Die SAMSTAG-PRESSE – 30. OKTOBER 2021

Die SAMSTAG-PRESSE – 30. OKTOBER 2021

Foto: © Matthias Creutziger – Christian Thielemann

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 30. OKTOBER 2021

Warum eckt dieser Dirigent überall an? (Bezahlartikel)
Christian Thielemann verliert derzeit alle führenden Positionen, für die er vormals als Idealbesetzung galt.
Neue Zürcher Zeitung

Nikolaus Bachlers erfrischendes Gesprächsbuch „Sprachen des Musiktheaters“
Der Standard.at

Die Salzburger Osterfestspiele 2021 starten: Ohne Hase, mit Herbst
Ostern im Oktober: Das gibt’s nur in Salzburg. Diesen Freitag starten die Salzburger Osterfestspiele – mit Mozart auf den Pulten und Christian Thielemann auf dem Podest. Wegen Corona wurde das Festival in den Herbst geschoben. Und dauert nur vier Tage. Und auch wenn die Inzidenz in Salzburg schon wieder über 450 liegt – die Vorfreude bei Intendant Nikolaus Bachler ist groß.
BR-Klassik.de

Dokumentarfilm
Filmstart: „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“
Richard Wagner polarisiert die Musikwelt. Und doch gibt es Tausende von Wagnerianern, die ihn weltweit verehren. Ein Film zeigt, warum das bis heute so ist.
https://www.dw.com/de/filmstart-richard-wagner-bayreuth/a-59644668

„Konzertgänger in Berlin“
Ferndelektierend: Brandenburgische Konzerte mit Akamus im Konzerthaus
Mit BRANDENBURG verbindet der Bachfreund nicht wie der Rainald-Grebe-Hörer Bisamratten im Freibad und das Autohaus in Schwedt, das Achim Menzel nicht finden kann, sondern bekanntlich sechs außerordentliche Instrumentalkonzerte.
https://hundert11.net/ferndelektierend/.   

Musiktheater in der Krise – Situationsbeschreibung und Alternativen für das Musiktheater
D i s s e r t a t i o n
gefunden von TTT
https://d-nb.info/102046688X/34

„The Lighthouse“, Kammeroper. „Halloween in der Kammeroper“
Das apokalyptische Biest wurde kurz vor Halloween in der Kammeroper gesichtet. „The Lighthouse“ von Peter Maxwell Davies hat dem Publikum „heimgeleuchtet“ und es am psychotischen Horrortrip von drei Leuchturmwächtern teilhaben lassen. Ob man „erleuchtet“ von dannen gezogen ist, bleibt offen, spannend war es auf jeden Fall.
http://www.operinwien.at/werkverz/davies/aleucht2.htm

„The Lighthouse“: Zwischen Unruhe und Seelenruh
Wiener Zeitung.at

Wien Modern sucht Ende der Isolation…
Das traditionsreiche Festival für Zeitgenössisches bietet von 30. 10. bis 30. 11. Buntes aus dem Reich der Klangmoderne
Der Standard.at

Wien Modern startet
30. Oktober – 30. November
https://oe1.orf.at/artikel/688989/Wien-Modern-startet

Bayern
Im Überfluss der Emotionen
In Bayern erwachen die Opernhäuser und begeistern mit Premiere von München bis Nürnberg. Zeit für musikalische Ausflüge
Sueddeutsche Zeitung

Hamburg
Gogols „Die Nase“ als wilde Tanz-Rap-Oper in Hamburg
https://www.ndr.de/kultur/buehne/Jessica-Nupen,nosekampnagel100.html

Weimar
„Aida“ in Weimar: ein Lehrstück über Kolonialismus
https://www.mdr.de/kultur/musik/aida-oper-weimar-kolonialismus-100.html

Zürich
„Il Trovatore“ in Zürich: Um ein Haar hätte man mitgesungen
Frankfurter Allgemeine

