Die DIENSTAG-PRESSE – 8. MÄRZ 2022

Die DIENSTAG-PRESSE – 8. MÄRZ 2022

Stuart Skelton, Foto: Guðmundur Ingólfsson

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 8. MÄRZ 2022

München
„Peter Grimes“ an der Bayerischen Staatsoper: Starke Bilder für finstere Zeiten
Eine Premiere mit Hindernissen gab es gestern an der Bayerischen Staatsoper in München: Eigentlich hätte die Neuinszenierung von Benjamin Brittens Erfolgsoper „Peter Grimes“ schon vor knapp einer Woche erstmals über die Bühne gehen sollen – wegen Corona verzögerte sich alles. Regie führte der Norweger Stefan Herheim. Der hat schon in Salzburg und Bayreuth inszeniert – aber noch nie in München.
BR-Klassik.de

Oper in München: Peter Grimes als biederer Outlaw (Bezahlartikel)
Stefan Herheim, designierter Intendant des Theaters an der Wien, debütierte an der Bayerischen Staatsoper – mit einer Neuproduktion von Brittens Meisterwerk „Peter Grimes“, die viele Fragen offenließ.
DiePresse.com

Trost ist hier keiner
Zwischen Krieg und Corona bringt die Bayerische Staatsoper Benjamin Brittens „Peter Grimes“ auf die Bühne. Dezent, aber düster.
SueddeutscheZeitung.de

Crescendo-Klassikwoche 10/22
Liebe Sparkasse, hilf Teodor Currentzis!
Die Forderung nach Distanzierung von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine, die Statements von Kirill Petrenko, Vladimir Jurowski und Jewgeni Kissin
https://crescendo.de/klassikwoche10-2022-netrebko-gergiev-currentzis-1000298387/

Dresden: AIDA – Giuseppe Verdi – Hohe gold-bronzierte Wände – mitreißende Optik und Klangräume
https://ioco.de/2022/03/06/dresden-semperoper-aida-giuseppe-verdi-ioco-kritik-07-03-2022/

„Konzertgänger in Berlin“
Trismegistisch
Collegium 1704, Les Arts Florissants und Jean Rondeau beim Barock-Festival in der Philharmonie- Drei sehr verschiedene Konzerte am zweiten (und letzten) Wochenende des Barock-Festivals, jedes auf seine Weise beeindruckend: trimagisch, ja geradezu trismegistisch.
https://hundert11.net/trismegistisch/

Komponistinnenpower aus drei Jahrhunderten
An diesem Abend in der Allerheiligen Hofkirche in München stehen ausschließlich Kompositionen von Frauen auf dem Programm, welches „La Compositrice“ heißt. Selbst in der heutigen zeitgenössischen „ernsten“ Musik sind Komponistinnen aus meiner persönlichen Perspektive in der Minderheit. Komponistinnen im sechzehnten Jahrhundert? Das müssen außergewöhnliche Zeitgenossinnen gewesen sein.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

Musikerin Ina Regen: „Den Begriff Frau musste ich mir erobern
Am Weltfrauentag lädt die Singer-Songwriterin Künstlerinnen ins Wiener Konzerthaus, um ein Zeichen zu setzen. Ein Gespräch über Gendern, Quoten und Feminismus. Am 8. März, dem Internationalen Weltfrauentag, veranstaltet Ina Regen erneut einen Charity-Abend im Wiener Konzerthaus. Unter dem Titel „Sie – Ungewöhnlich selbstverständlich“ lädt sie dort ausschließlich Künstlerinnen auf die Bühne, um die Vielfalt in der heimischen Musiklandschaft sichtbarer zu machen.
https://www.derstandard.at/story/2000133887052/musikerin-ina-regen-den-begriff-frau-musste-ich-mir-erobern

Wien/ Konzerthaus
Konzerthaus veranstaltet Ukraine-Benefiz
Künstler wie Willi Resetarits, Ernst Molden und Anna Mabo am Donnerstag auf der Bühne.
WienerZeitung.de

Yury Revich komponierte „Melodia Ukraina“ und gibt Online-Konzert
Gebürtiger Russe: „Ich verurteile diesen Angriff der russischen Regierung, ich verurteile diesen Krieg und diesen Wahnsinn“.
Kurier.at

München
Mit Selbstvertrauen pro Natur – Eine neue Oper für Kinder an der Bayerischen Staatsoper
NeueMusikzeitung/nmz.de

