DIE DIENSTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2021

DIE DIENSTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: 

Foto: Elīna Garanča, Salzburger Festspiele 2021
© SF / Marco Borrelli

Salzburg
Christian Thielemanns gedrosselter Bruckner
Zurücknahme war Trumpf bei dem Dirigenten und bei Elīna Garančas Mahler.
Wiener Zeitung

Salzburger Festspiele: Zartes Staunen vor dem Schlachtross
Christian Thielemann dirigiert in Salzburg die Wiener Philharmoniker. Und begeistert mit der Siebten von Bruckner.
Sueddeutsche.de

Jubel um Thielemann und Garanča in Salzburg
Mit Elīna Garanča und Christian Thielemann hat am Sonntagabend das vielleicht eleganteste Duo des Salzburger Festspielsommers ins Große Festspielhaus geladen. Das Wochenende endete dort zusammen mit den Wiener Philharmonikern bei Mahler-Liedern und Bruckners 7. Symphonie unter großem Jubel.
https://volksblatt.at/jubel-um-thielemann-und-garanca-in-salzburg/

Elīna Garanča: Lyrisch gelöster Ausdruck, zelebrierte Klanggewalten Bezahlartikel
Die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elīna Garanča bei den Salzburger Festspielen
BR-Klassik.de

Wagnertuben und mystische Tremoli
Die Wiener Philharmoniker ließen Sonntagabend im Festspielhaus unter der Leitung von Christian Thielemann die siebte Bruckner Symphonie erklingen. Mezzosopranistin Elīna Garanča brillierte.
https://www.krone.at/2475731

Elīna Garanča: Lyrisch gelöster Ausdruck, zelebrierte Klanggewalten – Bezahlartikel
Die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann mit Elīna Garanča bei den Salzburger Festspielen
Kurier.at

Wie man Strauss-Dämonen wieder zu Mendelssohn-Elfen macht (Bezahlartikel)
Franz Welser-Möst und die Wiener Philharmoniker triumphieren bei den Salzburger Festspielen in zwei extremen Werken von Richard Strauss: Ihre gemeinsame Auseinandersetzung mit «Elektra» und der «Alpensinfonie» ist wegweisend.
Neue Zürcher Zeitung

KlassikWoche 31/2021
TOPS und FLOPS des Festival-Sommers
Willkommen in der neuen KlassikWoche, heute mit einem kleinen – zutiefst persönlichen – Ranking der Festspiele und einem Blick auf die Attraktivität unserer Orchester.
https://crescendo.de/klassikwoche31-2021-joana-mallwitz-nikolaus-bachler-1000083363/

Gastein
Klassik-Festival einer Amerikanerin in Gastein
Die New Yorker Pianistin Irena Portenko – einst schon mit drei Jahren als Musik-Wunderkind in der Ukraine gefeiert – zieht es im August wieder nach Bad Gastein (Pongau). Dort setzt sie heuer ihr internationales Klassikfestival „Music in the Alps“ fort.
https://salzburg.orf.at/stories/3114334/

Bayreuth
Mit Schiff und Schwert
Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ ist schon für Erwachsene eine Zumutung. Dass man sie auch Kindern zutrauen kann, beweisen die Bayreuther Festspiele auf rührende Weise.
Frankfurter Allgemeine

Nachwuchs-Musiker: Festival Junger Künstler startet in Bayreuth
BR-Klassik.de

Dresden
Frauen ans Pult!
https://www.musik-in-dresden.de/2021/08/02/frauen-ans-pult/

Giuseppe Sinopoli und Dresden: Ein Gedenkbuch für einen ungewöhnlichen Dirigenten
https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2021/08/giuseppe-sinopoli-und-dresden-ein

Deutschand
Deutscher Musikrat vergibt 35 Millionen Euro für freie Musikensembles
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wien
Opernsänger Heinz Zednik. „Burli“ von Gnaden und hohen Graden
Kleine Zeitung

Brexit
Dirigent Wassili Petrenko kritisiert Brexit-Streit um Visa. Künstler brauchen Lösung
BR-Klassik.de

