Sternzeichen Berglund, Borisov © Susanne Diesner
Wie lässt sich ein Jahr gut zu Ende führen? Eine Idee: Man krönt es mit genialer Musik. Kurz vor Weihnachten möchten die Düsseldorfer Symphoniker diesen Anspruch erfüllen und locken mit einem aufsehenerregenden Programm ins Konzert. Unter dem Taktstab der jungen norwegischen Dirigentin Tabita Berglund (36) findet sich zwischen Klassikern und waghalsigen Experimenten etwas für jeden Geschmack. Heraus kommt ein Abend, der sowohl Musiker als auch Publikum alles abverlangt.
Düsseldorfer Symphoniker
Tabita Berglund, Dirigentin
Roman Borisov, Klavier
Sergej Prokofjew – Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie Classique“ Pjotr Tschaikowsky – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 B-Moll op. 23
Pjotr Tschaikowsky – Romeo und Julia – Fantasie-Ouvertüre in vier Akten
Alexander Skrjabin – Poème de l’extase op. 54 für großes Orchester
Zugabe:
Mendelssohn Bartholdy – Allegro con fuoco in b-moll aus „Lieder ohne Worte“, op. 67/2
Tonhalle Düsseldorf, 19. Dezember 2025
von Daniel Janz
Es beginnt recht artig. Prokofjews erste Sinfonie – ein Paradebeispiel für den „Neoklassizismus“ – bedient sich vor allem altbekannter Formen. Aufbau, Dauer, Gestaltung und Instrumentation erinnern an Klassiker, wie Haydn und Mozart. Diese Sinfonie klingt dementsprechend unaufgeregt. Es ist ein Stück, wie es auch vor 300 Jahren hätte klingen können. Zugute kommt ihm die deutliche Pointierung unter Berglund. Diese Musik benötigt Klarheit der Form und das arbeitet sie gut heraus. Das ergibt ein nettes Häppchen zum Einstieg, das den musikalischen Appetit anregt. „Düsseldorfer Symphoniker, Tabita Berglund, Roman Borisov, Klavier
Tonhalle Düsseldorf, 19. Dezember 2025“ weiterlesen