Grga Peroš (Graf Luna), Cristiana Oliveira (Leonora), Joseph Dahdah (Manrico), Silvia Beltrami (Azucena), Shavleg Armasi (Ferrando) (Foto: RW)
Ich kann die Aufführung nur empfehlen, vor allem auch wegen dieser Besetzung. Denn eine szenisch und musikalisch wirklich voll überzeugende Troubadour-Aufführung gehört wohl zu den seltensten Erfahrungen, die man als Operngeher im Laufe eines Lebens haben kann. Und mit Manrico und Leonora ein Liebespaar wie Romeo und Julia erleben zu dürfen, gehört fast dazu.
Il Trovatore, Oper von Giuseppe Verdi
Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emanuele Bardare nach Antonio García Gutiérrez
Inszenierung: Wolfgang Nägele
Bühne: Lisa Däßler, Kostüme: Irina Spreckelmayer
Niedersächsisches Staatsorchester
Leitung: Masaru Kumakura
Staatsoper Hannover, 2. Aufführung, 17.06.2026
von Dr. Ralf Wegner
Um es vorweg zu sagen, einen szenisch überzeugenderen Troubadour habe ich bisher nicht gesehen. Und es war nicht nur das Bühnenbild, sondern auch die Personenführung.
Mit Joseph Dahdah und Cristiana Oliveira stand Wolfgang Nägele (Inszenierung) für die Rollen von Manrico und Leonora nicht nur ein optisch, sondern auch darstellerisch und stimmlich überzeugendes Liebespaar zur Verfügung. Wie der in Hannover engagierte libanesische Tenor seine Geliebte tonal mit virilem Kern, wunderbaren Schwelltönen, schönem Legato und stimmlicher Süße sowie Schmelz umwarb (Ah! Sì, ben mio), nachdem sie zusammen eine Nacht im Zelt verbracht hatten, habe ich so intensiv auf der Opernbühne noch nicht erlebt. „Giuseppe Verdi, Il Trovatore
Staatsoper Hannover, 17. Juni 2026“ weiterlesen