Wexford
Opernfestival Wexford : Elbtraum mit sieben Nixen
Frankfurter Allgemeine

Kommentar: Anna Netrebko veröffentlicht Kochbuch: Lasst sie doch!
Sie ist die schillernde Figur der Opernwelt – die russische Sopranistin Anna Netrebko. Und eingefleischte Fans wissen es: Sie liebt Essen! Auf ihrem Instagram-Kanal lässt sie uns nicht nur regelmäßig an ihrem speziellen Mode-Geschmack teilhaben, sondern auch an ihren zahlreichen kulinarischen Ausflügen. Auch sie selbst steht gerne am Herd und bekocht ihre Lieben. Da ist die Veröffentlichung ihres ersten Kochbuchs nur konsequent. Vielversprechender Titel: „Der Geschmack meines Lebens“.
BR-Klassik.de

Vorarlberg
Es darf bloß kein Sturm im Wasserglas sein
Der Vorarlberger Komponist Richard Dünser hat die berühmte Oper „Elektra“ von Richard Strauss völlig neu instrumentiert.
Vorarlberger Nachrichten

Wien/Musical
„Miss Saigon“ zieht ins Raimundtheater
Das Ensemble des Musicals präsentierte einen Probeneinblick.
Wiener Zeitung.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
La Traviata REVIEW: Lisette Oropesa breathes new life into Verdi’s most popular opera
express.co.uk

A standing ovation for Lisette Oropesa in the Royal Opera House’s revival of La traviata
operatoday.com

“Feel the fear, then do it”: Wagner’s Ring cycle gets a bold Samoan rework
The Guardian.com

Edinburgh
Beauty and the Beast: The Musical review – old-fashioned pleasures and irresistible set-pieces
The Guardian.com

Wexford
Wexford Festival Opera 2021 Review: Edmea
Director Julia Burback Turns A Banal Drama Into A Psychological Thriller
https://operawire.com/wexford-festival-opera-2021-review-edmea/

New York
Metropolitan Opera 2021-22 Review: Die Meistersinger von Nürnberg
operawire.com

Met’s epic “Meistersinger” sends a message of confidence and hope
thenewyorkclassical-review

Review: Two Tenors. Many, Many High Notes.
Lawrence Brownlee and Michael Spyres came together for a sky-scraping Rossini concert at the 92nd Street Y.
The New York Times

Toronto
Canadian Opera Company Celebrates New Leadership, New Audiences, and New Digital Programming
broadwayworld.com

Recordings
Modest Mussorgsky: Unorthodox Music review – operatic vividness and tremendous panache
The Guardian.com

Sprechtheater

München
Hingeschaut
Das Theaterfestival „Spielart“ in München ist internationaler denn je. Welche Wohltat.
Sueddeutsche Zeitung

Ausstellungen/ Kunst

Wien/Albertina
Wie zeitgenössisch sind die Werke Paul Floras noch?
Mit seinen Darstellungen von Raben oder Tiroler Schützen sind hierzulande viele aufgewachsen. Anlässlich des 100. Geburtstags widmet ihm die Albertina eine Ausstellung
Der Standard.at

TV/Medien

ORF/Dancing Stars
Enttäuschung groß: Faris Rahoma musste „Dancing Stars“-Parkett räumen

Kultige Serien-Hits und ein spannender Tanzmarathon: Bei den „Dancing Stars“ gab es am Freitag wieder jede Menge Unterhaltung, tolle Performances und exzellente Jury-Bewertungen. Für einen Promi hat’s am Ende aber dennoch nicht gereicht: Faris Rahoma musste in dieser Show das Parkett räumen. Für die restlichen fünf Paare stehen in der nächsten Woche gleich zwei Solo-Tänze an.
https://www.krone.at/2543839

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Unter’m Strich

Österreich
Fast 6.000 Neuinfektionen: „Lockdown ist definitiv nicht auszuschließen“

Statistiker Erich Neuwirth: „Geht es eine Woche weiter so bergauf, muss man ernsthaft daran denken.“ Pharmakologe Zeitlinger für Vorziehen der Booster-Impfung generell auf sechs Monate.
Kurier.at