CD-Kritik
Sinfonien von Anton Bruckner und Camille Saint-Saëns
Wiener Zeitung

Berlin/ Konzerthaus
Young Euro Classic-Festival 2021: Arkadien, wie es klingt und tanzt
Das Greek Youth Symphony Orchestra und der Dirigent Dionysis Grammenos begeistert bei Young Euro Classic im Berliner Konzerthaus
Tagesspiegel.de

Streaming
Streaming-Tipp: Die Welt verbessern mit Opern
Wiener Zeitung.de

Enrico Caruso
Die Jahrhundertstimme: Zum 100. Todestag von Enrico Caruso
NDR-Kultur.de

Wie ein Jahrhunderttenor Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli den Weg ebnete
Tagblatt.ch

Vor 100 Jahren gestorben: Enrico Caruso – Schöpfer einer vollendeten Gesangskunst
Deutschlandfunk.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
BWW Review: THE CUNNING LITTLE VIXEN, Opera Holland Park
https://www.broadwayworld.com/westend/article/BWW-Review-THE-CUNNING

Why are Gilbert and Sullivan popular?
https://www.classical-music.com/features/articles/why-are-gilbert-and-sullivan-operas-so-popular/

Glyndebourne
Luisa Miller at Glyndebourne review: This fathers and daughters tragedy is terrific
https://www.standard.co.uk/culture/opera/luisa-miller-glyndebourne-opera-review

Luisa Miller, Glyndebourne review – small-scale tragedy, big emotions
Theartsdesk

Luisa Miller review – Verdi’s dark tragedy gains focus and ferocity in stark staging
https://www.theguardian.com/music/2021/aug/02/luisa-miller-review-verdi-glyndebourne

A compelling, pared back Luisa Miller from Christof Loy at Glyndebourne
bachtrack.com

Ryedale, Yorkshire
theartsdesk at the Ryedale Festival 2021 – music returns to the moors
https://theartsdesk.com/classical-music/theartsdesk-ryedale-festival-2021-music-returns-moors

New York
Graham Company Announces Season of In-Person Performances
The troupe’s schedule includes two engagements in New York, at the Joyce Theater in October and New York City Center next spring.
https://www.nytimes.com/2021/07/29/arts/dance/graham-company-announces-season.html

Recordings
The Cleveland Orchestra | Gramophone’s Orchestra of the Year 2021 Nominee
grammophone.u.k

Feuilleton
Classical Music’s Suicide Pact (Part 1)
Succumbing to specious charges of racism, America’s orchestras, opera companies, and conductors are abandoning the Western canon.
https://www.city-journal.org/classical-music-under-racial-attack-part-1

Ballett/ Tanz

Wien
Hommage/ImPulsTanz: Bunter und bewegter Abschied von Ismael Ivo
Freunde und Wegbegleiter zollten mit Performances, Musik- und Videoeinlagen dem im April verstorbenen Tänzer und Festivalmitbegründer Tribut.
Wiener Zeitung

Rock/ Pop

Wien
Donauinselfest: Seiler & Speer und Avec ergänzen Line-up
Auch Kruder & Dorfmeister unter bis dato noch nicht verratenen Acts, Corona-Regeln für Open-Air-Reihe Mitte September weiterhin offen.
Wiener Zeitung

Sprechtheater

Salzburg/ Festspiele
„Bergwerk zu Falun“: Die Salzach und die hohe See
Um Identität und Ausbeutung, um Sexualität und Todessehnsucht geht es in Hugo von Hofmannsthals „Bergwerk zu Falun“. Lea Ruckpaul und Marcel Kohler spielen bei den Festspielen darin tragende Rollen.
https://www.diepresse.com/6007507/bergwerk-zu-falun-die-salzach-und-die-hohe-see

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Unter’m Strich

Olympische Spiele
Sprinterin aus Belarus erhält in Polen Asyl
Die belarussische Olympiateilnehmerin Kristina Timanowskaja hat nach Berichten über eine versuchte Zwangsrückführung in ihre Heimat in der polnischen Botschaft in Tokio einen Asylantrag gestellt. Sie hat ein humanitäres Visum erhalten, teilte der Staatssekretär im polnischen Außenministerium, Marcin Przydacz, Montagmittag via Twitter mit.
https://orf.at/stories/3223319/

