DIE DONNERSTAG-PRESSE, 21. MAI 2026

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 21. MAI 2026

Pablo Heras-Casado © Fernando Sancho

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 21. MAI 2026

Wien/Staatsoper
Pablo Heras-Casado zähmt das Rheingold
Überraschend kontrolliert nähert sich Pablo Heras-Casado dem „Ring“ an der Wiener Staatsoper. Der Spanier setzt auf Klangbalance und entrückte Atmosphäre. Kraftmeierei lässt er in seinen Tempi kaum zu. Der Cast fügt sich dem an. „Yes, endlich vorbei“. Die Erleichterung der fünf jungen Mädels war deutlich zu spüren. Auf 2 Stunden 30 Minuten hatte Dirigent Pablo Heras-Casado sich sein Konzept für „Das Rheingold“ zurechtgelegt. Ohne Pause, Richard Wagner in einem durch. Das kann schon zur Herausforderung werden. Das ausgedehnte Tempo spürte man enorm im Vorspiel, dann intensiv bei Erdas Mahnung in Richtung Wotan. Dabei war das Wiener Staatsopernorchester ein hervorragender Begleiter.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Dieser Alberich lässt einem die Haare zu Berge stehen (Bezahlartikel)
Zurüstungen für den Untergang: Georg Nigl und Michael Volle dominieren als Alberich und Wotan einen wackeligen „Ring“-Auftakt
DiePresse.com

Solide Machtspielchen bei „Rheingold“ an der Staatsoper
Wackere Wiederaufnahme von „Rheingold“ an der Wiener Staatsoper mit Dirigent Pablo Heras-Casado
DerStandard.at

Berlin/Staatsoper
Thielemann und Levit begeben sich mit Pfitzners Klavierkonzert auf eine spannende Entdeckungsreise
Thielemann und Levit sind schon seit einiger Zeit ein eingespieltes Team, das ist deutlich zu merken, auch in der Weise, wie der Dirigent seismografisch auf den Pianisten, den er kaum sehen kann, reagiert. Beide befinden sich energetisch eng auf Tuchfühlung. Das Pfitzner-Konzert hätten sie mit der Kapelle nicht trefflicher einstudieren können.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

Hamburg/Staatsoper
„Der Bar­bier von Sevilla“an der Staats­o­per: Da gibt’s Geki­cher im Publi­kum
Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Omer Meir Well­ber und Regis­seu­rin Tat­jana Gür­baca brin­gen Ros­si­nis All­zeit­hit neu her­aus. Mit einem erstaun­li­chen Twist.
HamburgerAbendblatt.de

Wien/Staatsoper
Mode-Schmäh: Les Pêcheurs de perles an der Wiener Staatsoper
bachtrack.com/de

Wien/MusikTheater an der Wien
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ – Stiffelio greift lieber zur Trompete
falter.at

Wien/Musikverein:
„Auszeit“ mit Yulianna Avdeeva (Bezahlartikel) Die Pianistin lud im Gläsernen Saal zum Entspannen ein – und erzählte von den vorwiegend russischen Werken und ihren Assoziationen dazu.
DiePresse.com

Wien/Musikverein:
Ekstatische russische Klänge aus Leipzig (Bezahlartikel)
Eleganter Rachmaninow mit Yulianna Avdeeva und Heavy-Metal-Schostakowitsch mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Andris Nelsons.
DiePresse.com

Wien/Musikverein
Die Leipziger im Musikverein: Hier leuchtet der Lenz
(Bezahlartikel)
Das Gewandhausorchester unter Andris Nelsons voll glühender Strahlkraft in Schumanns „Frühlingssymphonie“ und mit dem ersten Akt der „Walküre“ samt hochkarätigem Vokaltrio, angeführt von Klaus Florian Vogt.
DiePresse.com

Wien/Konzerthaus
Cateen im Konzerthaus: Die Symphoniker und der YouTuber (Bezahlartikel)
Der Online-Star, bürgerlich Hayato Sumino, gastierte als Klaviersolist mit Ravel bei den Wiener Symphonikern unter Petr Popelka: Die Jugend jubelte.
DiePresse.com

Ein echter Influencer am Klavier (Bezahlartikel)
Petr Popelka, die Symphoniker und Hayato Sumino-Cateen im Konzerthaus.
Kurier.at