Berlin
Ach wär’ ich doch bei Dorotka
Andreas Homoki und Ainars Rubikis werben an der Komischen Oper für Jaromir Weinbergers „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“.
Tagesspiegel.de

Wien
Tschechische Philharmonie mit Ullmann-Werk im Musikverein
Ullmanns Musik fesselte und berührte (in der Instrumentierung von Henning Brauel) mit ihren lebensnahen Wechseln von Düsternis, Wehmut, Poesie und Panik
DerStandard.de/story

Links zu englischsprachigen Artikeln

Tenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Fires Back at Jonas Kaufmann Over Statement on Russian Invasion of Ukraine
In a statement sent via email to OperaWire and other publications, Ablinger-Sperrhache took Kaufmann’s initial statement to task point by point.
operawire.com

Budapest
Hungarian Handelian delights: Emőke Baráth enchants at Müpa
bachtrack.com

London
Entertaining but short of enchanting: Rimsky’s The Golden Cockerel at English Touring Opera
bachtrack.com

Cardiff
Jenůfa review – an achingly sad and powerful tale of infanticide
TheGuardian.com

New York
Metropolitan Opera 2021-22 Review: Ariadne auf Naxos
Lise Davidsen Shines in Mixed Revival of Strauss Opera
https://operawire.com/metropolitan-opera-2021-22-review-ariadne-auf-naxos/

After a Punishing Sprint, Yannick Nézet-Séguin Can Celebrate
The Met Opera and Philadelphia Orchestra conductor recently took a break because of exhaustion. Then he found himself in the middle of a performance marathon.
TheNewyorktimes.com

Washington
Written in Stone,’ four monumental mini-operas, debuts at Kennedy Center
demetrotheatrearts

Sarasota
Review: Sarasota Opera brings Bizet’s genius to the stage with ‚The Pearl Fishers‘
Theheraldtribune

Chicago
Järvi helms a vivid Berlioz and a strong CSO debut for pianist Grosvenor
chicagoclassicalreview

Dallas
Holiday and Martin soar in Dallas Opera’s engaging first “Flight”
texasclassicalreview

Denver
BWW Review: Opera Colorado’s THE SHINING
broadwayworld.com

San Diego
BWW Interview: SAN DIEGO SYMPHONY Concertmaster Jeff Thayer at The Conrad In La Jolla
The concertmaster graduated from the Cleveland Institute of Music
broadwayworld.com

Adelaide
Barrie Kosky’s reimagined Golden Cockerel launches Adelaide Festival
bachtrack.com

Recordings
Opera Album Review: Marti Epstein’s Resonant, Disturbing “Rumpelstiltskin”
artfuse.org

Uncovered, Vol 2: Florence B. Price (Catalyst Quartet, Michelle Cann)
Complex, romantic chamber music from a pioneering Afro-American composer.
limelightmagazine.com

Ballett/ Tanz

Ballet/Dance
The Rite of Spring/common grounds[s] (Adelaide Festival)
This momentous double bill was yet another must-see event in the opening weekend at the 2022 Adelaide Festival.
https://limelightmagazine.com.au/reviews/the-rite-of-spring-common-groundss/

Review: A Ballerina With Jazz in Her Bones
Takes Over Tiler Peck, a principal dancer at New York City Ballet, directs her own evening as part of City Center’s inaugural Artists at the Center series.
TheNewYorkTimes.com

Rock/ Pop/ Schlager

Neues Friedenslied
Ralph Siegel appelliert: „Nie wieder Krieg“
Mit seinem Song „Ein bisschen Frieden“ schrieb Ralph Siegel 1982 ESC- und Musikgeschichte. Angesichts des Krieges in der Ukraine hat der 76-jährige deutsche Musikproduzent nun ein neues Friedenslied veröffentlicht. Die eindringliche Botschaft: „Nie wieder Krieg!“
https://www.krone.at/2646738

Sprechtheater

Berlin
Berliner Theatermacher „Russland ist nicht Putin-Land“
Berliner Bühnen wie das Deutsche Theater, Gorki oder die Schaubühne pflegen seit Jahren den Austausch mit der Ukraine und Russland. Was wird jetzt daraus?
Tagesspiegel.de

