Andris Nelsons © Marco Borggreve
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 16. FEBRUAR 2026
Wien/Musikverein
Wiener Philharmoniker: „Böhmische Ekstase“ im Musikverein
Die Wiener Philharmoniker unter Andris Nelsons gaben eine Kostprobe ihres Programms der USA-Tournee.
DiePresse.com
Innsbruck
Mozart-Oper in Innsbruck: Gekonnte Ausweitung der Kampfzonen (Bezahlartikel)
Die Oper „Idomeneo“ von Wolfgang Amadeus Mozart hat Samstagabend im Großen Haus des Tiroler Landestheaters in der Regie von Henry Mason und unter der musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz Premiere gefeiert. Die Inszenierung des etwas im Schatten der späten Mozartopern stehenden Werks verlegte den mythologischen Stoff sowie die Mozart-Ausschmückungen ebenjenes kurzerhand in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Publikum reagierte mit euphorischem Applaus und Stehovationen.
KleineZeitung.at
Graz
Oper Graz: Wen gruselt’s nicht bei diesem „Wozzeck“? (Bezahlartikel)
Alban Bergs „Wozzeck“ mit Daniel Schmutzhard und Annette Dasch, als Fantasy-Horror inszeniert von Evgeny Titov: ein im besten Sinn schauderbarer Abend
DiePresse.vom
„Wozzeck“ an der Grazer Oper: Eine Hölle auf Erden (Bezahlartikel)
Musikalisch suggestiv mitreißender „Wozzeck“ von Alban Berg mit starken Bildern am Opernhaus Graz.
Kurier.at
Wuppertal
„Siegfried“: Fortsetzung von Wagners „Ring des Nibelungen“
Das Wuppertaler Publikum kann sich auf Teil 3 von Richard Wagners Klassiker freuen! Die Aufführung der konzertanten Aufführung des vierteiligen Opern-Zyklus „Ring des Nibelungen“ mit Patrick Hahn und dem Sinfonieorchester Wuppertal wird am Sonntag (22.02.) in der Historischen Stadthalle nach „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ mit „Siegfried“ fortgesetzt.
DieStadtzeitung.de
St.Gallen
Modestas Pitrenas dirigiert ein denkwürdiges „Lied von der Erde“ in St.Gallen
Auf den Schlussakkord folgte zunächst andächtige Stille des immer noch höchst disziplinierten und konzentrierten Publikums, dann ein sich immer mehr steigernder Applaus. Auch auf dem Podium herrschte sichtlich Freude unter den Musikern über dieses besondere Ereignis. Am Ausgang der Tonhalle wurde man dann von den ganz anderen Tönen der St.Galler Fasnacht mit Blaskapellen empfangen, die an Mahlers Komposition aus dem vorletzten Lied erinnerten: „Was geht mich denn der Frühling an!? Laßt mich betrunken sein!“ Das St.Galler Sinfonieorchester ist derzeit in Hochform und verdient überregionale Beachtung!
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de
Berlin/Deutsche Oper
Der Junge, der die Prinzessin zum Lachen bringt, schlägt dem Schicksal ein Schnippchen
„Die drei Rätsel“ von Detlev Glanert. Der Tod ist allgegenwärtig in diesem Stück. Den Kindern wird ziemlich viel zugemutet – denkt man als Erwachsener. Doch haben sich die alten Märchen jemals um Befindlichkeiten gekümmert? Lasso, der 12-jährige Held, springt dem Tod mehrmals von der Schippe und nutzt einen Sarg locker als Fähre über den Fluss.
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de
Wien
Philharmoniker und Andris Nelsons: Ein Hochamt des Schönklangs
Das Wiener Orchester rüstet sich mit dem Dirigenten für eine US-Tournee. Eine erste Tranche des Programms gab es am Samstag im Musikverein.
DerStandard.at
München
Borodins Fürst Igor am Gärtnerplatztheater: flashed!
