Hamburgs Staatsoper mausert sich

Die Spielzeit 2021 / 22 der Staatsoper Hamburg, des Hamburg Ballett John Neumeier und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg  klassik-begeistert.de

Tolle Solisten aus der ersten Reihe werden im Haus an der Dammtorstraße gastieren: Sonya Yoncheva (Foto: © Gregor Hohenberg / SonyClassical), Benjamin Bernheim, Olga Peretyatko, Klaus Florian Vogt, Georg Zeppenfeld, Tanja Ariane Baumgartner, Aida Garifullina, Franco Vassallo, Violeta Urmana und Joseph Calleja.

Pressemitteilung

Die Spielzeit 2021/22 der Staatsoper Hamburg, des Hamburg Ballett John Neumeier und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

Hamburg, 31. Mai 2021. Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg, Prof. John Neumeier, Ballettintendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, sowie Kent Nagano, Hamburgischer Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, stellten in einer Pressekonferenz am Montag die Spielzeit 2021/22 vor.

Zum Spielzeitauftakt wird die Staatsoper Hamburg neben dem traditionellen Open-Air-Konzert des Philharmonischen Staatsorchesters am 14. August 2021 auf dem Rathausmarkt ebenfalls mit einem Open-Air-Programm am 15. August 2021 die Saison 2021/22 mit einer Hommage à Jacques Offenbach einläuten. Sechs Neuproduktionen auf der großen Bühne und 23 Werke aus dem reichhaltigen Repertoire sowie drei Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung präsentiert die Staatsoper Hamburg in der Spielzeit 2021/22. Die Saison eröffnet am 4. September 2021 mit Jacques Offenbachs Oper Les Contes d’Hoffmann in der Neuinszenierung von Daniele Finzi Pasca und unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano. Mozarts bekanntes Singspiel Die Entführung aus dem Serail inszeniert Paul-Georg Dittrich, das Dirigat übernimmt Adam Fischer. Ursprünglich letztes Jahr geplant, findet Richard Strauss’ Tragödie Elektra in der Regie von Dmitri Tcherniakov noch in diesem Jahr statt, es dirigiert Kent Nagano. Anlässlich der Italienischen Opernwochen 2022 steht Giacomo Puccinis letztes Werk Turandot, von Yona Kim inszeniert und von Giacomo Sagripanti dirigiert, auf dem Spielplan. Richard Wagners große romantische Oper Tannhäuser inszeniert Kornél Mundruczó, die musikalische Leitung hat Kent Nagano. Die letzte Neuproduktion ist Gaetano Donizettis Opera buffa Don Pasquale in der Regie von David Bösch und unter dem Dirigat von Matteo Beltrami. Aus der Spielzeit 2020/21 werden die Neuproduktionen Lucia di Lammermoor ab 19. Oktober und Die Fledermaus ab 22. Dezember erstmals vor Publikum live gezeigt. Darüber hinaus präsentiert die Staatsoper Hamburg drei Uraufführungen sowie eine Deutsche Erstaufführung in der opera stabile, der Probebühne 1 und Open-Air an der Elbphilharmonie.

John Neumeier stellt seine 49. Saison unter das Motto „zurück in die Zukunft“ – als Ausdruck der Hoffnung, dass die große Tradition des Hamburg Ballett bald zu einer gewissen Normalität zurückkehren und in die Zukunft fortgeschrieben wird. Für die erste Premiere der Saison erfindet John Neumeier einen Klassiker neu und macht sein 1978 kreiertes Dornröschen-Ballett für die Zukunft lebensfähig. Auch der Gastchoreograf der Sommerpremiere The Winter’s Tale, Christopher Wheeldon, geht zurück – zu Shakespeare. Als Wiederaufnahmen sind zu erleben: John Neumeiers ursprünglich für die Pariser Oper konzipiertes Ballett Sylvia und seine Ballettlegende Liliom zur Musik des legendären Filmkomponisten Michel Legrand.

