Gut Ding will Weile und Geld haben: Berliner Staatsoper Unter den Linden eröffnet nach sieben Jahren Renovierungsarbeiten

Nach siebenjähriger Sanierung feiert die Berliner Staatsoper Unter den Linden ihre Wiedereröffnung. klassik-begeistert.de wird die prachtvolle Wiederöffnung an den ersten beiden Spieltagen besuchen und ausgiebig berichten. In der wechselvollen Geschichte des Hauses dirigierte Otto Nicolai die Uraufführung der Lustigen Weiber von Windsor, Erich Kleiber jene von Alban Bergs Wozzek. Gespare Spontini, Giacomo Meyerbeer und das Jahrtausendgenie Richard Strauss standen im Herzen Berlins als Generalmusikdirektoren am Pult.

Gut Ding will Weile und Geld haben: Drei Jahre waren ursprünglich für die Sanierungsarbeiten geplant gewesen, die Baukosten stiegen von 239 auf 400 Millionen Euro.

Sieben Jahre lang war das Schiller Theater an der Bismarckstraße in Berlin-Charlottenburg Heimat der Staatsoper gewesen. Das Schiller Theater verfügt nur über 974 Plätze. Unter den Linden hatte das alte Haus 1390 Plätze. Trotzdem standen Weltstars wie Anna Netrebko und Placido Domingo im kleinen Theater in Charlottenburg regelmäßig auf der Bühne. 1.368 sehr viel bequemere Sitzplätze laden nun im frisch renovierten Haus die Zuschauer ein, 22 weniger als vor der Renovierung.

klassik-begeistert.de, 26. September 2017

Pressemitteilung

3. Oktober 2017: Die Staatsoper Unter den Linden wird mit »Zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Szenen aus Goethes Faust« in der Regie von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim wiedereröffnet.

Am 3. Oktober findet mit »Zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Szenen aus Goethes Faust« in der Regie von Intendant Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim die Auftaktpremiere der Saison 2017/18 und zugleich die erste Premiere in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden statt.

Für seine »Szenen aus Goethes Faust«, die zwischen 1844 und 1853 entstanden, wählte Robert Schumann sieben Episoden aus Goethes »Faust I« und »Faust II« aus, die er kompositorisch ausgestaltete. Schumanns Werk für Vokalsolisten, großen Chor und großes Orchester wird in der szenischen Produktion ergänzt durch Schauspielpassagen aus den beiden Teilen von Goethes Drama – Musik und Sprechtheater durchdringen sich somit und beleuchten sich wechselseitig.

Als Bühnenbildner konnte der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz gewonnen werden, der mit seinen Werken weltweit in Ausstellungen vertreten ist – allein in den letzten Jahren wurden seine Bilder und Skulpturen u. a. in München, London, Paris, Peking, St. Petersburg, Shanghai und Washington gezeigt. Als Bühnenbildner war Markus Lüpertz u. a. an der Deutschen Oper am Rhein, am Staatstheater Kassel und am Bremer Theater tätig. Die Kostüme stammen von Ursula Kudrna, die schon bei »Le nozze di Figaro« 2015 sowie bei »Manon Lescaut« an der Seite von Jürgen Flimm arbeitete.

Die Gesangspartien sind mit Ensemblemitgliedern der Staatsoper Unter den Linden besetzt, mit Roman Trekel (als Faust), Elsa Dreisig (als Gretchen), René Pape (als Mephistopheles), Katharina Kammerloher, Evelin Novak, Adriane Queiroz, Stephan Rügamer, Gyula OrendtNarine YeghiyanFlorian Hoffmann und Jan Martiník sowie Natalia Skrycka, Mitglied des Internationalen Opernstudios. Die Schauspielpartien übernehmen André Jung (Faust), Sven-Eric Bechtolf (Mephistopheles) und Meike Droste (Gretchen). Es singen darüber hinaus der Staatsopernchor unter der Leitung von Martin Wright und der Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger. Es spielt die Staatskapelle Berlin.

Die Produktion wird von ZDF/ARTE und UNITEL aufgezeichnet und live am 3. Oktober auf concert.arte.tv, auf www.staatsoper-berlin.de sowie um 21.05 Uhr bei ARTE TV ausgestrahlt. Darüber hinaus wird die Eröffnungspremiere live auf den Bebelplatz übertragen. Außerdem wird die Premiere vom rbb Hörfunk live im kulturradio UKW 92,4 gesendet.

Zur Vorbereitung auf die Premiere finden am Sonntag, 1. Oktober, um 11, 13 und 15 Uhr drei Veranstaltungen mit Musik und Literatur im Apollo-Saal der Staatsoper Unter den Linden statt, die den Dichter Goethe und den Komponisten Schumann in den Mittelpunkt stellen. Zu den Mitwirkenden gehören u. a. Jürgen Flimm, Sven-Eric Bechtolf, André Jung, Mitglieder der Staatskapelle Berlin sowie zwei Stipendiaten des Internationalen Opernstudios. Der Eintritt ist frei.

»ZUM AUGENBLICKE SAGEN: VERWEILE DOCH!«
SZENEN AUS GOETHES FAUST
Musik von Robert Schumann
Text aus Johann Wolfgang von Goethes »Faust«
Premiere am Dienstag, 3. Oktober 2017, um 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 6. Oktober sowie 14. und 17. Dezember 2017
Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

Ein Gedanke zu „Die Staatsoper Unter den Linden eröffnet am 3. Oktober 2017,
Staatsoper Unter den Linden“

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung des berühmten Opernhauses in Berlin.
    Einige gute Aufführungen und Konzerte habe ich in der Staatsoper Unter den Linden erlebt und möchte gern bald wieder kommen.
    Freundlichen Gruß
    Liselotte Reinhold

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