Die MITTWOCH-PRESSE – 10. APRIL 2019

Die MITTWOCH-PRESSE – 10. APRIL 2019

Ballett-Akademie. Foto: Wiener Staatsoper
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 10. APRIL 2019

Wien/ Staatsoper
Wir wurden gebrochen“
Brutalität, Demütigungen, sexuelle Übergriffe, Magersucht: Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen erzählen erstmals über die unerträglichen Zustände an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Eine Falter-Recherche hinter den Kulissen der berühmtesten Kulturinstitution des Landes
https://ww.falter.at/archiv/wp/wir-wurden-gebrochen

Schwere Vorwürfe gegen die Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Der „Falter“ recherchierte Gewalt, Drill und Demütigung und einen Vorwurf des sexuellen Missbrauchs. Kinder- und Jugendanwaltschaft bereits tätig –Der Standard

„Falter“: Züchtigung, Drill und Missbrauch an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Die Wochenzeitung „Falter“ berichtet über skandalöse Zustände in der Elite-Tanzausbildung der Wiener Staatsoper. Gewalt und „Bodyshaming“ stünden an der Tagesordnung berichten ehemalige Schülerinnen, aber auch Lehrerinnen.
Die Presse

Missbrauchsvorwürfe gegen Ballettakademie
Kinder wurden laut Medienbericht Opfer von Demütigungen, Gewalt und sexueller Gewalt. Blümel ordnet Sonderkommission an.
Wiener Zeitung

Gewalt, Drill und Demütigung: Skandal an Ballettakademie der Staatsoper
Kurier

Berlin/ Komische Oper
Das plant Barrie Kosky in der neuen Saison
2019/20 an der Komischen Oper: Kirill Serebrennikow inszeniert Strawinsky, Kosky und Jurowski tun sich für „The Bassarids“ von Hans Werner Henze zusammen.
Tagesspiegel

Barrie Kosky: „Er ist ein Teil von unserer Familie“
Intendant Kosky kündigt eine Operninszenierung des gerade aus dem Hausarrest entlassenen, russischen Regisseurs Serebrennikov an.
Berliner Morgenpost

Komische Oper engagiert Kirill Serebrennikov
Frankfurter Rundschau

Berlin
Pläne von Ticciati und dem DSO: Für das Publikum von morgen
Drei Opern, Zusammenarbeit mit Berliner Schulen, amerikanische Komponisten: Was Robin Ticciati und das Deutsche Symphonie-Orchester für 2019/20 planen
Tagesspiegel

Tim Theo Tinn kolportiert: Gefälschte Inszenierung: Intendanten, politische Dienstherren, Regisseure, Dramaturgen kriminalisieren sich!
https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-kolportiert-gefaelschte-inszenierung-intendanten

Budapest
Ungarn: Sänger der Staatsoper deklarieren sich als „Afro-Amerikaner“
Die Erben des Komponisten verlangen, dass die Darsteller Schwarze sein müssen, will ein Opernhaus Gershwins „Porgy & Bess“ aufführen –
Der Standard

Hamburg
Nach Akustik-Debakel: Kaufmann kehrt zurück – aber nicht in die Elbphilharmonie
Hamburger Abendblatt

München
Eine Diva auf dem Rückzug: Liederabend mit Edita Gruberová
bachtrack

Graz/Musikverein
Rauschhaftes Konzert der Grazer Philharmoniker unter Oksana Lyniv
Tiroler Tageszeitung

Kommentar von Thomas Prochazka zur neuen Spielzeit im Theater an der Wien
Als Leiter eines Stagione-Hauses scheint Geyer sichtbar eher an der theatralischen denn dem musikalischen Wert der präsentierten Opern interessiert zu sein. Mit Amélie Niermeyer und Nikolaus Habjan waren zwei Regisseure zur Pressekonferenz gebeten worden: Prima la scena, doppo la musica.
http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=DC9A8E40-56FA-

Wien/ Konzerthaus
Klangforum Wien im Konzerthaus zum Motto Selbstporträt
Leuchtend wie ein edler, bizarr und zugleich vollkommen geformter Kristall –
Der Standard

Wien/ Volksoper
Ralph Benatzkys Meine Schwester und ich erstmals an der Volksoper Wien
bachtrack

Hamburg/ Staatsoper
Wohlstandsverwahrlosung – George Benjamins Oper „Lessons in Love and Violence“ an der Staatsoper Hamburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Amsterdam
Mit und ohne bürgerliche Anstandsfassade
Christof Loy inszeniert Richard Wagners „Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg“ in Amsterdam
Neue Musikzeitung/nmz.de

