Die DIENSTAG-PRESSE – 1. MÄRZ 2022

Die DIENSTAG-PRESSE – 1. MÄRZ 2022

Friedenstaube am S-Bahnhof Hochdahl gestaltet vom Hochdahler Künstler Jan Masa

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 1. MÄRZ 2022

Ukraine
Scala entzieht putinfreundlichem Valery Gergiev das Dirigat
Der Druck auf den Dirigenten wächst, Luzern sagt Konzerte ab, seine Künstleragentur trennt sich von ihm. Münchener Ultimatum läuft um Mitternacht aus
DerStandard.at/Kultur

Umstrittener Dirigent Valery Gergijew – Der späte Sturz von Putins Maestro
DerSpiegel.de

Wladimir Putins Dirigent
Valery Gergiev wird gedrängt, eine Stellungnahme abzugeben. Seine West-Karriere steht auf dem Spiel.
WienerZeitung.at

Anna Netrebko, Valery Gergiev, der Krieg und klare Worte Bezahlartikel
https://diepresse.com/6104995

Kultur: Verbier Festival verkündet Rücktritt von Musikdirektor Valery Gergiev
Valery Gergiev als Musikdirektor von Verbier abgesetzt
NeueZürcherZeitung.ch

Anna Netrebko: Gegen den Krieg, aber nicht gegen Putin
Mittlerweile hat sich auch Anna Netrebko zum Krieg in der Ukraine geäußert – und stellt klar, dass sie gegen diesen Krieg ist. Trotzdem fordert sie: Künstler*innen sollen unpolitisch sein dürfen. Eine Haltung, die Igor Levit stark kritisiert.
BR-Klassik.de

Die schöne Illusion der Anna Netrebko
Kann die Kunst sich aus Krieg heraushalten? Anna Netrebko scheint das zu glauben. Die russisch-österreichische Opernsängerin glaubte es schon 2014, als sie russischen Separatisten in Donezk eine Spende von einer Million Rubel (ca. 15.000 Euro) zukommen ließ. Es war Geld, das für ein zerstörtes Theater verwendet werden sollte. Als sie zum Konflikt befragt wurde, bestand sie darauf, unpolitisch zu sein: „Ich habe nichts mit Politik zu tun, ich will nur die Kunst unterstützen.“
WienerZeitung.at

„Konzertgänger in Berlin“
Ukrainisch-umarmend
rsb, Jurowski, Alban Gerhardt spielen Werbyzkyj, Rubinstein, Smirnow und Tschaikowsky
https://hundert11.net/ukrainisch-umarmend/

Elina Garanca sagt alle Auftritte in Russland ab
Klassik-Star Elina Garanca will nicht mehr in Russland singen: „Seit dem ersten Tag der Attacke auf die Ukraine habe ich mich komplett zurückgezogen.“
https://www.heute.at/s/opernstar-garanca-sagt-alle-auftritte-in-russland-ab-100192931

Reri Grist zum 90. Geburtstag: Als eine der ersten Afroamerikanerinnen spielte sie Rollen, die weissen Frauen vorbehalten waren
Sie zählt zu den ersten afroamerikanischen Opernsängerinnen, die trotz Widerständen international Karriere machten. In ihrer aktiven Zeit war Reri Grist dem Opernhaus Zürich in besonderer Weise verbunden. Jetzt wird die grosse Sopranistin neunzig Jahre alt.
NeueZuercherZeitung.ch

Reri Grist heute auch bei WQXR Radio New York, etwa 30 Minuten Interview
https://www.wqxr.org/story/soprano-reri-grist-life-adventures/
Reri Grist und die Wiener Staatsoper
https://archiv.wiener-staatsoper.at/search/person/1044

Crescendo-Klassikwoche: Ich will Euch nicht mehr hören
Der Angriffskrieg auf die Ukraine, die Reaktionen der Kulturszene, die Statements von Teodor Currentzis und Anna Netrebko und der Kampf um Humanität
crescendo.de

