klassik-begeistert wünscht allen Leserinnen, Lesern und den ReporterInnen „Friede auf Erden“

Weihnachtswünsche von klassik-begeistert,  Heiligabend, 24. Dezember 2025

St. Michaelis, Hamburg © Andreas Schmidt

Liebe Leserinnen,
liebe Leser von klassik-begeistert,

das Jahr 2025 bescherte unserem wunderbaren Erdball viel Not, Leid und Schmerz.

Rund um den Globus leiden und sterben Menschen, weil Machthaber meinen, Kriege führen zu müssen. Es geht um Einfluss, Grenzen, Geld und Schätze in Mutter Erde. Diese Erde ächzt, sie weint, und wir steuern leider definitiv immer stärker und schneller einer Klimakatastrophe entgegen.

Wir vernichten die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder.

Wer gibt uns dieses Recht?
Woher kommt unser Hochmut?
Warum handeln wir nicht, wenn Wissenschaftler uns den Spiegel vorhalten?

Am kürzesten Tag des Jahres habe ich das Christkind, den Weihnachtsmann und den Nicolo  auf einer Parkbank im wunderschönen Hamburger City-Park Planten un Blomen getroffen. Sie saßen unter einer japanischen Ulme, an deren Ästen noch ein paar Blätter, gelbe Blätter, hingen. Der weiße Nebel, wunderbar, waberte über die Wiese.

Das Trio spielte Skat.

„Was wünscht Ihr Euch zum Weihnachtsfest, Ihr Weltenwanderer?“, fragte ich.

„Friede auf Erden“, sagte das Christkind, „und den Menschen ein Wohlgefallen.“
„Jedem Mensch ein voller Bauch und ein Dach über dem Kopf“,
sagte der Weihnachtsmann.
„Und fürs Gemüt für jedes Kind, jede Frau, jeden Mann und jeden Greis ein
Geschenk der Hoffnung, zart und fein“, sagte der Nicolo.

„Verbreite unsere Botschaft auch bei klassik-begeistert… und schreibt weiter so leidenschaftlich und fundiert über klassische Musik, denn sie gibt den Menschen in diesen schweren Zeiten Halt und Trost“, rief mir das Trio beim Abschied hinterher, es war schon dunkel geworden.

Das gibt mir die Chance, allen Reporterinnen und Reportern von klassik-begeistert von ganzem Herzen zu danken: Für Euer Engagement, Eure Hingabe, Eure Expertise und Eure Schreibkunst.

Ohne Euch wäre dieser Blog, der wächst und wächst, nichts!
Ich sage auf Dänisch:

„Tusind tak!“  1000 Dank!

Gestatten Sie mir noch eine persönliche Bemerkung: In diesem Jahr musste ich erleben, wie fragil das Leben ist. Ich erkrankte sehr schwer. Nur modernste „Schulmedizin“ (und ein Schuss Optimismus) ließ mich überleben. Allen Menschen, die mir geholfen und die mich unterstützt haben, danke ich von Herzen, vor allem meiner Familie. Ohne Euch hätte ich es nicht geschafft.

1000 Dank! „Tusind tak!“  

So werde ich im kommenden Jahr mit neuen Kräften mal wieder auf die Straße gehen, wenn Menschen sich für Mutter Erde stark machen. Ohne Mutter Erde sind wir nichts. Sorry, Ihr großen Musikschöpfer: Keine Sinfonie, keine Oper bildet die Schönheit, die Vielfalt  und Vollkommenheit unserer Schöpfung ab.

Retten wir dieses Wunder!

Ihnen und Euch eine sorglose und segensreiche Weihnacht wünscht aus
der Freien und Hansestadt Hamburg,

Andreas Schmidt,
Herausgeber

 

3 Gedanken zu „Weihnachtswünsche von klassik-begeistert,
Heiligabend, 24. Dezember 2025“

  1. Es ist tatsächlich so, wie Andreas dieses ausgedrückt hat: Die gegenwärtige Zeit und ihre vielfältigen Verknüpfungen zeigen eine außerordentliche Fragilität alles Bestehenden an, die wir uns noch vor wenigen Jahren gar nicht vorstellen konnten. Man könnte fast von einer Zeit vor Corona und nach Corona sprechen, in der die ganze Welt von Gewaltausbrüchen allerorts überzogen wurde – und ein Ende ist nicht in Sicht. Umso mehr sollten wir Kraft aus der Musik schöpfen, die uns so ungeahnte Möglichkeiten eröffnet, mit den gegenwärtigen Krisen umzugehen.

    Wer glaubt, unsere Schöpfung sei aus Atomen oder Molekülen zusammengesetzt, der irrt. Es sind tatsächlich Schwingungen, die das Leben ausmachen und zusammenhalten („String Theory“) – am Anfang waren es eben Schwingungen (Musik), bevor die Sprache dazu kam, die ja auch auf Schwingungen beruht. Musik („good vibrations“) vereint alles und bewegt selbst wieder alles. Deshalb ist die Kraft der Musik grenzenüberschreitend und universell. Nutzen wir diese Erkenntnis ausgiebig, denn sie verbindet uns alle. Ist das nicht tröstlich?

    In diesem Sinne ein wunderschönes Weihnachtsfest. Und Musik bis zum Abwinken!

    Herzlichst,
    Dr. Holger Voigt

  2. Ich zähle mich zu den Kindern, denen hier gerade die Zukunft geraubt wird. Ich habe noch nie ein Weihnachtsfest erlebt, an dem ich unser Land und die Menschen in ihm so lieblos, so verroht, so unmenschlich wahrgenommen habe, wie dieses Jahr. Noch nie habe ich das Fest der Liebe so trostlos erlebt.
    Und es ist ja auch kein Wunder. Wenn man sieht, was unsere neue Regierung anrichtet, dann ist einem nicht mehr zur Weihnacht zumute, dann möchte ich nur noch weinen. Wir schaffen gerade alles ab, was uns einmal als Nation und Kultur groß gemacht hat. Wir treten die Umwelt, unsere Mitmenschen, unsere sozialen Werte und unsere Zukunft mit den Füßen und freuen uns darüber, dass das auch noch vom rechten Rande laut beklatscht und bejubelt wird. Wo ist die vielbeschworene Brandmauer?

    Wenn unsere Staatspersonen versagen, bleibt es alles an uns hängen. Wir alle sind mehr denn je gefragt, uns daran zu erinnern, was eigentlich unsere Ideale sein sollten. Uns zu fragen, was das Leben wirklich ausmacht. Wirtschaftswachstum? Oder Menschenwürde? Sozialneid? Oder Herzlichkeit? Fake-News? Oder Aufklärung? Ausweglosigkeit? Oder Hoffnung?
    Unsere Musik war einmal Verkörperung von Menschenwürde, Herzlichkeit und Aufklärung. Und sogar von Hoffnung. Sie kann es auch immer noch sein. Aber dafür braucht es auch diejenigen, die diese Werte hochhalten. Umso wichtiger wäre, endlich die Heiligenverehrung zu beenden, die wir heute durch sie reproduzieren und wieder das in den Vordergrund zu stellen, was ihre eigentliche Stärke ist: Nämlich Menschen zu bewegen und sie darüber zu verbinden.
    Es ist noch nicht zu spät, das Ruder noch rumzureißen.

    Wenn wir doch nur auch endlich mal wieder eine Politik hätten, die das Ruder rumreißen und wieder eine Politik der Verbindung ausführen würde, anstatt dieses ständige Um-Sich-Treten und -schlagen…

    Daniel Janz

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