Zwei unterschiedliche musikalische Welten prägen dieses Thielemann-Konzert

Christian Thielemann © Stephan Rabold 

Symphoniekonzert I

Staatskapelle Berlin

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur
Anton Bruckner, Symphonie Nr. 4 Es-Dur

Christian Thielemann   Dirigent
Rudolf Buchbinder   Klavier

Philharmonie Berlin, 8. September 2026

von Peter Sommeregger

„Thielemann, Buchbinder, Staatskapelle Berlin
Philharmonie Berlin, 8. September 2026“
weiterlesen

Tugan Sokhiev ist der richtige Mann für diese Tournee mit den Wiener Philharmonikern

Berliner Festspiele, Wiener Philharmoniker © Fabian Schellhorn

Es ist selbst für ein Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker kein Leichtes, in der mittleren Generation Dirigenten aufzuspüren, die sich als Nachfolger von Altmeistern aufbauen lassen, wenn diese früher oder später einmal die Bühne verlassen haben werden.

Der Russe Tugan Sokhiev, der sich unter anderem als Chefdirigent des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin (2012-2016) einen Namen machte, bis zum Ukraine-Krieg 2022 das Moskauer Bolschoi leitete, ist einer, der berechtigte Hoffnungen schürt.

Antonin Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-moll op. 53

Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Ballett op. 64, Sätze aus der Suite Nr. 1 und 2

Hilary Hahn, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Tugan Sokhiev

Philharmonie Berlin, 9. September 2026

von Kirsten Liese

„Hilary Hahn, Violine, Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev
Philharmonie Berlin, 9. September 2026“
weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 24: Chopin – Nocturne in Es Op. 9 Nr. 2 (1832)

 

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ahja Chopin. Einer der verklärten Könige in der Kunst des Klavierspiels. Seine Musik ist bekannt für das hohe Niveau, das sie Pianisten abverlangen soll. Wie kein anderer Komponist setzt sie einen besonders weichen Ansatz und Feingefühl voraus – nicht zuletzt deshalb stellt sie bis heute eine große Herausforderung dar. Man könnte meinen, diese Art „Kunstmusik“ gehöre nur in den edlen Konzertsaal einem fein-erlauchten Publikum präsentiert. Und doch ist sein bekanntestes Stück ausgerechnet eines, das nicht nur den Anspruch seiner anderen Kompositionen vermissen lässt, sondern ausgerechnet auch noch für einen zugesprochenen, elitär/ausgrenzenden Charakter bekannt ist. Aber der Reihe nach…

„Daniels Anti-Klassiker 24: Chopin – Nocturne in Es Op. 9 Nr. 2 (1832)
klassik-begeistert.de, 9. September 2026“
weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
weiterlesen

Petrenko begeistert mit einer fulminanten Saisoneröffnung

Kirill Petrenko, Berliner Philharmoniker © Monika Rittershaus

Das traditionelle Eröffnungskonzert der Berliner Philharmoniker, mit dessen Programm das Orchester anschließend bei den Salzburger Festspielen und in Luzern gastiert, war diesmal zwei Komponisten gewidmet, deren Werke unterschwellige Parallelen aufweisen.

Edward Elgar
Enigma Variationen op. 36

Peter Tschaikowsky
Symphonie Nr.4 f-Moll op.36

Kirill Petrenko, musikalische Leitung
Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 21. August 2026

von Peter Sommeregger

„Saisoneröffnung Kirill Petrenko, Tschaikowski und Elgar
Philharmonie Berlin, 21. August 2026“
weiterlesen

Orgel und Trompete überraschen in der pommerschen Provinz

Alexander Pfeifer und Frank Zimpel – Photo Andreas Ströbl

Wer ahnt das schon? Da verschlägt es einen berufsbedingt in eine Gemeinde in Vorpommern mit gut 2.000 Einwohnern, und dann erlebt man plötzlich zwei hochkarätige Musiker, die in einer Dorfkirche Musik von Charpentier bis Gershwin zum Besten geben – in ausgezeichneter Qualität! 

Duo Presto Leipzig

Werke vom Barock bis in die Moderne

Alexander Pfeifer, Trompete
Frank Zimpel, Orgel

Ev. Kirche Ducherow (Ldkr. Vorpommern-Greifswald), 9. August 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Alexander Pfeifer, Trompete, Frank Zimpel, Orgel
Ev. Kirche Ducherow, 9. August 2026“
weiterlesen

Max Bruch war keineswegs nur ein One-Hit-Wonder

Ein wahrer Hörgenuss, was eigentlich für die gesamte Edition gilt, die einmal mehr zeigt, wie sehr der Komponist Bruch heute notorisch unterschätzt wird. Noch gäbe es viele weitere, fast vergessene seiner Werke neu zu entdecken.

Max Bruch Edition

5 CD Hänssler Classic HC25058

von Peter Sommeregger

Den Komponisten Max Bruch kann man eindeutig dem Stil der Spätromantik zuordnen – als er 1920 starb, war sein Werk bedauerlicherweise schon etwas aus der Zeit gefallen.

