DIE SONNTAG-PRESSE – 21. DEZEMBER 2025

DIE SONNTAG-PRESSE – 21. DEZEMBER 2025

Franz Welser-Möst und die Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal Musikverein © Amar Mehmedinovic

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 21. DEZEMBER 2025

Wien/Musikverein
Franz Welser-Möst wandelt auf Pfaden der Mittelmäßigkeit
Um es kurz zu machen: Was nützt eines der besten Orchester der Welt, wenn der Dirigent es nicht versteht, dieses nicht nur bloß zusammenzuhalten, sondern eine veritable Interpretation zu vermitteln. Schade, denn das Programm war eigentlich vielversprechend.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Franz Welser-Möst mit den Philharmonikern: Ein Comeback mit Sturm und Drang
Der Dirigent kehrte nach seiner Genesung nicht nur an die Staatsoper zurück, sondern auch energiegeladen ans Pult der Wiener Philharmoniker
DerStandard.at

Beethoven hätte jedenfalls seine Freude gehabt
Von der Staatsoper bis in den Musikverein: Weltklasse-Dirigent Franz Welser-Möst zeigt nach seiner Krebserkrankung wieder groß in Konzert und Oper auf – mit ganz viel Beethoven. „Wir haben Kapellmeister, die sowenig zu dirigieren wissen, als sie kaum selbst die Partitur lesen können.“ Harsch drückte Beethoven im Jahr nach der Uraufführung der Fünften seinen Unmut über das Unverständnis der Zeitgenossen für seine Musik aus.
krone.at

Wien
Wiener Stadtregierung lehnt Antrag zum Erhalt der Kammeroper ab
Die Grünen scheiterten im Gemeinderat. Mehr als 2.000 Unterschriften in kurzer Zeit: Petition fordert Rettung. Die Kammeroper als zweite Bühne des Theaters an der Wien spielt bekanntlich eine zentrale Rolle in der Opern-Nachwuchsförderung. „Umso erschreckender“ ist es für die Wiener Grünen, dass ab Herbst 2026 der Spielbetrieb eingestellt werden soll.
Kurier.at

Österreich
„Mangelwirtschaft“: 800.000 Euro fehlen: Wiener Sängerknaben droht Aus
Der weltberühmte Kinderchor aus der Bundeshauptstadt Wien ist kurz vor Jahresende wieder einmal in finanziellen Nöten. Es fehlen 800.000 Euro. Die Sängerknaben vor dem Aus – und nicht zum ersten Mal. Doch wieso kommt es immer wieder so weit?
krone.at

Österreich
Das verdienten Österreichs Kulturmanager in den Jahren 2023 und 2024
Sabine Haag kam als Chefin des Museumsverbands des Kunsthistorischen Museums im Jahr 2024 auf ein Brutto-Einkommen von 353.000 Euro
DerStandard.at

»Prosit Neujahr!«
Die Wiener Philharmoniker stehen in der Kritik. Nun verteidigt der Vorstand seinen  Kurs und erklärt, seine Kritiker wollen sich nur wichtigmachen. Na, dann ist ja alles gut.
backstageclassical.com

Wien
„Fidelio“ – Interview mit Otto Schenk zu seiner nunmehr abgesetzten Inszenierung
Dauer des Interviews: 12 Minuten
Zum Video/Interview.Schenk

„Fidelio“ in Wien: Ein Furor, der alle an ihre Grenzen treibt (Bezahlartikel)
Nikolaus Habjan macht an der Wiener Staatsoper Ludwig van Beethovens „Fidelio“ zu einem hintersinnigen Puppentheater. Durch das Dirigat von Franz Welser-Möst wird das Ganze musikalisch zu einem echten Ereignis.
FrankfurterAllgemeine.net

Wien/Staatsoper
Mi., 20. Dezember 2025: Richard Strauss, Elektra
Ich fasse es nicht, die heutige „Elektra“ zeigte bei gleicher Besetzung eine gigantische Niveausteigerung im Vergleich mit den beiden unmittelbar vorangegangenen Vorstellungen. Wäre ich nicht dabei gewesen, würde ich es nicht glauben, aber der Qualitätsunterschied war (wie auch meine Stehplatznachbarn einhellig feststellten) unerwartet massiv, was vor allem daran lag, dass Aušrinė Stundytė heute eine – man höre und staune – gute Elektra sang.
forumconbrio.com

