Die SONNTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2021

Die SONNTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2021

Foto: © Martin U. K. Lengemann, Herbert Blomstedt

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2021

München
Mit den Fingerspitzen einen Orkan auslösen
Der 94-jährige Herbert Blomstedt dirigiert jetzt Werke von Wilhelm Stenhammar.
SueddeutscheZeitung.de

Neugierde altert nicht
Herbert Blomstedt und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Werken von Beethoven und Stenhammar.
Müncher Abendzeitung

„Konzertgänger in Berlin“
Schattengrell
Andris Nelsons, Håkan Hardenberger und die Berliner Philharmoniker spielen Reinvere, Weinberg, Strawinsky. Nanu, was treibt Nannerl Mozart denn da? Wie ein unruhiger Lohengrin-Traum, mit ziephohen Streichern beginnt das Notturno Maria Anna, wach, im Nebenzimmer des lettischen Komponisten Jüri Reinvere, mit dem Andris Nelsons und die Berliner Philharmoniker ihr Konzert beginnen: Musik aus dem Schatten, aus dem Maria Anna Mozart laut Wikipedia nie heraustrat, aber schönerweise ohne etwelche Mozartelei, sondern von ganz eigener konzentrierter Schemenhaftigkeit.
https://hundert11.net/schattengrell/

Sommereggers Klassikwelt 116: Galina Wischnewskaja – – der Star, der aus der Kälte kam
Galina Wischnewskaja gehörte zu einer Sängergeneration, der das problemlose Reisen zwischen dem sowjetischen Einflussbereich und westlichen Ländern noch kaum möglich war. Aber auch Probleme mit Behörden konnten diese willensstarke Frau und Künstlerin nicht aufhalten. In ihrer Autobiographie „Galina“ beschreibt sie eindrucksvoll ihren schier unglaublichen Lebensweg. Der französische Komponist Marcel Landowski schrieb die Oper „Galina“ nach diesen Memoiren als Hommage an die Sängerin.
Klassik-begeistert.de

Pathys Stehplatz (12) – Premiere von „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper – Worin liegen Barrie Koskys Stärken?
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Peter Sommeregger: jacques-offenbach-orpheus-in-der-unterwelt-komische-oper-berlin-7-dezember-2021
Bereits im Jahr 2019 hatte diese Produktion ihre Premiere bei den Salzburger Festspielen. Schon bald danach sollte sie ihre Berliner Aufführung an der Behrenstraße erleben, was durch die Corona-Pandemie, wie so vieles, verhindert wurde.
Mit einiger Verspätung konnte nun endlich der Vorhang auch in Berlin für diese geradezu unbändige Lebensfreude versprühende Aufführung hoch gehen.
Klassik-begeistert.de

Erl
Festspiele Erl setzen Wagner-Ring fort
Die Tiroler Festspiele Erl werden im Rahmen des Sommerprogramms im Juli 2022 den „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner mit der Oper „Die Walküre“ fortsetzen. Für die bevorstehenden Winterfestspiele hoffte Intendant Bernd Loebe auf einen planmäßigen Verlauf.
https://tirol.orf.at/stories/3133776/

Bregenzer Festspiele arbeiten trotz Kälte an See-Bühnenbild
Noch ist es eine Weile hin bis zum nächsten Sommer, die Bregenzer Festspiele arbeiten aber trotz Schnee und kalter Temperaturen am Bühnenbild für die nächste See-Oper, Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“. Derzeit läuft der Aufbau eines Stahlgerüsts, der bis Ende des Jahres dauern werde, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Für Anfang Februar kündigten die Festspiele einen ersten Einblick in die Entstehung der Kulisse an.
Salzburger Nachrichten

St. Pölten
Neujahrsgrüße der Tonkünstler im ORF
Die „Neujahrsgrüße des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich“ bilden den musikalischen Auftakt zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Niederösterreich“.
https://noe.orf.at/stories/3133894/

