DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. MÄRZ 2023

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. MÄRZ 2023

Volksoper Wien © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. MÄRZ 2023

Volksopern-Belegschaft „fassungslos“ über Hamburg-Posten von Musikchef Wellber
Da er neben der Wiener Aufgabe ab 2025 auch Musikchef in Hamburg wird, regt sich intern schriftlicher Protest. Er erfülle „kaum eine“ seiner Aufgaben
DerStandard.at.story

Salzburg
Salzburger Festspiele: „Suboptimales Verhältnis“ zwischen Intendant Hinterhäuser und Präsidentin Hammer
Die Salzburger Festspiele dürfen sich auf einen bestens ausgelasteten Sommer einstellen: Die Kartenbestellungen liegen derzeit um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Man befinde sich, laut Präsidentin Kristina Hammer, bereits über dem Vor-Pandemie-Niveau. „Zuwächse gab es bei allen Kundengruppen, insbesondere ein deutliches Plus bei Neukunden, internationalen und Stammkunden“, so Hammer gegenüber dem Kuratorium.
WienerZeitung.at

Salzburger Festspiele: Zuständigkeit des Intendanten ausgeweitet
Schwelender Konflikt im Direktorium, aber Kartenbestellungen liegen 15 Prozent über dem Wert 2022 – und damit auf Rekordniveau
Kurier.at

Gars/Kamp/NÖ
„Coup“: Clemens Unterreiner wird neuer Intendant der Oper Burg Gars
Sänger folgt mit 1. September auf Johannes Wildner und will neue Impulse setzen. Die Bestellung erfolgte für die Spielzeiten 2024 bis 2026
DerStandard.at

Clemens Unterreiner ist neuer Intendant der Oper Burg Gars
NiederösterreichischeNachrichten.at

Wien/Konzerthaus
Vor Karriereende: Star-Perkussionist Martin Grubinger begeistert im Konzerthaus Wien
Der Salzburger zählt zu den besten Schlagwerkern der Welt. Seine Abschlusskonzerte mit dem Percussive Planet Ensemble sind der Hammer
DerStandard.at.story

RSO Wien: Hin zum Wesentlichen
Das Radio-Symphonieorchester mit Robert Schumann, Krzysztof Penderecki und Karol Szymanowski.
WienerZeitung.at

Claudio Abbado: Freiheit muss man aushalten können
In diesem Jahr wäre Claudio Abbado 90 geworden. Eine Box mit 257 CDs erinnert an den Dirigenten, der seine Mitmusizierenden stets zu selbstständigem Denken ermutig hat.
Tagesspiegel.de

Österreich
Kultursponsoring: Gazprom, Lukoil und Co. Russische Millionen für die Hochkultur
Eine parlamentarische Anfrage förderte einige Spenden von „Putin-Freundinnen“, aber auch einen Mangel an Transparenz zutage
DerStandard.at

Mozartfest Augsburg 2023: Ohrwürmer only
Das diesjährige Mozartfest in Augsburg setzt ganz auf Wolferls Melodien. Unter dem Motto „catchy tunes“ lädt das Festival zwischen dem 5. und 21. Mai weltbekannte Stimmen in die Stadt, wie Kulturreferent Jürgen Enninger am Mittwoch mitteilte.
BR-Klassik-de

Rheinsberger Kammeroper lädt zu Entdeckungen ein
Georg Quander präsentiert das leicht abgespeckte Sommerprogramm der Kammeroper Schloss Rheinsberg rund um Paisiellos „La Molinara“.
BerlinerMorgenpost

Blu-Ray-Rezension
Karajan inszeniert Verdi : »Bekenne, du Fettberg!«
Die Verdi-Oper »Falstaff« gilt als das unkonventionellste Werk des Italieners. Herbert von Karajan inszenierte sie so fantastisch wie kein anderer.
Spiegel.de

Wien
Freispruch für Semmering-Intendant Krumpöck rechtskräftig
WienerZeitung.at

Das erste „Forum Kultur“ der Grünen im Volkstheater war eine sinnbefreite Aktion (Bezahlartikel)
Im halbvollen Volkstheater startete das neue Dialog-Format des Kulturministeriums. Das Beste dabei: die anrührende Rede von Pianist Igor Levit.
DiePresse.com

Wien/Staatsoper
Fidelio-Wiederaufnahme an der Wiener Staatsoper mit erfreulichen Rollendebüts
bachtrack.com.de

Berlin
Unvergesslich: Daniel Barenboim, Cecilia Bartoli und die Staatskapelle Berlin
bachtrack.com.de

Berlin
Der lässige Überflieger : Thomas Guggeis (29) dirigiert Richard Strauss’ „Daphne“ an der Staatsoper
bz.berlin.de/unterhaltung

Frankfurt
Mercadante in Frankfurt: Zum Liebesduett reicht eine Harfe
FrankfurterAllgemeine.net

Evgeny Kissin in Frankfurt: Wie man Rachmaninow spielen sollte
FrankfurterRundschau.de

Dortmund
Politik braucht die große Bühne – „Nixon in China“ von John Adams in Dortmund
NeueMusikzeitung/nmz.de

Bratislava
Oper Bratislava: Nationalismus klingender Skepsis
Seit dreißig Jahren gibt es die Slowakische Republik. Sie feiert das Ereignis mit einer Oper von Eugen Suchoň, die an einen mittelalterlichen Fürsten erinnert. Doch „Svätopluk“ ist alles andere als Machtverherrlichung.
FrankfurterAllgemeine.net