Berlin
Eine ganz und gar tragische Notlage: Raphaël Pichon dirigiert Bachs h-Moll-Messe Debüt bei den Berliner Philharmonikern
Raphaël Pichon, gefeierter Alte-Musik-Star aus Paris, leitet Bachs Gipfelwerk, es singt der Rias Kammerchor.
Tagesspiegel.de

Schwetzingen
„Ich bleibe lieber ledig”: Der in seiner Freiheit vergnügte Alcibiades in Schwetzingen
Man stelle sich einen heutigen Politiker vor, der Opern komponiert! Und dies nicht nur nebenbei, sondern gleichberechtigt in einem zweiten Beruf! Agostino Steffani war solch eine Persönlichkeit. 1654 im Veneto geboren, gelangte er bereits als dreizehnjähriger Chorknabe nach München, studierte in Rom und zog über Paris, wo er Lully kennenlernte, zurück an mehrere deutsche Fürstenhöfe, an denen er nicht allein musikalisch wirkte, sondern auch als Diplomat und Politiker. Zudem erlangte er als Geistlicher die Bischofswürde.
bachtrack.com/de

Kassel
Modernes Märchen fetzt: „Hänsel und Gretel“ in Kassel
Am Staatstheater Kassel zeigt sich die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (Musik) und Adelheid Wette (Libretto) in einer Lesart, die das Märchen entschlossen in die Gegenwart überführt und dabei erstaunlich folgerichtig wirkt. Regisseurin Jessica Glause vertraut nicht auf nostalgischen Waldzauber, sondern auf die harte Realität einer Familie. Dass Armut kein historisches Relikt ist, sondern brennend aktuell, wird hier mit klarem Blick erzählt.
kulturfeder.de

Wiesbaden
Premierenvorschau zum Jahresbeginn am Staatstheater Wiesbaden
kulturfreak.de

Karlsruhe
Verdi bremst „Bohème“: Staatstheater Karlsruhe von Warnstreik betroffen

Von Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist  auch das Staatstheater Karlsruhe betroffen. Die Oper spielt deshalb mit Einschränkungen.
bnn.de

Ulm
»La Bohème« im Hippie-Gewand: Puccini-Oper am Ulmer Theater
Musikalisch überzeugend und stimmig inszeniert ist Giacomo Puccinis Oper »La Bohème« am Ulmer Theater.
Generalanzeiger.de

Feuilleton
Brief von Brüggi: Liebe Sabine Meyer,
am letzten Tag dieses Jahres wollen Sie Ihre Klarinette zur Seite legen. Keine öffentlichen Auftritte mehr. Schluss. Ende. Ausgeblasen. Alle Interviews, die Sie geben, hören sich an, als würde Ihr Instrument darüber mehr Tränen verdrücken als Sie. Was Ihre Musik ausgemacht hat: Sie stand immer mitten im Leben. So wie Sie. Manchmal sieht man Sie durch Ihre Heimatstadt Lübeck schlendern. Wir haben uns da zum letzten Mal für einen Podcast mit Kindern getroffen. Denn das liegt Ihnen auch am Herzen: Der Nachwuchs. Die musikalische Bildung.
backstageclassical.com

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
Capital punishment
A patchy production and musical performance can’t dull the edge of Rise and Fall of the City of Mahagonny at the Komische Oper Berlin
parterre.com

Andris Nelsons’s direction of Shostakovich Ten is a masterly finale to this magnificent concert in Berlin
seenandheard-international.com

Jesi
Teatro Pergolesi di Jesi Announces 2026 Season
operawire.com

Straßburg
Opéra national du Rhin in Strasbourg 2025-26 Review: Hänsel und Gretel
operawire.com

London
Royal Ballet & Opera 2025-26 Review: Turandot
Anna Netrebko & Masabane Cecilia Rangwanasha Shine in Puccini’s Final Opera
operawire.com

Shock and awe: our critics pick their best live classical events of 2025
TheGuardian.com

A Mixed Messiah from AAM
operatoday.com

New York
The Met’s ‘Magic Flute’ Courts Young Hearts (With a ‘6-7’ to Boot) (Subscription required)
Julie Taymor’s abridged production of Mozart’s opera has been trimmed down to 90 minutes as the Metropolitan Opera bids to recruit a new generation.
nytimes.com

Brilliant Brahms from Vengerov and friends at Carnegie Hall
bachtrack.com/de

Boston
Handel and Haydn Society takes the seasonal path less chosen with Christmas Baroque program
bostonclassicalreview.com