Wahnsinnschor! Emotional tiefschürfende Stimmen! Anrührender Tanz! Souveräner Orchesterklang! Funktionierendes Regiekonzept und Bühnenbild. Es wird szenengejubelt und am Ende gibt es Standing Ovations. Diese Produktion rockt mich und das ganze Publikum.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.at
Kritik – Borodins „Fürst Igor“ am Gärtnerplatztheater: Land in Trümmern
Alexander Borodins so düstere wie folkloristische russische Nationaloper zeigt einen russischen Machthaber, der von Feindbildnern besessen ist und darüber sein Land ruiniert. Mehr Aktualität ist schwerlich vorstellbar, was die Inszenierung von Roland Schwab eindrucksvoll deutlich macht.
BR-Klassik.de
Russische Oper am Gärtnerplatztheater – Die Panzer rollen diskret (Bezahlartikel) Vielleicht der Spielzeithöhepunkt: Am Gärtnerplatztheater buchstabiert Regisseur Roland Schwab nichts aus in seiner Inszenierung der Kriegsoper „Fürst Igor“. Das macht sie umso stärker.
SueddeutscheZeitung.de
Berlin
Musikalische Spätromantik. Wo Gustav Mahler großzügig abschrieb (Bezahlartikel)
Philharmonie proppenvoll: Der Dirigent Donald Runnicles vereint in Berlin 300 Mitwirkende zu Arnold Schönbergs „Gurreliedern“, Paavo Järvi setzt sich für Hans Rott ein.
FrankfurterAllgemeine.net
Bremen
Die Reise nach Reims: Krönungsoper als skurriler Krimi
Was hat Rossinis Stabat mater mit seiner „Cantata scenica“ Il viaggio a Reims zu tun? Wahrscheinlich ist man sich einig, dass die beiden Werke inhaltlich genauso wenig verbindet wie mit Rossinis Le Comte Ory, in dem er ja zumindest einen Großteil der Musik aus Il viaggio übernommen hat. Ursprünglich entstand Il viaggio a Reims für die Krönungsfeierlichkeiten des französischen Königs Karl X. und versammelte die Crème de la Crème der gefeierten italienischen Opernstars 1825 in Paris zu einer Art Gala, in der Belcanto in seiner Perfektion zelebriert wurde. Da die Handlung Bezug zur Krönung nahm, wurde das Stück nach nur drei Vorstellungen vom Spielplan genommen. Doch auch ohne Rossinis Autorisierung wurde es zu seinen Lebzeiten noch zweimal „zweckentfremdet“. Unter dem Titel Andremo a Parigi? lud es 1848 auf die Barrikaden nach Paris ein, und zur Hochzeit von Kaiserin Sissi und Kaiser Franz Joseph I. stand es 1854 als Un viaggio a Vienna in Wien auf dem Spielplan, und so hat man sich in Bremen jetzt überlegt, eine eigene Bremer Fassung zu erstellen, die zwar wieder als Die Reise nach Reims betitelt wird, aber abgesehen von der Musik nicht mehr allzu viel gemeinsam hat mit der eigentlichen Oper, die in den 1970er und 1980er Jahren aufwendig rekonstruiert wurde und beim Rossini Opera Festival in Pesaro zu einer grandiosen Wiederentdeckung unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado führte. Seitdem entwickelte sich Il viaggio zu einer absoluten Kultoper bei zahlreichen Festivals, Workshops, Akademien und Konservatorien und hat mit weit über 600 Aufführungen in mehr als 150 Produktionen einen unaufhaltsamen internationalen Siegeszug angetreten.
omm.de
Meininigen
Kaltes Gold und feurige Brillanten (Cardillac)
In Paul Hindemiths Oper setzt Regisseurin Giulia Giammona die Psychologie der Titelfigur und der Massen in gleichermaßen Beklemmung und Grauen erregende Wechselwirkung. Auch musikalisch läuft dieser packende „Cardillac“ auf Hochtouren.
