Arena di Verona 2023, Aida © Dr. Charles Ritterband
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 27. DEZEMBER 2025
Reportage: Opernfestspiele Arena di Verona – Wo Gladiatoren kämpften
In der Arena di Verona verschmelzen antike Baukunst und romantische Oper zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Wer sich von Illusionen trennt, wird zwar weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben, sagte einst Mark Twain. Verona ist der perfekte Ort für Illusionen. Stadt von Romeo und Julia, deren Geschichte zum Symbol für die ewige Liebe wurde. Der Legende nach soll Julia Capulet in Shakespeares Drama von 1596 mit ihrer Familie in der Casa di Giulietta in der Via Cappello Nr. 23 gelebt haben. Tatsächlich war das Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert ursprünglich ein Stall. Auch der berühmte Balkon ist eine Finte.
concerti.de
Österreich
Jahresrückblick Kultur 2025: Zwischen Jubel und Aufregung
2025 bringt für die Kultur in Niederösterreich einige neue Gesichter, etwa mit Fabien Gabel am Dirigentenpult der Tonkünstler. Ebenso herrscht mit dem ESC-Sieger JJ Jubelstimmung im Land. Für Aufregung hingegen sorgt die Auflösung des Orchesters Baden.
noe.orf.at
Wien
Highlights und Ärgernisse des Kulturjahres 2025
Neben JJs Sieg beim Song Contest war noch viel anderes los: Ein Gemälde von Gustav Klimt ist das teuerste je auf einer Auktion erworbene Kunstwerk, Regisseurinnen überzeugten mit widerständigen Filmen, eine Autorin wurde aus einem Sammelband geworfen – was heuer begeistert und geärgert hat
DerStandard.at
München
Mozart immer und überall auf den Opernbühnen
„Don Giovanni“ verführt an der Staatsoper, Verwirrungen lauern im „Figaro“ am Gärtnerplatz und im Cuvilliés, und „Amadeus“ gibt’s nicht nur im Fernsehen, sondern live im Deutschen Theater. Der Überblick für Januar 2026 in München.
SueddeutscheZeitung.de
Was mir heilig ist: Der Benediktiner David Steindl-Rast
Sendung „Fazit“. Podcast von Jörn-Florian Fuchs (4,05 Minuten)
deutschlandfunk.de
David Steindl-Rast: Was ist der Sinn des Lebens
YouTube.com
Duisburg
Stadt Duisburg verlieh Musikpreis 2025 an Axel Kober
Mit einem besonderen Wiedersehen endete das Jahr für die Duisburger Philharmoniker: Beim 4. Philharmonischen Konzert kehrte Axel Kober ans Pult des Orchesters zurück: Er wurde mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg 2025, gefördert von der Köhler-Osbahr-Stiftung, ausgezeichnet. Oberbürgermeister Sören Link sowie Hans Jürgen Kerkhoff, Vorsitzender der Köhler-Osbahr-Stiftung, würdigten Kobers künstlerische Arbeit und seine langjährige Verbundenheit mit der Stadt. In der Konzerteinführung porträtierte Journalist Holger Noltze den Dirigenten im Gespräch.
DuisburgerRundschau.de
Zürich
Die Höhepunkte des Klassik-Jahres – und eine kleine Enttäuschung
Ein orgastischer Tschaikowski und eine brennende Oper: 2025 zeigte sich die Klassikszene besonders lebendig. Die SRF-Musikredaktion blickt zurück auf die Highlights und auf eine enttäuschte Erwartung.
srf.ch
Feuilleton
Wenn der Opernbesuch zur Hustenarie wird
Grippewelle und Erkältungszeit: Das bedeutet auch, dass viele Zuschauer in Veranstaltungen sitzen, obwohl sie zu Hause bleiben sollten, zu ihrem eigenen Schutz und dem der anderen. Viele wollen Karten nicht verfallen lassen.