Wien/ Schauspielhaus
Schauspielhaus Wien erörtert das faktische Ende: „The End of it all“
Wenn das Universum den Geist aufgibt – kompakte Performance in der Regie von Tomas Schweigen
DerStandard.de/story

Varianten vom Ende der Welt
Liebenswerte Endzeitstimmung im Wiener Schauspielhaus-Hotel
WienerZeitung.at

Übersetzer Alexander Nitzberg: „Es wird vielfach hysterisch reagiert“
Der russische Autor lebt seit geraumer Zeit in Wien. Angesichts des Ukraine-Krieges rät er zur Mäßigung: „Man muss Distanz gewinnen“
DerStandard.at

Ausstellungen/ Kunst

Wien/ Albertina
Franz Kafka: Vom Kübel in die Albertina
Das letzte Geheimnis seines Nachlasses: Die Zeichnungen wanderte von Zürich nach Jerusalem und dadurch an die Öffentlichkeit
Kurier.at

Medien/ TV

Medien
„Standard“ startet analoges Radio für Wien
Die Medienbehörde KommAustria hat der nonstopnews.at GmbH eine Hörfunkzulassung für Teile Wiens erteilt. Das unter dem Arbeitstitel „Standard“ geplante Radioprogramm soll laut einer Aussendung ein im Wesentlichen eigengestaltetes 24-Stunden-Angebot sein, das auf Information und Nachrichten verschiedenster Themengebiete als auch Talk setzt und in Kooperation mit der Redaktion der Tageszeitung „Der Standard“ erstellt wird.
Programm soll ein hauptsächlich eigengestaltetes 24-Stunden-Angebot sein.
WienerZeitung.at

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Unter’m Strich

WKÖ-Schultz zum Frauentag: Unternehmerinnen auf Erfolgskurs – jetzt braucht es bessere Rahmenbedingungen, allen voran Kinderbetreuung
Schultz: Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Frauen in der Ukraine
OTS.atPresseaussendung

Blinken says NATO countries have „green light“ to send fighter jets to Ukraine
Secretary of State Antony Blinken says the U.S. is considering replacing Polish fighter jets if the Polish government decides to send aircraft to Ukraine.
https://www.cbsnews.com/video/blinken-says-nato-countries-have

„Setz Dich zu mir, sag mir, wovor Du Angst hast“. Selenskyj fordert Putin zu direktem Gespräch auf
Der ukrainische Präsident will sich mit Putin an den Verhandlungstisch setzen. „Ich beiße nicht“, betonte Selenskyj vor Journalisten.
Tagesspiegel.de

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 8. MÄRZ 2022 – Internationaler Frauentag)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 8. MÄRZ 2022)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: SOLISTENKONZERT  LISETTE OROPESA AM 9.3.
lise
Copyright: Oropesa
Lisette Oropesa, Rubén Fernandez
Auszug aus der Webseite der Wiener Staatsoper: Lisette Oropesa wurde in New Orleans, Louisiana, geboren und studierte zunächst Flöte, dann Gesang. Sie wurde ins Lindemann Young Artist Development Programm aufgenommen und begann ihre internationale Karriere an der Metropolitan Opera im Alter von 22 Jahren mit ihrem Debüt als Susanna in »Le nozze di Figaro«. Bald wurde sie zum regelmäßigen Gast an den wichtigsten Opernhäusern der Welt. Zu den Höhepunkten ihrer Karriere zählen gefeierte Auftritte als Amalia in Verdis »I masnadieri« an der Scala, Marguerite in »Les Huguenots« an der Pariser Oper, die Titelrolle von »Lucia di Lammermoor» am Royal Opera House, Covent Garden in London und am Teatro Real in Madrid, Violetta in »La traviata« in der Arena di Verona und an der Met, die Titelrolle von »Manon« und »Rodelinda« am Liceu in Barcelona, Gilda in »Rigoletto« an der Met, am Grand Théâtre de Genève und an der Oper in Rom, Konstanze in »Die Entführung aus dem Serail« in München und Paris, Rosina in »Il barbiere di Siviglia« und Adina in »L’elisir d’amore« ebenfalls in Paris, Marie in »La Fille du régiment« und Susanna in der Washington National Opera, Isabelle in »Robert le diable« am Monnaie in Brüssel, Ophélie in »Hamlet« an der Opéra de Lausanne und wichtige Rollen u.a. beim Rossini Opera Festival, an der Santa Fe Opera, in Glyndebourne und Tanglewood. Im Konzertbereich ist sie mit dem Concertgebouw Orchester, der Accademia di Santa Cecilia, dem Chicago Symphony, dem Cleveland Symphony, dem Orchestre de Paris und dem Philadelphia Orchestra aufgetreten.