Chat-Affäre: Muss sich die ÖVP vor einer Kronzeugin fürchten?
Die in der Chat-Affäre beschuldigte Meinungsforscherin Sabine B. soll laut Medienberichten die Kronzeugenregelung beantragt haben. Ob sie wirklich als Kronzeugin aussagen kann, ist aber fraglich.
Salzburger Nachrichten

Beinschab sichert Ermittlern Unterstützung zu
Meinungsforscherin Sabine Beinschab, die in den ÖVP-Korruptionsskandal verwickelt ist, hat laut einem Bericht des Ö1-Morgenjournals Interesse am Kronzeugenstatus bekundet. Die Beschuldigte sei bereit, umfassend mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Die ÖVP zeigte sich in einem Statement an ORF.at erfreut über den Ermittlungsfortschritt. Kritik kommt von der Rechtsschutzbeauftragten der Justiz.
https://orf.at/stories/3234581/

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 30. OKTOBER 2021)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 30. OKTOBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

Wien blüht ein neuer „Rosenkavalier“. In der Volksoper hat am Sonntag die Köpplinger-Inszenierung Premiere

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Emma Sventelius (Octavian), Lauren Urquhart (Sophie). Foto: Barbara Palffy/Volksoper

Die Staatsoper verliert am Sonntag ihr Monopol auf die Strauss-Komödie: Josef E. Köpplinger inszeniert sie für die Volksoper.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2126083-Wien-blueht-ein-neuer-Rosenkavalier.html

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Jacquelyn Wagner (Marschallin),  Emma Sventelius (Octavian). Foto: Barbara Palffy/Volksoper

Josef E. Köpplinger im Interview mit Christoph Wagner-Trenkwitz
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Dr. Peter Dusek moderiert am 4. November ab 19 h im Großen Sendesaal des Funkhauses Argentinierstrasse seine letzte Opernwerkstatt.

40 Jahre hat er seines Amtes gewaltet!

Richard Wagner Symposium 2017
Dr. Peter Dusek. Foto: Sommerakademie Drosendorf

40 Jahre lang moderierte Peter Dusek – neben Volkmar Parschalk und Georg Springer bzw. Michael Blees –die populäre  Publikums-Sendung „Opernwerkstatt“. Mit einem Gespräch mit Mirjana Irosch – der unvergessenen Operetten-Diva der Wiener Volksoper  und Mutter von Martina Serafin – verabschiedet er sich am Donnerstag, den 4. November 2021, ab 19 Uhr im Großen Sendesaal des Funkhauses (Argentinierstraße) von dieser Serie. Er schreibe weiterhin Kritiken und Opern-Beiträge und wolle sich in Zukunft mit dem Gründer des Theatermuseums Joseph Gregor  näher auseinander setzen. “Ganz ohne Oper kann ich mir meine Zukunft einfach nicht vorstellen“,  schmunzelt der Journalist und Gründer des Historischen  Archivs des ORF, der ca. 160 Mal als Interviewer (von Corelli bis Pavarotti und von  Gruberova bis Garanča) auftrat.

Mirijana Irosch als die Zirkusprinzessin

Mirjana Irosch, die „Königin der Volksoper“, ist gemeinsam mit Tochter Martina Serafin zu Gast bei Peter Dusek.

Gut Ding braucht mitunter viel Weile. Dieses Interview war zum 80. Geburtstag von Mirjana Irosch geplant, dann kam ein längerer Krankenhaus-Aufenthalt, dann die Pandemie.
Nun holt die jahrzehntelange „Königin“ der Volksoper mit zweijähriger Verspätung jenes Interview nach, das ihr – der legendären Hanna Glawari oder Fledermaus-Rosalinde – schon 2019 gewidmet war. Die beiden Operetten von Franz Lehár bzw. von Johann Strauß hat sie übrigens rund 300 Mal mit größtem Erfolg im Haus am Währinger Gürtel gesungen und – als Volksopern-Gastspiel – bis Tokio international präsentiert.

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WIEN/Konzertreihe „KONZERTE IM ACHTEN“

Konzerte im Achten | Albert Hall | Wien

Die klassische Konzertreihe „Konzerte im Achten“ lädt am 11. und 12. November zum Liederabend. Gespielt werden Stücke namhafter Komponisten wie Brahms, Schubert, Wolf und vielen mehr.

