Kirill Petrenko © Wilfried Hösl
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 18. APRIL 2026
Berlin/Philharmonie
Kirill Petrenko schmiedet „Das Rheingold“ ohne die üblichen Verdächtigen
Dieses Ensemble der Spitzenklasse und die von Petrenko entfaltete orchestrale Pracht rissen das Publikum für den Schlussapplaus förmlich von den Stühlen. Zwanzig Minuten Standing Ovations dankten für einen Abend, der in die Annalen des Orchesters eingehen wird.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Wien
Sommernachtskonzert: Die Philharmoniker holen Viotti und Terfel
Am 19. Juni präsentiert man vor Schloss Schönbrunn ein breites Spektrum zwischen Musical, Operette, Oper und Symphonik. – Lange schien das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker auf der Kippe, nachdem die Stadt Wien ihre Förderung von 250.000 Euro einstellen wollte. Nachdem man nun aber immerhin 100.000 Euro zum Gratiskonzert besteuert, präsentierte das Spitzenorchester am Donnerstag sein Programm für das weltweit übertragene Megaevent vor Schloss Schönbrunn, das am 19. Juni stattfinden wird. Starbassbariton Bryn Terfel und erstmals Lorenzo Viotti am Pult sind dabei mit von der Partie.
DerStandard.at
Volksoper will „gegen den Zynismus kämpfen“ und „so sparsam wie möglich“ sein (Bezahlartikel)
10 Premieren bietet das Haus in der kommenden Saison, die von Chicago bis in den Wiener Schrebergarten reichen. „Das Publikum geht den Weg mit uns“.
Kurier.at
Die Volksoper 2026/27: Nicht nur die „Sieben Todsünden“ (Bezahlartikel)
Operette und Austropop, Musicals und Familienstücke, aber auch Opern von Mozart, Puccini und Strauss: Was Lotte de Beer für das Haus am Gürtel plant.
DiePresse.com
Wien/Konzerthaus
Tod und Verklärung: Sir Simon Rattles Rückkehr mit Mahler (Bezahlartikel)
Standing Ovations im Wiener Konzerthaus für die Wiener Philharmoniker unter Sir Simon Rattle mit Gustav Mahlers Neunter Symphonie DiePresse.com
Haydn im Musikverein
Furiose Frischzellenkur zum 300. Geburtstag Es ist ein Langzeitprojekt, das Giovanni Antonini sich vorgenommen hat. Sein furioses Konzert im Musikverein am Mittwoch brachte ihn seinem Ziel wieder ein kleines Stück näher.
krone.at
Dueñas und Malofeev im Konzerthaus:
Genies, Gegensätze und das große Ganze Die Geigerin Maria Dueñas und der Pianist Alexander Malofeev im Konzerthaus. Sie dunkelhaarig, in glitzerndes Gold gekleidet und aufrecht; er weißblond, von luftigem Schwarz umspielt und mit schlenkerndem Gang. Ohne Zweifel: Bei ihrem Duoabend im Konzerthaus waren Maria Dueñas und Alexander Malofeev optisch ziemlich gegensätzlich unterwegs. Musikalisch auch? Ja. Fesselte die Geigerin mir ihrem dichten, dringlichen wie sinnlichen Ton, so verlor sich der Pianist nur allzu gern in superflauschigen, hauchzarten Klangwolkenwelten.
DerStandard.at
Wien/Staatsoper
„Simon Boccanegra“: Große Stimmkraft und ein packendes Finale
Die Staatsoper ist in eine neue Spielserie von Verdis „Simon Boccanegra“ gestartet. Mit Eleganz überzeugen vor allem der Regie-Klassiker von Peter Stein und das Dirigat von Marco Armiliato. Ludovic Tézier steigert sich bei seinem Wiener Rollendebüt in der Titelpartie.
krone.at
Venedig
Richard-Wagner-Museum soll in Venedig eröffnet werden
Bayreuth und Venedig rücken näher zusammen. In der italienischen Lagunenstadt entsteht ein Richard-Wagner-Museum. Den Startschuss für die kulturelle Zusammenarbeit beider Städte ist bereits 1994 gefallen. Vor ein paar Wochen haben Vertreter von mehreren Kulturorganisationen ein Abkommen zur Zukunft der Wagner-Räume im Palazzo Calergi in Venedig unterzeichnet. Damit nimmt das Museum jetzt konkrete Züge an. Geplant ist, dass es ab 2027 offiziell Teil des städtischen Museum-Netzwerks ist. Damit werde ein Ort geschaffen, um eine schon lange vereinbarte Zusammenarbeit von Venedig und Bayreuth mit Ausstellungen, einzelnen Ausstellungsstücken und dem Austausch von Konzerten und Vortragsveranstaltungen mit Leben zu füllen, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Der Komponist Richard Wagner ist am 13. Februar 1883 in Venedig gestorben.
mainwelle.de
Zürich/Opernhaus
Arabella: SS-Offiziere befremden in dieser konventionellen Inszenierung in Zürich
Dass es in dieser musikalisch vollendeten „Arabella“ von SS-Offizieren in SS-Galauniformen nur so wimmelt, befremdet und verwirrt in dieser sonst sehr konventionellen Inszenierung in der aufwendigen Kulisse eines altmodischen Grand Hotels. Dieses verkörpert existentielle Instabilität und Heimatlosigkeit des seiner verschwenderischen Spielleidenschaft verfallenen Grafen Waldner mit seinen beiden zu verheiratenden Töchtern Arabella und Zdenka.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de
Bremen/Konzerthaus „Die Glocke“
So mitreißend und erfrischend unterhaltsam können Mozart und Schubert sein!
An Haydn, Beethoven, Schumann und Brahms haben sie sich bereits erfolgreich abgearbeitet. Jetzt also ist Schuberts sinfonisches Œuvre an der Reihe. Da mag man vor allem an die Unvollendete oder die Große C-Dur-Sinfonie denken. Aber nein: Die Deutsche Kammerphilharmonie und ihr Chefdirigent Paavo Järvi starten in nahezu chronologischer Reihenfolge.