Oslo
Hemsing-Festival in Norwegen: Sinfonie in Schnee-Dur
Die Geigerinnen Eldbjørg und Ragnhild Hemsing veranstalten ein Festival in dem Dorf nördlich von Oslo, in dem sie aufgewachsen sind: Klassik und Folklore gehen hier eine natürliche Verbindung ein.
Tagesspiegel.de

Medien
Schott Verlag digitalisiert sein Archiv: Per Klick ins Noten-Archiv
BR.Klassik.de

Wien – Haus der Musik: Interaktive Virtual-Reality Experience bringt Beethoven näher
Wien/gv.at.presse

Links zu englischsprachigen Artikeln

Zürich
Handel in all his glory with Jonathan Cohen and La Scintilla in Zurich
bachtrack.com.de

Pesaro
Juan Diego Flórez to Be Artistic Director of Rossini Opera Festival Until 2026
Operawire.com

London
Jake Heggie’s Dead Man Walking given a triumphant staging by Guildhall School
bachtrack.com.de

New York
‘Lohengrin’ Review: Color-Coded Wagner at the Metropolitan Opera
In director François Girard’s production of the operatic fairy tale, powerful turns from Piotr Beczała and Christine Goerke compete with a series of questionable design choices.
wsj.com.articles

Q & A: Tenor Brian Jagde on His Journey from Baritone to Tenor
https://operawire.com/q-a-tenor-brian-jagde-from-baritone-to-tenor/

Carnegie Hall to examine music of Weimar era in ambitious 2024 festival
Carnegie Hall’s 2023-2024 season will be built around some familiar artists who have been important and long-running presences in the hall
NewYorkClassical.review.com

Parlando brings the heat to music of the Cold War
Aubree Oliverson performed Mieczyslaw Weinberg’s Concertino for Violin and String Orchestra with Ian Niederhoffer conducting Parlando.
NewYorkClassical.review.com

Philadelphia
Raehann Bryce-Davis, Quinn Kelsey, Will Liverman, Ana María Martínez & Christian Van Horn Lead Opera Philadelphia’s 2023-24 Season
operawire.com.rehann

Boston
Perfect Little Women… or Were They?
Mark Adamo’s evergreen (the second most-mounted American opera after Menotti’s „Amahl and the Night Visitors“) „Little Women“ demonstrate the thriving good health of the BU School of Music Opera Institute and School of Theater.
https://www.classical-scene.com/2023/02/28/perfect-little-women/

Cleveland
Mitsuko Uchida explores late Beethoven in Cleveland
seenandheard.international.com

Phoenix
Arizona Opera Announces Its 2023/24 Season
Line-up Casting and other information about the 2023/24 Season and programs will be released next month.
broadwayworld.com.bww.opera

San Francisco
SF Symphony Balances Beauty and Brutality in „No Such Spring“
Sam Adams’s piano concerto makes a big impression, while Esa-Pekka Salonen chivvies Bruckner’s Sixth Symphony along                                                  sfcv.org.articles

Los Angeles
Tamara Wilson, Ryan Speedo Green & Gustavo Dudamel Lead LA Philharmonic’s 2023-24 Season operawire.com.tamarawilson

Feuilleton
Harassment, hierarchies and discreetly rubbed trousers: the exhausting politics of orchestras                                                        Cate Blanchett film Tár shows how damaging a maniacal conductor can be – but, as musicians explain, orchestras are riven with other serious structural issues
TheGuardian.com

Recordings
Stravinsky/Tchaikovsky: Mavra/Iolanta (Bayerisches Staatsorchester)
Mavra and Iolanta, cunningly interwoven? Ranisch almost pulls it off.
limelightmagazin.com.au

Ballett / Tanz

Review: GISELLE at San Francisco Ballet Casts an Otherworldly Spell         The Romantic-era classic runs through March 5th at the War Memorial Opera House
broadwayworld.com.sanfrancisco

Sprechtheater

Theaterpremieren Berlin: Zu Gast in der kleinen Ehehölle
Lauter Paare, keine Menschen, nur Plappertaschen: „Am Strand der weiten Welt“ von Simon Stephens und August Strindbergs „Totentanz“ werden in Berlin inszeniert.
FrankfurterAllgemeine.net

Ausstellungen/Kunst

Computer, mal mir einen Rembrandt!
Braucht es überhaupt noch menschliche Kreativität oder reichen Algorithmen?
WienerZeitung.at

Film/Medien/TV

Verena Altenberger: „Wenn die Liebe da ist, kann man eh nichts machen“
Verena Altenberger ist nun im Kino-Märchen „Sterne unter der Stadt“ zu sehen. Für den Film rasierte sie sich 2021 die Haare ab. Wie sie über die damalige Aufregung beim „Jedermann“ denkt
Kurier.at

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Unter’m Strich

Masken und Testpflicht für Wiener endet
Die FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmittel und Apotheken fällt, in Spitälern und Pflegeheimen wird die Testpflicht aufgehoben. Damit gelten in Wien die gleichen Regeln wie im Rest Österreichs.
Die Presse.com

Berlin
Berlin wird schwarz: Wer ist der neue CDU-Bürgermeister?
CDU und SPD dürften gemeinsam regieren wollen. Einer, den anfangs niemand wollte, dürfte jetzt der nächste Bürgermeister Berlins werden. Wer ist Kai Wegner?
Kurier.at