Deutschland beschliesst Drittimpfungen und Impfangebote für Minderjährige
Deutschland hat beschlossen, die Risikogruppen ein weiteres Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Es soll zudem flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder geben.
20Minuten-story.de

Tokio
Die Olympia-Nacht (Montag auf Dienstag)
Zum VIDEO

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 3. AUGUST 2021)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 3. AUGUST 2021)

Quelle: onlinemerker.com

SALZBURGER FESTSPIELE: THIELEMANN DIRIGIERTE DIE WIENER PHILHARMONIKER BEI BRUCKNER UND MAHLER

Karrieremäßig ist es bei Christian Thielemann schon besser gelaufen. In letzter Zeit wurden Verträge, die wie eine sichere Bank schienen, nicht mehr verlängert. Sorgen braucht man sich um ihn aber trotzdem keine machen.

Die Wiener Philharmoniker halten ihm die Treue! Und nicht nur die!

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Christian Thielemann dirigiert in Salzburg die Philharmoniker. Foto: Salzburger Festspiele / Marco Borelli / Salzburger Festspiele

Bruckners Werke sind verbunden mit Architektur und Kathedralen. Jeder der will verspürt das Feierliche, es ist wie beim Betreten eines Gotteshauses. Die inneren Maßstäbe werden zurechtgerückt.

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Elīna Garanča sang Mahlers „Rückert-Lieder“. Foto: Marco Borelli

Jubel um Thielemann und Garanča in Salzburg
Mit Elīna Garanča und Christian Thielemann hat am Sonntagabend das vielleicht eleganteste Duo des Salzburger Festspielsommers ins Große Festspielhaus geladen. Das Wochenende endete dort zusammen mit den Wiener Philharmonikern bei Mahler-Liedern und Bruckners 7. Symphonie unter großem Jubel.
https://volksblatt.at/jubel-um-thielemann-und-garanca-in-salzburg/

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Back to Live: Österreichischer Musiktheaterpreis in Steyr vergeben

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Karl-Michael Ebner, Helga Rabl-Stadler, Jonas Kaufmann. Foto-Copyright: Leisure / Österreichischer Musiktheaterpreis

Fünf Auszeichnungen für Salzburger Festspiele, drei davon für „Così fan tutte“. Helga Rabl-Stadler übernimmt stellvertretend Sonderpreis für „Courage und Ermutigung in der Pandemie“. Jonas Kaufmann wird mit dem Medienpreis ausgezeichnet, Heinz Zednik für sein Lebenswerk geehrt.

Montagabend zeichnete der Österreichische Musiktheaterpreis auf Schloss Lamberg in Steyr (Oberösterreich) bereits zum neunten Mal herausragende Persönlichkeiten und Produktionen aus. Die Expertenjury setzt sich heuer aus Boris Priebe (Verlag Felix Bloch Erben Berlin), Dietmar Baurecht (Burgenländische Volkszeitung), Susanna Dal Monte (Ö1), Johannes Enzinger (Kronen Zeitung), Peter Jarolin (Kurier), Nikolaus Immanuel Köhler (Art Quarterly), Joachim Leitner (Tiroler Tageszeitung), Robert Quitta (L’Opera), Heinz Sichrovsky (News, ORF III) und Michael Wruss (Oberösterreichische Nachrichten) zusammen und würdigt herausragende Leistungen, die trotz Pandemie Kulturgeschehen ermöglichen. Aufgrund des Ausnahmejahres wird erstmals der Preis für „Courage und Ermutigung in der Pandemie“ an die Salzburger Festspiele verliehen, die im Pandemiesommer 2020 Unmögliches möglich gemacht und damit einen Leuchtturm in die weltweite Kulturlandschaft gesetzt haben. Ihre „Così fan tutte“ wird insgesamt dreimal prämiert. Das kulturelle Aushängeschild Österreichs vereint in Summe fünf Preise auf sich. Zum Abschluss seiner Intendanz wird Volksoper-Wien-Direktor Robert Meyer für die beste Nebenrolle in „Cabaret“ ausgezeichnet. Erstmals werden die Wiener Philharmoniker als bestes Orchester ausgezeichnet. Franz Welser-Möst steht für die beste musikalische Leitung mit seiner „Elektra“ bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne.
„Die Auszeichnung für das Lebenswerk ist eine Aufforderung lebendig zu sein. Das ist der Auftrag an uns Kulturschaffende, den alle Preisträgerinnen und Preisträger dankend und mit viel Respekt vor unserem Publikum annehmen“, so Heinz Zednik, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird.

