DIE SONNTAG-PRESSE – 14. DEZEMBER 2025

DIE SONNTAG-PRESSE – 14. DEZEMBER 2025

Wiener Philharmoniker, Franz Welser Möst © Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 14. DEZEMBER 2025

Wien/Konzerthaus
11 Streicher, 3 Steinways, 1 Bach
Man hätte meinen können, der Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses habe am gestrigen Abend prüfen wollen, wie viele Stimmen gleichzeitig durchs Parkett fegen dürfen, ohne dass die Statik ins Wanken gerät. Die Antwort, so viel vorweg: erstaunlich viele.
Drei Steinways in vorderster Front, elf Streicher im Halbkreis dahinter, und ein Komponist auf den Notenpulten, der mit polyphonem Dickicht umzugehen wusste wie andere mit der rechten und linken Schuhbindung. Dass der Saal nicht ausverkauft war, bleibt ein Rätsel – ein solches Programm, mit solcher Hingabe gespielt, hätte eine vollere Kulisse verdient.
Von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Franz Welser-Möst: „Das Werk steht im Vordergrund“
Interview. Die Staatsoper Wien erhält nach 55 Jahren eine Neuinszenierung von Beethovens „Fidelio“, Regie führt der Grazer Nikolaus Habjan. Am Pult des Staatsopernorchesters steht ein Rückkehrer: Franz Welser-Möst leitet seine erste Premiere nach seiner Krebserkrankung. Am 16. Dezember geht eine Ära zu Ende: Otto Schenks Inszenierung von „Fidelio“ wird nach 55 Jahren und 253 Aufführungen abgelöst. Der Grazer Regisseur Nikolaus Habjan inszeniert
KleineZeitung.at

Österreich
Zum Tod von Georg Springer: Er war der Tenno der Bundestheater
Der kultivierte, prägende, stattliche Theatermanager starb im Alter von 79 Jahren
Kurier.at

Neue Serie „Mozart/Mozart“. Mozarts vergessene Schwester im Rampenlicht
Mozarts Schwester Nannerl rockt das Wien der 1780er. In der neuen ARD-Serie „Mozart/Mozart“ rettet sie die Familie, verliebt sich und kämpft für ihre musikalische Freiheit. Eine Geschichte voller Beats, Intrigen und Herzschmerz.
BR-Klassik.de

Hamburg/Elbphilharmonie/Kleiner Saal
Das Polnische Ensemble ART’N’VOICES präsentiert Weihnachtslieder mit erfrischender Meeresbrise
Acht junge Sänger versetzen das Hamburger Publikum nicht nur in vorweihnachtliche Stimmung, sondern regen sie auch zum Nachdenken an. Das Konzert wird durch die sympathische und witzige Moderation der Altistin Marta Jundziłł und des Tenors Szymon Duraj bereichert, die ziemlich gut Deutsch sprechen. Zu Beginn erzählt ihr Manager Christian Hacker, wie er nach dem Sieg von ART’N’VOICES beim a-cappella-Wettbewerb Leipzig im Jahre 2023, bis nach Danzig hinterhergefahren ist, um ihnen eine Zusammenarbeit anzubieten.
Von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert.de

Wien/Volksoper
Sa., 13. Dezember: Engelbert Humperdinck, Hänsel und Gretel
Wenn in der Volksoper „Hänsel und Gretel“ am Programm steht, kann das nur bedeuten, dass Weihnachten kurz bevor steht oder soeben vorbei war, und aktuell findet dort die traditionelle „Hänsel und Gretel“-Serie des Dezembers und Jänners statt. Die unverwüstliche Inszenierung von Karl Dönch (Regie) und Toni Businger (Bühnenbild und Kostüme) brachte es heute auf die 256. Aufführung, und sie ist immer noch wunderbar, denn sie ist sowohl stimmungsvoll (man kann das natürlich kitschig finden, aber die von der Himmelstreppe herabsteigenden Engel sind wunderbar ästhetisch) als auch handwerklich sehr gut (die Verfolgungsjagd um den Tisch, aufgrund welcher der Milchkrug unabsichtlich zu Bruch geht, der „Auftritt“ des Besenbinders durch das Fenster, der Flug der Hexe über den Orchestergraben…). Das ist wirklich eine traditionelle und ausgezeichnete Inszenierung, der noch ein langes Theaterleben vergönnt sei. (Und bevor man sie austauscht, sollte man eher endlich die „Königskinder“ bringen, das ist ja eine viel bessere Oper Humperdincks!)
forumconbrio.com