Beitritt wird noch blockiert: Finnland bereit für NATO-Beitritt
Warten auf Türkei und Ungarn. Wegen dem Angriff Russlands auf die Ukraine will Finnland nun offiziell der NATO beitreten. Das Parlament in Helsinki gab dafür grünes Licht. Noch steht jedoch die Ratifikation durch die Türkei und Ungarn aus – wie auch bei Schweden.
Tiroler Tageszeitung

Blick in die Zukunft: Perspektiven für die Ukraine und Russland nach dem Krieg
Ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist nicht in Sicht. Aber es wird für beide Länder eine Zeit nach dem Krieg geben. Über Perspektiven und die Rolle der Zivilgesellschaft haben wir die ukrainische Journalistin Anna Babinets und den Leiter des russischen Sacharow Zentrums Sergey Lukashevsky im Video interviewt.
correktiv.org

Alles verspielt
Die Tunesier haben sich ihre blutig erkämpfte Demokratie zu leichtfertig entreißen lassen.
WienerZeitung.at

SPÖ-Führungsdebatte: Bundespartei gegen „intrigante Spielchen“
Während Altvordere eine nachhaltige Lösung an der Spitze fordern, dementiert die Löwelstraße die Absetzbewegung von der Parteichefin.
Kurier.at

Wien
Masken-Strafen – so viel wurde in den Öffis kassiert
Die Maskenpflicht wurde bis zum Auslaufen der Verordnung kontrolliert. Mehrere tausend Fahrgäste pro Woche ohne Maske wurden angesprochen. Die Strafe für das Nicht-Tragen der Maske betrug 50 Euro. Von April 2020 bis Ende Februar 2023 wurden rund 28.000 Strafen aufgrund fehlender FFP2-Masken ausgestellt. Das summiert sich auf 1,4 Millionen Euro, die durch nicht-Maskenträger eingenommen wurden.
Heute.at

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 2. MÄRZ 2023)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 2. MÄRZ 2023)

Quelle: onlinemerker.com

Clemens Unterreiner wird neuer Intendant der OPER BURG GARS

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Sänger und Neo-Intendant Clemens Unterreiner (re.) mit seiner Geschäftsführerin Bianca Erlinger und dem dem Garser Bürgermeister bei der Vertragsunterschrift. Foto: OperBurg Gars

Der österreichische Bariton übernimmt ab 1. September 2023 die künstlerische Leitung des renommierten Opernfestivals im Kamptal.

Im nächsten Jahr feiern die traditionsreichen Opernfestspiele in der Babenberger Burg Gars am Kamp ihren 35. Geburtstag – damit beginnt gleichzeitig eine neue Ära für das Opernhaus des Waldviertels: Bariton und Publikumsliebling Clemens Unterreiner übernimmt im Herbst die Intendanz der OPER BURG GARS und folgt damit auf Johannes Wildner, der die Festspiele seit 2013 leitet.

„Die Marktgemeinde Gars am Kamp hat einen echten Coup gelandet. Wir sind sehr stolz, einen so herausragenden Opernsänger der Gegenwart als neuen Intendanten der OPER BURG GARS begrüßen zu dürfen“, heißt Bürgermeister Martin Falk Clemens Unterreiner herzlich willkommen. Der Bariton setzte sich aus einer Auswahl von 12 Bewerber:innen in einem mehrstufigen, intensiven Auswahlverfahren durch und wurde vom Auswahlkomitee der Gemeinde einstimmig für die Spielzeiten 2024-2026 als Intendant bestellt. Nach Regisseur Karel Drgáč und Dirigent Johannes Wildner wird damit erstmals einer der bedeutendsten heimischen Opernsänger künstlerischer Leiter des Waldviertler Freiluftopernhauses.

Generationswechsel im Leading-Team

Strukturell wurde im Vorjahr bereits ein umfassender Erneuerungsprozess, angepasst an die Bedürfnisse eines modernen, zukunftsorientierten Festivals, eingeleitet. Seit Herbst 2022 liegt die Geschäftsführung in den Händen der aus der Marktgemeinde Gars stammenden Bianca Erlinger, die in den Vorjahren bereits in leitender Funktion am Festspielbetrieb mitgewirkt hat. Ab 1. September 2023 wird Clemens Unterreiner mit Erlinger das neue Führungs-Duo bilden und seinerseits alle künstlerischen Belange, von der Programmgestaltung bis zur Besetzung, verantworten und das Flair der Festspiele mit seiner persönlichen Handschrift prägen.

„Gars am Kamp als Festspielort setzt in Zukunft auf einen heimischen Künstler von internationalem Format, der über viel Gespür verfügt, was das Publikum von heute bewegt. Die gesamte Garser Opernfamilie ist sehr glücklich mit Clemens Unterreiner als zukünftigem Intendanten und wird ihn tatkräftig unterstützen“, freut sich Geschäftsführerin Bianca Erlinger auf die Zusammenarbeit.

Ein Traum geht in Erfüllung

„Seit vielen Jahren wurden immer wieder spannende Angebote an mich herangetreten. Doch jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für mich gekommen“, erzählt Unterreiner, der in den Sommermonaten bisher immer selbst als Sänger im In- und Ausland gearbeitet und dabei vielfältige Open Air Erfahrung gesammelt hat. „Parallel zu meiner internationalen Karriere als Bariton konnte ich eine reichhaltige Expertise unter anderem im Kulturmanagement aufbauen, vielbeachtete Gesangswettbewerbe ausrichten und selbst als Konzertveranstalter wirken. Meinen Erfahrungsschatz in künstlerischen, organisatorischen und medialen Belangen sowie meine Liebe zum Publikum in Zukunft für die Oper in Gars zum Einsatz bringen zu dürfen, damit geht ein Traum in Erfüllung. Ich bin sehr glücklich über diesen neuen Meilenstein in meiner Laufbahn und empfinde große Dankbarkeit für das in mich gesetzte Vertrauen.“

Erklärtes Ziel des Neo-Intendanten ist es, neue Impulse für ein unvergleichliches Opernerlebnis in der geschichtsträchtigen Burg Gars zu setzen, und seine ganz persönliche künstlerische Handschrift zu etablieren.