Weil es sich bei der Ersten und Dritten um Jugendwerke des noch nicht einmal 18-jährigen Komponisten handelt, der gemeinhin vorrangig mit seinem großen Liedschaffen in Verbindung gebracht wird, und weil seine frühen Sinfonien noch dazu nicht unbedingt für den großen Konzertsaal, sondern für ambitionierte Laienorchester komponiert wurden, könnte man zunächst einmal einen eher simpel gestrickten Tonsatz erwarten.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de
Wien/Konzerthaus
Mendelssohn und Beethoven stimmen im Wiener Konzerthaus auf den Frühling ein
Mit dem Konzert, zu dem die Camerata Salzburg unter der Leitung von Maxim Emelyanychev am 14. April 2026 in den Großen Saal des Wiener Konzerthauses geladen hatte, blühte in der österreichischen Hauptstadt der Frühling auf. Die Stimmung, in die der 20-jährige Felix Mendelssohn-Bartholdy auf seiner Reise zur Fingalshöhle versetzt worden war und die er unnachahmlich in seiner Konzertouvertüre Die Hebriden in Tönen konservierte, wurde ab dem ersten Bogenstrich für jeden einzelnen Besucher des ausverkauften Saals erlebbar.
Von Kathrin Schumann
Klassik-begeistert.de
Graz
Hieb- und stichfest – und inklusiv
Der Komponist Ralph Benatzky hat vor rund 100 Jahren den drei Musketieren eine flotte Operette gewidmet. Diese kommt nun in einer ganz besonderen Inszenierung auf die Studiobühne der Grazer Oper: als inklusives Theater-Erlebnis von Menschen mit und ohne Behinderung.
steiermark.orf.at
Berlin
Mirga Gražinytė-Tyla debütiert bei den Berliner Philharmonikern: Blitzschnell, aus großer Ruhe heraus (Bezahlartikel)
Sie leitete als erste Frau ein Abokonzert in Wien, jetzt gibt sie ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Mit dabei: das Klavierkonzert von John Williams.
Tagesspiegel.de
München
Berliner Staatskapelle in München: Thielemann zwischen Geheimnis und Gewitter
Zwei Konzerte in einem Abend: Christian Thielemann und die Staatskapelle Berlin kamen am Donnerstagabend zu ihrem gemeinsamen Antrittsbesuch in die Münchner Isarphilharmonie. Sie brachten selten gespielte Orchesterlieder von Strauss sowie Beethovens „Pastorale“ mit. Ein Programm voller Kontraste, das das Publikum begeisterte.
BR-Klassik.de
Manfred Honeck beim BRSO: Flexibilität für kurzfristigen Einsatz
Manfred Honeck springt für Joana Mallwitz als Dirigent beim BRSO ein – und tauscht Weill und Hindemith gegen Hadyn und Beethoven.
BR-Klassik.de
Fulminantes Konzert mit dem BR-Symphonieorchester: Manfred Honeck vertritt Joana Mallwitz – und triumphiert (Bezahlartikel)
Ein Dirigent, der Maßstäbe setzt: Manfred Honeck springt für die erkrankte Joana Mallwitz ein – und macht aus einem BR-Symphoniker-Abend mit Haydn, Prokofjew und Beethoven ein Ereignis der Extraklasse.
SueddeutscheZeitung.de
Pablo Heras-Casado beim Staatsorchester: „Debüt ist immer ein besonderer Moment“
Pablo Heras-Casado gibt sein Debüt beim Bayerischen Staatsorchester mit Brahms und Berlioz. Ein aufregender Moment, sagt Heras-Casado. Er ist überzeugt: Beim Dirigieren und im Umgang mit Menschen helfe es, viel auszuprobieren.
BR-Klassik.de
Nürnberg/Meistersingerhalle
Kritik Grigory Sokolov in Nürnberg: Meisterhaftes Klavier-Recital
Bühnenpräsenz ohne Showeffekte: In der Nürnberger Meistersingerhalle zeigt Grigory Sokolov, wie Beethoven und Schubert zu neuem Leben erwachen.
BR-Klassik.de
Hamburg
Interview mit Tenor Jonathan Tetelman vor Auftritt in Hamburg
„Diese Stimme gehört der Zukunft“ – „Das Publikum ist hingerissen“ und „Wenn er aufmacht beim Singen, britzeln manche Töne so richtig schön auf dem Trommelfell, wie es wirklich nur bei den besten Sängern passiert!“ Egal, was man über Jonathan Tetelman liest: es sind ausnahmslos nur Superlative. Manche nennen ihn sogar den neuen Pavarotti. Letztes Jahr im Sommer hat der US-amerikanisch-chilenische Tenor sein Debüt in der Elbphilharmonie gegeben – jetzt kommt er zum zweiten Mal nach Hamburg. Am 17. April, ist er erneut in der Elbphilharmonie zu erleben. Auf dem Programm stehen Opern-Arien und neapolitanische Lieder. Wir sprechen mit ihm über Konzerte mit Arien-Flickenteppichen und wie er mit dem Druck umgeht, von jetzt auf gleich zum „Jahrhunderttenor“ erkoren zu werden
ndr.de
Münster
Wo Poesie zu Klang wird: Brittens „Sommernachtstraum“ am Theater Münster
Hochzeitsfeiern generieren Rekordumsätze und die Durchschnittsdauer von Beziehungen schrumpft. Eine äußerst riskante, aber erfolgversprechende Gegenmaßnahme zeigt die Regisseurin Cordula Däuper am Theater Münster in Benjamin Brittens „A Midsummer Night’s Dream“. Golo Berg stößt mit dem Sinfonieorchester Münster in die durchsichtigen Abgründe der Partitur vor: Feines Zusammenspiel aus farbiger Leichtigkeit und existentiellem Ernst.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Dortmund
Oper, Ballett und Philharmoniker des Theater Dortmund stellen Spielpläne 2026/2027 vor
Die Musiktheater-Sparten des Theaters Dortmund präsentieren ein vielseitiges Programm für die Spielzeit 2026/2027. Bei Oper, Ballett und Philharmonikern treffen prominente Titel, markante künstlerische Handschriften und visionäre neue Zugänge für unterschiedliche Publika aufeinander – von Rebecca, Brünnhilde brennt und Tannhäuser über Dracula, Faust und Der kleine Prinz bis zu den Philharmonischen Konzerten, dem Festival Beethoven NOW! und breigefächerten Formaten in der Stadtgesellschaft.
