Die DONNERSTAG-PRESSE – 16. September 2021

Die DONNERSTAG-PRESSE – 16. September 2021

José Carreras mit Elīna Garanča, Lorenzo Bavaj, Michael Arivony.
Alle Fotos: Wiener Statsoper / Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 16. September 2021

Wien
José Carreras hat sich von der Staatsoper verabschiedet
„José Carreras ist ein Künstler, der dem Wort immer misstraut hat“, meinte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić zum Auftakt des Abends. Und entsprechend verlief die feierliche Abschiedsgala für den 74-jährigen Publikumsliebling am Dienstagabend, der damit dem Haus am Ring endgültig Lebewohl sagte: Carreras übernahm das Singen und überließ dem eloquenten Hausherrn das Reden. Und der schlug den großen Bogen über eine enge Opernbeziehung, die nun endgültig endete.
https://volksblatt.at/jose-carreras-hat-sich-von-der-staatsoper-verabschiedet/

Moltes gràcies, José Carreras
Der 74-jährige José Carreras nahm Abschied von der Wiener Staatsoper und seinen treuen Fans: ein Abend für jene, die mit dem Gedächtnis zuhören können.
https://www.diepresse.com/6034238/moltes-gracies-jose-carreras

Wien
Carreras verabschiedete sich von Staatsoper
https://wien.orf.at/stories/3121433/

Adieu, Wien: Abschiedsgala von Opernsänger José Carreras
Der Standard.at

Opernlegende José Carreras: Ein letztes Mal spielte es in Wien Granada (Bezahlartikel)
Kurier.at

Wien
Philharmoniker hoffen auf „echte Spielzeit“
Die Wiener Philharmoniker gehen mit einem großen TV-Konzert in der Kathedrale Sagrada Familia in Barcelona in die neue Saison. Sie hoffen auf eine „echte, volle Spielzeit“. Eine Tournee durch Asien startet im November unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen.
https://wien.orf.at/stories/3121564/

Wiener Philharmoniker gehen mit „Grund zur Hoffnung“ in die Saison
Abokonzerte mit Dirigentennachwuchs von Adès bis Altinoglu. Großes Fernsehkonzert in der Sagrada Familia am Wochenende. Die Asien-Tournee findet „in der Blase“ statt
Der Standard.at.

Eisenstadt
Konzertreihe „Herbstgold-Festival“ startet in Eisenstadt
Programm von 15. bis 26. September unter dem Motto „Metamorphosen“.
vom 15.09.2021, 10:39 Uhr | Update: 15.09.2021, 11:26 Uhr
Wiener Zeitung

Eisenstadt
ORF-Kulturchef Martin Traxl debütiert als Opernregisseur
Salzburger Nachrichten

München
Klangvoll in den Herbst
Die Bayerische Staatsoper startet mit ihrem Septemberfest in die neue Spielzeit. Den Auftakt bildet die „Oper für alle“ in Ansbach, es folgen Brunnenhoffest, Konzerte und Ballettaufführungen in München.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/opern-festival-klangvoll-in-den-herbst-1.5405564

Frankfurt
Martin Mitterrutzner und Gerold Huber in der Oper Frankfurt: Von außen gesehen
Frankfurter Rundschau

Göttingen
Händel in Göttingen: Diese Kaiserin kriegt man nicht klein
Frankfurter Allgemeine

Goeppingen
Jubiläum der Staufer-Festspiele: Seit 15 Jahren opulentes Musiktheater auf hohem Niveau
Mit dem „Vogelhändler“ heute vor 15 Jahren fing alles an: Seit 2006 erfreuen die Staufer-Festspiele alle zwei Jahre nicht nur Operettenfans weit über die Region hinaus mit aufwendigen Produktionen.
https://www.swp.de/suedwesten/staedte/goeppingen/jubilaeum-der-staufer-festspiele

Leipzig
40 Jahre Neues Gewandhaus in Leipzig
Konzerte, Tagung, Ausstellung und Gespräche vom 18. September bis 31. Oktober 2021
https://www.leipziginfo.de/aktuelles/artikel/40-jahre-neues-gewandhaus-in-leipzig/

Fürth
Interview mit Michael Hofstetter – Neuer Leiter der Gluck-Festspiele (Podcast)
BR-Klassik.de

Genf
Opern-Kritik „Krieg und Frieden“: All die gebrochenen Männer
Bravissima in Genf: Prokofjews Tolstoi-Oper „Krieg und Frieden“ wird auf grandiose Weise von Calixto Bieito neu erfunden.
Sueddeutsche Zeitung

Bücher
Europas größte Komponistin – eine Spurensuche
Neue Biografie über die Komponistin Emilie Mayer – die Autorin Barbara Beuys im Gespräch
https://www.nmz.de/artikel/europas-groesste-komponistin-eine-spurensuche

Links zu englischsprachigen Artikeln

Metropolitan Opera Announces Cast Change for “Don Carlos”
Günther Groissböck has withdrawn from the Metropolitan Opera’s first-ever French “Don Carlos.”
The company announced that the bass was withdrawing from the role of Philippe II for “personal reasons” and will be replaced by Eric Owens.
https://operawire.com/metropolitan-opera-announces-cast-change-for-don-carlos/

Streams
Opera Philadelphia to Stream Mozart’s THE MARRIAGE OF FIGARO, October 22
broadwayworld.com

LA Opera’s Next Digital Short, THE FIRST BLUEBIRD IN THE MORNING Premieres This Month
broadwayworld

Bukarest
L’Arpeggiata brings the spirit of Italian Baroque to the Enescu Festival
bachtrack.com

Oslo
Norwegian National Opera Postpones Productions Due to Strike
https://operawire.com/norwegian-national-opera-postpones-productions-due-to-strike/

London
Exclusive: London professor resigns over “woke” musicology
https://slippedisc.com/2021/09/exclusive-london-professor-resigns-over-woke-musicology/