FrankfurterAllgemeine.net
Weihnachtsprinzessin
In ihrem Salon stand Österreichs erster Christbaum
Erleben Sie eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte und reisen Sie mit „Krone Geschichte“ zurück in die Biedermeierzeit! Die neue Episode unserer Doku-Reihe erzählt, wie Weihnachten zu dem Fest geworden ist, wie wir es heute feiern. Wer ist die Prinzessin, in deren Salon der erste Christbaum in Österreich stand, und wie hat ihre Liebe Weihnachten für immer verändert? Alle Antworten finden Sie im Stream oben!
krone.at
Links zu englischsprachigen Artikeln
Venedig
Teatro Carlo Felice Postpones ‘Il nome della Rosa’, Replaces Production with ‘Tosca’
The Teatro Carlo Felice has postponed “Il nome della Rosa” for a future season, The company said that Francesco Filidei’s work, which was scheduled for April 2026, will be replaced by “Tosca.”
operawire.com
London
The best classical of 2025
Fiona Maddocks on 2025’s best premieres and most popular composers
observer.co.uk
New York
Lisette Oropesa to Headline The Metropolitan Opera’s ‘Live in HD’ Showcase of ‘I Puritani’
The Metropolitan Opera’s 2025–26 Live in HD season will continue with Bellini’s “I Puritani” on Jan. 10, 2026.
operawire.com
Make them die through singing
Ahead of a new production opening at the Met on New Year’s Eve, director Charles Edwards and Lisette Oropesa discuss creating an I puritani that is stark and serious — and sings.
parterre.com
Chicago
Top Ten Performances of 2025
chicagoclassicalreview.com
Feuilleton
Exploring Beethoven (Podcast)
Richard Wigmore guides us through the output of one of the greatest composers ever to have lived
gramophone.co.uk
Traces and scratches: the magical world of composers’ handwriting
bachtrack.com/de
Recordings
Radu Lupu: The Unreleased Recordings album review – treasures from the vaults are a wonderful surprise This six-disc collection to mark the late pianist’s 80th birthday is full of treats and includes rare ventures into Chopin and Copland, along with Lupu’s legendary rendition of Bartók at Leeds in 1969
TheGuardian.com
Film
Als gläubige Muslimin verliebt in eine Frau: „Die jüngste Tochter“
Berührende Coming-of-Age-Film über eine junge Muslimin, die in eine Glaubenskrise gerät. Fatima, die jüngste Tochter einer algerisch-französischen Familie in Paris, ist anders als ihre Schwestern. Weder kann sie sonderlich gut kochen, noch interessiert sie sich für einen potenziellen Ehemann. Fatima steht auf Frauen.
Kurier.at
Iran
Protest gegen Kopftuchzwang: Filmstar beendet Karriere
Aus Protest gegen den Kopftuchzwang hat die iranische Schauspielerin Taraneh Alidoosti angekündigt, ihre Karriere zu beenden. Die bekannte iranische Schauspielerin Taraneh Alidoosti hat angekündigt, ihre Karriere aus Protest gegen den Kopftuchzwang zu beenden. „Mit Kopftuch werde ich in keinem Film mehr spielen, unter keinen Bedingungen“, erklärte die 41-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview für einen Dokumentarfilm über ihr Leben.
Kurier.at
Romy Schneiders Filmklassiker „Sissi“ ist jetzt 70
Für die einen sind sie nur schrecklich süße Schmonzetten, für die anderen der perfekte romantische Kitsch. Die Rede ist von den legendären «Sissi»-Filmen mit Romy Schneider in der Titelrolle und Karlheinz Böhm als Franz Joseph. Es geht um die Kostümfilme «Sissi» (1955), «Sissi – Die junge Kaiserin» (1956) und «Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin» (1957), die sich um das frühe Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth drehen.
zeit.de
Mads Mikkelsen: „Englisch hat mich gelehrt, langsamer zu werden“
Der dänische Schauspieler spricht anlässlich der bitterbösen Filmkomödie „Therapie für Wikinger“ über das Geheimnis des dänischen Kinos, seinen 60er und Abba
DerStandard.at
Medien
ORF
Neues Nahost-Büro: ORF lässt Zusammenarbeit mit El-Gawhary auslaufen
Der ORF wird Mitte 2026 ein neues Nahost-Büro eröffnen. Das wurde am Dienstag per Aussendung mitgeteilt. Der ORF bestätigt damit KURIER-Informationen über Pläne bezüglich des Korrespondentenbüros in Kairo und des Vertrags mit Karim El-Gawhary (63). Generaldirektor Roland Weißmann habe die zuständige Chefredaktion mit der entsprechenden Planung beauftragt, hieß es in einer Aussendung. Chefredakteurin Gabi Waldner-Pammesberger sagte dazu: „Wir werden in den kommenden Wochen mögliche Standorte sondieren und bis März 2026 ein entscheidungsreifes Konzept für eines der arabischen Länder im östlichen Mittelmeerraum vorlegen.“ Das neue Büro soll laut ORF Mitte des Jahres eröffnet werden und sukzessive die Aufgaben des Büros in Kairo übernehmen.
