DIE FREITAG-PRESSE – 15. MAI 2026

DIE FREITAG-PRESSE – 15. MAI 2026

Goldener Saal, Musikverein Wien © Wolf-Dieter Grabner

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 15. MAI 2026

Wien/Musikverein
Zwei Stardirigenten geben sich in Wien die Klinke in die Hand
Eine arbeitsreiche Zeit beschert uns der (informell bezeichnete) Musiksommer. Da könnte man täglich aus Veranstaltungen mit Spitzenkünstlern wählen. Und an diesem Feiertagswochenende (Christi Himmelfahrt) gaben sich das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Wiener Philharmoniker im Wiener Musikverein die Klinke in die Hand. Und bewiesen, dass sie zu Recht als Weltklasseensembles bezeichnet werden.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Staatsoper: Sänger-Jubel und Regie-Buhs für „Perlenfischer“
Aus der Wiener Staatsoper ist die Shoppingmall Carmen geworden; mit einer freundlichen, aber bestimmten Durchsage bittet der Direktor bei Ladenschluss zum Ausgang. Am Donnerstag staunte man nicht schlecht, als sich der Vorhang zum zweiten Akt von Georges Bizets „Die Perlenfischer“ hob und dabei nicht nur eine Melodie seiner „Carmen“, sondern auch die Stimme von Bogdan Roščić zu hören war. Die Zukunft des Hauses am Ring sah man damit trotz aller Geldprobleme hoffentlich nicht.
SalzburgerNachrichten.at

Wien
„Stiffelio“ im Theater an der Wien: Wieviel Krach Vergebung macht (Bezahlartikel)
Die erneut versuchte Ehrenrettung von Verdis Schmerzenskind gelingt dem Regisseur Vasily Barkhatov deutlich besser als auf musikalischer Seite.
DiePresse.com

Verdis „Stiffelio“ bleibt ein Problemfall (Bezahlartikel)
Mit der Verdi-Rarität „Stiffelio“ zeigt der Regisseur Vasily Barkhatov eine seiner schwächeren Arbeiten: Der Abend lässt erstaunlich kalt.
kleinezeitung.at

„Stiffelio“ im MaW: Ein Pfaffentheater
Bei Italianità denkt man für gewöhnlich nicht unbedingt an Amish – schon alleine wegen des fehlenden Schnurrbarts. Doch Vasily Barkhatovs Entscheidung, Giuseppe Verdis weitgehend vergessene Oper “Stiffelio” am Mittwoch im Musiktheater an der Wien in die protestantische Glaubensgemeinschaft zu verlegen, geht auf. Die religiösen Dimensionen des kammerspielartigen Ehedramas behalten so ihre existenzielle Schärfe.
vol.at

13.5.26 „Stiffelio“, MusikTheater an der Wien, Premiere, „Lautstarke Ehekrise“
Das MusikTheater an der Wien beschließt die Saison mit Giuseppe Verdis „Stiffelio“. Leider wurde einem der Premierenabend durch ein viel zu laut aufspielendes Orchester vergällt – und was die Inszenierung betrifft: Stiffelio als Jazz-Trompeter in die Handlung einzuführen und ihn am Schluss von Mafiosi ermorden zu lassen war wieder einmal der typische „Regie-Nonsense“.
operinwien.at

„Stiffelio“ im Theater an der Wien: Wer brüllt am lautesten? (Bezahlartikel)
Ein Video zu Beginn ist das Highlight: „Stiffelio“ von Giuseppe Verdi als musikalisches Massaker
Kurier.at

Verdi mit Punch und Pferdekutsche: „Stiffelio“ im Theater an der Wien
Vasily Barkhatov transferierte die Oper in die Welt der Amish People, Jérémie Rhorer ließ schallkräftig musizieren
DerStandard.at

