sie hatten alle zusammen ein zuvor unbekanntes exemplarische Werk der Moderne zu einer festen, in 29 Aufführungen nachgefragten Grösse des Repertoires gemacht. Die Auslastung betrug 83% von 1400 Zuschauern. Über 30 000 Zuschauer haben die Stuttgarter „Intolleranza 1960″ gesehen.“ (Der Rezensent war einer davon und kann es bestätigen.)

Eine weitere exemplarische Oper war G.F. Händels „Alcina“, Spielzeit 1997/98. In Stuttgart kam es zu einer historisch informierten Aufführung in der ‚Spiegelregie‘ von Jossi Wieler und Sergio Morabito, und im Bühnenbild von Anna Viebrock. Ein internationales Ereignis und einer der größten Erfolge der Ära Zehelein.

In der ‚Entführung aus dem Serail‘ von Mozart, Spielzeit 1997/98 bestand Hans Neuenfels als Regisseur darauf, die Hauptfiguren der Oper außer den Bassa Selim, der sowieso eine Sprechrolle ist, mit SchauspielerInnen doppelt zu besetzen, um den gesamten Subtext der Oper einmal besser zum Ausdruck zu bringen. Ähnliches gilt auch für ‚Fidelio‘, Spielzeit 97/98, wo in der Regie von Martin Kusej das Verhältnis Marzelline-Jaquino-Leonore unter die Lupe genommen wird, und Pizarro in einem Akt der Rache Florestan später die Kehle durchschneidet. Danach wird die Bühne schwarz. Das Ende wird dann als Oratorium unter dem Dirigent M. Gielen gegeben.

Die weiteren exemplarischen Operproduktionen stellen für Zehelein A. Schönbergs „Moses und Aron“, 2002/03, Hans Zender: „Don Quijote de la Mancha“ 1993/94 und Helmut Lachenmann: „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, 2001/02, dar.

DER STUTTGARTER „RING“, SPIELZEITEN 1998/99 UND 1999/2000

Auch nach seinen Erfahrungen mit dem Frankfurter Gielen-Berghaus-Ring, obwohl er  letzten Endes erfolgreich war, liess Zehelein zu der Meinung kommen, dass an der Schwelle zum 3. Jahrtausend ein Ring mit der Gesamtvision in einer ‚einheitlichen‘ Regie immer schwieriger würde und eigentlich nur noch eine Fiktion darstelle, die angesichts des Scheiterns der Wotan’schen Idee oft gar nicht mehr zustande gebracht werden konnte. Es scheiterten ja auch einige Ringe mit Einzelregisseuren zu dieser Zeit. Der Pariser Ring 1976 mit zwei Regisseuren, Peter Stein und Michael Grüber, wurde andererseits nach Walküre beendigt, als der Dirigent Georg Solti, der nur zu den Endproben kam, am Ende von Rheingold das Ensemble bereits aufforderte, nur noch an der Rampe zu singen. So etwas konnte in Stuttgart mit dem GMD Lothar Zagrosek, der als Dirigent in das Konzept der Tetralogie mit vier verschiedenen Regisseuren, Joachim Schlömer (Rheingold), Christof Nel (Walküre), Jossi Wieler/Sergio Morabito (Siegfried) und Peter Konwitschny (Götterdämmerung) eingebunden war, nicht passieren.

Unter „Laboratorien der Vermittlung“ zählt Zehelein diese auf: Die „Junge Oper Stuttgart“ wurde erstmals in seiner Intendanzzeit gegründet und besteht bis heute fort. Ähnliche Institutionen wurden mittlerweile an vielen Opernhäusern institutionalisiert. Es geht  darum, dass jüngere Menschen eigenständig Opern creieren bzw. Jugendopern von KompononistInnen aufgeführt werden, auch mithilfe von Studierenden der  Musikhochschulen. Weiters begründete Zehelein in Stuttgart ein „Forum Neues Musiktheater“, wozu auch eine eigene Spielstätte in einem alten Römerkastell, später mal Dragoner- Reiterkaserne, bespielt werden konnte.