concerti.de
Wenn die Liebe zur Kunst über Leichen geht… Paul Hindemiths Opernkrimi „Cardillac“ in Meiningen
Ums Künstlerego geht es in der Oper ja oft. Um Mord und Totschlag auch. In dem Werk, das Paul Hindemith (1895–1963) und sein Librettist Ferdinand Lion aus E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ gemacht haben, geht es um beides gleichzeitig. Ein Goldschmied kann sich nicht von seinen Werken trennen. Wenn er eins verkauft, bringt er den Käufer heimlich um und holt sich das Schmuckstück zurück. Auf die Dauer geht das natürlich nicht gut. Zumal der Bewerber um die Hand der Tochter sich nicht abhalten lässt, auch so ein Kunstwerk zu erwerben.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Zürich
Konzert mit Lucas & Arthur Jussen und dem Orchester der Oper Zürich/Dirigent: Daniele Rustioni
Das 4. Philharmonische Konzert mit dem Orchester der Oper Zürich fand im großen Saal der ausverkauften Tonhalle Zürich statt.
opernmagazin.de
Hamburg/Elbphilharmonie
Zwei Stunden am Rande des Wahnsinns
Chefdirigent Alan Gilbert, das NDR Elbphilharmonie Orchester und das NDR Vokalensemble präsentieren mit starken Solisten die Oper „Elektra“ von Richard Strauss konzertant in der Elbphilharmonie – und verweisen mit existenzialistischer Wucht auf den Fluch der Gewalt in der Geschichte
DieWelt.de
Liechtenstein
Oper Carmen als Boxopera
«Wir produzieren Musiktheater, das auch für ‹Einsteiger› attraktiv ist»
Die Reiseoper Boxopera reduziert die Geschichte von Bizets Oper «Carmen» auf die Beziehungen der Protagonisten, wobei trotzdem alle berühmten Melodien zu hören sind. Das Theater gastiert in Mels.
LiechtensteinerVaterland.li
Wien/Ronacher
Kündigungswelle droht. Vorhang fällt: Sparkurs trifft jetzt das Personal
Erst vor wenigen Tagen zogen die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) Bilanz: Das Musical-Jahr 2025 sei international äußerst erfolgreich gewesen, fünf Eigenproduktionen begeisterten in zehn Ländern rund eine Million Besucher. Doch hinter den Kulissen schaut es gänzlich anders aus.
krone.at
Basel
Basel: Liederabend mit Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakewitz (Klavier)
opernmagazin.de
Feuilleton
Klingende Kantone: Die schönsten Konzert- und Opernhäuser in der Schweiz
concerti.de
Jubiläum
Zigarettenstummel und verdichtete Atome – eine Begegnung mit György Kurtág (Bezahlartikel)
Der ungarische Komponist ist der letzte Vertreter der grossen Avantgarde-Generation um Luigi Nono, Pierre Boulez und György Ligeti. Am 19. Februar wird er hundert Jahre alt. Im Gespräch blickt Kurtág zurück auf seinen bewegten Lebensweg.
NeueZuercherzeitung.ch
Was heute geschah – 12. Februar 1955: Carlos Kleibers Debüt als Kapellmeister
12.02.1955: Carlos Kleiber will unbedingt Dirigent werden und setzt sich gegen seinen Vater durch. Allerdings gibt er sein Debüt als Kapellmeister als Karl Keller. Warum? Der Vater war schuld
BR-Klassik.de
Zum Gruseln
Aufgedeckt: Das sind die Kasperln des Opernballs
Kasperln der Woche gibt es diese Woche viele – und sie alle waren am Opernball. Wir zeigen, wer uns heuer das Fürchten lehrte. Von Kompost, Socken und Tavernen.