Hamburg/ Staatsoper
Mozarts Don Giovanni – eine gesanglich herausragende Wiederaufnahme an der Hamburgischen Staatsoper
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Berlin
Dirigent zum Ukraine-Krieg: Zutiefst entrüstet, extrem traurig
Sueddeutsche Zeitung.de

„Ich kann mir gar nicht vorstellen, was passieren kann, wenn der Krieg nicht gestoppt wird.“
wdr.de

Bayreuth
Corona wirbelt Bayreuther Festspiele wieder durcheinander
Die Bayreuther Festspiele sind eine dieser Institutionen mit zahllosen ungeschriebenen Gesetzen: Fanfaren-Klänge, Meister-Verehrung, fehlende Klimaanlage. Vieles schien unumstößlich auf dem Grünen Hügel: Doch dann kam Corona.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Karlsruhe
Die mit dem Feuer spielen – Georg Friedrich Händels „Hercules“ bei den Händelfestspielen in Karlsruhe
NeueMusikzeitung/nmz.de

Nürnberg
Nürnberger Opern-Ensemblemitglied sitzt in Kiew fest
BR-Klassik.de

Cottbus
„Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart (Podcast)
rbb-online.de

Potsdam
Eine Tür schließt sich, eine andere geht auf
Die Brandenburger Symphoniker spielen mit dem Dirigenten Olivier Tardy und der Cellistin Anouchka Hack im Nikolaisaal Potsdam – und sorgen sich um ihre Zukunft.
Tagesspiegel.de

Dresden
Vorverkauf für „Ring des Nibelungen“ im Herbst 2022 und Konzerte von Mai bis Juli 2022 beginnt am 7. März
lifepress.de.dresdner

Madrid
Andreas Schager als toter Siegfried in Ukraine-Flagge
SalzburgerNachrichten

Wien/ Musikverein
Schuberts „Vierte“ macht weinen über den Ukraine-Krieg
Ein erschütterndes Konzert mit dem (Gelb-Blaues tragenden) Concentus.
DiePresse.com

Graz/ Musikverein für Steiermark
Star-Tenor Villazón beehrt das Grazer Publikum
Vor kurzem feierte Star-Tenor Rolando Villazón seinen 50. Geburtstag. Wegen seiner Stimmprobleme steht er nur noch selten auf der Bühne, am 11. März jedoch kann man ihn im Musikverein Graz live erleben.
https://www.krone.at/2639081

Prag
Franz Schrekers „Der ferne Klang“ an der Prager Staatsoper im Rahmen von „Musica non grata“
Premiere am 20. März 2022
lifepress

Tonträger
Große Träumer
Musik für den König und seine Geliebte, der Schlaf der Zauberin und der letzte Trobador: Das sind die Klassik-CDs der Woche.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/klassikkolumne-klassik-cd-barock-1.5538276

Links zu englischsprachigen Artikeln

Metropolitan Opera’s New “Lohengrin’ to be Affected by War
With the Metropolitan Opera cutting ties with Putin-supported musicians and companies, the upcoming “Lohengrin” production will be affected.
Thie staging of the opera, which is a co-production with Russia’s Bolshoi Theatre, was planned back in 2017 alongside upcoming renditions of “Aida” and “Salome.”
https://operawire.com/metropolitan-operas-new-lohengrin-to-be-affected-by-war/

Metropolitan Opera Says It Will Cut Ties With Pro-Putin Artists
TheNewYorkTimes.com

Metropolitan Opera says it will sever ties with Putin-allied artists
http://www.npr.org/2022/02/27/1083387627/metropolitan-opera-sever-ties-putin

News
Elīna Garanča & Piotr Beczala Cancel Performances in Russia
https://operawire.com/elina-garanca-piotr-beczala-cancel-russian-appearances/

Moskau
Russian Cultural Leaders Including Bolshoi Theatre’s General Director Petition War
operawire.com.russianculturall

London
La Bohème by English Touring Opera at Hackney Empire review – see this for the singing
standard.co.uk

Tamara Stefanovich: 20 Sonatas review – a remarkable feat of sustained pianism
TheGuardian.com

Classical music leaves the concert hall for the pub and the car park
Covid has given a bump to smaller, unusual venues that offer intimate, less intimidating experiences
https://www.ft.com/content/6354b2fb-112f-4f76-bd8a-65292932c499

Glyndebourne
Glyndebourne Youth Opera: Pay the Piper review Familiar fairytale expertly crafted for a cast of eager young performers
Thestage.com.uk.