Kurier.at
Wirtschaft
Wien
Wo Wien sein Glück kauft: Silvestermärkte ab Samstag geöffnet
Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und mit ihm eine Tradition, die bei den Wienern nicht wegzudenken ist. Von 27. bis 31. Dezember haben heuer wieder die Neujahrsmarktstände geöffnet. Ob Glücksschweinderl, Rauchfangkehrer oder Hufeisen – an 148 verschiedenen Orten in Wien können sie rechtzeitig vor Silvester gekauft werden.
Kurier.at
Politik
Frieden mit der Ukraine? Russland sieht „langsame, aber sichere Fortschritte“
Moskau sieht in den Gesprächen mit den USA über den Ukraine-Konflikt „langsame Fortschritte“. Gleichzeitig wird gewarnt, dass europäische Länder die Verhandlungen torpedieren könnten.
Kurier.at
Österreich
Zu wenig Reformtempo
Meinl-Reisinger: „Ich verstehe die Ungeduld“
Außenministerin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger stellt sich auch im kommenden Jahr auf harte Arbeit ein. Die vielen Krisenherde der Welt bleiben unbefriedet, innenpolitisch muss die Regierung noch einiges liefern. Auch ihr sei es manchmal zu wenig und gehe es zu langsam, sagt Meinl-Reisinger im Interview mit der „Krone“.
krone.at
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Unter’m Strich
Wien
„Welcome in Vienna“: Tourist schockiert! Ratten-Plage am Wiener Rathausplatz
Vor dem Endspurt am Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz machten sich Ratten in den nahegelegenen Grünflächen breit. Ein Tourist war im Schock. Seit 14. November genießen Tausende Österreicher und Touristen aus aller Welt Speisen, Getränke und weihnachtliche Geschenke am Christkindlmarkt am Rathausplatz. Am Freitag, den 26. Dezember, öffnen die 96 Stände dort zum letzten Mal in dieser Weihnachts-Saison. Doch vor dem Endspurt sorgt ein Leserreporter-Video für Aufsehen.
Heute.at
Dein Horoskop für Januar 2026: Was hält der Monat für dich bereit?
Der Januar 2026 steht im Zeichen von Neubeginn, Winterruhe und emotionalem Auftanken. Die Sterne laden dich ein, die Energie des Jahresstarts bewusst zu nutzen: reflektieren, loslassen, neu ausrichten. Es ist ein Monat voller kleiner Wunder – warmes Licht in den dunklen Stunden, ehrliche Gespräche, tiefe Verbindungen. Also: Mach es dir gemütlich, nimm ein paar tiefe Atemzüge und tauche ein in dein persönliches Monatshoroskop.
instyle.de
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 27. DEZEMBER 2025)
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 27. DEZEMBER 2025)
Quelle: onlinemerker.com
Wiener Volksoper: BR-Klassik Operetten-Frosch für Aschenbrödels Traum

Wir freuen uns sehr, dass Aschenbrödels Traum von BR-Klassik mit dem Operetten-Frosch ausgezeichnet und für den „Spielzeit-Frosch“ nominiert wurde!
Aus der Begründung der Jury:
„Für Aschenbrödels Traum von Martina Eisenreich und Axel Ranisch überreicht die Sendung Operetten-Boulevard auf BR-Klassik den BR-Klassik Operetten-Frosch. Wir gratulieren Ihnen, der Komponistin und dem Librettisten, dem Leitungsteam und Ihrem großartigen Ensemble und Orchester zu Operettenmut und einer gewagt-verrückten Neukreation für ein breites Publikum zum großen Finale des Strauss-Jubiläumsjahres.
Dieses Werk sprengt alle Schubladen und steht somit exemplarisch für das, was wir in der Operette an Potenzial sehen.
