Das neue Programm der Wiener Staatsoper – die Details: Alles Wichtige zu 10 Premieren, 3 Wiederaufnahmen und einer musikalischen Neueinstudierung

Das neue Programm der Wiener Staatsoper – die Details  klassik-begeistert.de, Wiener Staatsoper

Die Wiener Staatsoper startet mit einem sehr ambitionierten Programm in die neue Saison. klassik-begeistert.de präsentiert alle 10 Premieren, alle drei Wiederaufnahmen und eine musikalische Neueinstudierung.

Ganz ins Zeichen der Auseinandersetzung und Erneuerung des Kern-Repertoires stellt Bogdan Roščić als designierter Direktor seine erste Spielzeit an der Wiener Staatsoper: In zehn Premieren werden zehn auf ihre Art absolut zentrale Opern neu auf die Bühne gebracht, darunter einige der meistgespielten Werke des Repertoires. Die Arbeit an diesen Projekten ist stark durch die Wiedereinführung der Position des Musikdirektors bestimmt: Philippe Jordan ist nicht nur wesentlicher Teil des neuen künstlerischen Führungsteams, sondern wird, auch an vielen Abenden am Dirigentenpult stehen – so bereits bei der Eröffnungspremiere der Saison.

Philippe Jordan

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Direktion liegt neben der Beschäftigung mit Fragen des musika lischen Bereichs vor allem im Dialog und der Balance zwischen musikalischer Arbeit und szenischem Anspruch. Daher wird das Führungsteam seine Vorhaben der ersten Spielzeit gemeinsam mit den wichtigs- ten Regisseuren der Opernwelt umsetzen. Fast alle von ihnen arbeiten zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper. Durch die ungewöhnlich hohe Anzahl von Premieren gehen auch einige ihrer bereits legendär gewor- denen, stilbildenden Inszenierungen innerhalb einer Saison neu erarbeitet in das Repertoire der Wiener Staatsoper ein.

Programmatisch werden von der neuen Direktion drei Schwerpunkte gesetzt: Mozart, Wagner sowie jene klassisch gewordenen Opern des 20. Jahrhunderts, die eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenös-sischer Komposition bilden. Diese drei Schwerpunkte werden sich in jeder der von der neuen Direktion verantworteten Spielzeiten wiederfinden.

Parallel zu den zehn neuen Projekten widmet sich die Wiener Staatsoper einer Reihe von klar als solchen gekennzeichneten Wiederaufnahmen. Neben den bekanntesten Namen der Opernwelt werden an der Spielzeit viele für die Staatsoper neue Künstlerinnen und Künstler in ihren Haus-Debüts mitwirken, vokal ebenso wie am Dirigentenpult. An dieses kehren in Folge aber auch vertraute, wichtige Namen wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst oder Bertrand de Billy zurück.

Bogdan Roscic

Die Wiener Staatsoper ist für alle da. Sie auch konsequent für alle zu öffnen, ist ein weiteres Ziel, das sich die neue Direktion vorgenommen hat. Eine dafür zentrale Maßnahme ist die intensive Weiterführung des Kinderoper-Programms, das stärker ans Haus selbst gebracht wird. Mozarts »Entführung« wird für Kinder als Wander-Theater an besonderen Plätzen der Staatsoper gezeigt, auch ein verdichteter, auf Deutsch neu erzählter, »Barbier von Sevilla« wird im Großen Haus zu sehen sein.

Die Saison 2020 / 21 ist auch der Beginn einer neuen Ära für das Staatsballett. Der Schweizer Choreograph Martin Schläpfer übernimmt die Führung der Compagnie.

DIE PREMIERENPRODUKTIONEN

Diese 10 Opern-Premierenproduktionen stehen in der Saison 2020 / 21 auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper:

MADAMA BUTTERFLY

→ Giacomo Puccini 7. September 2020

Musikalische Leitung Philippe JordanInszenierung Anthony MinghellaRegie & Choreographie Carolyn Choa

Cio-Cio-San Asmik Grigorian Pinkerton Freddie De Tommaso Sharpless Boris Pinkhasovich

Diese poetische, aufsehenerregende Inszenierung des Oscar-Preisträgers Anthony Minghella (»Der englische Patient«, »Der talentierte Mr. Ripley«), wird als erste Premiere in Wien von Carolyn Choa, die sie als Cho- reographin gemeinsam mit ihrem im Jahr 2008 verstorbenen Ehemann und Regisseur Minghella erarbeitet hat, neu einstudiert. Asmik Grigorian gibt ihr Staatsoperndebüt in der Rolle der Cio-Cio-San. Ebenso erst- mals am Haus zu sehen: Freddie De Tommaso als Pinkerton. Philippe Jordan nimmt mit diesem Dirigat seine Arbeit als Musikdirektor auf und übergibt in der dritten Aufführungsserie an Hausdebütantin Joana Mallwitz. Unter ihrer Leitung gibt Roberto Alagna nach fast 100 Auftritten in 15 unterschiedlichen Opern mit dem Pinkerton ein wichtiges Rollendebüt an der Wiener Staatsoper.