New York
Q & A: Étienne Dupuis on “Don Carlos,’ the French Version & David McVicar’s Production at the Met
operawire.com

Review: Upended by Global Conflict, the Vienna Philharmonic Plays On
Yannick Nézet-Séguin picked up the baton at Carnegie Hall, after a conductor with ties to Vladimir Putin was dropped amid Russia’s invasion of Ukraine.
The NewYorkTimes.com

Washington
Maryland Lyric Opera in concert delivers a sublime “Turandot’
demetrotheatrearts.com

Recordings
Iestyn Davies is marvellously expressive in Bach’s Cantatas Nos 35 and 169
The countertenor follows in well-trodden footsteps with this new Hyperion recording
https://www.ft.com/content/2c1b6b7e-37f1-4728-ad30-9272b2c1c34c

Feuilleton
Má vlast: freedom, resilience and Czech identity
bachtrack.com.de

Info in italienischer Sprache
Scala, il direttore d’orchestra è pro Putin: Valery Gergiev non dirigerà La Dama di Picche
Alla Scala a breve si procederà con l’indicazione di un nuovo direttore per le prossime recite
https://www.leggo.it/spettacoli/teatro/scala_valery_gergiev_la_dama_di_picche

l soprano russo Anna Netrebko strappa con la Scala: „Sto benissimo ma non vengo a Milano“
milanorepublicca.it

Musical

Wien
Vereinigte Bühnen: Heuer noch „Rebecca“ und „Glöckner von Notre Dame“
Musicalsparte der Vereinigten Bühnen feiert im September und Oktober zwei große Premieren. Intendant Struppeck will „neue Ideen, keine exakte Kopie“
Der Standard.at

Sprechtheater

Nikolaus Habjan inszeniert „Die Blendung“ in St. Pölten
Theater zu machen, ist gerade richtig unlustig“, sagt Nikolaus Habjan. Wenige Tage vor der Premiere seiner Inszenierung von „Die Blendung“, die am Samstag am Landestheater Niederösterreich über die Bühne gehen soll, ist nicht ganz klar, wie stark die grassierende Omikronwelle sein Ensemble zeitweise dezimieren wird. Den Ausfall einer Kollegin habe er mit einer Konzeptänderung mühsam auffangen können, meint er. Fällt aber noch jemand aus, könnte es richtig eng werden.
https://volksblatt.at/nikolaus-habjan-inszeniert-die-blendung-in-st-poelten/

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Unter’m Strich

TTT empfiehlt: Das kann jeder sofort und ohne Vorbereitung. Ich mach das und darauf Aufbauendes seit 30 Jahren:
PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG MIT 7 MUSKELGRUPPEN (NACH JACOBSEN) mit minddrops
Die Progressive Muskelentspannung (PME) eignet sich besonders gut zum Einstieg in Entspannungsverfahren. Sie ist angenehm aktiv, sehr leicht zu erlernen und entfaltet ihre positive Wirkung quasi sofort. Sie ist ideal, um innere Spannungszustände, Schlafstörungen, Stress sowie schmerzhafte Verspannungen zu besiegen. Sie aktiviert das Immunsystem und stärkt das Herz-Kreislauf-System.
https://www.youtube.com/watch?v=JlbQUjJzO6o

Wien ab heute ganzflächig Kurzparkzone
Vienna.at

Ukraine fordert sofortigen Waffenstillstand, Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau starten
Alles zur derzeitigen Lage lesen Sie in unserem Live-Ticker.
Kurier.at

Putin fordert Entmilitarisierung der Ukraine, Verhandlungen wohl vorerst beendet
Russland befindet sich seit fünf Tagen im Krieg mit der Ukraine. Alles zur derzeitigen Lage lesen Sie in unserem Live-Ticker.
Kurier.at

