DIE MONTAG-PRESSE – 26. JULI 2021

DIE MONTAG-PRESSE – 26. JULI 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE – 26. JULI 2021

Bei Dalands geht es gutbürgerlich zu. Foto: Enrico Nawrath / Bayreuther Festspiele

Bayreuth
„Der Fliegende Holländer“ in Bayreuth: Dick aufgetragen mit überraschendem Finale
https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Bayreuther-Richard-Wagner-Festspiele-2021-id60180676.html

Desillusionierung eines metaphysischen  Phantasmas – aber  Personenregie als Lehrstunde unbedarfter Musiktheater – Inszenierungs-Mischpoke
TTT – Zur Eröffnungspremiere

Bravi in Bayreuth
Mit wenig Prominenz, dafür mit wunderbaren Solisten, einer fulminanten Frau am Pult, einem Spitzenorchester und einem tollen Chor sind die Bayreuther Festspiele 2021 gestartet. Musikalisch kamen die 911 Zuschauer im Festspielhaus voll auf ihre Kosten. Der Beifall und die Bravi waren enorm. Die schlechte Inszenierung und das sehr, sehr bescheidene Bühnenbild bekamen viele lautstarke Buhs.
Die Sterne des Abends waren zwei Solisten: Asmik Grigorian als Senta und Eric Cutler als Erik.
Der Abend war schon sehr gut, aber als Frau Grigorian die Bühne betrat und ihre ersten Töne sang, bekam der „Holländer“ eine neue Dimension. Asmik Grigorian zeigte mit ihrer Sopran-Stimme, wie eine Frau leicht, locker und angenehm auch im höchsten Register singen kann. Gleichzeitig sang sie einmalig wohlig und weich im mittleren und tiefen Register – Wohlfühlfaktor 10. Die Litauerin ist 40 Jahre alt und steuert gerade auf den Zenit ihres stimmlichen Wirkens zu. Sie bekam den mit Abstand größten Beifall bei dieser Eröffnung – in den vergangenen 6 Jahren hat nur der Tenor Klaus Florian Vogt einen derartigen Beifall bekommen – für seinen Lohengrin in der gleichnamigen Wagner-Oper.
https://klassik-begeistert.de/richard-wagner-der-fliegende-hollaender-bayreuther-festspiele-25-juli-2021/#more-29370

Bayreuth
Tomasz Konieczny übernimmt den Wotan in der Walküre am 29. Juli, 3. August und 19. August!
Tomasz Konieczny wird die Partie des Wotan in der Walküre am 29. Juli, 3. August und 19. August anstelle von Günther Groissböck übernehmen. Die Besetzung Wotan/Wanderer im Ring des Nibelungen 2022 wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Die Festspielleitung dankt Herrn Konieczny sehr herzlich für die kurzfristige Übernahme!
Bayreuther Festspiele

Bayreuther Festspiele planen 3D-„Parsifal“
Virtuelle Darsteller als Neuerung – Chefin Katharina Wagner setzt vermehrt auf junge Leute, spannende und ungewöhnliche Ideen.
Wiener Zeitung

Bayreuther Festspiele planen 3D-«Parsifal»
https://www.nw.de/nachrichten/topthemen/23057001_Bayreuther-Festspiele-planen-3D-Parsifal.html

Wagner, Walküre, Wahnsinn – Michael Güttler und seine Festspielpläne in der Ortenau
https://opernmagazin.de/wagner-walkuere-wahnsinn-guettler-und-seine-festspielplaene-in-der

Michael Güttler bringt Wagners Walküre in der Oberrheinhalle Offenburg auf die Bühne
Badische Zeitung

Salzburg
Salzburger Festspiele offiziell eröffnet
https://www.puls24.at/news/entertainment/salzburger-festspiele-offiziell-eroeffnet/240020

Salzburg
Erwachen aus einem Albtraum und Demokratie als „humanistische Utopie“
Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnete gemeinsam mit mehreren Gastrednern die Salzburger Festspiele. Für Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler gab es Standing Ovations.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2113919-Erwachen-aus-einem

Salzburg
Der Verführer hat die Festspiele geprägt
Mozarts „Don Giovanni“ gilt nicht nur die erste Premiere im Sommer 2021. Er war Salzburgs erste Festspieloper überhaupt.
https://www.diepresse.com/6012483/der-verfuhrer-hat-die-festspiele-gepragt