Wiener Staatsoper, (c) M. Pöhn

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

→ Wolfgang Amadeus Mozart 12. Oktober 2020

Musikalische Leitung Antonello ManacordaInszenierung Hans Neuenfels

Konstanze Lisette OropesaBlonde Regula MühlemannBelmonte Daniel BehlePedrillo Michael LaurenzOsmin Goran Jurić

Bassa Selim Christian Nickel

Ein Klassiker der Musiktheaterregie ist Hans Neuenfels’ nun für Wien weiterentwickelte, ebenso poetische wie skurrile, existentiell anrührende wie heiter skeptische Meditation über das Gegen- und Miteinander von Gesang und Schauspiel.

Neuenfels, der demnächst seinen 79. Geburtstag feiert, besetzt alle solistischen Gesangsrollen noch einmal mit Schauspielern. Seine Neufassung des Librettos behält alle Handlungsmomente des Originals bei, zugleich reflektieren sich Schauspiel und Gesang in Spiegelungen und Verflechtungen. Unter der Leitung von Antonello Manacorda singen und spielen unter anderem die Koloratursopranistin Lisette Oropesa in der Rolle der Konstanze sowie das langjährige Burgtheater- und heutige Theater in der Josefstadt-Ensem- blemitglied Christian Nickel in der Rolle des Bassa Selim. In der zweiten Serie singt – erstmals am Haus – Brenda Rae die Partie der Konstanze.

EUGEN ONEGIN

→ Piotr I. Tschaikowski 25. Oktober 2020

Musikalische Leitung Tomáš HanusInszenierung Dmitri Tcherniakov

Tatjana Tamuna Gochashvili Eugen Onegin Andrè Schuen Lenski Bogdan Volkov Fürst Gremin Dimitry Ivashchenko

Die 2006 am Bolschoi Theater Moskau herausgebrachte Inszenierung von Regisseur und Bühnenbildner Dmitri Tcherniakov ist rund um die Welt gegangen und bis heute eine seiner wichtigsten geblieben. Tcherniakov schuf einen hermetisch anmutenden, klassizistischen Speisesaal, in dem sich ein zeitloses inneres Geschehen abspielt. Zentrales Gestaltungselement ist ein langer Tisch, der als Ort des geteilten festlichen Lebensgenusses die unaufhebbare Entfremdung der Figuren umso fühlbarer macht. In nahezu allen solistischen Rollen geben Vertreter einer jungen Sängergeneration, angeführt vom neuen Ensemble- mitglied Tamuna Gochashvili als Tatjana und Andrè Schuen als Onegin, ihr jeweiliges Hausdebüt. Dirigent der Neuproduktion ist Tomáš Hanus, der das Werk hier erstmals dirigiert.

DAS VERRATENE MEER

→ Hans Werner Henze 13. Dezember 2020

Musikalische Leitung Simone YoungInszenierung Jossi Wieler & Sergio Morabito

Fusako Kuroda Vera-Lotte BoeckerNoboru Josh Lovell
Ryuji Tsukazaki Bo Skovus

Die Vorlage zu »Das verratene Meer« stammt aus der Feder des »enfant terrible« der japanischen Nach- kriegsliteratur, Yukio Mishima, dessen Roman »Gogo no Eiko« (auf Deutsch erschienen unter dem Titel »Der Seeman, der die See verriet«) der Oper zugrunde liegt. Hans Werner Henze lässt den subtilen Horror der Vorlage Klang werden – beunruhigend und verführerisch zugleich. Die Staatsoper bietet eine grandiose Riege von Sängerdarstellern auf, darunter, neu im Ensemble, die Sopranistin Vera-Lotte Boecker als Fusako, Josh Lovell, seit der Saison 2019 / 20 im Ensemble, als Noboru oder Bo Skovhus mit seinem Rollendebüt als Ryuji. Die für einen großen Orchesterapparat konzipierte Partitur wird von Simone Young dirigiert, die das Publikum wie kaum eine Zweite für die klassische Moderne zu begeistern weiß. Sein Regiedebüt an der Wiener Staatsoper gibt das Regieteam Jossi Wieler und Sergio Morabito (letzterer ab Beginn der neuen Spielzeit auch Chefdramaturg im Haus am Ring). Gemeinsam mit Anna Viebrock, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet, haben sie weltweit schon über 20 Opern inszeniert.

Anita Rachvelishvili- Foto: © Dario Acosta

CARMEN

→ Georges Bizet 6. Februar 2021

Musikalische Leitung Andrés Orozco-EstradaInszenierung Calixto Bieito

Carmen Anita Rachvelishvili
Don José Charles Castronovo
Escamillo Erwin Schrott / Sergey Kaydalov Micaëla Olga Kulchynska