SAVERIO MERCADANTE (1795-1870)
La stella
La primavera

FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
Vedi quanto adoro ancora ingrato!, D.510
Suleika I, D.720

ROBERT SCHUMANN (1810-1856)
(Aus 12 Gedichte nach Kerner, Op. 35)
Sehnsucht nach der Waldgegend, N° 5
Stille Liebe, N° 8
Frage, N° 9
Stille Tränen, N° 10

FRANCIS POULENC (1899-1963)
XV improvisation: Hommage à Edith Piaf

GABRIEL FAURÉ (1845-1924)
Clair de lune, Op. 46, N° 2
Au bord de l’eau, Op. 8, N° 1
Après un rêve, Op. 7, N° 1

GEORGES BIZET (1838-1875)
Chanson d’avril
Chant d’amour
Adieu de l’hôtesse arabe

JOAQUIN RODRIGO (1901-1999)
Cuatro madrigales amatorios
Con qué la lavaré?
Vos me matásteis
De dónde venís, amore?
De los álamos vengo, madre

MANUEL DE FALLA (1876-1946)
Siete canciones populares españolas
El paño moruno
Seguidilla murciana
Asturiana
Jota
Nana
Canción
Polo

EDUARDO FABINI (1882-1950) / ASTOR PIAZZOLLA (1921-1992)
Estudio arpegiado / Verano porteño

JOAQUIN NIN (1879-1949)
Montañesa
Tonada del Conde Sol

GONZALO ROIG (1890-1970)
Cecilia Valdés!
Entrada de Cecilia 

VERFÜGBARE KARTEN
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BAYERISCHE STAATSOPER: Umbesetzung „Le Nozze di Figaro“

LeNozze di Figaro: Hiermit möchten wir sie auf folgende Umbsetzung aufmerksam machen:in den Vorstellungen von Le Nozze di Figaroam 9., 15. und 20. März 22 übernimmt Luca Pisaroni und am 11. März 22 Erwin Schrott die Partie des Figaro anstelle des erkrankten Alex Esposito.

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Lucia di Lammermoor: Hiermit möchten wir sie auf folgende Umbesetzung aufmerksam machen:
in den Vorstellungen von Lucia di Lammermoor am 12. und 16. März 22 übernimmt Juan Diego Flórez und am 19. und 24. März 22 Charles Castronovo die Partie des Edgardo anstelle des erkrankten Xabier Anduaga.

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MERKER-HEFT MÄRZ 2022 – Inhaltsverzeichnis

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Macerata Opera Festival 2022

macet

Opera, cinema, and symphonic repertoire

Tosca, Il barbiere di Siviglia, and Pagliacci are the three opera titles chosen by the new Artistic Director, Paolo Pinamonti. A new addition to the festival is a series of symphonic concerts conducted by some of the foremost conductors of our time and celebrating in particular Beethoven’s music.

The Sferisterio wall will be a big screen for a selection of films featuring Charlie Chaplin, the Italian diva Lyda Borelli, and live soundtracks

The new Musical Director, Donato Renzetti, will also lead a course for young artists

To download  https://www.dropbox.com/sh/xfpv0u1clfyv4io/AADxK6Yq66GbnFosxlW0PL55a?dl=0

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DEUTSCHE OPER BERLIN: Verdis Grand Opéra in französischer Sprache: LES VÊPRES SICILIENNES

Premiere von Verdis LES VÊPRES SICILIENNES unter musikalischer Leitung von Enrique Mazzola und in der Regie von Olivier Py. Sonntag, den 20. März, um 17 Uhr ein!