München
Familienfreundlich und offen: Finale der 20. Münchener Biennale für neues Musiktheater (Bezahlartikel)
NeueMusikzeitung/nmz.de

Auf der Suche nach Überraschungen (Bezahlartikel)
Die Münchener Musiktheater-Biennale bot jede Menge Uraufführungen. Alles war gut gemacht, nichts floppte. Aber genügt das?
SueddeutscheZeitung.de

Berlin/Komische Oper
Zwischen Zeiten und Geschlechtern
Komische Oper Berlin. „Orlando“ – Olga Neuwirth schreibt Virginia Woolfs Roman in die Gegenwart fort
orpheus-magazin.de

„Treudeutsch und bitterböse“: Igor Levit spielt das Klavierkonzert von Pfitzner (Bezahlartikel)   Hans Pfitzner war Antisemit und bekämpfte die Moderne. Jetzt hat Igor Levit das Klavierkonzert von Pfitzner gespielt. Am Pult: Staatskapellen-Chef Christian Thielemann.
Tagesspiegel.de

Göttingen
„Deidamia“ – Händel in Hochform
Ein Ausrufezeichen hinter Händels letzter Oper
orpheus-magazin.de

Stuttgart
Interview mit Elisabeth Stöppler, Regisseurin zu ihrer Stuttgarter Inszenierung von Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“
DerOpernfreund.de

Dresden
Kulturpalast Dresden: „Götterdämmerung – konzertant“, Richard Wagner
DerOpernfreund.de

Köln
Geheimnisvolles Märchen: „Picture a day like this“ fasziniert in Köln
opernmagazin.de

Bayreuth
„Götterdämmerung“ im Friedrichsforum
Ein außergewöhnliches Opernprojekt macht Station in Bayreuth: Am Sonntag, 24. Mai, wird Richard Wagners „Götterdämmerung“ um 16 Uhr konzertant im Großen Saal des Friedrichsforum aufgeführt. Die Aufführung erfolgt in historischer Aufführungspraxis und ist Teil des internationalen Projekts „The Wagner Cycles“ der Dresdner Musikfestspiele unter der künstlerischen Gesamtleitung von Jan Vogler und Kent Nagano.Was 2023 mit dem „Rheingold“ begann und über „Die Walküre“ sowie „Siegfried“ fortgeführt wurde, findet nun mit der „Götterdämmerung“ seinen Abschluss. Das Projekt gilt bereits jetzt als wegweisend für die Wagner-Interpretation. Grundlage ist die intensive Zusammenarbeit mit einem internationalen Wissenschaftsteam, das historische Quellen, Instrumente und Aufführungspraxis erforscht.
 inbayreuth.de

Wien
Saisoneröffnung im Theater im Park
Am 18. Mai 2026, wurde im prachtvollen Garten der Familie Schwarzenberg die siebte Saison des THEATER IM PARK eröffnet. Die Initiatoren Michael Niavarani und Georg Hoanzl begrüßten gemeinsam mit Moderatorin Sigrid Hauser die zahlreichen ersten Besucher der Saison. Der Abend bot einen ersten Einblick in das Programm, das den Park von Mai bis September 2026 in das vielseitigste Freilufttheater Wiens verwandelt.
ots.at

Nestervals Nibelungen“: In den höllischen Paradiesen von Wien.  (Bezahlartikel)
Die queere Gruppe zeigt zwei Dystopien: „Wallden“ und „Donaugold“ gelangten parallel zur Uraufführung. Nur eine beeindruckte
Kurier.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

Hamburg
Elbphilharmonie Hamburg Announces 2026-27 Season
Featuring Diana Damrau, Rolando Villazón, Golda Schultz, Benjamin Appl, Gerald Finley, Joyce DiDonato & Jakub Józef Orliński
operawire.com

Valencia
Lise Davidsen, Angel Blue, Lisette Oropesa, Cecilia Bartoli, Charles Castronovo, David Butt Philip, Eleonora Buratto, Thomas Hampson & Camilla Nylund Lead Palau de les Arts’ 2026-27 Season
operawire.com

Coventry
Joe Davies conducts a magnificent Mahler Eighth Symphony in Coventry Cathedral
seenandheard-international.com

