Die FREITAG-PRESSE – 10. JULI 2020

Die FREITAG-PRESSE – 10. JULI 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 10. JULI 2020

Festspielhaus Bayreuth. Foto: © Andreas Schmidt

Bayreuther Festspiele „Offen bleiben, das ist mein Credo“
Valentin Schwarz sollte bei den Bayreuther Festspielen den neuen „Ring“ inszenieren. Dann kam Corona. Ein Gespräch mit dem berühmtesten Unbekannten der Klassikszene.
Tagesspiegel

Bayreuth: “Bei Wagner auf dem Sofa”
Kultursommer statt Festspiele: virtuelles Hauskonzert bei Richard Wagner zum Auftakt der Bayreuth Summertime
https://www.wiesentbote.de/2020/07/09/bayreuth-bei

DVD-Rezension
Ein Glücksfall: Korngolds vergessene Oper „Das Wunder der Heliane“ auf DVD
Als diese Korngold-Oper im Frühjahr 2018 Premiere an der Deutschen Oper Berlin hatte, traf sie auf ein durchaus skeptisches Publikum. Zwar wusste der historisch vorgebildete Opernbesucher, dass das Werk bei seiner Uraufführung 1927 in Hamburg erfolgreich war, von großen Häusern wie Wien, Berlin und München sofort nachgespielt wurde. Allerdings stand das mystische, geheimnisvolle Libretto nach einem Drama des früh vollendeten Dichters Hans Kaltneker zum Zeitpunkt der Uraufführung dem Zeittrend der „Neuen Sachlichkeit“ deutlich entgegen, was zum baldigen Verschwinden der Oper von den Spielplänen führte. Der Bann von Korngolds sämtlichen Werken nach der Machtergreifung der Nazis tat ein Übriges, das Werk geriet in Vergessenheit.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert

Salzburg
Zu Gast beim BR-Symphonieorchester.
Franz Welser-Möst: „Wir sitzen auf zu hohem Ross“
Für sein Gastspiel beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ist Franz Welser-Möst mal schnell aus Salzburg herübergekommen. Bei den dortigen Festspielen probt er gerade „Elektra“ von Richard Strauss – ein monumental besetztes und daher in Corona-Zeiten völlig unübliches Werk, Premiere ist am 1. August.
Münchner Merkur

Berlin
Daniel Barenboim: Alle Stücke sind für den Saal geschrieben
Live-Konzerte unter Corona-Regeln erinnern Daniel Barenboim an schlecht organisierte Trauerfeiern.
Berliner Morgenpost

Berlin
Staatsoper-Dirigent Barenboim meldet sich mit zehn Uraufführungen zurück
https://www.bz-berlin.de/kultur/staatsoper-dirigent-barenboim-meldet-sich

Erl/Tirol
Festspiele präsentieren Winterprogramm
Die Tiroler Festspiele Erl setzen im Winter 2020/2021 unter anderem auf die Opern „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti und „L ́Amico Fritz“ aus der Feder von Pietro Mascagni. Damit solle der Spagat zwischen bekanntem Opern-Material und Raritäten gelingen.
https://tirol.orf.at/stories/3057219/

Wien
Konzerthaus „geht die Luft aus“
Sechs Millionen Euro fehlen, um das Budgetloch des Wiener Konzerthauses zu füllen.
Wiener Zeitung

Wiener Konzerthaus-Chef Naske: Langsam geht uns die Luft aus
Im Gastkommentar macht Konzerthaus-Intendant Matthias Naske auf die fehlende Planungssicherheit im Kulturbereich aufmerksam. Und er kritisiert, dass die Corona-Eindämmungspolitik mit zweierlei Maß messe.
Der Standard

Kultur in München:Söder steht zu neuem Konzerthaus
Und das trotz Corona-Krise und steigender Baukosten. Über die Details wird aber ebenso diskutiert wie über die Frage: Wie viele Konzertsäle braucht München eigentlich?
Sueddeutsche Zeitung

München
Kultur retten: Kunstminister Bernd Sibler reagiert auf Kritik
Intendanten hatten ihn teils heftig öffentlich attackiert, aus der freien Kulturszene weht ihm stürmischer Wind ins Gesicht: Mit zwei neuen Förderprogrammen will der bayerische Kunstminister die kulturelle Vielfalt sichern und Veranstalter retten.
BR-Klassik.de

Staatstheater am Gärtnerplatz
Was Josef E. Köpplinger plant
Münchner Abendzeitung

Helmut Lachenmann wurde im Vorjahr 80 und die „Jubelkonzerte“ halten immer noch an.
Ein denkwürdiges Konzert für ihn war das mit Enio Morricone in Rom. Ein Interview in Hamburg.
https://van.atavist.com/lachenmann

CD-AUFNAHMEN UND CORONA: Wie spielt man Beethoven auf Abstand?