Why I left academia
After sixteen years of working in the Music Department at Royal Holloway, University of London, I decided in summer 2021 to leave academia and begin a second career. „I would put the problem in this (Kantian) way: I wrongly supposed that universities would be critical places, but they are becoming increasingly dogmatic.“
https://jpehs.co.uk/why-i-left-academia/

Carlos Álvarez is a vivid Rigoletto at the Royal Opera House
https://www.ft.com/content/b951371f-4bd2-4b2e-a9bd-4da1e48451ef

Great new production of “Rigoletto” reopens the Royal Opera
https://www.thearticle.com/great-new-production-of-rigoletto-reopens-the-royal-opera

Chimerical Rattle and the LSO excel in British music in Barbican season opener
bachtrack.com

LSO, Simon Rattle, Lucy Crowe, Barbican, London, review: A celebratory statement of intent
https://inews.co.uk/culture/arts/lso-simon-rattle-lucy-crowe-barbican-london-review-a

Chicago
Enrique Mazzola eager to finally take the Lyric Opera reins with “Macbeth”
chicagoclassical.review

Gender-bending “Carmen” by Chicago Opera Theatre brings opera’s queer affinities to the fore
https://www.chicagotribune.com/entertainment/music/ct-ent-carmen-chicago

A superb violinist sparks the Chicago Philharmonic’s enjoyable return to live music
chicagoclassicalreviews

Ballett/ Tanz

Lübeck
Ballettpremiere im Theater Lübeck: Dorian Gray – getanzte Sinnenlust
Unserluebeck.de

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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 16. SEPTEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

WIEN/ STAATSOPER: „ABSCHIEDSGALA“ FÜR JOSÉ CARRERAS (14.9.2021)

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José Carreras. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Lorenzo Bavaj, Bogdan Roščić, José Carreras. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Lorenzo Bavaj, José Carreras, Elīna Garanča, Michael Arivony. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Plakat 13.5.1977

Dirigent: Herbert von Karajan

Rodolfo José Carreras
Schaunard Gianni Maffeo
Marcello Rolando Panerai
Colline Paolo Washington
Benoît Claudio Giombi
Mimì Mirella Freni
Musetta Renate Holm

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Mitglieder des Opernstudios waren ebenfalls zum Konzert aufgeboten: Johanna Wallroth, Michael Arivony. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Elīna Garanča vor der Carreras-Gala in der Wiener Staatsoper (14.9.)

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ZU INSTAGRAM MIT VIDEO
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ATHEN: Greek National Opera, Odeion des Herodes Attikus 

Recital Jonas Kaufmann – Konzert am 13. September  2021 – 3000 Besucher

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Foto: Dr. Ilias Koromilas

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Foto: I. Efimerida

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Foto: A. Simopoulos

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Unteres Bild: Jonas Kaufmann mit Griechenlands First Lady, Mareva Mitsotaki (links Dirigent Jochen Rieder und der Direktor der Nationaloper)

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Jonas Kaufmann in Griechenland. Foto: Instagram

Esther Hatzi
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OPER GRAZ: Willkommenspaket „3 für 2“

Noch bis zum 18. September gilt das Willkommens-Angebot der Oper Graz zum Saisonbeginn:
Beim Kauf von 3 Tickets Ihrer Wahl bezahlen Sie nur 2 – genießen Sie Oper, Operette, Musical, Ballett und Konzert zum Willkommenspreis! Die Tickets im Rahmen dieser Aktion sind bis 18. September Mo-Fr von 10 bis 18 Uhr und Sa 9 bis 13 Uhr im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10 erhältlich.Mehr zum WillkommenspaketDie Aktion gilt nicht für bereits gekaufte Karten, ist nicht kombinierbar mit anderen Ermäßigungen und nicht anwendbar auf Premieren, Sonderveranstaltungen und Gastspiele.

Ticketzentrum – neue Öffnungszeiten

Wir freuen uns auf Sie!Öffnungszeiten Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz

  • Mo-Fr 10.00 – 18.00 Uhr
  • Sa 09.00 – 13.00 Uhr

Öffnungszeiten Ticketzentrum im Schauspielhaus Graz

  • Mo – Fr 10.00 – 14.00 Uhr
Ticketzentrum Onlineshop – 0-24 Uhr

Alle Informationen zum Spielplan der Bühnen Graz finden Sie auf den Websites von Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty und Grazer Spielstätten, sowie gesammelt unter www.ticketzentrum.at.

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Eine Online-Ausstellung über  Caruso, Corelli und Di Stefano

Teatro alla Scala - Milano

Die virtuelle Ausstellung über die drei großen italienischen Tenöre ist online auf italiana.esteri.it und teatroallascala.org
Die Ausstellung wird vom italienischen Außenministerium gefördert und wird
vom Teatro alla Scala und dem Theatermuseum organisiert.

Im 2021 jährt sich der Todestag von Enrico Caruso zum 100. Mal und die Geburt von Giuseppe Di Stefano und Franco Corelli, drei legendären Tenören, die die italienische Kultur in der ganzen Welt repräsentierten und verbreiteten und den Mythos des Tenors aus dem 19. Jahrhundert in die Moderne brachten. Das Ministero degli Esteri e della Cooperazione Internazionale (Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit) hat die Online-Ausstellung „Caruso, Corelli, Di Stefano 1921 – 2021 / Mythen des italienischen Gesangs“ gefördert, die vom Teatro alla Scala produziert und vom Museo Teatrale alla Scala realisiert wurde. Die Ausstellung ist online verfügbar auf italiana.esteri.it, dem Portal des Außenministeriums zur Förderung der italienischen Sprache, Kultur und Kreativität in der Welt, und auf der Website des Teatro alla Scala teatroallascala.org. Kuratiert wird die Ausstellung von dem Musikkritiker Mattia Palma.

