Petrenko zelebriert Mahlers 8. in der Philharmonie: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“

Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, Mahler 8
© Monika Rittershaus

Dem Chef des Orchesters scheint diese Symphonie besonders am Herzen zu liegen, noch mehr als gewohnt wirft er sich auch physisch in die herausfordernde Schlacht, um am Ende einen strahlenden Sieg einzufahren. Beim Schlussapplaus strahlt er ins Publikum, die Freude über das Gelingen der Mammut-Aufgabe ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Gustav Mahler    Symphonie Nr. 8

Jacquelyn Wagner  Sopran
Golda Schultz  Sopran
Jasmin Delfs  Sopran
Fleur Barron  Mezzosopran
Beth Taylor Alt
Benjamin Bruns  Tenor
Gihoon Kim  Bariton
Le Bu  Bass

Rundfunkchor Berlin
Bachchor Salzburg
Knaben des Staats- und Domchors Berlin

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026

von Peter Sommeregger

Aufführungen von Gustav Mahlers monumentaler 8. Symphonie sind naturgemäß selten. Berlin kam allerdings aktuell innerhalb weniger Monate in den Genuss zweier Aufführungen des Werkes. Dass sie tausend Mitwirkende erfordert, geht zwar nur auf eine werbewirksame Übertreibung des Konzertveranstalters der Münchner Uraufführung von 1910 zurück, aber gewaltig ist der personelle Aufwand allemal. „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 8, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026“
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Silvesterkonzert mit Petrenko und Bernheim: Die Berliner Philharmoniker brillieren auch im Kleinteiligen

Kirill Petrenko © Monika Rittershaus

Das Silvesterkonzert mit den Berliner Philharmonikern ist eine Institution.
Der Kulturkanal ARTE übertrug Silvester 2025 ab
18.35 Uhr zeitversetzt, nicht live.

Mochten Sie  abends den Dampfplauderer Johannes B.lödsinn Kerner in der ZDF-Silvester-Show erstmals aus der Hafencity in Hamburg Blödsinn schwadronieren hören?

Die Kommunikationsfrau vom ZDF hat folgenden Text verfassen lassen:

„Wir wollen das neue Jahr mit einer Show eröffnen, die Emotionen weckt und Bilder schafft, die im Gedächtnis bleiben. Nach vielen erfolgreichen Jahren in Berlin wird die Silvesterparty 2025/2026 erstmals in Hamburg produziert. Wir freuen uns auf eine großartige Veranstaltung, die das ZDF ab 20.15 Uhr übertragen darf“, so Dr. Oliver Heidemann, Unterhaltungschef des ZDF.

„Das Programm des Silvesterkonzerts ist verflacht“, sagt der Berliner klassik-begeistert-Reporter Peter Sommeregger. Die Macher des Abends setzen eher auf „seichte Kost“.

Ihnen und Euch wünscht ein geschmeidiges und gesundes Jahr 2026,

herzlich,

Andreas Schmidt, Herausgeber

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Silvesterkonzert mit Kirill Petrenko und Benjamin Bernheim

Es ist immer ein Vergnügen, diesen Verband exzellenter Solisten musizieren zu hören, von denen jeder Einzelne ein Virtuose auf seinem Instrument ist. Auch diesmal kann der charismatische Konzertmeister Noah Bendix-Balgley mit einem wunderbaren Solo überzeugen.

Benjamin Bernheim, Tenor

Kirill Petrenko, Dirigent
Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 29. Dezember 2025

von Peter Sommeregger

Silvesterkonzerte sind eine ganz eigene Spezies, sie sind für ein festlich gestimmtes, feierwütiges Publikum konzipiert. Dieses will in erster Linie unterhalten werden, und bevorzugt Altbekanntes zu hören. Also greift man bei der Programmgestaltung bewusst auf bewährte Zugnummern zurück, Sprödes oder zu Anspruchsvolles wird bewusst vermieden. „Silvesterkonzert mit Kirill Petrenko und Benjamin Bernheim
Philharmonie Berlin, 29. Dezember 2025“
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Tosca 2026: Nicholas Brownlee entfacht als Scarpia Puccinis Drama neu