Chicago
Mäkelä, CSO wrap the year with bracing contemporary works, Beethoven and Schumann
chicagoclassicalreview.com

Washington
Soprano Forsythe sparks National Symphony’s lean and protean “Messiah“
washingtonclassicalreview.com

Rock/Pop

Salzburg
Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Salzburger Residenzplatzkonzerte bringen 2026 Staraufgebot mit Volbeat und Pizzera & Jaus

Nach dem großen Erfolg im diesjährigen Jahr geht die Konzertreihe auf dem Residenzplatz Salzburg am 29. und 30. Mai 2026 in eine neue Runde und das mit noch mehr musikalischer Vielfalt, erweiterten Kapazitäten und einem internationalen Top Act.
stadt-salzburg.at

Sprechtheater

Theater in Berlin: Können Tränen weiß sein?
Am Maxim Gorki Theater in Berlin kann man in dem Stück „Die Allerletzten“ von Marco Damghani eindrucksvoll sehen, woran das Leben der Mittdreißiger gerade scheitert und welche Wunden wir uns schlagen.
FrankfurterAllgemeine.net

Wien/Burgtheater
Im Glashaus des Horrors
Simon Stone inszeniert am Wiener Burgtheater sein von Ibsen inspiriertes Stück „Das Ferienhaus” über vier Generationen einer Familie, die durch die Verbrechen des pädophilen Patriarchen und deren Verschweigen zugrundegeht. Eine langatmige Tragödie im saloppen Netflix-Stil.
DieDeutscheBuehne.de

Absturz einer Architektenfamilie in „Das Ferienhaus“ am Burgtheater
Simon Stones neu adaptierte Inszenierung aus 2017 lädt am Burgtheater zum Binge-Watching ein – ein wenig erquicklicher Blick ins schwarze Loch Familie
DerStandard.at

Wien/Theater in der Josefstadt
Andrea Breths Debüt im Theater in der Josefstadt: „Ein deutsches Leben
(Bezahlartikel)
DiePresse.com

Ausstellungen/Kunst

Wien
Das Wiener Aktionismus-Museum: Neupositionierung und Weiterentwicklung
Die Wiedereröffnung des WIENER AKTIONISMUS MUSEUMS ist Hermann Nitsch gewidmet. Die umfassende Einzelausstellung konzentriert sich auf die entscheidenden Jahre seines Frühwerks und eröffnet einen seltenen, umfassenden Blick auf die Ursprünge seines künstlerischen Denkens und Handelns.
News.at

Medien

Ewiger Mythos Mozart vs. Salieri: Die berühmteste Rivalität der Musikgeschichte neu verfilmt
Die Miniserie „Amadeus“ auf Sky und Wow zeigt den kreativen Kampf zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Salieri. Mit Will Sharpe und Paul Bettany in den Hauptrollen wird die Serie zu einem spannenden Erlebnis.
prisma.de

Politik

Österreich
Kern nimmt Stellung zu Gerüchten um Polit-Rückkehr. „Es ist eh sinnlos“
Die SPÖ dümpelt in Umfragen auf einem Tiefstand vor sich hin. Kein Wunder, dass da manche über eine Ablöse von Parteichef Andreas Babler nachdenken und eine Rückkehr von Christian Kern herbeisehnen. Jetzt hat der Ex-Kanzler zu den Comeback-Gerüchten Stellung genommen.
krone.at

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Unter’m Strich

Österreich
Irmgard Griss: „Wir brauchen Institutionen wie das SOS-Kinderdorf“
Irmgard Griss (79) ist eigentlich schon zweimal in Pension gegangen. Viel beschäftigt ist die ehemalige Höchstrichterin und Nationalratsabgeordnete weiterhin. Auch im Urlaub in Sri Lanka, wo News mit einer Interviewanfrage dazwischenfunkt. Wir sprechen über die Causa SOS Kinderdorf, Griss’ Engagement für Lesepatenschaften, ihre Zeit in der Politik und auch über Persönliches.
News.at

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 21. DEZEMBER 2025)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 21. DEZEMBER 2025)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Die Bären aus der „Verkauften Braut“ sind los und treiben in der Staatsoper ihr (Un) Wesen

