DIE MITTWOCH-PRESSE, 18.  MÄRZ 2026

DIE MITTWOCH-PRESSE, 18.  MÄRZ 2026

Foto: Petr Popelka (c) Vojtech Brtnicky

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MITTWOCH-PRESSE, 18.  MÄRZ 2026

Wien/Konzerthaus
Maestro Popelka ist ein wahrer Glücksgriff für die Wiener Symphoniker
Mittlerweile kann man sich auf jedes Konzert mit Petr Popelka freuen; er ist ein richtiger „Orchestererzieher“ und hat das „zweite“ Orchester Wiens in die Spitzenliga gebracht. Mit seiner profunden Schlagtechnik hat er bewiesen, wie Mahler klingen kann, ohne billiger Effekthascherei die Partitur in phantastische Klänge zu transformieren.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Jetzt ist’s wohl bald vorbei
Der Postmann hat also auch heute nicht bei Landeshauptfrau Karoline Edtstadler geklingelt. Schon gar nicht zwei Mal. Er hätte theoretisch Post von Intendant Markus Hinterhäuser bringen können. Ein nettes Brieflein, in dem dieser erklärt, doch noch ein oder zwei Jahre lang den Festspielladen zu schupfen.
DrehpunktKultur.at.postmann

Salzburger Festspiele: Wer folgen könnte, wenn Hinterhäuser geht
Sollte kein Wunder geschehen, ist Markus Hinterhäuser als Intendant bald Geschichte. Darüber, wer ihn (interimistisch) beerben könnte, wird bereits spekuliert. Wer soll die Festspiele durch diese Ausnahmejahre steuern? So mancher Insider meint, dass Nikolaus Bachler die Salzburger Festspiele zumindest zwischenzeitlich übernehmen wird. Das hätte eine gewisse Logik. Der gebürtige Steirer, demnächst 75, wird weiterhin von Ehrgeiz und Tatendrang befeuert. Erst vor vier Jahren hat er die Lufthoheit über die Salzburger Osterfestspiele übernommen, die sich mit dem Sommerfestival die Bühnen teilen, jedoch als eigenständige Organisation bestehen.
DerStandard.at.story.wer.folgen.koennte

Hamburg/Staatsoper
Ach, du dickes Ei!
Die Uraufführung „Die große Stille“ von Christopher Rüping schießt an der Staatsoper Hamburg unbekanntere Werke Mozarts zu den Sternen. Nach der Auslöschung der Erde entdeckt man dort Mozarts Kompositionen neu – eine vielversprechende Idee etwas ratlos umgesetzt und auch musikalisch bleibt der Abend hinter seinen Möglichkeiten.
DieDeutsche.buehne.de,kritiken

Mozart mal anders: „Die große Stille“ lockt mit Weltraum-Flair
Mit dem Opernprojekt „Die große Stille“, das am Sonntag uraufgeführt wurde, verspricht die Staatsoper in Hamburg etwas ganz Neues: Bisher fast nie gespielte Melodien Mozarts, eine Geschichte, die es in sich hat – und sogar eine Reise in den Weltraum.
ndr.de.kultur.mozart

Wien
Wenn der Höllenfürst ein brillanter Scharlatan ist
Die Wiener Staatsoper hat eine neue Spielserie von György Ligetis „Le Grand Macabre“ angesetzt. Pablo Heras-Casado am Pult führt ein brillantes Ensemble durch die skurril-turbulente Inszenierung von Jan Lauwers.
https://www.krone.at/4080029

„Le Grand Macabre“ an der Staatsoper: Hier geht Lauwers‘ Konzept auf (Bezahlartikel)
Oper von György Ligeti kam 2023 zur Premiere und ist nun wieder zu sehen.
Kurier.at.kultur.music.lauwers

Zürich
Giulio Cesare in Egitto – G. F. Händels Oper mit Starbesetzung in Zürich
Audio von Kirsten Liese. (8,03 Minuten)
deutschlandfunk.de.giulio.cesare.in.egitto

Klassiktrend
Wie falsch es ist, dass Filmmusik die Philharmonien kapert
Immer stärker verdrängen die Partituren für „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ die von Händel und Mozart aus den Programmen der Konzertsäle und Musikschulorchester. Damit hofft man, junges Publikum für Klassik zu begeistern. Ein Trugschluss.
DieWelt.de.filmmusik