Mit Zuversicht und Optimismus hat sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg für die Konzertsaison 2021/22 Programme vorgenommen, die nach der langen Zeit der Einschränkungen im Konzertleben bewusst auch mit großen Besetzungen aufwarten und sich inhaltlich mit der Geschichte der Menschheit und der Natur befassen: Mahlers 3. Symphonie, Schostakowitschs Symphonie „Babi Jar“ oder Jörg Widmanns Oratorium ARCHE, das im Rahmen des 5-jährigen Elbphilharmonie-Jubiläums erneut auf die Bühne gebracht wird. Hinzu kommen Klassiker der Konzertliteratur etwa von Beethoven, Brahms und Schumann. Zu den Gastkünstler*innen zählen u. a. Gidon Kremer, Denis Matsuev, James Conlon oder Arabella Steinbacher. Zum Saisonauftakt präsentieren Generalmusikdirektor Kent Nagano und das Orchester im Rahmen der Philharmonischen Akademie neben dem erstmals auf zwei Tage erweiterten Rathausmarkt Open Air ein Akademiekonzert in der Elbphilharmonie (22./23. August 2021) und vom 3.–5. September 2021 einen Zyklus zu Ehren von Alfred Brendel zu dessen 90. Geburtstag, bei dem der Künstler die Rolle eines Mentors übernimmt.

Kartenvorverkauf und Abonnements

Der allgemeine Kartenvorverkauf beginnt bis auf Weiteres jeweils vier Wochen vor dem Aufführungstermin. Abo-Zusatzkarten können jeweils fünf Wochen vor der Veranstaltung erworben werden. Fällt ein Termin auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, wird der Vorverkaufsstart auf den letzten Werktag davor vorgezogen. Im Einzelfall können auch andere Vorverkaufstermine festgelegt werden, in solchen Fällen wird über die üblichen Kanäle wie Website, Newsletter, Social Media informiert. Für die Ballett-Werkstätten und die Nijinsky-Gala gelten gesonderte Regeln, die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

© Klaus Florian Vogt

Die Bestellung von Abonnements für die Spielzeit 2021/22 ist ab sofort einfach und bequem online über das Bestellformular auf unserer Website www.staatsoper-hamburg.de möglich. Um allen Interessierten gleiche Chancen einzuräumen, werden bei besonders nachgefragten Serien die Anfragen zunächst bis zum 17. Juni 2021 gesammelt. Übertrifft die Anzahl der bis dahin vorliegenden Bestellungen das jeweils verfügbare Platzangebot, entscheidet das Los unabhängig vom Eingangsdatum der Bestellung. Abonnements-Bestellungen, die uns ab dem 18. Juni 2021 erreichen, werden nach Verfügbarkeit in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, sofern noch entsprechende Platzkapazitäten vorhanden sind. Die Abonnementsausweise und -Rechnungen werden ab Mitte August 2021 postalisch zugestellt, sofern ab Saisonbeginn ein Spielbetrieb mit uneingeschränkter Platzkapazität möglich ist. Andernfalls erhalten Abonnent*innen zunächst jeweils das schriftliche Angebot über den bevorzugten und vergünstigten Kartenerwerb für Vorstellungen in ihrer Serie. Eine Rechnungstellung über das Abonnement insgesamt erfolgt in diesem Fall noch nicht.

Die Neuproduktionen der Staatsoper Hamburg in der Spielzeit 2021/22 im Überblick:

„Die Spielzeit 2021/22 ist für unser Opernhaus ein Neubeginn. Die Welt um uns hat sich spürbar und unumkehrbar verändert, und wir begegnen ihr anders als zuvor. Die Oper war und wird ein Ort der Begegnung bleiben, ein geschützter Ort der Kunst, in dem wir in fremde Welten eintauchen oder aber gerade noch tiefer in die eigene eindringen. Das schafft nur die Unmittelbarkeit und die emotionale Tiefe des gemeinsamen musikalischen Erlebens im Theatersaal. In dieser Spielzeit präsentiert die Staatsoper Hamburg eine Vielfalt künstlerischer Positionen und Botschaften, die wir mit unserem Publikum teilen und zur Diskussion stellen wollen“, so Opernintendant Georges Delnon zum Spielplan der Spielzeit 2021/22:

Die Staatsoper Hamburg eröffnet am 4. September 2021 die siebte Spielzeit unter der Intendanz von Georges Delnon mit Jacques Offenbachs Oper Les Contes d’Hoffmann in der Neuinszenierung von Daniele Finzi Pasca und unter der musikalischen Leitung des Hamburgischen Generalmusikdirektors Kent Nagano. Mit Olga Peretyatko singt ein früheres Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg alle drei Frauenrollen. Als Hoffmann ist Benjamin Bernheim zu erleben. Es ist im siebten Jahr Tradition: Die Eröffnungspremiere wird im Rahmen des Binnenalster Filmfestes und in Zusammenarbeit mit Filmfest Hamburg, dem City Management Hamburg und dem „Verein lebendiger Jungfernstieg“ zeitversetzt auf einer Kino-Leinwand am Jungfernstieg sowie auch auf dem Rathausmarkt Harburg und im Marktkauf-Center in Bergedorf übertragen.

Mozarts Singspiel Die Entführung aus dem Serail inszeniert Paul-Georg Dittrich neu. Konstanze ist Tuuli Takala, Belmonte Ensemblemitglied Dovlet Nurgeldiyev. Als Bassa Selim ist Schauspieler Burghart Klaußner zu erleben. Am Pult steht Adam Fischer. Premiere ist der 17. Oktober 2021.

Ab 28. November 2021 steht eine Neuinterpretation der Elektra von Richard Strauss auf dem Spielplan. Hierfür kehrt Dmitri Tcherniakov als Regisseur und Bühnenbildner an die Dammtorstraße zurück. Die musikalische Leitung liegt beim Hamburgischen Generalmusikdirektor Kent Nagano. Violeta Urmana ist Klytämnestra, Aušrinė Stundytė Elektra und Jennifer Holloway Chrysothemis.

Anlässlich der Italienischen Opernwochen 2022 steht Giacomo Puccinis letztes Werk Turandot, von Yona Kim inszeniert und von Giacomo Sagripanti dirigiert, ab dem 13. März 2022 auf dem Spielplan. In der Titelpartie ist Anna Smirnova zu erleben, als Liù Guanqun Yu und als Calaf Gregory Kunde. Zwischen dem 4. März und 8. April 2022 werden vier ausgewählte Opern des italienischen Repertoires mit herausragenden internationalen Sängerinnen und Sängern an der Staatsoper zu hören sein: Die Opernwochen werden so zum Ort der Wiederbegegnung mit Stars wie Ermonela Jaho, Tatiana Serjan, Violeta Urmana, Nino Machaidze, Pavel Cernoch, Ambrogio Maestri, Fabio Sartori, Amartuvshin Enkhbat, Vitalij Kowaljow, Joseph Calleja, Franco Vassallo u. a. sowie lang ersehnter Hamburg-Debüts von u. a. Aida Garifullina. 2022 präsentiert die Staatsoper fünf Meisterwerke der beiden populärsten italienischen Komponisten Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi. Turandot, das Märchen um die männermordende Prinzessin, ist die Neuproduktion. Außerdem stehen Madama Butterfly, La Traviata, Aida und Luisa Miller auf dem Spielplan.

Richard Wagners große romantische Oper Tannhäuser inszeniert Kornél Mundruczó, die Musikalische Leitung hat Kent Nagano. In der Titelpartie gibt es ein Wiedersehen mit Klaus Florian Vogt. Georg Zeppenfeld ist Landgraf Hermann. Elisabeth ist Jennifer Holloway und Venus wird von Tanja Ariane Baumgartner verkörpert. Premiere ist am 24. April 2022.

Die letzte Neuproduktion der großen Bühne ist am 29. Mai 2022 Gaetano Donizettis Opera buffa Don Pasquale in der Regie von David Bösch, der in der Spielzeit 2020/21 mit der Jules Massenets Manon sein Hamburg-Debüt gab. Als Don Pasquale ist Ambrogio Maestri zu erleben, als Norina Rosa Feola. Die Musikalische Leitung hat Matteo Beltrami.