Belfast
Intensely moving performance of Puccini’s timeless La bohème from Diva Opera and NIO
seenandheard-international.com

New York
Review: Barber’s VANESSA – or Is It ERIKA?
Returns with Heartbeat Opera Reinventing the Opera for Modern Audiences in a Stark, Sleek Production
broadwayworld.com

3 Ways Operas Speak to the Moment, With Success and Failure (Subscription required)
New works, “The Post Office” and “Constance: A Confession,” and a revival of Barber’s “Vanessa” show companies attempting to capture these nebulous times.
TheNewYorkTimes.com

Washington
Review: WEST SIDE STORY Presented by Washington National Opera at The Music Center At Strathmore
The Washington National Opera is, indeed, at home at any place where people desire exquisite artistry
broadwayworld.com

Crete-ed rivalry
Soprano Amanda Forsythe as Ilia and tenor David Portillo in the titular role were highlights of Washington Concert Opera’s robust Idomeneo.
parterre.com

San Francisco
Herbert Blomstedt Struggles Through SF Symphony Concert
sfcv.org

San Gabriel
Zorro Makes a Dashing Debut at Pacific Opera Project
sfcv.org

Los Angeles
LA Phil Honors Gustavo Dudamel With New Titles After 17 Years
Leading the Orchestra Dudamel will receive two honorary titles and continue collaborating with the Los Angeles Philharmonic and YOLA following his tenure as Music & Artistic Director.
broadwayworld.com

Sydney
Opera Australia reports dramatic financial turnaround   Musicals and harbour spectaculars help company recover from multi-million-dollar deficit.
limelight-arts.com.au

Brisbane
The Drover’s Wife brings Aboriginal Dreaming to opera audiences
bachtrack.com/de

Sprechtheater

Vorarlberg
Vorarlberger-Landestheater-Intendantin Gräve kontert Freistellung: „Musste mich wehren“
DerStandard.at

Wien
„Wallden“: die ganze Welt im Nibelungen-Zelt
Die Freunde des immersiven Nesterval-Theaters haben die Qual der Wahl: Wollen sie in der Sicherheit von „Donaugold“ für die Nibelungen-Elite im brut niedere Dienste verrichten? Oder in „Wallden“ im Augarten mit den anderen verlorenen Helden an eine bessere Zukunft voller Liebe glauben?
krone.at

Wien/Volkstheater
Die Welt in hundert Schnipsel
Der schwedische Regisseur Mattias Andersson bringt „Mythen des Alltags“ am Volkstheater Wien in Koproduktion mit den Wiener Festwochen zur Uraufführung. Seine auf Interviews mit 100 Menschen in Wien basierende Stückentwicklung scheitert an inhaltlicher Beliebigkeit, die auch theatralisch keine Form findet.
DieDeutscheBuehne.de

Film

Kinofilm „Vivaldi und ich“: Damiano Michieletto mit intelligentem Kinodebüt
Damiano Michieletto ist einer der interessantesten Opernregisseure Europas. Jetzt hat Michieletto auch einen Kinofilm gedreht: „Vivaldi und ich“ heißt sein Debüt.
BR-Klassik.de

Medien

ORF-Wahl: Lisa Totzauer bewirbt sich erneut für Generaldirektion
ORF-Magazinchefin will den ORF ab 2027 leiten.
Kurier.at

Babler-Anschlag auf TV-Sender
Medienminister will 12 Prozent Streaming-Abgabe für Online-Plattformen österreichischer TV-Sender. Nur der ORF soll ausgenommen werden. Verband warnt vor massivem Jobabbau, Sportübertragungen wackeln, Preise für Konsumenten würden steigen. Es ist der nächste brutale Anschlag auf den österreichischen Medienstandort: Ausgerechnet Medienminister (!) Andreas Babler plant eine Streaming-Abgabe für audiovisuelle Medien in Österreich. Demnach sollen TV- und Radiosender für alle Umsätze, die sie auf ihren Streamingplattformen erlösen, 12 Prozent Abgabe zahlen, um die österreichische Filmwirtschaft zu finanzieren. Betroffen davon sind nach dem Babler-Vorschlag sowohl Pay-Modelle (also Abos) als auch Werbeumsätze.
oe24.at