Keine Experimente, aber spannendes Neues

Zentraler Fokus in der Konzeption Unterreiners liegt darauf, die traditionsreiche Kunstform Oper auf höchstem künstlerischem Niveau zu bewahren und zugleich mit moderner Bühnentechnik und spannenden wie unterhaltsamen Inszenierungen zu verflechten. „Die faszinierende Welt der klassischen Oper soll mit Leidenschaft und Gefühl pur zum einzigartigen Erlebnis unter Sternen für ALLE werden – von der versierten Opernliebhaberin bis hin zum absoluten Klassik-Newcomer“, betont Unterreiner, der neben jährlich wechselnden Opernhits ein breitgefächertes Rahmenprogramm servieren möchte. Geplant sind Lied- und Konzertabende ebenso wie Tanz und Lesungen bis hin zur Implementierung von großen Benefizkonzerten für Menschen in Not.

„Die soziale Verantwortung wird bei mir bekanntlich großgeschrieben. In diesem Sinne möchte ich natürlich auch in der OPER BURG GARS regelmäßig Benefizabende und Charity-Veranstaltungen realisieren und dabei Stars und Jungtalente für die gute Sache nach Gars einladen. Mintunter werde ich auch selbst meine Stimme für die gute Sache erklingen lassen.“

Opernnachwuchs fördern

In puncto Publikum spielen für Unterreiner Kinder und Jugendliche, als das Opernpublikum der Zukunft, eine tragende Rolle. Dementsprechend sollen spezielle Aktionen für Familien in den kommenden Jahren forciert und vor allem maßgeschneiderte Programmangebote für Kinder und Jugendliche konzipiert werden. Aber auch im Hinblick auf die Besetzung kommender Opernproduktionen ist die Nachwuchsförderung zentral: Der zukünftige Intendant zielt auf ein harmonisches und fruchtbares Zusammenspiel von Publikumslieblingen mit vielversprechenden Nachwuchstalenten ab, die zusammen mit einem jungen Chor und Orchester sowie spannenden Dirigent:innen und Regisseur:innen die Freude an der Klassik an das Publikum vermitteln sollen. Die Nachwuchsarbeit müsse dabei unbedingt auf Augenhöhe stattfinden, unterstreicht Unterreiner: „Gerade in Zeiten wie diesen stehen bei mir Fair Play, Fair Pay und eine gute Arbeitsatmosphäre an erster Stelle. Der gute Ton macht bekanntlich die beste Musik und nur in einer sicheren, korrekten, respektvollen und fröhlichen Umgebung kann erstklassige Kunst und Unterhaltung entstehen.“

Internationale Sängerkarriere weiterhin im Mittelpunkt

Seiner künstlerischen Heimat, der Wiener Staatsoper, wird Unterreiner selbstverständlich wie bisher uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Als langjähriger Solist und wertvolles Mitglied des Stammensembles mit über 25 Premieren in 91 Rollen und weit über 900 Vorstellungen wird er sein geliebtes Publikum auch weiterhin begeistern und seine Stimme in neuen Rollen und spannenden Premieren im Haus am Ring erklingen lassen. Im Sommer wird sich Clemens Unterreiner künftig mit voller Energie auf die OPER BURG GARS konzentrieren und freut sich bereits auf diese spannende neue Aufgabe.

Programmpräsentation im Herbst

Im Hinblick auf die Spielplangestaltung in seiner Premierensaison 2024 betont Unterreiner: „Jetzt heißt es zuerst einmal, sich einarbeiten und mit meinem neuen Team die erste Spielzeit mit Ruhe und Weitsicht zu planen. Lassen Sie sich dann bei meiner ersten großen, öffentlichen Spielplan-Konferenz mit musikalischen Einlagen und Publikum überraschen!“

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Norbert Ernst singt TRISTAN (2. Akt) am 9. und 10. März in Bratislava

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Nachdem er in London 3 der 6 Vorstellungen Tannhäuser singen durfte,  übernimmt Norbert Ernst  wieder kurzfristig eine wichtige  Wagner-Tenorrolle.

Am 09. und 10. März wird er in konzertanten Aufführungen des 2. Aktes von Tristan und Isolde in der Slowakischen Philharmonie den Tristan übernehmen.

9.3.2023 19:00

09.-10.03.2023  štv-pia  DE5  20,16 €  Koncertná sieň SF, 19.00h

Venue: Concert Hall SF,

Slovenská filharmónia
Juraj Valčuha
, dirigent

Maida Hundeling, soprán (Isolde)
Norbert Ernst, tenor (Tristan)
Ester Pavlů, mezzosoprán (Brangäne)
Peter Mikuláš, bas (Marke)

https://www.navstevnik.sk/detail-podujatia;jsessionid=3F4EA77944D8065A7307CC4D3C289954?showId=1014812&eventId=1036173&lang=en

https://www.facebook.com/photo/?fbid=650287137100870&set=a.465876262208626&locale=de_DE

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Caprices Festival – Liederabend mit Sopran und Harfe – Bernarda Bobro & Tina Zerdin

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19:30 Uhr, Altes Rathaus in Wiener Neudorf

Die beiden aus Slowenien stammenden Künstlerinnen verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Für das Konzert beim Caprices Festival widmen sie sich dem Liedrepertoire der Romantik. Wie wunderbar sich die Stimme mit den Klängen der Harfe verbindet, können wir an diesem Abend erleben. „Auf Flügeln des Gesanges“ wird das Publikum auf eine musikalische Reise geführt, die einfach puren Genuss garantiert!

