Die SONNTAG-PRESSE – 14. NOVEMBER 2021

Die SONNTAG-PRESSE – 14. NOVEMBER 2021

Foto: Aga Mikolaj © AMMEDIA

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 14. NOVEMBER 2021

Dresden
Semperoper-Sopranistin Aga Mikolaj (†51) nach Corona-Erkrankung gestorben
TAG 24.de

Hamburg
Volle Konzentration: Lang Lang in der Laeiszhalle
NDR.de-kultur

Wien/Staatsoper
Domingo sang „Nabucco“ nicht zu Ende
Plácido Domingo übergab vor der großen Arie an den jungen mongolischen Kollegen Enkbath Armatuvshin.
Die Presse.com

Berlin
„Siegfried“-Premiere an Deutscher Oper – Im Eishauch des Verbrechens
Muss der Statistenhaufen in Unterwäsche wirklich sein? Die Deutsche Oper vollendet ihren „Ring des Nibelungen“ mit „Siegfried“.
Tagesspiegel.de

Kritik – „Siegfried“ an der Deutschen Oper Berlin Wagner im Feinripp-Fetisch
BR-Klassik.de

„Siegfried“ komplettiert den neuen „Ring“ an der Deutschen Oper (Bezahlartikel)
Mit Spielfreude dirigiert und inszeniert: Der dritte Teil von Wagners „Ring“ in der musikalischen Leitung von Donald Runnicles und der Regie von Stefan Herheim
BerlinerZeitung

Apropos RING: hier ein Programmtip
Sternstunden der Musik. Der Jahrhundertring 1976
Die Inszenierung 1976 von Patrice Chéreau schockierte die Fans
arte
14. November 2021 17:40 – 18:25 Uhr
https://foyer.de/tv/der-jahrhundertring-1976/

Deutschland
Die Angst des Veranstalters vor dem leeren Saal
Die Musik spielt wieder auf, doch wo bleibt eigentlich das Publikum?
https://www.nmz.de/artikel/die-angst-des-veranstalters-vor-dem-leeren-saal

Nürnberg
Verdi-Oper „Der Troubadour“ am Staatstheater Nürnberg: Peter Konwitschny setzt auf Scheiterhaufen
BR-Klassik.de

Rouen
Oper von Jacques Offenbach : Zwei Nationen, im Jodeln vereint
In Rouen ist die rekonstruierte Urfassung von Jacques Offenbachs „La vie parisienne“ zu erleben. Insbesondere der vierte Akt fördert musikalische Juwelen zutage.
Frankfurter Allgemeine

Das „Pariser Leben“, endlich so wie sein Schöpfer es wollte
Die Welt.de

Wien
“La Wally“, Theater an der Wien – „Alpenländische Milieustudie“
Vor vier Jahren hat sich die Volksoper an Alfredo Catalanis „La Wally“ versucht, jetzt hat das Theater an der Wien die 1892 uraufgeführte Oper „ausgegraben“. Das Werk, in dem sich Hochgebirgspanoramen mit sprunghaften Emotionen paaren, ist schwer zu inszenieren. Auch die vom Theater an der Wien angebotene Lösung wirkte wenig überzeugend.
http://www.operinwien.at/werkverz/catalani/awally3.htm

Oper als Anti-Heimatfilm: „La Wally“ am Theater an der Wien
https://volksblatt.at/oper-als-anti-heimatfilm-la-wally-am-theater-an-der-wien/

St. Pölten
Große Gefühle mit Pfiff im Festspielhaus St. Pölten
Im Zeichen großer Gefühle stand der Freitagabend im Festspielhaus St. Pölten. Nikolaus Habjan pfiff wieder einmal auf die Oper, diesmal begleitet vom Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Stefan Gottfried und mit überleitenden Zwischentexten von Paulus Hochgatterer. „Von Luft und Liebe – eine Opernverführung“ lautete das Thema dieser Auftragsproduktion.
Salzburger Nachrichten

