Die MITTWOCH-PRESSE – 29. APRIL 2020

Die MITTWOCH-PRESSE – 29. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 29. APRIL 2020
Foto: Scala di Milano © Wikimedia Commons – Reinhard Möller

Mailand
Mailänder Scala plant die Wiedereröffnung im September
Mit Giuseppe Verdis „Requiem“ in Gedenken an die Toten der Corona-Krise
Kurier

Wien
Opernintendant Bogdan Roscic: Er shoppt lieber Altbewährtes
Die Welt.de

Neuer Chef der Wiener Staatsoper will kein „Auslastungsstreber“ sein
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/wienerstaatsopernchef-erstes-interview-100.html

Wien
Roscic: Staatsoper „muss neue Leute entdecken“
„Das Haus spielt sehr viel, vielleicht mehr als jedes andere Opernhaus der Welt. Man muss 250 Abende Oper besetzen. Das geht gar nicht nur mit den paar ganz bekannten Namen. Da muss die Staatsoper, und das hat sie auch immer, und das werde ich ganz ausführlich fortsetzen, neue Leute entdecken“, sagte Roscic im Gespräch mit „Wien heute“
https://wien.orf.at/stories/3045786/

Vater der „Lustigen Witwe“: 150. Geburtstag von Franz Lehár
Wiener Zeitung

Bayreuth
Flieh des Ringes Fluch
Erst die Absage der diesjährigen Festspiele, dann die Nachricht vom krankheitsbedingten Ausfall der Chefin: Bayreuth sorgt sich um Katharina Wagner.
Tagesspiegel

Festspiel-Chefin Katharina Wagner „längerfristig erkrankt“
Keine Zeitung weiß Näheres bzw schreibt nicht darüber.
Kurier

Bayreuther Festspiele ohne Katharina Wagner?
Die Absage der Festspiele kam nicht überraschend. Schockierend ist die Nachricht, dass Festivalleiterin Katharina Wagner wegen einer Erkrankung ihre Arbeit nicht mehr wahrnehmen kann. Was bedeutet das für Bayreuth?
https://www.dw.com/de/bayreuther-festspiele-ohne-katharina-wagner/a-53269297

München/ Bayerische Staatsoper
Jonas Kaufmann singt Schumann im leeren Nationaltheater
Die Staatsoper nimmt ihre Montagskonzerte im Internet wieder auf
Münchner Abendzeitung

London
Das weltweit erste Drive-In-Opernhaus: Initiative der English National Opera im Zeichen des Corona-Virus
In den 50er-Jahren waren Drive-In-Kinos der letzte Schrei: Man konnte sich, komfortabel im eigenen Auto platziert, Blockbuster anschauen und dazu möglichst auch die Freundin im Arm halten; Snacks und Coca Cola wurden durchs Fenster gereicht. Heute gibt es in den Vereinigten Staaten – dem Ursprungsland der Drive-In-Kinos – von den ursprünglich 320 nur noch gerade 25 Kinos. Die stets innovative English National Opera (ENO) will nun die inzwischen fast legendäre Drive-In-Idee im Zeichen der Corona-Krise und des „social distancing“ wieder aufgreifen: Mit dem ersten Drive-In-Opernhaus der Welt. Im historischen, 1873 auf einer Anhöhe in Nord-London erbauten Alexandra Palace (benannt nach der damaligen Kronprinzessin – und späteren langlebigen Queen-Mother – Alexandra von Dänemark) sollen in den ersten drei Septemberwochen live Opernaufführungen auf einer eigens für diesen Zweck errichteten Bühne stattfinden, die man vom Auto aus miterleben kann – in Sicherheit vor Ansteckung. Geplant sind Plätze für 300 Autos – auch Fahrräder und Motorräder sollen zugelassen werden.
Dr. Charles E. Ritterband berichtet aus London.
Klassik-begeistert

