Kultur, Kulinarik und Charity
Musik gegen die Zerstörung der Welt

Titelfoto: von links – Birgit Chlupacek, Konzertdirektion Klangwork,
Sebastian (13) Klimabotschafter von Plan-for-the-Planet
Gelatier Stefano Santini
Angela Gräfin von Wallwitz, Initiatorin und Tochter des Komponisten Karl von Feilitzsch ©Barbara Hauter

Karl von Feilitzsch, Apokalypse, München, Residenz,
Herkulessaal, 11. November 2018 um 18 Uhr – Ankündigung

von Barbara Hauter

Kultur, Kulinarik und Charity – Musik gegen die Zerstörung der Welt

Gelber Safran, rosa Pfeffer, grüne Pistazien und Schokosplitter mit blauen Spirulina-Algen – so schmeckt die Apokalypse. Zumindest in Form einer Eiskreation namens Apo. Münchens Bio-Gelatier Stefano Santini hat Apo eigens für ein Musikereignis geschaffen: für Karl von Feilitzschs Jazz-Kantate Apokalypse, die am 11. November erstmals seit den 50er Jahren wiederaufgeführt wird. Zum 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges.

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Der Pianist wird zum wahren Genießer seiner eigenen Kunst

Andrei Gologan, Klavier
Maurice Ravel, „Tombeau de Couperin“
Frédéric Chopin, Barcarole Fis-Dur + Polonaise-Fantaisie As-Dur
Robert Schumann, Klaviersonate in g-Moll
Claude Debussy, Prelude Nr. 8

von Shari Berner

Andrei Gologan ist ein junger Pianist, der durch seine unaufgeregte und natürliche Art überzeugt. Alles an seinem Auftritt im Herkulessaal in München wirkt stimmig: Das leichte Lächeln, mit dem er sich verbeugt. Die innere Ruhe, die er ausstrahlt, als er seinen Platz am Flügel einnimmt und sich vor den ersten Tönen konzentriert. Die natürliche Gestik, mit der er diese Töne mit Maurice Ravels „Tombeau de Couperin“ anstimmt.

„Andrei Gologan, Maurice Ravel, Frédéric Chopin, Robert Schumann,
Herkulessaal, München“
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Grandioser Schönberg überwältigt für acht Minuten

Arnold Schönberg, „Ein Überlebender aus Warschau“
Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem d-Moll, KV 626
Mariss Jansons, Dirigent
Thomas Quasthoff, Sprecher
Genia Kühmeier, Sopran
Elisabeth Kulman, Mezzosopran
Mark Padmore, Tenor
Adam Plachetka, Bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Herkulessaal München, 11. Mai 2017

 von Elena Milis

„Achtung! Stilljestanden! Na wird’s mal? Oder soll ich mit dem Jewehrkolben nachhelfen?“ Kurz bleibt einem das Herz stehen, nachdem der letzte Ton von Arnold Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau verstummt. Der dissonante Klang hallt wie ein Donnerschlag wider. Die Musik hinterlässt ein eigenartiges Gefühl, besonders der Text macht hellhörig und erinnert an die vielen Unschuldigen, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. „Mariss Jansons, Thomas Quasthoff, Genia Kühmeier, Elisabeth Kulman, Mark Padmore, Adam Plachetka, Chor des Bayerischen Rundfunks, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, A. Schönberg, W. A. Mozart,
Herkulessaal München“
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Wolfgang Rihms Musik spricht, sie ist beseelt und trotz ihrer Todesthematik voller Liebe zum Detail

Wolfgang Rihm, Gruß-Moment 2 – in memoriam Pierre Boulez
Wolfgang Rihm, „Requiem-Strophen“ für Soli, gemischten Chor und Orchester (2016) – Uraufführung
Mariss Jansons, Dirigent
Anna Prohaska, Sopran, Mojca Erdmann, Sopran
Hanno Müller-Brachmann, Bariton
Chor des Bayerischen Rundfunks
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
München, Herkulessaal, 30. März 2017

Von Maria Steinhilber

Der Herkulessaal in München ist zu 90 Prozent gefüllt – die Zuhörer erwarten gespannt den Beginn des ersten Orchesterwerkes von Wolfgang Rihm und begrüßen das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit einem kräftigen Applaus. Noch größer ist die Begeisterung, als der Dirigent Mariss Jansons die Bühne betritt. „Wolfgang Rihm, Requiem-Strophen, Mariss Jansons, Chor des Bayerischen Rundfunks, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
Herkulessaal München“
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