Der Österreichische Musiktheaterpreis ist heuer eine tiefe Verneigung vor Menschen, die uns unter widrigsten Umständen mit dem Grundnahrungsmittel Kultur genährt haben. Ihnen gebühren unser Respekt und unsere Hochachtung. Die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft braucht jetzt Rahmenbedingungen, damit es für uns wieder ‚Back to Live‘ heißt. Künstlerinnen und Künstler und das Publikum brauchen einander. Dafür setzt dieser Preis heuer ein Zeichen, das gehört werden muss“, appelliert Präsident Karl-Michael Ebner.

Die Preisträger des Österreichischen Musiktheaterpreises 2021

Beste weibliche Hauptrolle • Elsa Dreisig als Fiordiligi in „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen
Beste männliche Hauptrolle • Piotr Beczała als Jontek in „Halka“ am Theater an der Wien
Bester weiblicher Nachwuchs • Laura Schneiderhan als Lola Blau ind „Heute Abend Lola Blau“ am Tiroler Landestheater Innsbruck
Bester männlicher Nachwuchs • Rafael Helbig-Kosta als Erzähler in „Britten: The Rape of Lucretia“ Opernstudio des Linzer Landestheaters
Beste Ausstattung • Nicole Pleuler für „Impresario Dotcom“ bei den Bregenzer Festspielen
Beste musikalische Leitung • Franz Welser-Möst für „Elektra“ bei den Salzburger Festspielen
Beste Gesamtproduktion Oper • „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspielen
Beste Gesamtproduktion Ballett • „The Tempest“ am Tiroler Landestheater
Off-Theater-Preis in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport • „Dreigroschenoper“ des Vereins Volkskantine (Innsbruck)
Beste weibliche Nebenrolle • Ruth Brauer-Kvam als Conférencier in „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Beste männliche Nebenrolle • Robert Meyer als Herr Schultz in „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Gesamtproduktion Musical• „Cabaret“ an der Volksoper Wien
Gesamtproduktion Operette • „König Karotte“ an der Volksoper Wien
Beste Regie • Christof Loy für „Così fan tutte“ bei den Salzburger Festspiele

Hochkarätige Sonderpreise
Sonderpreis „Bestes Barock-Festival“ • Festwochen der Alten Musik (Innsbruck)
Sonderpreis „Bestes Orchester“ • Wiener Philharmoniker
Sonderpreise „Internationales Musik- und Kulturengagement“ • PANG Ka-Pang • Suzhou Chinese Orchestra
Sonderpreis „Bestes Unterhaltungstheater“ • Peter Hofbauer für das Wiener Metropol
Sonderpreis „Beste internationale Musiktheaterproduktion“ • André Heller (Regie) und Zubin Mehta (musikalische Leitung) für „Der Rosenkavalier“ an der Staatsoper Unter den Linden (Berlin, Deutschland)
Sonderpreis „Internationaler Medienpreis“ • Jonas Kaufmann
Sonderpreis „Lebenswerk“ • Heinz Zednik
Sonderpreis „Courage und Ermutigung in der Pandemie“ • Salzburger Festspiele