Hamburg/Elbphilharmonie
Simone Young ist zurück auf dem Hamburger Podium!
Bei ihrem ersten Hamburger Auftritt seit dem Ende ihrer Staatsopern-Amtszeit überzeugte Simone Young am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchester mit Schostakowitsch und Franz Schmidt. Wichtigste Lektion des Abends: Der laut Mahler musikalischste Mann Wiens gehört dringend ins Standardrepertoire der Konzerthäuser!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Wien: „Madama Butterfly“, Giacomo Puccini
Ein großes Opernhaus mit Repertoirebetrieb muss immer wieder Werke ansetzen, die sichere Publikumsattraktionen sind – mit Raritäten-Kostbarkeiten wie „Makropulos“ oder „Karmeliterinnen“ füllt sich ein Saal weniger leicht als mit „Madama Butterfly“. Was täten die Opernhäuser der Welt ohne Puccini?
Von Renate Wagner
DerOpernfreund.de

Wien
Konzerthaus: Wie sich die „Schöne Müllerin“ jetzt herausputzt (Bezahlartikel)
Tenor Christoph Prégardien und das Klangforum Wien unter Elena Schwarz mit Schuberts „Müllerin“-Liederzyklus, instrumentiert und ergänzt von Johannes Maria Staud: horizonterweiternd.
DiePresse.com

Salzburg
Salzburger Festspiele: Bauprojekt bleibt mit Kostendeckel auf Schiene
Das Bau-Großprojekt der Salzburger Festspiele mit Sanierung des Bestandes und Ausbau des Großen Festspielhauses bleibt auf Schiene, wobei die vorgegebenen Kosten von 395 Millionen Euro auf jeden Fall einzuhalten sind. Außerdem wird geprüft, ob es durch Verlegung einzelner Arbeitsschritte in die Zwischensaisonen auch möglich wäre, dass das Große Festspielhaus nur ein Jahr statt der geplanten zwei Jahre gesperrt werden muss. Das ergab eine Sitzung des Kuratoriums am Freitag.
DerStandard.at

München
„Das war meine erste große Rolle“: Benjamin Bernheim steht mit „La Bohème“ auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper (Bezahlartikel)
Der französische Tenor Benjamin Bernheim erklärt, warum Puccinis Oper das perfekte Stück für Weihnachten und Neujahr ist.
abendzeitung-muenchen.de

Startenor Benjamin Bernheim: „Wichtig ist nicht das Hohe C“
Benjamin Bernheim ist spätestens seit seinem Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in seiner Heimatstadt Paris weltberühmt. Jetzt singt der Tenor an der Münchner Oper.
SueddeutscheZeitung.de

Teufel, Hexe, Silberstiefelchen: Die Nacht vor Weihnachten an der Bayerischen Staatsoper
bachtrack.com/de

Kritik Teodor Currentzis: Denkwürdiges Konzert in München
Teodor Currentzis, der umstrittene Charismatiker unter den zeitgenössischen Dirigenten, polarisiert zuverlässig, politisch wie musikalisch. Derzeit tourt der griechisch-russische Dirigent mit seinem 2022 gegründeten Orchester Utopia durch Europa. Und brachte mit Brahms und Mahler am Sonntag die Münchner Isarphilharmonie zum Jubeln.
BR-Klassik.de

Frankfurt
„Punch and Judy“: Bis der Henker hängt
Harrison Birtwistles schwarzhumorige Oper „Punch and Judy“, 1968 eine Provokation des britischen Publikums, erlebte im Bockenheimer Depot ihre gefeierte Frankfurter Erstaufführung.
FrankfurterAllgemeine.net

Punch and Judy“ im Bockenheimer Depot – Die böse Puppe (Bezahlartikel)
FrankfurterRundschau.de

Kassel
Aida ohne Seekrankheit
Kassel reagiert auf Kritik und verzichtet vorerst auf die Videos in seiner Aida-Produktion. Das Verhältnis zwischen Intendant und Orchester bleibt zerrüttet.
backstageclassical.com