Salzburg
Rabl-Stadler-Nachfolge: Landtagspräsidentin Pallauf in Favoritenrolle
Die ÖVP entscheidet über die Präsidentschaft der Salzburger Festspiele nahezu im Alleingang. Grün geführtes Ministerium hat „Vetorecht“.
Der Standard.at

Salzburg
Von Welt statt „neuer Stil“
Die Schuhe für Helga Rabl-Stadlers Nachfolge sind groß – Gastkommentar von Thomas Drozda (2016 und 2017 Minister für Kunst und Kultur).
https://kurier.at/meinung/gastkommentar/von-welt-statt-neuer-stil/401804332

Österreich
Adventsingen, Theater und Kino bleiben erlaubt
Mit 2G und Maske bleibt Kultur möglich. Sogar in Oberösterreich trifft das Veranstaltungsverbot nicht die professionellen Kulturbetriebe.
Salzburger Nachrichten

Wien
Bundestheater bereiten sich auf 2-G plus vor
Die Bundestheater bereiten sich auf Einführung der 2-G-plus-Regel Mitte der kommenden Woche vor. Man befürchte zwar einen Einbruch der Besucherzahlen, trage die Maßnahmen aber mit, so Holding-Geschäftsführer Christian Kircher am Samstag.
https://wien.orf.at/stories/3129926/

Baden Baden
Wilder als bei Wagner
Konzertante Aufführungen der Oper „Mazeppa“ stehen auf dem Programm der Herbstfestspiele Baden-Baden. Der Höhepunkt ist Olga Peretyatkos herzzerreißendes Wiegenlied. Von Peter Tschaikowsky kennt man die Opern „Eugen Onegin“ und „Pique Dame“.
https://www.bo.de/kultur/wilder-als-bei-wagner#

Wien/Musikverein
Daniel Barenboims romantische Sternstunde
Die Staatskapelle Berlin spielte im Wiener Musikverein Johannes Brahms und Robert Schumann.
Wiener Zeitung.at

Der leere Raum Ästhetik: Zur Arbeit von Peter Brook
… beginnen wir das Nachdenken über Ästhetik nicht mit dem Begriff Schönheit, sondern wie er mit dem Begriff Lebendigkeit, bzw. dessen Gegenteil Tödlichkeit. Was führt dazu, dass es Theateraufführungen gibt, die tot wirken? „Die Technik des Inszenierens, Entwerfens,… — wird einfach nicht genügend beherrscht“. Im Erleben… alle Freiheitsgrade des Imaginären… aufgehoben. …öffnen sich… für weiteres, möglicherweise Überraschendes. „Es gibt auch Säulen der Bestätigung. Das sind die Augenblicke der Erfüllung, die sich einstellen, plötzlich und irgendwo, die Ereignisse, bei denen kollektiv ein totales Erlebnis, ein totales Theater aus Stück und Publikum Aufteilungen wie tödlich, derb und heilig zum Unsinn reduziert. In diesen seltenen Augenblicken sind das Theater der Freude, das der Katharsis, der Feier, der Forschung, des gemeinsam erlebten Gehalts und das lebendige Theater ein und dasselbe.“
Gefunden von TTT
philoso.de

Callas, Wilder & Co: Biografische Umkreisungen
Maria Callas, Billy Wilder und Arturo Benedetti Michelangeli: Drei neue, spannende Biografien erzählen von der Kreativität und dem tragischen Leben dreier großer Ausnahme-Künstler
Der Standard.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

New York
The Stakes Are Sky-High for a “Ring“ Coming to the Met Opera
For Richard Jones, the director of a staging that will open in London and later travel to New York, this is a third attempt at Wagner’s epic.
The New YorkTimes

London
The week in classical: Life, Letters & Friendship; Bluebeard’s Castle – review
TheGuardian.com

New York
Opera Review November
The Met’s Production of Turandot opened in 1987 directed by Franco Zefferelli. The production has remained one of the most popular productions at the Met.
http://www.star-revue.com/opera-review-november-by-frank-raso/

Youthful cellist provides fleeting highlights in a rough night with Young, Philharmonic
Sheku Kanneh-Mason was the soloist in Dvořák’s Cello Concerto with Simone Young conducting the New York Philharmonic Thursday night at Alice Tully Hall.
newyorkclassicalreview.com

