Jonas Müller reist mit einem Gitarren-Duo durch den Winter

CD-Besprechung:

Franz Schubert
Winterreise

Jonas Müller
Tomasi Musso

Guitar Duo

Oehms Classics OC 1744

von Peter Sommeregger

Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ stellt den Höhepunkt des Liedschaffens des früh verstorbenen Komponisten dar. Sänger aller Stimmlagen haben sich daran versucht, die Zahl der Aufnahmen auf Tonträgern hat eine längst nicht mehr überschaubare Zahl erreicht. „CD-Besprechung: Franz Schubert, Winterreise
klassik-begeistert.de, 2. Oktober 2025“
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Henrike Legners Debütalbum: Wo bitte, bleiben die Worte?

CD-Besprechung:

Schon beim ersten Lied muss man konstatieren, dass Legners Problem die Textverständlichkeit ist. Anfangs hofft man noch auf Besserung im weiteren Verlauf, die sich aber nicht einstellt.

Von der Liebe Zaubermacht
Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Henrike Legner
Gerold Huber

Genuin  Gen 25946

von Peter Sommeregger

Wenn junge Sänger und Sängerinnen sich dem Liedgesang widmen, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Es gilt schließlich, eine Tradition fortzuführen, die von Jahrhundertsängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Hermann Prey, Elisabeth Schwarzkopf und Gundula Janowitz in der jüngeren Vergangenheit bedient wurde. „CD-Besprechung: Von der Liebe Zaubermacht/Felix Mendelssohn-Bartholdy
klassik-begeistert.de, 29. September 2025“
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Orchester glänzt, Sänger stolpern: Joseph Swensen wagt Beethovens Neunte

CD-Besprechung:

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-moll, op. 125

Joseph Swensen, musikalische Leitung
Orchestre National Bordeaux Aquitaine

Alpha-Classics, Alpha1163


von Dirk Schauß

Endlos viele Male wurde sie schon auf Tonträger gebannt, diese Sinfonie, die seit fast zweihundert Jahren wie ein Monument in der Landschaft der Musikgeschichte steht: Beethovens Neunte.

Und jedes Mal fragt man sich von Neuem, ob es wirklich noch etwas zu sagen gibt zu diesem Werk, ob nicht schon jede Phrasierung, jeder Akzent und jeder interpretatorische Winkelzug analysiert und abgehandelt wurde. „CD-Besprechung: Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-moll, op. 125
klassik-begeistert.de, 25. September 2025“
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Kann „L’Ancêtre“ von Saint-Saëns für das Repertoire zurückgewonnen werden?

CD-Besprechung:

Camille Saint-Saëns
L’Ancêtre

Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo

The Philharmonic Chorus of Tokyo
Kazuki Yamada
Palazzetto Bru Zane

 von Peter Sommeregger

Der Ort für die – wenn auch nur konzertante – Wiederaufführung dieser Oper des Komponisten Saint-Saëns entsprach jenem der Uraufführung. Im Jahr 1906 war am prunkvollen Opernhaus von Monte Carlo „L’Ancêtre“ uraufgeführt worden, die erneute Aufführung in konzertanter Form erfolgte im Auditorium Rainer III., in unmittelbarer Nähe. „CD-Besprechung: Camille Saint-Saëns, L’Ancêtre
klassik-begeistert.de, 25. September 2025“
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Thielemanns Wiener „Lohengrin“: Es gibt nichts Richtiges im Falschen

Blu-ray Besprechung:

Richard Wagner
Lohengrin

Jossi Wieler & Sergio Morabito  Regie

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Christian Thielemann  Dirigent

Unitel C major 769504

von Peter Sommeregger

An der Wiener Staatsoper hat man seit Wieland Wagners legendärem „blauen“ Lohengrin von 1965 kein rechtes Glück mit den Regisseuren dieser für das Repertoire so wichtigen Oper. „Blu-ray: Richard Wagner, Lohengrin
klassik-begeistert.de, 24. September 2025“
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Piemontesi und Honeck bürsten Brahms gegen die Konvention   

CD-Besprechung:

Kurz gesagt: Diese CD ist ein Brahms zum Anfassen. Nicht monumental und fern, sondern menschlich, nah und mitunter frech. Eine Aufnahme, die nicht nur eingefleischte Brahms-Fans begeistert, sondern auch jene, die sich sonst lieber vor „schwerer Kost“ drücken. Und am Ende bleibt das Gefühl: So lebendig, so direkt und so augenzwinkernd darf große Musik gerne öfter klingen.