Der Einladung von Karl-Michael Ebner nach Schloss Lamberg folgten unter anderem Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bürgermeister Gerald Hackl, Nationalratsabgeordneter Johann Singer, Landesrätin Birgit Gerstorfer, Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer und Landtagsabgeordnete Evelyn Kattnigg, die für die beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnete Elsa Dreisig, Mörbisch-Intendant Peter Edelmann samt Bruder und international gefeiertem Bariton Paul Armin Edelmann, Vorstand der als bestes Orchester ausgezeichneten Wiener Philharmoniker Daniel Froschauer sowie Geschäftsführer Michael Bladerer, Dirigent Matthias Fletzberger, Compact-Electric-Geschäftsführerin Ursula Haslauer, Wiener-Metropol-Chef Peter Hofbauer und Ehefrau Vera Russwurm, Ausnahmestimme und Medien-Sonderpreisträger Jonas Kaufmann, CTS-Eventim-Austria-CEO Christoph Klingler, Mezzosopranistin Zoryana Kushpler, Grammy-Preisträger Herbert Lippert, Musikwirtschafts-Verband-Chef Franz Medwenitsch, Direktor der mehrfach ausgezeichneten Volksoper Wien Robert Meyer, Helden-Tenor Wolfgang Müller-Lorenz, Salzburger-Festspiele-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Wiener-Stadthalle-Geschäftsführer Wolfgang Fischer, Notar Utz Rothlauer, Sicherheitsexperte Heinz Stiastny, Winzer Peter Szigeti, Brötchen-Adelige und Versuchs-Intendantin Eva Walderdorff, der als bester musikalischer Leiter ausgezeichnete Star-Dirigent Franz Welser-Möst sowie Lebenswerk-Sonderpreisträger Heinz Zednik in Begleitung seiner Frau Dagmar Millesi.

Weitere Informationen zum Österreichischen Musiktheaterpreis auf musiktheaterpreis.at

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Österreichischer Musiktheaterpreis: Sonderpreis für Courage und Ermutigung in der Pandemie geht an Salzburger Festspiele

Ganz im Sinne des Gründungsgedankens wird den Salzburger Festspielen am 2. August 2021 in Steyr der Sonderpreis für Courage und Ermutigung in der Pandemie verliehen.

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Lukas Crepaz, Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser. Foto: Leisure

Die Salzburger Festspiele sind eine Institution und gelten international als die Mutter aller Festspiele. Gefeierte Weltstars stehen seit über 100 Jahren auf den Festivalbühnen, etliche wurden in Salzburg entdeckt. Gegründet wurden die Salzburger Festspiele von Max Reinhardt als mutiges Projekt gegen die Krise in einer Zeit größter Not. Ein Jahrhundert später sahen sich Österreich und die Welt erneut mit einer ebensolchen konfrontiert: Aufführungen und Spielstätten mussten innerhalb kürzester Zeit reduziert, Präventionskonzepte erarbeitet und laufend an die Covid-19-Vorgaben der österreichischen Bundesregierung angepasst werden. Ein Kraftakt, für den Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler stellvertretend für das Direktorium der Salzburger Festspiele nun im Rahmen der Gala des Österreichischen Musiktheaterpeises den eigens initiierten Sonderpreis für Courage und Ermutigung in der Pandemie entgegennehmen wird. Die Verleihung findet am 2. August 2021 auf Schloss Lamberg in Steyr statt.

„Die Salzburger Festspiele waren der Leuchtturm für die Kulturwelt und haben gezeigt, was trotz Pandemie mit Mut, Courage und unvergleichbarem Engagement möglich ist. Dass ein Festival dieser Größenordnung in einer Zeit der höchsten Unsicherheit dennoch über die Bühne gehen konnte, ist dem Mut und der Haltung von Helga Rabl-Stadler zu verdanken. Frei nach dem Gründungsgedanken ‚Kunst als Lebenssinn‘, wurde Salzburg erneut zu einem Ort der Ermutigung in einer Zeit der größten Not“, so Karl-Michael Ebner, Präsident des Österreichischen Musiktheaterpreises. Er ergänzt: „Eine Courage, die uns dazu inspiriert hat, diesen Sonderpreis ins Leben zu rufen.“
„Die Salzburger Festspiele wurden 1920 als erstes Friedensprojekt nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Sie wurden mitten in Schutt und Asche nach dem Zweiten Weltkrieg wiedererweckt. Wir hätten uns ob unseres Kleinmuts geschämt, wenn wir der Pandemie nicht die Regie entrissen hätten. Wir wollten und mussten 2020 wieder Leuchtturmprojekt sein. Intendant Markus Hinterhäuser ersann ein Programm, das uns auch in Nicht-Corona-Zeiten zur Ehre gereicht hätte, der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz erarbeitete ein Präventionskonzept, das mittlerweile von über 50 Kulturinstitutionen weltweit kopiert wurde. Ich nehme diesen Preis daher stellvertretend für ein Team an, das mit unglaublicher Kraft und unbeirrbarem Willen die Kraft der Kunst in kräfteraubenden Zeiten bewiesen hat“, so Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele. Sie ergänzt: „Aufgeben war keine Alternative!“