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 8
zusammengestellt von TTT
2 Varianten: Jessye Norman -„Amen“ · Traditional, Komponist Donald Fraser, je rd. 3 Min.
Jessye Norman (* 15. September 1945 † 30. September 2019 ) US-amerikanische Opernsängerin (Sopran)
Man kann sein Gehör schulen. Schön und außerordentlich ist Beides, was ist schöner? Ich tendiere zu 2. Jessye Norman hält die Stimme zart und zurück (für ihre Verhältnisse). Für mich wirkt der Vortrag dadurch beseelter. Andererseits trumpft sie in 1 mit kosmischem Gesang, der außerirdisch berührt, sie macht „die Stimme groß auf“. Gleicher Dirigent Robert De Cormier und American Boychoir.
1.) mit New York Choral Society · American Boy Choir · Empire Chamber Ensemble · Robert de Cormier, 1987 (?)
Zum Youtube-Video
2.) mit American Boychoir · Ely Cathedral Choristers · Vocal Arts Chorus Bournemouth Symphony Orchestra · Robert De Cormier, 1988
https://www.youtube.com/watch?v=N4YnHUVXLtM

St. Pölten
Neujahrskonzert des Tonkünstler-Orchesters
Der ORF NÖ zeichnet die „Musikalischen Neujahrsgrüße des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich“ im Festspielhaus St. Pölten auf – das Konzert ist gleichzeitig Auftakt für das Jubiläumsjahr „100 Jahre Niederösterreich“.
NiederösterreichischeNachrichten

Links zu englischsprachigen Artikeln

New York Times: Villazon Interview zum MET come back
The New York Times

Schaffhausen
To Bach and beyond: the International Bach Festival Schaffhausen
bachtrack.com

Budapest
Looking forward to Easter 2022: Bartók Spring International Arts Weeks
bachtrack.com

London
The week in classical: James MacMillan’s Christmas Oratorio; LPO/Jurowski
TheGuardian.com

New York
Review: For Once, Singing of Complete and Utter Clarity
“Voices of the Immaculate,” a new cantata by Kati Agocs performed on Thursday by Lucy Dhegrae, was entirely, word for word, lucid.
The New York Times

Notes From a Tortured Titan
Ludwig van Beethoven: Symphonies No. 2 & No. 3 (“Eroica”) The Philadelphia Orchestra,Yannick Nézet-Séguin (Music Director and Conductor)
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=14835

Chicago
Hilary Hahn launches her CSO residency with poised and playful Dvořák
chicagoclassicalreview.com

Houston
HGO’s “Snowy Day” premiere offers a charming musical winter’s tale
texasclassicalreview.com

Feuilleton
Commentary: Does “West Side Story’ work best as a film? An opera? Neither?
latimes.com

Recordings
Classical CDs: Christmas 2021, Part 1
Six seasonal treats, with more to follow next week
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-cds-christmas-2021-part-1

Ballett und Tanz

Berlin
BWW Review: DON QUIXOTE at Deutsche Oper A limited Christmas run from now until February 24
broadwayworld.com

Rock/ Pop

David Bowie: Alte (Un-)Bekannte
„Toy“, das seinerzeit von der Plattenfirma des Popstars nicht veröffentlichte Album, liegt nun erstmals vor.
Wiener Zeitung

Steve Bronski von Bronski Beat ist tot
Der musikalische Kopf des Synthie-Pop-Trios ist im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben
Der Standard.at

Sprechtheater

Zum Tod von Günther Rühle Er schrieb Theatergeschichte
Großkritiker, Theaterintendant und Feuilletonchef: Günther Rühle glänzte in vielen Rollen. Nun ist er mit 97 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Tagesspiegel.de

Wien
Burgtheater verschiebt Premiere von „Die Ärztin“ erneut
Wird aus „Rücksicht auf das Regieteam“ nun am 7. Jänner erstmals gezeigt.
Kurier.at