Das Ministerium setzt ihr Engagement für die Verbreitung der italienischen Kultur in der ganzen Welt fort, gemeinsam mit der Scala, die mit 161 Tourneen und 896 Vorführungen auf vier Kontinenten von 1878 bis 2020 und der Kraft ihrer weltberühmten Geschichte seit über zwei Jahrhunderten einer der wirksamsten Botschafter der italienischen Kunst und Exzellenz ist. Um ein weltweites Publikum zu erreichen und als Vehikel für die kulturellen Initiativen des Ministeriums in verschiedenen Ländern mit Unterstützung von Botschaften, Konsulaten und Kulturinstituten zu dienen, wird die Ausstellung vollständig virtuell sein und kann kostenlos online in verschiedenen Sprachen besucht werden.

Punto Rec Studio, eine Multimediaschmiede für Kultur, Kunst und Musik mit Sitz in Turin, hat einen virtuellen Raum geschaffen, der in mehrere Räume unterteilt ist, die reale Räume des Teatro alla Scala nachbilden, die sofort erkennbar sind, und eine virtuelle architektonische Gestaltung von Lorenzo Greppi (Studio Greppi) beinhaltet. Die Ausstellung ist in mehrere Räume unterteilt, in denen sich der Besucher frei bewegen kann und durch Interaktion mit sensiblen Punkten (Hotspots) in die Themen und Inhalte der einzelnen Abschnitte eintauchen kann, einschließlich der Videos, die von Punto Rec unter Verwendung des von Rai Teche zur Verfügung gestellten Materials gedreht wurden, und der Hörsitzungen, die durch die Zusammenarbeit mit Warner Classics ermöglicht wurden.

https://www.teatroallascala.org/en/Caruso-Corelli-Di-Stefano-Miti-canto-italiano-mostra-virtuale.html

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Das Collegium 1704 auf Kavaliersreise nach Wien

 Ein Interview mit Václav Luks, dem Begründer und künstlerischen Leiter des Ensembles Collegium 1704, ist immer erfrischend, unterhaltsam und in vielerlei Hinsicht lehrreich. Dieses Mal ging es um Antonio Vivaldi, Musik von ihm wird das Collegium 1704 im Rahmen des 6. Jahrgangs des Musikfestivals Lednice|Valtice am 23. September im Gartenpalais Liechtenstein in Wien aufführen, sowie um den Film Il Boemo über Josef Mysliveček, der bald in die Kinos kommt.

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VIDEO ZUM FILM „IL BOEMO“

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 Ist wahr, was man sich über Ihr erstes Engagement bei den Salzburger Festspielen erzählt?

Wenn Sie die Geschichte meinen, wie Florian Wiegand, Dramaturg der Salzburger Musikfestspiele, beim Zähneputzen Radio hörte und dort gerade die Live-Aufnahme unserer Aufführung von Bachs h-Moll Messen lief, dann stimmt das, ja. Wir haben ihn damals derartig gefesselt, dass er sich nicht nur die gesamte Übertragung bis zum Schluss anhörte, sondern uns auch zu den Salzburger Musikfestspielen einlud. Solche Zufälle gibt es manchmal.

Können wir die bisherigen Auftritte des Collegium 1704 bei den Festspielen kurz umreißen?

Zuerst wurden wir für Bachs h-Moll Messe engagiert, was eine große Ehre war. Ich denke, es war überhaupt das erste Mal, dass sie ein Ensemble aus nicht deutschsprachigem Raum einluden, ein so großes Werk von Bach zu spielen. Anschließend kamen Bibers Missa Salisburgensis und Monteverdis Selva morale e spirituale im Salzburger Dom, der Mitschnitt dieses Konzerts gehört zu den besonders beliebten Aufnahmen der Salzburger Musikfestspiele. Es folgte Alessandro Stradella – das Oratorium San Giovanni Battista, das war ein interessantes Projekt, denn im selben Jahr inszenierte das Festival eine neue Produktion von Strauss’ Salome, die eine sehr ähnliche Geschichte hat. Unser Konzert war also so eine Art Gegenpol zum Thema Salome. Und unser bisher letztes Projekt in Salzburg war ein Konzert im Rahmen des Blocks geistlicher Musik Overture Spirituelle, bei dem wir eine Gegenüberstellung des größten deutschen und des größten tschechischen Barockkomponisten vornahmen – Johann Sebastian Bach und Jan Dismas Zelenka. Ja, und im nächsten Jahr sollen wir mit Myslivečeks Oratorium Abrahám und Izák zu den Salzburger Musikfestspielen zurückkehren.

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Václav Luks (rechts) mit dem Collegium 1704. Foto-Copyright:Petra Hajska

Bei dem Konzert in Wien werden Sie neben kleineren Kompositionen von Johann Melchior Pichler geistliche Werke Antonio Vivaldis aufführen. Wie war Ihr Weg zum Roten Priester?
Ich denke, dass sich jemand, der sich mit Barockmusik beschäftigt, zu Vivaldi nicht über einen, wie soll ich sagen, mühevollen Weg hocharbeiten muss, denn seine Musik ist zugänglich, dankbar und vielfältig, so dass jeder in seinem Werk sein persönliches Lieblingsrepertoire finden kann. Für das Collegium ist Vivaldi sehr wichtig, schon aus dem Grund, dass wir gemeinsam mit dem Regisseur David Radok nach dreihundert Jahren die szenische Uraufführung der Oper Arsilda, regina di Ponto realisiert haben, was im Kontext von Vivaldis Schaffen eine sehr wichtige Oper ist. Ihr Weg auf die Bühne war ein verhältnismäßig komplizierter. Vivaldi hat sie einige Male überarbeitet, nichtsdestotrotz war sie ein sehr erfolgreiches Werk und es ist interessant, dass er in ihr keine seiner vorherigen Kompositionen wiederverwendet hat, wie das zur Zeit des Barock üblich war, er hat ganz im Gegenteil Arsilda Melodien für seine späteren Opern entnommen. Augenscheinlich bedeutete ihm dieses Werk viel. Für uns war das einer der wichtigen Meilensteine in unserer Entwicklung, denn es ging um eine große Opern-Koproduktion mit dem Slowakischen Nationaltheater und den Opernhäusern in Luxemburg, Caen und Versailles.