London
Ivan Putrov’s Against the Stream gala unearths some gems at the Coliseum
bachtrack

Birmingham
Franco Fagioli, Il pomo d’oro, Birmingham Town Hall, review – flair and flamboyance
https://theartsdesk.com/classical-music/franco-fagioli-il-pomo-d%E2%80%99oro

New York
Bare Opera 2019 Review: Maria de Buenos Aires
http://operawire.com/bare-opera-2019-review-maria-de-buenos-aires/

Review: A Pianistic Master and an Upstart, 15 Years Later
The pianist Maurizio Pollini played on Sunday at Carnegie Hall.
https://www.nytimes.com/2019/04/08/arts/music/pollini-pohjonen-carnegie-review.html

Phoenix
Arizona Opera 2018-19 Review: Le Nozze di Figaro
http://operawire.com/arizona-opera-2018-19-review-le-nozze-di-figaro/

Los Angeles
It’s “One fine day” for Pacific Opera Project’s Madama Butterfly
https://www.sfcv.org/reviews/pacific-opera-project/its-one-fine-day-for

With “Callas in Concert,’ an opera diva makes a holographic encore
https://www.latimes.com/books/la-ca-jc-fob-mini-callas-hologram-concert

Hongkong
Beauty and Sadness — the world premiere of an atmospheric new opera in Hong Kong
Elena Langer and David Pountney’s work was performed at the Lyric Theatre, Hong Kong Academy for Performing Arts
https://www.ft.com/content/392e5750-59e3-11e9-840c-530737425559

Bücher
Michael Tippett: The Biography by Oliver Soden review – exhaustively researched, lovingly detailed
The Guardian

Klavierduo Lucas und Arthur Jussen:Als ob wir eine Person sind“
Seit früher Kindheit sitzen die die holländischen Brüder Lucas und Arthur Jussen am Klavier. Früher galten sie als Wunderkinder, traten auch vor der niederländischen Königin Beatrix auf und erspielten Preise bei Wettbewerben. Heute gehören sie zu einer neuen Künstlergeneration. In dieser Woche sind sie zu Gast in München. Neben einem Duo-Abend im Prinzregententheater spielen sie auch beim AIDS-Konzert, das heuer zum 13. Mal in München stattfindet.
BR-Klassik

Rock/ Pop

Wien
Donauinselfest mit Austropop-Schwerpunkt
Das diesjährige Donauinselfest vom 21. bis 23. Juni legt einen Schwerpunkt auf Austropop. Neben dem Altstar Wolfgang Ambros spielen auch Seiler & Speer. Insgesamt 1.500 Künstler werden beim Donauinselfest auftreten.
https://wien.orf.at/news/stories/2974967/

Sprechtheater

Wien/Akademietheater
Woyzeck- Büchner ist wie Bach“
Regisseur Johan Simons über seine Liebe zu Georg Büchner und was seinen Vater mit Woyzeck verbindet.
Wiener Zeitung

Nicholas Ofczarek: „Ich gehe lieber zum Fußballmatch“
Der Schauspieler und ROMY-Nominee Nicholas Ofczarek geht lieber ins Fußballstadion als zu einem Society-Event oder ins Theater, wie er im KURIER-Interview sagt.
Kurier

Hamburg
Schauspielhaus-Intendantin liest keine Kritiken
Karin Beier ist die Intendatin von Deutschlands größter Sprechbühne, dem Hamburger Schauspielhaus.
Frankfurter Rundschau

Salzburg/ Mozarteum
Universität Mozarteum spielt Theater: Zehn Stimmen lassen sich schwer entschlüsseln
Ein kühner, spröder Theatertext dient als Vorlage für die Abschlussproduktion des Schauspieljahrgangs 2016 am Mozarteum.
Salzburger Nachrichten

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Unter’m Strich

Katastrophen-Klassik mit „Portsmouth Sinfonia“: Das schlechteste Orchester der Welt
Das englische Orchester „Portsmouth Sinfonia“ verordnete sich eine schräge Regel: Jeder spielt ein Instrument, das er nicht beherrscht. Mit Hilfe von Brian Eno mischte die Gruppe in den Siebzigern die Klassikszene auf.
Der Spiegel

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 10. APRIL 2019)