opernmagazin.de
Tonträger
Jonas Kaufmann singt heitere Lieder: „Leider ist es die richtige Zeit für Operetten“
Der große Tenor im Gespräch über seine Tour mit Hits der „Leichten Muse“, seine Frustration über das Regietheater, das Ende des Plattenmarktes und doppelte Kaufmänner im Netz DerStandard.at
Nachruf
1945–2026: Pianist Oleg Maisenberg verstorben
Der Pianist Oleg Maisenberg ist am Donnerstag 80-jährig verstorben. Das teilte das Wiener Konzerthaus am Abend in einer Aussendung mit. Ab 1998 wirkte der im ukrainischen Odessa geborene Künstler auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
DerStandard.at
Oleg Maisenberg ist tot: Der Meister des seelenvollen Klavierklangs (Bezahlartikel)
Im 81. Lebensjahr starb ein außerordentlicher Künstler: Keiner konnte sein Publikum mit Klavierklängen so vollständig verzaubern wie Oleg Maisenberg.
DiePresse.com
Links zu englischsprachigen Artikeln
Hamburg
„Frauenliebe und -sterben“: Tobias Kratzer creates a pasticcio of domestic shadows in Hamburg
bachtrack.com/de
Prag
Prague National Theatre Appoints New Music Director
The Czech conductor Robert Kružík will assume the role as of the 2028 season
theviolinchannel.com
Liège
Saioa Hernández, Maxim Mironov, Nino Machaidze, Nina Minasyan, Lianna Haroutounian & Luca Micheletti Lead Opéra Royal de Wallonie-Liège’s 2026-27 Season
operawire.com
London
Classical music at London’s Barbican in 2026-2027
seenandheard-international.com
„Rinaldo“ Sallies Forth at the Royal Academy of Music
operatoday.com
New York
Buniatishvili’s recital offers more showmanship than insight
Khatia Buniatishvili performed a recital at Carnegie Hall Wednesday night.
newyorkclassicalreview.com
Boston
BPO Bids Farewell to Mahler Three
classical-scene.com
San Francisco
Bach to Bach: An invigorating double bill at the San Francisco Symphony challenges how Bach “should” be performed.
parterre.com
Recordings
Tchaikovsky’s Fifth Symphony: A Guide to the Greatest Recordings
„For this Collection, I’ve listened to around 90, a goodly number but probably more than is wise for your mental health.“
gramophone.co.uk
Samuel Hasselhorn: Schubert Hoffnung review – timbral and emotional flexibility is in ample supply
TheGuardian.com
Gramophone Editor’s Choice: May 2026 – The best new classical recordings
gramophone.co.uk
Medien/Song Contest
Österreich
ASFINAG begrüßt ESC Gäste mit „Willkommen in Wien“-Plakaten entlang der A 4
Internationale Willkommensgrüße auf Österreichs wichtigster Einfahrtsroute zum Eurovision Song Contest. Anlässlich des Eurovision Song Contest begrüßt die ASFINAG gemeinsam mit dem Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Peter Hanke, die Teilnehmer:innen und Gäste des ESC in Wien. Entlang der zentralen Einfahrtsroute vom Flughafen Wien-Schwechat bis in die Wiener Innenstadt, der A 4 Ostautobahn, wurden heute eigens gestaltete „Willkommen-in-Wien“-Plakate enthüllt.
ots.at
Sport
Von Zug erfasst! Tragödie um Ex-Nationaltorwart Alexander Manninger
Tödlicher Unfall in Nußdorf am Haunsberg (Salzburg)! Eine Garnitur der Lokalbahn erfasste am Donnerstagmorgen einen Pkw. Das Auto wurde mehrere Meter mitgeschleift. Am Steuer: der frühere National-Torwart Alexander Manninger. Für den 48-Jährigen kam jegliche Hilfe zu spät.
krone.at
Politik
Iran öffnet wieder die Straße von Hormuz
Außenminister Abbas Araghtschi erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X: „Im Einklang mit der Waffenruhe im Libanon wird für die Dauer dieser die Straße von Hormuz für alle Handelsschiffe geöffnet.“ Zuvor hatte die Führung in Teheran die Einstellung der israelischen Angriffe auf den Süden Libanons gefordert. Die genauen Schifffahrtsrouten obliegen den Angaben des iranischen Ministers zufolge der Schifffahrtsbehörde des Landes und den jeweiligen Häfen.
Ungarn
Leitartikel: Ein Machtwechsel ist noch lange kein Ideologiewechsel
Ungarn hat Viktor Orbán abgewählt. Der Machtwechsel nährt in Europa große Hoffnungen – und zugleich stellt sich einmal mehr die Frage, ob sich ein politisch tief nach rechts verschobenes Land so schnell korrigieren lässt.
news.at
Österreich
Razzia bei Ex-Signa-Aufsichtsrat Alfred Gusenbauer – Ermittlungen wegen Untreue und Betrug in Millionenhöhe
Die Wohnungen des ehemaligen Signa-Beraters und Ex-Bundeskanzlers werden von Ermittlern der Soko Signa durchsucht. Die WKStA ermittelt wegen Untreue und betrügerischer Krida. Der ehemalige Bundeskanzler (SPÖ) befindet sich im Visier der Ermittler. Es geht um Ermittlungen wegen Untreue in Höhe von zehn Millionen Euro.