Wenn wir über Arsilda sprechen, ist es wahr, dass Prag die einzige Stadt außerhalb Italiens war, in der Vivaldis Opern zu seinen Lebzeiten gespielt wurden?

Das würde ich etwas berichtigen, Prag war mit Sicherheit nicht die einzige transalpine Stadt, in der Vivaldis Opern aufgeführt wurden. Sie wurden in Deutschland gespielt, zum Beispiel in Dresden, Arsilda wurde in Kassel aufgeführt. Prag war aber gewiss eines der wichtigsten Zentren für Vivaldis Musik, und soweit ich weiß die einzige Stadt außerhalb Italiens, für die er Auftragsopern schrieb, nämlich für das Theater Franz Anton von Sporck. Bekanntermaßen war er beim Grafen Wenzel von Morzin angestellt, er trug den Titel Maestro di cappella in Italia, sein italienischer Kapellmeister sozusagen, und Prag hat er vermutlich auch einige Male besucht, wenn es darüber auch keine Belege gibt. Seine Verbindung zu Tschechien war jedenfalls sehr stark, einige seiner Kompositionen sind sogar als Handschrift auf tschechischem Papier erhalten, was davon zeugt, dass er sie wahrscheinlich in Prag komponiert hat.

Im Laufe des letzten Jahres, in dem ich mich mit der Persönlichkeit Antonio Vivaldis intensiver auseinandergesetzt habe, hörte ich regelmäßig die Meinung, seine Vokalkompositionen kämen seinen Instrumentalwerken sehr nahe.

Es ist interessant, dass Vivaldi in Opern wirklich häufig Bausteine verwendet, die wir aus seinen Instrumentalwerken kennen. Natürlich weicht spirituelle Musik von dieser Formel ab, schon allein  weil Vivaldi darin oft den Chor verwendet. Ich würde sagen, dass seine musikalische Sprache in diesem Genre dem Stil seines älteren Kollegen Antonio Lotti sehr nahe kommt. Schließlich hat Vivaldi sogar einige Stücke Lottis überarbeitet und in seinen eigenen Kompositionen verwendet. Die Sologesangspartien in seinen geistlichen Werken und Opern sind sich sehr ähnlich, wenn er auch in Opern häufiger für Frauenstimmen schrieb. Die Art, auf die er für Frauenstimme schreibt unterscheidet sich stark davon, wie er für Kastraten komponiert, auch die Tessitur (die für die Stimme bequemste Lage, Anm.d.Red.) eines Sopranparts zum Beispiel ist für Frauen- oder Kastratenstimme ein wenig verschieden, bei Partien für Frauenstimme ist sie insgesamt oft etwas höher, und im Gegensatz dazu ist das Mittel etwas tiefer, wenn ein Kastrat in geistlichen Werken wie eine Sopranistin singt und nur wenige, Höhepunkte markierende, Phrasen liegen in der höheren Lage. Die Schreibweise unterscheidet sich da also ein wenig, aber ich würde eher sagen, nach der Lage. Was die Entwicklung von Themen, Melodien, die Arbeit mit dem Orchester, mit der Instrumentation betrifft, ist es sehr ähnlich, aber es ist allgemein bekannt, dass die Grenze zwischen geistlicher Musik und Oper im 18. Jahrhundert längst nicht so schroff war, wie sie insbesondere das 19. Jahrhundert verlangte.

Interessieren Sie sich für verschiedene Vivaldi-Interpretationen? Es gibt ja italienische, französische, englische, deutsche…

Selbstverständlich interessiere ich mich dafür! Ich würde sagen, dass Vivaldis Musik durch ihre Schlichtheit oft dazu führt, dass Interpreten das Gefühl haben, sie müssten, wie man so schön sagt, etwas aus ihr machen, und das führt wiederum natürlich zu einer Anpassung an deren Sichtweise, an ihr Naturell und ihre eigene Art zu musizieren. Das ist natürlich nicht nur bei Vivaldi der Fall, in der Barockmusik gilt grundsätzlich, und das beschrieben schon die fahrenden Musiker des 18. Jahrhunderts, dass italienische Orchester anders spielen als deutsche, dass sie eine Vorliebe für Extravaganz haben, für Virtuosität und Farbenreichtum, dafür haben sie keine solche Disziplin. Dass französische Orchester zwar auch sehr undiszipliniert spielen, dafür aber einen sehr förmlichen, klangschönen und geordneten Ausdruck haben, allerdings trägt er kein solches Temperament in sich, wie italienische Interpretationen. Und natürlich ist für die Italiener das Wichtigste die Gesanglichkeit, das Cantabile, die Stimme als das schönste Instrument, welches von allen anderen Instrumenten zu imitieren ist. Das war die grundlegende italienische Sichtweise, auch der Geiger oder allgemein von Musikern, die auf Streichinstrumenten spielten und die ihren Klang immer mit einer Vision von der menschlichen Stimme erzeugten. Deshalb waren auch die größten Violinvirtuosen Italiener und überhaupt gefiel ihnen nicht, wie man in Deutschland spielt, das empfanden sie als Quietschen und Kratzen, das man sich nicht anhören konnte, für die Deutschen waren im Gegensatz dazu das Wort, die Artikulation und die Struktur wichtig. Nicht umsonst haben alle bedeutenden europäischen Geiger die italienische Schule durchlaufen. Der berühmteste von ihnen, Johann Georg Pisendel, war Zeitgenosse und sogar Schüler Vivaldis, anschließend wirkte er als Konzertmeister der Dresdner Hofkapelle und machte aus Dresden das wichtigste Zentrum für Vivaldis Musik außerhalb Italiens. Sie waren zeitlebens in Kontakt, schrieben sich Briefe, widmeten sich Kompositionen. Die nationalen Besonderheiten des musikalischen Ausdrucks sind in der Barockszene das Interessante. Noch vor vierzig Jahren war es möglich nach Gehör ein russisches von einem tschechischen, deutschen oder amerikanischen Orchester zu unterscheiden, heute sind diese charakteristischen Erkennungsmerkmale nahezu verschwunden. In der Alten Musik jedoch gelten sie nach wie vor und diese Kontraste sind sehr schön.