Misslungene Ehrenrettung für Giuseppe Verdi
Das Theater an der Wien scheitert in seiner letzten Saison-Premiere daran, Giuseppe Verdis sperrigem „Stiffelio“ überzeugendes Bühnenleben einzuhauchen.
krone.at

Wien/Staatsoper
Vorbericht „Die Perlenfischer“: Wie man die Schrauben beim Publikum anzieht
Ersan Mondtag gilt als heißester Regie-Kandidat für den neuen Wiener „Ring des Nibelungen“. Mit Bizets „Die Perlenfischer“ („Les Pêcheurs de perles“) gibt er zu Christi Himmelfahrt sein Debüt an der Staatsoper. Die „Krone“ traf das theatrale Multitalent zum Interview.
krone.at

London/Royal Opera-House
Covent Garden fasziniert mit Samson et Dalila
Grandiose Stimmen – eine Dalila, die den Vergleich mit den besten Mezzosopranistinnen weltweit nicht zu scheuen hat und als kongenialer Partner ein Tenor, der alle Register zwischen Sinnlichkeit und Heroismus perfekt beherrscht. Ein großartiger Chor in diesem Werk, das der Komponist ursprünglich als religiöses Oratorium und nicht als Oper konzipiert hatte. Die Inszenierung allerdings befriedigt nicht vollständig.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Wien/Konzerthaus
Beethoven genial, Schubert nicht so ganz
:
Grigory Sokolov im Konzerthaus Trotzdem spielte der russische Pianist beim fast dreistündigen Soloabend in seiner eigenen Liga. Konzerte von Grigory Sokolov sind Reisen in ideale Welten. Man unternimmt diese fast gänzlich mit dem Hörsinn, befindet sich die Saalbeleuchtung dabei doch immer im Dämmerungsmodus. Die musikalischen Vorträge des Russen schnurren (fast) unfallfrei und mit hoher Tempodisziplin ab und erinnern dabei an Modelleisenbahnen, die auf Schienen durch minutiös gestaltete, pittoreske Landschaften gleiten.
DerStandard.at

Frei, aber einsam: Daniil Trifonov und Nikolaj Znaider im Konzerthaus (Bezahlartikel)
„Man kann nicht nicht kommunizieren“, meinte Paul Watzlawick. Was der Philosoph wohl zu diesem Abend gesagt hätte? Im ersten Teil ließ der Pianist den Geiger nämlich gar nicht an sich heran.
DiePresse.com

Wien/Musikverein
Orchestrale und vokale Gottessuche im Wiener Musikverein
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks überzeugte mit Simon Rattle und Solistin Magdalena Kožená im Goldenen Saal
DerStandard.at

Fürth
Zu Unrecht vergessen: die Gluck Festspiele holen faszinierend Paride ed Elena aus dem Abseits
Die Göttergestalten Amor und Psyche, die Liebe und das Seelische: das Spannungsfeld zwischen beiden haben Michael Hofstetter und sein Team der Internationalen Gluck Festspiele zum Thema des diesjährigen Programms gemacht. Dass diese inneren Triebkräfte, um die später die Romantik unermüdlich kreisen wird, bereits beim nahe dem fränkischen Berching geborenen Christoph W. Gluck das Blut in Wallung setzten, zeigen seine Opern, von denen drei aus seiner sogenannten Opernreform im Zentrum des Festspielkalenders 2026 stehen: Iphigenie in Aulis in Bayreuth, Orpheus und Eurydike in Nürnberg und Bayreuth sowie konzertant Paride ed Elena im schmucken, neobarocken Stadttheater Fürth.
bachtrack.com/de

Göttingen
Mehr als Perücken-Pop: Händel-Festspiele Göttingen starten
Die Händel-Festspiele in Göttingen stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Verlockung“. Mit Konzerten von Barock bis Jazz in der Stadt und der Region sollen sie ein Festival für alle sein. Zum Auftakt gibt es ein großes Galakonzert zum 20. Jubiläum des Festspiel-Orchesters.
ndr.de

