Alena Baeva betört mit glasklarem, feinsinnig zartem Geigenspiel

Aurora Orchestra, Alena Baeva, Nicholas Collon © Hannes von der Fecht

Ludwig van Beethoven  Violinkonzert D-Dur op. 61
Dmitri Schostakowitsch   Sinfonie Nr.5 d-Moll op. 47

Alena Baeva  Violine

Nicholas Collon Dirigent
Aurora Orchestra

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 30. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Die vier Eingangsviertel der Solo-Pauke sind kein lautes Jetzt-alle-mal-Herhören, sondern wirken weit mehr wie ein dezentes, freundliches Anklopfen. Es mag wohl auch ein erster Hinweis darauf sein, dass in diesem einzigen Violinkonzert Beethovens eher undramatische, ruhevolle Klänge charakteristisch sind. „Alena Baeva, Nicholas Collon und das Aurora Orchestra
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 30. August 2025“
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Camilla Nylund bringt eine überwältigende Bayreuth-Atmosphäre nach Bremen

Bremer Philharmoniker © Patric Leo

Musikfest Bremen: „Von Heldinnen und Helden“

Johannes Brahms   Akademische Festouvertüre op. 80

Richard Wagner   „Dich, teure Halle, grüß’ ich wieder“ (Arie der Elisabeth aus dem 2. Akt von „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“
„Starke Scheite schichtet mir dort“ (Brünnhildes Schlussgesang aus dem 3. Akt der „Götterdämmerung“, Dritter Tag des Bühnenweihfestspiels „Der Ring der Nibelungen“)

Richard Strauss  Sinfonische Fantasie (aus „Die Frau ohne Schatten“) „Tanz der sieben Schleier“
Schlussgesang aus „Salome“

Bremer Konzerthaus Die Glocke,  28. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Ein musikalisches 10-Minuten-Geschenk hat Brahms der Uni Breslau anno 1880 gemacht: Seine Akademische Festouvertüre war der Dank für die im Jahr zuvor ihm verliehene Ehrendoktorwürde. Als „recht lustig“ beschrieb er sie, ganz im Gegensatz zu seiner zeitgleich entstandenen „Tragischen Ouvertüre“: „Die eine weint, die andere lacht.“ „Musikfest Bremen: „Von Heldinnen und Helden“
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Mozarts „Zauberflöte“ überzeugt mit packender Darbietung

Zauberflöte/Andreas Conrad, Chorwerk Ruhr, Elsa Dreisig, Äneas Humm © Patric Leo

Musikfest Bremen: „Die Zauberflöte“

Wolfgang Amadeus Mozart  „Die Zauberflöte“ KV 620, Große Oper in zwei Aufzügen (halbszenische Aufführung)

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Mauro Peter  Tenor (Tamino)
Kathryn Lewek  Sopran (Königin der Nacht)
Elsa Dreisig   Sopran (Pamina)
Miriam Kutrowatz  Sopran (Papagena)
Äneas Humm  Bariton (Papageno)
Manuel Winckhler  Bass (Sarastro)
Andreas Conrad  Tenor (Monostatos)
sowie weitere Solisten

ChorWerk Ruhr (Einstudierung: Michael Alber)
Tarmo Peltokoski   Dirigent
Romain Gilbert   Regie

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 27. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Sie ist geradezu verwirrend vielschichtig, changiert zwischen ausgelassen Komödiantischem und zutiefst ernsten, tragischen Partien. Liebe und Hass in heftiger Ausprägung, dazu ein erbitterter Kampf zwischen Gut und Böse finden sich ebenso wie tiefsinnige Lebensweisheiten in diesem genialen Werk. „Musikfest Bremen: Die Zauberflöte
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Teodor Currentzis überzeugt mit einer hochemotionalen Darbietung von Mahlers Vierter

Utopia-Orchestra, Alexander Melnikov, Teodor Currentzis © Nikolai Wolff

Doch dann gibt es doch noch eine Zugabe, wie sie kaum angemessener hätte sein können: Mit feinfühliger Begleitung des Primgeigers und untermalt vom transparent gewobenem orchestralen Hintergrund intoniert Patoulidou mit herzbewegend expressivem Stimmhauch „Und morgen wird die Sonne wieder scheinen“, ein hochemotionales, zugleich hoffnungsvolles Lied aus dem Œuvre von Richard Strauss, das manches Zuhörerauge rührungsfeucht schimmern lässt.

