Herbert Lippert als Paul in „Die tote Stadt“ © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Aus einer Phase der Ruhe heraus oder während einer geistig nicht fordernden Routinearbeit beginnen sie in mir zu klingen.
Es sind nicht die nach Lexikon beliebtesten Arien, kein „Nessun dorma“, auch keine leichteren Arien wie „O mio babbino caro“ oder „Una furtiva lagrima“. Sie stammen auch nicht aus einem höfischen Milieu, in dem viele Opern spielen, wie etwa „Il Trovatore“ und „Lucia di Lammermoor“. Eher aus dem sogenannten Salonnaturalismus ohne historische Hintergründe.
von Lothar Schweitzer
Auf zwei eigentümliche Erfahrungen möchte ich näher eingehen.
Am Ende von Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ wacht die Hauptperson der Oper aus einem beglückend beginnenden, dann aber dramatisch endenden Traum erleichtert auf. Die Melodie des ihm in schöner Erinnerung gewesenen Lautenlieds „Glück, das mir verblieb“ wieder aufnehmend gibt er dem Schluss der zweiten Strophe eine neue Gestalt: „Ein Traum hat mir den Traum zerstört.“ „Schweitzers Klassikwelt 162: Arien, die zu Herzen gehen
klassik-begeistert.de, 27. April 2026“ weiterlesen