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Collegium 1704. Foto-Copyright:Petra Hajska

Sie kämpfen also mit der Globalisierung!

Na das in jedem Fall – mindestens mit der musikalischen. (lacht) Was unsere tschechische Vivaldi-Interpretation angeht, würde ich sagen, befinden wir uns in einer sehr ähnlichen Situation wie die Tschechen zur Zeit des Barock, das heißt an einer Kreuzung der Stile, als das italienische Element in unserem Land eindeutig das bedeutendste war. Ich würde behaupten, unsere Interpretation ist dem italienischen Wesen vermutlich am nächsten.

Haben die Werke auf dem Programm des Wiener Konzertes Gemeinsamkeiten?

Es handelt sich mehr oder weniger um Kompositionen, die Vivaldi aller Wahrscheinlichkeit nach für das Ospedale della Pietà schrieb und größtenteils wissen wir nicht, unter welchen Umständen sie aufgeführt wurden. Ungeachtet dessen ist interessant, dass gerade durch die Attraktivität des internationalen Exports von Vivaldis Werken, nun viele in diversen Archiven in ganz Europa entdeckt werden. Nur wenige davon aber sind Einzelstücke, so zum Beispiel eben jene Prager Abschrift des Dixit Dominus RV 595, welches wir in Wien aufführen werden. Die Tatsache, dass Abschriften dieser Werke gerade in Prag aufbewahrt werden, zeugt davon, wie populär Vivaldis beziehungsweise italienische Musik in Prag generell war und was für ein wichtiges Zentrum zur Pflege italienischer Musik die Kreuzherrenkirche des Hl. Franziskus von Assisi war. Und damit ist nicht nur liturgische Musik gemeint, die zu den Gottesdiensten gespielt wurde, sondern auch das italienische Oratorium, bei dem ich gern etwas länger verweilen würde, da ich für wichtig halte, dass gerade seine Beliebtheit großen Einfluss auf den tschechischen musikalischen Ausdruck hatte und außerdem dem Prager Mozart-Verständnis den Boden bereitete. Besonders die Neapolitanische Schule hatte eine große Nähe zur Sprache des Wiener Klassizismus. In einer Zeit, in der Bach in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts seinen deutschen Kontrapunkt schreibt, entstehen in Neapel Arien, die mit ihrer Melodizität und ihrer Art der Begleitung in Form des sogenannten Trommelbasses – jam pam pam pam (singt) – und mit einfacher Harmonie, schon ganz klar die musikalische Struktur des Wiener Klassizismus vorwegnehmen. Und das war eine Musik, die auch in Prag gespielt wurde. Also ist es so, dass wir Tschechen uns zwar damit brüsten, wir hätten mit der tschechischen Melodizität den Wiener Klassizismus beeinflusst, das ist aber überhaupt nicht wahr. Vielmehr ist es so, dass tschechische Komponisten von italienischer Musik beeinflusst wurden und in dem Moment, in dem sie nach Wien oder Italien reisten, wie im Falle Myslivečeks, war ihnen dieser italienische bzw. neapolitanische Stil bereits sehr vertraut. Also nichts mit ‚Bei uns wurde der Wiener Klassizismus erfunden‘!

Ich persönlich finde faszinierend, wie reich das Prager Archiv des Ritterordens der Kreuzherren mit dem roten Stern ist.

Es ist ungeheuer reich und groß und es ist sehr schade, dass es nicht zugänglich ist, es ist also beschwerlich, sich ein Bild davon zu machen, was sich tatsächlich alles darin befindet. Und dabei geht es nicht nur um Kompositionen von Vivaldi, sondern auch von Lotti, Caldara und weiteren italienische Komponisten dieser Zeit. Ein Archiv solchen Typs legt natürlich Zeugnis darüber ab, wie hervorragend im 18. Jahrhundert der kulturelle Austausch funktionierte. Heute kommt man sehr leicht an Musik, alles mögliche lässt sich mit zwei Klicks im Internet finden, viele Archive sind digitalisiert, ich denke aber, dass es infolge dessen viel wichtiger ist, den wirklichen Willen zu haben, sich Musik nicht nur anzueignen, sondern sie auch aufzuführen. Heute haben wir die Möglichkeiten, nutzen sie aber weit weniger als das noch im 18. Jahrhundert der Fall war. Diejenigen, die Musik unterstützten, machten sich riesige Mühen, damit sie zu uns kam und das betrifft nicht nur die geistliche Musik des Ritterordens der Kreuzherren mit dem roten Stern, sondern zum Beispiel auch die Jesuiten und weitere Orden, die in ganz Europa vertreten waren und eine Art kulturelles Netzwerk bildeten, das sich gegenseitig Musik zukommen ließ. Das galt auch für die Adelsgeschlechter, schließlich hatten in Südmähren im Umkreis von Valtice viele Wiener Adlige ihre Sommerresidenzen, auf diesem Wege kam deshalb italienische Musik aus Wien bis zu uns. Man weiß von Adam Questenberg, Lautenist und Amateur-Komponist, der in Jaroměřice nad Rokytnou die neuesten italienischen Opern aufführen ließ.

Sie werden in Wien die neuzeitliche Premiere von Werken des österreichischen Komponisten Johann Melchior Pichler aufführen. Finden wir in seinem Fall noch eine andere Verbindung zu Antonio Vivaldi als die Tatsache, dass beide in den Diensten Joseph Johann Adams von Liechtenstein standen?