Aus der Spielzeit 2020/21 werden Lucia di Lammermoor in der Inszenierung von Amélie Niermeyer und unter der musikalischen Leitung von Giampaolo Bisanti ab dem 19. Oktober und Die Fledermaus von BARBE&DOUCET auf die Bühne gebracht und von Jonathan Darlington dirigiert ab 22. Dezember erstmals vor Publikum live gezeigt.

Die Produktionen Les Contes d’Hoffmann, Die Entführung aus dem Serail, Elektra, Turandot und Tannhäuser sowie die Italienischen Opernwochen 2022 werden freundlicherweise durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper unterstützt. Die Produktion Don Pasquale wird durch die Twerenbold Reisen AG gefördert.

opera stabile – a living lab 2021/22

In der opera stabile bzw. der Probebühne 1 und Open-Air an der Elbphilharmonie präsentiert die Staatsoper Hamburg drei Uraufführungen sowie eine Deutsche Erstaufführung.

Playing Trump heisst die neueste Komposition für Stimme und Ensemble von Bernhard Lang. Premiere der Uraufführung ist am 20. August 2021. Regie führt Staatsopernintendant Georges Delnon, auf der Bühne steht die Sängerin und Performerin Donatienne Michel-Dansac. Das Libretto von Dieter Sperl basiert auf Reden des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Unter dem Titel Unser kleines Scheißkaff komponierte Samuel Penderbayne eine neue Jugendoper, die auf dem Film Fucking Åmål basiert. Premiere der Uraufführung dieser opera piccola ist am 21. Januar 2022 auf der Probebühne 1. Die Produktion ist eine Zusammenarbeit zwischen der Staatsoper Hamburg, The Young ClassX Ensemble und dem Felix Mendelssohn Jugendorchester.

Für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren ist in dieser Spielzeit mit Bella und Blaubart von Isabelle Aboulker eine weitere opera piccola geplant. Es inszeniert Clara Weyde. Premiere der Deutschen Erstaufführung ist am 12. Februar 2022 in der opera stabile.

Lorenzo Romano komponiert mit La Luna ein aufregendes Werk über die rationalen und irrationalen Beziehungen des Menschen zum Mond, seine Faszination und Anziehungskraft für Literaten, Wissenschaftler und vielleicht bald schon Touristen. Premiere der Uraufführung ist am 24. Juni 2022 in der opera stabile. Es singen und spielen die Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg. Eine Produktion des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg in Zusammenarbeit mit der Claussen-Simon-Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „Dissertation Plus“ und dem Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

https://benjaminbernheim.com

„opera stabile – a living lab“ wird unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper. Partner des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper sind die Körber-Stiftung und die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper sowie die J. J. Ganzer Stiftung. Die opera piccola wird seit der Spielzeit 2009/2010 von der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper gefördert. Die Produktion Unser kleines Scheißkaff wird durch die Michael Otto Stiftung ermöglicht.

Die Spielzeit 2021/22 des Hamburg Ballett John Neumeier im Überblick:

Das Saisonprogramm 2021/2022 des Hamburg Ballett steht unter dem Motto „zurück in die Zukunft“. Als erste Premiere bringt John Neumeier sein Tschaikowsky-Ballett Dornröschen, das er 1978 kreiert hat, in einer völlig neu bearbeiteten Fassung heraus (19. Dezember 2021). „In einem meiner letzten Jahre als Intendant des Hamburg Ballett ist es mir wichtig zurückzugehen, um dieses Ballett zu überarbeiten, zu vertiefen und für die Zukunft lebensfähig zu machen“, sagt John Neumeier. Er wird das Werk nicht nur choreografisch ins 21. Jahrhundert holen, sondern auch seine legendäre Zusammenarbeit mit dem Kostüm- und Bühnenbildner Jürgen Rose wiederaufnehmen.