DiePresse.com
Europäische Union
„Wenn der Westen einen Regime-Change in Russland will, muss er Sanktionen aufheben“
Er war einst Berater für den Kreml, später schrieb er das Wahlprogramm eines oppositionellen Präsidentschaftskandidaten. Im Interview erklärt Vladislav Inozemcev, warum die Milliardeneinnahmen durch den hohen Ölpreis Russland wenig helfen, welches neues Phänomen in der dortigen Wirtschaft stattfindet – und welchen Riss in der russischen Elite der Westen nützen sollte.
DiePresse.com
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Unter’m Strich
Öl und Gas fallen: Hormuz-Öffnung lässt Preise abstürzen
Entspannung am Energiemarkt: Nach der Öffnung der wichtigen Ölroute durch den Iran fallen die Preise deutlich. Öl und Gas reagieren sofort auf die neue Lage. Für Verbraucher könnte das spürbare Folgen haben.
oe24.at
„Größte Energiekrise“. Kerosin knapp: Europas Lager „in 6 Wochen leer“
Laut dem Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat Europa nur noch für sechs Wochen Kerosin zur Verfügung. Sollten wegen des Iran-Krieges weiterhin die Öllieferungen blockiert bleiben, könnte es zu Flugausfällen kommen.
krone.at
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. APRIL 2026)
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. APRIL 2026)
Quelle: onlinemerker.com
Barcelona probt derzeit WERTHER mit Xabier Anduaga und Kristina Stanek
Últims dies a la sala d’assaig. El Werther de Xabier Anduaga pren forma abans de passar a l’escenari del Liceu. El seu debut en aquest rol, un dels grans del repertori francès, marca aquesta nova producció de Christof Loy.
Al seu costat, Kristina Stanek debuta també el paper de Charlotte.

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Spielplan
Samstag, 02. Mai 2026, 19:00 Uhr
Montag, 04. Mai 2026, 19:30 Uhr
Dienstag, 05. Mai 2026, 19:30 Uhr
Donnerstag, 07. Mai 2026, 19:30 Uhr
Freitag, 08. Mai 2026, 19:30 Uhr
Sonntag, 10. Mai 2026, 17:00 Uhr
Montag, 11. Mai 2026, 19:30 Uhr
Donnerstag, 14. Mai 2026, 19:30 Uhr
Samstag, 16. Mai 2026, 19:00 Uhr
Sonntag, 17. Mai 2026, 18:00 Uhr
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Wiener Volksoper: Spielplanvorstellung am Sonntag, 19. April als Stream zu sehen
Am Sonntag, 19. April 2026 präsentiert Volksoperndirektorin Lotte de Beer gemeinsam mit der Direktorin des Wiener Staatsballetts Alessandra Ferri und dem Kaufmännischen Geschäftsführer der Volksoper Christoph Ladstätter das Programm für die Saison 2026/27 an der Volksoper Wien. Der Spielplan der kommenden Saison wird mit einem künstlerischen Rahmenprogramm auf der Bühne der Volksoper vorgestellt.
Mitwirkende sind u. a. Katia Ledoux, Juliette Khalil, Hannah Fheodoroff, Hannah Severin, Mila Schmidt, Laszló Benedek, Sona MacDonald, Wallis Giunta, Ruth Brauer-Kvam, Mira Alkhovik, Timothy Fallon, Oliver Liebl u.v.m.
Die Saisonpräsentation wird auch via YouTube-Stream live übertragen:
→ Livestream-Link: https ://www.youtube .com/live/6ZNMXcp2umM
→ Datum: Sonntag, 19. April 2026
→ Beginn: 11:00 Uhr
Volksoper 2026/27
Saison 2026/2027 -Premieren:
RONJA RÄUBERTOCHTER
Von Astrid Lindgren
Familienstück mit Musik
Für die Bühne bearbeitet von Stephan Lack
Musik von Kyrre Kvam
Musikalische Arrangements und Orchestrierung von Keren Kagarlitsky
In deutscher Sprache
→ Uraufführung am Sonntag, 20. September 2026, 11:00 Uhr
Musikalische Leitung Keren Kagarlitsky/Maayan Franco
Regie Ruth Brauer-Kvam
Bühnenbild Monika Rovan
Kostüme Alfred Mayerhofer
Licht Alex Brok
Video Roman Hansi
Sounddesign Martin Lukesch
Dramaturgie Nina Moebius
Ronja Hannah Severin/Ayaka Koshida
Birk Eike Onyambu/Johannes Brand
Mattis Juergen Maurer
Lovis Rebecca Nelsen
Glatzen-Per Reini Moritz
Klein-Klipp Nicolaus Hagg
Fjosok Martin Enenkel
Tjegge Ayaka Koshida/Jennifer Pöll
Borka Daniel Ohlenschläger
Undis Ursula Pfitzner
Borkabande/Ensemble Johannes Brand, Ehab Eissa, Demi Hubers, Maximilian Klakow, James Park,
Jennifer Pöll
Beatboxer Georg Haselböck
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CHICAGO
Ein Musical-Vaudeville
Buch von Fred Ebb & Bob Fosse
Musik von John Kander
Liedtexte von Fred Ebb
Nach dem Theaterstück Chicago von Maurine Dallas Watkins
Deutsch von Erika Gesell und Helmut Baumann
Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin
CHICAGO is presented by special arrangement with Samuel French, Inc., New York
In deutscher Sprache mit englischen Songs und deutschen und englischen Übertiteln
Premiere am Samstag, 24. Oktober 2026
Musikalische Leitung Gareth Valentine/Maayan Franco
Regie Lotte de Beer
Choreografie Arielle Smith
Bühnenbild Christof Hetzer
Kostüme Jorine van Beek
Licht Alex Brok
Choreinstudierung Roger Díaz-Cajamarca
Dramaturgie Lisa Kerlin
Velma Kelly Myrthes Monteiro
Roxie Hart Bettina Mönch/Juliette Khalil
Mama Morton Katia Ledoux/Stefanie Dietrich