Chicago
In a rousing return, Hrůša ignites with CSO in Dvořák rarity
chicagoclassicalreview

Tokyo
Nothing short of greatness: the Vienna Philharmonic in Suntory Hall
bachtrack.com

Recordings
Les Ambassadeurs revive Rameau’s Achante et Céphise with inimitable style
This first recording of the French composer’s forgotten opera brings his inventive score to life
https://www.ft.com/content/39ac354d-9455-4b6d-8f07-9144aeadcf78

Classical CDs: Muesli, mindfulness colouring and a trip to the boulangerie
Underrated British symphonies, baroque music in new colours and romantic quartets
theartsdesk.com

Feuilleton
Criticism on Fridays: Aging & Poor?
What Would One Call the Worst Problem Of the Aging Opera Industry?
https://operawire.com/criticism-on-fridays-aging-and-poor/

Ballett/Tanz

London
Ballet Black, Linbury Theatre review
– an essential part of the landscape Twenty years on, the pity is that it’s still necessary for this excellent company to exist
theartsdesk.com

Sprechtheater

Berlin
Die Volksbühne unter René Pollesch – eine Bastion der Einfallslosigkeit
Seit Beginn seiner Intendanz im September spielt Pollesch gefühlt immer dasselbe Stück – passend zur Pandemie. Dauerthema ist dabei: vor allem er selbst.
Tagesspiegel.de

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Unter’m Strich

Schluss mit der Impfdebatte, zurück zur Vernunft
Bislang beruhte die Corona-Politik der Bundesregierung auf einer Wette, die nicht aufzugehen scheint: (Er-)Lösung durch Impfung. Zeit zum Umdenken.
Berliner Zeitung

Österreich
Fußball-Trainer Paul Gludovatz im Alter von 75 Jahren gestorben
Der langjährige Betreuer des ÖFB-Nachwuchses verstarb laut Medienberichten an einer Corona-Infektion.
WienerZeitung.at

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. NOVEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. NOVEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com
Stadt Wien verschärft Corona-Maßnahmen: 2G mit zusätzlichem PCR-Test 
Projekte

Verehrtes Publikum,

wie Sie gestern vermutlich bereits den Medien entnommen haben, plant die Stadt Wien mit kommender Woche erneut die Corona-Maßnahmen zu verschärfen.

Für Veranstaltungen ab 25 Personen wird dabei die „2G+“-Regel zur Anwendung kommen. Das bedeutet: Selbst wenn Sie — wie Abend für Abend weit über 90% unserer Besucherinnen und Besucher — durch eine doppelte Impfung voll immunisiert sind, sogar schon den dritten Stich erhalten haben, oder genesen sind, müssen Sie beim Besuch einer unserer Vorstellungen zusätzlich einen gültigen PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden, vorweisen. Dabei gilt das Datum der Testabnahme, nicht das Datum des Ergebnisses.

Leider ist uns nicht bekannt, ab wann genau diese Maßnahmen zum Tragen kommen. Sollte das sehr kurzfristig geschehen, könnten wir daher in die Situation geraten, Sie trotz gültiger Eintrittskarte und 2G-Nachweis am Abend nicht einlassen zu dürfen.

Wir können dagegen nichts unternehmen als Sie zu bitten, die weiteren Entwicklungen zu verfolgen. Selbstverständlich werden wir Sie erneut informieren, sobald uns irgendwelchen neuen Details bekannt werden.

Wir bedauern diese Erschwernisse außerordentlich, können sie aber nicht beeinflussen und hoffen dafür auf Ihr Verständnis.

Ihr Team der Wiener Staatsoper

….
Leser H.P. hat diesbezüglich Fragen an die Staatsoper

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir klar, dass die Staatsoper nichts gegen die gesetzlichen Regelungen tun kann, aber ich habe ein paar Fragen zur praktischen Durchführung:

1. Wenn der PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein darf und das Test-Ergebnis in der Regeln erst 1 Tag nach dem Test vorliegt, bedeutet das, dass ich z.B. für eine Vorstellung, die am Mittwoch stattfindet, am Dienstag den Test machen und am Mittwoch das Ergebnis erhalten muss.