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
East of Vienna: the Philharmonic explores Central Europe with Jakub Hrůša
bachtrack.com/de

Bad Wildbad
Rossini in Wildbad Announces 2026 Season
operawire.com

Bergamo
Review | Donizetti in Bergamo: Where Rarities Steal the Spotlight
myscena.org

Neapel
Cherubini’s Medea in Naples: a clash of worlds in a neoclassical framework
bachtrack.com/de

Photos show Ennio Morricone’s opera ‚Partenope‘ as it premieres in Naples
independent.co.uk

From ‘Spaghetti Western’ Scores to the Opera Stage
Throughout his life, Ennio Morricone felt shunned by the classical music world. But these days his pop-culture cachet isn’t such a drawback.
nytimes.com

Aix-en-Provence
Michael Spyres, Benjamin Bernheim, Nina Stemme, Sonya Yoncheva, Ailyn Pérez & Ying Fang’s Festival Aix-En-Provence’s 2026season
operawire.com

London
The Kurt Cobain opera is hallucinogenic
The Royal Opera goes grunge in Oliver Leith’s Last Days, a bold telling of the final moments of the Nirvana frontman. Plus, return to the glamorous court of Handel’s Ariodante                                            observer.co.uk

New York
Met’s holiday “Magic Flute” refreshes the seasonal spirit
newyorkclassicalreview.com

Review: MOZART’S THE MAGIC FLUTE at The Metropolitan Opera
A Spellbinding Spectacle of Whimsy and Musical Brilliance
broadwayworld.com

Video: New Look At Mozart’s THE MAGIC FLUTE At the Metropolitan Opera
The clip features tenor Joshua Blue singing an excerpt from Tamino’s aria during the final dress rehearsal, conducted by Erina Yashima.
broadwayworld.com

How Joyce DiDonato’s childhood inspired her role in ‚Amahl and the Night Visitors‘
Gian Carlo Menotti’s opera “Amahl and the Night Visitors” is coming to New York’s Lincoln Center Theater
independent.co.uk

Naples, Florida
Carmen, again?
Gulfshore Opera’s vigorous production of Carmen answers a familiar question
parterre.com

Washington
IN Series Opera 2025 Review:
The Delta King’s Blues World Premiere of Composer Damien Geter & Librettist Jarrod Lee’s Opera About Robert Johnson’s Life
operawire.com

Detroit
‘Highways and Valleys’ Opens Detroit Opera’s 2025-26 Season
Dressed in denim, working class lives, Black love, and the American experience take center stage
hourdetroit.com

Los Angeles
Follow your bliss
In recital for the Los Angeles Opera, tenor Ben Bliss makes the case for the next stage of his career.
parterre.com

Ballet / Dance

Candy-crazed: English National Ballet’s sweet-toothed Nutcracker returns
bachtrack.com/de

New Adventures in The Red Shoes: dazzling dance drama at Sadler’s Wells
bachtrack.com/de

Eurovision Song Contest

ESC in Wien: Israel als erster Wett-Favorit, 35 Teilnehmer fix
Der von Boykottansagen überschattete Eurovision Song Contest in Wien kommt dank Rückkehrern auf 35 Teilnehmer. Erster Favorit ist – Israel. Für die 70-Jahr-Jubiläumsausgabe des ESC in Wien kehren Bulgarien, Moldau und Rumänien zurück. Die vollständige Teilnehmerliste wird offiziell am kommenden Montag von der European Broadcasting Union (EBU) veröffentlicht.
Kurier.at

Sprechtheater

Wien/Volkstheater
Keine richtige Frau? „Geschichten aus dem Wiener Wald“ im Volkstheater (Bezahlartikel)
Ziemlich musikalisch und klug, aber anstrengend: In Rieke Süßkows Inszenierung der „Geschichten aus dem Wiener Wald“ im Wiener Volkstheater herrscht konsequente Geschlechterumkehr.
DiePresse.com

Horváth als Anti-Operette: Puppentragödie im Ringelspiel (Bezahlartikel)
Strenges Konzept: Hausregisseurin Rieke Süßkow erzählt „Geschichten aus dem Wien Wald“ im Volkstheater artifiziell.
Kurier.at