Schweitzers Opernwelt 4 – Opernzitate
„Oft sind es ganz kurze Sätze, die in unsren Sprachgebrauch eingegangen sind und im Anlassfall automatisch gedacht und ausgesprochen werden. Wenn zum Beispiel das Mobiltelefon in Zeiten der Entspannung Töne von sich gibt. „Wer stört mir den Schlaf?“ Oder wenn Enkelsohn Aeneas gefährlich zu tollen beginnt: „Hast du Übermut?“ Er weiß bereits, dass diese ritualisierte Reaktion aus der Oper „Siegfried“ ist, wenngleich der Komponist ihm noch nichts sagt.“
von Lothar Schweitzer, Wien
https://klassik-begeistert.de/schweitzers-klassikwelt-4-opernzitate/

Meine Lieblingsoper/ Teil 19: „Die Frau ohne Schatten“
„Mir anvertraut“ – einfach himmlisch!
„Insgesamt bescherte die bislang jüngste Frau ohne Schatten unter Thielemann 2019 zum feierlichen Anlass in Wien Sternstunden. Feine Streichergespinste, durchsetzt von zärtlichen Cello-Soli und filigrane zärtliche Soli der ersten Violine wurden da hörbar und bescherten über weite Strecken ungemein sensitiv dargebotene Kammermusik. In den Momenten der drohenden Versteinerung des Kaisers baute sich die Musik monumental auf, und das markerschütternd mit Forteklängen von außergewöhnlicher Kompaktheit.“
von Kirsten Liese, Berlin
Klasssik-begeistert

Europakonzert der Berliner Philharmoniker 2020 Aus der Philharmonie Berlin – Dirigent: Kirill Petrenko | Das Erste Tipp
Wegen der Corona-Beschränkungen findet das traditionelle Europakonzert des berühmten Orchesters in diesem Jahr in kammermusikalischer Besetzung statt. Unter der Leitung von Dirigent Kirill Petrenko werden Werke von Arvo Pärt, György Ligeti, Samuel Barber und Gustav Mahler gespielt.
Das Erste überträgt live, Bundespräsident Steinmeier hält Grußwort.
https://programm.ard.de/TV/daserste/europakonzert-der-berliner

München
Münchner Philharmoniker: Aushelfen am Telefon und im Lager
ie Münchner Philharmoniker unterstützen die Stadtverwaltung und telefonieren mit ihren Abonnenten
Münchner Abendzeitung

Wagner & Co -ein Irritierender Clan
Abschied mit Nachtreten:Nike Wagner stellt ihrem Publikum ein schlechtes Zeugnis aus
Dem Bonner Publikum gibt die (scheinbar unverstandene) Anwältin des intellektuellen Tiefgangs und des musikalisch Avancierten einen Seitenhieb mit: „Der Bonner will es gern altmodisch, romantisch, kuschelig schön haben, wenn er in ein Klassikkonzert geht.“
https://www.rondomagazin.de/artikel.php?artikel_id=2704&teaser=true

Styriarte: „Volles Risiko, sonst wird nix draus!“
Das Grazer Festival versucht sich angesichts der Corona-Bestimmungen neu zu erfinden
Der Standard

Kultur in der Corona-Krise: Erwacht endlich aus der Schockstarre!
Neue Zürcher Zeitung

Österreich
Künstler in Corona-Zeiten: Die zum Weiterwarten Verdammten
Trenklers Tratsch: Warum Kunststaatssekretärin Ulrike Lunacek, von vielen kritisiert, die Hände gebunden sind
Kurier

Konzerthauskonferenz: „Kultur ist der Tisch, an dem Politik und Wirtschaft verhandelt werden.“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Opera and classical concerts to watch at home: our critics‘ picks, week six
The Guardian

10 Essential Anna Bolena Clips to Enjoy (At Home)
https://www.operanews.com/Opera_News_Magazine/2020/5/Departments/10

10 Cenerentola Clips to Enjoy (At Home)
https://www.operanews.com/Opera_News_Magazine/2020/5/Departments

New York
The Metropolitan Opera’s online gala was the most ambitious event of its kind
https://www.ft.com/content/e65dece0-886a-11ea-a01c-a28a3e3fbd33