Advokat der drastischen Schönheit: Regisseur Romeo Castellucci
Mit „Don Giovanni“ geht es bei den Salzburger Festspielen richtig los. Castellucci ist der Operndenker, um den tausendfach gedeuteten Schürzenjäger originell untergehen zu lassen.
Der Standard.at

Festspiel-Premiere
Don Giovanni: „Die Atmosphäre von Schönheit“
https://www.krone.at/2469867

„Don Giovanni“ schrieb 1922 Festspielgeschichte
Seine Stimme hätte sich keinen Platz im Opern-Olymp verdient. Richard Mayr erarbeitete sich mit seiner Bühnenpräsenz Legendenstatus, Zeitzeugen zufolge soll er ein hinreißender Darsteller gewesen sein.
https://www.sn.at/salzburger-festspiele/don-giovanni-schrieb-1922-festspielgeschichte-106938169

Eingeschlafene Füße in Ewigkeit
Festspiele / Philippe Herreweghe
DrehpunktKultur

Maske, Busen, Absage: Kleines Lexikon zu den Salzburger Festspielen
Der Standard.de

Wien
Die Staatsoper muss sich radikal öffnen
Interview mit Bogdan Roščić
https://www.stayinart.com/die-staatsoper-muss-sich-radikal-oeffnen/

Rheinsberg
Klassikfestival Rheinsberg Entenquaken und großes Orchester
Beim Klassikfestival in Rheinsberg wird in diesem Jahr Ludwig van Beethovens Genie gefeiert. Auch im Berliner Umland sehnt man sich wieder nach Livekultur.
Tagesspiegel.de

London
Ein Sommer voller Klassik: Die BBC Proms beginnen
https://www.rnd.de/kultur/london-die-last-night-of-the-proms-von-bbc-beginnen

CD
Nicola Benedetti spielt Vivaldi und Geminiani
https://www.ndr.de/kultur/musik/klassik/CD-der-Woche-Nicola-Benedetti-Baroque,benedetti102.html

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
BWW Feature: ONLINE VIRTUAL OPERA TOUR at Home Computer Screens
From a San Francisco Blockbuster Elektra to Comedy, Vino, and Verismo in Europe as well as Beethoven with Pizza in Chicago.
broadwayworld

Melbourne and Singapore Symphony Orchestras Will Unite For Virtual Concert
The virtual concert Musical Friendship will premiere on Friday 6 August 2021, heralding the National Day of Singapore.
https://www.broadwayworld.com/singapore/article/Melbourne-and-Singapore-Symphony

Leeds
Leeds Opera Festival returns to a stage near you in a bid to change myths about who opera is for
https://www.yorkshireeveningpost.co.uk/whats-on/arts-and-entertainment/leeds-opera

Chicago
Conductor Kim proves she is the real deal in impressive Grant Park debut
https://chicagoclassicalreview.com/2021/07/conductor-kim-proves-she-is-the-real-deal-in

Bard Summerscape
Q & A: Norman Garrett on King Arthur, Chausson & the 2021-22 Season
https://operawire.com/q-a-norman-garrett-on-king-arthur-chausson-the-2021-22-season/

Washington
Incandescent opera rarities with NSO and Wolf Trap Opera stars, past and present
https://washingtonclassicalreview.com/2021/07/24/incandescent-opera-rarities-with-nso

Des Moines
Des Moines Metro Opera: The Queen of Spades, a Winning Hand
https://operatoday.com/2021/07/the-queen-of-spades-a-winning-hand/

Sydney
Opera Australia gets $4 million boost after lockdown SOS
https://www.theage.com.au/culture/opera/opera-australia-gets-4-million-boost-after

Recordigs
Juan Diego Flórez Releases New Album of Peruvian Criollo Waltzes
https://operawire.com/juan-diego-florez-releases-new-album-of-peruvian-criollo-waltzes/

Ballett/ Tanz

New York
American Ballet Theater to Return to Lincoln Center in October
The full-length ballet “Giselle” will open the company’s season at the David H. Koch Theater Oct. 20.
https://www.nytimes.com/2021/07/21/arts/dance/american-ballet-theater-new-season.html

