Der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg: Die gewaltige Kraft und Unbarmherzigkeit der Stille – die gewaltige Kraft und Unbarmherzigkeit der Wüste

Der Bariton Klaus Mertens verkörpert beeindruckend den Propheten Elias…

… und ein Ausnahme-Chor bringt an diesem Abend in der Laeiszhalle Hamburg das Mächtige, Kraftvolle und Ehrfürchtige der Musik wunderbar rüber. In den lauten Tutti-Passagen klingt der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg nicht nur wie ein Chor, sondern tatsächlich wie „ein Volk“ und erfüllt damit die von Felix Mendelssohn Bartholdy gestellte Aufgabe mit Bravour.

Laeiszhalle Hamburg, 7. Februar 2020

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Julia Sophie Wagner, Sopran
Anke Vondung, Mezzosopran
Markus Schäfer, Tenor
Klaus Mertens, Bass / Bassbariton
Hansjörg Albrecht, Leitung

Enjott Schneider
Elia – The Secret World Beyond / Prologue to Mendelssohn’s Oratorio op. 70 Elias

Felix Mendelssohn Bartholdy
Elias / Oratorium nach Worten des Alten Testaments op. 70

von Sebastian Koik

Was für großartige Solisten das sind! Am 7. Februar 2020 in der Laeiszhalle bezaubern Julia Sophie Wagner, Anke Vondung, Markus Schäfer und Klaus Mertens das Publikum mit hervorragenden und mitreißenden Gesangs-Leistungen!

Geradezu unfassbar gut und makellos sind die Darstellungen vom Bass Klaus Mertens als Prophet Elias und von Julia Sophie Wagner als „eine Witwe“ in der Sopran-Partie. „Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck,
Laeiszhalle Hamburg, 7. Februar 2020“
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A heart hug from Hamburg

Foto: Entlebucher Sennenhündin Vianna „Juli“ Szwajcar, 8, im September 2019 in der Lüneburger Heide, Niedersachsen.
(c) Andreas Schmidt 2019

Liebe, werte Leserinnen und Leser von
klassik-begeistert.de,

meine Frau Regina, meine leider sehr schwer erkrankte Hündin Juli und ich wünschen Ihnen und Euch eine segensreiche, segensvolle, warme und herzliche Weihnachtszeit.

Wir wünschen Ihnen viel Muße, Musi und Meditation.

Bitte bleiben Sie uns gewogen. klassik-begeistert.de ist 2019 um 160 Prozent gewachsen. Mittlerweile schreiben 50 AutorInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Schweden, Großbritannien und Hongkong für den Nr.-1-Klassik-Blog im deutschsprachigen Raum (Google-Ranking).

AutorInnen und LektorInnen von klassik-begeistert.de aus Hamburg, Hannover, Schleswig-Holstein und Wien in der Staatsoper Hamburg (E. W. Korngold, Die tote Stadt, 6. Dezember 2019)

Mein unendlicher Dank und meine Bewunderung gilt meinem Team: den wunderbaren AutorInnen und LektorInnen, die mit ihrem Gehör, ihrem Gespür, ihrem Herzen und ihrer Passion, ihrem Wissen und ihrer individuellen Schreibe klassik-begeistert.de zu einem einzigartigen Medium für klassische Musik machen.

Immer unabhängig. Immer als Anwalt der Musik. Oft leidenschaftlich. Und immer kritisch und genau, wenn es sein muss.

Euch, Ihnen und Ihren Familien, Ihren Lieben und Freunden senden wir eine Herzens-Umarmung aus HH –

a heart hug from Hamburg.

Alles Liebe,

Andreas Schmidt
Herausgeber
klassik-begeistert.de
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klassik-begeistert.ch

Andreas Schmidt und der Star-Dirigent Roberto Abbado im Oktober 2018 beim Festival Verdi vor dem Teatro Regio di Parma © Andreas Schmidt

Der fließend Deutsch sprechende Roberto Abbado (* 30. Dezember 1954 in Mailand) ist ein italienischer Dirigent. Er ist der Sohn des Komponisten Marcello Abbado und Neffe des Dirigenten Claudio Abbado. Er studierte bei Franco Ferrara am Teatro La Fenice, Venedig und an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Dort war er der einzige Student, der jemals das Orchestra di Santa Cecilia dirigieren durfte. Mit 23 dirigierte er seine erste Oper, Giuseppe Verdis Simon Boccanegra. Von 1991 bis 1998 war er Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters. Er tritt weltweit mit berühmten Orchestern und Solisten auf. 2008 leitete er das Neujahrskonzert von Venedig. (Quelle: wikipedia)