Niederösterreich
Haydnregion: Der Himmel, die Haydns und mehr Hommagen
„Wir bieten etwas Besonderes!“ Ist Michael Linsbauer überzeugt. Und meint, natürlich, die Herren Haydn – aber längst nicht nur. Denen hat man in NÖ gleich eine eigene (Konzert-)Region gewidmet und eine eigene Konzertreihe dazu. Die geht heuer schon in ihre neunte Saison. Und hat sich dazu wieder jede Menge Gäste eingeladen.
NiederoesterreichischeNachrichten.at

Wien/ Konzerthaus
Konzerthaus: Wenn Schönberg wie Franz Schubert klingt (Bezahlartikel)
Der Geiger Frank Peter Zimmermann und der junge ukrainische Pianist Dmytro Choni mit Schubert, Webern und Schönberg: ein hochkarätiger Abend.
DiePresse.com.konzerthaus

Linz
Absurde Gerichtsprozesse – diesmal auf der Opernbühne: Zwei Raritäten in Linz (Bezahlartikel)
Die beiden Kurzopern „Des Esels Schatten“ von Richard Strauss und „Der zerbrochene Krug“ von Viktor Ullmann am Landestheater.
Kurier.at.linzlandestheater

Bregenz
Theater am Kornmarkt wurde zum Keller-Verlies
Die Übernahme einer Inszenierung des Theaters Biel/Solothurn machte auch in diesem Jahr eine Oper am Kornmarkt in Bregenz (Vorarlberg) möglich. Am Programm stand „Herzog Blaubarts Burg“.
https://www.krone.at/4079080

Berlin
Ein großer seiner Zunft: Simon Rattle mit Mahlers Zweiten bei der Staatskapelle Berlin
Ich habe die Zweite Symphonie Mahlers unter Simon Rattle während seiner Zeit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker drei Mal gehört. Bewegend waren alle Aufführungen – doch in seiner jüngsten mit der Staatskapelle Berlin, die ihn tags zuvor zum Ehrendirigenten gekürt hatte, hat er seine Einstellung zu Mahler als Symphoniker vertieft. Er ist auf dem besten Weg, zu einem der ganz großen Mahler-Dirigenten zu werden.
bachtrack.com.de.staatskapelle

Dortmund
Der Superheld als Superman – Clémence de Grandvals „Mazeppa“ als Grand Opéra mit Schmunzler in Dortmund (Bezahlartikel)
Mazeppa? Wer da zuerst an Tschaikowskys gleichnamige Oper denkt, liegt in diesem Fall falsch. Ganz falsch. Denn am Theater Dortmund hat man das Opus einer gewissen Clémence de Grandval aus der Taufe gehoben, als szenische deutsche Erstaufführung immerhin. Das 1892 in Bordeaux uraufgeführte Werk dürfte ebenso wie die Komponistin weitgehend unbekannt sein, aber es ist – so viel lässt sich nach der Dortmunder Premiere sagen – eine echte Entdeckung.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Der Strahlemann-Superman
Zwischen Schlachtengemälde und utopischer Sehnsucht wird am Theater Dortmund die deutsche Erstaufführung der „Mazeppa“ von Clémence de Grandval zur grandiosen Ausgrabung und Wiederbelebung einer späten Grand Opéra.
Concerti.de.opernkritiken

Bremen/ Konzerthaus „Die Glocke“
Die Luft vibriert in der Glocke
Konzerte können sehr unterschiedlich sein: entspannend, aufregend, schlimmstenfalls langweilig. Oder derart energiegeladen, dass die Luft zu vibrieren scheint. Letzteres darf mit Fug und Recht konstatiert werden für diesen ungemein faszinierenden Konzertabend der Bremer Philharmoniker, die unter der präzisen, dabei gleichermaßen fordernden wie motivierenden Stabführung der in Israel geborenen Dirigentin Bar Avni zu absoluter Höchstform auflaufen.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

Leipzig
Wie es klingt, wenn man um Atem ringt (Bezahlartikel)
Endlich wieder eine Uraufführung an der Oper Leipzig: „Coming Up for Air“ von Bernd Franke verknüpft fesselnd und betörend drei Geschichten über Luftnot.
FrankfurterAllgemeine.net.leipzig

Frankfurt
Highlights im Spielplan der Oper Frankfurt im April 26
T
urandot von Giacomo Puccini (1858–1924) ist ein Werk voller dramatischer Intensität und moderner Klänge. Puccinis Musik, reich an orchestralen Farben und Kontrasten, entfaltet eine überwältigende emotionale Kraft, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat. Die Partitur verbindet neben lyrischem Belcanto und buffonesken Witz auch beißende Dissonanzen, rhythmische Überlagerungen und Chorsätze, in denen sich die Brutalität der politischen Massenbewegungen aus den 1920er Jahren widerspiegeln.
https://kulturfreak.de/highlights-im-spielplan-der-oper-frankfurt-im-april-26