Hamburg/ Elbphilharmonie
Dieser Friedenssong fehlt in der Elphi: „I hope the Russians love their children too“
Von Andreas Schmidt
Klassik-begeistert.de

Amnesty: Moskau tritt Recht auf Meinungsfreiheit mit Füßen
Die Menschenrechtsorganisation kritisiert den Umgang mit demonstrierenden Menschen und Medien
Der Standard.at

Disziplinarverfahren
Schach-Großmeister befürworteten Russland-Invasion
https://www.krone.at/2639993

Fußball Österreich
Trauer bei der Vienna: Ex-Meisterkicker Hans Menasse ist gestorben
Der Vater der Schriftsteller Robert und Eva Menasse wurde 91 Jahre alt. 1955 feierte er mit der Vienna den Meistertitel.
Kurier.at

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 1. MÄRZ 2022)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 1. MÄRZ 2022)

Quelle: onlinemerker.com

Gestern: Zuschauerraum im Teatro Fenice

We want to start this week with a universal message that is contained within a word that may seem small when you count the characters that make it up, but in truth is one of the most important and powerful. We want to start like this, with Peace 🏳️🌈

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Eine Botschaft, die wohl alle Menschen teilen können. Niemand will Krieg, mit Ausnahme derer, die gut daran verdienen.
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WIENER STAATSOPER: FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG „L’ELISIR D’AMORE“

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Juan Diego Flórez (Nemorino), Nina Minasyan (Adina). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nina Minasyan (Adina)
Juan Diego Flórez (Nemorino)
Misha Kiria (Dulcamara)
Sergey Kaydalov (Belcore)

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Nina Minasyan (Adina). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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Juan Diego Flórez (Nemorino), Nina Minasyan (Adina), Sergey Kaydalov (Belcore). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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Misha Kiria (Dulcamara). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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Metropolitan Opera: Franz. DON CARLOS (kurzer Videoauszug)

A truly dynamic duo, tenor @polenzanitenor and soprano @sonyayoncheva deliver spellbinding chemistry in this clip from the final dress rehearsal of Verdi’s Don Carlos. Portraying the title Spanish prince and Élisabeth de Valois in David McVicar’s new staging, the two confess their feelings in a romantic excerpt from “De quels transports poignants et doux.” For the first time in Met history, experience
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Met General Manager Peter Gelb recorded this message today about the war in Ukraine.
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Reri Grist zum 90. Geburtstag: Als eine der ersten Afroamerikanerinnen spielte sie Rollen, die weißen Frauen vorbehalten waren

Sie zählt zu den ersten afroamerikanischen Opernsängerinnen, die trotz Widerständen international Karriere machten. In ihrer aktiven Zeit war Reri Grist dem Opernhaus Zürich in besonderer Weise verbunden. Jetzt wird die grosse Sopranistin neunzig Jahre alt.
http://www.nzz.ch/feuilleton/reri-grist-zum-90-geburtstag-die-unvergleichliche-zerbinetta-ld.1671244?reduced=true

Reri Grist heute auch bei WQXR Radio New York, etwa 30 Minuten Interview
http://www.wqxr.org/story/soprano-reri-grist-life-adventures/
Reri Grist und die Wiener Staatsoper
http://archiv.wiener-staatsoper.at/search/person/1044