Gericht

Wien
Finale im Spionageprozess gegen Egisto Ott: Es drohen 5 Jahre Freiheitsstrafe
Das Urteil wird für Mittwoch erwartet
SalzburgerNachrichten.at

Politik

Österreich Kürzungen
Bauern bis Arbeitslose: Neue Details zum Spar-Budget
Von Bauern bis Arbeitslose: Wo die Regierung den Rotstift ansetzen will. Die Zeit drängt. In knapp drei Wochen will SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer seine Budgetrede im Parlament halten. Zwar hat sich die Regierung bereits auf die Eckpfeiler des Doppelbudgets 2027/28 geeinigt, die genauen Details sind aber noch in Verhandlung.
oe24.at

Die ganze Spar-Liste – jetzt wird auch Alkohol teurer
Die Regierung verschärft ihren Sparkurs: Ein internes Papier zum Doppelbudget soll massive Einschnitte zeigen. Die bis jetzt bekannten Details. Besonders hart trifft der Sparkurs aber Arbeitsmarkt und Soziales. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden vereinheitlicht, die bisherige Staffelung bis 2.630 Euro brutto fällt weg. Das soll 2027 rund 276 Millionen Euro und 2028 bereits 415 Millionen Euro bringen. Zusätzlich plant die Regierung eine Sperrfrist beim Arbeitslosengeld nach einvernehmlichen Kündigungen. Diskutiert wird eine vierwöchige Wartezeit: Zwei Wochen müsste der Arbeitgeber zahlen, zwei Wochen gäbe es keine Leistung. Damit sollen Saisonbetriebe daran gehindert werden, Mitarbeiter beim AMS „zwischenzuparken“. Einsparung: 200 Millionen Euro jährlich.
heute.at

Österreich
Message, Macht, Medien. Dornauer: „Wähler verzeihen mir Benko und Ferrari“
In einem „Message, Macht, Medien“-Spezial trifft krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann den ehemaligen Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer zum Jagdausflug im Wienerwald und spricht mit ihm darüber, warum er trotz Réne Benko, Ferrari, Jagdleidenschaft und markiger Sager weiterhin auf seine sozialdemokratischen Wurzeln pocht – und weshalb er sich selbst noch lange nicht abgeschrieben hat.
krone.at

Sport

Deutsche Fußball-Bundesliga: Transfer-Hammer um Didi Kühbauer UND Sasa Kalajdzic
Nach dem sensationellen Double-Gewinn aus Meisterschaft und Cup steht der LASK vor einem brutalen Aderlaß.  Wie oe24 bereits berichtete, zieht es Erfolgscoach Didi Kühbauer (55) nach den historischen Triumphen unbedingt ins Ausland. Jetzt wird es konkret: Die deutsche Bundesliga jagt den Burgenländer – und in Linz droht ein bitteres Wechsel-Déjà-vu!
oe24.at

Istanbul
Aston Villa gewinnt die Europa League, Freiburg ohne Chance
Aston Villa holte den Titel in der Europa League mit einem klaren 3:0-Finalsieg in Istanbul gegen den SC Freiburg, bei dem Philipp Lienhart 90 Minuten tapfer verteidigte.
Kurier.at

Fußball Österreich
Schopp gibt Comeback in Hartberg
Markus Schopp kehrt als Cheftrainer bzw. Technischer Direktor zum TSV Egger Glas Hartberg zurück und geht in seine dritte Amtszeit beim Admiral-Bundesligisten. Das gaben die Steirer am Mittwoch bekannt. Nachdem der 52-Jährige die Oststeirer bereits von 2018 bis 2021 sowie von 2022 bis 2024 betreut hat, folgt er in der neuen Saison auf Manfred Schmid.
sport.orf.at

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Unter’m Strich

Keine von euch – Was genau steckt hinter Otrovertiertheit?
Endlich hat Susanne Kaloff ein Wort für das leicht mulmige Gefühl, das sie so oft in Gruppen beschlich: Sie ist otrovertiert! Was dahintersteckt.“Ich war immer für wenige, nie für jedermann. Immer Beobachterin, selten das Geschehen. Ich war noch nie eine, die dazugehört. Ich habe, bis auf eine einzige Ausnahme, immer nur zu mir gehört.“ Diese Sätze habe ich vor ein paar Monaten auf Instagram gepostet. Sie fühlten sich erleichternd an, als hätte ich erkannt, was mich schon mein Leben lang gefangen hielt: das Gefühl des Andersseins, des Nichtdazugehörens.
brigitte.de