Mainz
Witzig, magisch und kurzweilig (Bezahlartikel)
Weiß ist nicht gleich gut, schwarz ist nicht gleich böse. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ entfaltet im Staatstheater Mainz ihren Farbenreiz zeitgemäß.
FrankfurterAllgemeine.net.zauberfloete

CD/ Blu-ray Besprechung
Véronique Gens krönt die Leidenschaft
Mit ihrem neuen Album „Reines“ setzt Véronique Gens ihre Erkundung der französischen Barockmusik fort, nach dem erfolgreichen Vorgänger „Passion“. Wieder arbeitet sie mit dem Ensemble Les Surprises unter der Leitung von Louis-Noël Bestion de Camboulas zusammen; als beratender Partner fungierte das Centre de musique baroque de Versailles. Das Programm widmet sich den Königinnenfiguren der Tragédie lyrique – komplexen Frauenrollen, die zwischen Staatsräson, Pflicht und leidenschaftlichen inneren Konflikten stehen. Komponisten wie Rameau, Dauvergne, Francœur, Salomon, Destouches, Royer, Rebel, Desmarest und Stuck sind vertreten; neben bekannten Namen finden sich auch selten aufgeführte Werke.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

CD/ Blu-ray-Besprechung
Der traurige Schleier einer unerfüllten Liebe legt sich auf die märchenhafte Handlung
Zuvorkommend, ganz “oldschool”, werden wir als Ladies and Gentleman begrüßt. Auf dem Luxusdampfer kündigt sich eine Hochzeit an. Der Chef-Steward, eigentlich der Spross eines superreichen Amerikaners und hier inkognito unterwegs, ehelicht die Gesellschafterin von Miss Violet. Diese, eine junge, attraktive Frau, wird gleich von drei Herren an Bord begehrt: von ihrem Verlobten, von einem ehemaligen französischen Diplomaten und vom titelgebenden Prinzen von Schiras. Als das Schiff in den Strudel kriegerischer Auseinandersetzungen gerät und die Gefangennahme einiger Passagiere droht, gibt der Prinz die junge Miss Violet als seine Frau aus. Als Prinzessin von Schiras in spe gelangt sie in sein märchenhaftes Reich, dorthin, wo der Kammerdiener Hassan eine Frau und des Kammerdieners Ehefrau ein Mann ist…
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Zürich
Opernhaus Zürich 2025-26 Review: Giulio Cesare in Egitto
https://operawire.com/opernhaus-zurich-2025-26-review-giulio-cesare-in-egitto/

Rom
Lisette Oropesa, Brian Jagde, Rachel Willis-Sørensen, Clay Hilley & Benjamin Bernheim Lead Accademia di Santa Cecilia’s 2026-27 Season
operawire.com.lisette.oropesa

Alresford
Preview – The Grange Festival and Grange Park Opera’s 2026 season
musicomh.com.season

Leeds
Louisa Muller’s new Opera North production blew the cobwebs off Le nozze di Figaro
seenandheard.international.com202603.mullers

Edinburgh
Gillam, Scottish Chamber Orchestra, Glassberg, Queen’s Hall, Edinburgh review
– sold out hall and sensational sounds Star power sells a concert of recently written music
TheArts.desk.com.classical

New York
With Twin Babies, the Opera Star Lise Davidsen Wonders What Comes Next (Subscription required)
Davidsen, who has returned triumphantly to the Met in “Tristan und Isolde,” said that singing “has been my world, my everything. And now it’s not.”
NewYorkTimes.com.lisedavidsen

Mannes Opera presents the US premiere of Korngold’s melody-laden The Silent Serenade
seenandheard.international.com.202603mannes

Review: A Belated New York Arrival for a Broadway Operetta (Subscription required)
Erich Wolfgang Korngold’s “The Silent Serenade,” written in the 1940s, was given its English-language, United States premiere by Mannes Opera.
TheNewYorkTimes.com.broadwayoperetta

Handel and English Concert eventually reach their better halves with “Hercules”
NewYork.Classical.review.handel

Review: The Philadelphia Delivers a Titanic Mahler 2 at Carnegie Hall But not the tightest.
broadwayworld.com.bww.classical