Stuttgart
„Die drei ???“: Kult-Detektive ermitteln erstmals in der Oper
„Die drei ???“ ist die erfolgreichste deutsche Hörspielreihe. Ab Februar 2027 kommen „Die drei ???“ erstmals in die Staatsoper nach Stuttgart.
swr.de

Zürich
Kino für die Ohren: «La Damnation de Faust» am Opernhaus Zürich (Bezahlartikel)
Hector Berlioz hat mit «Fausts Verdammnis» die kühnste Fassung von Goethes Sinnsucher-Drama für das Musiktheater geschaffen. Das Stück braucht nicht einmal eine Inszenierung – und bei den jüngsten Aufführungen in Zürich fehlt sie auch nicht.
NeueZuercherZeitung/nzz.ch

Feuilleton
Wenn bei der Oper das Feuilleton mehr zählt als ein glücklicher Besucher
Das Feuilleton jubelt, das Stammpublikum flieht, und die Politik beginnt zu rechnen. Wer heute die Bilanzen der grossen Opernhäuser in Deutschland und der Schweiz liest, blickt in einen Spiegel der gezielten Selbsttäuschung. Während Fachmagazine wie die «Opernwelt» intellektuelle Dekonstruktion als notwendige Reibung prämieren, findet an der Abendkasse eine Erosion statt, die das Genre seine Existenz kosten könnte.
plattformj.ch

Performatives Gähnen?
Podcast Live vom Deutschen Orchestertag: Dieses mal geht es hoch her zwischen Hannah Schmidt und Axel Brüggemann. Sie debattieren über Skandale, die Zukunft der Orchester und einen Notfonds für Kulturinstitutionen.
backstageclassical.com

Links zu englischsprachigen Artikeln

Hamburg
Rituals of the radical: energetic Currentzis and Utopia at the Elbphilharmonie
bachtrack.com/de

Zürich
Opernhaus Zürich 2025-26 Review: La Damnation de Faust
operawire.com

IOS’s exhilarating Gianni Schicchi in two ‘acts’ in Zurich
seenandheard-international.com

Marseille
Opéra de Marseille 2025-26 Review: Das Rheingold
operawire.com

Nino Machaidze, Enea Scala, Jessica Pratt, Véronique Gens, John Osborn, Salome Jicia & Csilla Boross Lead Opéra de Marseille’s 2026-27 Season
operawire.com

Lille
Karine Deshayes, Ermonela Jaho & Stéphanie d’Oustrac Lead Opéra de Lille’s 2026-27 Season
operawire.com

Manchester
Angel’s Bone review – frenetic and unsettling allegory of human trafficking marks ENO’s Manchester debut
TheGuardian.com

Original, immersive and emotionally challenging ENO production of Du Yun’s Angel’s Bone in Manchester
seenandheard-international.com

New York
Carnegie Hall 2025-26 Review: Il trittico – National Symphony Orchestra performs Puccini’s Triptych
operawire.com

Botstein guides The Orchestra Now on scenic trek through Strauss’s peaks and valleys    Leon Botstein conducted
The Orchestra Now in Richard Strauss’s An Alpine Symphony
newyorkclassicalreview.com

Washington
IN Series Announces 2026-27 Season: Sic Semper Tyrannis
The season features four operatic reimaginings, spanning 1,000 years of history, that lift up art’s power to unmask tyrants and their tyranny
operatoday.com

Choral Arts Society of Washington Announces 2026–2027 Season: “Embrace the Unknown”
operatoday.com

Los Angeles
Lorenzo Viotti’s Triumphant LA Phil Debut
sfcv.org

Recordings
Haymarket Opera’s new release uncovers rich treasure with Leonardo Vinci’s “Artaserse”
chicagoclassicalreview.com