Nachdem Calixto Bieito als Theaterregisseur Berühmtheit erlangt hatte, war »Carmen« 1999 seine erste große Opernregiearbeit im Rahmen des Musikfestivals Castell de Peralada. Seither ging die Produktion rund um die Welt, Bieito hat diese legendäre Inszenierung mehrfach überarbeitet und verfeinert und wird sie in Wien nun selbst neu einstudieren. Für ihn ist Carmen weder die Männerphantasie einer Femme fatale noch Emanzipations-Symbol, sondern eine individuelle Persönlichkeit. Bieito zeigt die Welt der Soldaten, Arbei- terinnen und Ganoven in einem spanischen Grenzgebiet, frei von »Zigeuner«-Kitsch, Klischeebildern und Sozialromantik, selbst der Flamenco wird unter Carmens Freundinnen nur noch ironisch zitiert. Ganz nebenbei ist diese Inszenierung auch eine Liebeserklärung des Regisseurs an die Menschen seines Heimat- landes. Erstmals wird die weltweit als Carmen gefeierte Anita Rachvelishvili diese Rolle an der Wiener Staatsoper verkörpern. Weitere wichtige Rollendebüts: Olga Kulchynska, sowie in der zweiten Serie Ensemble- Mitglied Vera-Lotte Boecker als Micaëla. In Wien zuhause, aber erstmals an der Staatsoper zu Gast ist Dirigent Andrés Orozco-Estrada.

LA TRAVIATA

→ Giuseppe Verdi 4. März 2021

Musikalische Leitung Giacomo SagripantiInszenierung Simon Stone

Violetta Valéry Pretty Yende Alfredo Germont Frédéric Antoun Giorgio Germont Igor Golovatenko

Autor, Theater-, Film-, Fernseh- und Opern-Regisseur Simon Stone, für seine konsequenten Aktualisierun- gen klassischer Stoffe gefeiert, zeichnet in seiner »Traviata« Violetta Valéry als todkranke Influencerin, die selbst dann in ihrer Instagram-Welt gefangen bleibt, wenn sie sich mit ihrem Geliebten aufs Land zurück- zieht. Alles Private ist bei ihr öffentlich, dafür wird der öffentliche urbane Raum zu ihrem einzigen Rück- zugsgebiet für Momente der Schwäche. Violetta wird an der Wiener Staatsoper erstmals von der Sopranistin Pretty Yende verkörpert, an ihrer Seite Frédéric Antoun als Afredo. Es dirigiert Giacomo Sagripanti, Gewin- ner des International Opera Award als »Junger Dirigent des Jahres«. Es ist seine erste Premiere an der Wiener Staatsoper.

Pretty Yende
© Gregor Hohenberg / Sony Music Entertainment

PARSIFAL

→ Richard Wagner 1. April 2021

Musikalische Leitung Philippe JordanInszenierung Kirill Serebrennikov

Amfortas Ludovic Tézier Gurnemanz Georg Zeppenfeld Parsifal Jonas Kaufmann Klingsor Wolfgang Koch Kundry Elīna Garanča

Zum Ereignis zu werden verspricht diese Inszenierung aus mehrfachen Gründen: Der Theater-, Opern-, Film- und Ballettregisseur sowie Bühnen- und Kostümbildner Kirill Serebrennikov hat in Russland eine ganze Generation junger Theaterschaffender und Theaterzuschauer geprägt. Seine durch ihre Intelligenz ebenso wie durch ihre sinnliche und physische Intensität tief unter die Haut gehenden Arbeiten sind regel- mäßig bei internationalen Theaterfestivals zu Gast. Auf seine existenzielle Bedrohung durch ein bereits drei Jahre währendes, international allgemein scharf kritisiertes Verfahren der russischen Justiz reagiert Serebrennikov mit gesteigerter Kreativität und realisiert trotz eines Ausreiseverbots atemberaubende Inszenierungen. Es ist allen Beteiligten zu danken, dass sie sich trotz der Ungewissheit über das weitere Schicksal des Regisseurs zur Mitwirkung bereiterklärt haben, allen voran dem Musikdirektor des Hauses Philippe Jordan, der Wagners zukunftsweisendes Alterswerk erstmals in Wien dirigiert, sowie Jonas Kauf- mann, dessen Interpretation des Parsifal heute Maßstäbe setzt. In nahezu allen weiteren Partien sind Rollendebüts von in Wien wichtigen Gästen zu erleben: Ludovic Tézier als Amfortas, Georg Zeppenfeld als Gurnemanz, Wolfgang Koch als Klingsor sowie das ehemalige Ensemblemitglied und heutiger Weltstar Elīna Garanča als Kundry.

Elina Garanca. (c) Holger Hage

FAUST

→ Charles Gounod 23. April 2021

Musikalische Leitung Bertrand de BillyInszenierung Frank Castorf

Faust Juan Diego Flórez Marguerite Nicole Car Méphistophélès Adam Palka Valentin Boris Prýgl

Frank Castorf, der Meister der szenischen Komplexität, widmet sich einer als schön, aber etwas bieder geltenden Oper und entfacht dabei ein ebenso sinnliches wie intellektuelles Assoziationsfeuerwerk. Im Team mit Bühnenbildner Aleksandar Denić und Kostümbildnerin Adriana Braga Peretzki zeigt der Regis- seur, wieviel Politik und Zeitgeschichte in den atemlosen Walzern und süffigen Melodien Gounods steckt: Der frühe Kolonialismus Frankreichs, seine heutigen Folgen, demokratische Illusionen und kapitalistische Vergnügungssucht treffen sich in Paris, das zum Brennglas gesamteuropäischer Entwicklungen wird. In dieser Aufführung, die ganz nebenbei eine heimliche Liebeserklärung an die französische Hauptstadt ist, wird Juan Diego Flórez erstmals den Faust verkörpern. Neben ihm geben mehrere Sänger der jüngeren Generation ihr Staatsoperndebüt: Nicole Car als Marguerite, Adam Palka als Méphistophélès und Boris Prýgl als Valentin. Die musikalische Leitung übernimmt Bertrand de Billy, der – nicht nur, aber auch – für diese Premiere an die Wiener Staatsoper zurückkehrt.