Chicago
Directorial conceits undermine singers and Puccini in Lyric’s muddled VR “Butterfly”
chicagoclassical.review.com

Boston
Boston Musician to the Board: Our Values Have Been Erased
The double-bass player Tom Van Dyck has sent this letter today to the board of the Boston Symphony Orchestra. The situation they have created, he warns, may well be irreparable.
slippedisc.com.bostonmusician

Stanford
Opera Star Nadine Sierra Dazzles at Stanford Live Recital, and Calls Out Timothée Chalamet
sfcv.org.nadinesierra

Ballett / Tanz

Düsseldorf
Düsseldorf – Orgelpassion: Schmerz und Schönheit
Orgelpassion ist mit Glen Tetleys bewegender Hommage an John Cranko als Gravitationszentrum und zwei schillernden Uraufführungen der stärkste Düsseldorfer Ballettabend seit langem.
https://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20252026/D-orgelpassion.html

Kirill Serebrennikow über „Nurejew“: In Russland gilt er als schwuler Vaterlandsverräter (Bezahlartikel)
Der Regisseur Kirill Serebrennikow hat für das Staatsballett Berlin seinen Moskauer „Nurejew“ wiedererschaffen. Russland befinde sich auf dem Weg zur „Iranisierung“, sagt er.
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/theater/nurejew-li.10024229

Sprechtheater

Wien/ Schauspielhaus
Theater in Wien: Die Väter sollen verrotten!
(Bezahlartikel) Sivan Ben Yishais Stück „Nora oder wie man das Herrenhaus kompostiert“ sehnt sich nach der Zerstörung alter Strukturen. Ein Theaterabend in Wien, der voller falscher Überzeugungen die Dekonstruktion feiert.
FrankfurterAllgemeine.net.vaeter

Ausstellungen/ Kunst

Banksy ist enttarnt: Der Mann heißt Robin Gunningham
Mit einer groß angelegten Recherche hat Reuters die Identität des berühmten Street-Art-Künstlers enthüllt. Das nimmt ihm den Nimbus des klandestinen Rebellen. Ästhetisch entzaubert haben ihn aber schon andere.
DiePresse.com.banksy

Wien/ Nationalbibliothek
Michaela Mayr wird neue Chefin der Nationalbibliothek
Ihre Vorgängerin Johanna Rachinger wurde aus gesundheitlichen Gründen im November abberufen. Richard Starkel bleibt wirtschaftlicher Geschäftsführer. Die bisherige Stellvertreterin von Johanna Rachinger folgt ihrer Ex-Chefin, die aus gesundheitlichen Gründen im November abberufen worden war. Für den Posten gab es 23 Bewerbungen, darunter 16 Frauen. 16 Bewerbungen kamen aus Österreich.
Kurier.at.nationalbibliothek

Film

Los Angeles
Oscars 2026: „One Battle After Another“ triumphiert vor „Blood & Sinners“
„One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson triumphiert mit sechs Oscars, „Blood & Sinners“ folgt mit vier Gewinnen, Jessie Buckley beste Schauspielerin. Der Gewinner der 98. Oscarpreisverleihung heißt „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson. Der politische Thriller, der in einem amerikanischen Polizeistaat spielt, erhielt sechs Oscars, darunter einen für besten Film und einen für besten Regisseur. Einen weiteren Oscar bekam Anderson für bestes adaptiertes Drehbuch. In seiner Dankesrede entschuldigte sich der vierfache Vater bei seinen Kindern für das Schlamassel, das in der Welt herrsche: Er hoffe, dass die nächste Generation für „Vernunft und Anstand“ sorgen würde.
Kurier.at.oscarverleihung

Oscar-Niederlage und Opern-Aversion: Gegenwind für den einstigen Indie-Liebling Timothée Chalamet
Über kaum einen Hollywoodstar wird derzeit so viel gesprochen wie über Timothée Chalamet. Gerade wegen seiner Niederlage bei den Oscars – und seiner Aussagen über Oper und Ballett. Über Monate hinweg hatte Chalamet sein öffentliches Image neu inszeniert.
DiePresse.com.opernaversion

Medien

ORF
ORF-Schlammschlacht: Jetzt erstattet Weißmann Anzeige
Rechtsvertreter von Roland Weißmann bringen Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien ein. Weißmann lässt nun eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien einbringen. Es bestehe rund um die Vorgänge, die zum Rücktritt Weißmanns als ORF-Generaldirektor führten, der Verdacht „strafrechtlich relevanten Verhaltens mehrerer involvierter Personen“, hieß es in einer Aussendung. Auf APA-Nachfrage wollte Anwalt Norbert Wess, der auch René Benko vertritt, „nicht vorpreschen“ und konkretisierte Anzahl der Personen und vermutete Tatbestände nicht. Die Anzeige solle aber in Bälde eingebracht werden.
oe24.at.orf.schlammschlacht