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Unter’m Strich

Tokio
Kiesenhofer erobert sensationell Gold
Anna Kiesenhofer hat am Sonntag mit einer wahren Meisterleistung österreichische Sportgeschichte geschrieben. Die 30-Jährige holte sich sensationell die Goldmedaille im Radstraßenrennen der Damen. Nach 3:52:40 Stunden überquerte Kiesenhofer um 17.14 Uhr Ortszeit die Ziellinie.
https://sport.orf.at/tokyo2020/stories/3081410

Wiener Grüne eliminieren Blumenbeete für Radweg
https://www.krone.at/2469709

Die EZB ist auf dem Weg in den ewigen Nullzins
Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen! Es geht was um die Welt!
https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/geldpolitik-die-ezb-ist-auf-dem

TTT: dieses Szenario hatte ich schon im April 2020 in meinen Ausführungen erörtert, allerdings gemäßigter als sich die Währungssituation nun entwickelt hat.  Ausgaben und zukünftige Auswirkungen haben sich zu meinen damaligen Schätzungen nun noch potenziert. Geldwertstabilität ist überhaupt kein Kriterium mehr. So lange sich alle was in die Tasche lügen, kann das bedingt funktionieren. Aber auch hier gibt es Naturgesetze (1 + 1 bleibt 2, das ändert auch keine Quantenenergie), irgendwann, vermutlich bald, funktioniert es nicht mehr.

https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-ttt-eroertert-wir-wissen-dass-es-dinge-gib

INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. JULI 2021)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. JULI 2021)

Quelle: onlinemerker.com

BAYREUTH: FOTOS AUS DER FESTSPIELPREMIERE „DER FLIEGENDE HOLLÄNDER“ (25.7.)

Klaus Billand:  Gestern Abend sind sie also nun gestartet, die Bayreuther Festspiele 2021, nachdem das Festival im Vorjahr wegen Covid 19 abgesagt werden musste. Man begann mit einer Neuinszenierung des „Fliegenden Holländer“, und was vor allem im Vorfeld kommentiert wurde, war die Tatsache, dass zum ersten Mal seit Gründung der Festspiele im Jahre 1876 eine Frau am Pult des Bayreuther Festspielorchesters stehen würde, als handelte es sich um eine andere Spezies, die nun einmal die musikalische Leitung in die ungewohnten Hände nehmen würde. Meines Erachtens wäre der Sache der langsam, aber sicher und durchaus verdient, als Operndirigentinnen an großen Häusern aufkommenden Damen besser geholfen gewesen, wenn dieser Umstand unaufgeregter kolportiert worden wäre. Schließlich hebt auch die Lufthansa nicht bei jedem Flug die Tatsache hervor, dass eine Frau am Steuer sitzt, für einige Fluggäste immer noch eine Überraschung. Oksana Lyniv, ehemalige GMD in Graz, um es gleich vorwegzusagen, machte ihr Debut im nicht ganz leicht zu beherrschenden „Mystischen Abgrund“ mit dem Bayreuther Festspielorchester sehr gut, soweit man das auf der Basis eines streams sagen kann. In jedem Falle stimmten die Tempi, wurden dramatische Akzente passend und einnehmend gesetzt sowie die Sänger stets gut geführt. Ein sicher beachtlicher Einstand!…

Mit solchen Inszenierungen entfernt man sich immer weiter vom Wagnerschen Gesamtkunstwerk, einer einstmals bahnbrechenden Konzeption einer neuen Form des Musikdramas des Komponisten. Man lässt seine Musikdramen und Opern dann immer mehr als gefälliges – und manchmal auch relativ preisgünstiges – Theater mit teilweise beliebiger musikalischer Begleitung erscheinen. Statt Musiktheater also Theater mit Musik! Es ist zu hoffen, dass Text und Musik irgendwann wieder die ihnen vom Schöpfer zugedachten und folglich zustehenden Rollen in der Wagner-Rezeption erhalten werden. Das dann auch zeitgemäß verständlich und überzeugend zu bringen, ist das Werk wirklich großer Regisseure, die das Handwerk kennen, für die Musik Verständnis aufbringen und nicht unbedingt immer gleich einen „großen“ Namen haben müssen. Götz Friedrich, Harry Kupfer und andere haben vorgemacht, wie das geht!

Klaus Billand

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand

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Bei Dalands geht es gutbürgerlich zu. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

„Noch ist kein Schiff zu sehn“ – das ist aber ein anderes Werk.