Es gibt Orte, an denen Weihnachten einfach ein bisschen fröhlicher klingt: in unserem heurigen Weihnachtsvideo treiben die Bären aus Die verkaufte Braut zwischen Bühne, Probenräumen, Direktion, Kantine, Theaterkassen und Feststiege zu »Jingle Bells« ihr Unwesen. Eine Erinnerung – nicht nur an die erste Premiere der Saison – sondern auch daran, sich als Opernhaus nicht immer allzu ernst nehmen zu müssen! In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

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Weihnachtsvideo der Wiener Staatsoper

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Zum Weihnachtsvideo

WEIHNACHTSPAKET

Wir kommen nochmals auf Die verkaufte Braut zurückDiese und 12 weitere Produktionen, wie z.B. Le nozze di Figaro, Rusalka, Madama Butterfly oder das umjubelte Ballett Kallirhoe sind in unserem Weihnachtspaket buchbar – und das natürlich zum Vorteilspreis!

Mit dem mittlerweile schon traditionellen 3er-Kombi-Angebot können Sie drei Abende in der Wiener Staatsoper schenken. Wie es genau funktioniert, sowie alle angebotenen Termine und Informationen finden Sie → hier.

Das Paket ist bis inklusive 31. Dezember online und an den Kassen buchbar. Sollten Sie sich für die Bundestheaterkassen entscheiden, beachten Sie bitte unsere → Öffnungszeiten rund um die Feiertage.

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Zum Wiener „Fidelio: Interview mit Otto Schenk zu seiner – nunmehr abgesetzten – „Fidelio-Inszenierung (gefunden von TTT)

Dauer des Interviews: 12 Minuten

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Zum Video/ interview.Schenk

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35 Jahre Schweizer Kulturlandschaft: Michael Haefliger geht neue Wege

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Michael Haefliger © Marco Borggreve

Mit dem Abschluss seiner Intendanz endet für Michael Haefliger eine seit 1999 prägende Ära bei Lucerne Festival. Die TV-Dokumentation „Musik im Glück“ würdigt sein Wirken. Nun eröffnet er ein neues Kapitel und wird seine internationale Erfahrung künftig in beratende und strategische Aufgaben weltweit einbringen, unter anderem als Artistic Advisor des Shanghai International Arts Festival.

Wesentliche Impulse seiner Intendanz 

Unter seiner Leitung entwickelte sich das Festival zu einem international führenden Forum für klassische und zeitgenössische Musik – getragen von jährlich wechselnden Themenfestivals, neuen Formaten und richtungsweisenden künstlerischen Initiativen.

Zu den markantesten Weichenstellungen gehören:

Gründung des Lucerne Festival Orchestra (2003) mit Claudio Abbado;
Weiterführung ab 2016 unter Riccardo Chailly
Gründung der Lucerne Festival Academy (2004) mit Pierre Boulez;
Fortführung ab 2016 unter Wolfgang Rihm
Lucerne Festival Ark Nova (2013) gemeinsam mit Arata Isozaki und Anish Kapoor mit Aufführungen in Matsushima (2013), Sendai (2014), Fukushima (2015), Tokyo (2017), Luzern (2025)
Neues Vermittlungsformat 40min (ab 2014)
Gründung des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO, 2021)
Gründung von Lucerne Festival Forward (2021), kuratiert von den Contemporary Leaders
Internationale Tourneen des Lucerne Festival Orchestra seit 2005 unter Claudio Abbado und Riccardo Chailly (u.a. nach Rom, Tokyo, Wien, Beijing, Shanghai, New York, Paris, Madrid)
Diese Initiativen prägten die künstlerische Handschrift Haefligers und führten zu nachhaltigen strukturellen Entwicklungen – von der Nachwuchsförderung bis zur zeitgenössischen Musik.

Auszeichnungen & Würdigungen 

Für seine Verdienste erhielt Michael Haefliger u.a. den Innerschweizer Kulturpreis und die Ehrennadel der Stadt Luzern. 2025 wurde ihm der Lifetime Achievement Award von der International Society of Performing Arts (ISPA) verliehen.
Der neue Dokumentarfilm „Musik im Glück“ (Regie: Bettina Ehrhardt), der seine Ära bei Lucerne Festival beleuchtet, wird am Sonntag, 25. Januar 2026 erstmals in den „Sternstunden Musik“ (Fernsehen SRF 1) ausgestrahlt.

Aufbruch mit globaler Perspektive: Neue Rolle in Shanghai

Mit Beendigung seiner Intendanz beginnt für Michael Haefliger ein spannender Weg außerhalb der Schweiz. Am 1. Januar 2026 startet seine Tätigkeit als Artistic Advisor des Shanghai International Arts Festival (CSIAF), einem der vielfältigsten und dynamischsten Kulturfestivals der Welt.