Politik

Frankreich
Kommunalwahlen: Le Pen jubelt über „riesigen Sieg“
Die französischen Rechtspopulisten rund um Marine Le Pen haben in der ersten Runde der Kommunalwahlen stark abgeschnitten und mehr Gemeinden erobert als je zuvor. Gut ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl gelten die Ergebnisse – vor allem dann, wenn sie auch im zweiten Durchgang Bestand haben, als richtungsweisend.
https://www.krone.at/4078998

Österreich
Jurist und Ex-Politiker Alfred Noll verstorben
Der 66-Jährige war auch als vielbeschäftigter Autor tätig. Zwei Jahre saß er für die Liste Pilz im Nationalrat. Noll, geboren 1960 in Salzburg, studierte nach einer Lehre als Fernmelde-Techniker Rechtswissenschaften in Salzburg und war ab 1992 als Rechtsanwalt tätig. Sein Spezialgebiet war Urheberrecht und Medienrecht, aber auch die Menschenrechte.
Kurier.at, alfrednoll.verstorben

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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 18. MÄRZ 2026)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 18. MÄRZ 2026)

Quelle: onlinemerker.com

operkosterneuburg“: 2026: „Samson et Dalila“ – Neue Impulse im zweiten Jahr von Intendant Peter Edelmann

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Kristian Benedikt, Margarita Gritskova. Foto: Mark Glassner

Mit „Samson et Dalila“ setzt Intendant Peter Edelmann in seinem zweiten Jahr an der Spitze der operklosterneuburg auf künstlerische Weiterentwicklung: ein eigenes Festspielorchester, erstmals Ballett auf der Opernbühne und gezielte Nachwuchsförderung – flankiert von großen internationalen Stimmen wie Margarita Gritskova und Kristian Benedikt.

operklosterneuburg 2026: „Samson et Dalila“ – Neue Impulse im zweiten Jahr von Intendant Peter Edelmann
Große Stimmen, starke Geschichten, klare Ideen – die operklosterneuburg startet mit Leidenschaft und Kreativität in die neue Saison.
(Klosterneuburg, am 17. März 2026) Intendant Peter Edelmann setzt 2026 mit neuen künstlerischen Akzenten auf Weiterentwicklung, frische Perspektiven und eine stärkere künstlerische Eigenständigkeit des Festivals. „Die operklosterneuburg soll ein lebendiger Ort für große Stimmen, starke Geschichten, neue Ideen und vor allem ein Ort für alle sein, die Oper in der Form lieben, die der Komponist und Textdichter gemeint hat“, erklärt Peter Edelmann.

Eigenes Orchester und neuer Dirigent
Ein bedeutender Schritt ist die Gründung des eigenen Orchesters der operklosterneuburg ENS – entwickelt aus dem Ensemble Neue Streicher – das künftig den musikalischen Kern der Produktionen bilden wird. Dazu kommt das Konzept, jedes Jahr einen anderen Dirigenten einzuladen, der der jeweiligen Produktion seine individuelle musikalische Handschrift verleiht. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit Francesco Cilluffo im vergangenen Jahr steht 2026 mit Thomas Rösner ein arrivierter Dirigent am Pult, der dem Klosterneuburger Publikum bereits bestens vertraut ist und mit seiner Erfahrung und Musikalität eine spannende Interpretation verspricht.

Erstmals Ballett auf der Opernbühne
Auch choreografisch betritt die operklosterneuburg Neuland: Erstmals wird ein großes Ballett in die Produktion integriert, das die dramatische und sinnliche Welt der Oper um eine künstlerische Dimension bereichert. Choreografin Desi Bonato erarbeitet gemeinsam mit der jungen Master Class der „Dance Factory“ eine frische und moderne Fassung der berühmten Bacchanal-Szene.

Junge Talente im Rampenlicht
Ein besonderer Schwerpunkt der operklosterneuburg liegt weiterhin auf der Förderung junger Talente. Neben etablierten Künstlerinnen und Künstlern erhalten auch vielversprechende Nachwuchssänger wichtige Bühnenchancen. In „Samson et Dalila“ sind dies unter anderem die beiden Österreicher Ivo Kovrigar als Abimelech, Elina-Garanca-ZukunftsStimmen-Preisträger Felix Pacher als alter Hebräer sowie Jiayu Li als Bote der Philister, die neben den beiden international gefeierten Sängern Margarita Gritskova als Dalila und Kristian Benedikt als Samson auf der großen Opernbühne reüssieren können.