Philadelphia
Opera Philadelphia launches digital festival after coronavirus cuts season short
https://www.bizjournals.com/philadelphia/news/2020/04/28/opera-philadelphia

Sydney
Breaking Glass review – a suite of female composers smashing the mould for Australian arts
The Guardian

CD/DVD
CD Review: Pentatone’s “Cavalleria Rusticana’
Marek Janowski Shines In Otherwise Disappointing Recording
https://operawire.com/cd-review-pentatones-cavalleria-rusticana/

Feuilleton
Singing in secret: how William Byrd created his best work in isolation
The Guardian

5 Minutes That Will Make You Love Opera
https://www.nytimes.com/2020/04/28/arts/music/classical-music-opera.html

Sprechtheater

Frank Castorf findet Corona-Maßnahmen übertrieben
Deutscher Regisseur: „Das beleidigt meine bürgerliche Erziehung.“
Wiener Zeitung

Film/ TV

Österreich
Filmkünstler an Lunacek: „Haben Sie uns vergessen?“
Namhafte Schauspieler und Regisseure wie Pia Hierzegger, David Schalko und Marie Kreutzer wenden sich mit einem Appell an die Kulturstaatssekretärin.
Die Presse

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Unter’m Strich

Corona-Hilfen: Wie die Länder Kulturschaffende unterstützen
Die meisten Bundesländer setzen auf Arbeitsstipendien und Beibehaltung der Subventionszahlungen. Gewartet wird auf weitere Hilfen des Bundes
Der Standard

Die neue Normalität der Krämerseelen
Die Debatte hat geradezu zwangsläufig neu aufflammen müssen. Der Handel, genauer gesagt die großen Einkaufszentren liebäugeln gerade jetzt, da sie mit tatsächlichen Umsatzeinbußen konfrontiert sind, mit der Option einer Sonntagsöffnung. Genau so haben wir uns das vielbeschworene Umdenken nach der Corona-Krise ausgemalt…
DrehpunktKultur

Burgenland
Doskozil lässt die Wiener wieder an ihr Meer
Ab 1. Mai ist wieder das uneingeschränktes Betreten von Seebädern am Neusiedler See möglich. Aufgrund sinkender Infektionszahlen gebe es vorerst keine neue Verordnung, so Doskozil.
https://www.diepresse.com/5806495/doskozil-lasst-die-wiener-wieder-an-ihr-meer

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 29. APRIL 2020)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 29. APRIL 2020)
www.onlinemerker.com (Quelle)

Europakonzert aus der leeren Philharmonie Berlin mit Kirill Petrenko am 1. Mai
Live-Übertragung im Ersten, im rbb und kostenlos in der Digital Concert Hall

Europakonzert aus der Philharmonie Berlin mit Kirill Petrenko ...
Kirill Petrenko. Foto: Monika Rittershaus

Seit 1991 feiern die Berliner Philharmoniker ihren Geburtstag am 1. Mai mit dem Europakonzert an einem besonderen historischen Ort. In diesem Jahr sollte das Fernsehkonzert eigentlich als Auftakt einer großen Europatournee in Tel Aviv stattfinden. Das Konzert sollte auch Teil des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel sein. Durch die weltweite Corona-Pandemie musste der Staatsbesuch verschoben und die gesamte Tournee, einschließlich des Europakonzertes, abgesagt werden