Das Festival präsentiert jedes Jahr im Oktober und November über 1’000 Aufführungen aus Theater, Ballett, Oper und symphonischer Musik. „Gemeinsam mit Festivalpräsident Li Ming und seinem engagierten Team freue ich mich darauf, an der zukünftigen künstlerischen Ausrichtung des Shanghai Festival mitzuwirken“, sagt Haefliger.

Seine Beziehung zu China reicht weit zurück: Seit der wegweisenden Residenz mit Claudio Abbado und dem Lucerne Festival Orchestra im NCPA Beijing (2009) sowie den großen Residenzen mit Riccardo Chailly in der Shanghai Symphony Hall (2018 und 2019) ist sein künstlerisches Netzwerk dort stetig gewachsen. „Nach über 35 Jahren im Dienste der Schweizer Kulturlandschaft ist es für mich eine inspirierende Herausforderung, künftig auch zu einem der dynamischsten kulturellen Stadträume der Welt beitragen zu dürfen.“ so Michael Haefliger über seinen neuen Weg.

Weiterführende Informationen : www.pr-alliance.art

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Heinz Sichrovsky in „News“ mit einem Nachruf auf Georg Springer

Adieu, Georg!

Schulden hätte ich abzutragen, in der Währung der Freundschaft, die weder Umstellung noch Entwertung kennt. Als ich Georg Springer zum ersten Mal traf, war ich Gymnasiast und er Jus-Student. Aber wir waren noch etwas anderes: Wir waren Stehplatzler, mit der Staatsoper als Lebensmittelpunkt! Als Springer 1991 an die Spitze des Bundestheaterverbandes berufen wurde, höhnten gleich die Feuilletonpräpotenzler, deren Expertise sich auf die Querlektüre des Opernführers beschränkte: „Der Stehplatzler!“ Aber genau das hat uns sicher in den Beruf geleitet: das in Tausenden Vorstellungen verfestigte Wissen, geschliffen von den Größten der Großen. Springer war hochgeachtet: José Carreras wollte mit ihm 1999 die Volksoper, Neil Shicoff 2010 die Staatsoper übernehmen. Dass er (nicht seine Idee) anno Schüssel die Ausgliederung der Bundestheater in GmbHs exekutieren musste, erweist sich heute als unheilvoll, weil sich die Republik als Subventionsgeber damit aus der finanziellen Verantwortung empfohlen hat. Dass er 2014 wegen eines Burgtheater-Malversationsskandals gehen musste, an dem er so schuldlos war wie Direktor Hartmann: ein Versagen der Politik.

Vor allem aber war er ein inspirierender, höchstqualifizierter Kulturmensch. Und noch etwas ruht wie ein Lächeln unter Tränen in meiner Erinnerung: seine stupenden Fertigkeiten in der Kunst des Ohrenwackelns, über die sich meine damals kleine Tochter endlos amüsieren konnte, wenn wir einander in der Oper – wo sonst? – begegnet sind.

Entnommen „News“/ Heinz Sichrovsky

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OPER LEIPZIG: Mit Gala und Neujahrskonzert in das neue Jahr

2026 wird die Oper Leipzig ein außergewöhnliches Festival zu Ehren Albert Lortzings ausrichten und zehn weitere Premieren dieser Spielzeit feiern – darunter die mit Spannung erwartete Uraufführung der Oper »Coming up for air«.

Der Januar startet zum Auftakt mit großen Konzerten und Wiederaufnahmen. Gleich am Neujahrstag präsentiert das Ensemble der Oper Leipzig zusammen mit dem Opernchor und dem Gewandhausorchester eine musikalische Reise rund um die Welt in einer Gala mit Klängen von Mozart, Rossini, Lehár und Strauss, sowie Evergreens von Edith Piaf bis Abba, moderiert von Malte Arkona. In der Musikalischen Komödie proben die Nachwuchsdirigentinnen und -dirigenten vom Forum Dirigieren des Deutschen Musikrates für zwei festliche Neujahrskonzerte am 10. und 11. Januar: »Bonjour Paris« wirft mit Operettenkompositionen von Jacques Offenbach einen schwungvollen Blick nach Frankreich. MDR Kultur wird dieses Konzert für das Radio aufnehmen.