krone.at
Links zu englischsprachigen Artikeln
Brüssel
Life of the Mardi
La Monnaie’s flamboyantly busy new production of Benvenuto Cellini reads more burlesque than Berlioz.
parterre.com
Monte Carlo
Opéra de Monte-Carlo 2026 Review: Così fan tutte
operawire.com
London
The superb singing and sublime music of ENO’s Coney Island Così survives all the distractions of the fair
seenandheard-international.com
Composer in absentia and conductor by default: George Benjamin and the LPO at the Royal Festival Hall
seenandheard-international.com
Leeds
Peter Grimes by Benjamin Britten, Leeds Grand Theatre
northernartsreview.co.uk
Peter Grimes – Leeds Grand Theatre
thereviewshub.com
The power of the ordinary:
Phyllida Lloyd’s wonderful, stripped-back version of Britten’s Peter Grimes revived at Opera North with a fully rounded performance from John Findon as Grimes
planethugill.com
New York
Barclay’s “Death of Gesualdo” fails to illuminate composer’s dichotomous life
newyorkclassicalreview.com
‘Lamb of God’ Concert to be Presented at the Metropolitan Opera
The concert, which is presented in partnership with The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, will be shown on March 30 and will feature Rob Gardner conduct his work focused on the death, Atonement, and resurrection of Jesus Christ.
operawire.com
Boston
Zander leads Boston Philharmonic in stylish Mozart and noble Bruckner
bostonclassicalreview.com
Dallas
DSO premieres compelling Violin Concerto alongside Russian favorites
texasclassicalreview.com
Feuilleton
What Happens in a Performer’s Brain While Playing Music? (Subscription required)
The pianist Nicolas Namoradze teamed with neuroscientists for a breakthrough in experiment design.
nytimes.com
Recordings
Leó Weiner: Violin concerto (Naxos)
myscena.org
Ballett / Tanz
Ist Ballett rassistisch, Rebecca Horner? (Bezahlartikel)
Ballerina zu sein war seit Kindheit an ihr Traum. Lang hat sie ihn gelebt. Warum Rebecca Horner jetzt trotzdem das Staatsballett verlassen hat und was sie jetzt vor hat? Das erzählte sie uns an ihrem 37. Geburtstag bei einem Spaziergang durch ihr Wiener Grätzel.
DiePresse.com
Sprechtheater
Wien/Theater in der Josefstadt
Hamlet in Wien: Tüpferl reitender Totengräber (Bezahlartikel)
Herbert Föttinger verabschiedet sich mit Shakespeares „Hamlet“ aus der Josefstadt. Stephan Müller inszeniert düster, mit starken Darstellern und prägnanten Kürzungen.
FrankfurterAllgemeine.net
Wien
Absagen für Milo Rau
Kurz vor Beginn des dreitägigen Theaterprojekts Prozess gegen Deutschland am Hamburger Thalia Theater haben die Publizistin Leonie Plaar und der Philosoph und KI-Ethiker Rainer Mühlhoff ihre Teilnahme aus Protest gegen die Besetzung abgesagt. Die beiden kritisieren, dass sie erst wenige Tage vor dem Start erfahren hätten, dass auf der Bühne neben Juristinnen, Politikern und Expertinnen auch Akteure aus dem ultrarechten, demokratiefeindlichen und radikalisiert konservativen Spektrum auftreten sollen. Plaar erklärte, ihr sei im Vorgespräch mit Regisseur Milo Rau und dessen Team der Eindruck vermittelt worden, es werde sich um eine kontroverse, aber innerhalb des demokratischen Spektrums geführte Auseinandersetzung über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren handeln. Von einer Teilnahme »handfester Faschist*innen« auf dem Podium sei damals keine Rede gewesen
backstageclassical.com
Wien/Volkstheater
Ein „Reigen“ (fast) ohne Sex: „State of the Union“ im Volkstheater
Volkstheater-Direktor Jan Philipp Gloger hat „State of the Union“ von Nick Hornby für die Spielstätten in den Bezirken inszeniert: so witzige wie berührende Szenen einer nicht mehr jungen Ehe.