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 21. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 21. MAI 2026

Quelle: onlinemerker.com

Österreichische Gesellschaft für Musik: Einführungsvortrag zur Volksopernpremiere „Hoffmanns Erzählungen“

ömh

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Theater Münster: LA TRAVIATA

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias von Alexandre Dumas d.J. mit zusätzlichen Sprechtexten von Angelika Reitzer
PREMIERE Samstag, 13.06.2026, 19.30 UHR / Großes Haus

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Violetta Valéry: Robyn Allegra Parton © Theater Münster

Violetta Valéry ist eine wohlhabende Pariser Kurtisane, die das Leben in vollen Zügen genießt. Die hohe Pariser Gesellschaft vergnügt sich selbstvergessen auf ihren Festen, reiche Adlige buhlen um sie. Doch eine bürgerliche Existenz ist ihr als traviata – italienisch für die vom rechten Weg Abgekommene, als „gefallene Frau“ – nicht vergönnt. Als Violetta sich in Alfredo verliebt, scheint ein neues Leben möglich. Sie löst ihr Vermögen auf, um ein abgeschiedenes Liebesnest auf dem Land zu finanzieren. Doch das idyllische Glück währt nur kurz. Als Alfredos Vater Violetta dazu drängt, die Beziehung zu beenden, um den Ruf seiner Familie zu schützen, fügt sich Violetta und kehrt nach Paris zurück. Alfredo, der nichts von den wahren Gründen der Trennung weiß, sucht sie auf einem Fest auf und demütigt sie in einem Ausbruch von Wut vor allen Gästen. Verlassen und allein ergibt sich Violetta schließlich ihrer Schwindsucht, die sie schon lange begleitet. Alfredos Vater, von Gewissensbissen geplagt, offenbart seinem Sohn die Wahrheit. Alfredo eilt nach Paris zurück, um Violetta in ihren letzten Stunden um Vergebung zu bitten.

Der Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas d.J. wurde vor allem durch die Bühnenfassung des Autors zu einem großen Erfolg. Der Roman beginnt – wie auch die Inszenierung – am Friedhof, wo der trauernde Protagonist sich an das Leben der Edelkurtisane Marguerite Gautier erinnert. Die teilweise autobiografische Geschichte stellt eine von der Gesellschaft ausgegrenzte Frau in den Mittelpunkt. Giuseppe Verdi, der selbst eine gesellschaftlich umstrittene Beziehung mit der Sängerin Giuseppina Strepponi führte, fühlte sich der Geschichte unmittelbar verbunden und verwandelte Dumas’ Drama in eine Oper. Trotz des Skandals, den die Uraufführung mit einer Kurtisane als Hauptfigur auslöste, wurde La Traviata bald zu einer der meistgespielten Opern weltweit. Mit einer intimen Tonsprache und ergreifenden Melodien zeichnet Verdi das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, die – obwohl von der Gesellschaft verstoßen – mit dieser Oper unsterblich wurde.

In der Inszenierung von Georg Schütky wird Violettas Geschichte aus einer besonderen Perspektive erzählt: Erika (Irene Kugler), die Friedhofsgärtnerin, die sich um Violettas Grab kümmert, begleitet das Publikum durch ihre Erinnerungen an das tragische Leben von Violetta Valéry. Mit zusätzlichen Sprechtexten von Angelika Reitzer bringt Erika eine zusätzliche weibliche Perspektive in Verdis bewegende Musik – getragen von Zugewandtheit, Fürsorge und Empathie. Die Ausstattung von Christina Schmitt schafft dabei einen surrealen Raum zwischen Realität und Erinnerung und macht Violettas persönliche Sicht auf die Ereignisse spürbar. Violetta wandelt traumartig durch eine von Krankheit durchsetzte Landschaft, in der die Gesellschaft mal gefräßig, mal bigott erscheint, bis sie schließlich in einer besonderen Art von Sanatorium ihrem Tod begegnet. Zum Leben erweckt wird die Oper vom Ensemble des Theater Münster und dem Sinfonieorchester Münster unter der musikalischen Leitung von Henning Ehlert. In den Hauptpartien sind Robyn Allegra Parton als Violetta, Garrie Davislim als Alfredo und Johan Hyunbong Choi als Giorgio Germont zu erleben.