29.2. Reri GRIST wird 90

reri grist

 Bereits als Kind trat sie am New Yorker Broadwy auf. Auch nach ihrem Gesangstudium am Queens College bei Claire Gelda erschien sie am Broadway in Musical-Produktionen (»West Side Story«, 1957). Ihren ersten Erfolg als Konzertsängerin hatte sie, als sie in New York das Sopransolo in der 4. Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung von Leonard Bernstein vortrug. Es folgte 1959 eine Tournee mit der Santa Fé Opera Company, bei der sie als Adele in der »Fledermaus« und als Blondchen in der »Entführung aus dem Serail« auftrat. 1960 kam die junge, farbige Künstlerin an das Opernhaus von Köln, wo sie als Königin der Nacht in der »Zauberflöte« debütierte. 1961 glänzender Erfolg am Opernhaus von Zürich als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und als Despina in »Così fan tutte«. Darauf gehörte sie in den Jahren 1961-64 dem Zürcher Opernhaus als Mitglied an, wo sie dann auch später noch häufig gastierte. Sie debütierte 1962 an der Covent Garden Oper London als Königin von Schemacha in Rimski-Korsakows »Der goldene Hahn« und sang dort bis 1975 fast alljährlich weiter die Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«, die Gilda in »Rigoletto«, die Susanna in »Le nozze di Figaro« und den Pagen Oscar in Verdis »Un ballo in maschera«. An der San Francisco Opera trat sie 1963-90 als Rosina im »Barbier von Sevilla«, als Despina, als…

Weiterlesen in unseren JUBILÄEN

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NEAPEL/ Teatro Can Carlo: Die symbolische Umarmung: Ukrainische Sopranistin Monastyrska, Russischer Mezzo Gubanova

Un abbraccio simbolo di #pace, al quale idealmente ci uniamo tutti.
Lo lasciamo qui, nella speranza che diventi presto simbolo di una nuova e più grande realtà.
aca
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ANITA RACHVELISHVILI FORDERT FRIEDEN

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https://dumpor.com/c/5867036615395470872

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Aus der Metropolitan Opera am 12.3.: Alleine wegen der großartigen Lise Davidsen lohnt sich dies zu hören und sehen.

Strauss ARIADNE AUF NAXOS

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ZUM YOUTUBE-VIDEO „Es gibt ein Reich“ –  (2,40 Min)

Metropolitan Opera New York

Weltweit in den Kinos   12.März, 2022 ab 18:00 in Europa MEZ

Finde Dein Kino:

https://www.metopera.org/season/in-cinemas/theater-finder/

Performances

Opening night March 01, 2022 19:30

March 05, 2022 13:00
March 08, 2022 20:00
March 12, 2022 13:00
March 17, 2022 19:00

Marek Janowski, DIRIGENT

Lise Davidsen ARIADNE
Brenda Rae ZERBINETTA
Brandon Jovanovich BACCHUS
Isabel Leonard KOMPONIST
Johannes Martin Kränzle MUSIKLEHRER
Sean Michael Plumb HARLEKIN
Wolfgang Brendel HAUSHOFMEISTER

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ROM: Drei Grazien im Petersdom

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Wenn man sich bereits sein ganzes Leben lang auf einen Besuch vom Petersdom freut, sollte man sich eigentlich mindestens eine ganze Woche dafür Zeit nehmen. Bisher war dies leider nie möglich, da andere kulturelle Begebenheiten in die Ewige Stadt führten, und auch diesmal musste der Besuch zeitlich ziemlich eingegrenzt werden, da er im Rahmen einer hochinteressanten Lesereise mit dem Vatikanspezialisten, Buchautoren und Journalisten Andreas Englisch stattfand und daher im Rahmen eines umfangreichen Gesamtprogramms leider eher einem Blitzbesuch glich, dadurch aber nicht minder unvergesslich geblieben ist.

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Rom. Der Petersdom. Foto: Andrea Matzker

Die geballte Übermacht und Anzahl weltberühmter Kunstwerke, die sich in der größten und bedeutendsten Kirche der Christenheit befinden, ist einfach zu gewaltig, um sie bei einem einmaligen Besuch registrieren, aufnehmen und intellektuell verarbeiten zu können. So beschränkten sich die Autoren auf einige wenige unbedingt hervorstechende Artefakte, auch wenn die Auswahl ausgesprochen schwer fiel.

