Archiv: Der Ring des Nibelungen/Rheingold © Michael Pöhn/Wiener Staatsoper
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DIE MONTAG-PRESSE – 26. JANUAR 2026
Richard Wagner: Das Jahr der „Ringe“: Weltenbrände überall Intrige, Mord, Untergang
In Wien gibt es ab Mai noch einmal die Bechtolf-Inszenierung. Wenn der Plan hält, sollte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić in der nächsten Saison seine Neuproduktion mit Christian Thielemann am Pult und Ersan Mondtag im Regiesessel starten. Der Kampf ums Geld und die Weltherrschaft machen Richard Wagners Nibelungen-Drama höchst brisant. Auch auf großen Opernbühnen. Ein Rundblick. Rheintochter Wellgunde bringt es auf den Punkt: „Der Welt Erbe gewänne zu eigen, wer aus dem Rheingold schüfe den Ring, der maßlose Macht ihm verlieh.“ In unserer Gegenwart scheint Wagners Tetralogie der Opernstoff der Stunde. Am Ende geht die bestehende Ordnung im Flammeninferno auf, nachdem der Liebe zugunsten des Gierens nach Macht und Geld abgeschworen wurde. Aktuell arbeitet sich daher gefühlt die halbe Opernwelt an dem Opernmonster ab.
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