Billy Flynn Lionel von Lawrence/Peter Lesiak
Amos Hart Jakob Semotan/Samuel Türksoy
Mary Sunshine Martina Dorak/Ursula Pfitzner
Mit Malick Afocozi, Kilian Berger, William Briscoe-Peake, Katharina Gorgi, Thomas Höfner, Roberta Monção, Wei Ken Liao, Gemma Nha, Maria Pambori, Kevin Perry, Jamie Petutschnig, Tara Randell, Rico Salathé, Isabel Saris, Samuel Türksoy
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Richard Heuberger (1850–1914)
DER OPERNBALL
Operette in drei Akten
Libretto von Victor Léon und Heinrich von Waldberg nach dem Lustspiel
Les dominos roses von Alfred Delacour und Alfred Hennequin
Neufassung von Moritz Franz Beichl und Andreas Kouba
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
→ Premiere am Samstag, 5. Dezember 2026
Musikalische Leitung Jakob Lehmann
Regie Moritz Franz Beichl
Bühnenbild Monika Rovan
Kostüme Astrid Klein
Choreografiev Lukas Strasser
Choreinstudierung Holger Kristen
Dramaturgie Sophie Jira
Georges Duménil Carsten Süss
Marguérite, seine Frau Annette Dasch/Ursula Pfitzner
Paul Aubier Jakob Semotan
Angèle, seine Verlobte Lauren Urquhart
Henriette, Angèles Schwester Hannah Fheodoroff
Hortense, Kammermädchen Juliette Khalil
Palmira Beaubuisson, Tante von Angèle und Henriette Ulrike Steinsky
Theophil, ihr Mann Martin Winkler
Colette Wamplinger Paula Nocker
Philippe, Oberkellner Nicolaus Hagg
Jean, Kellner Skye MacDonald
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Michel Fokine / Maurice Béjart / Angelin Preljocaj / George Balanchine / Jerome Robbins
MASTERPIECES FOR TWO
→ Premiere am Samstag, 16. Jänner 2027
Le Spectre de la Rose
Choreografie Michel Fokine
Musik Aufforderung zum Tanz op. 65 (J 260) von Carl Maria von Weber
Orchestrierung Hector Berlioz
Kostüme Jean-Michel Lainé
Le Chant du compagnon errant
Choreografie Maurice Béjart
Musik Lieder eines fahrenden Gesellen von Gustav Mahler
Kostüme und Licht Joëlle Roustan und Roger Bernard Bariton Josef Wagner/Daniel Schmutzhard
Annonciation
Choreografie Angelin Preljocaj
Musik Crystal Music von Stéphane Roy und Magnificat RV 610 von Antonio Vivaldi*
Kostüme Nathalie Sanson
Licht Jacques Châtelet
Variations Pour une Porte et un Soupir
Choreografie George Balanchine © The George Balanchine Trust
Musik 14 Kompositionen aus Variations pour une porte et un soupir von Pierre Henry*
Bühne und Kostüme Rouben Ter-Arutunian
Licht Ronald Bates
Afternoon of a Faun
Choreografie Jerome Robbins © The Robbins Rights
Trust
Musik Prélude à l’après-midi d’un faune von Claude Debussy
Bühne und Licht Jean Rosenthal
Kostüme Irene Sharaff
Musikalische Leitung: Luciano Di Martino
Orchester der Volksoper Wien
*Musik vom Band
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ZUR HEISSEN ZITRONE
Austro-Pop in der Vop
Idee und Buch von Julia Edtmeier und Jakob Semotan
Mit Hits der Interpret:innen Wolfgang Ambros, Bilderbuch, Maria Bill, Arik Brauer, Horst Chmela, Georg Danzer, Ludwig Hirsch, Voodoo Jürgens, Ernst Molden, STS, Stefanie Werger, u.v.a. In österreichischer Alltagssprache mit englischen Übertiteln
→ Uraufführung am Samstag, 20. Februar 2027
Musikalische Leitung & Arrangements Christian Frank
Regie Julia Edtmeier
Bühnenbild Kaja Dymnicki
Kostüme Almasa Jerlagic
Choreografie Lukas Strasser
Sounddesign Martin Lukesch
Dramaturgie Lisa Kerlin
Mit Katharina Dorian, Franz Frickel, Nicolaus Hagg, Peter Lesiak, Oliver Liebl, Sona MacDonald, Marina Petkov, Jakob Semotan u. a.
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Kurt Weill (1900–1950) / Giacomo Puccini (1858–1924)
DIE SIEBEN TODSÜNDEN / GIANNI SCHICCHI
Ballett mit Gesang in sieben Bildern, Prolog und Epilog
Text von Bertolt Brecht
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper in einem Akt
Libretto von Giovacchino Forzano nach Versen aus La Divina Commedia von Dante Alighieri
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
→ Premiere am Mittwoch, 3. März 2027
Musikalische Leitung Robert Houssart
Regie Rachael Hewer
Bühnenbild & Kostüme Leanne Vandenbussche
Video Sasha Balmazi-Owen
Licht Alex Brok
Dramaturgie Magdalena Hoisbauer
Die sieben Todsünden
Anna I Wallis Giunta
Die Familie Daniel Ohlenschläger, Seiyoung Kim/ Aaron-Casey Gould, Carsten Süss, Alexandre Beuchat
Gianni Schicchi
Gianni Schicchi Misha Kiria/Marco Di Sapia
Lauretta, seine Tochter Chelsea Guo/Mira Alkhovik
Zita, Buosos Cousine Jasmin White
Rinuccio, ihr Neffe Seiyoung Kim/Aaron-Casey Gould
Gherardo, Buosos Neffe Carsten Süss
Nella, seine Frau Anita Götz
Betto di Signa, Buosos Schwager Pablo Santa Cruz
Simone, Buosos Vetter Daniel Ohlenschläger
Marco, sein Sohn Alexandre Beuchat
La Ciesca, Marcos Frau Wallis Giunta
Maestro Spinelloccio, Arzt Marco Di Sapia
Amantio di Nicolao, Notar Felix Pacher
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Jerry Herman (1931–2019) & Michael Stewart (1924–1987)
HELLO, DOLLY!
