Schammis Klassikwelt 3: requiescat in pace Maestra Enza Ferrari

Foto: Enza Ferrari und Jean-Nico Schambourg © Jean-Nico Schambourg

Sie war eine der größten Korrepetitorinnen, Musik- und Gesangslehrerinnen Italiens unserer Zeit und arbeitete während ihrer Karriere mit den berühmtesten Sängern der Welt. Ende August ist die Maestra Enza Ferrari im Alter von 81 Jahren verstorben. Ein sehr persönlicher Nachruf.

 von Jean-Nico Schambourg (Text und Fotos)

Ihr Name erweckt sogleich Assoziationen mit Enzo Ferrari, dem Gründer der berühmten Automarke. Jedoch die Boliden, die Maestra Enza Ferrari vorbereitete, haben nicht vier Räder, sondern zwei Stimmbänder, ihre Motoren heulen nicht laut auf, sondern stimmen angenehmere Töne an. Enza Ferrari war einer der größten Korrepetitorinnen und Musiklehrerinnen unserer Zeit. Sie ist Ende August im Alter von 81 Jahren verstorben.

„Schammis Klassikwelt 3: RIP Maestra Enza Ferrari
klassik-begeistert.de 25. September 2022“
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Schammis Klassikwelt 2: Ich bin ein Bass!

Foto: Günther Groissböck, Salzburger Festspiele, Foto: Monika Rittershaus 

Wie oft habe ich mir früher gewünscht, einer anderen Stimmlage anzugehören. Nein, um Himmelswillen, nicht Tenor! Meine Wunschstimme war Bariton. Entweder ein leichter Bariton-Martin damit ich die vielen wunderbaren Operettenrollen singen könnte, oder aber ein markanter Heldenbariton der Verdi’s Arien strömen lassen kann.

 von Jean-Nico Schambourg

Mir scheint, mit dem Wunsch nach einer anderen Stimmlage stehe ich nicht alleine da. Bei den männlichen Stimmlagen kommt dieser Wunsch aber hauptsächlich bei den Bässen vor, oder kennen sie einen Tenor der “freiwillig” auf seinem stimmlichen Zenith, die Stimmlage wechseln will?

Bestimmte Rollen wie Scarpia, Escamillo, Don Giovanni, Wotan und Sachs sind immer wieder das Ziel dieser Fachwechsel und einige Bässe haben diesen Ausflug auch mit mehr oder weniger Erfolg geschafft.

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klassik-begeistert.de“
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Schammis Klassikwelt 1: Meine Gänsehaut-Momente in der Oper

Mit jedem Schlag erlosch eine Stimme aus dem Choral der Karmeliterinnen bis schlussendlich totale Stille herrschte. Dieser Moment der Stille erschien mir unendlich, ja fast unerträglich. Dann klang die Oper mit einigen Takten Orchestermusik aus. Die musikalische und die szenische Darstellung passten perfekt zueinander und berührten mich so sehr, so dass mir plötzlich Tränen über die Wangen liefen. Deshalb warte ich wie süchtig auf meinen nächsten Besuch in der Oper, hoffend, dass ich einen neuen Gänsehaut-Moment erleben darf.

Foto: © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

von Jean-Nico Schambourg

Oft werde ich nach meiner Lieblingsoper befragt. Die Antwort darauf kann ich so nicht geben, weil über Jahrhunderte so viel wunderbare Musik komponiert wurde, und ich mich zeit meines Lebens an sehr vielen Werken erfreut habe. Meine Antwort ist daher ganz einfach und logisch: die nächste Oper, die ich mir anhören / ansehen werde.

In meinen vielen Jahren als Opernbesucher stechen trotzdem einige Momente besonders hervor: jene, bei denen ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich sie mir in Erinnerung rufe.

„Schammis Klassikwelt 1: Meine Gänsehaut-Momente in der Oper
Klassik-begeistert.de, 28. August 2022“
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