Juan Diego Flórez © Manfred Baumann

L’INCORONAZIONE DI POPPEA

→ Claudio Monteverdi 22. Mai 2021

Musikalische Leitung Pablo Heras-CasadoInszenierung Jan Lauwers

Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámečníková Ottone Xavier Sabata Ottavia Christina Bock Seneca Willard White

Nur ein einziges Mal stand eine Oper Monteverdis bisher auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: Unter Herbert von Karajan und in der Inszenierung von Günther Rennert feierte am 1. April 1963 »L’incoronazione di Poppea« in einer »freien Neufassung« ihre Premiere. In der historisch informierten Aufführungspraxis hat sich seither viel getan – nicht zuletzt durch die Pionierarbeit von Nikolaus Harnoncourt und seinem Concentus Musicus Wien. 68 Jahre nach seiner Gründung gibt das Ensemble unter der Leitung von Pablo Heras-Casado nun sein Hausdebüt in der Staatsoper. Regisseur ist der 2014 mit dem Goldenen Löwen der Biennale di Venezia ausgezeichnete Belgier Jan Lauwers. Mit seiner Brüsseler Needcompany schuf er in mehr als 35 Jahren ein Theater, in welchem sich Musik, Schauspiel, Tanz und bildende Kunst immer wieder neu inspirieren. Sein humorvoll-skeptischer Stil begegnet nun dem großen Menschenzeichner Monteverdi in einer Regie, in der sich alle Mitwirkenden auf einer Ebene treffen: »In unserer Version von ›L’incorona- zione di Poppea‹ ist jeder Sänger, jeder Musiker und jeder Tänzer eine eigenständige Kraft – und alle wollen gemeinsam überleben«, erläutert Jan Lauwers.

MACBETH

→ Giuseppe Verdi 10. Juni 2021

Musikalische Leitung Philippe JordanInszenierung Barrie Kosky

Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko / Martina Serafin

Die Inszenierung des australischen Regisseurs Barrie Kosky konzentriert sich ganz auf das ebenso mitein- ander vertraute wie ineinander verkämpfte Ehepaar Macbeth, das Notturno einer tiefschwarzen Paarbezie- hung. Die groß besetzte Oper wird zum alptraumhaften Kammerspiel, bei dem bis zum Schluss unklar bleibt, was reales und was halluziniertes Geschehen ist. Eine Grenzerfahrung, passend zu Verdis radikalen Psycho- grammen. Der Musikdirektor der Staatsoper, Philippe Jordan, wird diese Musik gewordene Extremsituation dirigieren. Für die Partie der Lady Macbeth stellte Verdi scheinbar paradoxe Anforderungen: Mut zu expres- siver Abscheulichkeit einerseits, hochvirtuose Koloraturen, die eine perfekte Belcanto-Technik verlangen, andererseits. Ihre letzte Phrase soll Lady Macbeth nur noch mit einem »fil di voce«, also mit einem Hauch (wörtlich: einem Faden) von Stimme spannen. Eine Rolle wie geschaffen für Anna Netrebko, die diese abgründige Figur erstmals an der Wiener Staatsoper verkörpert.

Anna Netrebko und Andreas Schmidt, 16. Februar 2017, Wiener Staatsoper © Andreas Schmidt

WIEDERAUFNAHMEN & MUSIKALISCHE NEUEINSTUDIERUNG

Drei Wiederaufnahmen und eine musikalische Neueinstudierung zeigt die Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2020 / 21:

WIEDERAUFNAHMEN

ELEKTRA

→ Richard Strauss 8. September 2020

Musikalische Leitung Franz Welser-Möst / Alexander SoddyInszenierung Harry Kupfer

Klytämnestra Doris Soffel Elektra Ricarda Merbeth Chrysothemis Camilla Nylund Orest Derek Welton

Die eindringliche Inszenierung des im Dezember 2019 verstorbenen legendären Regisseurs Harry Kupfer aus dem Jahr 1989 wurde an der Wiener Staatsoper zuletzt 2012 gezeigt. Kupfer entwarf im imposanten Bühnenbild von Hans Schavernoch das Bild einer auch destruktiven und manipulierenden Elektra, spannt die Figurenkonstellation kunstvoll auf, vermeidet das schablonenhafte Kategorisieren von Gut und Böse, zeigt die Verzweiflung, Einsamkeit und das Getriebensein der Täter. Mit dieser ersten Wiederaufnahme der Saison 2020 / 21 steht Franz Welser-Möst zum ersten Mal seit 2014 wieder am Dirigentenpult des Hauses am Ring. Die SängerInnenbesetzung der Hauptpartien bringt gleich vier Staatsopern-Rollendebüts: Unter Welser-Mösts Leitung kehrt Doris Soffel als Klytämnestra zurück ans Haus, Ricarda Merbeth singt hier erstmals die Titelpartie, Camilla Nylund erstmals die Chrysothemis und als Orest gibt der australische Bass-Bariton Derek Walton sein Debüt an der Wiener Staatsoper.