Eine musikalische Komödie
Musik und Gesangstexte von Jerry Herman
Buch von Michael Stewart nach The Matchmaker von Thornton Wilder
Deutsch von Robert Gilbert
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
→ Premiere am Samstag, 3. April 2027
Musikalische Leitung Michael Papadopoulos/Maayan Franco
Regie Martin G. Berger
Choreografie Marie Christin Zeisset
Bühnenbild Sarah Katharina Karl
Kostüme Esther Bialas
Video Jakob Brossmann
Licht Fabian Grohmann
Choreinstudierung Roger Díaz-Cajamarca
Dramaturgie Philipp Amelungsen
Dolly Gallagher Levi Ruth Brauer-Kvam
Horace Vandergelder Roland Koch
Cornelius Hackl Peter Lesiak
Barnaby Tucker Oliver Liebl
Irene Molloy Julia Koci
Minnie Fay Juliette Khalil
Rudolph/Richter Martin Enenkel
Ernestina Money Ursula Pfitzner
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
COSÌ FAN TUTTE ossia La scuola degli amanti
Dramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Lorenzo da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
→ Premiere am Samstag, 22. Mai 2027
Musikalische Leitung Leo Hussain
Regie Lotte de Beer
Bühnenbild Richard Peduzzi
Kostüme Jorine van Beek Licht Alex Brok
Choreinstudierung Roger Díaz-Cajamarca
Dramaturgie Christian Longchamp
Fiordiligi Matilda Sterby/Mira Alkhovik
Dorabella Annelie Sophie Müller
Guglielmo Josef Wagner/Pablo Santa Cruz
Ferrando Timothy Fallon
Despina Jaye Simmons/Ulrike Steinsky
Don Alfonso Daniel Schmutzhard/Marco Di Sapia
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Eno Peci (*1982) / Alberto Alonso (1917–2007)
CARMEN SUITE
Premiere am Samstag, 12. Juni 2027
Burden Loops (Uraufführung)
Choreografie Eno Peci
Musik Violinkonzert Nr. 1 von Philip Glass
Bühnenbild & Kostüme Diego Rojas Ortiz
Licht Johannes Schadl
Carmen Suite
Choreografie & Libretto Alberto Alonso nach der Novelle von Prosper Mérimée & dem Libretto von Henry Meilhac & Ludovic Halévy für die gleichnamige Oper von Georges Bizet
Musik Rodion Schtschedrin nach dem Original von Georges Bizet
Bühnenbild & Kostüme Salvador Fernández nach dem Original von Boris Messerer
Musikalische Leitung Christoph Altstaedt
Orchester der Volksoper Wien
mmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
Philippe Boesmans (1936–2022)
REIGEN
Oper in zehn Szenen
Libretto von Luc Bondy (1948–2015) nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Arthur Schnitzler
Produktion des Studio V
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
→ Premiere am Samstag, 26. Juni 2027 im MuTh am Augarten
Musikalische Leitung Keren Kagarlitsky
Regie Annette Dasch
Bühne und Kostüme Matthias Dielacher
Mit Fabián García, Alfred Mitchell, Tomos Owen Jones, Felix Pacher, Sophie Patterson, Jamie Petutschnig, Janice Van Roo
Renate Wagner
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ST.PÖLTEN/ Festspielhaus: Das Hessische Staatsballett mit Choreografien von David Raymond & Tiffany Tregarthen, Marco Goecke und Imre & Marne van Opstal
Dieser hier als Österreich-Premiere gezeigte eineinhalbstündige Abend dringt mit drei Stücken von einem Choreografen und zwei Choreografen-Teams tief ein in oft unbewusste, dennoch oder gerade deswegen wirkmächtige Thematiken des menschlichen Seins. Das Hessische Staatsballett unter der Leitung seines Direktors Bruno Heynderickx entführt in wegen ihrer ästhetischen Ansätze drei höchst unterschiedliche, auf einer tiefen Ebene doch miteinander verwandte tänzerische Welten: Befunde menschlicher Existenz.
David Raymond & Tiffany Tregarthen: „Force Majeure“
Höhere Gewalt wirkt verschiedentlich. Kriege und Naturkatastrophen sind Subjekte meist ausschließender vertraglicher Vereinbarungen. Ebenso dem eigenen Einflussbereich entzogen scheinen Lebensumstände, denen wir allein durch unsere Geburt ausgesetzt wurden, sind und werden. Das Grund-Gefühl des Geworfen-Seins in die Welt und damit das Ausgeliefert-Sein an Kräfte außerhalb unserer Macht sind fundamentale Rahmenbedingungen der menschlichen Existenz. Sind diese Kräfte auch innere? Wie begegnen ihnen der Einzelne und Gemeinschaften?

Hessisches Staatsballett: „Force Majeure“ © De-Da Productions
Das kanadische ChoeografInnen-Duo David Raymond und Tiffany Tregarthen, international tätig, bereits mehrfach geehrt und seit 2021 für große Kompanien choreografierend, stellt eine vom Sein geplagte Frau fast nackt und allein auf die Bühne, bevor ihr eine zweite, schwarz gekleidete in ein ebensolches Kleid hilft. Machtlos Einsame werden tröstend vom sozialen Umfeld aufgefangen.
