Eine Box erster Güte zum DSCH-Jahr 2025, für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Alle Sinfonien, alle Solokonzerte, die Oper Lady Macbeth – und ein paar Schmankerl obendrauf. Das alles auf 19 CDs.
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) – Alle Sinfonien, Konzerte, Lady Macbeth
Tanglewood Festival Chorus; New England Conservatory Symphonic Choir; Boston Symphony Orchestra; Andris Nelsons, Dirigent
Deutsche Grammophon, DG 486 6649
von Brian Cooper
Pünktlich zum Schostakowitsch-Jahr – am 9. August jährt sich zum 50. Mal sein Todestag – vollendet Mariss Jansons’ lettischer Landsmann und Privatschüler Andris Nelsons seinen Zyklus mit dem Boston Symphony Orchestra, der 19 CDs umfasst. Wer sich jahrelang mit Schostakowitsch befasst hat, vielleicht jahrzehntelang, oder aber wer ganz frisch von der Musik des DSCH berührt werden will, dürfte hier für etwa 70 Euro einen Schnapper landen, von dem er oder sie ein Leben lang etwas hat. Seit Ende März ist dieser Schatz auf dem Markt. „CD-Besprechung: Schostakowitsch, Sämtliche Symphonien und Konzerte klassik-begeistert.de, 30. April 2025“ weiterlesen
Jean-Philippe Rameau Pigmalion Antoine Bailleux Pigmalion
Jean-Baptiste Lully Le mariage forcé
Choeur de l’Opera Royal Ensemble Il Caravaggio
Camille Delaforge, Musikalische Leitung
CVS 182
von Peter Sommeregger
Die Geschichte des Bildhauers Pygmalion, der eine weibliche Skulptur erschafft, in die er sich schließlich verliebt, geht auf eine Episode aus Ovids „Metamorphosen“ zurück. Über Jahrhunderte war sie Vorlage und Inspiration für zahlreiche Dichter und Komponisten, auch dem Musical „My fair Lady“ liegt indirekt diese Thematik zugrunde. „CD-Besprechung: Rameau und Jean-Baptiste Lully klassik-begeistert.de, 29. April 2025“ weiterlesen
Die Edition lenkt den Blick von den Opern des Meisters nun auch auf sein umfangreiches Liedschaffen, das viel zu lange vernachlässigt wurde. So gesehen ist diese Unternehmung von Opera Rara eine verdienstvolle Großtat.
Donizetti Songs
Michael Spyres, Tenor Carlo Rizzi, Piano
ORR 256
Marie-Nicole Lemieux, Mezzo-Soprano Giulio Zappa, Piano
Les Épopées Choeur de l’Opera Royal Stéphane Fuget
CVS 149
von Peter Sommeregger
Jean-Baptiste Lully, der die höfische Musikszene in Versailles für Jahrzehnte beherrschte, entwickelte dafür einen speziellen Stil von Opern, die Tragédie lyrique. Als drittes Werk dieser neuen Gattung hatte „Alceste“ am 19. Januar 1674 im Pariser Jeu de Paume de Bel-Air als Höhepunkt eines Festes Premiere. „CD-Besprechung: Jean Baptiste Lully, Alceste klassik-begeistert.de, 19. April 2025“ weiterlesen
Bruckner IX Accentus music acc 10661
Blu-ray-Besprechung:
von Peter Sommeregger
Kaum ein Musiker hat bisher mit deutlich über 90 Jahren noch aktiv musiziert, der schwedisch-amerikanische Dirigent Herbert Blomstedt ist auch in dieser Hinsicht ein Ausnahmekünstler. Geschätzt und verehrt von sämtlichen bedeutenden Orchestern der Welt hat sich der charismatische Dirigent schon fast zu einer Kultfigur entwickelt. „CD-Besprechung: Herbert Blomstedt, Bamberger Symphoniker klassik-begeistert.de, 14. April 2025“ weiterlesen
Die Gelegenheit ist günstig: die Musik der CD „Ins Nichts mit ihm“ erklingt live am 25. April 2025 in den Kammerspielen in München.
Aufregende neue Musik kann im besten Fall nirgendwo einsortiert werden. Mein entdeckender Genuss des unerwarteten Hörens ist intensiv.
Ins Nichts mit ihm – Music against Despots for Mixturtrautonium and Voice
Peter Pichler Mixturtrautonium Melanie Dreher Sopran
München, 13. April 2025
von Frank Heublein
Das Mixturtrautonium ist ein elektronisches Instrument, das in Deutschland ab den späten 1920ern entwickelt wurde. Der CD Begleittext zeigt, wie physikalisch Tonerzeugung ist. Es heißt darin: „Das Trautonium war ursprünglich ein monophones Instrument und das erste, welches in der Lage war, Klänge zu erzeugen, indem es die hochfrequenten Kipp-Schwingungen zur Frequenzmodulation nutzt (die Basis des Synthesizers, welcher dann von La Cain, Buchla, Moog u.a. entwickelt wurde). […]
Barbara Krieger
Sanja Anastasia
Astrid Weber
Jochen Kupfer
Sotiris Charalampous
Orchestre Experience Julien Salemkour
Solo Musica SM 484
von Peter Sommeregger
Der Komponist Richard Strauss ging in seiner fünften Oper „Elektra“ bis an die Grenzen der Tonalität, und darüber hinaus. Auf einen Text von Hugo von Hofmannsthal, der in seiner Fassung die Erkenntnisse der Psychoanalyse in die griechische Tragödie einfließen ließ, entstand eines der kühnsten Werke der Opernliteratur. „CD-Besprechung: Richard Strauss, Elektra op. 58 klassik-begeistert.de, 11. April 2025“ weiterlesen