DiePresse.com
Pölitik
Österreich
„Frei erfunden“? Hofburg bestätigt Kern-Treffen. Altkanzler dementierte
Der nach Christian Kerns Rückzieher im möglichen Duell um den Parteivorsitz eben nicht mehr geheim gebliebene Geheimplan sorgte für Wirbel. Die „Krone“ enthüllte die Überlegungen für den Fall der Machtübernahme in der SPÖ. Kern selbst wies all das als „frei erfunden“ zurück – was Brisanz birgt, da das Treffen des Ex-Kanzlers mit dem Bundespräsidenten in der Hofburg nun auch offiziell bestätigt wird.
krone.at
Sport
Olympische Spiele
Packender Olympia-RTL: Brignone rast zu Gold-Double, Scheib geht leer aus
Federica Brignone verblüfft die Sportwelt! Die Italienerin holte sich am Sonntag bei den Olympischen Spielen in Cortina den Sieg mit 0,62 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Sara Hector und die Norwegerin Thea Louise Stjernesund, die sich Silber teilten.
krone.at
Skispringen
Saison-Dominatorin weint in den Armen ihres Vaters
Kaum zu glauben: Für die große Favoritin aus Slowenien enden die Skisprung-Einzelwettbewerbe bei den Olympischen Spielen ohne die so ersehnte Goldmedaille. Am Sonntag beim Springen von der Großschanzen kam Prevc „nur“ auf Rang drei.
krone.at
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Unter’m Strich
Österreich
Einheizen! Jetzt kommen brutale Frost-Nächte auf uns zu
Das Wetter wird in der kommenden Woche wechselhaft und unbeständig, die Nächte frostig. Untertags sind Temperaturen im zweistelligen Plus-Bereich nicht drinnen. Immerhin sollte im Osten die Sonne öfters zu sehen zu sein als zuletzt, teilte Geosphere Austria am Sonntag mit.
oe24.at
Großglockner
Freund der erfrorenen Bergsteigerin vor Gericht: Warum uns der Großglockner-Fall so bewegt (Bezahlartikel)
Nachdem eine junge Frau am Großglockner erfroren ist, steht ihr Partner am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Das Unglück hat in der ganzen Welt für Aufsehen gesorgt. Was den Fall besonders macht.
DiePresse.com
Wiener Behörden-Posse
Ausgegendert: Fürs Amt ist Waltraud wieder Walter
Es ist das vorläufige Ende einer Geschlechter-Posse: 60-Jährige(r) aus Deutschland führte österreichische Behörden vor, um zur Frau zu werden und damit früher in Pension gehen – bzw. eine Haftstrafe im Frauengefängnis absitzen zu können. Der „Krone“ liegt der Bescheid vor. Ausgeträumt ist der Traum jenes 60-jährigen, gebürtigen Deutschen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die österreichischen Behörden vorzuführen. Eine selbst ernannte Rotlicht-Größe, „gefangen“ im falschen Körper – in dem eines Mannes. Der Rest der „Causa Waltraud“ ist bekannt. Er/sie/es schaffte es tatsächlich, mit einem – nennen wir es Sachverständigen-Schnellbefund – eine „Störung der Geschlechtsidentität/Transsexualismus“ attestiert zu bekommen. Knapp ein Jahr nachdem es P. geschafft hat, aufzuzeigen, wie absurd einfach es ist, Behörden zu täuschen und sich in einer Welt voller vorauseilendem, ideologischem Gehorsam, zur Frau zu machen, ist Schluss. Der muskulöse Glatzkopf ist wieder ein Mann. „Die ständige Rechtsprechung verlangt kein bestimmtes Aussehen wie z.B. Nagellack oder lange Haare“, heißt es darin. „Lediglich eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes in Richtung des Wunschgeschlechtes.“ Heißt: Die Person sollte annähernd weiblich aussehen.