Camilla Nylund, Foto: anna.s. (c)

DON CARLOS

→ Giuseppe Verdi, französische Urfassung 27. September 2020

Musikalische Leitung Bertrand de BillyInszenierung Peter Konwitschny

Philippe II. Ildar Abdrazakov
Don Carlos Jonas Kaufmann Rodrigue Igor Golovatenko Großinquisitor Roberto Scandiuzzi Elisabeth de Valois Malin Byström Eboli Eve-Maud Hubeaux

Die Produktion kam 2004 unter der Leitung Bertrand de Billys heraus, der für diese Wiederaufnahme ans Pult der Staatsoper zurückkehrt. Die von ihm akribisch rekonstruierte Urfassung umfasst auch jene Passa- gen, die Verdi vor der Uraufführung 1867 hatte streichen müssen. Regisseur Peter Konwitschny spannt zwischen den Figuren ein dichtes Beziehungsgeflecht. Eine humoristisch pantomimische Einlage zur Bal- lettmusik im dritten Akt vergrößert die Fallhöhe der Tragödie, in der Konwitschny ein utopisches Moment herausarbeitet: Den Schluss der Oper deutet er als Veto des Komponisten gegen den Sieg der liebes- und lebensfeindlichen Autoritäten und hebt die realistischen Koordinaten der Handlung zugunsten der Errettung von Carlos und Elisabeth auf. Mit der Titelpartie wird Jonas Kaufmann an der Wiener Staatsoper erstmals eine Verdi-Partie interpretieren, ebenso wie Ildar Abdrazakov als Philippe II. Diese Wiederaufnahme bringt außerdem die Hausdebüts von Malin Byström als Elisabeth und Eve-Maud Hubeaux als Eboli.

Foto: Jonas Kaufmann, Instagram (c)

LE NOZZE DI FIGARO

→ Wolfgang Amadeus Mozart 24. Jänner 2021

Musikalische Leitung Philippe JordanInszenierung Jean-Pierre Ponnelle

Graf Almaviva Andrè Schuen Gräfin Almaviva Federica Lombardi Susanna Louise Alder
Figaro Philippe Sly
Cherubino Virginie Verrez

Nach zehn Jahren Pause wird Jean-Pierre Ponnelles detailreiche, in der prärevolutionären Zeit angesiedelte und für viele Jahrzehnte werkprägende Inszenierung wieder zur Diskussion gestellt. Am Pult steht Musik- direktor Philippe Jordan, den eine langjährige Auseinandersetzung mit »Le nozze di Figaro« verbindet. Beginnend mit diesem Werk wird er, gemeinsam mit einer jungen und international aufstrebenden Sänger- generation, die oft beschworene und in der Nachkriegszeit zur Blüte gelangte Idee eines weltweit ausstrah- lenden Wiener Mozart-Ensembles neu aufgreifen. In der Wideraufnahme des Mozart-Klassikers singen Andrè Schuen und Federica Lombardi erstmals am Haus Conte und Contessa d’Almaviva und Virginie Verrez erstmals den Cherubino. Als Susanna und Figaro werden die Hausdebütanten Louise Alder und Philippe Sly zu erleben sein.

MUSIKALISCHE NEUEINSTUDIERUNG

DER ROSENKAVALIER

→ Richard Strauss 16. Dezember 2020

Musikalische Leitung Philippe JordanInszenierung Otto Schenk

Die Feldmarschallin Krassimira Stoyanova
Der Baron Ochs auf Lerchenau Günther Groissböck Octavian Daniela Sindram
Herr von Faninal Jochen Schmeckenbecher
Sophie Erin Morley
Ein Sänger Piotr Beczała

Strauss’ »Rosenkavalier« zählt in Wien zum zentralen Repertoirebestand, dem sich stets auch die großen Interpreten am Dirigentenpult widmeten. Das zeigt sich etwa an der aktuellen Produktion in der Inszenie- rung von Otto Schenk, die im Jahr 1968 unter Leonard Bernstein zur Premiere kam. Philippe Jordan, den eine hohe Affinität mit dem Strauss-Repertoire verbindet, leitete bereits eine musikalische Neueinstudierung des »Rosenkavaliers« an der Wiener Staatsoper und dirigierte die Oper zudem in Mailand, Berlin und Paris. Als Musikdirektor der Wiener Staatsoper wird er das Werk nun abermals musikalisch neu einstudieren und in gleich zwei Serien mit exquisiten Sängerbesetzungen leiten, darunter u. a. der erste Wiener Ochs von Günther Groissböck und ein Wiedersehen und -hören mit Krassimira Stoyanova bzw. Martina Serafin als Marschallin.

Krassimira Stoyanova © Johannes Ifkovits

 

→ WEITERE VORSTELLUNGSTERMINE & DETAILLIERTERE INFORMATIONEN ZU DEN BESETZUNGEN FINDEN SIE IM SAISONBUCH.