Drei Monate lang hat das Freiburger Barockorchester nicht arbeiten können. Jetzt kommt es unter der Leitung von Pablo Heras-Casado in den Berliner Teldex-Studios erstmals wieder zusammen. Schlägt sich die Pandemie in der Musik nieder?
Frankfurter Allgemeine

Frankfurt
Letzte Fragen zu den Bühnen
Offene Fragen zum Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt soll nun die zuständige Stabsstelle beantworten. Die Koalition im Römer will auf dieser Grundlage über einen neuen Standort entscheiden.
Frankfurter Allgemeine

Mecklenburgisches Staatstheater stellt neue Spielzeit vor
https://www.ndr.de/kultur/Mecklenburgisches-Staatstheater-stellt-neue

Eisenach
Mit Leidenschaft für das Theater – In Erinnerung an Michael Schlicht
MichaelW. Schlicht war der letzte Intendant des Theaters Eisenach, als es noch ein wenig mehr war als nur eine faktische Filiale von Meiningen.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Dresden
Semperoper in Coronazeiten: Wenn Liebende auf Distanz bleiben müssen
DeutschlandfunkKultur

 

Londons-Kultur Rettungspaket: Hilft viel auch viel?
Frankfurter Allgemeine

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
New titles announced for Glyndebourne Open House
http://www.operatoday.com/content/2020/07/new_titles_anno.php

Berlin
Daniel Barenboim: ‚If I could never conduct a live Ring cycle again, I don’t know what I would do‘
The Guardian

Zürich
Singing again: Sabine Devieilhe and Benjamin Bernheim in a charming concert in Zurich
bachtrack

San Antonio
Opera San Antonio’s 2020-21 season holds one full live production, virtual programming
https://www.expressnews.com/entertainment/article/Opera-San-Antonio

Feuilleton
Exit Arias: What Opera Can Teach Us About Dying
https://www.nytimes.com/2020/07/09/arts/music/opera-dying.html

Why I Love… Tosca
https://www.musicomh.com/classical/features-classical/why-i-love-tosca

Ausstellungen/ Kunst

„Sprayer von Zürich“: Vom Verurteilten zum Kunst-Star
Harald Naegeli wird in seiner Heimat mit einem hochdotierten Kunstpreis ausgezeichnet. Außerdem werden ältere Werke in den Kunstbestand aufgenommen.
Kurier

TV/ Film

ServusTV sichert sich Formel 1 ab 2021 – Partnerschaft mit ORF
Nach dem Fußball holt sich ServusTV auch im Motorsport die Königsklasse. ORF überträgt als Partner die Hälfte der Rennen.
Kurier

Nina Proll: „Uns wird nicht die Wahrheit gesagt“
Schauspielerin und Sängerin Nina Proll hat sich noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Dafür wird sie zwar oft kritisiert, aber auch von vielen bewundert. Mit ihrem neuen Song „I zag di au“ bringt sie ihre Fans zum Lachen und Nachdenken. Es ist eine Persiflage auf die Anzeigenwut der Österreicher während des Lockdowns.
https://www.krone.at/2187665

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Unter’m Strich

Immer Ärger mit dem Zeitgeist ! “ Informationskaskaden“
Einer plappert dem anderen nach. Da kommt leicht ein großer Irrtum raus.
https://blogs.faz.net/fazit/2020/02/11/immer-aerger-mit-dem-zeitgeist-11209/

Gegen Rassismus – aber nicht mit Meinungszwang
Der Druck hin zu ideologischer Konformität verengt täglich mehr die öffentliche Debatte. Weltberühmte Autoren wie J.K. Rowling und Margaret Atwood warnen jetzt schon davor. Aktivistische Reflexe bringen auch viel Unsinn hervor – wie jüngst in Berlin.
Die Presse

INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. JULI 2020)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 10. JULI 2020)