krone.at
INFOS DES TAGES (MONTAG, 16. FEBRUAR 2026)
INFOS DES TAGES (MONTAG, 16. FEBRUAR 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Oper Zürich spielt „Cardillac“
Am 15 Februar war die Premiere von Hindemiths «Cardillac». Ein Stargoldschmied kann sich nicht von seinen Schmuckstücken trennen – und geht dafür über Leichen. Kornél Mundruczó erzählt die Oper als Thriller in einer Shopping Mall, einem Konsumtempel des Begehrens, in dem Besitz zur Obsession wird. In der Titelrolle: Gábor Bretz. Am Pult: Fabio Luisi, der das Orchester der Oper Zürich durch Hindemiths rhythmisch aufgeladenen, schillernden Klang treibt.

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Wiener Staatsoper: Heute zweite Vorstellung von „Luisa Miller“

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Wiener Staatsoper: Der Opernball in Bildern
Zahlreiche Foto. Aus Urheberrechtsgründen können/Dürfen wir keine veröffentlichen, Sie müssen selbst öffnen!
https://www.opernball.at/fotos/
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Wiener Staatsoper: Wie wird man österreichischer Kammersänger?
Simon Keenlyside 2017 im Freizeithemd

Dr. Elga Martinez-Weinberger hat uns dieses Foto geschickt und bemerkt, dass Simon Keenlyside zur Verleihung seines Kammersänger-Titels kein T-Shirt, wie fälschlich behauptet, sondern ein Hemd getragen hat.
Renate Wagner räumt ein, dass die Erinnerung sie diesbezüglich getäuscht hat, nicht aber grundsätzlich. In ihren Augen werden nur die beiden Herren neben Keenlyside mit ihren Maßanzügen und Krawatten dem Ereignis gerecht. Keenlyside – der schließlich in Frack und Zylinder erschienen ist, als die Queen ihn zum „Sir“ kürte – trug ein Freizeithemd, mit dem er vielleicht mit seinen Söhnen Fußball spielen gehen kann, nicht aber den Kammersänger-Titel der Wiener Staatsoper entgegen nehmen. Für diese Mißachtung der Würde des Hauses hat Renate Wagner ihm (der einst einer ihrer hoch bewunderten Lieblingssänger war) ihre Gunst entzogen.
Nun, er wird es überleben. Das Resümee kommt wieder auf Latein: Quot capita, tot sententiae.
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INTERVIEW mit Marek Janowski zu seinem Abschied (Dirk Schauß)

© Diana Hillesheim
Fast auf den Tag genau zwei Jahre später – im Januar 2026, wie schon im Januar 2024 – trafen sich Dirk Schauß und Marek Janowski wieder im Proberaum des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Die Atmosphäre war vertraut: die gleichen Wände, das gleiche Licht, dieselbe konzentrierte Arbeitsstimmung, die Janowski so schätzt.
Beim ersten Gespräch vor zwei Jahren hatte der Dirigent am Ende mit seinem typischen, trockenen Humor gesagt: „Herr Schauß, ich kenne Sie jetzt – und sollte ich noch einmal nach Frankfurt kommen, dann machen wir noch ein Interview. Aber länger!“
Und so geschah es.

© Diana Hillesheim
Diesmal war das Gespräch tatsächlich deutlich ausführlicher, persönlicher und in manchen Momenten auch nachdenklicher. Im Zentrum stand Marek Janowskis bewusste Entscheidung, Ende Dezember 2026 die Dirigentenlaufbahn endgültig zu beenden – ein Abschied, den er mit großer Klarheit, aber auch mit einer leisen Melancholie plant. Er spricht offen über die ersten spürbaren Zeichen des Alters, über die Sorge, zu spät aufzuhören, über die dramatischen Veränderungen in der Orchesterlandschaft durch Globalisierung und den weitgehenden Verlust individueller Klangidentitäten. Ebenso leidenschaftlich und pointiert äußert er sich zu den Komponisten, die ihm zeitlebens am nächsten standen – allen voran Bruckner, Beethoven, Mendelssohn, Schumann und Puccini – und zu jenen, die ihm trotz ihrer enormen Popularität immer etwas distanziert geblieben sind, wie Mahler und Schostakowitsch.