Oper Frankfurt, 2. Januar 2026
Giacomo Puccini,
Tosca

Inszenierung: Andreas Kriegenburg
Musikalische Leitung:  Takeshi Moriuchi

Fotos © Barbara Aumüller und Monika Ritterhaus

von Dirk Schauß

Ausverkauftes Haus am 2. Januar 2026 in der Oper Frankfurt. Die Inszenierung von Andreas Kriegenburg gehört längst zum festen Repertoire, ihre Bilder sind vertraut, ihre szenischen Mittel bekannt. Umso bemerkenswerter war dieser Abend, der sich deutlich vom routinierten Betrieb abhob. Nicht durch neue Regieakzente, sondern durch eine zentrale Besetzung, die der Produktion plötzlich neue Spannung und dramatische Schärfe verlieh. „Giacomo Puccini, Tosca
Oper Frankfurt, 2. Januar 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 29. DEZEMBER 2025

Yannick Nézet-Séguin © Jan Regan

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DIE MONTAG-PRESSE – 29. DEZEMBER 2025

Wien/Musikverein
Neujahrskonzert-Dirigent: „Klassische Musik lebte immer schon in einer Krise“  (Bezahlartikel)
Erstmals steht Yannick Nézet-Séguin beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am Pult. Er spricht über Strauss, Publikumsschwund, Offenheit und Frauen am Pult.
Kurier.at

Tenor Jonas Kaufmann: „In der Musik kommen wir uns selbst wieder näher“
Mit Pianist Helmut Deutsch verbindet Tenor Jonas Kaufmann eine jahrzehntelange künstlerische Freundschaft. Zum 80. Geburtstag des legendären Liedbegleiters gastieren die beiden Künstler im Wiener Konzerthaus und musizieren am 12. Jänner Robert Schumanns Liedzyklus „Dichterliebe“.
krone.at

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DIE FREITAG-PRESSE – 26. DEZEMBER 2025

Elektra – Nylund, Stundy© Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

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DIE FREITAG-PRESSE – 26. DEZEMBER 2025

Wien/Staatsoper
„Elektra“ an der Wiener Staatsoper: Alexander Soddy entfesselt das Orchester
„Es muss etwas geschehen sein“, heißt es in „Elektra“ von Richard Strauss. Ja, Dirigent Alexander Soddy und das Wiener Staatsopernorchester liefern vom Auftakt an „Spannung pur“. Aušrinė Stundytės metallischer Sopran ist eine Wucht. Nina Stemme klingt als Klytämnestra runder. Camilla Nylund als Chrysothemis unschuldiger. Derek Welton als Orest wie ein Wotan. Wie Tag und Nacht – nach der musikalisch wenig beglückenden „Fidelio“-Vorstellung rückt das Wiener Staatsopernorchester alles wieder ins rechte Licht. Vom Auftakt an ist klar: Heute wird diese „Elektra“-Vorstellung ein Ereignis, solange Dirigent Alexander Soddy nichts versemmelt. Tut er nicht. Im Gegenteil: „Spannung pur“
Klassik-begeistert.de

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 25. DEZEMBER 2025

Svetlomir Zlatkov, 1. Kapellmeister mit Ensemble; Foto Patrik Klein

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Rostock
Klein beleuchtet kurz 68: Puccinis Madama Butterfly erscheint am Volkstheater Rostock in neuem Gewand
Die Sat.1 Doku-Soap „Hochzeit auf den ersten Blick“ stand Pate für eine mit neuen Sichtweisen gespickte Version des Werkes vom Komponisten aus Lucca – Klassik und Moderne müssen sich nicht unbedingt zu Gegensätzen offenbaren – ein Abend in Rostock voller Emotionen, ironischer Unterhaltung, Dramen und vor allem musikalischen Höhepunkten.
von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2025

Andris Nelsons © Dieter Nagl

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2025

Berlin/Philharmonie
Andris Nelsons beschwört den Schatten Stalins in der Berliner Philharmonie
Andris Nelsons, der sich in den letzten Jahren als Schostakowitsch-Dirigent profiliert hat, wird zurecht für seine Interpretation bejubelt. In diesem Jahr hatte er eine umfangreiche CD-Edition veröffentlicht, die sämtliche Symphonien, die Klavier- und Cellokonzerte und die Oper Lady Macbeth von Mzensk enthält, alle mit dem Boston Symphony Orchestra eingespielt.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Wien/Konzerthaus
Maestro Hrůšas aufregende Reise durch Osteuropa
Jakub Hrůša hat im Wiener Konzerthaus eindrucksvoll bewiesen, dass er heute einer der wichtigsten Dirigenten in der sogenannten „Klassikszene“ ist. Und er hat bewiesen, wie großartig absolute Raritäten bei so einem Orchester klingen können.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Andris Nelsons beschwört den Schatten Stalins in der Berliner Philharmonie