Aber wie ist das bei Vorstellungen, die an einem Montag stattfinden?

Wird die Oper PCR-Test-Möglichkeiten anbieten oder vermitteln, bei denen  man den Test am Sonntag machen kann, um das Ergebnis am Montag zu haben?

2. Wenn ich bereits VOR der Bekanntgabe dieser Verschärfungen Karten gekauft habe und aufgrund dieser Verschärfungen die Staatsoper nicht besuchen kann (zum Beispiel wenn ich aus beruflichen oder privaten Gründen keine Zeit für den Test am Vortag habe), kann ich dann die Eintrittskarte zurückgeben und mein Geld zurück erhalten?

In der Hoffnung, dass Sie alles das klären und veröffentlichen, bevor die Verschärfungen tatsächlich in Kraft treten,

und mit freundlichen Grüßen,

H.P.

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BERLIN/Deutsche Oper:  SIEGFRIED – Kurzbericht der Premiere am 12. November 2021

si1Schlussapplaus. Foto: Klaus Billand

 Stefan Herheims Unterwäsche-Party im Koffer-Nirwana

Freitag  Abend ging die Premiere des „Siegfried“ aus Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in der Neuinszenierung von Stefan Herheim über die Bühne der DOB, der letzte der vier Abende der Tetralogie, der Corona-bedingt bisher noch nicht seine Premiere erleben konnte. So war man einerseits durchaus gespannt, was sich der kommende Intendant des Theaters an der Wien dazu einfallen lassen würde. Man konnte sich aufgrund der drei anderen Abende aber auch schon in etwa vorstellen, wie das werden könnte. Und es ging dann tatsächlich und letztlich doch wenig überraschend mit einer Bild- und Statistenüberflutung weiter, dass die gute musikalische Leistung des Orchesters der Deutschen Oper Berlin unter der Wagner-erprobten Hand von GMD Sir Donald Runnicles gar nicht recht zur Wirkung kam, beziehungsweise wahrgenommen werden konnte. Es war wieder einmal mehr Theater als Musik, jedenfalls kein Musiktheater!

Es ging Herheim einmal mehr um die optisch so explizit wie mögliche Darstellung von Gefühlen und Situationen der Protagonisten durch über 30 Statisten. Diese bevölkern mehr oder weniger ständig inmitten von kaum noch übersehbaren Altkofferbergen die von Herheim und Silke Bauer gestaltete Bühne, beäugen die Sänger und kommentieren deren Verhalten und Gesang sogar untereinander, gestisch natürlich. Damit wird die auch durch die Musik – der in dieser Inszenierung offenbar kaum noch etwas geglaubt wird – von Wagner so wunderbar suggerierte Intimität zentraler Szenen und Momente verflacht, wenn nicht gar völlig aufgehoben. Das war schon bei Wotans Abschied in der „Walküre“ so und findet nun einen weiteren Höhepunkt, wenn etwa 15 binäre und diverse Pärchen, sorgsam alle mit weißer Unterwäsche der Kostümbildnerin Uta Heiseke im Licht von Ulrich Niepel bekleidet, sich genussvoll allerdings sehr bemüht wirkenden Kopulationsszenen hingeben. Man muss dem kommenden Liebespaar wohl zeigen, wie es geht oder eventuell gehen könnte. Ein noch platteres „Siegfried“-Finale habe ich noch nie erlebt. Selbst Nina Stemme als Brünnhilde auf dem Zentrum allen Handelns dieser eigenartigen Produktion, dem Konzertflügel mit wundersamem Deckel, schaut verdattert drein… Das Schicksal, mehr oder weniger früh am Abend in weißer Unterwäsche dazustehen, ereilt übrigens auch viele Protagonisten in dieser Inszenierung. Es drängt sich bisweilen der wohl unrichtige Eindruck auf, Stefan Herheim wolle in Konkurrenz mit den letzten Palmers-Kreationen oder ist es – zumal mit den gezeigten sexuellen Handlungen – eine erotische Obsession?! Hinzu kommt eine offenbare Verliebtheit in das durchaus antiquierte Bühnenbild-Stilmittel wallender weißer Tücher hinzu, die immer wieder im Klavier verschwinden oder aus ihm herauskommen, und an deren kleineren Ausgaben auch gern mal geschnüffelt wird. Bis auf einige in der Tat beachtliche Momente wuselt der Abend mit solchen Geschäftigkeiten im tristen und alles umfassenden Koffermilieu vor sich hin. Diese gehören sicher zu den Gepäckstücken, die man bei Verlust gar nicht mehr vermissen würde oder nochmals sehen will…