Gestartet wurde die neue klassische Konzertreihe mit dem klingenden Namen „Konzerte im Achten“ im Oktober 2021. Mit einem Solo-Klavierkonzert legte die russische Ausnahmekünstlerin Anna Volovitch, welche auch gleichzeitig als künstlerische Leiterin der Konzertreihe fungiert, einen fulminanten Start hin. Waren doch sogar österreichische Musikgrößen wie Franz Zettl im Publikum zu finden.

Jetzt lädt die Konzertreihe „Konzerte im Achten“, die sich als Austragungsort die neu sanierte Albert Hall in der Wiener Josefstadt ausgesucht hat, in den nächsten Konzertzyklus. Und zwar wird am 11. und 12. November, jeweils ab 20 Uhr, zum Liederabend eingeladen.

Brahms, Schubert und Co.

Miteinander auf der Bühne stehen werden im Rahmen dieser Liederabende Konzertpianistin Anna Volovitch (Klavier), Amarilio Ramalho (Viola) und Matthias Helm (Bariton). Sie werden ausgewählte Lieder von Schubert, Brahms, Wolf und noch vielen weiteren namhaften Komponisten vortragen. Ganz besonders freut man sich auf „Die Forelle“ von Franz Schubert.

Spielbeginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Nach den Vorstellungen gibt es auch noch die Möglichkeit zu einem „Meet & Greet“ mit den Künstlern im benachbartem Restaurant „Albert“.

Tickets sind ab 28 Euro unter www.konzerteimachten.at erhältlich.

Konzertreihe bis Mai 2022

Die gesamte Konzertreihe „Konzerte im Achten“ läuft bis Mai 2022. Jeweils zweimal im Monat wird zu einem Konzertzyklus geladen. Eine künstlerische Neujahrs-Pause findet im Jänner und Februar statt. Diese Monate sind Spielfrei. Ab März stehen die Künstlerinnen und Künstler dann wieder bis Mai 2022 auf der kleinen aber feinen Bühne in der Wiener Albert Hall im 8. Bezirk.

Nähere Informationen zur gesamten Konzertreihe „Konzerte im Achten“ sowie auch noch Wissenswertes über die Liederabende am 11. und 12. November finden Sie unter www.konzerteimachten.at.

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Asmik Grigorian Interview in Florenz nach der Probe mit Zubin Mehta

gefunden von Fritz Krammer

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“HILFSTÖNE” – das jährlich um die Weihnachtszeit von Clemens Unterreiner veranstaltete Konzert

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WIEN / KIRCHE ST. GERTRUD: BRAHMS-REQUIEM ZU ALLERHEILIGEN mit der Konzertvereinigung Wiener Volksopernchor

und am 21.11. in Kierling bei Klosterneuburg/NÖ

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STAATSTHEATER WIESBADEN: »TRISTAN UND ISOLDE«. Premiere am 7.11.

Premiere am Sonntag, den 7. November 2021, um 16.00 Uhr im Großen Haus
Die beiden nächsten Vorstellungstermine: Am 13. November um 17.00 Uhr und am 28. November um 16.00 Uhr.

Wie kein anderes Werk der Opernliteratur führt »Tristan und Isolde« die Liebe zwischen zwei Menschen in ihrer ekstatischsten Form vor. Wie kein Komponist vor ihm, folgt Richard Wagner hier dem »Triebleben der Klänge« (um eine Formulierung Arnold Schönbergs aufzunehmen) und beschwört einen permanenten Rausch. In der Inszenierung von Intendant Uwe Eric Laufenberg wird aber auch erfahrbar, dass eine derartig unbedingt sich abkapselnde Liebe wie die zwischen Tristan und Isolde grundsätzlich nicht mit der Gesellschaft in Einklang zu bringen ist.
In den Titelpartien sind zwei hochinteressante Rollendebüts zu erleben: Die international erfolgreiche niederländische Sopranistin Barbara Haveman singt erstmals die Isolde; Marco Jentzsch erstmals den Tristan. Mit Michael Güttler steht zudem ein ausgewiesener Wagner-Fachmann am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden.