Ausstellungen/ Kunst

Wien
Leopold Museum zeigt 2022 Alfred Kubin und Tilla Durieux
Neun Ausstellungen werden 2022 im Leopold Museum zu sehen sein. Den Künstlern Alfred Kubin und Franz Hagenauer werden ebenso Präsentationen gewidmet wie dem Künstlerbund Hagen und dem einstigen österreichischen Theater- und Filmstar Tilla Durieux. Dazu kommt zum fünften Mal eine Kooperation mit dem ImPulsTanz Festival. Das gab das im Wiener Museumsquartier situierte Haus am Freitag bekannt.
Salzburger Nachrichten

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Unter’m Strich

Leben im natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten
Unsere Erde, unsere Meere – ganzer Film 1,5 Std.
.. da ist die Tier – und Pflanzenwelt mal wieder durch Instinkt schon gescheiter als die Menschen. Das Thema Jahreszeiten am Theater könnte interessante werkimmanente Ansätze bieten (z. B. Onegin, Jenufa etc.)
Zum Film (etwa 90 Minuten)

Pflanzen- und Tierwelt leben im Rhythmus der Jahreszeiten, Mensch nicht = selbst gemachter Leistungsdruck, physische/ psychische Beschwerden. Überforderung Körper, Geist und Seele = Dauerstress. Anregungen: genieße Rhythmus der Jahreszeiten!
TTT’s Hinweise auf Psychosoziales (soziale Gegebenheiten, die unsere Psyche beeinflussen) haben immer deutlich relevantes „Gewicht“ für gegenwärtiges Theater.
https://kreativgesundheit.de/leben-im-natuerlichen-rhythmus-der-jahreszeiten/

Magnus Carlsen bleibt der König der Schachspieler
Der 31-jährige Norweger verteidigte seinen WM-Titel gegen Jan Nepomnjaschtschi in überlegener Manier.
Kurier.at

Bill Gates: „Ein Ende der Pandemie ist in Sicht“
In seinem Blog prognostiziert der Unternehmer die Wichtigkeit des Metaverse und wie die „neue Normalität“ nach der Pandemie funktionieren könnte
Der Standard.at

Nach Applaus für Corona-Demo: Linzer Apotheker vor Disziplinarrat
Apothekerkammer geht dagegen vor. Strafrahmen reicht von schriftlichem Verweis bis zum befristeten Berufsverbot.
Kurier.at

Presseclub Concordia geht bei Medienbehörde gegen Servus TV vor
„Der Wegscheider“ radikalisiere die Gesellschaft, so Concordia-Generalsekretärin Daniela Kraus. Von Servus TV gibt es keinen Kommentar.
Kurier.at

Unglaublich! Forscher entwickeln Masken die Leuchten, wenn sie mit Covid-Kontakt haben!
https://www.androidkosmos.de/unglaublich-forscher-entwickeln-masken

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 12. DEZEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 12. DEZEMBER 2021)

WIENER STAATSOPER: UMBESETZUNGEN

Wiener Staatsoper
Copyright: Wiener Staatsoper/ Mayr

Philippe Jordan leitet alle Don Carlo-Vorstellungen statt Franz Welser-Möst,

María José Siri
übernimmt statt Asmik Grigorian die Partie der Elisabetta in „Don Carlo“.

Georg Zeppenfeld übernimmt statt René Pape in allen Parsifal-Aufführungen die Partie des Gurnemanz.

Am 9. Jänner 2022 singt Szilvia Vörös statt Virginie Verrez in der Ensemblematinee.