Übertragung in über 80 Ländern

Mithilfe ihrer langjährigen Medienpartner rbb und EuroArts ist es den Berliner Philharmonikern kurzfristig gelungen, das Konzert als Live-Übertragung aus der Philharmonie Berlin im Ersten, im Radio auf rbbKultur und kostenlos online in der Digital Concert Hall zu zeigen. Die Übertragung wird außerdem in mehr als 80 weiteren Ländern zu sehen sein. Um alle Abstandsregeln und Hygieneanforderungen unter diesen besonderen Umständen einhalten zu können, wurde das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Es erklingen nun Werke von Arvo Pärt, György Ligeti und  Samuel Barber sowie Gustav Mahlers Vierte Symphonie in einer Bearbeitung für Kammerensemble von Erwin Stein. Solistin ist die Sopranistin Christiane Karg. Bundespräsident Steinmeier eröffnet das Europakonzert in der lereren Philharmonie Berlin mit einer kurzen Ansprache.

https://www.berliner-philharmoniker.de/titelgeschichten/20192020/europakonzert-2020/

Digital concert

hr2-kultur sendet am Freitag, 1. Mai, um 11 Uhr das Europakonzert der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko und mit der Sopranistin Christiane Karg live aus der Berliner Philharmonie.

Live-Konzert als besondere Botschaft
hr2-Musikchef Jesko von Schwichow hat das Angebot des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb), die Live-Sendung auch in hr2-kultur zu übertragen, sofort angenommen: „Als die Nachricht kam, dass die Berliner Philharmoniker ihr traditionelles Europakonzert tatsächlich spielen werden, war ich elektrisiert. Auch in reduzierter Orchesterbesetzung strahlt ein Live-Konzert in diesen Tagen eine besondere Botschaft aus.“

Programmänderung wegen Corona-Krise
Um die aktuellen Abstandsregeln und Hygieneanforderungen einzuhalten, wurde das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Mit ausgewählten Werken von Arvo Pärt, György Ligeti, Samuel Barber und Gustav Mahler präsentiert Chefdirigent Kirill Petrenko vor leeren Rängen ganz unterschiedliche Stile des 20. Jahrhunderts.

Das Europakonzert steht für Verbundenheit
Seit 29 Jahren erinnern die Berliner Philharmoniker mit ihrem Europakonzert an kulturhistorischen Orten in ganz Europa an ihr Gründungsdatum (1. Mai 1882). Das in diesem Jahr geplante Konzert in Tel Aviv musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Weil das Europakonzert aber traditionell für Verbundenheit steht, spielen die Philharmoniker nun trotz aller Widrigkeiten, um die Verbundenheit in schwieriger Zeit zu stärken.

Das Europakonzert in Tel Aviv sollte Teil des verschobenen Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel sein. Der Bundespräsident eröffnet das Europakonzert nun mit einer kurzen Ansprache.

Das Konzert
Christiane Karg, Sopran
Berliner Philharmoniker
Leitung: Kirill Petrenko

Arvo Pärt: Fratres
György Ligeti: Ramifications
Samuel Barber: Adagio for Strings
Gustav Mahler: 4. Sinfonie G-Dur, bearbeitet für Kammerensemble von Erwin Stein

Live am Freitag, 1. Mai, 11 Uhr in hr2-kultur oder im Livestream unter hr2.de

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1. Mai: Die CD-Edition »450 YEARS STAATSKAPELLE BERLIN – GREAT RECORDINGS« erscheint anlässlich des 450-jährigen Jubiläums der Staatskapelle Berlin bei der Deutschen Grammophon

Das 450-jährige Jubiläum der Staatskapelle Berlin ist Anlass für die Veröffentlichung einer 15 CDs umfassenden Box, die am 1. Mai 2020 unter dem Titel »450 YEARS STAATSKAPELLE BERLIN – GREAT RECORDINGS« bei der Deutschen Grammophon erscheint.