Wiederaufnahmen und Dernièren

Am 10. und 25. Januar ist Wagners »Götterdämmerung« in der Inszenierung von Rosamund Gilmore zum letzten Mal zu erleben – unter der musikalischen Leitung von  Ulf Schirmer, mit einem hochkarätigen Ensemble und gleich mehreren  Rollendebüts. »Der fliegende Holländer« in Regie und Ausstattung von Michiel Dijkema kehrt am 16. Januar auf die Bühne zurück. Wagners romantische Seefahrertragödie bleibt im Repertoire, mit  Ivan Repušić am Pult, Ingela Brimberg  Senta und Egils Siliņš als Holländer. Lucio Gallo gibt in dieser letzten Spielzeit von Intendant Tobias Wolff noch einmal den Falstaff am 18. Januar. Und die letzte Chance auf Konwitschnys »La Bohème« mit Olena Tokar und Matthias Stier gibt es vorerst am 24. Januar.

Operettenfans dürfen sich am selben Tag auf die Wiederaufnahme der »Fledermaus« freuen: In der Partie der Rosalinde glänzt die  Diva der Musikalischen Komödie Friederike Meinke. Passend dazu bietet am 30. Januar der »Rote Teppich« exklusive Einblicke rund um »Die Fledermaus«: Da-yung Cho und Friederike Meinke tauschen sich über Rollen und Alltagsmomente aus.

Previews, Preise und Originale

Am 28. Januar laden die Oper Leipzig und die Musikwissenschaft der Universität Leipzig  zu einer Preview der kommenden Uraufführung »Coming Up for Air« von Bernd Franke – ein besonderer Moment zwischen Forschung, Musik und Bühne. Nachwuchstalente aus aller Welt treffen sich am 12. Januar zum öffentlichen Wagner-Wettbewerb in Leipzig. Im Anschluss an das Preisträgerkonzert des Richard-Wagner-Verbandes am 13. Januar lädt Tobias Wolff zur persönlichen Gesprächsrunde in die  »AnsprechBar« und stellt die Gewinner:innen vor.

Für das jüngste Publikum startet das neue Jahr mit vier Konzerten »Weißt du, wieviel Sternlein stehen«, einem Babykonzert der Jungen Oper Leipzig in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Leipzig – und eine liebenswerte Variante im Opernhaus zu den bereits bekannten Babykonzerten der Musikalischen Komödie.

Zwei originelle Januartermine der Oper Leipzig 2026 haben Seltenheitswert:  »Quick & Dirty« ist eine Open Stage nicht nur der Ensembles, sondern auch der Menschen, die sonst backstage arbeiten. Am 31. Januar überraschen sie erneut mit musikalischer Spontaneität, Witz und Genuss im Venussaal der Musikalischen Komödie. Und alle zwei Jahre räumt der Fundus ganze Produktionen und bunte Einzelteile in allen Größen und Stilen aus und bietet sie in einer Sonderaktion im Opernhaus zu Vorzugspreisen an: Der Kostümverkauf 2026 der Oper Leipzig findet am 21. Januar 2026, 14 bis 19 Uhr statt.

Die Kartenwünsche können online unter oper-leipzig.de erfüllt werden oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter + 49 (0)341-12 61 261.

www.oper-leipzig.de

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig: 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Leipziger Balletts. Neben dem heutigen, 1960 erbauten Opernhaus am Augustusplatz gehört die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau zur Oper Leipzig, eine Spezialspielstätte für Operette und Musical mit eigenen Ensembles. Der mit über 720 Beschäftigten größte kulturelle Eigenbetrieb der Stadt umfasst insgesamt fünf ihn tragende Säulen: Oper, Musikalische Komödie, Leipziger Ballett, die Sparte der Jungen Oper und Vermittlung 360° und das Handwerk der Kostüm- und Theaterwerkstätten, die für sämtliche städtischen Bühnen produzieren.    

oper-leipzig.de

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Kobersdorf / Burgenland: Liebe Freunde der Schloss-Spiele Kobersdorf!

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Intendant Wolfgang Böck © Schloss-Spiele Kobersdorf

Weihnachten steht unmittelbar bevor – eine Zeit der Ruhe, der Vorfreude und des Schenkens. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen herzlich frohe Weihnachten und erholsame Feiertage zu wünschen.

Gleichzeitig blicken wir bereits auf den Sommer 2026 und freuen uns, Ihnen mit der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ wieder großes Theatervergnügen bei den Schloss-Spielen Kobersdorf zu bieten.

