Sofia de Salis überzeugt an der Flöte mit Klassikern der Kammermusik

Sofia de Salis, Iryna Krasnovska, Shades of Love

CD-Besprechung:

Shades of Love:  Works for Flute & Piano (ARS Produktion)

Sofia de Salis Flöte
Iryna Krasnovska Klavier

von Peter Sommeregger

Nach ihrem erfolgreichen Debütalbum „French Impressions“ von 2017 legt die russisch-schweizerische Flötistin Sofia de Salis mit diesen Einspielungen bereits ihre zweite CD vor.

Sofia de Salis erlangte ihr Konzert-Diplom mit Auszeichnung am Moskauer Konservatorium , setzte ihre Studien danach in Basel fort, zudem nahm sie Einzelunterricht bei verschiedenen renommierten Flötisten, darunter dem berühmten Aurèle Nicolet. Sie tritt sowohl als Solistin, als auch mit Orchestern auf, darunter dem Moscow Philharmonic und dem Neuen Orchester Basel.

Dem Dilemma, dass die Zahl der Stücke für Flöte in der Musikliteratur überschaubar ist, schafft die Künstlerin dadurch Abhilfe, dass sie die hier vorgestellten Kompositionen in für ihr Instrument angefertigten Transkriptionen wiedergibt.

So interpretiert sie die sogenannte „Arpeggione-Sonate“ von Franz Schubert, indem sie den Part des Arpeggione, eines der Gitarre, bzw. dem Cello ähnlichen Saiteninstrument, auf der Querflöte spielt. Die Wärme eines Cello-Tones kann die Querflöte zwar nicht erzeugen, aber schnell hört man sich in die veränderte Konstellation der Instrumente ein. In der aus der Ukraine stammenden Pianistin Iryna Krasnovska steht ihr auch eine adäquate Partnerin zur Verfügung.

Mit César Francks Sonate A-Dur für Violine und Klavier ist in transponierter Form eines der wichtigsten Kammermusik-Werke des belgischen Komponisten zu hören. Auch hier bedarf es eines Moments des Umdenkens und neu Hörens, aber die Qualität der Interpretation überzeugt.

Gleiches gilt für Robert Schumanns drei Romanzen für Oboe und Klavier, hier muss die Querflöte die Oboe ersetzen, aber auch diese Transkription wird überzeugend umgesetzt. Bei den Klavierstücken Schuberts, darunter auch sein berühmtes „Ständchen“, wirkt die Hinzufügung des zweiten Instruments vielleicht nicht ganz so überzeugend.

Die Einspielungen erscheinen mit einem umfangreichen Booklet, das auch Fotos und Biographien der beiden Künstlerinnen enthält. Der Titel „Shades of Love“ ist nicht unbedingt einleuchtend, stört aber den positiven Gesamteindruck nicht.

Für Liebhaber des Instruments Flöte ist diese CD sicherlich eine lohnende Anschaffung.

Note 2

The recordings appear with a comprehensive booklet, which also contains photos and biographies of the two artists. The title „Shades of Love“ is not necessarily obvious, but does not disturb the overall positive impression. For lovers of the instrument flute, this CD is certainly a worthwhile purchase.

Peter Sommeregger, 13. Juni 2019, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

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