Als Sommerpremiere ist Christopher Wheeldons The Winter´s Tale zu erleben. Der gefragte Choreograf und stellvertretende künstlerische Leiter des Royal Ballet in London ließ sich von William Shakespeares Theaterstück inspirieren und kreierte ein zeitgemäßes Werk, das 2014 zum 450-jährigen Jubiläum von William Shakespeare in London Premiere feierte. Am 19. Juni 2022 feiert das von der Fachpresse und dem Publikum hoch gefeierte Ballett seine Hamburg-Premiere und eröffnet zugleich die 47. Hamburger Ballett-Tage.

Aus der Spielzeit 2020/21 werden die geplanten Wiederaufnahmen übernommen und auf die Bühne gebracht. Sylvia eröffnet die neue Ballettsaison am 5. September 2021. Das Ballett schuf John Neumeier 1997 als Gastchoreograf für das Ensemble der Pariser Oper – ebenso wie 2015  Das Lied von der Erde. Erst nach einer gewissen Zeit gingen die beiden Werke jeweils als Neubearbeitung in das Repertoire seiner eigenen Compagnie in Hamburg über; sie wurden mehrfach auf Tourneen des Hamburg Ballett gezeigt. Die Ballettlegende Liliom (20. Februar 2022) entstand in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten Komponisten Michel Legrand, der 2011 ein Auftragswerk für das Hamburg Ballett komponierte. Wie bei der Uraufführung wird die Partitur auch bei der Wiederaufnahme 2022 gemeinsam vom Philharmonischen Staatsorchester und der NDR Bigband live interpretiert.

Die Hamburg-Premiere von Christopher Wheeldons The Winter´s Tale eröffnet die 47. Hamburger Ballett-Tage, die am 3. Juli 2022 mit der international besetzen Nijinsky-Gala XLVII ihren feierlichen Abschluss finden. In dem zweiwöchigen Ballettfestival werden außerdem Highlights aus dem Repertoire präsentiert sowie ein zweitägiges Gastspiel des Polnischen Nationalballetts mit Krzysztof Pastors Ballettadaption von William Shakespeares The Tempest.

Viermal in der Spielzeit finden die beliebten Ballett-Werkstätten statt. In diesen Matinee-Vorstellungen gibt John Neumeier Einblicke in den Entstehungsprozess seiner Ballette. Der Erlös der traditionellen Benefiz-Ballett-Werkstatt (14. November 2021) ist für die Arbeit der „Stiftung Tanz – Transition Zentrum Deutschland“ bestimmt.

John Neumeiers Nussknacker-Ballett wird 50 Jahre alt: Inspiriert durch Education-Vorstellungen während eines Hamburg Ballett-Gastspiels in Hongkong, lädt John Neumeier Hamburgs Schüler zu einer besonderen Jubiläumsvorstellung in die Hamburgische Staatsoper ein. In Kooperation mit der Inge und Georg Nordmann Stiftung und KulturLeben Hamburg e.V. möchte er besonders Schülerinnen und Schülern, die in Familien mit geringen Einkünften oder unter anderen schwierigen Bedingungen aufwachsen, einen unvergesslichen Ballettbesuch ermöglichen (Schülervorstellung Der Nussknacker, 26. November 2021 nachmittags).

Quelle: http://aidagarifullina.net/gallery/

Die Ballettschule des Hamburg Ballett präsentiert unter dem Titel Erste Schritte am 30. April und 20. Juni 2022 die Bandbreite ihrer künstlerischen Ausbildung. Vom 28. Februar bis zum 2. März und vom 4. bis zum 6. März 2022 sind die Theaterklassen der Ballettschule zu Gast im Ernst Deutsch Theater und zeigen bei der Werkstatt der Kreativität XII eigene Choreografien als getanzte Abschlussarbeiten. Auch das beliebte kreative Format Junge Choreografen ist in der neuen Spielzeit zu erleben. Die Tänzerinnen und Tänzer des Hamburg Ballett präsentieren ihre neuen Choreografien Ende Oktober und Anfang November in der opera stabile.