Mit einer Gesamtspielzeit von rund 19 Stunden sind Tonaufnahmen versammelt, die zwischen 1916 und 2012 produziert worden sind und exemplarisch die Klanggeschichte des Orchesters vom frühen 20. bis zum frühen 21. Jahrhundert dokumentieren. Legendäre Aufnahmen befinden sich darunter, ergänzt um zuvor unveröffentlichte Radioaufnahmen und rare Schätze der Schellack-Ära, die hochwertig remastered wurden. Jede CD widmet sich einem Dirigenten, der den einzigartigen Klang der Staatskapelle Berlin geprägt hat, wie Richard Strauss, Leo Blech, Otto Klemperer, Erich Kleiber, Herbert von Karajan, Wilhelm Furtwängler, Joseph Keilberth, Franz Konwitschny, Sergiu Celibidache, Otmar Suitner, Pierre Boulez, Michael Gielen, Zubin Mehta und Daniel Barenboim. Die einzigartige Reihe der Generalmusikdirektoren ist damit erfasst, hinzu kommen Aufnahmen der Ehrendirigenten sowie ausgewählter anderer Künstler, aus verschiedenen Phasen der Geschichte. Die Einspielungen umfassen sinfonisches Repertoire (von Mozart und Beethoven über Brahms, Bruckner, Mahler und Strauss bis zu Schönberg, Hindemith und Dessau) ebenso wie Ausschnitte aus Opernwerken, (etwa von Wagner und Verdi), sowohl Studio- als auch Live-Aufnahmen. Das 180 Seiten umfassende Booklet der Jubiläums-Edition enthält eine Einleitung von Daniel Barenboim, einen ausführlichen Essay zum musikalischen Programm und den Protagonisten der Edition sowie eine Chronik zur Geschichte des Orchesters.

Ein besonderer Dank geht an die Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden, die dieses Projekt großzügig finanziell unterstützt haben.

Weitere Infos zum Jubiläum 450 Jahre Staatskapelle Berlin: www.staatskapelle-berlin.de/de/konzerte/450-jahre/
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Metropolitan Oper: Interessante Streams der nächsten Tage:

3o.4. (läuft bei uns am 1.5. tagsüber)

Nico Muhlys MARNIE

Starring Isabel Leonard, Iestyn Davies, and Christopher Maltman, conducted by Roberto Spano. From November 10, 2018.

Friday, May 1 (zu sehen am Samstag, 2.Mai tagsüber)
Viewers’ Choice: Verdi’s Aida
Starring Leontyne Price, Fiorenza Cossotto, James McCracken, and Simon Estes, conducted by James Levine. Transmitted live on January 3, 1985.
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OPER GRAZ: Die „Polnische Hochzeit“ im Online-Stream (2.-16.5.)


Polnische Hochzeit

Sie zählte zu den großen Highlights der Saison 2018/19 an der Oper Graz und ist nun von 2. bis 16. Mai in einer Aufzeichnung durch fidelio in einem Online-Stream auf der Website der Oper Graz noch einmal zu erleben: Joseph Beers „Polnische Hochzeit“, eine Wiederentdeckung zwischen Operette und Musical, mit schwungvollen Elementen aus Jazz, Klezmer und Walzer. In einer Inszenierung von Sebastian Ritschel und in einer bombastisch-bunten Ausstattung von Bühnenbildner Martin Miotk und Kostümbildner Andy Besuch brachte das Meisterwerk 2018/19 erstmalig die Grazer Opernbühne zum Funkeln und das Publikum zum Jubeln.

Mit enthusiastischer Genehmigung durch die Töchter des Komponisten, Béatrice und Suzanne Beer, und den Musikverlag Doblinger sowie durch die freundliche Unterstützung von fidelio gibt es nun die Möglichkeit, noch einmal in diese funkelnde Welt einzutauchen.

Ab 2. Mai 2020 unter www.oper-graz.com im Online-Stream.