Musikalische Leitung Michael Güttler   Inszenierung Uwe Eric Laufenberg
Bühne Rolf Glittenberg    Kostüme Andrea Schmidt-Futterer   Chor Albert Horne   Licht Andreas Frank   Video Gérard Naziri   Dramaturgie Wolfgang Behrens

Tristan Marco Jentzsch    Isolde Barbara Haveman    König Marke Young Doo Park     Kurwenal Thomas de Vries     Melot Andreas Karasiak    Brangäne Khatuna Mikaberidze Junger Seemann Julian Habermann Hirt Erik Biegel

In weiteren Aufführungen übernehmen Andreas Schager und Catherine Foster die Partien von Tristan und Isolde.

Vorstellungstermine und mehr Informationen finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de.
Theaterkasse: Telefon 0611.132 325 | E-Mail: |"> | www.staatstheater-wiesbaden.de Abo-Büro: Telefon: 0611.132 340 | /"> Gruppenbüro: Telefon 0611.132 300 |
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Musiktheater in der Krise – Situationsbeschreibung und Alternativen für das Musiktheater

D i s s e r t a t i o n

https://d-nb.info/102046688X/34

Textauszug S. 6/7

Die Theater in Deutschland stecken derzeit in einer primär ästhetischen und erst in zweiter Linie wirtschaftlichen Krise – jene Krise geht einher mit einer politischen und kulturellen Krise („Kulturstaatskrise“) der gegenwärtigen Bundesrepublik Deutschland, welche zu intellektuell desolaten Umständen und tiefer kulturpolitischer Degeneration und Verantwortungslosigkeit führt.

Der „Dekonstruktionsprozess“ des deutschen Theater begann schon viel früher unter den Einflüssen der postmodernen Theaterästhetik, welche eine gezielte Dekonstruktion des Theaters und seiner bis in die 80er Jahre vorherrschenden traditionellen Konzeption als Bildungstheater vollzog und sicherlich ungewollt zu der Verflachung des Paradigmas
von Bildung geführt haben könnte, wie wir sie anhand der Ergebnisse der Pisa-Studien nachvollziehen können. Parallel dazu vollzog sich die Entwicklung des modernen Regietheaters und damit letztendlich trotz gegenteiliger Bemühungen der Verlust der künstlerischen und vor allem auch gesellschaftlichen Relevanz von Musiktheater.

… Loslösung des Bühnengeschehens von der Partitur und damit von den Vorgaben des Komponisten.

Es geht hierbei nicht um den sicherlich notwendigen dynamischen Prozess einer sich selbstverständlich ändernden Ästhetik, also die Anpassung an den Zeitgeschmack, sondern um das Finden von theaterpraktischen und dramaturgischen  Lösungen, im Sinne von den ihr „zugrunde liegenden Theorien sowie der sie ermöglichenden Dramaturgie- und Probenpraxis“.

Durch das moderne Regietheater (hierbei im Speziellen durch Regisseure verursacht, welche ein Werk des Musiktheaters nicht mehr aus der Partitur heraus entwickeln, weil ihnen das für den Opernregisseur spezifisch notwendige Handwerkszeug fehlt und daher anstelle der Partitur auf die alleinige Lektüre und intellektuelle Ausdeutung des Librettos, bzw. noch häufiger, der Reclamausgabe oder des CD-Booklets zurückgreifen – in der Theaterpraxis häufig bei Regisseuren im Musiktheater, welche aus dem Bereich Schauspielregie kommen, staunend zu beobachten), fand eine Loslösung des Werks von der inneren und wesenhaften Dynamik der Komposition statt und damit eine Lösung von „der musikalischen Aura“ der Komposition. Aber erst durch das Zusammenführen von Musik und Szene, eine Engführung von Text und Musik, kann wahrhaftiges und bühnengerechtes Musizieren produziert werden – mit dem Wissen um jenen den Gesang auslösenden Grund und Anstoß, denn Oper ist gesungenes Theater – Musiktheater unterscheidet sich durch das Wissen um das WARUM auf der Bühne gesungen wird. Erst durch dieses ästhetisch und szenisch reflektierte Wissen kann sich Musiktheater zum Gesamtkunstwerk transferieren: die Einstellung zum Singen auf der Bühne ist gebunden an seine dramaturgische Konsequenz.