Intrapsychische individuelle Konflikte und die Flucht in die Zweisamkeit oder Gemeinschaft bestimmen das Geschehen. Alle suchen nach lebbaren Konzepten, mal hektisch, dann beinahe kontemplativ. Objekte, ein entwurzelter Baum und mit der Gruppe wild rotierende Tische, die Musik der französischen Komponistin Angèle David-Guillou, das Klavier wird zuweilen von Streichern und Bläsern begleitet, sowie das fast mystische Licht von James Proudfoot schaffen Düsternis und bedrückendes Ambiente.
In dem suchen die zwölf Figuren nach Halt und Antworten. Allein für sich, bei und mit einem temporären Partner, in der Gruppe. Dynamischer Tanz, von Freezes unterbrochen, zärtliche Duette und Soli, die die Verunsicherung nach der Vertreibung aus dem Paradies in Tanz gießen, gehen unter die Haut. Wie verloren sie sich fühlen und wie konsolidiert diese Befindlichkeit schon ist, wird auch in einem zerfallenden Duett spürbar.

Hessisches Staatsballett: „Force Majeure“ © De-Da Productions
Die 18 Minuten, die diese Stück dauert, wirken. Wie sehr der Schmerz sie niederdrückt und alles Lebendige sanft umhüllt, wie groß die Sehnsucht ist nach einem Ankommen und zu Hause Sein im Außen und in sich, und wie lähmend einsam jeder ist in lärmender Menge, das vermittelt „Force Majeure“ beeindruckend direkt. Ein Schleier aus Melancholie liegt über ihrem Streben. Vergeblichkeit scheint ihr Schicksal zu bleiben. Das Publikum schien sich zu spüren darin. Und jubelte.
Marco Goecke: „Midnight Raga“
Nur zehn Minuten lang ist dieses für zwei Männer choreografierte Stück. Zu Musik des ikonischen indischen Sitar-Spielers und Komponisten Ravi Shankar (1920-2012) und der US-amerikanischen Blues-, Soul- und Jazz-Sängerin Etta James tanzen die beiden Ausnahme-Tänzer Ramon John und Marcos Novais in der, wie sie genannt wird, „nervösen Bewegungssprache“ des international gefragten, gefeierten und vielfach ausgezeichneten deutschen Choreografen Marko Goecke.

Hessisches Staatsballett: „Midnight Raga“ © De-Da Productions
Nur mit langen dunkelblauen Hosen bekleidet werden die nackten Oberkörper, Arme und Köpfe der Tänzer zu bald schweiß-glänzenden Verkörperungen von höchstem Tonus. Hochgeschwindigkeits-Moves und atemberaubende Expressivität nehmen vom ersten Augenblick an gefangen. Elemente indischen Tanzes und Soul-Dance, ironisch verfremdet, verschmelzen mit sprödem, formalem Duktus. Als präsentierten sie abstrahierte, zerhackte Emotionen, also die aus winzigen Zeitscheiben serialisiert zusammengesetzte Komplexität menschlicher Existenz. Unfassbar kraftvoll und präzise getanzt. Standing Ovations.
Imre & Marne van Opstal: „I’m afraid to forget your smile“
Nach der Pause markierte „I’m afraid to forget your smile“ den emotionalen Höhepunkt des Abends. Hinten und links sitzen die 17 Sängerinnen und Sänger des Konzertchores Niederösterreich. Vor ihnen liegen zwei Tänzerinnen und vier Tänzer. Choralartiger, getragener Gesang. Die Liegenden klopfen einen anderen, schnelleren Rhythmus energisch mit ihren Beinen auf den Boden. Sie setzen sich auf, rollen ihre Körper, klatschen mit Gliedmaßen und Oberkörper ihren Takt.
Es ist der gnadenlose Fluss der Zeit, die jeden Augenblick sofort zu Vergangenheit macht, ihn in das Reich der Erinnerung verschickt. Gegen diese Unerbittlichkeit stemmen sie sich mit jeder Faser ihres Körpers, versuchen, festzuhalten, was doch vergeht. Sie frieren die Bewegungen ein, immer wieder. Die Chormusik (von diversen Komponisten, unter anderem von Arvo Pärt) legt einen elegisch-melancholischen Teppich aus, auf dem der Tanz sich müht, das Sterben des Jetzt aufzuhalten.

Hessisches Staatsballett: „I’m afraid to forget your smile“ © Andreas Etter
Die Abstimmung und insbesondere das kontinuierliche Fortführen der kontrapunktischen, völlig entkoppelten Tempi von Gesang und Tanz ist für Sänger und Tänzer eine gewaltige Herausforderung in diesem Stück von Imre & Marne van Opstal. 2014 begann das niederländische Geschwisterpaar zu choreografieren. Diese 2022 entstandene Arbeit wurde ein Jahr später für den Theaterpreis Der Faust nominiert. Wie ihr Stück „Woodoo Waltz“ 2024. Die beiden sind in dieser Spielzeit übrigens noch ein weiteres Mal im Festspielhaus zu Gast. Am 21. und 22. Mai tanzt die GöteborgsOperans Danskompani „Atlas Song“ zur Live-Musik der schwedischen Singer-Songwriterin Anna von Hausswolff.
Für „I’m afraid to forget your smile“ konnten die beiden den renommierten irischen Lichtdesigner Tom Visser, der seit 2003 für das Nederlands Dans Theater arbeitet, gewinnen. Er gestaltete zwei lange, hinter dem Chor hängende Tafeln, die mit variiertem Leuchten Zustände beschreiben. Farblich veränderliche Linien untersuchen per Spektral-Analyse emotionale Befindlichkeiten. Fokussiert zum berührenden Solo einer Frau, breitbandig bis flächig für die Bewegtheiten der Gruppe.