Unter den Opern aus Verdis Reifezeit ist die 1855 in Paris uraufgeführte LES VÊPRES SICILIENNES bis heute die am seltensten aufgeführte und steht im Schatten der zuvor geschriebenen „Trilogia popolare“ ebenso wie der späteren Werke. Erst in letzter Zeit wurden die besonderen Qualitäten des Werks wieder stärker gewürdigt: Denn Verdis erster Versuch, eine Grand Opéra in französischer Sprache zu schreiben, kennzeichnet eine Umorientierung von den romantischen Stoffen wie RIGOLETTO und IL TROVATORE hin zu den großen Historiendramen, die bis zur AIDA im Zentrum seines Schaffens stehen sollten. Für LES VÊPRES SICILIENNES stand ihm dabei mit Eugène Scribe der Autor zur Seite, der in den Jahrzehnten zuvor in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Meyerbeer und Auber die Kunstform Grand Opéra maßgeblich entwickelt hatte. Und wie für Meyerbeer, dessen LE PROPHÈTE 1849 als Kommentar zur unmittelbar vorausgegangenen Revolution gelesen wurde, versorgte Scribe auch Verdi mit einem Stoff, der hinter seiner historischen Fassade einen Kommentar zu einem zentralen Thema französischer Machtpolitik verbarg: der seit 1830 betriebenen und immer wieder von blutigen Widerstandskämpfen und Erhebungen geprägten Eroberung Algeriens.

In LES VÊPRES SICILIENNES erzählen Verdi und Scribe in freier Anlehnung an die historischen Fakten die Geschichte eines Aufstands, der im 13. Jahrhundert die politische Landkarte des Mittelmeerraums schlagartig veränderte. Der Aufstand der Sizilianer gegen ihre französischen Besatzer im Jahr 1282 machte die Großmachtambitionen des Franzosen Charles d’Anjou zunichte und etablierte die Herrschaft des Hauses Aragon auf der Insel.

An der Deutschen Oper Berlin legt Olivier Py den tagesaktuellen Bezug Verdis und Scribes hinter dem historischen Stoff frei, indem er LES VÊPRES SICILIENNES in das Umfeld des algerischen Unabhängigkeitskampfes versetzt. Für Py hat Scribes Libretto als einzige künstlerische Stellungnahme eines französischen Intellektuellen dieser Zeit zum brutalen Vorgehen der Franzosen in Algerien einen besonderen Wert – konsequenterweise wird LES VÊPRES SICILIENNES an der Deutschen Oper Berlin in der französischen Urfassung und nicht in der lange vorherrschenden italienischen Version gespielt.

Mit LES VÊPRES SICILIENNES setzt auch der erste Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin und Musikchef der Lyric Opera of Chicago, Enrique Mazzola, seine erfolgreiche Erkundung der Grand Opéra fort, in deren Rahmen er bereits Meyerbeers VASCO DA GAMA und LE PROPHÈTE erarbeitet hatte.

Die Besetzung entnehmen Sie bitte der  PDF.

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Geballte Frauenpower im Rheinland zum Frauentag 2022

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Vom 4. März bis zum 16. Oktober 2022 zeigt die Bundeskunsthalle von Bonn eine informative Ausstellung mit dem Titel „Simone de Beauvoir und ‚Das andere Geschlecht‘“. Das Werk mit dem französischen Originaltitel „Le deuxième sexe“ ist wahrscheinlich das berühmteste Buch von ihr neben ihrer Autobiografie „Der Lauf der Dinge“. Die Ausstellung zeigt die Entstehung des Werkes im Paris der Nachkriegszeit und berichtet von der Bedeutung und Rezeption dieser „Bibel des Feminismus“, zu der es innerhalb der Frauenbewegung längst geworden ist. Literarische und journalistische Beiträge, viele groß projizierte Fotos, Interviews und Filme stellen das Denken der Schriftstellerin und Philosophin und ihr Verständnis vom freien und unabhängigen Leben vor.

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Wichtige Weggefährtinnen und Weggefährten kommen zu Wort. Darunter auch Alice Schwarzer, die bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung zugegen war. Alice Schwarzer führte seit 1972 regelmäßig Interviews mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre in Paris. Diese Gespräche veröffentlichte sie in der 1977 gegründeten feministischen Zeitschrift EMMA, wodurch Simone de Beauvoir auch in der Bundesrepublik Deutschland zum wichtigen Bezugspunkt der Frauenbewegung wurde.