Danach müssten wir wohl recht hartnäckig suchen. Ich würde gern über ihn sprechen, aber im Allgemeinen ist nicht viel über diesen Komponisten bekannt.

Und seine Komposition? Lässt sie sich mit irgendetwas vergleichen?

Ich würde sagen, seine musikalische Sprache ähnelt etwa der italienischer Komponisten an der Wende von Barock und Klassizismus, wie etwa Giovanni Battista Sammartini. Interessant ist jedoch, dass in unserem Gebiet fast nichts von seinem Werk erhalten blieb und dass einige seiner Konzerte und Symphonien in französischen Quellen zu finden sind, aus denen auch ich schöpfte und die sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris befinden. Wie Pichler nach Frankreich kam, ist mir nicht bekannt und ich glaube nicht, dass wir das jemals erfahren werden. Seine Kompositionen sind in der Sammlung verschiedener überwiegend italienischer Komponisten erhalten geblieben, und ich glaube, sie waren Gegenstand des Sammlerinteresses von jemandem, der den Band einfach erwarb, ohne damit zu rechnen, dass diese Musik jemals in Frankreich aufgeführt werden würde. Ähnlich wie bei uns die Familie Lobkowicz, die Musik aus ganz Europa sammelte, oft ohne die Ambition diese dann auch aufzuführen. Wir wissen, dass sie Drucke von Lullys Opern in ihren Sammlungen hatten, die bei uns natürlich nie gespielt wurden. Ähnlich exotisch wie Lully in unserem Land, hätte Pichler während des Barock in Frankreich wirken können.

Ein Film über Josef Mysliveček vom Regisseur Petr Václav kommt in die Kinos, in dem das Collegium 1704 eine unersetzbare Rolle spielt. Werden ihn auch Zuschauer außerhalb der Tschechischen Republik sehen können?

Aber gewiss! Der Film ist auf Italienisch eingespielt worden, tschechisch ist darin nur eine einzige Szene. Er soll irgendwann im Herbst in die Kinos kommen, ein konkretes Datum fiel noch nicht. (Kinostart in der tschechischen Republik ist der 16.12.2021, Anm.d.Red.)

Welche Phase in Myslivečeks Leben umreißt der Film?

Seine gesamte Italien-Zeit, ab dem Moment der Ankunft Myslivečeks in Venedig 1767 bis zu seinem Tod in Rom im Jahre 1781, also in etwa fünfzehn Jahre seines Lebens.

Welche Musik von Mysliveček werden wir hören?

Sie werden unfassbar viel hören! Ungefähr achtzig Prozent der Filmmusik stammt von Josef Mysliveček. Natürlich wird hier ein besonders wichtiger Moment seiner Karriere gezeigt – der Erfolg seiner Oper Bellerofonte in Neapel, außerdem gibt es Musik aus der Oper L’Olimpiade, Szenen aus der Oper Romolo ed Ersilia und Instrumentalmusik – ein Violin- und ein Klavierkonzert, überwiegend aber natürlich Oper. Wichtig ist, dass Musik in diesem Film nicht nur als Untermalung dient, sondern eine tatsächliche Rolle spielt. Es gibt lange Szenen, in denen nahe gebracht wird, wie zu damaliger Zeit eine Operninszenierung aussah, dazugehörige Realien eingeschlossen. Für manche Menschen wird es vielleicht ein wenig überraschend oder gar schockierend sein, dass der Zuschauerraum erleuchtet war und die Leute sich normal unterhielten. Man weiß vom Abscheu des englischen Reisenden Charles Burney für das unglaubliche Chaos in italienischen Theatern, die Sänger sind aufgrund des Lärms nicht zu hören, in den Logen wird gegessen…Oper war einfach ein gesellschaftliches Ereignis, das mindestens bis zum zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts von der Idee eines eleganten Abends in Abendrobe himmelweit entfernt war. All diese Realien zeigen wir im Film, aber natürlich geht es hauptsächlich um Myslivečeks Lebensgeschichte und eine gewisse hypothetische Rekonstruktion vom Aufstieg und Fall eines der erfolgreichsten Opernkomponisten der damaligen Zeit.

 Wieviel Fiktion ist im Film und wieviel reale Fakten? Können wir eine ähnliche Verarbeitung wie etwa in Formans Amadeus erwarten?

Miloš Forman hat einen Film gedreht, der sich nicht zum Ziel gesetzt hat, Mozarts Leben zu zeichnen, sondern es ging um die filmische Adaption eines Schauspiels von Peter Shaffer. Schon dadurch war eigentlich gegeben, dass er die Gewässer der Realität verlässt, es ging dabei um eine gewisse künstlerische Freiheit. Wollen wir einen Film über Mysliveček drehen, kommen wir um künstlerische Freiheit gar nicht herum, denn über sein Leben in Italien wissen wir so wenig, es gibt mehrere Löcher darin, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als uns gründlich mit den damaligen Umständen vertraut zu machen und uns dann um eine gewisse Hypothese zu bemühen. Wie war es möglich, dass ein absolut unbekannter Komponist aus dem Nichts heraus ein solcher Star wurde und dass dieser gigantische Stern so rasch wieder erlosch? Petr Václav bietet eine mögliche Erklärung an, aber er besteht nicht darauf, dass es wirklich so war. In jedem Fall geht es um ein so interessantes und so provokantes Thema, dass es sich lohnt, Antworten zu suchen.

Haben Sie den Film schon gesehen, und wenn ja, was haben Sie für einen Eindruck von ihm?

Das kann ich jetzt nicht verraten und es ist auch gar nicht relevant, ob ich persönlich begeistert bin. Wichtig ist, wie das Publikum den Film annimmt.

Trotzdem, wie ist Ihre Erwartung?