DAS OPERNREPERTOIRE / KÜNSTLERINNEN & KÜNSTLER

Neben zehn Premierenproduktionen, drei Wiederaufnahmen sowie einer Musikalischen Neueinstudierung zeigt die Wiener Staatsoper in der Spielzeit 2020 / 21 insgesamt 27 weitere Werke im Opernrepertoire: Den Auftakt macht – nach der Premiere von »Madama Butterfly« und der Wiederaufnahme von »Elektra« – »Simon Boccanegra«, gefolgt von »L’elisir d’amore«, »La Fille du régiment«, »Salome«, »Don Pasquale«, »A Midsummer Night’s Dream«, »Cavalleria rusticana«, »Pagliacci«, »Roméo et Juliette«, »Ariadne auf Naxos«, »Arabella«, »Werther«, »La Bohème«, »Tosca«, »Hänsel und Gretel«, »Die Fledermaus«, »Rusalka«, »Nabucco«, »La cenerentola«, »Manon«, »Rigoletto«, »Turandot«, »Il barbiere di Siviglia«, »Die Walküre«, »Die Zauberflöte«, »Les Contes d’Hoffmann« und »Lohengrin«.

Die Aufführungsserien bringen internationale Rollendebüts wichtiger Künstlerinnen und Künstler, zahl- reiche neue Besetzungen für das Haus am Ring (Details siehe unten) und auch die Staatsopern-Debüts der DirigentInnen Gianluca Capuano (»L’elisir d’amore« und »La cenerentola«), Pablo Heras-Casado (Premiere von »L’incoronazione di Poppea«), Eun Sun Kim (»La Bohème«), Joana Mallwitz (»Madama Butterfly«), Stefano Montanari (»Il barbiere di Siviglia«), Andrés Orozco-Estrada (Premiere von »Carmen«) und Giacomo Sagripanti (Premiere von »La traviata«, »L’elisir d’amore« sowie »La Fille du régiment«).

Mit ihren Hausdebüts stellen sich u. a. folgende Sängerinnen und Sänger dem Staatsopernpublikum vor:

  • →  Louise Alder singt die Susanna in der Wiederaufnahme von »Le nozze di Figaro«, Sophie in der Musikalischen Neueinstudierung von »Der Rosenkavalier«, Manon Lescaut in »Manon« sowie die Giulietta in »Les Contes d’Hoffmann«
  • →  Noa Beinart (neu im Ensemble) singt u. a. die Suzuki in »Madama Butterfly«
  • →  Christina Bock singt die Ottavia in der Premiere »L’incoronazione di Poppea« sowie den PrinzOrlofsky in »Die Fledermaus«
  • →  Vera-Lotte Boecker (neu im Ensemble) singt u. a. die Fusako Kuroda in der Premiere von »Das verra-tene Meer«, die Micaëla in »Carmen« und die Gretel in »Hänsel und Gretel«
  • →  Malin Byström singt die Elisabeth de Valois in der Wiederaufnahme von »Don Carlos« und dieSalome
  • →  Nicole Car singt die Marguerite in der Premiere von »Faust«
  • →  Tamuna Gochashvili (neu im Ensemble) singt u. a. die Tatjana in der Premiere von »Eugen Onegin«,die Liù in »Turandot« und die Antonia in »Les Contes d’Hoffmann«
  • →  Anna Goryachova singt die Olga in der Premiere von »Eugen Onegin«
  • →  Asmik Grigorian singt die Cio-Cio-San in der Premiere von »Madama Butterfly«
  • →  Saioa Hernández singt die Tosca
  • →  Jennifer Holloway singt den Octavian in der Musikalischen Neueinstudierung von »Der Rosenkava-lier« und den Komponisten in »Ariadne auf Naxos«
  • →  Eve-Maud Hubeaux singt die Eboli in der Wiederaufnahme von »Don Carlos«
  • →  Sara Jakubiak singt die Elsa von Brabant in »Lohengrin«
  • →  Joanna Kędzior (neu im Ensemble) singt u. a. die Adina in »L’elisir d’amore«
  • →  Olga Kulchynska singt die Micaëla in der Premiere von »Carmen«
  • →  Stephanie Maitland*
  • →  Ruzan Mantashyan singt die Mimì in »La Bohème«
  • →  Aurora Marthens*
  • →  Vida Miknevičiūtė singt die Salome
  • →  Nina Minasyan singt die Gilda in »Rigoletto«
  • →  Patricia Nolz* singt u. a. Kate Pinkerton in »Madama Butterfly«
  • →  Lisette Oropesa singt die Konstanze in der Premiere von »Die Entführung aus dem Serail«
  • →  Anna Pirozzi singt die Abigaille in »Nabucco« sowie die Turandot
  • →  Marina Prudenskaya singt die Herodias in »Salome«
  • →  Isabel Signoret*
  • →  Pretty Yende singt die Violetta Valéry in der Premiere von »La traviata« und die Adina in »L’elisir

