Daniil Trifonov © Dario Acosta
Vorletzter Tourstopp: München. Das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma unter der Leitung von Chefdirigent Daniel Harding gibt herrlichen Dvořák in der Isarphilharmonie. Davor gibt es müden Brahms. Am Klavier: Daniil Trifonov.
Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Dvořák: Symphonie Nr. 7 d-moll op. 70
Daniil Trifonov, Klavier
Daniel Harding, Leitung
Isarphilharmonie München, 18. März 2026
von Willi Patzelt
Bald sechs Jahre ist es her, dass der Münchner Musikkritiker Helmut Mauró in der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift „Igor Levit ist müde“ mit dem damals durch seine Twitter-Hauskonzerte über Szenegrenzen hinaus bekanntgewordenen Igor Levit abrechnete und ihm Daniil Trifonov gegenüberstellte – als Gegenbild, als Antipoden, ja als eine Art Anti-Levit.
Levit verdanke seinen Rang nur Freundschaften mit Multiplikatoren und Journalisten, beherrsche noch nicht mal ein ordentliches Legato und könne eigentlich ohnehin wenig, außer zu politisieren. Trifonov sei hingegen gleichsam der reiner Musiker, der „in einer anderen Liga“ spiele. Tagelange Feuilleton-Schlachten folgten. „Daniel Harding, Trifonov, Brahms und Dvořák
Isarphilharmonie München, 18. März 2026“ weiterlesen