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Markus Söder twittert: Auftakt auf dem Festspielhügel –  Premierenabend in Bayreuth mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wir freuen uns, dass die Richard-Wagner-Festspiele trotz Corona heute stattfinden können.

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Foto: Twitter/ Markus Söder

Erste Gedanken von Tim Theo Tinn: Premiere „Holländer“ Bayreuth, 25. Juli 2021 – Stream

Desillusionierung eines metaphysischen  Phantasmas – aber  Personenregie als Lehrstunde unbedarfter Musiktheater – Inszenierungs-Mischpoke

Es war eine strukturierte Inszenierung, die großartige Unterhaltung bot. Falsch n. m. E.  war z. B. die Anbindung der Kostüme an unsere Realität. Aber man hatte sich Gedanken zur Struktur des Musikdramas gemacht…

…Insgesamt Gratulation an alle für eine gefällige Bayreuth-Aufführung. Bei gleicher Personenregie, aber adäquater Farbdramaturgie statt ernüchterndem Einheitsgrau und surrealen Bilderwelten z. B. gem. TTT – Plädoyers (hier im Merker )  wäre eine Weltwirkung möglich .

 Zum Bericht von TTT

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SALZBURGER FESTSPIELE: HEUTE PREMIERE „DON GIOVANNI“

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Leading Team

Teodor Currentzis Musikalische Leitung
Romeo Castellucci Regie, Bühne, Kostüme und Licht
Cindy Van Acker Choreografie
Piersandra Di Matteo Dramaturgie

Besetzung

Davide Luciano Sänger Bariton
Davide Luciano. Foto: Simon Pauly

Davide Luciano   Don Giovanni
Mika Kares   Il Commendatore
Nadezhda Pavlova   Donna Anna
Michael Spyres   Don Ottavio
Federica Lombardi  Donna Elvira
Vito Priante   Leporello
David Steffens   Masetto
Anna Lucia Richter   Zerlina

musicAeterna Choir
Vitaly Polonsky Choreinstudierung
MusicAeterna Orchestra
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BAYREUTHER FESTSPIELGESCHICHTE: EINE ABSAGE NACH DER GENERALPROBE GAB ES SCHON

DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG 1968

Band I: 1850-1950, Band II: 1951-2000 - SWR2

Die Bayreuther Neuinszenierung der „Meistersinger“ 1968 hat eine kuriose Geschichte: WALTER BERRY hätte sein Debut als „Hans Sachs“ geben sollen, aber hat nach der Generalprobe abgesagt, worauf Theo Adam die Rolle übernahm.

Walter Berry hat mir wenige Jahre vor seinem Tod (2000) erzählt, dass er sich erst nach Jahrzehnten den Tonbandmitschnitt dieser Generalprobe 1968 angehört hat und ihn überraschend gut fand. Wäre es ihm damals klar gewesen, so hätte er NICHT abgesagt.
Der Dirigent KARL BÖHM leitete nur die beiden ersten Vorstellungen am 27. Juli und 4. August 1968. Ein Mitschnitt der Premiere wurde später auf CD veröffentlicht.

Die weiteren Vorstellungen übernahm Berislav Klobucar. Auch in den Jahren 1969 und 1970 kam Böhm nicht nach Bayreuth.
Beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele am 23.7.1976 dirigierte Karl Böhm dann nochmal die „Festwiese“. Die gesamten „Meistersinger“ dirigierte er also in Bayreuth insgesamt nur 2mal in der Saison 1968.

ZUM INTERVIEW mit Walter Berry

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Violinistin Veriko Tchumburidze gewinnt Ausschreibung des Staatsorchesters Stuttgart

Generalmusikdirektor Cornelius Meister und Mitglieder des Staatsorchesters haben die Solistin für das 1. Sinfoniekonzert der kommenden Spielzeit ausgewählt: Die junge Violinistin Veriko Tchumburidze wird im Oktober Antonín Dvořáks Violinkonzert interpretieren.

Um den Berufseinstieg zu unterstützen, hatten Cornelius Meister und das Staatsorchester Stuttgart junge Geiger*innen dazu eingeladen, sich um den Solopart in Antonín Dvořáks Violinkonzert zu bewerben, welches das Staatsorchester unter der Leitung von Marek Janowski im 1. Sinfoniekonzert der Spielzeit 21/22 am 24. und 25. Oktober 2021 in der Liederhalle Stuttgart aufführen wird.