Holst, Bax: The Planets, Tintagel (London Symphony Orchestra, Antonio Pappano)
Pappano saddles up a British warhorse and rides triumphantly into battle.
limelights-arts.com.au

Sprechtheater

Wien/Burgtheater
Von der Trivialität des Lebens im Inneren politischer Macht
(Bezahlartikel)
Unbedingt giftig werden: Karin Henkel inszeniert Ewald Palmetshofers „Sankt Falstaff“ am Burgtheater. Ein sprachlich brillantes Schauspiel über Macht, Verwirrung und Ironie. Nach Wien fahren lohnt sich!
FrankfurterAllgemeine.net

Wien/Kosmos-Theater
Ein Meer aus Schaum: Helena Adlers „Fretten“ im Kosmos-Theater Wien
In der kollektiv kreierten Inszenierung unter der End-Regie von Aslı Kışlal fungiert Gebärdensprache auch als Performanceelement
DerStandard.at

Medien

Wibke Bruhns: Eine unerschrockene Fernsehjournalistin
Sie war eine Pionierin: Als erste Frau präsentiert Wibke Bruhns am 12. Mai 1971 im ZDF eine Nachrichtensendung. Sie arbeitete auch für den NDR und für den „Stern“ als Korrespondentin. Sie starb 2019 in Hamburg.
ndr.de

Politik

China gegen Japan: Warum atomares Wettrüsten droht
In der Weltpolitik ist militärische Gewalt im Jahr 2026 für viele Akteure wieder ein legitimes Mittel zur Durchsetzung staatlicher Interessen – man denke an Russlands Krieg gegen die Ukraine, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und Chinas beständiges Säbelrasseln in Richtung Taiwan. Diese Rückkehr zum Gesetz des Stärkeren betrachten kleinere Länder mit Sorge – und debattieren über Strategien zur Abschreckung. Was in einem neuen nuklearen Wettrüsten gipfeln könnte.
krone.at

Österreich
Nach Taschner-Absage: ÖVP-General stellt Auskunftsbegehren an Uni Wien
ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti nutzt eine Reform von Türkis-Grün, um den Druck auf die Uni Wien nach der abgesagten Ehrung für den ÖVP-Mandatar und Mathematiker Rudolf Taschner zu erhöhen. Es war ein Prestigeprojekt der Koalition von ÖVP und Grünen, vorderhand eigentlich gedacht für Bürgeranliegen und Medienrecherchen: das neue Informationsfreiheitsgesetz, vermarktet als „Amtsgeheimnis-Abschaffung“. Seit 2025 kann man mit diesem Instrument öffentliche Stellen dazu auffordern, Informationen zur Verfügung zu stellen und beispielsweise Prozesse offenzulegen. Das betrifft nicht nur Behörden und staatsnahe Unternehmen, sondern auch Universitäten.
DiePresse.at

Österreich
Dornauer rechnet ab: „SPÖ wollte mich beerdigen“
Der ehemalige Tiroler Landes-Vize und SPÖ-Chef Georg Dornauer spricht im krone.tv-Interview über den Bruch mit seiner alten Partei und erhebt dabei schwere Vorwürfe: Man habe ihn „politisch beerdigen“ wollen. Harte Kritik übt er auch an der Entwicklung seiner ehemaligen Partei sowie in Richtung von Andreas Babler. Gleichzeitig blickt Dornauer selbstkritisch auf den umstrittenen Jagdausflug mit René Benko zurück – und verrät, wo er seine politische Zukunft sieht.
krone.at

_________________

Unter’m Strich

Österreich
Million abgezweigt: Betrugsverdacht in der Spanischen Hofreitschule
Die Spanische Hofreitschule produziert seit Monaten Schlagzeilen – auch abseits der Reitkunst. Erst Dienstag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft alle Ermittlungen gegen den im September 2025 fristlos entlassenen Ex-Geschäftsführer Alfred Hudler eingestellt hat. Nun droht der Kulturinstitution, die zum Landwirtschaftsministerium ressortiert, ein Streit vor dem Arbeitsgericht. Hudler fordert für seinen Vertrag, der bis Ende 2027 gelaufen wäre, knapp eine Million Euro. Nicht unwahrscheinlich, dass auch die Spitzen des Ministeriums, Minister Norbert Totschnig und sein mächtiger Generalsekretär Johannes Abentung, geladen werden
krone.at