Der australische Dirigent Simon Hewett musste seine Leitung der Produktion Onegin aufgrund von Corona-bedingten Reisebeschränkungen leider absagen. An seiner Stelle debütiert Johannes Witt am 23. und 28. Dezember 2021 beim Wiener Staatsballett, die Vorstellungen am 29. Dezember 2021 sowie 4., 7. und 11. Jänner 2022 übernimmt Robert Reimer.
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SALZBURGER FESTSPIELE 2022 – EIN KURZKOMMENTAR

(Heinrich Schramm-Schiessl)

„In Salzburg nichts Neues“ könnte man die Programmvorschau für 2022 übertiteln. Damit meine ich nicht, dass es keine neuen Produktionen gibt , sondern dass das, was geboten wird in etwa dem der letzten Jahre entspricht, also bestenfalls Durchschnitt ist. Mozart, der eigentlich im Mittelpunkt des Programmes stehen sollte, ist gerade einmal mit der „Zauberflöte“ vertreten und noch dazu in jener katastrophalen Märchenonkel-Inszenierung von 2018.

Ansonsten gibt es einen bunten Mix, über den die Presse in den 70er- und 80er-Jahren getobt hätte. Der „Barbier von Sevilla“ ist den Pfingstfestspielen geschuldet, weil Cecilia Bartoli offenbar noch einmal die Rosina singen will, Barrie Kosky darf mit „Katja Kabanova“  jetzt auch Salzburg mit seinen merkwürdigen Werkansichten beglücken, bei Puccinis „Il Trittico“ darf man sich von Christof Loy quälen lassen und „Herzog Blaubarts Burg“ gemeinsam mit „De temporum fine comoedia“ ist dem Salzburger Kultduo Currentzis-Castellucci anvertraut, das sich diesmal wenigstens nicht an Mozart vergreift.

Dazu kommt noch der Aufguss der „Aida“ von 2017, allerdings nicht unter Muti und natürlich nicht mit Netrebko sowie je eine konzertante Aufführung von „Lucia di Lammermoor“ und Rihms „Jakob Lenz“. Die Besetzungen entsprechen mit Ausnahme des Sonderfalls „Barbier“ und der „Lucia“dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die wirklich großen Namen fehlen abgesehen von Oropesa, Bernheim und Tezier in der „Lucia“ allerdings größtenteils. Am Dirigentenpult stehen sowohl bei den Opern als auch bei den philharmonischen Konzerten, sieht man von Jakub Hrusa (Katja Kabanova) und Esa Pekka Salonen (Philharm Konzert) ab, die üblichen Salzburger Verdächtigen.

Heinrich Schramm-Schiessl

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Elisabeth Kulman – Rückblick und Ausblick

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Inhalt:
1. Letztes Konzert
2. Neue CDs & Xmas-Sale
3. Rückblick und Ausblick

1. Letztes Konzert

Sonntag, 19. Dezember 2021 – 17 Uhr
Bamberg, Konzerthalle

Es ist so weit, der Abschied naht. Anders als ursprünglich geplant, aber in Zeiten wie diesen sind Programmänderungen ja schon Normalität. Statt Janáčeks „Glagolitischer Messe“ musiziert Elisabeth Kulman gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern unter Chefdirigent Jakub Hrůša ein fein abgestimmtes Programm rund um Arien und Lieder von Verdi, Dvořák, Wagner und Mahler. Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und zeitversetzt gesendet.

Giuseppe Verdi – La Traviata: Vorspiel zum 3. Akt
Giuseppe Verdi – Messa da Requiem: Liber scriptus
Antonín Dvořák – Stabat mater: Inflammatus et accensus
Pietro Mascagni – Cavalleria rusticana: Intermezzo
Richard Wagner – Wesendonck-Lieder: 4. Schmerzen
Richard Wagner – Wesendonck-Lieder: 5. Träume
Gustav Mahler – Symphonie Nr. 2: »Urlicht«
Anton Bruckner – Symphonie Nr. 9 d-Moll

Info und Tickets

2. Neue CDs & Xmas-Sale

Der Webshop ist frisch bestückt mit Neuerscheinungen und starken Rabatt-Aktionen. Es gibt nur ein kleines Kontingent, manche sind sogar Einzelstücke. Deshalb lohnt es sich, schnell zu sein. Viel Freude beim Stöbern!