d’amore«

  • →  Slávka Zámečníková (neu im Ensemble) singt u. a. die Frasquita in der Premiere von »Carmen«, die Poppea in der Premiere von »L’incoronazione di Poppea«, die Norina in »Don Pasquale«, die Musetta in »La Bohème« und die Gretel in »Hänsel und Gretel«
  • →  Enkhbat Amartuvshin singt den Nabucco
  • →  Frédéric Antoun singt den Alfredo Germont in der Premiere von »La traviata« sowie den Nemorino in»L’elisir d’amore«
  • →  Stefan Astakhov* singt u. a. die Nummer Vier in der Premiere von »Das verratene Meer«
  • →  Liparit Avetisyan singt den Nemorino in »L’elisir d’amore« und den Herzog von Mantova in »Rigoletto«
  • →  Atalla Ayan singt den Rodolfo in »La Bohème«
  • →  Robert Bartneck (neu im Ensemble) singt u. a. den Gaston in der Premiere von »La traviata«
  • →  Freddie De Tommaso (neu im Ensemble) singt u. a. den Pinkerton in der Premiere von »MadamaButterfly«, den Macduff in der Premiere von »Macbeth«, den Sänger in »Der Rosenkavalier« sowie

    den Ismaele in »Nabucco«

  • →  Cyrille Dubois singt den Grafen Almaviva in »Il barbiere di Siviglia«
  • →  Michael Fabiano singt den Chevalier Des Grieux in »Manon«
  • →  Andrea Giovannini (neu im Ensemble) singt u. a. den Goro in »Madama Butterfly«
  • →  Igor Golovatenko singt den Giorgio Germont in der Premiere von »La traviata« und den Rodrigue inder Wiederaufnahme von »Don Carlos«
  • →  Martin Hässler (neu im Ensemble) singt u. a. die Nummer Fünf in der Premiere von »Das verrateneMeer«, den Moralès in »Carmen« und den Dr. Falke in »Die Fledermaus«
  • →  Dimitry Ivashchenko singt den Fürsten Gremin in der Premiere von »Eugen Onegin«
  • →  Brian Jagde singt den Turiddu in »Cavalleria rusticana«
  • →  Goran Jurić singt den Osmin in der Premiere von »Die Entführung aus dem Serail«
  • →  Sergey Kaydalov (neu im Ensemble) singt u. a. den Escamillo in »Carmen«, den Belcore in »L’elisird’amore«, den Doktor Malatesta in »Don Pasquale« und den Mercutio in »Roméo et Juliette«
  • →  Ilja Kazakov* singt den Doktor Grenvil in der Premiere von »La traviata«
  • →  Quinn Kelsey singt den Rigoletto
  • →  Kangmin Justin Kim singt die Nummer Zwei in der Premiere von »Das verratene Meer«
  • →  Long Long singt den Tamino in »Die Zauberflöte«
  • →  Najmiddin Mavlyanov singt den Gabriele Adorno in »Simon Boccanegra«
  • →  Attila Mokus (neu im Ensemble) singt u. a. den Baron Douphol in der Premiere von »La traviata« undden Schaunard in »La Bohème«
  • →  Benedict Nelson singt den Demetrius in »A Midsummer Night’s Dream«
  • →  Adam Palka singt den Méphistophélès in der Premiere von »Faust«
  • →  Boris Prýgl singt den Valentin in der Premiere von »Faust«
  • →  Michael Rakotoarivony* singt u. a. den Dancaïre in der Premiere von »Carmen«
  • →  Matthew Rose singt den Bottom in »A Midsummer Night’s Dream«
  • →  Xavier Sabata singt den Ottone in der Premiere von »L’incoronazione di Poppea«
  • →  Andrè Schuen (neu im Ensemble) singt den Eugen Onegin in der Premiere von »Eugen Onegin«, denGrafen Almaviva in der Wiederaufnahme von »Le nozze di Figaro«, den Marcello in »La Bohème«

    sowie den Papageno in »Die Zauberflöte«

  • →  Levy Sekgapane singt den Nemorino in »L’elisir d’amore«
  • →  Philippe Sly singt den Figaro in der Wiederaufnahme von »Le nozze di Figaro«
  • →  Evgeny Solodovnikov (neu im Ensemble) singt u. a. den Wassermann in »Rusalka« und den Sparafu-cile in »Rigoletto«
  • →  Erik Van Heyningen* singt u. a. die Nummer Eins in der Premiere von »Das verratene Meer«
  • →  Bogdan Volkov singt den Lenski in der Premiere von »Eugen Onegin«
  • →  Artyom Wasnetsov*
  • →  Derek Welton singt den Orest in der Wiederaufnahme von »Elektra«
  • →  Willard White singt den Seneca in der Premiere von »L’incoronazione di Poppea«
  • →  Vincent Wolfsteiner singt den Herodes in »Salome«
  • →  Riccardo Zanellato singt den Zaccaria in »Nabucco«

* Mitglied des Opernstudios

Persönliche Rollendebüts geben in der kommenden Spielzeit u. a. Elīna Garanča als Kundry in »Parsifal«, Juan Diego Flórez in der Titelpartie von »Faust«, Günther Groissböck als Fiesco (»Simon Boccanegra«), Gaëlle Arquez als Charlotte (»Werther«) und Erwin Schrott in der Titelrolle von »Don Pasquale«.