Über die Salzburger Festspiele

Gegründet wurden die Salzburger Festspiele nach dem Ersten Weltkrieg als Friedensprojekt, weil Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss davon überzeugt waren, dass Kunst und Kultur die vom Krieg gegeneinander gehetzten Völker wieder versöhnen könnten. Diesem festen Glauben an die Kraft der Kunst und dem Kraftort Salzburg verdanken die Festspiele ihre Existenz. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Festspiele eine wichtige politische Funktion: Obwohl Salzburg schwer von Bomben getroffen war, bestand der amerikanische General Clark darauf, bereits am 12. August 1945 wieder Festspiele abzuhalten.
So entschied sich auch das heutige Festspieldirektorium – Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Intendant Markus Hinterhäuser und der kaufmännische Direktor Lukas Crepaz – dagegen, das 100-Jahr-Jubiläum der Pandemie zu opfern. Das Programm wurde zwar reduziert, hätte aber künstlerisch jedem Festival auch in Nicht-Corona-Zeiten alle Ehre gemacht. Die Festspiele waren wie 1920 und 1945 auch 2020 ein Leuchtturmprojekt.

Österreichischer Musiktheaterpreis 2021
Nach Stationen in Salzburg, Graz und Innsbruck setzt der Österreichische Musiktheaterpreis 2021 seine Reise in die Bundesländer fort. Er wird heuer am Montag, dem 2. August 2021, zum neunten Mal verliehen.

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KAMMEROPER FRANKFURT: So sanft wie Du. Premiere am Mittwoch 4. August

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Ein szenisch-barockes Pasticcio über die Färbung der Liebe
Zusammengestellt von Daniel Stratievsky und Rainer Pudenz
Musik und Texte von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Heinrich Heine u.a.

Ensemble: Stratievsky, Pudenz, Keller, Vilagrasa, Stubbe, Bresgen, Dorn, Meinberg, Voss, Villa-Lobos, Bethke, El Sigai, Raine, Fenbury, Fischer, Peter, Führ, LeiLei Xie u.a.
Orchester der Kammeroper Frankfurt
Weitere Aufführungen:
Fr. 6.08., Sa. 7.08., Mi. 11.08., Fr. 13.08., Sa. 14.08.2021 jeweils 20 Uhr
Aufführungsort:
Musikpavillon/Orchestermuschel im Palmengarten
Eingang: Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11
Vorverkauf nur unter Email

Der Musiksommer der Kammeroper im Palmengarten strebt wie der Sommer selbst im August seinem Höhepunkt zu: dem barocken Opernpasticcio “So sanft wie Du”, inszeniert als Musiktheater.

Das Barock als Feier der Lebenslust und Liebeskunst entstand im Schatten der Pest und anderer Verheerungen. Nach dem strengen Mittelalter schien die Menschheit ein wenig aufzuatmen. Welches Zeitalter könnte besser geeignet sein, uns in der Nachpandemie-Zeit zu erquicken, die ja immer noch Zwischenzeit ist?

Auch das Pasticcio, eine „musikalische Pastete“, mundete im Barock Publikum und Komponisten prächtig. Das war eine Oper, die man skrupellos aus verschiedenen Kompositionen mit neuer Handlung zusammenstellte. Die Pastete passt zu „Oper unter Coronaauflagen“, also ohne großen Ensembleszenen , Chöre und Fanfaren-Schlachten im Orchestergraben.
Ein Pasticcio passt aber auch zu dem Thema des Abends: Den Färbungen der Liebe. Die Handlungen von Barockopern sind meistens uninteressant: es wimmelt von entrückten Feldherren, tragischen Königinnen und mythologischen Gestalten.