Es ist ein sehr direktes, ehrliches und in vielem auch berührendes Gespräch – ein intimer Blick auf das nahende Ende einer langen, außergewöhnlichen Karriere und zugleich ein leidenschaftliches Bekenntnis zu dem, was für Janowski Musik bis zum letzten Takt bedeutet.
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Innsbruck/Landestheater: IDOMENEO
Ein Video/Kurzbericht in Facebook

Facebook– Video
Ilia und Idamante im Gespräch. Ein Video
«Idomeneo»: Ilia & Idamante 🎙️ Anastasia Lermann spielt Ilia in «Idomeneo» und spricht über die Zusammenarbeit mit Camilla Lehmeier

ZU FACEBOOK – Gespräch als Video
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Innsbruck: Wolfgang Amadeus Mozart: „IDOMENEO“ – 14.2.2026 Premiere. – Ein Psychodrama

Dovlet Nurgeldiyev (Idomeneo) & Chor © Barbara Palffy
Mozarts einzige „opera seria“, Idomeneo, ist am Tiroler Landestheater Innsbruck nur selten zu erleben – die Annalen verzeichnen Inszenierungen 1989 und zuletzt 2011. Nun liegt das Werk erneut in einer Produktion von Henry Mason vor. Er verdichtet diese barock anmutende, grandiose Nummernoper, die Mozart für die Münchner Karnevalsaison 1781 – zugeschnitten auf ein sehr spezifisches Sängerensemble und das herausragende Mannheimer Orchester – komponierte, zu einem Psychodrama. Dieser Zugriff ist durchaus werkadäquat: Mozart vertonte das Libretto des Salzburger Hofkaplans Giambattista Varesco in einer politisch vorrevolutionären Phase, in der sich gesellschaftliche Umbrüche bereits abzeichneten – und auch im Musiktheater ihren Widerhall finden.
Mozart verschmolz die Ästhetik der italienischen Barockoper – als Signatur des Absolutismus – mit Glucks Reformideen und Elementen der „tragédie lyrique“. Durch den oft nahtlosen Übergang zwischen Rezitativ, Arie und Ensemble gewinnt die Handlung an Spannung und Dynamik; auch der Orchesterpart bleibt nicht bei Begleitung und Affektmalerei stehen, sondern wird zum dramatischen Motor: In Klangfarben, Rhythmik und mitunter kühner Harmonik werden seelische Zustände wie Angst, Hoffnung, Rache, Freude, Glückseligkeit und Verzweiflung wirklichkeitsnah ausgeleuchtet. Auch die Chöre treten handlungstreibend hervor; das „Kollektiv“, das aus ihnen spricht, erzeugt an Schlüsselstellen packende Momente.
Die Figurenzeichnung und die humanistisch inspirierte Konfliktlösung atmen bereits den Geist einer heraufziehenden neuen Zeit. Idomeneo, König von Kreta, hat Neptun im Seesturm ein Gelübde getan: Als Preis für seine Rettung soll er den ersten Menschen opfern, dem er nach der Landung begegnet. Am Strand ist es ausgerechnet sein Sohn Idamante – zudem umworben von Ilia und Elettra. Idomeneo zögert. Neptun schickt ein Ungeheuer über das Volk, das in seiner Bedrängnis auf der Erfüllung des Schwurs beharrt. Ilia ist bereit, sich zu opfern. Schließlich setzt ein „deus ex machina“ den Schlusspunkt: Die Liebe habe gesiegt. Idomeneo kommt vergleichsweise glimpflich davon – er muss abdanken, darf aber Idamante und Ilia inthronisieren. Allein Elettra bleibt enttäuscht und rasend zurück.