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Rom. Der Petersdom. Andreas Englisch. Foto: Andrea Matzker

Sie stellt eigentlich eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt und der Kunstgeschichte insgesamt und überhaupt dar und begleitet uns bereits unser gesamtes Leben lang, und doch ist man wie vom Donner gerührt, wenn man plötzlich tatsächlich von der leibhaftigen Römischen Pietà, auch Pietà Vaticana genannt, von Michelangelo steht, die sich gleich rechts nach dem Eingang des Petersdoms in einer eigenen Kapelle befindet. Sie ist derartig bewegend und berührend, dass man regelrecht in Andacht verfällt, wenn man vor ihr steht. Dies ist nicht allein ihrer geradezu himmlischen Schönheit geschuldet, sondern auch dem Ausdruck ihrer Persönlichkeit insgesamt.

Nachdem Michelangelo den Auftrag von Kardinal Jean de Billhères für das Werk erhalten hatte, begab er sich persönlich im März 1498 nach Carrara, um sorgfältig den Marmorblock auszuwählen, aus dem er sein Kunstwerk erschaffen wollte. Er überwachte dessen Transport nach Rom ebenso persönlich. Es handelt sich um weiß-blauen Marmor der Sorte Statuario, der fast über keinerlei Einschlüsse verfügt. Er erschuf sein Werk aus einem einzigen, durchgehenden Block, wie auch seine anderen Kunstwerke, und beendete es im Jahre 1499 mit gerade 24 Jahren. Damit besiegelte er eindeutig eine neue Epoche.

Michelangelo verbindet in der Gestalt seiner Römischen Pietà die Renaissance-Ideale von der klassischen Schönheit mit den Posen des Naturalismus. Die naturgetreuen Abbildungen verdankt er seinen anatomischen Studien, wozu auch die Sektion von Leichen gehörte. Zum ersten Mal wurden nicht nur Schönheit, sondern auch Gedanken und Gefühle widergespiegelt, und somit wurde der Individualismus in der Skulptur geboren. „Michelangelo transformierte den Marmor in Fleisch, Haar und Gewebe (Helen Gardner und Fred Kleiner).“

Giorgio Vasari berichtet, dass die Statue wohl einmal während einer Besichtigung einem anderen Künstler zugeschrieben wurde. Also schloss sich Michelangelo eines Nachts an ihrem Standort ein und meißelte eine Inschrift auf die schmale Schärpe. Sie lautet: MICHAEL.A[N]GELVS.BONAROTVS.FLORENT[INVS]. FACIEBA[T]“ – „Der Florentiner Michelangelo Buonarroti hat dies angefertigt.“ Es sollte die einzige Signatur bleiben, die er jemals auf einem Werk hinterlassen hat. Während der Restaurationsarbeiten nach dem Anschlag auf die Pietà im Jahre 1972 fand man auch ein subtil gearbeitetes „M“ in der linken Hand Mariens.

Der amerikanische Kunsthistoriker Roy Doliner glaubt, 2010 den originalen, circa 30 cm hohen Terrakotta-Entwurf zur Pietà entdeckt zu haben, der bis dahin Andrea Bregno (1418-1506) zugeschrieben war. Er glaubt, dass es sich hierbei um einen Machbarkeitshinweis handelt, den Michelangelo für den Kardinal Billhères fertigte, um den Auftrag zu erhalten. Im Übrigen erhielt Michelangelo am Ende seiner Arbeit 450 Golddukaten, was einer heutigen Summe von mindestens 50.000 Euro entspricht. Zu den Aufnahmen: Die hier besprochenen Kunstwerke insgesamt sind jederzeit und überall gegenwärtig, es sei sich hier besonders auf den jeweiligen zauberhaften Gesichtsausdruck konzentriert.

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Rom. Der Petersdom. Die Pieta von Michelangelo. Foto: Andrea Matzker

Hinter dem linken Querschiff im Chorumgang über einer Holztüre, die zur Piazza Santa Marta führt, befindet sich das Grabmal von Papst Alexander VII, umringt von den von ihm praktizierten Tugenden: Nächstenliebe, Klugheit, Gerechtigkeit und Wahrheit, allesamt dargestellt durch bildschöne Frauengestalten. Der linke Fuß der „Wahrheit“ ruht auf einem Globus. Unter dem großen Zeh weist ein Dorn auf England, wohl als Zeichen für die für den Papst schmerzliche Ausbreitung des Anglikanismus, derer er nicht Herr werden konnte. Die herrlichen Statuen bestehen aus weißem Marmor, ganz im Kontrast zu dem polychromen Marmor, aus dem die architektonischen Teile des Denkmals geschaffen wurden. Unter dem roten Baldachin aus sizilianischem Jaspis befindet sich außer dem versteckten Grab des Papstes ein halb verdecktes Skelett, das in der rechten Hand eine vergoldete Bronze-Sanduhr hält, die den langsamen aber kontinuierlichen Fluss des Lebens symbolisiert und mahnend an die Vergänglichkeit erinnert.