Bernarda Bobro ist eine Künstlerin höchsten Ranges. Sie singt an vielen großen Opernhäusern Europas und konnte auch in den USA reüssieren. Ihre Stimme strahlt in hellem Glanz und hat die Intensität und Dichte, mit denen sie Opernhäuser füllt. Beim Lied kann sie in perfekter Differenzierung auch die zartesten Saiten anschlagen und so mit dem Klang der Harfe zu allen Ausdrucksnuancen verschmelzen.  Tina Zerdin verleiht dem Abend mit ihrer kongenialen Spielweise den musikalischen Fluss, der die Stimme auf das allerschönste ergänzt.

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Kartenverkauf im Bürgerservice & ONLINE unter https://tickets.wiener-neudorf.gv.at

Einzelticket pro Veranstaltung: € 18,- / € 16,- für Kulturabonnenten

Die beiden haben das anspruchsvolle Programm schon im Slowenischen Rundfunk aufgenommen. Hier kann jeder einen Vorgeschmack bekommen:

https://youtu.be/eL7-yjgZmGM

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Oper Leipzig sucht jungen Mann für Komparsenrolle in „Peter Grimes“

Am 13. Mai 2023 hat die Oper »Peter Grimes« Premiere und die Proben dafür mit Regisseur Kay Link werden am 27. Mai 2023 im Opernhaus am Augustusplatz beginnen. Der Komponist Benjamin Britten, der die Geschichte des Fischers Grimes in seiner Heimatregion ansiedelt, lässt die seelische Einsamkeit sowie die Suche, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, in berührender Art und Weise ertönen – »Welch Hafen nimmt mich auf, weit ab von wilder Flut, weit ab vom Sturm?« Bisher ist die wichtige Komparsenrolle des Lehrlings noch nicht besetzt.

Bewerbung bis 8. März

Die Komparserie der Oper Leipzig sucht einen jungen begabten Mann, der Peter Grimes’ Lehrling im 1. und 2. Akt spielen möchte. Optisch muss er sich im Alter zwischen 16 und 20 Jahren bewegen, also ein jugendliches, bevorzugt leicht androgynes, attraktives Äußeres haben. Er sollte spielbegabt sein und sich gut und selbstbewusst bewegen können. Im Vorfeld der Proben wird es ein Casting für diese umfangreiche stumme Rolle geben. Nach der Premiere am 13.05.23 finden in dieser Spielzeit noch Vorstellungen statt am Sa, 20.05., Mi, 31.05., Sa, 03.06. und Fr, 16.06.2023.

Wer Lust und Zeit hat für diese Herausforderung, kann sich bis zum 8.3.23 mit Kurzvita und zwei Fotos per Mail bewerben unter . Die Fotos müssen keine professionellen Aufnahmen sein, nur aussagekräftig.
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Riad/Saudi-Arabien: Riad Opera House. Dornröschen-Schlaf eines Riesen-Opernhauses in der Wüste

king fahad cultural center 2023
King Fahd Cultural Centre (26.2.2023). Foto: Klaus Billand

Man würde Saudi-Arabien nicht ohne weiteres mit einer florierenden Opernkultur assoziieren. Und doch steht am Rande von Riad, der Hauptstadt mit 7,6 Millionen Einwohnern (2018), darunter auch viele Ausländer, ein Opernhaus von wahrlich gigantischen Dimensionen, mit 3.000 Plätzen (!), das etwa 140 Millionen US-Dollar kostete. Es wurde in den 1970er Jahren von König Fahd in Auftrag gegeben, der die europäische Opernkultur im Rahmen einer gewissen kulturellen Öffnung des prinzipiell sehr konservativen Landes nach Riad holen wollte. Dahinter stand die Idee, dass die saudische Hauptstadt ein ähnlich relevantes Opernhaus haben sollte wie beispielsweise Paris mit der Opéra de Bastille, Mailand mit der Scala, oder London mit dem Covent Garden Royal Opera House.

Allein, es sollte zu keiner Realisierung dieser Idee kommen. Denn die klerikale Gemeinde, auch unter dem Eindruck eines extremistischen Anschlags auf die Große Moschee 1979 mit vielen Toten, lehnte diese kulturelle Akquisition ab, und das King Fahd Cultural Centre, wie es der König benannt hatte, versank in einen bis heute währenden Dornröschen-Schlaf. Lediglich im Jahre 2017 gab es ein erstes Konzert eines japanischen Symphonieorchesters im Cultural Centre, bei dem übrigens auch Frauen und Männer zusammen sitzen konnten, während es normalerweise für Frauen spezielle Bereiche, wie einen eigenen Balkon, geben würde. Das wurde von vielen als kleiner Hoffnungsschimmer für eine Wiederbelebung des äußerst prachtvollen Opernhauses, welches auch in Riad von den Expatriates oft nur als „The Opera House“ bezeichnet wird, gewertet. Aber eine Oper hat es bisher dort nie gegeben.