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Clay Hilley beim Applaus. Foto: Klaus Billand

Gesungen wurde aber gut bis sehr gut. Der US-Amerikaner Clay Hilley stellte sich zum ersten Mal als Siegfried an der DOB vor und hat einen kräftigen Heldentenor, der meines Erachtens noch etwas mehr Facettierung und damit Ausdruckskraft haben könnte. Aber die großen Herausforderungen der Riesenpartie meistert er ohne Probleme. Nina Stemme gibt die gewohnt gute Brünnhilde im letzten Aufzug mit ihrer vollen und wohlklingenden Mittellage wieder beeindruckend, etwas an der Grenze der vokalen Möglichkeiten bei den Spitzentönen. Ob sie sich in dieser Rolleninterpretation wohl fühlte, möchte ich hier nicht unbedingt bestätigen. Iain Paterson singt nach dem „Walküre“-Wotan nun auch den Wanderer, der ihm ob seiner Lyrik noch besser zu liegen scheint. Er schafft mit seinem eher hell timbrierten Bassbariton natürlich beeindruckende Höhen. Jordan Shanahan ist ein ungewöhnlich stimmstarker und prägnanter Alberich, der auch zu den unmöglichsten Momenten auf die Bühne kommen muss oder schon auf ihr ist, bevor es überhaupt losgeht… Der erst 32jährige taiwanische Tenor Ya-Chung Huang spielt und singt einen ungemein eindrucksvollen Mime, der hier, aus welchen Gründen auch immer, Richard Wagner selbst spielen muss, ein Gag. Tobias Kehrer ist ein kraftvoll singender und sterbender Fafner und liegt zum Schluss ebenfalls in seiner Unterwäsche auf dem Souffleurkasten. Judit Kutasi ist nach dem „Rheingold“ auch eine starke Erda im „Siegfried“ mit kraftvollem Mezzo und einem unmöglichen Kostüm, das etwa meine Oma vor dem Fernseher trug. Aber die weiße Unterwäsche blieb ihr erspart. (Loriot hätte wohl gesagt: „Schwein jehabbt“.) Sebastian Scherer, Solist des Knabenchores der Chorakademie Dortmund e.V. singt den „Waldvogel“ mit mannigfacher Bühnenaktion so falsch wie eben möglich. Dem Publikum gefiel’s.

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Schlussapplaus. Donald Runnicles blieb die Unterwäsche erspart. Foto: Klaus Billand

Das leading team kommt erst morgen nach der „Götterdämmerung“ vor das Publikum. Ich bin gespannt, wie da die Reaktion sein wird. (Ausführliche Rezension in Kürze)

Klaus Billand

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Der Weihnachtsbaum am Kölner Dom

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Der Baum hat seine Position erreicht. Foto: Andrea Matzker