Seit Beginn 2016 zeichnet die Jury der Redaktion Operette auf BR-KLASSIK herausragende Produktionen des Genres aus und nominiert sie damit auch für den „Spielzeit-Frosch“, denn Operette wird zu selten mit Preisen und medialer Aufmerksamkeit belohnt, finden wir. Dabei muss gut gemachte Operette so viel können.
Das Team vom Operetten-Boulevard gratuliert der Wiener Volksoper und den Schöpfer:innen dieses neuen Werkes zu großem Operettenmut mit Dusel und Dulliöh, dem grandios agierenden Ensemble und Orchester samt singender Säge und Leslie Suganandarajah am Pult mit dem BR-Klassik Operettenfrosch!“
Aschenbrödels Traum steht in dieser Spielzeit noch bis 8. Februar 2026 auf dem Programm!
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ORF/„Erlebnis Bühne: Weltstar Piotr Beczała aus dem Musiktheater Linz“
95 Min.
Startenor Piotr Beczała ist in der Klassikszene längst nicht mehr wegzudenken, denn seine Stimme hat sich in die ganze Musikwelt verbreitet. Der international gefeierte Sänger wirkte schon in vielen der berühmtesten Spielstätten der Welt. Was viele nicht wissen: Seine Karriere begann 1992 am Landestheater Linz, wohin er für ein Konzert zurückkehrt und mit dem Bruckner Orchester Linz einen Abend mit seinen schönsten Arien und „Hits“, die ihn durch seine Karriere begleitet haben, zum Besten gibt. Darunter „Ah, sì, ben mio coll’essere“ aus Il trovatore oder „Mamma, quel vino è generoso …“ aus Cavalleria rusticana. ORF III bringt mit „Great Voices“ das Konzert als TV-Premiere in Ihr Wohnzimmer. (Text: ORF)
So. 01.02. 20:15 Uhr
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Theater Erfurt: Ballettdoppelabends LA VALSE / LE SACRE DU PRINTEMPS

Am 10. Januar 2026 um 19 Uhr findet im Theater Erfurt die Premiere des Ballettdoppelabends LA VALSE / LE SACRE DU PRINTEMPS, einer Koproduktion mit dem Thüringer Staatsballett, statt.
Maurice Ravel und Igor Strawinsky verband um 1910 nicht nur eine freundschaftliche Beziehung, sondern auch ein gemeinsamer Auftrag: Sergei Diaghilew, Gründer und Leiter der legendären Ballets Russes, bat die beiden Komponisten, jeweils eine Ballettmusik für seine Kompanie zu schreiben. In einem Doppelabend bringen die beiden international renommierten Choreografen Stephan Thoss und Edward Clug ihre jeweils eigenständigen künstlerischen Handschriften auf einer Bühne zusammen – unabhängig voneinander entwickelt und doch in einem spannungsvollen Dialog vereint.
Den Auftakt gestaltet Stephan Thoss mit Maurice Ravels sinfonischer Dichtung „La Valse“. In seiner choreografischen Lesart hört Thoss weit mehr als den Wiener Walzer: eine Musik, die sich wie eine abwärts gerichtete Spirale entfaltet und alles mit sich reißt. Wehmut, pochende Herzschläge der Tanzenden und dunkel gefärbte Klangwelten prägen die Atmosphäre, die immer wieder von aufblitzenden Momenten überschäumender Ausgelassenheit durchbrochen wird. Zusammen mit Ravels früh entstandenen „Pavane pour une infante défunte“ und Jean Sibelius’ „Valse Triste“ entwickelt Thoss eine Choreografie, die in einer verschneiten Landschaft von einem gemeinsam gealterten Paar erzählt, welches sich an die Vergangenheit mit seinen schönen und traurigen Momenten erinnert.
Im zweiten Teil des Abends wendet sich Edward Clug einem gänzlich anderen Element zu: dem Wasser. Zu Igor Strawinskys ikonischer Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ entwickelt Clug eine intensive, physisch höchst fordernde Choreografie. Auf einer regennassen Bühne wird das Wasser zum Sinnbild für Erneuerung – wie ein überraschender Frühlingsregen, der den Winter vertreibt und neues Leben hervorbringt. Mit seiner kraftvollen und zugleich radikal zeitgenössischen Herangehensweise eröffnet Clug eine neue, faszinierende Perspektive auf Strawinskys Meisterwerk.