Johannes Brahms

Klavierkonzert Nr. 2, op. 83
Drei Intermezzo, op. 117

Francesco Piemontesi, Klavier
Gewandhausorchester Leipzig
Manfred Honeck, musikalische Leitung

Pentatone, PTC5187461

von Dirk Schauß

Es fängt an wie eine Szene aus einem Traum: Ein Horn bläst einen Ton so weich, dass man meinen könnte, es wolle die Nachbarn nicht wecken. Und dann setzt das Klavier ein, nicht mit einem Knall, sondern mit einem höflichen „Guten Morgen“, das gleichzeitig klarmacht: „Zieh dir lieber die Wanderschuhe an, hier geht’s gleich los.“ Von diesem Moment an ist klar: Dieses zweite Brahms-Konzert wird kein stures Kräftemessen zwischen Pianist und Orchester, sondern ein Duett auf Augenhöhe. Mal wie zwei Freunde beim Rotwein, mal wie ein handfester Disput beim Familientisch – aber immer mit Leidenschaft. „CD-Besprechung: Johannes Brahms/Francesco Piemontesi, Klavier
klassik-begeistert.de, 23. September 2025“
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Schumann entfachen: eine Kammermusikreise mit den Fouchenneret-Brüdern

Schumann entfachen: eine Kammermusikreise mit den Fouchenneret-Brüdern

Robert Schumann
Werke für Streicher, Holzbläser und Klavier (CD)

b-records, LBM080

von Dirk Schauß

Es gibt Aufnahmen, die man anhört und wieder vergisst. Und dann gibt es jene seltenen Momente, in denen eine CD nicht nur Musik liefert, sondern einen mitnimmt. Die neue Schumann-Einspielung bei b-records gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Von den ersten Takten der Fantasiestücke bis zum rauschenden Finale des frühen Klavierquartetts in c-Moll entfaltet sich ein farbiger Kosmos, der Schumanns rastloses Genie lebendig werden lässt – wechselhaft, poetisch, mitunter widersprüchlich und doch von einer unwiderstehlichen Sogkraft getragen. „Robert Schumann, Werke für Streicher, Holzbläser und Klavier (CD)
klassik-begeistert.de, 21. September 2025“
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Arsen Soghomonyan verführt mit Kraft und Zwischentönen

Bridges of Voice and Soul

Arsen Soghomonyan, Tenor
Kaunas City Symphony Orchestra
Constantine Orbelian, musikalische Leitung

Delos, DE3614

von Dirk Schauß

Tenöre und ihre Debütalben – das ist fast ein eigenes Genre innerhalb der Klassikindustrie. Da wird gerne mal alles aufgefahren, was die Stimme hergibt: Glanz, Pathos, große Gefühle und natürlich das obligate hohe C. Am Ende soll das Ganze wie eine Visitenkarte klingen, die gleichzeitig Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Autogramm ist. Arsen Soghomonyan, der armenische Tenor mit der auffälligen Karrierekurve, geht diesen Weg auf seiner ersten Solo-CD „Bridges of Voice and Soul“ zwar auch, aber er macht es mit einer gewissen Noblesse. Kein Überladen, kein protziges „Seht her, was ich alles kann!“, sondern eine Auswahl, die klug den Kern seines Fachs umreißt: italienische Arien von Puccini, Verdi, Leoncavallo und Cilea. „Arsen Soghomonyan, Bridges of Voice and Soul
klassik-begeistert, 20. September 2025“
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Svetlanov lässt die Musik lodern

CD-Besprechung:

Diese CD ist keine historische Kuriosität, sondern ein klingendes Dokument einer Epoche und eines Künstlers, der längst Legende ist. Svetlanov starb 2002 in Moskau, doch in solchen Aufnahmen lebt er fort – unverwechselbar, kompromisslos, mit einem Feuer, das ansteckt. Wer ihn verehrt, findet hier einen weiteren Beweis seiner Größe. Wer ihn erst noch kennenlernen will, könnte sich kaum einen besseren Einstieg wünschen.

London Symphony Orchestra
USSR State Orchestra

Yevgeny  Svetlanov, Dirigent

Michail Glinka und Nikolay Rimsky-Korsakov

ICA5186

von Dirk Schauß

Das Label ICA hat wieder einmal seine Schubladen voller BBC-Schätze geöffnet und bringt eine jener CDs heraus, die man nicht mehr aus dem Player nehmen möchte. Sie zeigt Yevgeny Svetlanov in seinem ureigenen Metier: russisches Kernrepertoire, eingefangen in lebendigen Stereo-Liveaufnahmen mit gleich zwei Spitzenorchestern – dem London Symphony Orchestra und dem Staatlichen Sinfonieorchester der UdSSR.

Es ist Musik voller Glut und Atmosphäre, Musik, die man nicht einfach hört, sondern die einen mit Haut und Haaren ergreift. „CD-Besprechung: Yevgeny  Svetlanov
klassik-begeistertde, 18. September 2025“
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Kevin Puts entfaltet Klangwelten

CD-Besprechung:

Kevin Puts
Orchesterwerke

St. Louis Symphony Orchestra
Stéphane Denève, musikalische Leitung

Delos, DE3620

von Dirk Schauß

Manchmal hört man eine zeitgenössische Aufnahme, und mit dem ersten Ton stellt sich ein leises Staunen ein: Wie kann etwas so modern, so anspruchsvoll – und zugleich so unmittelbar berührend sein? Genau dieses Staunen ruft das neue Delos-Album des St. Louis Symphony Orchestra unter Stéphane Denève hervor, auf dem drei Werke von Kevin Puts präsentiert werden. Sie widmet sich drei Werken des amerikanischen Komponisten Kevin Puts, der in seiner Heimat längst als zentrale Stimme gilt, hierzulande jedoch noch immer ein Geheimtipp ist. „CD-Besprechung: Kevin Puts Orchesterwerke
klassik-begeistert.de, 16. September 2025“
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