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Bonn-Bundeskunsthalle-Alberto-Giacometti-Simone-de-Beauvoir-

bonn bundeskunsthalle alberto giacometti simone de beauvoir foto andrea matzker p5060741

Simone de Beauvoir behandelte sämtliche Tabuthemen. „Das andere Geschlecht“ wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt und gilt heute sowohl als Standardwerk des modernen Feminismus als auch als Klassiker der Frauenbewegung. Bekannt ist die Episode mit Albert Camus, der ihr Buch quer durch den Raum schleuderte und ausrief, dass sie den französischen Mann lächerlich gemacht habe. Die Atmosphäre der Ausstellung ist der schummrigen Dunkelheit der Cafés der Nachkriegszeit in Paris nachempfunden, es gibt Bistro-Tische und Jazzmusik, an den Wänden flimmern Texte zu ihrem Leben und Werk, denen man folgen kann.

Frauenmuseum Bonn

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Frauenmuseum Bonn, aktuelle Ausstellung. Foto: Andrea Matzker

Parallel zu dieser Ausstellung zeigt das älteste Frauenmuseum der Welt, nämlich das Frauenmuseum Bonn, vom 6. März bis zum 30. Oktober 2022 die Ausstellung: „Wir sind! – Neue Frauenbewegung und feministische Kunst.“ Die Ausstellung präsentiert mit Werken gegenwärtiger Künstlerinnen die Erfolgsgeschichte feministischer Bewegungen in Gesellschaft, Kunst und Politik. Texttafeln und digitale Medien vertiefen die Einblicke in das Werk der Protagonistinnen. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums leistet das Frauenmuseum mit dieser Ausstellung einen aktuellen Beitrag zur Kanonisierung von Künstlerinnen in der Kunstgeschichte. Diese Ausstellung findet in der ersten Etage des weiträumigen Museums statt.

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„Göttinnen im Rheinland“. Foto: Andrea Matzker“

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Museumsgründerin und Direktorin des Hauses, Frau Dr. Marianne Pitzen.Foto: Andrea Matzker

Im Erdgeschoss sollte man in keinem Fall verpassen, die äußerst sehenswerte und interessante Ausstellung zu den „Göttinnen im Rheinland“ zu besichtigen, auch mit äußerst eindrucksvollen Werken der Museumsgründerin und Direktorin des Hauses selbst, Frau Dr. Marianne Pitzen. Ihre Papier-Matronen thronen im Zentrum herrlicher Exponate, die ausgesprochen geschmackvoll angeordnet sind. Über 800 Steine, die den Matronen gewidmet waren, sind auf dem Gebiet der ehemaligen römischen Provinz Niedergermanien gefunden worden und bezeugen die Bedeutung der Muttergottheiten vom ersten bis zum dritten Jahrhundert nach Christus. Verschiedenste Funde von Grabbeigaben weisen auf Fertigkeiten römischer Frauen hin, wie unter anderem auf Sportausübung oder medizinische Praxis. Alle Exponate zeigen die Bedeutsamkeit, den Geist und die Weisheit von Frauen.

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Frauenmuseum Bonn, aktuelle Ausstellung. Foto. Andrea Matzker

Auch diese zauberhafte Ausstellung läuft noch bis zum 30. Oktober 2022. In der zweiten Etage finden zusätzlich wechselnde Ausstellungen nennen verschiedene Künstlerinnen statt wie zum Beispiel eine Ausstellung von Mary Bauermeister vom 12. Juni bis zum 24. Juli 2022. Die Ausstellung verfügt auch über einen umfangreiches Begleitprogramm, das seinen Abschluss findet mit einem Expertinnenaustausch zur Finissage am 30. Oktober 2022 um 14:00 Uhr.

Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger
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Klaus Billand: Gendern beim Militär

Liebe Freunde,

Angesichts der neuen kriegerischen Realität sehe ich das Gendern nun erst recht entlarvt als eine kranke Stilblüte einer an einer durch ihre rosarote Brille schon nichts Relevantes mehr erkennenden Gesellschaft an. Hoffentlich ist jetzt bald Schluss damit! Ich bin ziemlich sicher, wenn die Berichte der Medien stimmen, dass aus der Ukraine nur zwei Geschlechter in den NATO-Bereich immigrieren. Und wenn es wie bei uns auch in der Ukraine ständig bemüht „Soldatinnen und Soldaten“ hiesse, würden von Kiew und anderswo sicher nicht ausschließlich die Männer zu Kämpfen zurückgehalten, sondern auch die Soldatinnen auf den Panzern sitzen…

Beste Grüße, und hoffen wir, dass der unglaubliche Wahnsinn des offenbar verrückt Gewordenen aus Moskau baldigst zu Ende kommt.
Klaus Billand

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