Vielleicht geschieht das in nicht allzu weiter Zukunft, wenn man den Kurs der Öffnung des Landes durch das Herrscherhaus betrachtet. Im Rahmen eines neuen Regierungs-Konzepts einer “Cultural Vision” für das Königreich Saudi-Arabien wurde 2018 ein Kulturministerium gegründet. „The Opera House“ fällt in sein Portfolio. Es wäre eine Sensation, hier einmal große Oper zu erleben. (Viele Informationen dieses Artikels wurde aus dem Buch von Paolo Petrocelli The Evolution of Opera Theatre in the Middle East and North Africa”, veröffentlicht 2019 bei Cambridge Scholars Publishing, entnommen. Paolo Petrocelli wird übrigens ab März 2023 neuer General-Direktor der Dubai Opera in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate).

Bei einer Taxi-Tour an den fast menschenleeren Rand der Stadt, wo bereits die Wüste beginnt und man kaum ein Opernhaus erwarten würde, konnte ich wegen einer Absperrung nicht näher als 300 Meter an den Bau herankommen. Aber ein Foto durfte ich immerhin machen…

Klaus Billand

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MENTON / Fête du Citron. Ein an Farben und Aromen reiches Event

Eine der wichtigsten Veranstaltungen an der französischen Riviera ist das Lemon Festival, das in Menton stattfindet – der wärmsten Stadt der Region. Es wird gesagt, dass sogar Königin Victoria selbst das Festival im Jahr 1882 besuchte. Jetzt ist es eine Feier, die jährlich über 160.000 Besucher anzieht.
Drei Wochen lang sind jeden Winter Mentons Straßen mit einem herrlichen Zitrusaroma gefüllt. Riesenschwimmer und Dekorationen, Ausstellungen, Paraden durch die Stadt und Gärten der Lichter schaffen eine lebendige und lebendige Atmosphäre. Das Festival endet mit einer riesigen Party, einem Feuerwerk und einem Straßentanz.

Das Festival soll den Abschied des Winters feiern und den Frühling begrüßen. Und was könnte schöner sein als diese bunte Feier des Lebens?

Zum Bericht von Dr. Ulrike Messer-Krol

MENTON – FÊTE DU CITRON 2023

Das Fest Rock-Opéra  ist vorbei, aber die Skulpturen im „Stadtpark“  bleiben noch, eine Art öffentlicher Musikunterricht im Fach Klassik für zahlreiche Schulklassen… nicht nur !

Aktuell auch  in Baden bei Wien und an der MET.

Anbei ein  kurzer Ausschnitt aus der Bilder Serie, Fotos Erwin Messer.

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Zur Musikstunde: Die erste Skulptur mit dem  Paar ist ??? LAKMÉ von Léo Delibes (So lernen wohl fast alle etwas dazu ). Foto: Erwin Messer

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Foto: Erwin Messer

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Foto: Erwin Messer

Dr. Ulrike Messer-Krol

Mehr darüber!

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„Magische Spiegel“ im Opernhaus Düsseldorf –
Besucher*innen verwandeln sich in Charaktere aus Oper und Ballett

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Foto: Daniel Senzek

Spontan in Kostüme und Masken der Sänger*innen und Tänzer*innen aus Oper und Ballett am Rhein schlüpfen – das können Besucher*innen des Düsseldorfer Opernhauses seit Neuestem ganz unkompliziert ausprobieren: Beim Blick in einen der drei in den Foyers installierten „magischen Spiegel“ verwandeln sie sich beispielsweise in einen Cupcake aus Demis Volpis „Der Nussknacker“, tragen den Kopfschmuck von Prinzessin Turandot oder stehen sich als Rabe aus
„Krabat“ gegenüber.
Eigentlich sind die digitalen Spiegel große Monitore: Beidseitig installierte Kameras scannen die davor stehende Person und legen über verschiedene Körperpunkte das jeweilige Kostüm virtuell auf den Körper. Kostüme und Maske wurden hierfür detailgetreu ins Digitale übersetzt. Wie in einem Spiegel
sehen und bewegen sich die Besucher*innen auf dem Monitor und verwandeln sich dabei in unterschiedliche Charaktere aus aktuellen Produktionen von Oper und Ballett am Rhein.
Entwickelt wurden die digitalen Spiegel gemeinsam mit der Agentur expanding focus im Rahmen des Projekts „Das digitale Foyer“, in dem die Deutsche Oper am Rhein gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf innovative digitale Angebote ausprobiert. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im
Rahmen des Fonds Digital möchte „Das digitale Foyer“ neue Räume zur kreativen Auseinandersetzung mit den Künsten öffnen und das Theatererlebnis durch spielerische Inhalte erweitern.
„Das digitale Foyer“
Gefördert im Programm // Gefördert

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Wiener Volksoper: Preisermäßigte Karten über „Verbund“

Zum Selbstbestellen

Besetzungen, Beginnzeiten und Inhalt über unsere Homepage – www.volksoper.at

Auch die Kartenbuchung bitte direkt aus dem jeweiligen Saalplan vornehmen oder mit dem Link direkt in unseren Spielplan

https://tickets.volksoper.at/webshop/webticket/shop?eventlist

Pro Karte à Euro 25.– und der Aktionscode ist  März

08.3. Gräfin Mariza

09.3. La  Traviata

17.3. La Traviata

22.3. Die Fledermaus

24.3. Die Hochzeit des Figaro

28.3. Ein deutsches Requiem

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 ORF : Weltfrauentag 2023: Start des ORF-TV-Schwerpunkts am 3. März