Auch im instrumentalen und chorischen Bereich wird gezielt in die Zukunft investiert: Mit einer Orchesterakademie und einer Chorakademie schafft die operklosterneuburg neue Möglichkeiten, junge Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger zu fördern und ihnen wertvolle professionelle Bühnenerfahrung zu ermöglichen.

Kunst braucht starke Partner
„Mir ist wichtig, dass wir künstlerische Qualität mit Offenheit verbinden – für neue Formate, für neue Künstlerinnen und Künstler und für ein Publikum, das Oper in besonderer Atmosphäre erleben möchte. Damit sich dieses Festival langfristig entfalten kann, brauchen wir neben Leidenschaft und Kreativität auch starke Partner, die diesen Weg mit uns gehen“, so Intendant Peter Edelmann.

Ein zentrales Thema der kommenden Jahre bleibt daher die Suche nach Sponsoren und Förderern, um die künstlerische Weiterentwicklung nachhaltig zu sichern. Ein besonderer Abend in diesem Zusammenhang ist das Fundraising-Dinner am 21. April, bei dem Freunde, Partner, Unterstützer und Künstler der operklosterneuburg zusammenkommen. Interessierte können sich gerne per Mail an melden.

Karten & Spieltermine 2026
Camille Saint-Saëns‘ Oper „Samson et Dalila“ – mit Publikumsliebling Margarita Gritskova als Dalila und dem international gefragten Tenor Kristian Benedikt als Samson – feiert am 4. Juli Premiere im Kaiserhof des Stifts Klosterneuburg.

Premiere: 4. Juli 2026, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen: 7. (Rotary), 9., 11., 14., 17., 21., 23., 25., 28. Juli sowie 1. August 2026, jeweils 20:00 Uhr

„Samson und Dalila“ für Kinder: 19. Juli 2026, 18:00 Uhr

Der Kartenverkauf für „Samson und Dalila“ läuft bereits. Tickets erhältlich unter:

Online: shop.eventjet.at/klosterneuburg  
E-Mail:
Telefon: 02243 444 – 424

Details zu den Aufführungen sowie zum Ensemble finden Interessierte unter: www.operklosterneuburg.at
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Broadway in Baden: Das große Sommernachtsfestkonzert der Bühne Baden

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Ana Milva Gomes, Moritz Mausser, Maya Hakvoort, Drew Sarich © Goran Andric, Marco Sommer, Alexander Haiden, Karim Khawatmi

Ein Sommerabend, der Herzen höher schlagen lässt! Wenn der Theatervorplatz zur Bühne wird und über Baden die Sterne funkeln, ist es so weit: „Broadway in  Baden“ – das große Sommernachtskonzert der Bühne Baden! Unter freiem Himmel erklingen die größten Hits aus der Welt des Musicals – kraftvoll, berührend und mitreißend interpretiert vom Orchester der Bühne Baden, dem  Chor, dem Tanzensemble und zahlreichen beliebten Musicalstars. Ein Abend  voller Emotion, Leidenschaft und Lebensfreude, an dem die Magie des Theaters ganz unmittelbar spürbar wird. Von mitreißenden Showmomenten bis zu leisen, berührenden Augenblicken – hier verschmilzt Musik mit Sommerluft, Sternenglanz und purer Begeisterung. „Broadway in Baden“ ist mehr als ein  Konzert – es ist ein unvergessliches Erlebnis, das das Publikum verbindet und Baden für eine Nacht in Klang und Licht taucht.

14., 15. & 16. August 2026, Theatervorplatz (bei Schlechtwetter im Stadttheater)
MIT
Moritz Mausser, Drew Sarich, Ana Milva Gomes, Maya Hakvoort
ORCHESTER, CHOR UND TANZENSEMBLE DER BÜHNE BADEN
Der Kartenverkauf erfolgt gestaffelt:
• Von 18. März bis 7. April Plätze der Kategorie 1 (99 Euro)
• Von 8. April bis 28. April Plätze der Kategorie 2 (81 Euro)
• Ab 29. April Plätze der Kategorie 3 (60 Euro)
• Stehplätze um 31 Euro werden ausschließlich an der Abendkassa erhältlich sein
Nähere Infos: www.buehnebaden.at