Neu im Shop: Madama Butterfly – Walküre – Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker

Auf Wunsch signiert Elisabeth Kulman Ihre CDs mit einer persönlichen Widmung.

Alle Bestellungen, die bis 15.12. Mittag einlangen und bezahlt sind, können noch rechtzeitig vor dem Fest versendet werden!

Zu den Angeboten

3. Rückblick und Ausblick

Das war 2021

In unserem umfangreichen Website-Archiv finden Sie alle Veranstaltungen von 1997 bis 2021. Das Archiv wird laufend um Fotos, Videos, Audios und Presseartikel ergänzt.

Sie haben etwa den letzten Liederabend von Elisabeth Kulman verpasst? Hier finden Sie TV-Berichte, Bilder, das Programmheft und Presseberichte zum Nachlesen (letzteres für registrierte Benutzer).

Was kommt 2022?

Einige Aufnahmen werden im neuen Jahr erscheinen, so etwa eine CD mit Verdis „Un ballo in maschera“ mit Elisabeth Kulman als Wahrsagerin Ulrica und Freddie de Tommaso als Riccardo, aufgezeichnet im Sommer 2021 in Monte Carlo unter Dirigent Marek Janowski.

Die Veröffentlichung unseres Films über LA FEMME C’EST MOI hat sich aus Krankheitsgründen im Produktionsteam verzögert, ist aber fix für 2022 eingeplant.

Das Lied-Dreamteam Elisabeth Kulman und Eduard Kutrowatz wird ins Studio gehen und einiges seiner Arbeit der letzten Jahre dokumentieren. Arbeitstitel: Schubert plus

(Wir sind für Kooperationen in Sachen Vertrieb und Marketing offen. Bei Interesse bitte gerne an diese Adresse antworten.)

Und sonst?

Da kommt noch was – lassen Sie sich überraschen! Demnächst mehr in diesem Newsletter. Besuchen Sie Elisabeth Kulman auch auf Facebook und Youtube.

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OPER FRANKFURT: Konzert / Ensemble Modern zu Gast mit CHAPLIN OPERAS
Live-Musik zu drei Stummfilmen von Charlie Chaplin,
komponiert von Benedict Mason (*1954)
Musikalische Leitung: Franck Ollu
Sopran: Eva Resch
Bariton: Holger Falk
Ensemble Modern

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Copyright: Walter Vorjohann

Die Oper Frankfurt bedauert sehr, die für den 22. Dezember 2021 im Bockenheimer Depot geplante Uraufführung der Oper The People Out There von Hauke Berheide und Amy Stebbins verschieben zu müssen. Aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen in den vergangenen Monaten konnten wichtige musikalische Experimentierphasen nicht
stattfinden, die für den Kompositionsprozess unabdingbar sind. Die Intendanz freut sich aber darauf, dieses besondere Werk in einer der kommenden Spielzeiten zu realisieren.

Ein Teil der Ersatzvorstellungen für The People Out There besteht am 8., 10., 13., 15. und 16. Dezember 2021 aus weiteren Aufführungen des Amadigi von Georg Friedrich Händel(1685-1759), der hier kürzlich seine Frankfurter Erstaufführung erlebte und eigentlich für diese Saison bereits abgespielt war. Die Besetzung bleibt nahezu unverändert, nur wird die Partie der Oriana jetzt von Elizabeth Sutphen anstatt von Kateryna Kasper übernommen.

Ein weiterer Teil der Ersatzvorstellungen für die verschobene Uraufführung besteht aus Aufführungen der ChaplinOperas (1989) des englischen Komponisten Benedict Mason (*1954).
Das Ensemble Modern, welches auch die geplante Uraufführung bestritten hätte, spielt unter der musikalischen Leitung von Franck Ollu, die Solisten sind Eva Resch (Sopran) und Holger Falk (Bariton).