In der Spielzeit 2021/2022 feiert das Bundesjugendballett sein 10-jähriges Jubiläum. Für die Jubiläumsspielzeit bereitet das junge Ensemble zwei Projekte mit dem Ernst Deutsch Theater vor; neben der alljährigen Veranstaltungsreihe Im Aufschwung, wird im Sommer Die Unsichtbaren uraufgeführt: ein Stück, das die Situation von Tänzerinnen und Tänzern während des Nationalsozialismus thematisiert. Konzept und Regie dieser Koproduktion werden verantwortet von John Neumeier. Im Januar geht das Bundesjugendballett gemeinsam mit dem Bundesjugendorchester und Gastmusikern des Orchestre Français des Jeunes auf eine Tournee durch Deutschland und Frankreich. Bei diesem Gipfeltreffen 2022 werden unter dem Motto „Jugend gestaltet Freundschaft“ das 30. Jubiläum der Unterzeichnung Vertrags von Maastricht, der dritte Jahrestag des Vertrags von Aachen sowie die deutsch-französische Freundschaft gefeiert. John Neumeier wird dafür ein neues Ballett choreografieren.

John Neumeier, wikipedia.de ©

Die Spielzeit 2021/2022 führt das Hamburg Ballett auf Tourneen ins In- und Ausland. Ende August eröffnet die Compagnie die neue Saison am Theater an der Wien mit John Neumeiers Ballett Beethoven-Projekt II (Theater an der Wien 28., 29. August 2021). Im Oktober 2021 gastiert das Hamburg Ballett in Baden-Baden. Auf dem Programm stehen neben einer Ballett-Werkstatt zwei Handlungsballette von John Neumeier, Tod in Venedig und Ein Sommernachtstraum (Festspielhaus Baden-Baden 1. bis 10. Oktober 2021). In seiner 49. Saison als Direktor präsentiert John Neumeier seine Compagnie zum zwölften Mal in seinem Heimatland, den USA. Wie schon zum Abschluss der ersten USA-Tournee vor knapp 40 Jahren tanzt das Hamburg Ballett John Neumeiers Matthäus-Passion (Dorothy Chandler Pavilion 12. bis 27. März 2022). Zum Abschluss der Tourneesaison ist die Compagnie im Juli 2022 mit Ghost Light in Tarbes, Südfrankreich, zu Gast (Halle Marcadieu 7. bis 9. Juli 2022).

Die Konzertsaison des Philharmonischen Staatsorchesters 2021/2022 im Überblick:

„Die lange Zeit der Konzerte und Produktionen ohne ein physisches Publikum im Konzertsaal neigt sich dem Ende und wir sehnen dem Austausch mit unseren Abonnent*innen und treuen Begleitern entgegen. Wir möchten wieder in Gemeinschaft Musik machen und erleben und wir sind optimistisch, dass wir unser Programm – zu dem auch sehr große Orchesterbesetzungen zählen – wie geplant in der kommenden Spielzeit für alle Konzertbesucher*innen spielen können“, so Generalmusikdirektor Kent Nagano.

Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg eröffnet am 14./15. August 2021 mit dem Rathausmarkt Open Air die neue Spielzeit. Neu in diesem Jahr ist die Erweiterung des Events auf zwei Tage: nach dem symphonischen Auftakt am ersten Abend folgt am zweiten Tag eine Hommage an Jacques Offenbach mit Ensemblemitgliedern der Staatsoper. Beide Programme werden Corona-bedingt wiederholt gespielt, um trotz der voraussichtlich noch geltenden Beschränkungen möglichst viele Menschen zu erreichen.

Nach dem Saison-Auftakt unter freiem Himmel folgen am 22./23. August 2021 ein Akademiekonzert unter der Leitung von Kent Nagano in der Elbphilharmonie und vom 3.–5. September 2021 im Rahmen der Philharmonischen Akademie ein Zyklus zu Ehren von Alfred Brendel zu dessen 90. Geburtstag, bei dem der Künstler die Rolle eines Mentors übernimmt. Weitere Gäste sind mit den Pianist*innen Mari Kodama, Paul Lewis und Till Fellner drei ehemalige Schüler*innen Brendels.