Husteninferno in der Laeiszhalle Hamburg: Die Symphoniker Hamburg eröffnen das Beethoven-Jahr 2020 mit Carolin Widmann (Violinkonzert) und der „Pastorale“

Nach Schluss des 1. Satzes schwoll das Husteninferno im Saal derartig an, dass es fast einem verabredeten Flashmob ähnelte. Wann wird einmal in einer derartigen Situation ein Dirigent sich zum Publikum umdrehen und dieses bitten, sich zur Durchführung eines gemeinschaftlichen Aushustens zu erheben? Wenn dann noch – während des Konzerts – einzelne Besucher laut hustend den Saal verlassen und dann dabei noch mehr Lärm machen, frage ich mich, wo eigentlich die Grenze des Respektes ist. Peinlich für Hamburg und eine Respektlosigkeit gegenüber den Musikern.

Foto: © Thies Rätzke
Laeiszhalle, Hamburg
, 19. Dezember 2019
Symphoniker Hamburg
Konzert: Ludwig van Beethoven
Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling
Solistin:  Carolin Widmann, Violine
Veranstalter: Symphoniker Hamburg, Intendant: Daniel Kühnel

von Dr. Holger Voigt

Was könnte es Schöneres geben, als inmitten des vorweihnachtlichen Trubels und der bleiernen Dunkelheit einen Schritt zur Seite zu treten und sich der Leuchtkraft Beethovenscher Musik zu öffnen? So geschehen in der ehrwürdigen Laeiszhalle in Hamburg an einem finsteren Donnerstagabend, fünf Tage vor Heiligabend.

Ludwig van Beethovens Geburtstag (17. Dezember 1770)  jährt sich am 17. Dezember 2020 zum 250. Mal, und damit steht ein prall gefülltes Gedenkjahr ins Haus. Die Hamburger Symphoniker hatten sich deshalb entschlossen, noch vor Weihnachten ein Auftaktkonzert zu präsentieren. „Symphoniker Hamburg, Ludwig van Beethoven,
Laeiszhalle, Hamburg, 19. Dezember 2019“
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Mehr Verdi geht nicht: Ovationen für atemberaubende Stimmen vor 1700 Zuhörern in der Laeiszhalle Hamburg

Fotos: © Symphonischer Chor / S. Redel
Laeiszhalle Hamburg, 24. November 2019
Giuseppe Verdi, Messa da Requiem 

Symphonischer Chor Hamburg
Flensburger Bach-Chor
Sønderjyllands Symfoniorkester

Susanne Bernhard, Sopran
Marion Eckstein, Alt
Dovlet Nurgeldiyev, Tenor
Raimund Nolte, Bass

Matthias Janz, Leitung

von Sebastian Koik

Es braucht nur ganz wenige Takte, bis die altehrwürdige Laeiszhalle in Hamburg von einer magischen Stimmung erfüllt ist – voller Ehrfurcht, Heiligkeit und Schönheit!

Der Symphonische Chor Hamburg ist eine Institution in der Hansestadt. Gemeinsam mit dem Flensburger Bach-Chor, dem Sønderjyllands Symfoniorkester und vier exzellenten Gesangs-Solisten wird der Abend am 24. November 2019 unter der Leitung von Matthias Janz zu einem Highlight im anspruchsvollen Konzertkalender der „Musikstadt Hamburg“.

Insgesamt 260 Musiker stehen auf der Bühne: 115 Sänger vom Symphonischen Chor Hamburg, 65 Sänger vom Flensburger Bachchor, das dänische Orchester, vier Spitzen-Solisten und ganz vorne am Pult, der Mann der diese Heerscharen von Musikern koordiniert: Professor Matthias Janz.