MISSSTÄNDE IN DER BALLETTAKADEMIE – Stellungnahme der Wiener Staatsoper


Ballett-Akademie. Foto: Wiener Staatsoper

Im Zuge des intensiven Austausches mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft über die Ballettakademie der Wiener Staatsoper sind verschiedene Themen evident geworden, an denen wir umfassend und konsequent arbeiten. Verschiedene Maßnahmen wurden schon gesetzt, andere sind in Ausarbeitung. Durch die Recherchen sind in den letzten Wochen sehr unerfreuliche Vorfälle zutage getreten, die absolut intolerabel sind und die wir sehr bedauern: Einzelpersonen haben sich sehr schlecht benommen. Die Schülerinnen und Schüler, die von physischen oder psychischen Übergriffen betroffen waren, haben jedenfalls unser volles Mitgefühl. Jegliche Form von Übergriffen, ob physischer oder psychischer Natur, Grobheiten, Respektlosigkeit und Missbrauch einer Machtposition sind inakzeptabel.

Wir haben prompt und dezidiert Konsequenzen gezogen: eine Lehrerin und ein Lehrer wurden vom Dienst freigestellt. Bezüglich des Vorwurfs eines sexuellen Übergriffs haben wir der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Wir wollen in allen Bereichen eine lückenlose Aufklärung.

Gleichzeitig muss man auch differenzieren: Der Großteil der Menschen, die in der Ballettakademie arbeiten, leisten großartige Arbeit. Man würde all diesen Unrecht tun, wenn man alle und alles in einen Topf werfen würde.

Neben dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler der Ballettakademie erfolgreich zu klassischen Tänzerinnen und Tänzer auszubilden und sie bestmöglich auf den Beruf vorzubereiten liegt den Leitungen von Ballettakademie und Wiener Staatsoper ein positives, vertrauensvolles, respektvolles und gesundes Ausbildungsumfeld sehr am Herzen. Um dies flächendeckend zu erreichen, gibt es in verschiedenen Bereichen Reformbedarf – zahlreiche Maßnahmen, von denen mehrere in den letzten Jahren bereits punktuell getroffen wurden, werden nun intensiviert, ausgeweitet und ergänzt.

U.a. Folgendes ist bereits umgesetzt bzw. konkret geplant:

  • Nominierung einer neutralen externen Anlaufstelle (Ombudsstelle) für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer
  • Einrichtung einer internen Anlaufstelle (Psychologin) in der Ballettakademie, die den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung steht, regelmäßige Sprechstunden abhalten wird und auch aktiv auf die Schülerinnen und Schüler in Form von Kurzvorträgen in den Klassen zugehen wird.
  • Bildung einer Arbeitsgemeinschaft mit Schule/Internat mit regelmäßigen Treffen zu akuten Themen, u.a. Ernährungsproblematik
  • Ab September 2019 verpflichtende Fortbildung für alle Lehrenden zum Thema Gesundheitspädagogik, Sportmedizin und Ernährung
  • Ab September 2019 verpflichtendes Unterrichtsfach „Body Awareness“ (Achtsamkeitstraining gegenüber Körper und Geist) mit Schwerpunkt Biomechanik, Ernährung und Embodiment, für alle Schülerinnen und Schüler
  • Regelmäßige präventive Screenings mit Auswertung und Therapievereinbarungen bezüglich Haltung, allgemeine körperliche Belastungen
  • Abschluss einer Vereinbarung mit der AUVA für Behandlungen aller SchülerInnen in der Unfallklinik Lorenz-Böhler im Falle eines Unfalles.
  • Erstellung einer Liste von ÄrztInnen, die bei diversen gesundheitlichen Problemen als Anlaufstelle zur Verfügung stehen.
  • Bewerbung der Hotline für Essstörungen der Stadt Wien
  • Besondere Aufmerksamkeit bei den Probeneinteilungen und Überprüfung der Kapazitäten der einzelnen SchülerInnen
  • Verpflichtende interne Fortbildung für die Lehrenden im Bereich „Lernpsychologie“ (seit Februar 2019)
  • Diverse Workshops (teilweise bereits in der Vergangenheit angeboten):
    – Mental Training (Zielsetzung, Motivation, Selbstkontrolle, Stressmanagement)
    – Floor Barre (Aufwärmen ohne Belastung vom Körpergewicht)
    – Ernährung
    – Ballett-Training aus Sicht der Tanzmedizin
    – „Neurocognition and Danamos“ (Erkenntnisse aus der Biomechanik)
  • Überarbeitung der „Ausbildungsvereinbarung“ mit den Lehrenden (Ehrenkodex)

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