Wenn Sie sich schon jetzt Ihre Plätze sichern möchten, profitieren Sie noch von unserem 10 % Frühbucherbonus – ideal, um sich rechtzeitig die besten Sitzplätze zu reservieren oder Theaterfreude zu verschenken – Jetzt gleich Online buchen

Apropos Schenken: Unsere Wertgutscheine in individueller Höhe sind ein besonderes Weihnachtsgeschenk und können per E-Mail oder telefonisch bei uns bestellt werden.

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse und Ihre Treue und freuen uns darauf, Sie auch im kommenden Jahr bei den Schloss-Spielen Kobersdorf begrüßen zu dürfen.

Herzliche weihnachtliche Grüße

Ihr Team der Schloss-Spiele Kobersdorf

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Musikverein Graz: Presseecho Kammer- und Festkonzert

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Foto: Musikverein Graz

Kleine Zeitung, 11.12.2025

Elegante Bläserklänge

Oktett der Wiener Philharmoniker im Congress.

Je zwei Oboen, Klarinetten, Hörner und Fagotte und sonst nichts – welche Klangvielfalt sich aus diesen acht Instrumenten erzeugen lässt, bewies das Philharmonische Bläseroktett im Kammermusiksaal. Die Mitglieder der Wiener Philharmoniker starteten mit Johann Nepomuk Hummels Partita in Es-Dur, ein munteres Werk, mit Makellosigkeit in bunten Farben dargeboten. Es folgte Beethovens Sextett in Es-Dur, das schwerer wog und vom dunkleren Beginn bis zur zart verhaltenen Klage im letzten Satz viele raffinierte Details hören ließ. Den Abschluss bildete Mozarts Serenade Nr. 12, eine „Nacht Musique“ der anderen Art. Nicht so heiter wie die berühmte Version für Streichinstrumente, sind hier dramatischere und düstere Momente zu hören, die das Ensemble wirkungsvoll unterstrich und besonders im fein abgestimmten Andante aufhorchen ließ. Wer die Wiener Philharmoniker „komplett“ hören möchte, hat dazu am 22. Mai 2026 in einem Sonderkonzert des Musikvereins unter Riccardo Muti Gelegenheit.

Karin Zehetleitner

 Kronen Zeitung, 11.12.2025

Festlich, füllig und farbenfroh

Konzert des Philharmonischen
Bläseroktetts im Grazer Musikverein

Wie sorgte man in Zeiten vor CD und Streaming eigentlich für festliche Stimmung? Zum Beispiel mit „Harmoniemusiken“, also eher leichtherzigen Stücken für Bläser. Drei solcher Werke hat das Philharmonische Bläseroktett aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker für sein Graz-Konzert im Kammermusiksaal des Musikvereins ausgesucht. In der festlichen Es-Dur-Partita von Johann Nepomuk Hummel ist dabei das technische Können der Hauptgenuss. Zwischen plätschernden Paarläufen von Klarinetten, Oboen, Fagotten und Hörnern sitzen die Einsätze, der Klang ist füllig, dennoch schlackenfrei. Dass auch Beethovens Sextett op. 71 nicht das tiefsinnigste Werk ist, machen die Philharmoniker wett, indem sie charmante Details hervorheben: Keppelnde Fagotte, galante Tanzfiguren oder nächtliche Gespenster in Mozarts Serenade Nr. 12 überraschen mit neuen Klangfarben.

Felix Jureček

Kleine Zeitung, 18.12.2025

STEFANIENSAAL GRAZ

Furioser Konzertabend samt rotem Höllenfeuer

Bei einem Konzert des Grazer Musikvereins brillierte Mezzosopranistin Cecilia Bartoli in Glucks „Orfeo“.

Rotes Höllenfeuer, geisterhaft beleuchtete Furien, drohende Posaunenstöße und erbarmungslose Götter – Christoph Willibald Glucks „Orfeo“ war bei einem Konzert des Grazer Musikvereins lebendiger und mitreißender als in vielen szenischen Opernaufführungen. Im Mittelpunkt des emotionalen Wechselbads stand Cecilia Bartoli, deren Orfeo die ganze Bandbreite von fast tonloser Klage über wildes Aufbegehren bis zu verzweifelter Liebe vermittelte. Die Sängerin brachte dieses Werk vor zwei Jahren bei den Pfingstfestspielen in Salzburg mit Regisseur Claus Guth auf die Bühne und entschied sich damals für die einaktige Fassung „Atto d’Orfeo“, die 1769 für Parma entstand und nun auch in Graz gezeigt wurde.