Mit Dokus, Reportagen, Magazin-Beiträgen und Spielfilmen

Wien (OTS) – Starke weibliche Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt eines umfangreichen ORF-TV-Programmschwerpunkts zum Weltfrauentag am 8. März 2023: Ab 3. März bietet der Schwerpunkt zahlreiche Dokus, Reportagen, Magazin-Beiträge sowie Filmproduktionen über beeindruckende weibliche Persönlichkeiten. ORF 2 zeigt u. a. die „dok.film“-Premiere „Geheimwaffe Lippenstift“ (5. März), eine neue „kulturMontag“-Dokumentation über Filmpionierin Luise Fleck (6. März), die „kreuz und quer“-Neuproduktion „Menschenskind“ (7. März) über gesellschaftliche Vorstellungen, Rollenmuster und Konventionen rund um Elternschaft und Familie und die aktuelle „WELTjournal“-Reportage „Iran – Frauen, Leben, Freiheit“ (8. März). In ORF 1 präsentiert Caroline Athanasiadis am 8. März ein „Weltfrauentag Spezial“ von „Smart10 – Das Quiz mit den zehn Möglichkeiten“, bei dem ausschließlich Frauen mitquizzen. In ORF III steht u. a. die „ORF III Donnerstag Nacht“ (9. März) ganz im Zeichen des Weltfrauentags, 3sat zeigt u. a. den Fernsehfilm „Die Freischwimmerin“ (8. März).

Außerdem präsentiert der ORF am Internationalen Frauentag den diesjährigen Song für den Eurovision Song Contest im Mai in Liverpool. TEYA & SALENA sind das erste weibliche Duett, das für Österreich beim ESC an den Start geht. Die beiden werden mit einem selbstgeschriebenen Uptempo-Popsong im zweiten Semifinale am 11. Mai (live ab 21.00 Uhr in ORF 1) um den Einzug ins Finale singen. Ihr Song feiert am 8. März seine offizielle Radiopremiere im Ö3-Wecker.

Details zum Weltfrauentag-Schwerpunkt in ORF 2

„Universum History“ porträtiert in Barbara Neceks Dokumentation „Furchtlos – Frauen gegen Hitler“ (3. März, 23.25 Uhr) Widerstandskämpferinnen, die während des Zweiten Weltkriegs den Mut hatten, sich gegen das Regime zu stellen und vom System verfolgten Menschen zu helfen. Ein „Orientierung“-Beitrag befasst sich mit dem Thema „Faire Care-Arbeit“ (5. März, 12.30 Uhr). „Thema“ (6. März, 21.10 Uhr) bringt ein „Nachgefragt“ zu einer Reportage über mangelnde Kinderbetreuung und einen Bericht über starke Frauen und deren ganz persönliche Erfolgsgeschichten.

Die ORF-TV-Kultur gestaltet eine „kulturMontag“-Schwerpunktausgabe (6. März, ab 22.30 Uhr) und präsentiert drei themenaffine Dokumentationen, darunter zwei Erstausstrahlungen: So zeigt „dokFilm“ zunächst die 2022 entstandene Produktion „Geheimwaffe Lippenstift“ (5. März, 23.15 Uhr), in der Filmemacherin Claudia Marschal dem Faszinosum Lippenstift nachgeht: Was macht ihn in der Kulturgeschichte so langlebig? Und wieso ist er im politischen Kontext tatsächlich als Waffe der Frauen geeignet? Um 0.05 Uhr folgt das „dokFilm“-Dacapo „Hollywood.Macht.Frauen.“: Die von Tom Donahue gestaltete Dokumentation über Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Traumfabrik wurde von Filmstar Geena Davis produziert und zeigt, wie weibliche Schauspielgrößen dafür kämpfen, dass sich Frauen in Hollywood mehr Gehör verschaffen und auf der Leinwand sichtbarer werden. Anschließend an den „kulturMontag“ am 6. März feiert das Porträt „Louise Fleck – Filmpionierin“ (23.15 Uhr) von Uli Jürgens TV-Premiere und begibt sich auf die Spuren jener in Vergessenheit geratenen interessanten Frauenpersönlichkeit, die als erste Filmregisseurin Österreichs bzw. – nach der Französin Alice Guy-Blaché – weltweit als zweite Frau in dieser Funktion gilt.

Braucht eine Frau zwingend einen Mann, um ein Kind zu bekommen? Und wird er automatisch zum Vater, wenn es zur Zeugung mit seinem Samen kommt? Filmemacherin Marina Belobrovaja hat einen radikalen Weg zur Mutterschaft gewählt, über den viele alleinstehende Frauen nachdenken, ihn aber doch nicht gehen. In der neuen „kreuz und quer“-Dokumentation „Menschenskind“ (7. März, 22.35 Uhr) setzt sie sich ausgehend von der Zeugungsgeschichte ihrer Tochter mit Hilfe eines Samenspenders mit den bestehenden gesellschaftlichen Vorstellungen, Rollenmustern und Konventionen rund um Elternschaft und Familie auseinander. „Sichtbar, stark und selbstbewusst: Neue Frauen – neue Männer!“ lautet am 8. März das Thema der „Barbara Karlich Show“ (16.00 Uhr): Was braucht es, um strukturelle Diskriminierung zu beenden, Fairness und Chancengleichheit zu erzielen, und welche Rolle spielen dabei die Männer?