Dass das einfach ein erfolgreicher Film wird. Es ist wichtig, ihn als Kunstwerk zu betrachten, mit dieser Perspektive. Es ist kein Dokumentarfilm, kein historisch-pädagogisches Programm, es ist ein Kunstwerk, dem eine außergewöhnliche Hingabe zuteil wurde und das die grundlegenden Attribute eines schönen historischen Spektakels trägt, mit schönen Kostümen, schöner Musik und dem großartigen Vojtěch Dyk in der Rolle von Josef Mysliveček.

Der Gründer und künstlerische Leiter des Orchesters Collegium 1704 und des Vokalensembles Collegium Vocale 1704, Václav Luks, studierte Horn am Konservatorium in Pilsen und Cembalo an der Akademie der musischen Künste in Prag. Sein stetig wachsendes Interesse an der Alten Musik wurde gekrönt von einem Studium an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz im Bereich historische Tasteninstrumente und historische Aufführungspraxis, gefolgt von einer langjährigen Tätigkeit als Solohornist im renommierten Ensemble der Akademie für Alte Musik in Berlin. Neben seinen beiden Heimatensembles arbeitet er mit anderen Spitzenensembles wie der Camerata Salzburg, La Cetra Barockorchester Basel, Dresdner Kammerchor oder Ensemble Pygmalion zusammen, mit dem er Purcells Oper Dido et Aeneas beim Festival d’Aix-en-Provence aufführte. Als Teil eines Benefizkonzerts zur Wiedererrichtung der Notre Dame Kathedrale in Paris dirigierte er das Orchestre national de France. Er arbeitet mit den Radiosendern Radio France, Deutschlandradio Berlin, ORF und dem schweizer Sender DRS zusammen. Nicht nur mit dem Orchester, sondern auch solistisch nimmt er für die Musikverlage ACCENT, Supraphon und Zig-Zag Territoires auf. Im Mai 2021 eröffnete er mit seinem Collegium 1704 und Smetanas Mein Vaterland das Internationale Musikfestival Prager Frühling.

I.N.
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Nur wer die Sehnsucht kennt: Liederabend mit Katharina Konradi beim Klangraum Waidhofen

Gefeierte Sopranistin singt am 26. September 2021 Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Richard Strauss.

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Waidhofen/Ybbs (OTS/LCG) – Die in Bischkek geborene Katharina Konradi ist die erste aus Kirgisistan stammende Sopranistin im Lied-, Konzert- und Opernfach weltweit. Jetzt gastiert sie am 26. September 2021, um 16 Uhr, beim Klangraum Festival im Schloss Rothschild in Waidhofen/Ybbs. Die junge Künstlerin ist seit der Spielzeit 2018/2019 Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg und gab zuletzt ihr Debüt als Sophie im „Rosenkavalier“.

Seit Herbst 2018 wird Konradi von der BBC im Rahmen des New-Generation-Artist-Programms über drei Jahre mit diversen Engagements und Aufnahmen in Großbritannien gefördert. Bereits der Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs 2016 war der Anstoß für wichtige Konzerte und Engagements bei renommierten Orchestern, wie dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Orchestre de Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Sinfonieorchester des MDR, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Paavo Järvi, Kent Nagano und Daniel Harding.

Der TV-Sender ARTE widmete der Künstlerin einen umfangreichen Beitrag. (https://www.youtube.com/watch?v=HpowpEulzm0).

Das Konzert am 26. September 2021 wird von Ö1 aufgezeichnet.

Konzertkarten sind ab 29 Euro auf  https://www.oeticket.com/artist/klangraum-waidhofen erhältlich.

Weitere Informationen zum Konzert auf klangraumwaidhofen.at: (https://www.klangraumwaidhofen.at/events/nur-wer-die-sehnsucht-kennt

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Besucherrekord beim Kultur.Sommer.Semmering 2021 – eine Retrospektive

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Die kulturelle Sommerfrische am Semmering durfte in diesem Jahr trotz widriger Umstände erneut im nostalgisch-mondänen Südbahnhotel Einzug halten und den Glanz der Jahrhundertwende im einstigen Grandhotel aufleben lassen. Der Kultur.Sommer.Semmering verabschiedet sich nun nach neun künstlerisch intensiven, anregenden Wochen mit einem überwältigenden Besucherrekord von über 14.500 Gästen. Wie bereits im Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung des Kartenverkaufs um abermals mehr als 20 Prozent im Vergleich zur vergangenen Saison.

Über den geglückten Sommer sowie diesen sensationellen Zuwachs freut sich auch Intendant Florian Krumpöck: „Insbesondere in Zeiten wie diesen hat sich gezeigt, dass der direkte Kontakt zwischen Publikum und Bühne ein unerlässlicher Teil der Kunst ist. Viele Künstlerinnen und Künstler sind hier im Südbahnhotel zum ersten Mal nach langer Pause wieder aufgetreten und wurden dabei zu Höchstleistungen inspiriert. Auch die Gäste wissen diese besonderen Momente zu schätzen. Unser erneuter Besucherrekord in diesem Sommer zeigt, wie groß gerade jetzt die Sehnsucht nach kulturellen Veranstaltungen ist. Das zeugt auch von der enormen gesellschaftlichen Relevanz von Kunst und Kultur.“

Neun Wochen lang bot das überaus vielfältige Festival ein Programm von insgesamt über 70 literarischen und musikalischen Veranstaltungen und machte es sich damit zur Aufgabe, eine geschichtlich maßgeblich von Kunst und Kultur geprägte Region wieder erblühen zu lassen.