https://d-nb.info/102046688X/34

Gefunden von TTT

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ORF III am Allerheiligenwochenende: Premiere für „ORF Legenden – Uschi Glas“ im vierteiligen „zeit.geschichte“-Abend

Außerdem: „Erbe Österreich“-Premiere „A schöne Leich“, Auftakt für „Über Österreich“ und „Erlebnis Bühne“-Tripel u. a. mit Max Raabe

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information feiert am Allerheiligenwochenende Lieblinge der österreichischen Film- und Fernsehlandschaft, internationale Stars aus dem Bereich der Musik und begeht den Feiertag mit einem stimmungsvollen Programmreigen zwischen dem Tod und den schönen Seiten des Lebens: Am Samstag, dem 30. Oktober 2021, widmet sich ein vierteiliger „zeit.geschichte“-Abend den größten Fernsehstars des Landes u. a. mit der ORF III-Neuproduktion „ORF Legenden – Uschi Glas“. Am Sonntag, dem 31. Oktober, steht der „Erlebnis Bühne“-Abend im Zeichen von Max Raabe und Jonas Kaufmann. Tagsüber am Sonntag widmet sich ORF III dem Reformationstag u. a. mit einem Live-Gottesdienst. Zu Allerheiligen, am Montag, dem 1. November, zeigt ORF III ab 19.25 Uhr vier Neuproduktionen: „Das ganz normale Verhalten der Österreicher… und der Tod“ mit Rudi Roubinek, „Erbe Österreich: A schöne Leich – Sterben zu Habsburgs Zeiten“ und zwei Folgen der neuen Staffel „Über Österreich“ mit Ingrid Thurnher.

Samstag, 30. Oktober

Am Nachmittag in „LICHTblicke & WEGweiser“ (17.10 Uhr) trifft Marianne Hengl Schauspielerin Ursula Strauss im Stift Melk zum Gespräch – dabei geht es um Schicksalsschläge, Berufliches und die Bedeutung von Familie.

Den „zeit.geschichte“-Abend im Zeichen der größten Unterhaltungskünstler/innen läutet um 20.15 Uhr die ORF-III-Neuproduktion „ORF Legenden – Uschi Glas“ ein. Im neuen Porträt lässt die Schauspielerin die letzten Jahrzehnte ihrer Karriere Revue passieren. Zurück am Wörthersee besucht sie gemeinsam mit Regisseur Otto Retzer ehemalige Drehorte von TV-Klassikern wie „Hilfe, ich liebe Zwillinge“. Es folgen erfolgreiche Fernsehserien wie „Tierärztin Christine“ oder „Anna Maria – Eine Frau geht ihren Weg“ sowie aus ihrer „Wörthersee-Film-Ära“ bekannte Titel wie „Ein Schloss am Wörthersee“ oder „Alles Glück der Erde“. Neben dem Rückblick plaudert Uschi Glas auch über ihre Freundschaft zu Roy Black oder ihre Ehe mit Dieter Hermann. Um 21.05 Uhr folgt ein „ORF Legenden“-Porträt über Klausjürgen Wussow – gestaltet von Robert Tauber. Wussow war vielbeschäftigter Film- und vor allem Burgschauspieler, einem breiten Publikum wurde Wussow im Jahr 1970 durch seine Auftritte in der Serie „Kurier der Kaiserin“ bekannt. Zum Publikumsliebling avancierte er 1985 mit der Rolle des Professor Brinkmann in der „Schwarzwaldklinik“, dem Höhepunkt seiner Karriere. Danach folgen Porträts über Schauspieler und TV-Showmaster Vico Torriani (21.55 Uhr) und den Starreporter Heinz Fischer-Karwin (22.45 Uhr).