HEUTE OPER BURG GARS

Oper Burg Gars
Ich, Beethoven!
von Michael Korth


Andreas und Johannes Wildner. Copyright: Oper Burg Gars

In Michael Korths Theaterstück mit Musik über das Leben Ludwig van Beethovens schlüpft Johannes Wildner in die Rolle des weltbekannten Komponisten. Gesprächspartner im Stück ist Beethovens Neffe Karl (verkörpert von Andreas Wildner) nach dessen Selbstmordversuch 1826, sieben Monate vor Beethovens Tod. Die beiden Vollblutmusiker interpretieren Beethovens Musik im Stück virtuos. Dazu stellen Tänzer des Europaballetts unter der Regie von Michael Fichtenbaum schemenhaft die Gestalten pantomimisch-tänzerisch dar, über die gesprochen wird, wie zum Beispiel Beethovens Mutter oder seine Geliebte.

TICKETS

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Stuttgart: Demo(kratie) – ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor im Stuttgarter Stadtraum
Konzept und Idee von Valentin Schwarz; ab Sonntag, 12. Juli 2020

Copyright: Staatsoper Stuttgart

Unter dem Titel Demo(kratie) – ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor lädt die Staatsoper Stuttgart in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart an drei Terminen ab dem Sonntag, 12. Juli 2020, zu einer musiktheatralen Aktion unter freiem Himmel ein. Über die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe Richard Wagners geht das Team um Regisseur Valentin Schwarz (Idee und Konzept) der Frage nach Masse, Individuum und demokratischen Aushandlungsprozessen nach. Die etwa 60-minütige Aktion mit den 74 Sänger*innen des vielfach preisgekrönten Staatsopernchors Stuttgart und Peer Oscar Musinowski aus dem Ensemble des Schauspiels Stuttgart startet auf dem Schillerplatz in der Stuttgarter Innenstadt und endet auf dem Opernvorplatz. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wohin mit der Kunst in der Krise? Ein Theatersaal ist in gewisser Hinsicht öffentlicher Raum, und der öffentliche Raum unter Umständen auch ein Theatersaal. Also auf die Straße mit dem Massenphänomen Musik, das derzeit in der großen Form nicht im Opernhaus stattfinden kann! Der Begriff der Freiheit war immer und stets gegen Vereinnahmung zu verteidigen, im Ausnahmezustand aber umso energischer. Und wenige Künstler*innen haben sich so stark und kontinuierlich mit all den zur Freiheit gehörenden schmerzhaften Widersprüchen beschäftigt wie Richard Wagner. Regisseur Valentin Schwarz, der eigentlich für die Ring-Inszenierung diesen Sommer in Bayreuth gebucht war, holt den Staatsopernchor Stuttgart an die frische Luft und macht aus Kunst Politik: Dieser wird kurzerhand zum Kern einer Demonstration für die Freiheit – auch für die Freiheit, sich zu irren. Für die Kunst. Für die Vernunft, das Richtige zu tun. Und für das Entfaltungsrecht der Einzelnen.

Konzept und Idee Valentin Schwarz
Bühne Andrea Cozzi
Kostüm Otto Krause
Dramaturgie Franz-Erdmann Meyer-Herder

Mit Mitgliedern des Staatsopernchores Stuttgart und Peer Oscar Musinowski (Schauspiel Stuttgart)

In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart

Termine
Sonntag, 12. Juli 2020, 16 Uhr
Mittwoch, 15. Juli 2020, 17 Uhr
Donnerstag, 16. Juli 2020, 17 Uhr
Beginn: Schillerplatz
Ende: Opernvorplatz

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.
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„DER NEUE MERKER“ – das Heft: Inhaltsverzeichnis Juli 2020)


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PIOTR BECZALA UND CAMILLA NYLUND PROBEN IN ZÜRICH FÜR OPERETTENGALA

ZU INSTAGRAM MIT VIDEOS UND FOTOS

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ZWEI NEUE SHAKESPEARE-OPERN AM SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATER: PASCAL DUSAPINS »MACBETH UNDERWORLD« (2020/2021) UND SARAH NEMTSOVS »OPHELIA« (2022/2023)

Am Saarländischen Staatstheater kommen in den nächsten Spielzeiten gleich zwei neue Werke zeitgenössischen Musiktheaters auf die Bühne: Pascal Dusapins Oper »Macbeth Underworld« feiert in der Saison 2020/2021 in Saarbrücken seine Deutsche Erstaufführung (Premiere: 6. Februar 2021), zwei Spielzeiten später folgt dann die Uraufführung von Sarah Nemtsovs »Ophelia« (Premiere: Mai 2023). Im Mittelpunkt beider Oper stehen Figuren aus Shakespeare-Dramen, die aus bislang unbekanntem Blickwinkel betrachtet werden: In »Macbeth Underworld« blicken der König Schottlands und Lady Macbeth aus der Unterwelt zurück auf ihre schändlichen Taten, und in
»Ophelia« wird der Stoff aus der Sicht der mehrfach verdoppelten Titelfigur neu beleuchtet.