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BADEN/STADTTHEATER: FRAU LUNA von Paul Lincke am 13.3.2026 (Premiere)

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Es beginnt bei einer Currywurstbude. Foto: Christian Husar

 Paul Linckes Frau Luna gilt als Inbegriff der „Berliner Operette“ und ist in Deutschland bis zum heutigen Tag noch immer sehr populär. Bei uns naturgemäß weniger. In letzter Zeit gab es in Österreich nur drei Produktionen: in Bad Ischl (2022), Blindenmarkt (2017) und an der Wiener Volksoper (2013). Aber jetzt hat Neo-Intendant Andreas Gergen das rare Werk auf den Spielplan des Stadttheater Baden gesetzt. Und die Premiere war, um es gleich vorwegzunehmen, ein überwältigender, triumphaler Erfolg.

Eine der Grundlagen dafür war die neue Textfassung von Christian Struppeck. Nun hat man ja mit zwangsweise umgeschriebenen Libretti – gerade in Baden unter der vorangegangen Intendanz – bisher nur die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht.

Aber Struppecks Buch ist witzig, geistreich und voller Tempo und funktioniert wirklich.

Die zweite Grundlage ist die von Dirigent Victor Petrov aus den vielen verschiedenen Fassungen der Operette (1899-1922) zusammengestellte Badener Fassung der Musik…

Zum Premierenbericht von Robert Quitta

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Oper Halle/Saale: Franz Schreker: Das Spielwerk und die Prinzessin Oper in 1 Vorspiel und 2 Aufzügen (1908–1912) an der Oper Halle: Premiere am 11. April 2026

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Am 11. April 2026 bringt die Oper Halle Franz Schrekers Oper Das Spielwerk und die Prinzessin auf die Bühne. Die Opernrarität des frühen 20. Jahrhunderts verbindet märchenhafte Elemente mit düsteren Visionen und einer opulenten Klangsprache. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Fabrice Bollon, Regie führt Nele Lindemann, es spielt die Staatskapelle Halle. In den Hauptrollen sind Thomas Weinhappel (Meister Florian), Franziska Krötenheerdt (Die Prinzessin), Chulhyun Kim (Ein wandernder Bursche) und Ki-Hyun Park (Wolf) zu erleben. Mit dieser Produktion setzt die Oper Halle die künstlerische Linie des Hauses unter der Leitung von Walter Sutcliffe fort, die neben dem Kernrepertoire immer wieder selten gespielte Opern in den Blick nimmt. Weitere Termine folgen bis zum 24. Mai 2026.

 Franz Schreker (1878–1934) gehörte in den 1920er Jahren zu den meistgespielten Opernkomponisten der Weimarer Republik und prägte die Berliner Musiklandschaft dieser Zeit maßgeblich. Wegen seiner jüdischen Herkunft und der Diffamierung seiner Werke als „entartete Kunst“ verschwanden seine Opern während der NS-Zeit von den Spielplänen und wurden erst seit den 1980er Jahren schrittweise wiederentdeckt. Heute stehen einzelne Opern wie Der ferne Klang wieder auf den Spielplänen europäischer Opernhäuser – während andere, darunter Das Spielwerk und die Prinzessin, noch zu entdecken sind.

Die Oper wurde am 15. März 1913 gleichzeitig in Frankfurt am Main und an der Wiener Hofoper uraufgeführt. Während sie in Frankfurt einen Achtungserfolg erzielte, löste die Wiener Premiere einen heftigen Streit zwischen Befürwortern und Gegnern im Publikum aus, bei dem es sogar zu Handgreiflichkeiten kam. Schreker überarbeitete das Werk daraufhin grundlegend und brachte später eine zweite Fassung unter dem Titel Das Spielwerk heraus. Die Neuinszenierung an der Oper Halle präsentiert die erste Fassung des Werks.

In Das Spielwerk und die Prinzessin entfaltet Schreker in einer hochdifferenzierten, sinnlichen Klangsprache eine vielschichtige Reflexion über Macht, Moral und menschliche Leidenschaften: Im Zentrum der Handlung steht eine Prinzessin, deren dekadente Herrschaft ihr eigenes Volk gegen sie aufbringt. Als die Situation zu eskalieren droht und die Menge zur Lynchjustiz greift, schreitet ein fahrender Geselle ein: Mit seinem Flötenspiel und mithilfe eines von Meister Florian gebauten Spielwerks gelingt es ihm, die aufgebrachte Menge zu besänftigen.

