Die Brüsseler Erstaufführung der Oper “Benvenuto Cellini” von Hector Berlioz überzeugt musikalisch

Benvenuto Cellini – John Osborn © Simon Van Rompay

Das Opernhaus “La Monnaie / De Munt” in Brüssel zeigt zum ersten Mal Hector Berlioz’ erste Oper “Benvenuto Cellini”. Heraus kommt eine musikalisch überzeugende Aufführung unter der Leitung des Chefdirigenten Alain Altinoglu. Die exzellente Sängerriege wird angeführt von John Osborn in der Titelrolle. Szenisch wirkt die Inszenierung von Regisseur Thaddeus Strassberger allerdings überfüllt, ermüdend.

Hector Berlioz (1803-1869) BENVENUTO CELLINI
Oper in 2 Akten und vier Bildern
Libretto: Léon de Wally & Auguste Barbier

Musikalische Leitung: Alain Altinoglu
Inszenierung & Bühnenbild: Thaddeus Strassberger
Kostüme: Giuseppe Palella

Symphonisches Orchester und Chor (Chorleiter: Emmanuel Trenque) des Opernhaus La Monnaie

 La Monnaie, Brüssel, 8. Februar 2026

von Jean-Nico Schambourg

Karnevalszeit – Zeit des ausgelassenen und ausschweifenden Feierns, in der die Arbeit gerne mal ein wenig in den Hintergrund tritt. So auch bei Benvenuto Cellini, der anstatt sich der Fertigstellung des päpstlichen Auftrags einer bronzenen Statue zu widmen, lieber mit seinen Freunden feiert und mit Teresa, der Tochter des päpstlichen Schatzmeisters Balducci anbandelt. Dieser will  lieber seine Tochter gegen deren Willen mit Fieramosca, einem römischen Bildhauer, vermählen.

„Hector Berlioz (1803-1869),  Benvenuto Cellini
La Monnaie, Brüssel, 8. Februar 2026“
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Das Brüsseler Opernhaus “La Monnaie” begeistert das Publikum mit der Wiederaufnahme des “Märchen vom Zaren Saltan”

Foto: © Forster

Das Opernhaus “La Monnaie / De Munt” in Brüssel feierte den Beginn der diesjährigen Adventszeit mit der Wiederaufnahme der Oper von Nikolai Rimski-Korsakow “Das Märchen vom Zaren Saltan”. Die Erstaufführung dieser Produktion war als „Beste Neuproduktion“ bei den International Opera Awards 2020/21 ausgezeichnet worden. Der Publikumserfolg an diesem neuerlichen Premierenabend bestätigt die gute Entscheidung der Brüsseler Oper unter ihrem Generaldirektor und Intendanten Peter de Caluwe.

Nikolai Rimski-Korsakow (1844 – 1908)

Das Märchen vom Zaren Saltan
Oper in 4 Akten und einem Prolog
Libretto: Wladimir Belski nach einem Märchen von Alexander Puschkin

Musikalische Leitung, Timur Zangiev

Inszenierung, Bühnenbild, Dmitri Tcherniakov
Kostüme, Elena Zaytseva

Zar Saltan: Ante Jerkunica
Zarin Militrissa: Svetlana Aksenova
Gwidon: Bogdan Volkov
Schwanenprinzessin: Olga Kulchynska
Tkatchitka: Stine Marie Fischer
Povarikha: Bernarda Bobro
Babarikha: Carole Wilson

Symphonisches Orchester und Chor (Chorleiter: Emmanuel Trenque) des Opernhaus La Monnaie

Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel, 3. Dezember 2023

von Jean-Nico Schambourg

Der ganze Titel der Oper lautet “Das Märchen vom Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem ruhmreichen und mächtigen Recken Fürst Gwidon Saltanowitsch, und von der wunderschönen Schwanen-Zarewna” und lässt gleich erkennen, dass es sich um ein Märchen handelt. Die Uraufführung fand 1900 im Solodownikow-Theater in Moskau statt, aufgeführt vom Ensemble der der Russischen Privatoper von Sawwa Mamontow. Das bekannteste Musikstück ist zweifellos der Hummelflug aus dem dritten Akt. Rimski-Korsakow hat aber auch viele volkstümliche Weisen in seinem Werk verarbeitet.

„ Nikolai Rimski-Korsakow, Das Märchen vom Zaren Saltan
Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel, 3. Dezember 2023“
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Olivier Py inszeniert an der Brüsseler Oper “La Monnaie” den ersten Ehebruch von Henry VIII

Foto: Henry VIII, Brüssel © Baus

Der für seine grandiosen Inszenierungen von Werken der “Grand Opéra” bekannte Regisseur Olivier Py (man erinnere sich u.a. an seine Inszenierung der Hugenotten und des Propheten von Meyerbeer, der Jüdin von Halévy) nimmt sich jetzt des monumentalen Werks “Henry VIII” von Camille Saint-Saëns an. Mit Alain Altinoglu am Dirigentenpult gelingt der Oper “La Monnaie” ein großartiges Opernfest, das sowohl szenisch, wie auch musikalisch den Zuschauer, bzw. Zuhörer fesselt. Diese selten gespielte Oper von Saint-Saëns steht seiner viel berühmteren Grand Opéra “Samson et Dalila” kompositorisch in nichts nach.


Brüssel
, La Monnaie, 11. Mai 2023 PREMIERE


Camille Saint-Saëns
HENRY VIII

Oper in vier Akten und sechs Bildern

Musikalische Leitung       Alain Altinoglu
Inszenierung                        Olivier Py
hnenbild und Kostüme    Pierre-André Weitz

Symphonieorchester der Oper “La Monnaie”, Brüssel
Chor der Oper “La Monnaie” (Leitung: Stefano Visconti)

Henry VIII                          Lionel Lhote
Catherine d’Aragon       Marie-Adeline Henry

Anne de Boleyn                Nora Gubisch
Don Gomez de Féria       Ed Lyon
Cardinal Campeggio      Vincent Le Texier


von Jean-Nico Schambourg

Drei volle Stunden Musik verteilt auf vier Akte und sechs Bilder dauert die Geschichte des Aufstiegs von AnnBoleyn zur Königin Englands. Wir wissen, dass in der Realität ihr Aufenthalt auf dem englischen Königsthron nicht von allzu langer Dauer war. Um genau zu sein: nicht ganze drei Jahre, von 1533 bis 1536. Seither haben sich die Gepflogenheiten am englischen Hof allerdings ein wenig beruhigt! Zumindest wird nicht mehr geköpft, auch wenn manchmal noch Köpfe rollen. „Camille Saint-Saëns, HENRY VIII, Oper in vier Akten und sechs Bildern
Brüssel, La Monnaie, 11. Mai 2023 PREMIERE“
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