„Symphonischer Chor Hamburg, Flensburger Bach-Chor, Sønderjyllands Symfoniorkester,
Laeiszhalle Hamburg, 24. November 2019“
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Das Szymanowski Quartet spielt ein anspruchsvolles und beglückendes Programm in Hamburg

Foto: © Thies Rätzke

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal
Sonntag, 20. Oktober 2019

Szymanowski Quartet

Agata Szymczewska: Violine
Robert Kowalski: Violine
Volodia Mykytka: Viola
Alexey Stadler: Violoncello
Michael Lifits: Klavier

Mieczyslaw Weinberg
Klaviertrio a-moll op. 24 (1945)

Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr.3 F-Dur op. 73 (1946)

Mieczyslaw Weinberg
Klavierquintett f-Moll op. 18 (1944)

von Elzbieta Rydz

Mieczyslaw Samuilowicz Weinberg, ein bedeutender aber wenig bekannter Komponist des 20. Jahrhunderts hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus polnisch-jüdischer Familie stammend, bereits mit 12 Jahren Schüler am Warschauer Konservatorium, entkam Weinberg mehrfach den antisemitischen Pogromen, dem Zugriff der Nationalisten und der Kommunisten, ein Großteil seiner Familie wurde ermordet.

Weinbergs Freund, Mentor und Gleichgesinnter Dmitri Schostakowitsch respektierte Weinberg sehr und begegnete ihm stets auf Augenhöhe. Beide, Schostakowitsch und Weinberg, ließ das Thema des Krieges und des menschlichen Leids nicht los, war prägend im Schaffen und moralisch verpflichtend. „Szymanowski Quartet, Michael Lifits, Laeiszhalle Hamburg, 20. Oktober 2019“ weiterlesen

Die Sprache der Liebe klingt musikalisch: Martha Argerichs interkultureller Brückenschlag mit Zhang Juns Kunqu-Oper

Fotos: H. Voigt / D. Dittus © 
Martha Argerich Festival Konzert „Der Pavillon der Pfingstrosen“
Veranstalter: Symphoniker Hamburg, Intendant: Daniel Kühnel

Laeiszhalle, Hamburg, 27. Juni 2019

von Dr. Holger Voigt

Im Rückblick auf das diesjährige – enthusiastisch gefeierte – Martha Argerich Festival in Hamburg sollte nicht übersehen werden, wie weit gefächert die zahlreichen Programmbeiträge der einzelnen Konzerte waren. Eben dieses macht ganz wesentlich den besonderen Reiz dieser Veranstaltungsreihe aus: Musik in grenzenauflösender Vielfalt.

Wohl eines der interessantesten Konzerte im Rahmen des Festivals, das am 30. Juni zu Ende ging, war das Konzert „Der Pavillon der Pfingstrosen(„The Peony Pavilion“)am 27. Juni 2019. Leider war es nicht so gut besucht wie die anderen Konzerte während der zehn begeisternden Festivaltage, was eigentlich nur an einer unsichtbaren Berührungsscheu mit der fernöstlichen Kultur der chinesischen Oper liegen kann. „Martha Argerich Festival, „Der Pavillon der Pfingstrosen“,
Laeiszhalle, Hamburg, 27. Juni 2019“
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Martha Argerich und ihre Freunde beschenken Hamburg mit elf grandiosen Konzerten

Martha Argerich Festival, Rückblick, 9. Juli 2019
Fotos © Daniel Dittus, Hamburg, 
Martha Argerich Festival
Veranstalter: Symphoniker Hamburg
Intendant: Daniel Kühnel

von Eva Stratmann

Hamburg: Vom 20. bis 30. Juni gastierte die Pianolöwin Martha Argerich in Hamburg und zelebrierte gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden ein Festival  der großen Freude. „Wohl dem, der solche Freunde hat“, hieß es im Motto des Festivals … und derer kamen mehr als 50 zu Ehren der Pianistin und spielten mit ihr auf. Die Stimmung des Festivals steigerte sich parallel zu den Außentemperaturen von Tag zu Tag, und eine familiäre Freude am Musizieren und Musikhören erfüllte die Räume der Hamburger Konzertsäle. „Martha Argerich Festival, Rückblick, 9. Juli 2019,
Laeiszhalle, Hamburg, Elbphilharmonie Hamburg“
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Martha Argerich beendet ihr Festival in Hamburg bei 35 Grad mit Megakonzert

Fotos: Martha Argerich © Daniel Dittus
Laeiszhalle, Hamburg, Großer Saal, 30. Juni 2019
Martha Argerich Festival, „Krönende Freundesbande“
Veranstalter: Symphoniker Hamburg
Intendant: Daniel Kühnel