Dieser Doppelabend verspricht ein eindrucksvolles Tanztheatererlebnis zwischen Erinnerung und Aufbruch, zwischen Eis und Wasser, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Matinee am Sonntag, 04.01.2026, 11 Uhr | Wissenswertes zu Werk und Inszenierung mit tänzerischen Kostproben. Eintritt frei.
Rang frei! 07.01.2026, 18.30 Uhr im Chorsaal
OHP: 08.01.2026, 19 Uhr (Foto-/Videoaufnahmen)
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Landestheater Vorarlberg: CARL LAMPERT – DAS ERSTE GEBET
Peter Mair, Kirsten Ossoinig | Uraufführung

Inszenierung Hermann Weiskopf
Bühne und Kostüm Matthias Strahm
Musik Oliver Rath
Licht Simon Tamerl
Dramaturgie Juliane Schotte
Mit Paula Futscher, Rebecca Hammermüller, Stefan Pohl, Nico Raschner, Sebastian Reusse, Josepha Yen
Matinee So, 11. Januar, 11.00 Uhr, T-Café (Eintritt frei)
Premiere Sa, 17. Januar 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Vorstellungen Di, 20. Januar, sowie Do, 5. | Fr, 6. | Sa, 28. Februar, und So, 1. März, 19.30 Uhr, Großes Haus
Publikumsgespräch So, 1. März, im Anschluss an die Vorstellung, T-Café (Eintritt frei)
Auch in dieser Spielzeit widmen wir uns wieder einer herausragenden Persönlichkeit der jüngeren Vorarlberger Geschichte – mit einem Stück, dessen Erzählstruktur drei Leben im Gestern und Heute auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft.
Zwei jugendliche Straftäterinnen werden inhaftiert. Ihre Angst und ihre Verzweiflung suchen sie mit einem Hörbuch über den seligen Priester Carl Lampert zu bekämpfen – und entdecken dabei ein Schicksal, das sie veranlasst, ihr eigenes Leben und Handeln neu zu betrachten. Der 1894 in Göfis geborene Carl Lampert entschied sich früh für das Priestertum. Geschätzt als kluger Denker, Mann des Volkes und treuer Diener Gottes stieg er in der klerikalen Hierarchie schnell auf und wurde schließlich Provikar der Diözese Innsbruck. Doch mit der NS-Herrschaft und dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich begann eine Zeit zunehmender Bedrohung.
Mit Sorge nahm Lampert wahr, was um ihn herum geschah – die Unterdrückung der Kirche, die Verfolgung von Andersdenkenden. Und er schwieg nicht, sondern bezog Stellung gegen das Regime. Die Gestapo nahm ihn ins Visier, er wurde mehrfach verhaftet. Und man machte ihm Angebote: Seinem Gott entsagen sollte er, ein bürgerliches Leben aufnehmen und Kinder fürs Vaterland zeugen, dann ließe man ihn in Frieden. Lampert blieb unbeugsam. Er wurde nach Dachau deportiert, dann nach Sachsenhausen, wurde zum Spielball der nationalsozialistischen Willkürjustiz. Das Urteil seines Schauprozesses stand von Anfang an fest: Tod durch das Fallbeil. Am 13. November 1944 wurde Carl Lampert in Halle hingerichtet.
Das Leben des Carl Lampert: Das ist die Geschichte eines Menschen, der sich selbst in höchster Lebensgefahr weigerte, seine Überzeugungen zu verraten. Sie zeigt die innere Zerrissenheit, die Momente des Zweifels, aber auch die Entschlossenheit eines Mannes, der nicht bereit war, Unrecht hinzunehmen. Eine intensive Reflexion über Zivilcourage, Widerstand und die Frage nach moralischer Verantwortung.
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WIEN / Porgy and Bess / Strenge Kammer im Jänner 2026
Jazz & Musicclub Porgy & Bess ⚬ Riemergasse 11 ⚬ 1010 Wien
Tel.: +43 (1) 512 88 11 ⚬ Mail:
Am Anfang war das Wort
»Wenn du mit einem Verlierer Zeit verbringst, bist du ein Verlierer.«
Donald Trump (*1946 n. Chr.)
»Ein reicher Mann ohne Bildung ist ein Schaf mit goldenem Vlies.«
Diogenes von Sinope (ca. 400-325 v. Chr.)