Beide Komponisten sind außerdem »Artist in Focus« der jeweiligen Saison: Im Umfeld der Erst- bzw. Uraufführung werden zusätzlich weitere Kompositionen aus den Bereichen Konzert, Lied und Kammermusik ins Programm genommen – Gelegenheit, das Schaffen von Dusapin und Nemtsov in all seinen Facetten kennenzulernen.

MACBETH UNDERWORLD: ABTAUCHEN IN DIE TIEFSTEN ABGRÜNDE DER MENSCHLICHEN SEELE
In Sachen Opernkomposition zählt der französische Komponist Pascal Dusapin längst zu den »alten Hasen«: Acht Opern stehen inzwischen auf der Liste seiner Kompositionen. Zumeist nach Vorlage von Schauspieltragödien entstanden ganz eigene, geheimnisvoll neuartige Werke, so »Roméo et Juliette«, »Medeamaterial«, »Faustus. The Last Night« oder »Penthesilea«. Mit seiner neuesten Oper »Macbeth Underworld« taucht Dusapin in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele ein und schafft mit einer hochkomplexen Musik, die schillert und ungeheuer wandelbar ist, ein blutbeflecktes Werk, eine Parabel über die Machtgier der Menschen.

Macbeth, Königsmörder und so König Schottlands geworden, starb selbst nach seiner Schreckensherrschaft in Schottland eines gewaltsamen Todes. Macbeth und seine Lady blicken aus der Unterwelt zurück auf ihre Missetaten. So wie Dusapin hat Shakespeare noch niemand bearbeitet: »Man braucht keine Hexe zu sein, um diesem ›Macbeth‹ in der Oper von morgen eine Königs-Krone vorherzusagen«, so war es in der Brüsseler Uraufführungskritik zu lesen war.
Bodo Busse, Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters, hat sich für die kommende Spielzeit die Rechte an der Deutschen Erstaufführung gesichert: »Seit vielen Jahren verfolge ich mit großer Faszination das vielseitige Schaffen von Pascal Dusapin, den ich zu den ganz großen Komponisten unserer Zeit zähle. Gerade seine Bühnenwerke sind in ihrer psychologischen und mythologischen Tiefe mit ihrer schillernd-soghaften, kraftvollen und wunderbar für die menschliche Stimme geschriebenen Musik ein Beweis dafür, dass Oper keine Kunstform von gestern ist. Als ich mir für das Saarländische Staatstheater den Zyklus mit Shakespeare-Opern des 20. und 21. Jahrhunderts vorgenommen habe, den wir mit Frank Martins ›Der Sturm‹ ja bereits erfolgreich begonnen haben, habe ich uns sofort die Rechte für die deutsche Erstaufführung der neuen Shakespeare-Vertonung von Dusapin gesichert.«

»Macbeth Underworld« kommt als Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg auf die Bühne: Am 6. Februar 2021 feiert die Oper im Großen Haus des Saarländischen Staatstheaters ihre Deutsche Erstaufführung, am 12. Mai 2021 ist die Oper dann im Grand Théâtre Luxembourg zu sehen.