Ihre Angst, zu vergessen, treibt sie an, lässt sie schwelgen in zärtlichen Erinnerungen. Gesten des liebevollen Bewahrens werden eingewebt in zeitgenössischen Tanz. Eine Pieta, die die sechs formen, eine hingesunkene Frau, gehalten von einem Mann, lässt den Schmerz fühlen, den Trennung und Verlust bereiten. Skulpturen erzählen von Zärtlichkeit, Halten, Nähe und Erotik. Festgehalten.
Über jedem Augenblick liegt schon der Schatten der Wehmut, liegt die Gewissheit, dass er vergehen wird, liegt die Angst vor verblassenden Erinnerungen an ihn. Ihr Kampf gegen das Unaufhaltsame, ihre Versuche, das Vergängliche seinem Schicksal zu entreißen, ihr Taumel des Glücks, dem gleichzeitig Verzweiflung innewohnt, bewegen tief. Trennung, Abschied, Verlust und viele kleine Tode sind unvermeidbar. Sie tanzen die Gleichzeitigkeit von Werden, Sein und Vergehen, ein Duett mit einer Erinnerung, ein Solo, das schmerzlich bewusst macht, dass mit der Erinnerung Vollkommenheit verloren ginge, dass ihr Verlust wie eine seelische Behinderung empfunden würde.

Hessisches Staatsballett: „I’m afraid to forget your smile“ © Andreas Etter
Am Ende sendet der Chor einen flehenden Ruf gen Himmel. Zu seinem „Herr, erbarme dich“ (“Kyrie eleison“) stehen die sechs aufgereiht vor dem Publikum, mit dem Rücken zu uns. Auch sie sind schon Erinnerung, die verblassen wird im Fluss des Lebens. Verweile doch, du warst so schön! Die Hingabe, mit der Singende und Tanzende in diesem Stück arbeiten, geht ins Herz. „I’m afraid to forget your smile“ ist eine berührende Hommage an die Vergänglichkeit, zutiefst menschlich in seiner Wehmut und Trauer. Und doch macht es Mut. Denn wir sind nicht allein.
Das Hessische Staatsballett zeigt mit diesem Abend ein beachtliches Spektrum an tänzerischem Ausdrucksvermögen. Stilistisch breitbasig angelegt fordert die Kombination dreier so unterschiedlicher künstlerischer Handschriften viel Einfühlung von den durchschnittlich 30 Jahre alten und damit bereits sehr erfahrenen, mit ihrer Individualität das Ensemble färbenden Tänzerinnen und Tänzern. Großartig nicht nur handwerklich umgesetzt, besonders beeindrucken diese drei Stücke mit ihrer gesamtheitlichen emotionalen Wirkung. Der Fragilität von Umständen, Überzeugungen und Gefühlen begegnet hier die Sehnsucht nach Beständigkeit. Und mit der gehen wir heim. Das Publikum feierte die Kompanie mit finalen stehenden Ovationen.
Das Hessische Staatsballett mit Choreografien von David Raymond & Tiffany Tregarthen („Force Majeure“), Marco Goecke („Midnight Raga“) und Imre & Marne van Opstal („I’m afraid to forget your smile“) am 10.04.2026 im Festspielhaus St. Pölten.
Rando Hannemann
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Heinz Sichrovsky in „News“: Die Operette darf nicht sterben
Auszug aus „News“: Wo die einst identitätsstiftende Wiener Operette überall nicht mehr aufgehoben ist, grenzt schon an Artenfrevel: Ihre vormalige Welthauptstadt Mörbisch ist zwecks Schonung des landeskaiserlichen Gendarmenohrs auf Musicalkrawall umgerüstet. Kürzlich erging es der Bühne Baden, die zudem ihr Orchester verliert, ebenso. Das Strauß-Jahr ist vorbei und Bad Ischl weit.
Ja, die Volksoper gab es einmal. Aber dort habe ich soeben scheltend die „Zarewitsch“-Premiere verlassen, einen horriblen Hybriden: aus dem LGBT-Projekt einer Unterstufenklasse unter Einbeziehung der Neigungsgruppe Video -und den Operettenaufführungen im Volksheim Ottakring aus meiner Teenagerzeit (wobei dort zumindest der Tenor besser war).
Umso nachdrücklicher fordere ich Abhilfe seitens der Stadt: Hier wird 2027 im Prater eine Musicalhalle für 1.700 Besucher eröffnet. Dringend an der Zeit ist es dann für den städtischen Theaterkonzern VBW, das schändlich ausgehungerte Opernhaus an der Wienzeile wieder besser zu dotieren und zumindest eine der Musicalabfüllstationen Raimundtheater und Ronacher umzuwidmen. Erstgenanntes war einmal eine akzeptable Operettenbühne. Und fände (träumen wird man doch noch dürfen) z.B. Nikolaus Habjan Zeit, sich dort neben seiner Weltkarriere einzubringen, wären die Perspektiven betörend.
Auszug aus „News“
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NEUE CD: Das DUO ODELIA stellt sich mit einer CD vor! Erscheinungsdatum 13. April 2026
Wir sind zwei diplomierte Musikerinnen der Hochschule für Musik Basel und der Schola Cantorum Basiliensis und bilden ein Duo mit romantischen Gitarren-Inspiriert von den Gitarristen des 19. Jahrhunderts, die ihre musikalischen Lieblingsstücke gerne adaptierten, um sie spielen zu können, haben wir eine spannende Transkriptionsarbeit geleistet, die sieben Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts in den Fokus rückt.
Die beiden zweihundert Jahre alten Gitarren, die wir spielen und die vom Gitarrenbauer Francois Roudhloff (1781 – 1894) gebaut wurden, bieten uns unendliche Möglichkeiten, den Erfindungsreichtum und die Poesie dieser (wieder) zu entdeckenden Werke mit Finesse zu erkunden!

Alice Letort, Marie Sans
Duo Odelia

© Daniele Caminili