Chor und Extrachor der Wiener Staatsoper in „Nabucco“ © Michael Pöhn/Wiener Staatsoper
von Lothar und Sylvia Schweitzer
Es klingt widersprüchlich: Da wird ein 2. Bass in einer stummen Rolle eingesetzt.
So im „Rosenkavalier“ als Leopold. In den Opernführern ist diese Rolle oft nicht namentlich angeführt, sondern nur undifferenziert unter „Lakaien“.
Reclams Opernführer hebt vor den angeführten „Lakaien“ einen „Leiblakai des Ochs von Lerchenau“ heraus, im von uns schon mehrmals erwähnten und gelobten „Opera“ finden wir den „Lerchenauschen Leiblakaien“.
Nur einmal wird in der Oper sein Vorname erwähnt, wenn der Baron Ochs auf Lerchenau ihm resignierend zuruft: „Leopold, wir gehn!“ In den seit 1959 gesehenen „Rosenkavalier“-Aufführungen ist in den Besetzungslisten sein Name „Leopold“ immer angeführt gewesen, meist als Drittletzter. In einer Produktion des Salzburger Landestheaters im Rahmen der Salzburger Kulturtage 1993 lesen wir: „Leopold, Sohn und Leiblakai des Ochs.“ „Schweitzers Klassikwelt 155: Chorsängerinnen und -sänger
klassik-begeistert.de, 20. Januar 2026“ weiterlesen