Was diese Opern trotzdem bis heute einzigartig macht, ist ihr Universum von Leidenschaften, vor allem die Liebe in allen stimmlichen, sinnlichen und gefühlvollen Registern. Dieses Universum präsentieren die Sängerinnen und Sänger und ein Schauspieler mit dem Streichorchester der Kammeroper unter dem Sternenhimmel des Palmengartens zur Musik of the glorious Georg Friedrich Händel, den Beethoven einst als “Größten aller Komponisten“ pries.

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Neues von LAURA SCHERWITZL

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Ich lade herzlich zur kommenden Premiere „Inkognito Royal“ (Musik: Karsten Fundal / Libretto und Regie: Philipp Kochheim) ein. Eine witzige und gigantische Produktion der Danish National Opera in Aarhus, in der ich in meiner Rolle als Fanny maßgeblich am Tod des Protagonisten, Königs Frederik VIII. beteiligt bin.

Aufführungen am 18., 19.  und am 21., 22. August 2021.

https://www.musikhuset.dk/kalender/inkognito-royal

Im September freue ich mich auf eine neue und abwechslungsreiche Spielzeit am Landestheater Neustrelitz sowie auf das Gastspiel an der Oper Leipzig / Musikalische Komödie als Lisa in „Gräfin Mariza“ am 18.09. 2021.

https://www.oper-leipzig.de/de/programm/grafin-mariza/99436

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WIEN-Volkstheater/ ImPulsTanz: In Memoriam Ismael Ivo (1.8.2021)

ImPulsTanz Performances 2021 - In Memoriam Ismael Ivo (BR)
Copyright: ImPulsTanz

ImPulsTanz hat seinem verstorbenen Mitbegründer Ismael Ivo mit einer würdigen Veranstaltung gedacht. Ismael Ivo, 1955 in Sao Paulo geboren und heuer im April in seiner Geburtsstadt an COVID-19 verstorben, ist seit der Gründung von ImPulsTanz im Jahr 1984 dem Initiator Karl Regensburger als Repräsentant und künstlerischer Berater an der Seite gestanden. Sie haben sich gegenseitig befruchtet, waren einander Stützen bei der Entwicklung ihres ständig wachsenden sommerlichen Tanz-Projektes.

Vor allem als Solotänzer in expressiven Tanzstücken sind Ivo besonders ‚charismatische Intensität und skulpturelle Kraft seines Stils‘ bescheinigt worden. Vielseitig ist er in der zeitgenössischen europäischen Tanztheater-Szene tätig gewesen, und in seinen späteren Jahren wurde ihm die Leitung des Ballettensembles von Sao Paulo übertragen. In Wien ist er als ein sich mit völliger Hingabe einsetzender Tanzpädagoge in seinen Kreisen besonders beliebt gewesen. Seine Worte: „Ich hatte schon als Kind diesen Traum, die Welt zu verändern. Und als Schwarzer immer die Vorstellung, die Wahrnehmung der Menschen zu verändern. Die Veränderung der Wahrnehmung ist die Grundlage für die Veränderung der Wirklichkeit.“

Es ist ein Versinken, ein Versponnen sein in den eigenen Welten – diese kurzen Solopiecen, mit denen seine Freunde und Mitstreiter im Wiener Volkstheater an ihn erinnert haben. Die meisten als arrivierte Protagonisten früherer Modern Dance-Zeiten. Wie Germaine Acogny beschwörend mit „Getanztes Gebet für Ismael“, Koffi Koko, Louise Lecavalier. Und Susanne Linke hat „Für Ismael“ noch einmal die Bühne betreten. Dazwischen erinnerten kurze Videos an die künstlerische wie pädagogische Arbeit von Ismael Ivo – als eine solitäre Persönlichkeit auf der Bühne, als ein impulsiv seine Scharen Anfeuernder in seinen Workshops.

 

Meinhard Rüdenauer

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