Das Denkmal gilt als Inbegriff des Römischen Barocks, sowohl wegen der Schönheit der Komposition auf mehreren Ebenen als auch wegen der harmonischen Kombination von polychromem Marmor. Die darunter befindliche Tür wurde mehrfach als „Tür ins Jenseits“ bezeichnet. Die Gerechtigkeit wird von der Wahrheit bestimmt, so wie die Klugheit von der Nächstenliebe. Die Statue der „Wahrheit“ wurde nach Gian Lorenzo Berninis (1598-1680) Entwürfen von Lazzaro Morelli (1619-1690) begonnen und von Giulio Cartari (1665-78 in Rom tätig) vollendet. Die „Wahrheit“ war ursprünglich unbekleidet und wurde auf Befehl von Papst Innozenz XI mit einem Gewand aus Bronze ausgestattet, das anschließend weiß bemalt wurde. Papst Alexander VII hatte in seiner Amtszeit Niederlagen zu verkraften, ebenso wie Bernini, dessen ursprüngliche Glockentürme von der Fassade des Petersdoms zerstört wurden, und so benutzte er seine „Wahrheit, die von der Zeit aufgedeckt wird“, als Ausdruck seiner ungerechten Schmach und als Symbol dafür, dass die Zeit irgendwann immer die wahren Umstände beleuchtet.

Die „Gerechtigkeit“ hinter der „Wahrheit“ ist nicht imstande, die Waage im Gleichgewicht zu halten, aber sie schaut voller Hoffnung auf die Figur vor ihr, die „Wahrheit“. Auch der Tod als Memento mori mit der Sanduhr und dem verborgenen Gesicht deutet neben der Erinnerung an die Sterblichkeit an, dass die Zeit die Wahrheit irgendwann enthüllen wird. Ungeachtet all dieser tieferen Bedeutung und ihrer wunderbaren Verwirklichung bestechen die vier Tugenden durch ihre Schönheit, und so wurde das Antlitz der „Wahrheit“ für die Autoren ein weiteres Beispiel für weibliche Vollkommenheit. Papst Franziskus, der den Petersdom hauptsächlich durch diese Türe unter dem Denkmal betritt und verlässt, ist bekanntermaßen ein glühender Vertreter der Wahrheit und hasst nichts mehr als das von ihm so oft angesprochene und offen kritisierte „Chiacchiericcio“, das Geschwätz, das schon vielen Menschen unverdientermaßen den Untergang gebracht hat.

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Rom. Petersdom. Die Verità von Bernini. Foto: Andrea Matzker

Keinem geringeren als Papst Franziskus persönlich verdankt unsere dritte Grazie, die „Madonna di Scossacavalli“, ihren aus gegebenem Anlass neuen Namen, nämlich die „Mutter der Pilger“, „Mater peregrinorum“ oder „Madre dei pellegrini“, und ihren neuen Standort über dem restaurierten Grab von Papst Gregor XIV in der Basilika von Sankt Peter in Rom. Im Verhältnis zu den zwei zuvor beschriebenen lebensgroßen Marmorfiguren ist sie eher ein bescheidenes und unauffälliges, da in den Ausmaßen von 100 cm x 71,5 cm wesentlich kleineres Kunstwerk, aber dafür mit einer umso bewegteren Geschichte. Dass dieses Bild überhaupt überlebt hat, kommt einem Wunder gleich.