Ludwig van Beethoven
Sonate G-Dur op. 30/3 für Violine und Klavier
Clara Schumann
Klaviertrio g-Moll op. 17
Robert Schumann
Andante und Variationen B-Dur WoO 10 Nr. 1 / Fassung für zwei Klaviere, zwei Violoncelli und Horn
Johannes Brahms
Sonate F-Dur op. 99 für Violoncello und Klavier
Sergej Prokofjew
Filmmusik / Arrangement für zwei Klaviere von Sergei Babayan
Witold Lutosławski
Variationen über ein Thema von Paganini für zwei Klaviere
Franz Schubert
Klaviertrio Es-Dur D 897 »Notturno«
Johann Sebastian Bach
Konzert für vier Klaviere a-Moll BWV 1065

von Eva Stratmann

Hamburg: Es ist nicht einfach, als Journalist im Zustand der Sprachlosigkeit über das Abschlusskonzert eines atemberaubenden Festivals zu berichten. Versuchen wir es trotzdem und benutzen dabei so wenige Superlative wie möglich.

Am Sonntag gab Martha Argerich in der Laeiszhalle das mehr als vierstündige Abschlusskonzert ihres Festivals. Es war das elfte Konzert in Reihe, das sie trotz hartnäckiger Lungenentzündung großzügig zelebrierte. Zum Finale schütteten die Solistin und ihr Ensemble aus 16 Freunden und den Hamburger Symphonikern gemäß dem Motto des Abends „Krönende Freundesbande“ noch einmal das volle Horn aus.

Geboten wurde ein Repertoire aus zehn, teilweise selten aufgeführten Werken. Eröffnet wurde der Abend vom Cello-Urgestein Mischa Maisky und seinen Kindern Sascha (Violine) und Lily (Klavier). In Teil eins des Konzerts faszinierten mich besonders die junge Pianistin Sophie Pacini, der Geiger Adrian Iliescu und der Cellist Edgar Moreau bei Clara Schumanns Klaviertrio g-Moll mit ihrem jugendlichen und charakterstarken Spiel. „Martha Argerich Festival, „Krönende Freundesbande“,
Laeiszhalle, Hamburg, Großer Saal, 30. Juni 2019  “
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Und auf einmal gehen die Superlative aus: Martha Argerich begeistert mit „ihrem“ Tschaikowsky-Klavierkonzert No. 1 b-Moll

Foto © Dr. Holger Voigt
Laeiszhalle, Hamburg, 28. Juni 2019
Konzert „Unwiderstehliche Sogwirkungen“
Martha Argerich Festival
Veranstalter: Symphoniker Hamburg
Intendant: Daniel Kühnel

von Dr. Holger Voigt

Jeden Tag eine neue Bescherung! Das Publikum ist überglücklich, denn es erlebt im Tagestakt einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen: Das Martha Argerich Festival ist wirklich ein wahres Fest – ein Fest der Musik und ein Fest der Freundschaft. Kaum eine Titelzeile war so passgenau wie die des Tages (28. Juni 2019): „Unwiderstehliche Sogwirkungen“. Das traf den Punkt exakt. „Konzert „Unwiderstehliche Sogwirkungen“, Martha Argerich Festival, Laeiszhalle, Hamburg, 28. Juni 2019“ weiterlesen

Brillanz der Empfindungskraft: Martha Argerich glänzt mit den Symphonikern Hamburg

Foto: Martha Argerich © Daniel Dittus
Laeiszhalle, Hamburg, 23. Juni 2019
Konzert im Rahmen des Martha Argerich Festivals
Martha Argerich, Klavier
Symphoniker Hamburg, Leitung: Sylvain Cambreling

Anton von Webern, Passacaglia für Orchester op. 1
Sergej Prokofiew, Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26
Peter I. Tschaikowsky, Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

von Elzbieta Rydz

Der Einstieg in den Abend ist kein leichter: die Passacaglia von Anton von Webern. Die Einsätze aus dem Off heraus gemeinsam zu positionieren erfordert höchste Konzentration und Augenkontakt zu anderen Instrumenten-Gruppen. Die volle Aufmerksamkeit der Musiker ist beim Dirigenten, der Klangkörper erwacht zum Leben und wächst zusammen. Genau diese Einheit brauchen die Symphoniker Hamburg für das  folgende Klavierkonzert Nr. 3 von Sergej Prokofjew. „Martha Argerich Festival, Symphoniker Hamburg, Martha Argerich,
Laeiszhalle, Hamburg, 23. Juni 2019“
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