Besetzung:

Violetta Valéry: Robyn Allegra Parton
Alfredo Germont: Garrie Davislim
Giorgio Germont, sein Vater: Johan Hyunbong Choi
Flora Bervoix: Wioletta Hebrowska
Gaston, Vicomte von Létorières: Ki-Hwan Nam
Baron Douphol: Gregor Dalal
Marquis von Obigny: Yoogeon Hyeon
Doktor Grenvil: Kihoon Yoo
Annina, Violettas Dienerin: Yixuan Zhu
Erika, Friedhofsgärtnerin: Irene Kugler

SINFONEORCHESTER MÜNSTER

Künstlerisches Team:

Musikalische Leitung: Henning Ehlert
Regie: Georg Schütky
Bühne & Kostüm: Christina Schmitt
Dramaturgie: Maria Buzhor
Zusätzlichen Texte: Angelika Reitzer
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WIEN/ Staatsballett in der Staatsoper: „Manon“, revisited: Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), May 16th, 2026

A première can be something very exciting, but sometimes, a (good) „revival“can be even more. After meeting so many people I have not seen in quite a while (The Ballet Connoisseurs are back to watch substantious performances) and after such a long time of not seeing this ballet at the Vienna State Opera (and guessing that the coaching by Alessandra Ferri – who worked directly with Sir Kenneth MacMillan – would be outrageously brilliant), I started thinking of this evening as a very happy revival, in fact, a most fortunate one for the public.

manon

https://www.attitude-devant.com/blog/2026/5/17/manon-revisited-vienna-state-ballet-wiener-staatsballett-may-16th-2026

attitude dance.platform (Ricardo Leitner)

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Berlin/ Staatsoper Unter den Linden: Mit dem Beginn der Proben für Die Entführung aus dem Serail richtet sich der Blick an der Staatsoper Unter den Linden auf die Premiere am 27. Juni.

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Bülent Ceylan. Foto: Staatsoper Berlin

Ähnlich wie Mozarts Singspiel mit Vorstellungen und Klischees vom Eigenen und Fremden spielt, lädt die Neuinszenierung zu einer besonderen Perspektive auf das Werk ein. Bülent Ceylan wird sowohl als Bassa Selim als auch in seiner Persönlichkeit als Comedian auf der Bühne stehen und kommentierend durch den Abend führen. Die Texte der Sprechszenen entstehen in einer Neubearbeitung gemeinsam mit Regisseurin Andrea Moses und ihrem Team. „Die Inszenierung setzt auf Tiefe, Aktualität und Unterhaltung“, so Bülent Ceylan.

Mit der 1782 uraufgeführten Die Entführung aus dem Serail gelang Wolfgang Amadeus Mozart einer seiner frühen großen Opernerfolge. Ein Werk, das bereits vieles von jener musikalischen Ausdruckskraft erkennen lässt, die später auch die Zauberflöte prägen sollte. Thomas Guggeis, der dem Haus eng verbunden ist, übernimmt die musikalische Leitung. Gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin, dem Staatsopernchor und einem wundervollen Ensemble bringt er Mozarts Singspiel zur Aufführung.
Termine & Tickets
Freuen Sie sich auf einen Opernabend voller Witz, Emotionen und musikalischer Brillanz. Mit Adela Zaharia, Serafine Starke, Siyabonga Maqungo, Michael Laurenz und David Steffens in den Gesangspartien.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße

Ihre Staatsoper Unter den Linden

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Staatsoper Stuttgart „Liedkonzert MORITZ KALLENBERG“ 18.05.2026- Vertonungen schwäbischer Dichter

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Rita Kaufmann, Moritz Kallenberg. Copyright: Staatsoper Stuttgart

Im Zeichen des recht umfangreichen Kreises schwäbischer Dichter stand dieser Abend in der Reihe gemeinsamer Veranstaltungen der Staatsoper und der Hugo Wolf-Gesellschaft. Wie deren Vorsitzende Dr. Cornelia Weidner vorab erläuterte, sind viele Gedichte erst durch diverse Vertonungen richtig bekannt geworden. Es dürfte auch kein Zufall sein, dass der Interpret dieses Abends auch aus Schwaben stammt und ihm das ausgesuchte Programm ein persönliches Anliegen ist.