Sonntag, 31. Oktober

Den Reformationstag feiert „ORF III LIVE“ um 9.05 Uhr mit der Übertragung des evangelischen Gottesdienstes aus der Wiener Auferstehungskirche, bevor sich um 10.00 Uhr eine Ausgabe von „Cultus – Der Feiertag im Kirchenjahr“ mit der Bedeutung des Reformationstages auseinandersetzt. Danach zeigt ORF III vier Dokumentationen, beginnend mit „Das evangelische Wien“ (10.15 Uhr). Dem Gedenktag der Reformation verschreibt sich auch „Der Österreichische Film“ ab 14.05 Uhr mit „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“ sowie „Die Heilerin“ (ab 15.40 Uhr) in zwei Teilen.

Der „Erlebnis Bühne“-Abend gehört dieses Mal zwei internationalen Musikstars: Um 20.15 Uhr steht „Max Raabe – Eine Nacht in Berlin“ aus dem Jahr 2019 auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Palast Orchester verzaubert Raabe sein Publikum im Clärchens Ballhaus in Berlin mit Evergreens von Kurt Weill über Irving Berlin bis Cole Porter und Walter Jurmann. Max Raabe hat sich außerdem Verstärkung geholt und wird von seinen Gästen Namika, Lars Eidinger und Mr. Lordi tatkräftig unterstützt. Anschließend geht es mit „Max Raabe – Let’s do it“ (21.10 Uhr) aus dem Jahr 2016 weiter. Zu hören und sehen gibt es Vintage-Glamour und Swing der 1920er und 1930er Jahre. Abschließend nimmt Jonas Kaufmann das Publikum in „Mein Italien“ (22.15 Uhr) mit auf eine musikalische Reise durch das Repertoire großer italienischer Tenöre bis hin zu Kompositionen des Kultfilms „Der Pate“.

Montag, 1. November

Zu Allerheiligen startet ORF III um 9.30 Uhr mit einer Ausgabe der Reihe „Das ganze Interview“ mit Sandra Szabo im Gespräch mit Bischof Josef Marketz, gefolgt vom „Allerheiligen-Gottesdienst“ (10.00 Uhr) live aus der Pfarre Lockenhaus. Um 11.00 Uhr widmet sich eine Ausgabe von „Cultus – Der Feiertag im Kirchenjahr“ der Bedeutung von Allerheiligen, bevor „Erlebnis Bühne“ um 11.20 Uhr die im April 2021 aufgezeichnete Wiederaufnahme von Georg Friedrich Händels Oratorium „Saul“ aus dem Theater an der Wien präsentiert. Nach weiteren Sendungen über Österreichs bedeutendste Klöster sowie den Wiener Zentralfriedhof folgen ab 19.25 Uhr vier Neuproduktionen. Den Auftakt macht „Das ganz normale Verhalten der Österreicher… und der Tod“ mit Rudi Roubinek. Um 20.15 Uhr zeigt die neue „Erbe Österreich“-Dokumentation „A schöne Leich – Sterben zu Habsburgs Zeiten“ von Maximilian Traxl, wie die spätmonarchische österreichische Gesellschaft mit dem Tod und der Bestattung umgegangen ist. Krankheiten wie Syphilis oder Kindbettfieber grassierten. Auch Duelle und Selbstmorde rissen viele aus dem Leben. Umso sentimentaler fielen die Begräbnisse aus. Auch die Obduktion von Leichen – ob kriminalistischer Hintergrund oder nicht – hatte damals in Wien Hochkonjunktur. Ab 21.00 Uhr lädt ORF III in zwei Ausgaben der neuen Staffel von Georg Rihas „Über Österreich“ zum Österreich-Rundflug mit Ingrid Thurnher. Im ersten Teil begibt sich Thurnher gemeinsam mit Riha von der Burg Neuhaus im Bezirk Baden zum Altausseer See im Salzkammergut und stattet auf dem Weg dorthin dem steirischen Ennstal einen Besuch ab. Im zweiten Teil um 21.55 Uhr geht es u. a. nach Lavamünd, Abtenau, Windischgarsten und zum Wolfgangsee.
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