Erneut wird es still im Saal. Und noch einmal begeisterter Beifall für einen wahrhaft fesselnden Konzertabend, der die hohen Erwartungen des Bremer Publikums mehr als erfüllt hat.  

Musikfest Bremen: Premiere UTOPIA

Dmitri Schostakowitsch  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102

Gustav Mahler  Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Alexander Melnikov  Klavier
Aphrodite Patoulidou  Sopran

Teodor Currentzis  Dirigent
Utopia Orchestra

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 20. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Er gilt als exzentrisch, eine Art Enfant terrible unter den Dirigenten, mit eigenwilligen musikalischen Auslegungen. In der Bremer Glocke ist er kein Unbekannter; diesmal jedoch hat er erstmalig sein 2022 gegründetes Ensemble dabei, das gewiss nicht von ungefähr den Namen „Utopia“ trägt. „Musikfest Bremen: Premiere UTOPIA
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Frenetischer Jubel braust nach einer berauschenden pianistischen Performance auf

Musikfest Bremen 2025, Klavierabend, Khatia Buniatishvili © Nikolai Wolff

Musikfest Bremen: Klavierabend

Programm:

Franz Schubert   4 Impromptus op. 90 D 899
Frédéric Chopin   Sonate Nr. 2 b-Moll op. 35
Wolfgang Amadeus Mozart   Sonate Nr. 16 C-Dur „Sonata facile“ KV 545
Frédéric Chopin  Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52
Franz Liszt  Mephisto-Walzer Nr. 1 „Der Tanz in der Dorfschänke“ S 514


Khatia Buniatishvili 
Klavier

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 17. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Ein kurzes Zurechtrücken auf dem Klavierhocker, ein wuchtig harter, Aufmerksamkeit heischender Fortissimo-Akkord, dann herrscht bis auf Weiteres ausgeprägt ruhige, melancholisch eingefärbte Stimmung. Als hätte sie alle Zeit der Welt und wolle jedem einzelnen Ton nachsinnen, trägt Khatia Buniatishvili das schlichte Thema  des Impromptus Nr. 1 c-Moll in zutiefst entschleunigendem, maximal gedehntem Metrum vor. „Musikfest Bremen: Klavierabend Khatia Buniatishvili 
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Lang Lang brilliert mit Mendelssohn'schen Gefühlswallungen   

Sonderkonzert WEDO Lang Lang © Patric Leo

Musikfest Bremen Sonderkonzert: West-Eastern Divan Orchestra

Felix Mendelssohn Bartholdy   Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll op. 25
Ludwig van Beethoven   Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“

Lang Lang   Klavier
Daniel Barenboim   Dirigent
West-Eastern Divan Orchestra

Bremer Konzerthaus, Die Glocke, 9. August 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Mit seinem charmanten Auftrittslächeln hat Lang Lang unmittelbar die Sympathien der Zuhörer gewonnen. Auf seine brillanten pianistischen Qualitäten muss man nicht lange warten: Nach dem ziemlich knappen, geradezu schon ruppig markanten orchestralen Blitzstart von Mendelssohns Klavierkonzerts Nr. 1 steigt der weltweit gefragte Pianist mit gleichermaßen energisch zupackendem Anschlag ein. „Lang Lang, Barenboim & WEDO
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Mahlers „Symphonie der Tausend“ begeistert in Bremen mit klangvollen Szenarien

Bremer Philharmoniker in der Glocke © Caspar Nessler

Um Mahlers „Symphonie der Tausend“ spektakulär zu inszenieren, genügen weniger als tausend engagierte Mitwirkende