OPHELIA:
KOMPOSITIONSAUFTRAG DES SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATERS AN SARAH NEMTSOV WIRD VON
ERNST-VON-SIEMENS-MUSIKSTIFTUNG GEFÖRDERT
Die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung fördert den Kompositionsauftrag des Saarländischen Staatstheaters an die deutsche Komponistin Sarah Nemtsov für die Oper »Ophelia«. »Ich freue mich sehr, dass die renommierte Ernst-von-Siemens-Musikstiftung unser Projekt unterstützt. Das ist eine wunderbare Wertschätzung für das große Musiktheaterwerk und verleiht uns noch mehr Kraft und Motivation bei der Umsetzung«, sagt Generalintendant Bodo Busse. Die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung wurde im Jahr 1972 durch Ernst von Siemens, Enkel des Unternehmensgründers Werner von Siemens, ins Leben gerufen. Anfang 1973 nahm sie ihre Arbeit auf, seitdem verleiht die Stiftung jedes Jahr an einen Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftler, der für das internationale Musikleben Hervorragendes geleistet hat, den Ernst-von-Siemens-Musikpreis.
Im Jahr 2020 vergibt die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung insgesamt 3,6 Millionen Euro, der größte Teil kommt dabei der Förderung zeitgenössischer Musikprojekte weltweit zugute. Neben Kompositionsaufträgen werden Konzerte und Veranstaltungsreihen unterstützt, sowie Wettbewerbe, Akademien und Workshops, in denen junge Musiker, Komponisten und Dirigenten ihr Können unter Beweis stellen und von renommierten Meistern lernen.
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Immer Ärger mit dem Zeitgeist ! “ Informationskaskaden“

Der Zeitgeist on Twitter: "Die #Österreicher wieder 👍 #Blackout ...

Einer plappert dem anderen nach. Da kommt leicht ein großer Irrtum raus.

Frankfurter Allgemeine

„…. Einflüsterungen deutungswütiger Rezensenten und allgemeinem Zeitgeist aus Tagespresse usw.– innovativ „voran“ aus kreativ – künstlerischem Impuls kann keiner.“

U.st. Artikel bestätigt aus soziologischer Sicht, wie wichtig für die Entwicklung unserer Welt, damit auch des Theaters, das Format eines Menschen ist, der unabhängig vom Massenzwang aus individueller Kreativität seine Meinung bildet und vertritt. Somit wird auch klar, dass Menschen ohne dieses Format hinderlich sind, wenn Sie in exponierten Positionen stehen. Aber auch wie weltbeschädigend  Demagogen, Angepasste, Opportunisten und Mitläufer sein können. (Grade die deutsche Geschichte trieft hier von Beispielen!)

Ebenso wird die Akzeptanz von so vielem szenischen Blödsinn z. B. im Musiktheater erklärbar. Das haben so wohl schon so manche auf dem Gewissen.

TTT
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 ORF : ORF III am Freitag: „So ein Theater“ präsentiert zwei Stücke aus dem TV-Theater im ORF-Zentrum mit Ossy Kolmann

 „Das blaue Aug´“ und „Lasst uns lügen“

– ORF III Kultur und Information lässt am Freitag, dem 10. Juli 2020, wieder die österreichische Theatertradition hochleben und zeigt im Rahmen von „So ein Theater“ zwei Stücke, aufgezeichnet im ORF-Zentrum. Den Anfang macht „Das blaue Aug‘“ (20.15 Uhr) – Hans Sassmanns Lustspiel über einen Wiener Hausmeister (Ossy Kolmann), der im Lotto gewinnt und im Freudenrausch dem Hausbesitzer ein blaues Auge verpasst. Wer sich derartiges traut, muss mindestens eine Million gewonnen haben. Obwohl das Ansehen des Herrn Leberbauer ungeheuer steigt und ihm sogar das Präsidentenamt eines Wohltätigkeitsvereins angeboten wird, stellt sich der Gute zu sehr in den Mittelpunkt. Leberbauers Höhenflug endet beinahe kläglich: Denn der Lottogewinn fällt recht mäßig aus. Eine unschlagbare Komödie mit Theater- und Fernsehlegenden wie Ossy Kolmann, Hilde Nerber, Fritz Holzer, Hilde Rom und Bernd Schärfl unter der Regie von Herbert Wochinz.

„Lasst uns lügen“ (21.40 Uhr) heißt es danach in der 1979 aufgezeichneten Komödie, in der neben Ossy Kolmann zahlreiche Publikumslieblinge vertreten sind. Julia (Elfriede Ott) ist eine passionierte Lügnerin. Die Fantasie geht oft mit ihr durch. Doch als sie entdeckt, dass ihr Dienstmädchen (Sonja Jeannine) mit einem Einbrecherduo (Michael Schottenberg, Heinz Nick) unter einer Decke steckt, glaubt ihr selbst ihr Ehemann Carlos (Walther Reyer) kein Wort. Rächt sich jetzt Julias ewige Lügerei?

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