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Uraufführungsreihe Wiener Stimmung
Autor*innen aus Österreich schreiben neue Texte für das Burgtheater-Ensemble in Isolation

Am Donnerstag, den 30. April, startet die neue Reihe Wiener Stimmung, Autor*innen aus Österreich schreiben für das Burgtheater-Ensemble in Isolation, jeweils am Donnerstag und Samstag um 18 Uhr folgt ein neuer Monolog interpretiert von Ensemblemitgliedern des Burgtheaters. Den Start machen Norman Hacker (30.4.), Sarah Viktoria Frick (2.5.) und Elma Stefanía Áugústdóttir (7.5.) mit Texten von Franzobel, Kathrin Röggla und Mikael Torfason. Die Wiener Stimmung ist auf der Website und dem YouTube Kanal des Burgtheaters zu finden und geht jeweils um 18 Uhr am Donnerstag und Samstag online.

Die Reihe Wiener Stimmung ist eine Wien-Parallele im Netz, eine Momentaufnahme des aktuellen Zustandes:

Wien, April 2020, eine Stadt im Ausnahmezustand. Die politischen Entscheidungsträger souverän, ihre Umfragewerte auf historischem Hoch. Niemand hat es kommen sehen, niemand war darauf vorbereitet, aber die „Österreicherinnen und Österreicher“ leisten alle ihren Beitrag. In dieser historischen Situation hat das Burgtheater österreichische und in Österreich lebende Autor*innen eingeladen, kurze Monologe für das Ensemble in Quarantäne zu schreiben. Eine Reihe von Uraufführungen ist daraus entstanden, kurze Monologe für das Ensemble in Isolation geschrieben von Fahim Amir, Dimitré Dinev, Teresa Dopler, Franzobel, Paulus Hochgatterer, Eva Jantschitsch, Doris Knecht, Thomas Köck, Angela Lehner, Barbi Marković, Thomas Perle, Kathrin Röggla, Peter Rosei, David Schalko, Magdalena Schrefel, Gerhild Steinbuch, Marlene Streeruwitz, Miroslava Svolikova, Mikael Torfason, Daniel Wisser und Ivna Žic.
Aus der Wirklichkeit der Isolation der Schauspieler*innen entsteht ein Netz aus Geschichten, ein Stimmungsbild, ein fingierter Stadtplan, ein Bewegungsmuster: eine Wien-Parallele aus Ansichten, Bekenntnissen, Verlautbarungen und Tiraden.

Donnerstag, 30.4.
Franzobel: Die Säuberung
mit Norman Hacker
Wiener Stimmung #1
Autor*innen aus Österreich schreiben für das Burgtheater-Ensemble in Isolation

Mit wem der Mann im Spiegel spricht, weiß er selber nicht genau. Auch nicht in welchem Jahr er sich befindet und wie lange die Krise schon andauert. Papiergeld jedenfalls gibt’s für ihn keins mehr, gezählt werden nur noch die Kilos, die er zusätzlich auf die Waage bringt. Vielleicht ist alles ein gigantisches soziologisches Experiment mit dem Paketzusteller und mit noch einpaar, denkt er sich. Zeit für eine Säuberung.

Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt der Roman Das Floß der Medusa, mit dem er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, sowie 2019 der Krimi Rechtswalzer. Im März 2020 hätte im Akademietheater Der Leichenverbrenner, eine Dramatisierung des gleichnamigen Romans von Ladislav Fuks in der Regie von Nikolaus Habjan zur Uraufführung kommen sollen, die Premiere ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

Samstag, 2.5.
Kathrin Röggla: Klare Kante
mit Sarah Viktoria Frick
Wiener Stimmung #2
Autor*innen aus Österreich schreiben für das Burgtheater-Ensemble in Isolation

Man trifft sich zu einer Zoom-Konferenz, doch da ist nur ein Ticken zu hören und ein Schatten zu sehen.
Die österreichische Autorin Kathrin Röggla (Österreichischer Kunstpreis für Literatur 2020) hat einen Text verfasst über die komischen Untiefen der Kommunikation in Corana-Zeiten.