Aus rund fünfzig Video-Bewerbungen wählten Cornelius Meister und einige Solostreicher und Orchestervorstände des Staatsorchesters junge Musiker*innen für ein persönliches Vorspiel und Kennenlernen in Stuttgart aus. Gewinnerin ist die 25-jährige georgische Geigerin Veriko Tchumburidze. Sie ist bereits Preisträgerin des Wieniawski-Wettbewerbs und spielt als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben eine Violine von Giambattista Guadagnini.

Cornelius Meister: „Zahlreiche Nachrichten erreichten uns, wie dankbar man sei, dass das Staatsorchester sich so stark für den musikalischen Nachwuchs einsetze. So hat dieses Auswahlverfahren offensichtlich dazu beigetragen, dass nicht nur Veriko Tchumburidze, sondern auch viele weitere junge Geigerinnen und Geiger eine Perspektive erhalten haben. Auf Veriko Tchumburidzes Interpretation des Dvořák-Violinkonzerts im Sinfoniekonzert freuen wir uns sehr. Da ich beim Auswahlvorspiel den Orchesterpart am Klavier selbst gespielt habe, konnte ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer musikalisch genau kennenlernen und mich an den durchweg höchst niveauvollen, aber dennoch ganz unterschiedlichen Interpretationen freuen.“

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Madrid/ Tosca: Ankündigung der Aufzeichung und Sendung

tol

ZU INSTAGRAM mit Video

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UNSERE MINI EMMA  (KOROMILAS) IN GRIECHENLAND (von den ersten Lebensmonaten an Online-Merker-Fan) HAT IHREN 4. GEBURTSTAG GEFEIERT

Motto war: „Eine Sirene oder Meerjungfrau“. Ihre Mutter hat dazu eine passende Torte gebacken. Sie sendet Grüße von der Insel Sifnos, auf der sie mit Familie urlaubt!

Esther Hatzi

emk

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 ORF-„kulturMontag Spezial“ aus Salzburg: Mit u. a. „Don Giovanni“ Luciano, „Jedermann“ Eidinger, Eröffnungsredner Nida-Rümelin

Danach: Doku „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ – am 26. Juli, ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Dem 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele, das pandemiebedingt auf heuer ausgeweitet wurde, widmet sich am 26. Juli 2021 ein von ORF und Bayerischem Rundfunk präsentierter „kulturMontag Spezial“ aus Salzburg. Live aus dem Malersaal des Großen Festspielhauses begrüßen auch heuer wieder ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl und BR-Moderatorin Ursula Heller gemeinsam um 22.30 Uhr in ORF 2 aus der Mozartstadt. Dort wird heuer u. a. Romeo Castelluccis und Teodor Currentzis’ „Don Giovanni“ mit Spannung erwartet: Direkt nach der Premiere werden Festspielintendant Markus Hinterhäuser, „Giovanni“ Davide Luciano und „Zerlina“ Anna Lucia Richter in der Sendung erwartet. Außerdem zu Gast: Tausendsassa und Neo-„Jedermann“ Lars Eidinger sowie „Gott“ und „Teufelin“ Mavie Hörbiger, weiters der Philosoph, Autor und heurige Eröffnungsredner Julian Nida-Rümelin, der in seiner Festspielrede eine humanistische Utopie entwirft und im Gespräch mit Ursula Heller und Martin Traxl den Zustand unserer Gesellschaft analysiert.

Anschließend an die Sondersendung steht die Dokumentation „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ (23.30 Uhr) von Werner Horvath über die Geschichte des Festivals auf dem Programm, deren Kurzfassung als filmische Einführung der noch bis Ende Oktober laufenden Salzburger Landesausstellung zum Jubiläum im Salzburg Museum läuft. Einen TV-Dacapo-Termin gibt es am Sonntag, dem 15. August, um 18.25 Uhr in 3sat.