12. Philharmonisches Konzert: „Symphonisches Feuerwerk“

Gustav Mahler   Symphonie Nr. 8 Es-Dur „Symphonie der Tausend“

Jacquelin Wagner, Sarah-Jane Brandon, Sarah Aristidou: Sopran
Jennifer Johnston, Natalie Lewis: Alt
Benjamin Bruns: Tenor
Birger Radde: Bariton
Albert Dohmen: Bass

Lettischer Staatschor Latvija (Einstudierung: Máris Sirmais)
Opernchor des Theaters Bremen (Einstudierung: Karl Bernewitz)
Knabenchor Unser Lieben Frauen Bremen (Einstudierung: Ulrich Kaiser)

Marko Letonja Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus  Die Glocke, 23. Juni 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Es würde wohl ziemlich laut werden, wurde im Vorfeld wiederholt gemutmaßt. Allein die minutenlange Aufstellung der drei Chöre und der mit mehr als 100 Instrumentalisten sehr groß besetzten Bremer Philharmoniker schien dies zu bestätigen. Aber was die Zuhörer im ausverkauften Großen Glockensaal tatsächlich erlebten, sprengte dann deutlich über die Maßen hinausgehend das, was üblicherweise den Lautpegel klassischer Musik ausmacht.
„Gustav Mahler, Symphonie Nr. 8 / Bremer Jubiläumsaufführung
Bremer Konzerthaus  Die Glocke, 23. Juni 2025“
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Ganz großes Kino ertönt in Bremen

Valentin Uryupin © Daniil Rabovsky

Dirigent Uryupin und die Bremer Philharmoniker präsentieren eine bildgewaltige Auerbach-Uraufführung und ganz großes Tschaikowsky-„Kino“

10. Philharmonisches Konzert: „Ein Fest für Neues“

Programm:

Lera Auerbach  On Grief and Wonder – Adam’s Lament
Mieczysław Weinberg   Trompetenkonzert B-Dur op. 94
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky   Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Selina Ott  Trompete

Valentin Uryupin  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 11. Mai 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

„Ein Fest für Neues“ lautet das Konzertmotto. Und gibt es tatsächlich Neues. Sogar Brandneues, nämlich die veritable Uraufführung von Lera Auerbachs „On Grief and Wonder – Adam’s Lament“. Dabei handelt es sich um eine Auskopplung aus der 5. Sinfonie der längst weltweit gespielten, in den U.S.A. lebenden russisch-österreichischen Dirigentin und Komponistin. „Valentin Uryupin Dirigent, Die Bremer Philharmoniker
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 11. Mai 2025“
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Janine Jansen präsentiert Beethovens Violinkonzert in berauschender Klangfarbigkeit

Janine Jansen ©  Marco Borggreve

„Wiedersehen mit dem Dreamteam“

Ludwig van Beethoven  Violinkonzert D-Dur op. 61
Franz Schubert  Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 „Tragische“

Janine Jansen   Violine
Paavo Järvi  Dirigent

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 10. Mai 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Vor etwa 15 Jahren konnte ich Janine Jansen mit einer derart berauschend naturalistischen Interpretation von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ erleben, dass man dabei Wind und Sturm, die wärmenden Sonnenstrahlen oder die beißende Winterkälte geradezu auf der Haut zu spüren schien. „Janine Jansen Violine, Paavo Järvi  Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 10. Mai 2025“
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Schreckensszenarien und starke Empfindungen vermitteln Spannung bei Verdis Requiem 

Verdi-Requiem

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Stefan Geiger   Dirigent

Catherina Witting    Sopran
Anna-Maria Torkel    Mezzosopran
Seungwoo Simon Yang    Tenor
Norman Garrett    Bass

Landesjugendorchester Bremen

Projektchor:  Chor der Friedenskirche, Elysion Paul-Gerhardt-Kirche und Kantorei Rissen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 13. April 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Wenngleich das Landesjugendorchester Bremen in der Vergangenheit wiederholt mit beachtlichen Aufführungen punkten konnte, schien Verdis großes „Requiem“ doch ein reichlich ambitioniertes Vorhaben zu sein. „Giuseppe Verdi, Messa da Requiem
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 13. April 2025“
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