Mit Zuversicht und Optimismus haben sich Generalmusikdirektor Kent Nagano und sein Klangkörper für den Verlauf der Konzertsaison 2021/22 Programme vorgenommen, die nach der langen Zeit der Einschränkungen im Konzertleben bewusst auch mit großen Besetzungen aufwarten und sich inhaltlich mit der Geschichte der Menschheit und der Natur befassen: Mahlers 3. Symphonie (30. April/2. Mai 2022), Schostakowitschs Symphonie „Babi Jar“ (6./7. Februar 2022) oder Jörg Widmanns Oratorium ARCHE, das im Rahmen des 5-jährigen Elbphilharmonie-Jubiläums erneut auf die Bühne gebracht wird (9./10. Januar 2022). Hinzu kommen Klassiker der Konzertliteratur etwa von Beethoven, Brahms und Schumann. Zu den Gästen zählen die Dirigent*innen François Leleux, James Conlon, Andreas Spering, Marzena Diakun und Frank Beermann sowie Solist*innen wie Gidon Kremer, Denis Matsuev, Alexei Volodin, Arabella Steinbacher, Elena Bashkirova, Iveta Apkalna oder Layla Claire.

In der Kammermusikreihe der Philharmoniker treffen Werke populärer Komponisten wie Dvořák, Beethoven oder Schubert auf Raritäten etwa von Hindemith, Eisler, Viktor Ullmann oder Hans Krása. Auch zeitgenössische Kompositionen von Philharmoniker-Kontrabassist Stefan Schäfer und eine Uraufführung der jungen chinesischen Komponistin Yijie Wang sind zu erleben. In der Reihe „Musik und Wissenschaft“ präsentieren Mitglieder der Philharmoniker ebenfalls Kammermusik in Verbindung mit Vorträgen von Wissenschaftler*innen der Max-Planck-Gesellschaft aus Disziplinen wie der Meteorologie, der Astronomie oder der Informatik (31. Januar/1./2. Februar 2022).

Für Kinder und Jugendliche spielt das Philharmonische Staatsorchester zu Saisonbeginn das Familien- und Schulkonzert „Das Konzert mit dem Horn“ (27.–31. August 2021) in der opera stabile und verbindet mit „Rettet die OHRwürmer!“am 8. Mai 2022 im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg in der Elbphilharmonie das Thema Umweltschutz mit klassischer Musik. In den erfolgreichen jung-Reihen Tonangeber und PhiSch („Philharmoniker*innen in Schulen“) werden Schüler*innen weiterhin live und digital angesprochen – in der Staatsoper oder im Klassenzimmer.

Hauptförderer des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg ist die Kühne-Stiftung. Sie unterstützt mit einer Großspende, verteilt über fünf Jahre, den Ausbau des Orchesters und ermöglicht es, dass neue Projekte und Konzertreisen umgesetzt werden können. Zugleich sollen die Hamburgische Staatsoper und ihre musikalische Strahlkraft hiervon profitieren. Das Philharmonische Staatsorchester dankt dem Hauptförderer Kühne-Stiftung.

jung – für unser junges Publikum bietet die Musiktheaterpädagogik der Hamburgischen Staatoper: Musiktheater für Babys, zwei Neuproduktionen für Kleinkinder, Schul- und Familienkonzerte zum Thema Umweltschutz für das jüngere Publikum. Jugendliche Musiktheatertalente stehen selber auf der Bühne: Sie texten, singen und performen über Freundschaft und Dazugehörenwollen, Miteinander und Gemeinschaft. Das komplette Programm ist in der separaten jung-Broschüre benannt.

Einen Einblick in die Saisonbroschüren erhalten Sie ab sofort im Web:

www.staatsoper-hamburg.de, www.hamburgballett.de, www.staatsorchester-hamburg.de

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