Seit fast einem halben Jahr gehen mutige Frauen im Iran auf die Straße, um gegen das klerikal-faschistische Mullah-Regime zu protestieren. Was als Protest gegen den Tod einer jungen Frau in Polizeigewahrsam begann, ist mittlerweile eine Bewegung, die durch alle Schichten geht. Für die „WELTjournal“-Reportage „Iran – Frauen, Leben, Freiheit“ (8. März, 22.30 Uhr) hat Isabella Purkart mit Exil-Iranerinnen gesprochen, die den Aufstand ihrer Landsleute aus der Ferne unterstützen und akribisch dokumentieren: mit der Austro-Iranerin Shoura Hashemi, die täglich die neuesten Informationen über die Revolution auf Twitter stellt; mit der Deutsch-Iranerin und langjährigen Leiterin des ARD-Büros in Teheran, Natalie Amiri, und mit der iranischen Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, die im Exil in Großbritannien lebt.

Königin Esther ist eine der Hauptfiguren des gleichnamigen biblischen Buches, das zu Purim gelesen wird. Eine starke Frau, die vielen jüdischen Mädchen und Frauen imponiert. In „Religionen der Welt“ (11. März, 16.55 Uhr) begibt sich Sopranistin Shira Karmon musikalisch auf die Spuren von Esther und Purim. In „Was ich glaube“ (12. März, 16.55 Uhr) spricht die feministische Theologin und Genderforscherin Rita Perintfalvi über ungerechte Strukturen und deren Auswirkungen auf Glaube, Kirche und Gesellschaft. Anita Lackenbergers vom ORF-kofinanzierter Spielfilm „Vals“ (3. März, 0.05 Uhr) mit Gerti Drassl in der Hauptrolle und das TV-Drama „Hanne“ (8. März, 23.55 Uhr) mit Iris Berben als starke Frau im emotionalen Ausnahmezustand ergänzen das ORF2-Programmangebot.

ORF III mit Spielfilm „We Want Sex“ und „ORF III Donnerstag Nacht“

ORF III zeigt am Weltfrauentag Nigel Coles Spielfilm „We Want Sex“ (8. März, 22.30 Uhr) mit u. a. Sally Hawkins, Bob Hoskins, Miranda Richardson, Geraldine James und Rosamund Pike über Ford-Arbeiterinnen in den späten 1960er Jahren, die für gleichen Lohn für gleiche Arbeit kämpfen. Die „ORF III Donnerstag Nacht“ (9. März) steht ebenfalls ganz im Zeichen des Weltfrauentags: Zunächst feiert „Angelika Niedetzky – Der schönste Tag!“ (21.55 Uhr) Premiere im „Kabarett im Turm“. Danach zeigt „Soundcheck Österreich“ aus dem Globe Wien „Starke Stimmen, Starke Frauen“ (22.50 Uhr). Die von Virginia Ernst zum fünften Mal veranstaltete Konzertreihe „#WEARE“ wartet heuer erstmals auch mit Kabarett auf, etwa von „Salzburger Stier“-Preisträgerin Malarina oder den Kernölamazonen. Dazu geben Stars wie die Poxrucker Sisters, Katharina Straßer, Lizz Görgl, Lisa Pac, Erika Pluhar, die Schick Sisters und Virginia Ernst selbst ihre Hits zum Besten. Eine weitere Folge „Kabarett im Turm“ mit „Isabell Pannagl – Noch immer alles neu“ (0.25 Uhr) beschließt den Abend.

„Die Freischwimmerin“ am 8. März in 3sat, „Sichtbar, stark und selbstbewusst – Die Revolution der Frauen über 50“ in 3sat-Mediathek abrufbar

3sat bringt vom 5. bis 10. März einen Schwerpunkt zum Weltfrauentag – u. a. mit Holger Barthels Fernsehfilm „Die Freischwimmerin“ (8. März, 23.35 Uhr). In der 3sat-Mediathek ist zudem noch bis 31. März die Dokumentation „Sichtbar, stark und selbstbewusst – Die Revolution der Frauen über 50“ von Constanze Grießler und Franziska Mayr-Keber abrufbar.

Weltfrauentag im ORF.at-Netzwerk und im ORF TELETEXT

Auch das ORF.at-Netzwerk widmet sich dem Weltfrauentag, setzt den Fokus auf Fragen und zentrale Problembereiche bei der Gleichstellung und informiert über aktuelle Veranstaltungen und Initiativen. Die ORF-TVthek stellt die Sendungen des TV-Schwerpunkts live und on Demand bereit, sofern die entsprechenden Online-Lizenzrechte vorhanden sind. Außerdem stehen im Rahmen eines der ORF-TVthek-Videoarchive zahlreiche Porträts starker Frauen bereit. Der ORF TELETEXT informiert in seiner aktuellen Berichterstattung ebenfalls über den Weltfrauentag.

Flimmit: „StreaWOmen auf Österreichisch“

„StreaWOmen auf Österreichisch“ heißt es auch heuer wieder im März auf Flimmit (flimmit.at). Die Flimmit-Werkstattgespräche gehen in die zweite Runde. Gemeinsam mit Verena Altenberger, Schauspielerin und Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films, wirft Flimmit einen Blick hinter die Filmkulissen und spricht mit zehn neuen Interviewpartnerinnen u. a. über Arbeitsalltag und Arbeitsbilder. Mit dabei sind Schauspielerin Julia Cencig, Regisseurin und Drehbuchautorin Mirjam Unger und mit Cornelia Dworak erstmals auch eine Intimitätskoordinatorin. Unter flimmit.at ist außerdem eine „Hall of Female“ abrufbar, die rund 60 filmische Steckbriefe erfolgreicher Frauen aus der Filmbranche beinhaltet – darunter Adele Neuhauser, Ursula Strauss und Maria Happel.
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