Zwangsoriginell in Ödön von Horváths „Wiener Wald“
Das Volkstheater amalgamiert Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ mit Johann-Strauss-Musik und tauscht die Geschlechter der Rollen.
krone.at

Wien/Kosmos-Theater
Die 1990er umschreiben mit Barbi Markovićs „Die verschissene Zeit“
Versace, Nato-Bomben, Turbo-Folk: Imre Lichtenberger Bozokis Erstinszenierung im Kosmos-Theater dröselt die postjugoslawischen Widersprüche hinreißend auf
DerStandard.at

Jugoslawisches Endspiel: „Die verschissene Zeit“ im Kosmos-Theater (Bezahlartikel)
Endlich wieder eine gelungene Romandramatisierung auf einer Wiener Mittelbühne: Aus dem verzweifelt komischen Text von Barbi Marković wurde eine rasante Reise durch die tristen Neunzigerjahre in Belgrad.
DiePresse.com

Wien/Theater in der Josefstadt
Andrea Breth wieder in Wien: „Eine Genauigkeitsbohrmaschine“
(Bezahlartikel)
20 Jahre war sie an der Burg, nun inszeniert sie in der Josefstadt: „Ein deutsches Leben“ hat am 18. Dezember Premiere.
Kurier.at

Zürich
Im Schiffsbauch der Ausweglosigkeit – Euripides: Hekabe
Archaisch, verfremdet, seltsam: Das Schauspielhaus Zürich zeigt eine symbolisch verfremdete, zwischen Antike und Heute pendelnde Euripides-Interpretation, die manchmal gern Oper wäre.
DieDeutscheBuehne.de

Film

Arthur Cohn ist tot: Hollywood trauert um sechsfachen Oscar-Preisträger
Arthur Cohn galt als einer der erfolgreichsten Schweizer Filmproduzenten. Mit sechs Oscars, zahlreichen internationalen Auszeichnungen und einem Stern auf dem Walk of Fame prägte er Dokumentar- und Spielfilme weltweit. Er verstarb im Alter von 98 Jahren.
oe24.at

Politik

Ein Gedankenexperiment: Kann eine internationale Treuhandlösung für den Donbass der Ukraine Frieden bringen?
Die USA schlagen eine entmilitarisierte Sonderwirtschaftszone im Rest-Donbass vor. Doch unklar bleibt, wer sie verwalten soll. Theoretisch könnte diese Aufgabe die UNO übernehmen. Russland, die Ukraine und die USA müssten allerdings mitspielen.
DiePresse.com

Witkoff reist für Treffen mit Selenskyj nach Berlin
Berlin könnte bei den Gesprächen über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine ein entscheidender Ort werden. Der ukrainische Präsident Selenskyj reist an, und die USA schicken ihren Sondergesandten Witkoff.
Tagesschau.de

Belarus
Nach Begnadigung freigelassene Oppositionelle wollen sich weiter für Bürgerrechte in Belarus einsetzen
Nach ihrer Freilassung aus Gefängnissen in Belarus haben mehrere Oppositionelle angekündigt, sich auch in Zukunft für Bürgerrechte in ihrer Heimat einzusetzen. Der belarussische Friedensnobelpreisträger Beljazki sagte, der Kampf gehe weiter. Ähnlich äußerte sich nur wenige Stunden nach ihrer Entlassung aus der Haft auch die prominente belarussische Oppositionsführerin Kolesnikowa.
deutschlandfunk.de

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Unter’m Strich

Bayern
Alarm! Auto-Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant. Festnahmen an Grenze
Schock im deutschen Bundesland Bayern! Am Freitagabend sind an der deutsch-österreichischen Grenze mehrere Männer festgenommen worden, die einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt geplant haben sollen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München verriet, wollten die Verdächtigen offenbar ein Auto für ihre Tat benutzen.
krone.at

Österreich
Freundin des ÖGK-Chefs erhält Top-Job in der Kasse. 70 andere Bewerber
In Österreichs Gesundheitskasse glaubten im November viele schon nicht mehr an ein verfrühtes Weihnachtswunder. Ein solches wäre es für den einen und die andere gewesen, wenn beim Bewerbungsprozess für den Posten der Leitung des Fachbereichs Gesundheitsförderung, Prävention und Public Health nicht am Ende gestanden wäre, was seit Dienstag nun eben am Ende steht. Das Weihnachtswunder blieb aus – und wie „Krone“ und „Profil“ bestätigt wurde, erhielt just die Lebensgefährtin des ÖGK-Obmanns Andreas Huss einen echten Top-Job in der Kasse.
krone.at