Massstäblich war hier auch der Werkstattgedanke, und es entstand z.B. ein „Infinito Nero“, eine ‚Projektbeschreibung‘ /2004 des italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino, unter der Leitung von J. Schlömer und dem Sopran Sarah Maria Sun, eine hier öfter auftretende Sängerin. Dann  Lucia Ronchettis Tragödie in einem Akt „Last Desire“/2004. Weiters „fremd“, ein Medea-Projekt von Hans Thomalla. Begleitet wurden diese Veranstaltunsformate von Workshops und Ateliers. Klaus Zehelein sah in ihnen Orte konkreter Utopie.

Nach dem Ende seiner Intendanz in Stuttgart ging Zehelein nach München, wo er von 2006 bis 2014 die Bayrische Theaterakademie leitete. Diese fand er als Service und Raumbeschaffer für die Bayrische Staatsoper vor. Mit den Studenten änderte er das in allen Ausbildungsteilen für das  Musiktheater und konnte damit auch seine immense Erfahrung im Bereich der Dramaturgie und als Intendant weitergeben. Von 2003 bis 2016 war er zudem noch Präsident des Deutschen Bühnenvereins.

Als er 2014 bei der Bayrischen Theater- Akademie August Everding verabschiedet wurde, führten die Studierenden der Dramaturgie eine Sprechkantate für ihn auf, deren Refrain aus einem schlichten Vierzeiler bestand: „Ja, da hat der Klaus mal wieder recht gehabt“ (3x wiederholt) Darin sprach sich natürlich auch eine gewisse Ironie aus, aber Zehelein konnte es als immense Anerkennung seiner Arbeit werten.

Friedeon Rosen

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Wien/ Schwechat: Preisermäßigte Eintrittskarten über karten.dander.at

Erstmals ist es mir gelungen Karten für die NESTROY SPIELE in Schwechat für SIE zu bekommen!

NESTROY Spiele Schwechat – Was Nestroy betrifft ist Wien eine Vorstadt von Schwechat.
OPEN AIR im Schlosshof von Schloss Rothmühle
ROULETTE TICKETS um nur € 30;
LG Christian

NESTROY Spiele Schwechat 2026 –

freu

Mein Freund

ROULETTE TICKETS um nur € 30;

Ein Roulette-Ticket ist an keine Sitzplatzkategorie gebunden. Es gilt für alle noch frei verfügbaren Plätze der aktuellen Vorstellung. Wo Sie sitzen wird am Abend der Veranstaltung entschieden… aber immer nebeneinander

 „Ich hab’ einmahl einen Freund g’habt, und seitdem hab’ ich gar keinen Abscheu mehr vor die Feind’.“

Was bedeutet Freundschaft?
Auf wen kann man sich verlassen? Wem vertrauen?
Und hat man heutzutage als gutgläubiger, optimistischer, ja fast schon naiv denkender Mensch überhaupt noch eine Chance?
Auf die Probe gestellte Freundschaft, Verrat, Intrigen und Betrug stehen im Zentrum dieser beinahe melancholischen Komödie – in Nestroys einzigartiger, unverwechselbarer Sprache.
Das NESTROY Ensemble Schwechat hat sich – fest verankert im Theaterfest NÖ – der Aufgabe verschrieben, neben Nestroys Klassikern, auch selten gespielte und unbekannte Stücke des Autors aufzuführen.
„Was Nestroy betrifft, ist Wien eine Vorstadt von Schwechat“ (Zitat: Falter)

Schloss Rothmühle im Schlosshof, Rothmühlstraße 5
2320 Schwechat

EVENTINFO:

Mittwoch, 1. Juli 2026
Freitag, 3. Juli 2026
Samstag, 4. Juli 2026
Dienstag, 7. Juli 2026
Mittwoch, 8. Juli 2026
Freitag, 10. Juli 2026
Beginn. 20.30 Uhr

                    TICKETINFO:

ROULETTE TICKETS um nur € 30.-
Bestellte Karten sind von Umbuchung und Stornierung ausgeschlossen.
!!BEI NICHTABHOLUNG MUSS DER BETRAG ÜBERWIESEN WERDEN!!
Wir haben alle Ausreden analysiert der jeweilige Ticketpreis muss überwiesen werden“- egal weshalb!