Das Spielwerk selbst ist ein geheimnisvoller Mechanismus, ein „seltsames Resonanzwerk“, in dem „selige Einfalt zu sphärenhaft lieblichem Erklingen“ gelangt (Schreker) – doch fehlerhaft konstruiert, sodass „irdische Sehnsucht, Taumel, Rausch und endliches Verderben“ ausgelöst werden…

Bemerkenswert sind die Entstehungsumstände der Oper: Während Schreker an der Partitur arbeitet, endet ein großes Volksfest mit Musikkapellen, Schaustellern und Feuerwerk in einer Katastrophe mit Toten und Panik. Der Komponist kann nur knapp entkommen – die Atmosphäre dieses Unglücks findet später ihren Widerhall in der Partitur.

Die Oper Halle wird seit der Spielzeit 2021/22 von einem neuen Leitungsteam um den Londoner Regisseur Walter Sutcliffe geprägt. Sutcliffe steht für eine klare, publikumsnahe Handschrift, die klassische Stoffe mit intelligenter Gegenwartsbeobachtung verbindet. Ästhetische Opulenz, Spielfreude, Ensemblepflege und verständliche Inhalte mit aktueller Relevanz prägen das Profil der Oper Halle. Unter seiner Leitung hat das Haus in den vergangenen Jahren sichtbar an Attraktivität und Publikumszuspruch gewonnen.

Die positive Entwicklung des Hauses spiegelt sich auch in den aktuellen Kennzahlen: Besonders deutlich zeigt sich die gewachsene Attraktivität der Oper Halle im starken Zuwachs an Neubesuchenden. In der Spielzeit 2024/25 erwarben nahezu fünfmal so viele Menschen erstmals ein Ticket für eine Opernvorstellung im Vergleich zur Spielzeit 2022/23 (+373 %). Auch im längerfristigen Vergleich markiert dies einen historischen Höchststand: Gegenüber dem Durchschnitt der Spielzeiten 2016 bis 2019 entspricht das einer Steigerung von über 200 %.
Gleichzeitig blieb das Stammpublikum stabil: Mit rund 59.000 Besucher*innen erreichte die Oper Halle in der Spielzeit 2024/25 ein Zehnjahreshoch. Auch wirtschaftlich zeigt sich dieser Aufwärtstrend: Die Einnahmen im Opernhaus lagen 2024 rund 19 % über dem Durchschnitt der Jahre 2015–2019. Für die laufende Spielzeit zeichnet sich bereits ab, dass sich diese positive Entwicklung weiter fortsetzt.

Mehr Infos unter www.buehnen-halle.de
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schoepfblog – Programm der 12. Kalenderwoche vom 16.03.2026 bis zum 22.03.2026

Montag:
Apropos: Vom ORF erwarten wir nicht Intrigen und Postenschacher, sondern bessere und innovativere Programme. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Reisen: Walter Plasil war gerade in Dubai, als der Krieg gegen Iran ausbrach. Ein Bericht über seine verspätete Rückkehr.
Literatur: Bernhard Kathan hat 53 Tiroler Kirchen besucht, begutachtet die Kunstwerke aus dem Blickwinkel eines „Hündchens“ und entdeckt dabei nie Gesehenes.

Mittwoch:
Psychologie: Die Scham folgt nicht der Vernunft. Der vermeintlich verurteilende Blick des Anderen verursacht sie: ein Gefühl, das uns alle immer wieder quält. (Susanne Weinhöppel)

Donnerstag:
Literarische Korrespondenz: Auch Johannes Sprenger befürwortet eine Erbschaftsteuer und hält die Bildung für erblich. Wer widerspricht ihm?

Freitag:
Wirtschaft: Günter Aigners Schnee- und Tourismusrückblick über die vergangene Saison: Trotz schwachen Winters war der Tourismus stark.
Musik: Das Sinfonische Blasorchester Tirol unter der Leitung von Bernhard Schlögl schrieb mit seinem Jubiläumskonzert Blasmusikgeschichte. Doch wen kümmert es? (Alois Schöpf)

Samstag:
Weltpolitik: Kriegsherren beherrschen das Weltgeschehen. Das friedliche Europa geht unter. Die Philosophie von Carl Schmitt mit einem negativen Menschenbild setzt sich immer mehr durch. (Elias Schneitter)

Sonntag:
Tourismus: Mit strahlendem Lächeln werden neue Tourismusrekorde verkündet. Dem Flughafenanrainer Helmuth Schönauer reicht es endgültig.

Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/

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