Andris Nelsons © Marco Borggreve

Andris Nelsons, der sich in den letzten Jahren als Schostakowitsch-Dirigent profiliert hat, wird zurecht für seine Interpretation bejubelt. In diesem Jahr hatte er eine umfangreiche CD-Edition veröffentlicht, die sämtliche Symphonien, die Klavier- und Cellokonzerte und die Oper Lady Macbeth von Mzensk enthält, alle mit dem Boston Symphony Orchestra eingespielt.

Marcel Dupré:  Cortège et Litanie
Antonín Dvořák:  Konzert für Violine und Orchester
Dmitri Schostakowitsch:  Symphonie Nr. 10

Jan Liebermann   Orgel
Benjamin Beilman   Violine

Andris Nelsons   Dirigent
Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 11. Dezember 2025

von Peter Sommeregger

Vor exakt 60 Jahren wurde die Orgel in der Berliner Philharmonie eingeweiht, aus diesem Anlass wurde das aktuelle Konzert von einem kurzen Werk für Orgel und Orchester eröffnet. Der junge, virtuose Organist Jan Liebermann konnte trotz der Kürze von Duprés Komposition das Instrument in seiner Klangfülle präsentieren, und gleichzeitig seine Meisterschaft beweisen. „Andris Nelsons, Dirigent, Berliner Philharmoniker, Benjamin Beilman
Philharmonie Berlin, 11. Dezember 2025“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 28. OKTOBER 2025

­His Majesty King Carl XVI Gustaf, Sophie Joissains (Mayor, Aix-en-Provence), Paul Hermelin (Chairman of the Board, Festival d’Aix-en-Provence) & Susanne Rydén (President, Birgit Nilsson Prize)
© Yanan Li

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DIE DIENSTAG-PRESSE –
28. OKTOBER 2025

Ein Vermächtnis im Einklang: Der Birgit-Nilsson-Preis 2025 ehrt Aix-en-Provence – und Pierre Audi
Der plötzliche Tod von Pierre Audi im Mai dieses Jahres gab der Verleihung des Birgit-Nilsson-Preises am 21. Oktober in Stockholm eine bewegende Note. Der Preis, der seit 2009 alle drei Jahre vergeben wird, ging jetzt an das Festival d’Aix-en-Provence, dessen künstlerischer Leiter Audi seit 2018 war – eine zutiefst passende Ehrung für einen Mann, dessen visionäre Kraft und unerschütterliche Neugier das europäische Musiktheater über Jahrzehnte geprägt haben. Der mit einer Million US-Dollar dotierte Preis wird normalerweise an Einzelpersönlichkeiten verliehen. Doch schon 2014 wurde diese Regel gebrochen, als die Wiener Philharmoniker damit ausgezeichnet wurden.
Von Zenaida des Aubris
Klassik-begeistert.de

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Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker entfalten ein Feuerwerk an Tönen

Daniel Barenboim © Monika Ritterhaus

Drei Abende hintereinander Daniel Barenboim bei den Berliner Philharmonikern zu Gast. Und alle drei Abende restlos ausverkauft!

Berliner Philharmoniker
Daniel Barenboim, Dirigent

Carl Maria von Weber
Oberon: Ouvertüre

Franz Schubert
Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Philharmonie Berlin, 3. Oktober 2025

von Henriette Müller

Eine leichte Unsicherheit war bis zum Schluss in mir geblieben. Würde sich Herr Barenboim von seinem schweren Sturz wieder erholt haben? Diese Sorge wurde mir noch vor dem Konzert genommen. Der Fahrstuhl, an dem ich mich versehentlich angestellt hatte, war eigentlich für Künstler und Personal bestimmt. So stand plötzlich der Maestro mit seiner Gattin neben mir, bereit zur Auffahrt mit dem Lift. Charmant war er bereit mir den Vortritt zu lassen. Natürlich lehnte ich mit einem freundlichen Lächeln ab, er lächelte zurück. Nun konnte wirklich nichts mehr passieren.
„Berliner Philharmoniker, Daniel Barenboim, Dirigent
Philharmonie Berlin, 3. Oktober 2025“
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