Die Themen im „kulturMontag Spezial“:

Wallfahrtsort für das Welttheater – 101 Jahre Salzburger Festspiele

In ihrem 101. Jahr und in Jahr zwei der Pandemie setzen die Salzburger Festspiele ein kräftiges Zeichen für die Kunst: Ein spektakuläres Programm mit 168 Aufführungen in 46 Tagen an 17 Spielstätten, darunter 31 Opernvorstellungen, 44 Theaterabende und 93 Konzerte ist geplant – damit wird das pandemiebedingt zu kurz gekommene 100-jährige Jubiläum des Festivals aus 2020 tatkräftig bis in die heurige Saison verlängert. Mit kaum spürbaren Einschränkungen, den obligaten 3-G-Regeln, der FFP2-Maskenpflicht sowie personalisierten Eintrittskarten, die ein lückenloses Contact Tracing möglich machen, verwandelt sich die idyllische Barockstadt wie eh und je in eine überragende Festspielkulisse. Und es gibt keine Kapazitätsbeschränkungen, was nicht nur das Festspieldirektorium freut.

Ein rebellisch-rabiater Rohling – Mythos „Don Giovanni“

So alt wie sein Mythos sind die Versuche, „Don Giovanni“ auf die Spur zu kommen. Mit Spannung erwartet wird die Neuinszenierung von Mozarts Meisterwerk als diesjährige Eröffnungsoper. Kein Wunder, gilt doch das erfolgreiche Dream-Team, Regisseur Romeo Castellucci und Dirigent Teodor Currentzis, als Garant für Hochzeiten der Kunst. Die beiden Radikal-Individualisten fordern – ganz im Sinne des Festspiel-Mitbegründers Hugo von Hofmannsthal – in ihrer Deutung ein neues Sehen und Hören der „Oper aller Opern“ heraus. Wie die Produktion beim Publikum angekommen ist, zeigt der „kulturMontag“. Direkt nach der Premiere im Großen Festspielhaus werden Intendant Markus Hinterhäuser, „Giovanni“ Davide Luciano und „Zerlina“ Anna Lucia Richter erwartet.

Individuum versus Kollektiv – Ist Demokratie eine humanistische Utopie?

Intendant Markus Hinterhäuser hat die Salzburger Festspiele zu einem „Epizentrum des Besonderen“ ausgerufen. Er hat zum 100-Jahr-Jubiläum gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und dem Kuratorium ein Memorandum verfasst, was Festspiele ausmacht und welchen Auftrag sie zu erfüllen haben. Was kann Kunst bewirken in einer Zeit, in der so viele ratlos sind? Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen leistet auch der von Hinterhäuser ausgewählte diesjährige Eröffnungsredner, der deutsche Philosoph und Autor Julian Nida-Rümelin, einen wichtigen Beitrag. Für den ehemaligen deutschen Kulturstaatsminister gibt es ohne die Leitkultur des Humanismus keine Demokratie als Lebensform. Der Titel seiner Rede: „Eine humanistische Utopie“. Julian Nida-Rümelin ist live zu Gast.

Der talentierte Mr. Eidinger – Der neue Jedermann

Er ist hip, exaltiert, extrem, eine Rampensau, zugleich ein ängstlicher Mensch. Im Theater ist er oft nackt, im Film spielt er am liebsten Psychopathen. Zwei der großen Koordinaten im Leben des Berliners Lars Eidinger sind das Theater und das Kino. Wer seinen „Hamlet“ an der Berliner Schaubühne, deren festes Ensemble-Mitglied er seit 1999 ist, gesehen hat, weiß, wie sehr sich der 45-Jährige bis zur körperlichen Erschöpfung verausgaben, wie intensiv sein Spiel sein kann. Es heißt, er sei Fachmann des Extremen, des Maßlosen, ein Schauspielberserker. Jetzt spielt der Tausendsassa die Paraderolle der Salzburger Festspiele und wird dafür von Kritik wie Publikum gefeiert. Der 20. „Jedermann“-Darsteller in der Geschichte des Festivals ist live zu Gast.

Gottes Werk und Teufels Beitrag – Mavie Hörbigers himmlisches Inferno

In der Rolle „die guten Werke“ war sie seit 2017 als Drogensüchtige im Endstadium auf dem Domplatz beeindruckend, im Wiener Burgtheater in Ferdinand Schmalz’ Neuschreibung „jedermann(stirbt)“ in ihrer Doppelrolle virtuos, als „Mammon“ fast schon unheimlich und in der Rolle der „Werke“ brillierte sie als Charity Lady. In der „Jedermann“-Neuinszenierung von Michael Sturminger hat Mavie Hörbiger erneut eine Doppelfunktion und die hat es in sich. Die zierliche Schauspielerin bewegt sich zwischen Himmel und Hölle, ist sie doch „Gott“ und zugleich der „Teufel“. Als Gottvater erscheint sie leibhaftig auf dem Domplatz, als Leibhaftiger tritt sie in so große Fußstapfen wie jene von Otto Schenk, Helmuth Lohner oder Tobias Moretti. Mavie Hörbiger ist die erste Frau in dieser Rolle und live zu Gast.