Wer kennt und liebt nicht die wunderbaren Stummfilme Easy Street (US, 1917), The Immigrant (US, 1917) oder The Adventurer (US, 1917) von Charlie Chaplin? Hier erklingt dazu jedoch nicht die zur Entstehungszeit übliche Begleitmusik, sondern die live gespielten ChaplinOperasvon Benedict Mason. Die Uraufführung durch das Ensemble Modern fand am 2. April 1989 in der Alten Oper Frankfurt statt, wenige Tage vor Chaplins 100. Geburtstag. Die ChaplinOperasgelten inzwischen als Meilenstein in der Geschichte der Neuvertonung von Stummfilmen und erklangen nach ihrer Frankfurter Uraufführung in Dresden, Köln, Perm, Baden-Baden, Amsterdam, Essen, Salzburg und Straßburg.
„Seitdem ich mich mit der Thematik experimentell auseinandersetzte, habe ich über eine neue Ästhetik der Kombination von Film und Musik nachgedacht und sie praktisch erprobt.
Meine drei Partituren sind im Grunde eine Oper, die man nicht sehen kann, oder Oper in Umkehrung; durch die Gesangssolisten erhalten sie zusätzlich einen reichen, sehr verschiedengestaltigen Subtext. Man könnte dieses neue Genre als ‚Semi-Opern-Filmspiel‘ bezeichnen“, so Benedict Mason über sein Werk.

Vorstellungen: 27., 28., 30., 31. Dezember 2021
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr
Preise: € 20 bis 30 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.deoder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

Aufgrund der dynamischen Lage der geltenden Corona-Regeln möchten wir Sie dringend bitten, sich vor Ihrem Vorstellungsbesuch über unser Update unter www.oper-frankfurt.de/corona noch einmal nach dem aktuellen Stand zu erkundigen.

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Unser musikalischer Adventkalender Nr. 8
zusammengestellt von TTT

2 Varianten: Jessye Norman -„Amen“ · Traditional, Komponist Donald Fraser, je rd. 3 Min.

Jessye Norman (* 15. September 1945  † 30. September 2019 ) US-amerikanische Opernsängerin (Sopran)

Man kann sein Gehör schulen. Schön und außerordentlich ist Beides, was ist schöner? Ich tendiere zu zweitem.
Jessye Norman hält die Stimme zart und zurück (für ihre Verhältnisse). Für mich wirkt der Vortrag dadurch beseelter. Andererseits trumpft sie in 1 mit kosmischem Gesang, der außerirdisch berührt, sie macht „die Stimme groß auf“. Gleicher Dirigent Robert De Cormier und American Boychoir.

1.) mit  New York Choral Society · American Boy Choir · Empire Chamber Ensemble · Robert de Cormier, 1987 (?)

https://www.youtube.com/watch?v=SEsBt6VCYcs

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2.) mit American Boychoir · Ely Cathedral Choristers · Vocal Arts Chorus Bournemouth Symphony Orchestra ·  Robert De Cormier,  1988

https://www.youtube.com/watch?v=N4YnHUVXLtM
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EUROPABALLETT / St. Pölten: Der Nussknacker ab 17.12.

Europaballett St. Pölten Tickets bei oeticket.com

Ab dem 17. Dezember können Sie sich auf ein magisches Märchen freuen: Der Nussknacker nach Juri Grigorovitsch inszeniert und choreografiert mit der Musik von P. I. Tschaikowsky.

Dieser Klassiker wird von dem Ensemble des Europaballetts und den Eleven des Ballettkonservatoriums St. Pölten getanzt und ist ein Muss für die Adventszeit. Genießen Sie ein weihnachtliches Märchen für die ganze Familie, in dem die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Der Nussknacker, eines der wohl meistgespielten Werke der Ballettliteratur, das für Generation von Ballettbesucher:innen zum Schlüsselerlebnis geworden ist.