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Ein guter Wanderer lässt keine Spur zurück.
Laotse
Eine gute Spur lässt keinen Wanderer zurück.
Renald Deppe
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Stuttgarter Ballett; „DER NUSSKNACKER“ 9./19./23.12.2025 – weiterhin ein Zwiespalt zwischen tänzerischer Unterforderung und optischer Freude

Rocio Alemán (Klara) mit den Kamelen als Stars © Roman Novitzky / Stuttgarter Ballett
Für Familien, Kinder und generell Erstbesucher ist der nun im vierten Jahr gespielte Klassiker ohne Zweifel ein Vergnügen in der Kombination aus der Ästhetik des genial detailreichen Bühnen- und Kostümbildners Jürgen Rose und vielen überraschenden Spiel-Ideen des Choreographen Edward Clug. Bei mehrmaliger und jedes Jahr wiederholter Betrachtung überwiegt am Ende zwar die Freude über ein farblich ansprechendes und unterhaltsam phantastisches Vergnügen, es bleibt aber auch das Bewusstsein einer sparsamen, mehr tänzerisches Spiel als eine klassisch geprägte Compagnie entsprechend technisch herausfordernden Choreographie. Dabei verstärkt sich von Mal zu Mal der Eindruck, dass Clug sich durch das Gerüst von Peter Tschaikowskys charakteristisch starker Musik in seiner Arbeitsweise eingeengt gefühlt hat und seinen Stil nicht wirklich einbringen konnte. So dominiert zum großen Teil ein spielerisches Tanz-Theater, mal von den auf Spitze tanzenden Waldfeen und ihrer Königin sowie den Schmetterlingen im Blumenwalzer abgesehen. Im Pas de deux mit der nun ihren Prinzen gefunden habenden Klara kommt dann die klassische Schule zum Tragen, aber auch in einer teils abgewandelten und dadurch gebremst wirkenden Weise. Leider hat Clug die Zeit im Vorfeld dieser Aufführungsserie rund um die Proben nicht für eine Überarbeitung genutzt, und soweit klar sichtbar, nur den kurzen Pas de deux von Klara und Pate Drosselmeier etwas revidiert.
Sei’s drum, die Stuttgarter Tänzer adelten auch jetzt wieder die Walnüsse in allerlei Größen in den Ablauf integrierende Produktion mit ihrem spielerisch ambitionierten Einsatz und einigen persönlichkeitsbedingten Stärken, die sich in unterschiedlicher Ausprägung in einem gewissen Freiraum einbringen lassen. Bei der neben Klara eigentlichen Hauptrolle, dem Drahtzieher Drosselmeier wird das besonders deutlich. Da reicht die Palette vom Magie und Zackigkeit präsent ausspielenden Martino Semenzato über den als Erscheinung weniger markanten, dafür mit auch liebevollen gestalterischen Nuancen auffallenden Adrian Oldenburger bis zum jetzt debutiert habenden Fabio Adorisio, der mehr süffisante und in gewissem Sinne witzige Akzente ausspielt.

Elisa Badenes (Klara) und Friedemann Vogel (Prinz) vereint © Roman Novitzky / Stuttgarter Ballett
Als Klara alternierten wieder Mackenzie Brown (jetzt als Gast) als am meisten kindliche Variante, Elisa Badenes mit ihrer unendlich scheinenden Flexibilität und Rocio Alemán als wieder so herzens- und liebevoll glaubhaft ein Mädchen spielende junge Frau. Letztere erzielte mit dem zunächst als Nussknacker in roboter-artigen Schrittkombinationen gefangenen Prinzen des charmant sensiblen Marti Paixa die spürbar größte Harmonie. Friedemann Vogel ist freilich auch hier eine Klasse für sich ohne sich eigenmächtig übers Ensemble zu erheben. Und Henrik Erikson bietet in seinem von der Rolle unabhängigen Charisma, einer Mischung aus in sich Ruhen und frischem Zugriff, auch immer eine überzeugende Interpretation.

Mackenzie Brown (Klara) und Henrik Erikson (Nussknacker) im 1. Akt © Stuttgarter Ballett/Roman Novitzky
In der Handlung eher eine Nebenperson, aber näher betrachtet doch viel ins Spiel integriert, ist Klaras Bruder Fritz und hier sowohl beim knuddeligen Dorian Plasse, beim drollig bubenhaften Matteo Miccini und dann erstmals beim lebhaft engagierten und hervorragend präzise drehenden Edoardo Sartori in guten Händen.