Donnerstag, 7.5.
Mikael Torfason: Apfelstrudel
mit Elma Stefanía Áugústdóttir
Wiener Stimmung #3
Autor*innen aus Österreich schreiben für das Burgtheater-Ensemble in Isolation

Der in Wien lebende Autor und Dramatiker Mikael Torfason hat einen Monolog für eine junge Mutter mit zwei Kindern geschrieben ¬– gespielt in der heimischen Küche von Ensemblemitglied Elma Stefanía Áugústdóttir und ihren beiden Töchtern Ída (2) und Ísolde (12).

Mikael Torfason, geboren 1974 in Reykjavik, lebt heute mit seiner Familie in Wien. Torfason hat acht Romane, dutzende Theaterstücke, Fernsehserien und Filme verfasst und ist einer der Autoren der Netflix-Serie The Valhalla Murders. Seine letzten Theaterarbeiten waren u.a. Die Edda im Burgtheater und Eine Odyssee an der Volksbühne Berlin. Derzeit schreibt er an einem neuen Buch und einem Theaterstück.

Texte von Fahim Amir, Dimitré Dinev, Teresa Dopler, Franzobel, Paulus Hochgatterer, Eva Jantschitsch, Doris Knecht, Thomas Köck, Angela Lehner, Barbi Marković, Thomas Perle, Kathrin Röggla, Peter Rosei, David Schalko, Magdalena Schrefel, Gerhild Steinbuch, Marlene Streeruwitz, Miroslava Svolikova, Mikael Torfason, Daniel Wisser und Ivna Žic.
Mit dem Ensemble des Burgtheaters
Bildregie & Video-Art Sophie Lux

Fortführung der Reihen #MyHomeIsMyBurgtheater und Edition Burgtheater im Mai

Weiter gehen die täglichen Lesungen der Reihe #MyHomeIsMyBurgtheater, in der das Ensemble jeweils um 11 Uhr Eine Geschichte, die mich gerettet hat präsentiert und jeweils am Montag und Freitag sind aus der Edition Burgtheater und damit aus den letzten 60 Jahren Inszenierungen zu sehen.

Das BURGTHEATERSTUDIO hält jede Menge Angebote für Groß und Klein parat – zum Mitmachen, Nachmachen und (Vor-)Lesen.

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HALLE: DIE COMPANY DES BALLETT ROSSA FEIERT HEUTE DEN WELTTAG DES TANZES 2020 ONLINE

Am Mittwoch, den 29.04.2020 ist WELTTAG DES TANZES.

Bild könnte enthalten: 19 Personen, Personen, die sitzen, Schuhe und Innenbereich
Foto: Bühnen Halle

Die Company des Ballett Rossa hat sich anlässlich dieses Tages eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Um 11:00 Uhr lädt Sie das Tanzensemble um Ballettdirektor Michal Sedláček zu einer digitalen Ballettprobe ein. Mit Hilfe der App ZOOM können interessierte Zuschauer*innen erleben, wie sich unsere Tänzer*innen in der Corona-Zeit fit halten. Alle, die nicht nur passiv vor dem Bildschirm sitzen wollen, sind herzlich dazu eingeladen, der Probe auch aktiv beizuwohnen und die eigene Wohnung in einen Ballettsaal zu verwandeln. Der Link zur Online-Probe wird um ca. 10:50 Uhr auf der Facebookseite der Bühnen Halle (https://www.facebook.com/BuehnenHalle/) veröffentlicht. Zudem können Sie die Aktion auch als Live-Stream auf dem Instagram Account des Ballett Rossa (https://www.instagram.com/ballettrossa/) erleben. Für alle, die nicht live dabei sein können, bietet das Ballett Rossa ein Alternativangebot: Die Tänzerin Laura Busquets Garro wird, begleitet von Vogelgezwitscher, ihr Tanzsolo aus der Ballettproduktion ALICE IM WUNDERLAND im Hinterhof tanzen – das Video wird ebenfalls ab morgen auf den oben genannten Kanälen abrufbar sein. Feiern Sie mit uns den WELTTAG DES TANZES!

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