Hierbei handelt es sich um ein Auftragswerk aus dem Jahre 1519 für die Kirche San Giacomo Scossacavalli, die sich damals in der Nähe der vatikanischen Basilika befand. Es entstand in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts und wird Fra Bartolomeo della Porta (1472-1517) zugeschrieben. Auch wenn sein Maler nicht 100-prozentig feststeht, gilt es als erwiesen, dass Raffael, der zu dieser Zeit genau gegenüber dieser Kirche wohnte, und dessen Schüler und Mitarbeiter Perin del Vaga (1501-1547) diese zauberhafte Madonna kannten und sie bewunderten. Sie wurde bei Prozessionen, geschmückt und behängt mit kostbarstem Schmuck und vielen Devotionalien, durch die Stadt getragen und war das Ziel vieler weither gereister Pilger während der Pest-Epidemie.

Fra Bartolomeo della Porta befand sich, laut Vasari, in den Jahren 1513 bis 1515 in Rom, um unter anderem die Werke von Michelangelo und Raffael zu studieren. Bei dieser Gelegenheit dürfte die Madonna entstanden sein. Auch nutzte er die Gelegenheit, seinen Freund Raffael wieder in die Arme zu schließen. Durch eine Kopie der Madonna von einem anderen unbekannten Maler aus dem Jahre 1519 und die zufällige Entdeckung während einer Versteigerung 2018 einer Madonna mit Kind, Mariotto Albertinelli (1474-1515) zugeschrieben, der, laut Vasari, Fra Bartolomeo sehr gut kannte, wird die Wahrscheinlichkeit der Urheberschaft verhärtet, da verschiedenste Eigenheiten, wie der Faltenwurf des Gewandes oder die Anlage des Schleiers, aber auch die Eigenheit des Jesuskindes, das den großen Zeh vom rechten Fuß nach oben streckt, auf den Künstler schließen lassen.

Durch die fürchterliche Hochwasserkatastrophe des Tiber am 23. Dezember 1598 wurde das Gemälde fast vollständig zerstört. Wie durch ein Wunder hielt die Flut bei einem Stand von über 3 m Höhe inne, als sein Pegel gerade das Antlitz der Madonna berührte. Auch heute noch ist diese horizontale Linie auf dem Gemälde zu sehen. Der untere Teil war völlig vernichtet. Erst im Jahr 1905 wurde das Gemälde wiedergefunden. Im Jahre 1937 wurde die Kirche San Giacomo mitsamt ihrer Umgebung, der sogenannten Spina di Borgo, abgerissen, um die monumentale Via della Conciliazione (auf deren ungefährer Mitte die Kirche San Giacomo zuvor stand) zu bauen, die vom Tiber bis zur Piazza San Pietro führt. Aus diesem Anlass gelang das Gemälde in die Lager der weltberühmten, 500 Jahre alten Fabbrica di San Pietro, eine Institution, die in etwa der Kölner „Dombauhütte“ entspricht.

Dort wurde die Madonna mit dem Jesuskind erst im Jahre 1966 unter einem Berg von Gerümpel wiederentdeckt und fiel durch ihr bezauberndes, an Raffael erinnerndes Antlitz auf, das kunstvoll im Halbprofil gemalt worden war. Nach zwei vergeblichen früheren Restaurationsversuchen, während derer man sogar in Erwägung gezogen hatte, den unteren Teil des Bildes abzusägen, was zum Glück nicht geschah, begann erst im Jahr 2016 eine ausgiebige, aufwändige, zwei Jahre lang andauernde Restauration des Gemäldes unter der Leitung von Dr. Pietro Zander aus der Fabbrica di San Pietro. Sie fand 2018 ihren verdienten Höhepunkt in einer aufsehenerregenden Ausstellung im Palazzo Madama von Turin unter dem Titel: „Eine wiedergefundene Madonna aus der Fabbrica di San Pietro“, bevor das Gemälde endgültig seinen Platz in Sankt Peter über dem Grab von Papst Gregor XIV fand.

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Rom. Der Petersdom. Die Madonna von Scossacavalli. Foto: Fabbrica di San Pietro.

Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger
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