Die 26 Meter hohe und 8 Tonnen schwere Rotfichte aus Nettersheim in der Eifel wurde am 10. November gefällt und über die Nacht auf den 12. November aufwendig mit einem Schwertransporter samt Polizeieskorte von der Eifel nach Köln auf den Roncalliplatz transportiert. Am darauffolgenden Morgen wurde sie mit einem Kran von dem Tieflader in den dazu vorgesehenen Baumständer auf der Weihnachtsmarkt-Hauptbühne vor dem Dom gehievt. Eigentlich gehört die Rotfichte zum Lieblingsfutter der Borkenkäfer, aber in seinen ca. 85 Lebensjahren hatte dieses herrliche Exemplar glücklicherweise nicht diese vernichtende Begegnung. Der ebenmäßig gewachsene Baum, dessen Stamm einen Durchmesser von 77 cm hat, hätte ohnehin gefällt werden müssen, da er in Nettersheim zu nahe an einem Weg für die Fußgänger stand. Das Nadelgehölz der Rotfichte zeichnet sich besonders durch seinen frischen und harzigen Geruch aus, der natürlich hervorragend zur Weihnachtszeit passt. Acht Dekorateure werden nun in der Folgezeit den wahrscheinlich höchsten Weihnachtsbaum von ganz NRW mit 1000 roten und goldenen Kugeln sowie Sternen und ca. 50.000 LED-Lichtern festlich schmücken, bis er am 22. November um 19:00 Uhr zum ersten Mal in seiner prunkvollen weihnachtlichen Beleuchtung erstrahlen wird. Damit wird der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom mit seinen mehr als 130 verschiedenen Ständen eröffnet, der dann bis zum 23. Dezember unter Einhaltung der geltenden Coronaregeln laufen wird. Es gibt Kunsthandwerk, Geschenke, Gastronomie, einen Pavillon mit der Möglichkeit, Fotos unter einem enormen, glückbringenden Mistelzweig zu machen, und ein reichhaltiges Programm.

köln der baum steht eigenständig in seinem podest auf dem roncalliplatz foto andrea matzker p5010332
Der Baum steht eigenständig in seinem Podest am Roncalliplatz. Foto: Andrea Matzker

Nach dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom wird die Rotfichte als Futter in den Gehegen des Kölner Zoos dienen und findet auf diese Art und Weise schließlich auch eine nachhaltige Endverwertung.

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ORF-Programmänderungen für Sonntag, 14. November, zum Thema „Bundesweiter Lockdown für Ungeimpfte?“
ZIB Spezial“ in ORF 2 und „Politik live“ in ORF III 
Wien (OTS) – Kommt ein bundesweiter Lockdown für Ungeimpfte? Aus aktuellem Anlass ändert der ORF morgen am 14. November sein Programm: ORF 2 zeigt um 12.30 Uhr ein „ZIB Spezial“ mit der Pressekonferenz der Bundesregierung und um 20.15 Uhr steht „Politik Live“ auf dem Programm von ORF III

„ZIB Spezial“ um 12.30 Uhr in ORF 2 Kommt morgen das vom Bundeskanzler angekündigte „Grüne Licht“ für einen bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte? Falls ja, wer wird ihn kontrollieren? Ab wann tritt er in Kraft? Würden die Maßnahmen überhaupt ausreichen? ORF 2 überträgt die Pressekonferenz der Bundesregierung dazu live ab 12.30 Uhr im Rahmen einer „ZIB Spezial“ mit Peter Teubenbacher. Die aktuellen Ausgaben von „Orientierung“ und „Panorama“ entfallen.
„Politik live“ um 20.15 Uhr in ORF III „Politik live“ mit Reiner Reitsamer widmet sich um 20.15 Uhr in ORF III dem Thema „Dem Virus hinterher – welchen Plan hat die Regierung?“. Ab Montag gilt der Lockdown für Ungeimpfte in Salzburg und Oberösterreich, bei einem Treffen am Sonntag zwischen Bund und Ländern wird ein solcher für ganz Österreich besprochen. Das Bild der Politik ist mehr als uneins in der gesamten Corona-Debatte, sogar der Bundespräsident fordert in einem Appell Maßnahmen zu setzen und diese auch klar zu kommunizieren. Wie viel Plan hat die Politik in der Pandemiebekämpfung? Und wird es ihr gelingen, den unterschiedlichen Weg für Geimpfte und Ungeimpfte den Menschen zu verkaufen? Die ursprünglich ab 20.15 Uhr geplanten „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“-Sendungen starten um 21.05 Uhr in ORF III.

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