Tickets werden am Tag der Veranstaltung ab 19 Uhr an der Abendkassa unter ihren Namen hinterlegt sein.
!! BEACHTEN SIE, DASS VOR ORT NUR BARZAHLUNG MÖGLICH IST!!

BITTE BETRAG GENAU MITBRINGEN!

Reservierungen sind Montag bis Sonntag (rund um die Uhr –  ) unter karten@dander.at möglich!
Für alle anderen Termine, die ich nicht anbiete, können Sie Ihre Karten auch direkt im jeweiligen Theater kaufen, allerdings werden diese nicht vergünstigt abgegeben!
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Wien: „Das Vindobona:  Preisermäßigte Eintrittskarten über

Von STEPPTANZ über DIE KNEF zu KABARETT bis zum MUSICAL und natürlich eine KINDERVORSTELLUNG- alles dabei was das Herz begehrt!

Das wird der März im DAS VINDOBONA!

Teil II folgt morgen.

Freitag, 20. März 2026- TAP INTO SPRING-STEPPTANZSHOW um nur € 20.-

Donnerstag, 19. März 2026- Eichberger & Niemand – „Psycho“ um nur € 25.-

Sonntag, 15. März 2026- „Wenn ich mal groß bin“- KINDERVORSTELLUNG um nur € 10.-

Freitag, 13. März 2026- BARBARA BALLDINI – Höhepunkte um nur € 33.-

Donnerstag, 12. März 2026- Adriana Zartl – „50+ wie und geil“ um nur € 27.-

Sonntag, 8. März 2026- DIE KNEF um nur € 30.-

Div. Termine im März 2026- HEDWIG AND THE ANGRY INCH – DAS ROCK MUSICAL um nur € 50.-

Donnerstag, 5. März 2026- RYTA TALE – RELEASE SHOW um nur € 27.-

Für Preise und Termine sowie Infos bitte ganz nach unten scrollen

LG Christian

RYTA TALE – RELEASE SHOW

von

Donnerstag, 5. März 2026
Do, 5.3.26

Beginn 19.30 Uhr
Ticketabholung 90 Min vor Veranstaltunsbeginn an der Kassa beim Theatereingang/

Einlass 60 Min vor Veranstaltungsbeginn

Wallensteinplatz 6
1200 Wien

Gesicherte Plätze
( in der Kat A + Kat B

nach Verfügbarkeit )  an Tischen

Sonderpreis € 27.-
Nach lan­ger Zeit des Träu­mens ver­öf­fent­licht Drag Queen Ryta Tale erst­mals eige­ne Musik. Am 6. März 2026 erscheint ihr Debüt­song – und schon am Vor­abend wird er exklu­siv gefeiert.

Gra­zia Patri­cia führt durch den Abend und gibt inti­me Ein­bli­cke in die Ent­ste­hung des Songs. Das Publi­kum erwar­tet span­nen­de Talks, ein exklu­si­ves Akus­tik-Set sowie die Pre­mie­re des offi­zi­el­len Musikvideos.
Ab Mit­ter­nacht ist es offi­zi­ell: Release!

Ryta’s DJ-Set bil­det den per­fek­ten Abschluss und läu­tet den Start die­ser neu­en Ära ein.

Reservierungen sind Montag bis Sonntag (rund um die Uhr –  ) unter möglich !

Für alle anderen Termine, die ich nicht anbiete, können Sie Ihre Karten auch direkt im jeweiligen Theater kaufen, allerdings werden diese nicht vergünstigt abgegeben!

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