Ihre Gesundheit ist uns wichtig und deshalb werden alle aktuellen Bestimmungen des Bundesministeriums strengstens in unserem Theater eingehalten. Bitte beachten Sie die neuen Regelungen des Bundesministeriums: Einlass nur mit 2-G-Nachweis und FFP2-Maske-Pflicht im gesamten Haus!

Infos & Karten
Kartenbüro:
Mo.-Fr. 09:00 – 12:00 Uhr
T: +43 2742 230 000
M:
W: www.europaballett.at

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ZUM TOD VON GERTRAUD JESSERER

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Derrick Cast & Crew – fernsehserien.de

Es war zunächst eine Chronik-Meldung, wie man sie leider täglich hört oder liest. Bei einem Wohnungsbrand im 9. Wiener Gemeindebezirk ist eine Frau ums Leben gekommen. Erst einen Tag später erfuhr man, dass es sich dabei um Gertraud Jesserer gehandelt hat, einer der vielgeliebten österreichischen Schauspielerinnen. Jesserer wurde 1943 in Wien geboren. Sie studierte am Reinhardt-Seminar, brach das Studium jedoch vorzeitig ab und bekam schon 1959 eine kleine Rolle in dem Film „Die Halbzarte“ an der Seite von Romy Schneider. 1960 debutierte sie im Theater in der Josefstadt als Luise in Molnars „Liliom“ und gehörte dessen Ensemble bis 1969 an. Nach Engagements am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und erneut an der Josefstadt kam sie ab der Saison 1973/74 ans Wiener Burgtheater.

Sie hatte ein sehr weitgestecktes Repertoire, es reichte von Shakespeare, Raimund und Nestroy über Schnitzler, Hofmannsthal und Horvath bis zu Tschechov. Sie war eine sehr intensive und gefühlsbetonte Darstellerin – ihre Nervenzusammehnbrüche sind bis heute unerreicht – und überzeugte besonders, wenn sie vom Schicksal getroffene Frauen spielte.

Neben ihrer Bühnenkarriere spielte sie auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen sowie Fernsehserien mit. Was ihre Fernsehtätigkeit betrifft, möchte ich auf zwei Dinge hinweisen. Einmal auf die legendäre „Familie Leitner“ – hier wäre es endlich an der Zeit, alle Folgen wieder einmal auf ORF III zu zeigen – in der sie die Gerda spielte und – für mich ein besonderes Juwel – die Fernsehproduktion von Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“, wo sie an der Seite von Fritz Kortner die Jessica spielte.

Nun ist Gertraud Jesserer auf tragische Weise ums Leben gekommen und mit ihr eine weitere Vertreterin des Schauspielertheaters, als jener Form des Theaters in dem nicht die Regie, die Ausstattung oder sonstiges Beiwerk, sondern der Schauspieler im Mittelpunkt steht, von uns gegangen.

Heinrich Schramm-Schiessl
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Klaus Billand berichtet aus Bukarest: BUKAREST/Athenäum: Symphonisches und Philharmonisches Orchester „George Enescu“

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Foto: Klaus Billand

Als ich auf meinem Besichtigungs-Rundgang durch die Stadt, nach der „Lohengrin“-Premiere am Abend zuvor an der Nationaloper, zum Athenäum kam, entdeckte ich, dass glücklicherweise genau an diesem Abend dort auch ein Konzert stattfinden würde. Und zwar spielte das Orchestra Simfonica A Filarmonicii „George Enescu“ die Erste Symphonie von Carl Maria von Weber, op. 19, und das Violinkonzert op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Unter der musikalischen Leitung von Gabriel Bebeseléa spielte Leticia Moreno die Violine

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Leticia Moreno und das Orchester. Foto: Klaus Billand