Frankreich
Lotto-Multimillionär wohnt heute in Sozialwohnung. Er bereut nichts
Einst fuhr Bruno Caloone den französischen Rekordgewinn im Lotto ein. Er gewann fast 11 Millionen Euro – heute lebt er in einer Sozialwohnung. Er war auf einen Schlag reich: Am 3. Dezember 1995 heimste Bruno Caloone den damaligen Rekordgewinn im französischen Lotto ein. Fast 70 Millionen Franc (rund 10,7 Millionen Euro) gewann der damals 35-jährige Bankangestellte. Sein Leben veränderte sich über Nacht.
heute.at

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. DEZEMBER 2025)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. DEZEMBER 2025)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Einführungsmatinee zu „Fidelio“

fiu

wiener staatsoper matinee fidelio
Zum Video (1,53 Stunden)

hgb
Daran werden sich die Premierenbesucher und alle, die denen nachfolgen, gewöhnen (müssen?)

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Die Volksoper trauert um Georg Springer

Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass Georg Springer gestern, am 11. Dezember 2025, im Alter von 79 Jahren unerwartet verstorben ist.

Georg Springer war über mehr als zweieinhalb Jahrzehnte in leitenden Funktionen für die Österreichischen Bundestheater tätig und prägte deren institutionelle Entwicklung maßgeblich. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Wien und wissenschaftlicher Tätigkeit im Bereich des Staats- und Verwaltungsrechts war er mehrere Jahre im Bundeskanzleramt tätig, bevor er 1988 zu den Österreichischen Bundestheatern wechselte.

Dort wirkte er zunächst als stellvertretender Generalsekretär, ab 1991 als Generalsekretär und von 1999 bis Juni 2014 als Geschäftsführer der Österreichischen Bundestheater-Holding. In diesen Funktionen verantwortete er zentrale Reform- und Transformationsprozesse, insbesondere die Ausgliederung der Bundestheater aus der Bundesverwaltung sowie deren strukturelle und organisatorische Neuaufstellung. Zahlreiche rechtliche und organisatorische Grundlagen der heutigen Bundestheater gehen auf diese Phase zurück.

Lotte de Beer und Christoph Ladstätter zum Tod von Georg Springer

„Georg Springer war ein schillernder Kunstkenner, dessen Leidenschaft und Menschlichkeit eine bleibende Spur hinterlassen. Er war der Volksoper über viele Jahre hinweg als Chef des Aufsichtsrats, aber auch als enger Freund und verlässlicher Wegbegleiter verbunden und hat mit seinem feinen Gespür für Kunst und seiner großen Liebe zum österreichischen Musiktheater zur künstlerischen Entwicklung unseres Hauses beigetragen. Wir werden ihn in ehrendem Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und all jenen, die ihm verbunden waren.

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Heute in MusikTheater an der Wien: Hausdebüt von Georgina Fürstenberg in Kampes „Ich bin Vincent! und ich habe keine Angst“

Die Koloratursopranistin Georgina Fürstenberg gibt ihr Debut am Theater an der Wien – in der weiblichen Hauptrolle „Die Jacke“ in der Uraufführung von Kampes „Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst“:

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Georgina Füstenberg © Nelya Angeeva

Kampe: Ich bin Vincent! Und ich habe keine Angst    Die Jacke

Theater an der Wien
Uraufführung: 14. Dezember 2025
Folgevorstellungen: 16., 18., 19., 21., 28. Dezember 2025

www.theater-wien.at/de/spielplan/saison2025-26/1508/Ich-bin-Vincent-und-ich-habe-keine-Angst

www.artistainternational.com/sopran/georgina-fuerstenberg

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Die Sopranistin Anastasia Lerman ist Finalistin des 61° Concorso Internazionale Città di Busseto – Voci Verdiane:

lerman

Neben drei weiteren Sopranistinnen, einem Tenor und zwei Baritonen hat sich die Sopranistin Anastasia Lerman zum Finale qualifiziert, das am 14. Dezember 2025 im Teatro Verdi di Busseto, organisiert vom Teatro Regio di Parma, stattfindet. Die Jury umfaßt Massimo Biscardi, Cristiano Sandri, Christina Scheppelmann, Alessio Vlad und Evamaria Wieser.