Österreich
Lugner-Fahrer packt aus: Die Wahrheit über Ehe mit Simone
Nach 16 Jahren an der Seite von Richard Lugner bricht sein langjähriger Fahrer Roland Granzer im oe24-Interview das Schweigen und gibt emotionale Einblicke in Lugners Leben.
oe24.at

Welcher Papst hatte eine Tochter?
Päpste und Affären? Das klingt nach Verbotenem, doch die Geschichte zeigt Überraschendes: Einige Oberhäupter der katholischen Kirche hatten tatsächlich Kinder – und manchmal sogar Töchter. Wie waren solche Fälle überhaupt möglich, wenn Zölibat doch Pflicht ist?
news.gentside.de

Wien
Das Provokante und das Geniale an Toni Faber
Er ist der Paradiesvogel im Kosmos der katholischen Kirche: Toni Faber, Dompfarrer zu St. Stephan, hat Homosexuelle und Boutiquen gesegnet, „Beichten auf Rädern“ eingeführt und viele Leben in herausragenden Trauerreden gewürdigt. Geistliche leben wie Politiker vom Wort.
Mit seinen Handlungen überschreitet der schillernde Gottesmann jedoch regelmäßig Grenzen. Dass er mit seiner Natalie auf dem Opernball das Tanzbein schwingt und vor laufenden Fernsehkameras Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Zölibats äußert, sehen viele als Provokation.
krone.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 15. MAI 2026)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 15. MAI 2026)

Quelle: onlinemerkr.com

Wiener Staatsoper: DIE PERLENFISCHER. Premierenberichte

7perlenfischer titel zbel. sl1037

WIEN / Staatsoper:
LES PÊCHEURS DE PERLES von Georges Bizet
Eine Koproduktion mit dem Teatr Wielki – Opera Narodowa, Warschau
Premiere: 14. Mai 2026

Wirtschaftspolitische Überlegungen?

Aufgepasst: Wir befinden uns in „einer Gegenwart, die von der Logik der Mode geprägt ist“. Die globale Produktionskette führt von Gewinnung des Rohstoffs, Verarbeitung und Veredelung in der Dritten Welt bis in unsere Luxustempel. Arbeit und Wertschöpfung sollen allerdings unsichtbar gemacht werden. So ungefähr liest man es auf der Website der Wiener Staatsoper.

Dergleichen kann man gut und gern als wirtschaftspolitische Überlegungen bezeichnen. Will ich solche anstellen, greife ich allerdings zum Wirtschafsteil einer (guten) Zeitung oder einem Fachmagazin. In die Oper gehe ich dafür nicht. Dennoch bietet die Wiener Staatsoper (angeblich) genau solche, wie üblich geschwurbelte Worthülsen an, wenn sie nun „Les Pecheurs de perles“ in ihrer nicht enden wollenden Reihe „Mißglückte Inszenierungen“ ins Programm nimmt …

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

——————

WIEN/Staatsoper : „Les Pêcheurs des Perles – Premiere am 14. Mai 2026

serd
Foto: Klaus Billand

Am 14. Mai 2026 brachte die Wiener Staatsoper die Oper von Georges Bizet „Les Pêcheurs des Perles“ in einer Neuinszenierung von Ersan Mondtag heraus, der ab 2028 hier auch den neuen „Ring des Nibelungen“ inszenieren soll. Wenngleich er das Regiekonzept vom gefährlichen Perlenfischen im alten Ceylon in die Gegenwart der unter ähnlich prekären Bedingungen in Bangla Desh und Thailand erstellten Bekleidung für den westeuropäischen und den US-Markt verlegte, ging das nicht ganz auf, auch weil einfach zu viele handwerkliche Fehler passierten. …