Wie bereits zur Zeit der Jahrhundertwende strömt mit den hochkarätigen Künstlerinnen und Künstlern auch die feingeistige Gesellschaft wieder zum Semmering, um gemeinsam die gleiche Luft zu atmen, die einst schon Arthur Schnitzler und Stefan Zweig so geschätzt haben.“, resümiert Intendant Florian Krumpöck. „Kunst und Kultur stellen für mich die Keimzelle für das Wiederaufleben der Region Semmering dar. Eine Sommerfrische für die Seele genießen zu können, das erschafft eine Renaissance der klassischen Urlaubsregion auf 1000 Meter Seehöhe.“

Publikumslieblinge wie Senta Berger, Karl Markovics, Ursula Strauss, Cornelius Obonya, Erika Pluhar, Roland Neuwirth, Gerti Drassl, Erwin Steinhauer, Elisabeth Orth, Nicholas Ofczarek und viele mehr, die am Semmering bereits zu Stammgästen gezählt werden dürfen, waren neuerlich im Südbahnhotel zu erleben. Stars wie Günther Groissböck, Caroline Peters, Elena Uhlig, Roland Koch, Peter Weck oder etwa Andrea Jonasson betraten in diesem Jahr erstmalig die Bühne des Waldhofsaals, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

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WIEN: Der Kulturverein SABA bietet im Herbst 2021 Folgendes an: www.helmutkorherr.at

  1. „UNTERGETAUCHT“ Lesung aus dem gleichnamigen Theaterstück.

am 24. Sept. um 19 Uhr 30

Zum Inhalt: Eine Jüdin überlebt als U-Boot die Nazizeit!

Ort: Cafe Restaurant GenussSpiegel
1230 Wien, Levasseurgasse 19
Reservierung: 0676 57 23 023 oder

www.genuss-spiegel.at
Text: Helmut Korherr
Mitwirkende: Eva Billisich, Catherine Oborny, Magdalena Mikesch und Kurt Hexmann

  1. „JÜDISCHER WITZ – JÜDISCHE WEISHEIT

Am 25. Sept. um 19 Uhr 30
Zum Inhalt
: „Gott lacht mit seinen Geschöpfen, nicht über seine Geschöpfe“, so steht es im Talmud!

  1. Sept. um 18 Uhr

Ort: Cafe Prückel – Goldsaal, 1010 Wien, Stubenring 24

Kartenreservierung: www.kip.co.at oder 0676 501 7042
Text: Helmut Korherr
Mitwirkende: Erika Deutinger und Kurt Hexmann

  1. „EUGENIE SCHWARZWALD – WOHLTÄTERIN“ Lesung mit Musik

Text: Helmut Korherr

Rezitation: Gabriele Schuchter / am Klavier: Petra Pawlik

am 1. Okt. um 18 Uhr

Ort: VHS Hietzing, 1130 Wien, Hofwiesengasse 48

Kartenreservierung: 01 89174113000 oder

     Info: www.vhs-hietzing.at

Zum Inhalt:

Ein berührendes Lebensbild mit Musik über die bedeutende österreichische Humanistin.

  1. „SISI – DIE RASENDE KAISERIN“ gespielte Lesung

Darsteller: Erika Deutinger, Eva Billisich, Catherine Oborny & Kurt Hexmann

Regie: Erika Deutinger

Das Bühnenbild stammt vom Karikaturisten Itze Grünzweig!

Am 7./8. und 16. Oktober um 19 Uhr 30

Am 17. Oktober um 17 Uhr

Ort: Theater im Cafe Prückel, 1010 Wien, Biberstr. 2

Kartenreservierung: www.kip.co.at oder 0676 501 7042

Am 14. Nov. um 19 Uhr

Ort: VHS Erlaa, 1230 Wien, Putzendoplergasse 4

Kartenreservierung:   oder 01 89174123002 oder

0676 501 7042

Zum Inhalt: War Sisi eine überspannte Egozentrikerin mit wunderlichen Marotten und sonderbaren Wahnvorstellungen? Wir gehen der Sache nach!

  1. HERMANN BROCH“ szenische Lesung mit Jazz- Musik

Am 28. Okt. um 18 Uhr 30

Ort: Jüdisches Museum Wien, 1010 Wien, Dorotheerg. 11

Reservierung unbedingt erforderlich:

oder 01 535 04 31 – 1510

Text: Helmut Korherr

Rezitation: Roman Kollmer und Kurt Hexmann

Musik: Martin Haslinger, Roberto Pisati und Karl Sayer

Zum Inhalt: Wir gedenken des 70. Todestages des (seinerzeit) weltberühmten Dichters und Denkers Hermann Broch.

  1. KOPFLOS IN DER KRYPTA“ ein lustiger Ratekrimi

Am 11. Nov. um 19 Uhr 30

Ort: Haus Hofmannsthal, 1030 Wien, Reisnerstr. 37

Kartenreservierung:

Tel: 01/714 85 33  oder E-Mail:

Info zur Veranstaltung: Es wird lustig!

Text: Helmut Korherr

Mitwirkende: Erika Deutinger, Stephan Paryla & Kurt Hexmann

In der Krypta der Kirche von Sankt Armenika ist eine kopflose Leiche gefunden worden. Die Kriminalpolizei tappt im Dunklen. Der Pfarrer engagiert die Privatdetektei Schreibvogel.

Als Ermittler-Duo fungieren Erika Deutinger und Stephan Paryla. Erz-Komiker Kurt Hexmann schlüpft in verschiedene Rollen.  

Das Publikum kann mitspielen – drei Personen, die den Täter entlarven, bekommen einen Buch-Preis!

  1. LITERATOUR – 3 Autoren stellen ihr neues Werk vor

Am 18.Nov. um 19 Uhr 30

Ort: Cafe Einfahrt, 1020 Wien, Karmelitermarkt/Haidgasse

Mitwirkende: Eva Billisich, Stephanie Grünberger und Helmut Korherr

Platzreservierung: 0676 501 7042

  1. AUTORENLESUNG – 3 Autoren stellen ihr neues Werk vor

Eva Billisich, Stephanie Grünberger und Helmut Korherr

Am 19. Nov. um 19 Uhr 30

Ort: Cafe Restaurant GenussSpiegel
1230 Wien, Levasseurgasse 19

Reservierung: 0676 57 23 023 oder

www.genuss-spiegel.at

Sie können alle Programme bei 0676 501 7042 od.   bestellen: wir freuen uns auf ihren Besuch!!

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