Seit der Spielzeit 2023/24 gehört die Sopranistin zum Ensemble des Tiroler Landestheater in Innsbruck, wo sie sich in einem breitgefächerten Repertoire in Neuproduktionen präsentiert, so auch als Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro, Titania in Purcells The Fairy Queen, Freundin in Schönbergs Von Heute auf Morgen und Nannetta in Verdis Falstaff. Am 14. Februar 2026 folgt hier ihr Rollendebut als Ilia in Mozarts Idomeneo und Ende Mai 2026 als Iphigenie in Orest von Händel/Ziepert.

www.vociverdiane.com

www.artistainternational.com/sopran/anastasia-lerman
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Heinz Sichrovsky/ NEWS: Vorfreude auf Salzburg
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Dass ich noch einmal den Theateraufführungen der Salzburger Festspiele entgegenfiebern würde (statt nach Fallen des Vorhangs dem Hauptbahnhof): unvorstellbar noch kürzlich. Speziell die vergangenen Jahre mit den Spartendirektorinnen Hering und Davydova waren grimmig. Jetzt hat Intendant Hinterhäuser, der schon den neuen Luxus-„Jedermann“ noterfunden hatte, interimistisch übernommen. Und ich wüsste nicht, was (außer Andrea Breth) ich mir noch wünschen sollte: ein neuer Handke mit Jens Harzer! Neues von Elfriede Jelinek mit Mavie Hörbiger und Caroline Peters als Koproduktion mit der Burg! Nach dem ereignishaften „Nathan“ nun „Faust I“ in der Traumkombination Ulrich Rasche (Regie) und Valery Tscheplanowa (Mephisto)!

Übertreffbar ist das nur durch das eigensinnige, faszinierende Opernprogramm. Teodor Currentzis und sein Orchester führen die Alleskönnerin Asmik Grigorian mit ihrer ersten Carmen auf Callas-Spuren. Dafür begibt sich die Mezzosopranistin Elīna Garanča mit Strauss’ „Ariadne“ in die Sopran-Liga, so wie einst ihr erkennbares Vorbild Christa Ludwig. Die goldene Ära Mortier wird mit Messiaens’ „Saint François“ in einer Konstellation für Connaisseurs aufgerufen. Und Mozarts „Così fan tutte“ kommt wieder, vor der wir mit Tränen in den Augen saßen, als die Festspiele in der Pandemiezeit als fast Einzige aufzusperren wagten. Damals sah man der Not gehorchend eine gekürzte Fassung. Jetzt erwartet uns die gesamte schimmernde, jugendliche Pracht.
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Wien/ Ehrbar-Saal: Programmhinweise

VORWORT
Sie, liebes Publikum,
Sie treten miteinander in Verbindung, schaffen besondere gemeinsame Erlebnisse. Erlebnisse, jedes für sich einzigartig, im immer eigenen Hier und Jetzt, in immer genau diesem einen speziellen Moment. Und doch sind diese Erlebnisse gewissermaßen wiederherstellbar, nicht zwar die spezielle Besonderheit des je eigenen Moments, doch aber die Möglichkeit eines solchen Moments – durch die Wiederherstellung der Bedingungen dafür. Mit einem Konzertsaal, mit einem Konzertprogramm.
Mit dem Ehrbar Saal in unserem Fall.
Ich möchte es noch einmal inklusiver formulieren: Wir gemeinsam schaffen alles das mit dem Ehrbar Saal.
So habe ich zu Beginn der Saison Sternstunden und Lichtmomente beschrieben.
Aus dem „Wir“ entsteht „Wirkung“.
Es ist nicht die Wirkung des Zorns, es ist keine Fackel, die wild lodert. Es ist aber eine helle Wirkung, leuchtend – und leichtfüßig.
Das ist der Hintergrund des Mottos, das ich der Saison zugedacht habe: LICHT.

ehrbarsaal.at/wp-content/uploads/2025/12/Programmbuch-Fruhjahr-2026-PDF.pdf­

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