Erstmals verkörpern im Haus am Ring in der kommenden Saison u. a. (Reihenfolge der Stücke nach den Premieren und Wiederaufnahmen dem Spielplan folgend, siehe Programmbuch):

  • →  in der Premierenproduktion von »Madama Butterfly« Boris Pinkhasovich den Sharpless und Roberto Alagna den Pinkerton (in der dritten Vorstellungsserie)
  • →  in »Die Entführung aus dem Serail« Regula Mühlemann die Blonde, Daniel Behle den Belmonte und Michael Laurenz den Pedrillo
  • →  in »Das verratene Meer« Bo Skovhus den Ryuji Tsukazaki
  • →  in »Carmen« Anita Rachvelishvili und Michèle Losier (in der zweiten Vorstellungsserie) die Titelpar-tie und Charles Castronovo den Don José
  • →  in »Parsifal« Elīna Garanča die Kundry, Ludovic Tézier den Amfortas, Georg Zeppenfeld den Gurne-manz und Wolfgang Koch den Klingsor
  • →  in »Macbeth« Luca Salsi die Titelpartie, Anna Netrebko die Lady Macbeth und Roberto Tagliavini denBanquo
  • →  in der Wiederaufnahme von »Elektra« Doris Soffel die Klytämnestra, Ricarda Merbeth die Elektraund Camilla Nylund die Chrysothemis
  • →  in »Don Carlos« Jonas Kaufmann die Titelpartie und Ildar Abdrazakov den Philippe II.
  • →  in »Le nozze di Figaro« Federica Lombardi die Gräfin Almaviva
  • →  in der Musikalischen Neueinstudierung von »Der Rosenkavalier« Günther Groissböck bzw. AlbertPesendorfer (2. Vorstellungsserie) den Ochs
  • →  in »La Fille du régiment« Jane Archibald die Marie
  • →  in »Salome« Malin Byström die Titelpartie (nach ihrem Hausdebüt als Elisabeth von Valois in »DonCarlos«)
  • →  in »Don Pasquale« Rosa Feola die Norina und Boris Pinkhashovich den Doktor Malatesta
  • →  in »Cavalleria rusticana« Eva-Maria Westbroek die Santuzza und Mara Zampieri die Lucia
  • →  in »Pagliacci« Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak den Canio bzw. die Nedda
  • →  in »Roméo et Juliette« Michael Spyres den Roméo und Irina Lungu die Juliette
  • →  in »Ariadne auf Naxos« Angela Brower den Komponisten und Brandon Jovanovich den Tenor / Bacchus
  • →  in »Arabella« Hanna-Elisabeth Müller die Titelpartie und Michael Volle den Mandryka
  • →  in »Werther« Piotr Beczała die Titelpartie
  • Piotr Beczala © Johannes Ifkovits
  • →  in »La Bohème« Andrè Schuen den Marcello (nach seinem Hausdebüt in der Premierenproduktionvon »Eugen Onegin«)
  • →  in »Tosca« Anna Netrebko und Sonya Yoncheva die Titelpartie, Yusif Eyvazov den Cavaradossi sowieLuca Salsi und Wolfgang Koch den Scarpia
  • →  in »Die Fledermaus« Georg Nigl den Eisenstein und Regula Mühlemann die Adele
  • →  in »Rusalka« Kristīne Opolais die Titelpartie
  • →  in »La cenerentola« Marianne Crebassa die Angelina
  • →  in »Manon« Louise Alder die Titelpartie (nach ihrem Staatsoperndebüt als Susanna in der Wiederauf-nahme von »Le nozze di Figaro«)
  • →  in »Turandot« Fabio Sartori den Calaf
  • →  in »Il barbiere di Siviglia« Kate Lindsey die Rosina
  • →  in »Die Walküre« Martina Serafin die Brünnhilde, Günther Groissböck den Wotan, Andreas Schagerden Siegmund, Okka van der Damerau die Fricka und Mika Kares den Hunding
  • →  in »Die Zauberflöte« Andrè Schuen den Papageno, Sabine Devieilhe die Königin der Nacht undRegula Mühlemann die Pamina
  • →  in »Les Contes d’Hoffmann« Juan Diego Flórez die Titelpartie, Erwin Schrott die vier »Bösewichter«Lindorf / Coppélius / Miracle / Dapertutto, Sabine Devieilhe die Olympia, Louise Alder die Giulietta und

    Michèle Losier bzw. Virginie Verrez (letzte Vorstellung der Serie) die Muse und den Nicklausse

  • →  in »Lohengrin« Tanja Ariana Baumgartner die Ortrud

Zahlreiche weitere internationalen Gastsolistinnen und -solisten kehren in der nächsten Spielzeit an die Wiener Staatsoper zurück, wie etwa Carlos Álvarez (als Sulpice in »La Fille du régiment«), Camilla Nylund (in der Titelpartie von Ariadne auf Naxos«, als Rosalinde in »Die Fledermaus« und Sieglinde in »Die Wal- küre«), Stephen Gould (als Tenor / Bacchus in »Ariadne auf Naxos«), Plácido Domingo (als Simon Boccanegra« und Nabucco), Anja Harteros (als Tosca) oder Klaus Florian Vogt (als Lohengrin).

© Michael Pöhn

Am Dirigentenpult gibt es ein Wiedersehen u. a. mit Christian Thielemann, Marco Armiliato, Giampaolo Bisanti, Adam Fischer, Evelino Pidò und Paolo Carignani.

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