Dokumentation „Eine Stadt als Bühne – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ (23.30 Uhr)

Ein Regisseur, ein Dichter, ein Komponist, und ein gemeinsamer Traum – Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss träumten nach dem Ersten Weltkrieg von Festspielen, die Frieden stiften sollten. Der geniale Theatermacher Reinhardt erklärte die Stadt zur Bühne und inszenierte 1920 am Domplatz den „Jedermann“ – die Geburtsstunde der Salzburger Festspiele. Werner Horvath hat für seine Dokumentation historische Schätze aus dem ORF-Archiv geborgen und blickt in Gesprächen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Organisatoren in die Vergangenheit des weltberühmten Festivals. Entstanden ist eine facettenreiche und unterhaltsame filmische Zeitreise: Vom Gründungsmythos und Reinhardts Visionen für seine Festspiele, dem Erfolgsschlager „Jedermann“, den Schrecken des NS-Regimes, über den Bau des Festspielhauses nach den Plänen von Clemens Holzmeister, bis zu den schillernden Jahren unter Herbert von Karajan. Erfolgsproduktionen und Theaterskandale prägten Salzburg genauso wie der alljährliche Schaulauf von Prominenz und Adabeis. Die ORF-Produktion bringt ein Wiedersehen mit eindrucksvollen Produktionen der vergangenen 100 Jahre sowie unzähligen liebgewonnenen Granden der Theater- und Opernwelt, die mit Salzburg verbunden sind und waren – angefangen von Helene Thimig und Alexander Moissi, über Susi Nicoletti, Paula Wessely und Grace Bumbry bis hin zu Klaus Maria Brandauer, Anna Netrebko und Christa Ludwig.

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Royaler „ORF III Themenmontag“ zeigt Doku-Vierteiler „Schloss Windsor“ über das britische Königshaus

Mit: „Tragödie und Triumph“, „Liebe und Krieg“, „Glückliche Familien“ und „Vier Scheidungen und ein Feuer“

Wien (OTS) – Der „ORF III Themenmontag“ am 26. Juli 2021 präsentiert den Doku-Vierteiler „Schloss Windsor“, der hinter die beeindruckenden Gemäuer blickt, die bis heute verborgene Geheimnisse der königlichen Familie hüten. Im Vorabend beleuchtet „Kultur Heute“ (19.45 Uhr) im Rahmen der „ORF III Festivalinitiative“ den Kultur.Sommer.Semmering, der in diesem Jahr im Südbahnhotel Semmering über die Bühne geht. Dazu wird Intendant Florian Krumpöck zum Gespräch gebeten.

Der „ORF III Themenmontag“ im Zeichen von „Schloss Windsor“ startet um 20.15 Uhr mit dem ersten Teil des Vierteilers „Tragödie und Triumph“: Der Film befasst sich mit der Bedeutung des Anwesens für Queen Elizabeth II. und mit jenen 16 Jahren, die die Monarchin dort verbrachte – mit prägenden Lebensstationen wie ihrer Kindheit am Schloss, dem Kennenlernen ihres zukünftigen Ehemanns Philip sowie der Krönung. Außerdem thematisiert die Doku den Verrat durch das Kindermädchen Crawfie.

Während sich Folge zwei „Liebe und Krieg“ (21.05 Uhr) mit Elizabeths und Philips Entschluss auseinandersetzt, Windsor nach ihrer Krönung zu ihrem eigentlichen Zuhause zu machen, widmet sich der dritte Film „Glückliche Familien“ (21.55 Uhr) den Königskindern und Skandalen, die ihren Namen bis heute anhaften. Der letzte Teil mit dem Titel „Vier Scheidungen und ein Feuer“ (22.45 Uhr) beleuchtet die Stimmung der Bevölkerung während der royalen Sinn- und Finanzkrise zwischen 1992 und 2016.

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