Die Liste aller weiteren Beteiligten ist zu lange und die Gesamtschau letztlich eine runde Sache, so dass niemand hervorgehoben werden muss. Dass die beiden Kamele in ihrem gekonnt imitierten Bewegungsgestus, gekrönt von einem Spagat, jedes Mal für besondere Erheiterung sorgen und als heimliche Stars der Aufführung zu deklarieren sind, verdient jedoch unbedingt erwähnt zu werden. Ebenso, dass wechselnde Absolventen der John Cranko Schule mit Eifer als Kinder, Mäuse, Käfer und Dienstboten mitmischen.
Das Staatsorchester Stuttgart steuert unter der Leitung von Nathanael Carré (9.12.) und Wolfgang Heinz (19.+23.12.) die akustischen Farben mit viel Spiellaune inkl. einiger verzeihlicher Nachlässigkeiten bei und wird in den finalen Jubel ordentlich mit einbezogen.
Udo Klebes
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CD: SONY PRÄSENTIERT „CHOPIN ORBIT“
11.1.2026 Basel / Stadtcaino
Release Date: 01/23/2026

Produkt Nummer 199584000662 (CD)
19958400671 (Vinyl)
Sony Classical is proud to announce the forthcoming release of Chopin Orbit, the second album by acclaimed, multi-faceted New York-based Japanese pianist and composer Hayato Sumino (known as ‘Cateen’). Scheduled for release on January 23, 2026, this new project continues our commitment to presenting exceptional artistry and innovative interpretations to audiences worldwide.
For this new recording, Hayato Sumino has turned his gaze on the composer who possibly means the most to him, namely Chopin (1810-1849). It was indeed Sumino’s sensational performances during the 2021 International Chopin Competition where he was a semi-finalist that first brought this fine young musician to wider international attention.
Hayato Sumino explains his concept for ‘Chopin Orbit’:- “For me, Chopin has always been like an idol, and his music has remained close to my heart since childhood. As I grew as a musician, I began to realize how naturally his influence found its way into my own creations. At some point I thought—why not create an album with Chopin at its center? That moment became the starting point of this project. My pieces were born out of inspiration from Chopin’s works. Sometimes I quote a motif or weave in a melody, but I never set out simply to write “in the style of Chopin.” What I wanted was to bring together his spirit with my own modern sensibility and creativity.
The title “Chopin Orbit” reflects this idea. I placed Chopin’s music at the center, and from there different responses and offshoots take shape – as if drawn by his gravity, forming new orbits of their own. In respect for Chopin, each of my pieces is paired with the original that inspired it, so the album presents his works and my responses in alternation. And not only with my own works: I also paired Chopin with composers I admire – including Thomas Adès (b. 1971), Leopold Godowsky (1870–1938), and Leoš Janáček (1854–1928) – showing how the resonance of Chopin’s music continues to expand across time.
I imagine the listener roaming freely between these two closely connected worlds, old and new, whilst keeping in mind the twist that pieces composed in the 19th century were themselves considered new and different in their time to the music that had gone before, highlighting that we inhabit an ever-evolving musical space.“
The album includes, among others, Chopin’s Polonaise-Fantasie op. 61, Nocturne in c-sharp minor, Berceuse and Raindrop Prelude, coupled with Hayato’s own pieces White Keys and Post Rain, Godowsky’s transcription of Chopin’s Waltz No. 1 and Janacek’s Good Night! from On an Overgrown Path.
Echoing this imaginative framework, Chopin Orbit showcases Sumino’s distinctive musical style, merging his refined classical sensibilities with his discerning ear as an arranger and his instinctive feel for the new. During his exquisite performances of his carefully curated programme for the album, Sumino adeptly utilises a variety of keyboards, including a concert grand, a vintage piano, a modern upright and celeste.
’Chopin Orbit’ follows this exceptional young musician’s acclaimed Sony debut album ‘Human Universe’, released in November 2024 on Sony Classical, which saw Sumino range effortlessly across a diverse selection of repertoire from Bach to Zimmer via some of his own compositions.