Moritz Kallenberg kam über den Knabenchor mit viel geistlicher Musik und interessanterweise das Musical zur Oper und war nach dem Studium Mitglied des Stuttgarter Opernstudios ehe er zur Saison 2019/2020 ins Ensemble der Staatsoper übernommen wurde. Aufgrund seiner vokalen Bandbreite zwischen erweitertem lyrischem Terrain und Charakter-Fähigkeit konnte er sich bereits in einem vielseitigen Repertoire vom Barock bis zur Moderne präsentieren. In dieser Zeit hat sein Tenor an Kraft und Volumen sowie an Gestaltungs-Vermögen gewonnen, was sich auch jetzt im intimen Rahmen des Liederabends bei Ausreizung seiner dynamischen Möglichkeiten manifestierte.

In den eher selten zu hörenden zwölf Liedern Robert Schumanns op. 35 nach Texten von Justinus Kerner beweist er vor allem feine Empfindsamkeit, aber auch einen aufmunternd frischen Tonfall. Dabei handelt es sich um kleine unabhängige Episoden, die aber dennoch eine für Schumann ungewohnt lichtvoll optimistische Grundhaltung verbindet. Kallenbergs vokal sensible, nie ins Sentimentale abgleitende Interpretation ist geprägt von einer gut beherrschten Piano-Kultur mit weich ausschwingender Artikulation und einem aufblühend, nie unter Druck geratenen Höhenregister. Profitiert solche Romantik von seinem attraktiven jugendlichen Timbre, so kommt in den nachfolgenden „HÖLDERLIN-FRAGMENTEN“(op.61) von Benjamin Britten seine stilistische Gewandtheit zum Tragen, sind doch die 1958 in Deutsch komponierten, von Britten als sein bestes Vokalwerk bezeichneten sechs Stücke eine kontrapunktisch lineare Verdichtung aus den Wurzeln dessen Landsmanns Henry Purcell und Brittens ganz an der Sprache entlang gefärbter Gegenwarts-Kunst. Die vor allem von Natur- und Götter-Anrufungen bestimmten Texte gestaltet Kallenberg in einer Mischung aus Ernst und leicht ironischem Pathos, wobei er auch den Mut zu etwas grelleren Farbtönungen aufbringt.

Allein in den ausgewählten 6 der 53 Vertonungen von Texten Eduard Mörikes offenbart sich die Reichhaltigkeit von Hugo Wolfs kompositorischen Mitteln. Wobei die Spannbreite von stürmischer Emphase über drastische Harmonie-Trübungen bis zu spöttischer Schärfe reicht. So reizt Kallenberg z.B. in „Der Tambour“ die rhythmische Raffinesse aus, in“Der Feuerreiter“ die vorwärts drängende Drastik der brennenden Mühle und im abschließenden „Der Abschied“ den mit einer derben Walzer-Anwandlung geschilderten polternden Hinauswurf eines ungebetenen Gastes. In diesem spätromantische Tore schon recht weit öffnenden Rahmen lässt sein Tenor in großen Steigerungen bereits Möglichkeiten fürs dramatischere Fach erkennen. Dass  hier die Stimme, von Rita Kaufmanns impulsivem Einsatz am Flügel momentweise fast bedrängt und überlagert wird, mag auch der nicht optimalen Akustik des feierlichen großen Foyers der Staatsoper geschuldet sein. Die frühere Stuttgarter und jetzige stellvertretende Studienleiterin der Wiener Staatsoper beweist als Pianistin ihre hohe Kompetenz zwischen  zurückhaltend, unterordnender Begleitung bei Schumann und viel eigenständiger Gestaltung bei Britten und Wolf.

Für den begeisterten Applaus bedankten sich die beiden Künstler mit einer weiteren Schöpfung eines schwäbischen Dichters, Christian Daniel Schubarts „FORELLE“, die allerdings erst durch Franz Schuberts musikalisch flüssig perlende Veredelung berühmt wurde.

Udo Klebes

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