Tristan und Isolde 2023 © Enrico Nawrath, Bayreuther Festspiele
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 6. AUGUST 2023
Bayreuth
„Der Mensch ist nicht nur das, was er lebt, sondern das, was er träumt“: Wagners „Tristan und Isolde“ berühren in Bayreuth
Mit Roland Schwabs Bayreuther „Tristan“ ist es ein bisschen so wie bei den Provisorien, die bekanntlich am längsten halten: Als Ersatzproduktion im vorigen Jahr in halsbrecherischen vier Wochen realisiert, sollte die Inszenierung den möglichen, Corona-bedingten Ausfall einer an Mitwirkenden reicheren Vorstellung auffangen. In einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk im vergangenen Jahr bekannte Schwab: „Es war crash-mäßig, aber das liebe ich. Ich funktioniere als Regisseur so, dass ich in kurzer Zeit Konzepte entwickeln kann – und manchmal sind die nicht schlechter, als wenn man drei Jahre Zeit hat. Bei viel Zeit hat man ja auch viel Zeit für Zweifel“.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de
Bayreuth: Weder Gesang noch Regie wollen diesen Tristan zum Leben erwecken
Auch Bayreuth darf mal einen schlechten Tag haben. Vier Stunden lang kämpft Tristan gegen die Mammutpartie, weder eine leicht zurückhaltende Isolde noch die leblose Inszenierung findet dazu einen Ausgleich. Gerettet wird der Abend durch vier bärenstarke Nebenrollen. Und durch einen phänomenalen Liebestod!
Von Peter Walter
Klassik-begeistert.de