Anlass war damals die Hochzeit von Maria Theresias Tochter Maria Amalia mit Herzog Ferdinand von Bourbon Parma. In der in Graz gezeigten Variante endet die Oper mit dem Tod beider Liebenden, kein Amor taucht auf und wendet alles zum Guten. Durch den tragischen Schluss erhielt das ganze Werk eine tieftraurige Grundstimmung, die Cecilia Bartoli in immer neuen stimmlichen Schattierungen zeigte. Zarteste Töne, die an Intensität den großen Gefühlsausbrüchen nicht nachstanden, stehen der Sängerin ebenso perfekt zu Gebote wie stimmstarke Anklage gegen die Götter, die den Saal fast erbeben lassen. Das Ganze immer mit ungemein abgerundeter, warmer Stimme, die keinerlei Schärfe aufweist.

Unter der Leitung von Gianluca Capuano spielte das Orchester Les Musiciens du Prince – Monaco ebenfalls als gäbe es kein Morgen. Schon die Ouvertüre war von so dramatischer Schärfe, dass der hier angedeutete Tod der Eurydike tatsächlich fühlbar wurde. Man hatte den Eindruck, die Musik bewegte sich in jedem Moment bis zum Anschlag, hart, fordernd, eindringlich und mitreißend. Auch an Lautstärke wurde nicht gespart, da brachen die Töne mitunter wie ein Sturzbach über das Publikum herein.

Als Eurydike und Amor bildete Mélissa Petit mit ihrem sanften Sopran eine gelungene Ergänzung zum aufgewühlten Orfeo. Keineswegs nur eine Nebenrolle hatte der Chor Il Canto di Orfeo inne, der Trauergemeinde und Furien gleichermaßen überzeugend sang und spielte. Im Anschluss an das Konzert wurde Cecilia Bartoli die Ehrenmitgliedschaft des Musikvereins verliehen. Sie würdigte die ausgezeichnete Akustik des Stefaniensaals und betonte, dass hier besonders feine Nuancen möglich seien – was sie zuvor eindrucksvoll bewiesen hatte.

Karin Zehetleitner

Kronen Zeitung, 18.12.2025

Ein Star und sein Mythos: Die Bartoli beehrte den Musikverein

Konzert im Grazer Stefaniensaal: Die italienisch-österreichische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli sorgte als „Orfeo“ für Furore

Von Monteverdi bis Offenbach, von Jacopo Peri bis Hans Werner Henze, der Orpheus-Mythos hat quer durch die Musikgeschichte für Inspiration gesorgt. Auch der große Opernreformator Gluck hat sich dem Stoff genähert. Seiner Wiener Oper „Orfeo ed Euridice“ aus 1762 hat er ein paar Jahre später eine Überarbeitung für Parma angedeihen lassen, dessen Stimmmaterial jedoch erst seit knapp 10 Jahren zugänglich ist.

Mit diesem „Atto d’Orfeo“ ist Cecilia Bartoli nun auf Tour – und schlug wie ein Meteor in Graz ein. Über die gesanglichen Qualitäten der Bartoli braucht man nicht viele Worte verlieren. Bemerkenswert ist aber, wie sich Jahrzehnte von Bühnenerfahrung bei ihr nicht in glorifizierten Spitzentönen entladen, sondern gerade im stillen „sotto voce“ als Essenz destillieren, prägnant und durchdringend. Da mutiert selbst ein Hit wie „Che farò senza Euridice“ von der Bravourarie zum tränendrückenden Memento.

An ihrer Seite harmonierte Mélissa Petit als Euridice perfekt mit dem dramatischen Gesamtkonzept, das jedenfalls nicht auf Bartoli allein aufbaute. Denn gerade auch das Orchester Les Musiciens du Prince unter Gianluca Capuano und der Chor Il Canto di Orfeo hoben die Darbietung auf ein mitreißendes Niveau. Straffe Tempi und Dynamik satt sorgten für Gänsehaut, dass sich bei Orfeos Höllengang der Boden unter den Stuhlreihen zu öffnen schien.

Auch wenn der Star also die Aufführung an sich war, am meisten Applaus heimste natürlich die Bartoli ein – und dazu auch gleich noch die verdiente Ehrenmitgliedschaft des Musikvereins.

Roland Schwarz

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