Susanne Langbein (Elettra) & Chor © Barbara Palffy
Henry Mason rückt in seiner Inszenierung – gemeinsam mit Ausstatter Jan Meier (Bühne und Kostüme) und Videogestalter Sven Stratmann – Gewalt, Kriegstrauma sowie reale Außen- und surreale Innenwelten in den Mittelpunkt. Fast alle Figuren werden dabei von ihrer eigenen kindlichen Unschuld begleitet: Stumme Kinder aus der Kinderstatisterie des Tiroler Landestheaters fungieren als Doppelgänger. Eine Ausnahme bildet Idomeneo, der vielmehr vom Schatten eines von ihm getöteten trojanischen Kindes verfolgt wird. Chor und Extrachor des Tiroler Landestheaters verstärken die gesungenen Inhalte häufig durch Pantomime und Slapstick – leider bisweilen mit allzu grobem Strich. Überhaupt ist mitunter sehr viel Personal in unruhiger Bewegung, was eher ablenkt, als den Blick zu bündeln.
Andererseits haben die Fülle und der Abwechslungsreichtum der Videozuspielungen, die das Bühnenbild dominieren, sowie etliche pointiert gesetzte Bühnenelemente eine unbestreitbare Sogkraft. Zu sehen sind realitätsnahe Impressionen von Natur und Architektur aus dem Mittelmeerraum; die Verwüstungen, die das Ungeheuer anrichtet, rufen unweigerlich Bilder der kriegsgezeichneten Stadt Aleppo auf. Neptun wiederum wird in den beinahe choreografiert wirkenden Massenkundgebungen des Chorkollektivs wie ein Diktator zelebriert. Die Idee der zerstörten Obduktionssäle kulminiert im Opferaltar, auf dem Idamante – Gott sei Dank – nicht wirklich zur Schlachtbank geführt wird. Auch die Kostüme, ein munteres Vielerlei aus imaginierter Antike, Barock, Fünfzigerjahre-Chic und Operettengenerälen, öffnen einen ganzen Assoziationsraum. Kurz: An Angebotsmangel leidet diese Inszenierung garantiert nicht.
Musikalisch überzeugt der Abend durchwegs. Als eigentliche Glanzfigur erweist sich Anastasia Lerman als Ilia: Sie zieht mit ihrem packenden Vortrag vom ersten Atemzug an in den Bann. Mit geschmeidiger Stimme modelliert sie jede Nuance, jede Regung der Figur und setzt in ihren Arien wie auch in den Ensembles immer wieder große, leuchtende Akzente.

Milo Jaindl (Idamante als Kind), Camilla Lehmeier (Idamante), Anastasia Lerman (Ilia) & Pia Seebacher (Ilia als Kind) © Barbara Palffy
Camilla Lehmeier präsentiert einen überzeugenden Idamante mit edlem, wohlgeformtem Timbre. Susanne Langbein, die in der Innsbrucker Produktion von 2011 die Ilia sang, brilliert diesmal als Elettra mit einem dynamisch zugespitzten, spannungsvollen Vortrag. Dovlet Nurgeldiyev gestaltet den Idomeneo mit sonorem, sattem, warmem Klangfundament. Jason Lee (Arbace und Neptuns Oberpriester) sowie Oliver Sailer („Die Stimme“ und Neptun) ergänzen das Ensemble trefflich.
Ein Pauschallob verdienen die Chöre und das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter der Leitung seines Chefdirigenten Gerrit Prießnitz: In beredter Klangsprache breitet es die Fülle seiner Register und Farben aus – und vermittelt Mozarts Spirit mit Esprit und Musikalität.
Thomas Nußbaumer
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