Zum Premierenbericht von Klaus Billand

bil

Zum Videoclip

________________________________________________________________________________________

Freddie De Tommaso ist „gut im Geschäft“

freddiedetommaso 
Im so looking forward to singing these incredible operas for you all next season, in some of my favourite cities in the world!
I am ESPECIALLY excited for my debut as Don Alvaro in Verdi’s masterpiece, La Forza del Destino

fred
ZU INSTAGRAM

___________________________________________________________________________________

Opernprojekt im Wiener Konzerthaus am 16. Mai / Alma Deutscher / Wiener KammerOrchester

kamm

Alma Deutscher dirigiert, das Wiener KammerOrchester spielt, und der Abend soll diese außergewöhnlichen jungen Opernsängerinnen und Opernsänger einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen:

  • Wiener KammerOrchester
  • Chelsea Zurflüh Sopran
  • Susanne Burgess Sopran
  • Anna Tetruashvili Mezzosopran
  • Jonghyun Park Tenor
  • Ricardo José Rivera Bariton
  • Alma Deutscher Dirigentin

https://konzerthaus.at/de/programm-und-karten/wiener-kammerorchester-alma-deutscher/63675

Für mich ist aufgrund der unfassbar hohen musikalischen Qualität heute auch aus dem Grund ein Feiertag im wahrsten Sinne.

C.B.

Karten kaufen
___________________________________________________________________________________________________

MUSIKVEREIN GRAZ: Die  Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti am 22. Mai 2026

link
Riccardo Muti © Terry Linke

Joseph Haydn

Symphonie Nr. 102 in B-Dur, Hob. I:102

Symphonie Nr. 103 in Es-Dur, Hob. I/103, Mit dem Paukenwirbel

Symphonie Nr. 104 in D-Dur, Hob. I:104, Salomon

Information zum Musikverein Graz-Konzert:

Riccardo Muti, seit Februar 2025 Ehrenmitglied des Musikvereins Graz, kehrt mit den Wiener Philharmonikern in den Stefaniensaal zurück. Bei den Konzerten im Februar 2025 zeigte er sich vom Stefaniensaal und dem Musikverein Graz begeistert und schwärmte: „Grazie Graz“! Zur Aufführung kommen die berühmten „Londoner Symphonien“ Joseph Haydns Nr. 102, 103 und 104.

Besonderer Höhepunkt: Nach dem Konzert wird den Wiener Philharmonikern coram publico die Ehrenmitgliedschaft verliehen – aufgrund ihrer Verbundenheit zum Musikverein Graz seit acht Jahrzehnten. Das Traditionsorchester gab im Musikverein seit 1946 in Summe 24 Konzerte unter der Leitung weltberühmter Dirigenten wie Josef Krips, Dimitri Mitropoulos, Ehrenmitglied Karl Böhm, Claudio Abbado, James Levine, Christian Thielemann, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Ehrenmitglied Riccardo Muti. Künftig werden die Wiener Philharmoniker mit Graz noch enger verbunden sein und die Bedeutung der Kulturregion Steiermark innerhalb der internationalen Musikwelt nochmals hervorgehoben.

_______________________________________________________________________________________

Oper Zürich:  „La Damnation de Faust“. Nützen Sie die letzte Chance

damn
© Toni Suter

Hector Berlioz’ monumentale Oper «La Damnation de Faust» feierte vergangenen Sonntag eine «grandiose», «meisterhaft interpretierte» Premiere (Aargauer Zeitung). Saimir Pirgu lässt seine Tenorstimme «prächtig strömen», während Elīna Garanča «mit reizvoller Schärfe und süssem Zweifel» singt. Und im Graben zeigt sich auch das Orchester in Bestform: Es «spielt grandios» und verbindet seine Klangkraft mit «viel französischer Schönheit».