Zum Konzertbericht von Klaus Billand
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Wien/ Theater Nestroyhof/Hamakom: Das Höschen der Baroness
Ein intimer Theaterfilm im Etablissement

Premiere: 15. Dezember 2021, 20 Uhr

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Am Mittwoch, den 15. Dezember 2021, um 20 Uhr feiert der intime Theaterfilm „Das Höschen der Baroness“ im Rahmen des Formats Sam’s Bar im Theater Nestroyhof Hamakom Premiere. Die Geister des Theaters laden Kamera und Publikum ein, sich auf eine Reise in das Nestroyhof Theater der Jahrhundertwende zu begeben, das von 1904 bis 1919 als „Intimes Theater“ mit Aufführungen erotischer Zoten und zahlreichen Begegnungen mit der Zensurbehörde für Furore sorgte.

Aufgrund des Lockdowns der letzten Wochen hatte sich das Theater Nestroyhof Hamakom entschieden, die Eigenproduktion kurzerhand als Theaterfilm zu produzieren. Das „Intime Theater“ wird somit zum „Intimen Kino“ und ermöglicht, damals wie heute, eine kurze Flucht in ein Abenteuer, in das Versprechen, dass am Ende einer dunklen Nacht die „Morgenröte eines neuen Zeitalters“ schimmert.

Zuschauer:innen wohnen einer Vorstellung des 1911 auf dem Spielplan stehenden Lustspiels „Das Höschen der Baroness“ bei und begegnen in den Kellergewölben der einstigen „Sphinx Bar“ sowie den Garderoben, Gängen und Winkeln des Theaters einer illustren Gesellschaft von Zeitgenoss:innen. Sie alle beschäftigt im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts vor allem eines: Wie verhalten sich Mann und Frau zueinander? Wie lassen sich tradierte (sexuelle) Moralvorstellungen erhalten, oder endlich überwinden? Und wie kann es sein, dass wir über 100 Jahre später noch immer um Gleichberechtigung kämpfen müssen?

Die Veranstaltungen finden als Kinovorstellung in Anwesenheit der Schauspieler:innen unter Einhaltung der 2G-Regel und FFP2-Maskenpflicht statt.

Mit Sebastian Pass, Nadine Quittner und Martina Spitzer
Regie: Paul Spittler
Dramaturgie: Veronika Maurer
Kamera und Schnitt: Petra Zöpnek

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 ORF – „IM ZENTRUM“: Lockdownfrust und Impfpflichtzwist – Schafft die Regierung eine Wende?

Am 12. Dezember um 22.35 Uhr in ORF 2

Ab 1. Februar 2022 soll in Österreich eine Impfpflicht gegen Covid-19 gelten. Davon betroffen sind alle Personen mit Wohnsitz in Österreich ab 14 Jahren, ausgenommen sind unter anderem Schwangere. Dieser von der türkis-grünen Bundesregierung vorgelegte Gesetzesentwurf dürfte von SPÖ und NEOS mehrheitlich mitgetragen werden. Kann die Impfpflicht die Corona-Krise in Österreich mittelfristig beenden? Wie werden Menschen reagieren, die sich bisher nicht impfen ließen? Welche Rolle werden die Strafen spielen, die fürs Nichtimpfen gezahlt werden müssen? Und wie engmaschig ist die Impfpflicht, wenn sie am Arbeitsplatz gesetzlich nicht ausdrücklich vorgesehen ist? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 12. Dezember, um 22.35 Uhr (direkt nach der „ZIB 2 Spezial“ mit dem ersten TV-Interview von Bundeskanzler Karl Nehammer) in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Katharina Reich Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium
Heidemarie Holzmann Vakzinologin, Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Mitglied des nationalen Impfgremiums
Katharina Körber-Risak Rechtsanwältin, Arbeitsrechtsexpertin
Barbara Prainsack Politikwissenschafterin, Universität Wien
Peter Filzmaier Politologe

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