„Max Bruch Edition 5 CD’s
klassik-begeistert.de, 30. Juli 2026“
weiterlesen

DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt: Der Jahrhundertdirigent
Seine Bewegungen sind klein geworden, seine Ausstrahlung nicht. Herbert Blomstedt wird 99 Jahre alt und zeigt bis heute, dass große Dirigate vor allem aus Zuhören, Vertrauen und Klarheit entstehen.
BR-Klassik.de

„DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026“ weiterlesen

Yulianna Avdeeva zelebriert den Klaviergesang und macht uns damit glücklich

Yulianna Avdeeva © Sammy Hart, Wr. Konzerthaus

Piano, rief meine Klavierlehrerin, piano heißt nicht einfach leise!

Und forte, fügte sie hinzu, forte heißt nicht einfach laut!

Spiel zart, spiel sacht, spiel ätherisch.
Spiel kraftvoll, spiel zupackend, spiel geerdet.
Hör Dir zu. Hör auf zu zappeln.
Was Du spielst, muss man hören, nicht sehen. Jede Bewegung, die nicht ins Klavier geht, ist überflüssig.

Eine perfektere Darbietung als die von Yulianna Avdeevas so filigranem wie ausdrucksstarkem Spiel wäre gemessen an diesen ewigen Grundsätzen schlicht nicht vorstellbar. Ein großer Klaviergesang-Abend begeistert das Publikum.

Yulianna Avdeeva   Klavier

Werke von Frédéric Chopin und Wladyslaw Szpilman

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, 17. Juni 2026

von Sandra Grohmann

Worauf ich mich bei jedem Konzert von Yulianna Avdeeva am meisten freue, ist ihr Pianissimo. Und natürlich ihr Legato. Legato, sagte meine Klavierlehrerin, kann man auf dem Klavier eigentlich nicht spielen. Man kann nur so tun als ob. Auf jedem Streichinstrument funktioniert ein echtes Legato, natürlich. Aber auf dem Klavier brauchst du immer einen neuen Anschlag, da geht das nicht.

„Yulianna Avdeeva, Chopin und Szpilman
Kammermusiksaal, Philharmonie Berlin, 17. Juni 2026“
weiterlesen

Unsere Herzen brennen für das Hamburger Kammerballett, Teil I

Edvin Revazov und Isabelle Rohlfs während des Interviews auf dem Oberhafengelände, dem zukünftigen Standort des Hamburger Kammerballetts (Foto: RW)

Interview mit Edvin Revazov, dem künstlerischen Leiter
und der Geschäftsführerin Isabelle Rohlfs vom Hamburger Kammerballett, 19. Mai 2026, Teil I

Unsere Vison ist es, das Ensemble auf 10 bis 12 Tänzerinnen und Tänzer zu erweitern. Das stellt uns natürlich vor große finanzielle Herausforderungen. Denn wichtig ist, dass wir neuen Tänzern auch die materielle Sicherheit bieten können, wie sie bei den jetzigen Ensemblemitgliedern besteht.

Edvin Revazov wurde 1983 in der Ukraine, in Sewastopol geboren. Er wurde in Moskau und später in der Ballettschule des Hamburg Balletts zum Tänzer ausgebildet. 2003 wurde er in das Ensemble aufgenommen, seit 2007 tanzte er als Solist und seit 2010 als Erster Solist. Seit 2011 ist er auch als Choreograph tätig. 2022 gründete er zusammen mit Isabelle Rohlfs das Hamburger Kammerballett und ist seitdem dessen künstlerischer Leiter.

Isabelle Rohlfs wurde 1992 in Bad Segeberg geboren. Sie ließ sich zur Bühnentänzerin ausbilden und studierte Kultur- und Medienmanagement bis zum Abschluss Bachelor of Arts. Sie ist beim Norddeutschen Rundfunk als freie Mitarbeiterin beschäftigt. Außerdem betreut sie freie Projekte der Hamburger Kulturszene. 2022 gründete sie zusammen mit Edvin Revazov das Hamburger Kammerballett und ist dort als Geschäftsführerin tätig.

von Dr. Ralf Wegner

klassik-begeistert: Herr Revazov, wie kam es zur Gründung des Hamburger Kammerballetts?

Edvin Revazov: Die Gründung war für mich eine künstlerische Antwort auf den russischen Angriff auf die Ukraine. Mir lag daran, etwa Aktives auf die Beine zu stellen und nicht nur darüber zu reden. Als Künstler weiß ich, dass die beste Art der Hilfe für andere Künstler ist, ihnen die Möglichkeit zu geben, künstlerisch zu arbeiten. Ich hatte in der Ukraine einen in der Ballettorganisation beschäftigten Freund und fragte ihn, ob ich etwas für ihn und die dortigen Tänzerinnen und Tänzer tun könne.

„Edvin Revazov und GF Isabelle Rohlfs, Hamburger Kammerballett, Teil I
klassik-begeistert.de, 19. Mai 2026“
weiterlesen