Noch einmal steht dieses konzertante Erlebnis auf dem Spielplan.

La Damnation de Faust
Oper von Hector Berlioz

Berlioz’ klangmächtiges Höllenfahrtsdrama besticht bis heute durch seine radikale Form und musikalische Innovationskraft. Ausgehend von Goethes Stoff entfaltet Berlioz ein vielschichtiges musikalisches Theater, das die Reise ins Innere von Faust widerspiegelt. Die Wirkung dieses Seelenpanoramas entfaltet sich im konzertanten Rahmen besonders intensiv. Mit Saimir Pirgu als Faust, Elīna Garanča als Marguerite sowie Stanislav Vorobyov als Méphistophélès und Amin Ahangaran als Brander ist die Zürcher Aufführung prominent besetzt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des kanadischen Dirigenten Yves Abel.

Weitere Informationen
Tickets: 17 Mai 2026

—-
Un ballo in maschera
Oper von Giuseppe Verdi
Mit «Un ballo in maschera» kehrt eine von Verdis farbenreichsten Partituren auf unsere Bühne zurück: Funkelnde Ensembles, geheimnisvolle Orakelstimmung und politischer Nervenkitzel treffen auf ein verhängnisvolles Liebesdreieck, das unaufhaltsam in die Katastrophe führt. Am Pult steht Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda, der bereits die Premiere von Adele Thomas’ Inszenierung leitete. Die Hauptrollen sind mit einem Spitzenpaar besetzt: Stephen Costello und Elena Stikhina.

Und übrigens: In diesem Jahr wird die Zürcher Erfolgsproduktion zum Highlight des Edinburgh International Festival. Vom 26. bis 30. August feiert sie beim Festival Theatre ihre UK-Premiere.

Weitere Informationen
Tickets: Fr 22 Mai bis Sa 13 Jun 2026

________________________________________________________________________________________

Maël Metzger from France wins the 77th Prague Spring
International Music Competition in the flute category

spring

Prague, 13 May 2026 | The winner in the flute category of the 77th Prague Spring International Music Competition is the twenty-two-year-old Maël Metzger from France. Second and third places went to his compatriots Iris Daverio and Mathilde Alvin Besson. An Honourable Mention of the Jury, First Grade, was awarded to the German flautist Moritz Schulte. “I don’t think I’ve ever experienced so many emotions in my life as I have here tonight during the final,” said Maël Metzger after receiving the prize. He also received the Bohuslav Martinů Foundation Prize, Prize of the City of Prague for the most successful laureate, the Bärenreiter Prize, the Czech Radio Prize, a performance at the 82nd Prague Spring International Music Festival in 2027 and with the Pilsen Philharmonic during the 2026–2027 season. The popular Audience Prize, presented by the Friends of Prague Spring patrons’ club, won Iris Daverio. Overview of prizes awarded

1st Prize Maël Metzger
2nd Prize Iris Daverio
3rd Prize Mathilde Alvin Besson
Honourable Mention of the Jury, First Grade: Moritz Schulte
Audience Prize: Iris Daverio
Bohuslav Martinů Foundation Prize for the best performance of a composition by Bohuslav Martinů: Maël Metzger
Czech Music Fund Foundation Prize for the best performance of Dances and Song of the Night for Flute and Piano by Petr Popelka: Moritz Schulte
Prize of the City of Prague for the most successful laureate: Maël Metzger
Czech Radio Prize: Maël Metzger
Bärenreiter Prize: Maël Metzger
Performance at the 82nd Prague Spring International Music Festival in 2027: Maël Metzger
Performance with the Pilsen Philharmonic during the 2026–2027 season: Maël Metzger

As is tradition, the laureates also received several paid performance engagements both in the Czech Republic and abroad.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert