DIE MITTWOCH-PRESSE – 12. MAI 2021

DIE MITTWOCH-PRESSE – 12. MAI 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MITTWOCH-PRESSE – 12. MAI 2021

Salzburg Panorama, Foto: © Tourismus Salzburg

Salzburger Festspiele bei International Opera Awards ausgezeichnet
Wurden zum zweiten Mal bestes Festival. Intendant Hinterhäuser: „Wundervolle Anerkennung für unsere Arbeit“. Bestes Opernhaus wurde das Teatro Real Madrid
Der Standard.at

Salzburger Festspiele sind „Festival des Jahres“
Deutschlandfunk.de

Ladas Klassikwelt 71: Der Oma von der Bühne winken – oder ein Chor-Savoir-vivre nach dem Auftritt
„Unmittelbar nach dem Konzert, während der Ovation, fingen unsere Gastgeber an, einfach miteinander zu plaudern. Einer der Tenöre rief sogar aus: „Ach, meine Oma sitzt da!“ Dann winkte er Richtung Publikum.“
Jolanta Łada-Zielke berichtet aus ihrer Klassikwelt
Klassik-begeistert.de

München
Hand aufs Herz, die Sehnsucht ist groß
Die Bayerische Staatsoper zeigt den ersten Akt der „Walküre“ konzertant, aber erstmals wieder vor Publikum.
Sueddeutsche Zeitung

St. Pölten
Die Saison 2021/2022 im Festspielhaus St. Pölten
Reflexionen über die Vielstimmigkeit der Welt und der Kunst
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210511_OTS0089/die-saison-20212022

Dresden
Politische Weitsicht oder Affront?
Was die Nichtverlängerung für Thielemann und Theiler an der Dresdner Semperoper bedeutet
http://www.mdr.de/kultur/musik/dresden-semperoper-nichtverlaengerung-thielemann-theiler-100.html

Dresden wünscht eine Zukunft ohne Thielemann
Die sächsische Kulturministerin hat entschieden: Dirigent Thielemann wird die Sächsische Staatskapelle nur noch bis 2024 leiten.
https://www.diepresse.com/5978686/dresden-wunscht-eine-zukunft-ohne-thielemann

St. Margarethen
Bühnenaufbau für „Turandot“ im Steinbruch
Was im 2020 begonnen wurde, kann heuer endlich fortgesetzt werden – der Bühnenbau bei „Oper im Steinbruch“ in St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung).
https://burgenland.orf.at/stories/3103325/

München
Welche Stücke an Theatern, Opern und Livebühnen gespielt werden
Der Inzidenzwert in München bleibt unter 100 – das bedeutet auch, dass Theater, Oper und Philharmoniker wieder vor Publikum auftreten dürfen.
Sueddeutsche Zeitung

München
Kultur darf wieder öffnen: Mit angezogener Handbremse
Die Museen sind ab Dienstag wieder geöffnet, die Staatsoper startet am Donnerstag mit Jonas Kaufmann, die anderen Theater folgen, Kinos könnten, aber…
Münchner Abendzeitung

Freibeuter der Oper: Biografie über Peter Jonas
https://www.merkur.de/kultur/freibeuter-der-oper-biografie-ueber-peter-jonas-zr-90572757.html

Berlin
200 Jahre Berliner Konzerthaus: So nah, als wär’ man da
Tagesspiegel.de

Verona
Arena von Verona startet mit 6000 Zuschauern in die Opernsaison
https://www.nau.ch/news/europa/arena-von-verona-startet-mit-6000-zuschauern-in-die

CD-Kritik: Die Musik Walter Kaufmanns muss entdeckt werden!
Der Komponist aus dem k.u.k.-Österreich ist nahezu vergessen – er war offenbar ein Meister seines Fachs.
Wiener Zeitung

Die Kolonisierung unserer Ohren
Wie rassistisch ist der Kanon der klassischen Musik? Die Debatte darüber, wer gehört wird und wer verstummt, wird lauter.
Die Zeit.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

News
Teatro Real, Lise Davidsen, & Javier Camarena Win Top Awards at 2021 Opera Awards
operawire.com

Streams
Wagnerians Live in Concert
This performance is available until 21st May: https://www.metopera.org/
https://operatoday.com/2021/05/wagnerians-live-in-concert/

Baden-Baden
Anna Netrebko, Sonya Yoncheva & Asmik Grigorian Headline Osterfestspiele Baden Baden’s 2022 Festival
https://operawire.com/anna-netrebko-sonya-yoncheva-asmik-grigorian-headline-osterfestspiele

London
Encore! How Opera Holland Park is rebuilding after the pandemic
A sexy new auditorium, a fabulous new season and a lot more space, all under that iconic canopy (but maybe bring an extra jumper)
https://www.standard.co.uk/culture/opera/how-opera-holland-park-rebuilding-covid

Das Lied von der Erde, Kožená, Staples, LSO, Rattle, Barbican online review – more joy than sorrow
https://theartsdesk.com/classical-music/das-lied-von-der-erde-ko%C

Reunions and farewells: Rattle and the LSO return to the Barbican
bachtrack

Wexford
Wexford Festival Opera: Curtain up on a historic 70th year
Director Rosetta Cucchi is looking forward to anniversary celebrations after a tough lockdown
https://www.irishtimes.com/culture/music/wexford-festival-opera-curtain-up-on-a-historic

Houston
HGO Announces New Season and a Return of Live Audiences
Included in the upcoming 2021-2022 season is the long-awaited world premiere of Snowy Day and a RodeoHouston-inspired chamber orchestra.
https://www.houstoniamag.com/arts-and-culture/2021/05/hgo-announces-2021-2022-season

Los Angeles
L.A. Opera’s first indoor show will be June 6.
Here’s how vaccination rules work
https://www.latimes.com/entertainment-arts/story/2021-05-10/la-opera-covid-19-vaccination-testing

Adelaide
Revenge, murder and cannibalism: Adelaide Sweeney Todd has legs
bachtrack

Jazz

Jazzfest Wien auch heuer abgesagt
Wiener Zeitung

TV/ Film

Ehrliche Worte: Vincent Buenos Drogen- und Suizidbeichte
Vor seinen großen Auftritten war Bueno noch bei Claudia Stöckls Radio-Talk „Frühstück bei mir“ zu Gast. In dem Gespräch zeigte sich der Sänger äußerst offen, wich keiner Frage aus. Auch die Tiefen seines Lebens gab er preis.
www.oe24.at

„Romy“
Emotionale Reaktion von Jelinek: „Fit mit Philipp“ bekommt Romy 2021
Live auf Sendung wurde Philipp Jelinek die Romy für das „Beste Lockdown-Format“ überreicht.
Salzburger Nachrichten

Ingrid Kalinowski: Der Kult-Star aus TV Total ist tot
Traurige Nachricht für Fans von Stefan Raabs Show-Universum: Ingrid vom kultigen Ehepaar „Ingrid und Klaus“ aus der Sendung „TV total“ ist tot.
Oberösterreichische Nachrichten

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Unter’m Strich

Frankreich/ Nationalversammlung
Macron verliert Abstimmung zu Corona-Gesundheitspass
Rückschlag für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron: Die Nationalversammlung stimmte am Dienstag gegen seinen Gesetzesentwurf für einen Corona-Gesundheitspass. Die entscheidenden Stimmen kamen dabei aus dem eigenen Lager.
Frankfurter Allgemeine

Österreich/ Politik
Wirbel wegen Berater-Vertrag von ORF-Moderatorin Pawlicki
ÖVP will Aufklärung von Pawlickis Ehemann Brandstätter (Neos).
Kurier.at

Bayern-Star David Alaba kauft zwei Prozent der Wiener Austria
Alaba hat violette Wurzeln und hilft der kriselnden Austria gleich doppelt. Er unterstützt den Verein finanziell und wird Testimonial.
Kurier.at

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 12. MAI 2021)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 12. MAI 2021)

Quelle: onlinemerker.com

Wiedereröffnung der Bayerischen Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper öffnet am Donnerstag, 13. Mai, nach mehr als einem halben Jahr ohne Saalpublikum, wieder ihre Pforten für Zuschauerinnen und Zuschauer. Auf dem Programm steht eine konzertante Vorstellung des ersten Aufzugs von Richard Wagners Die Walküre. Bis Ende Mai folgen eine weitere Walküre, Vorstellungen des Bayerischen Staatsballetts, die Wiederaufnahme von Franz Lehárs Operette Schön ist die Welt und am 23. Mai die Premiere der Neuproduktion von Aribert Reimanns Lear.

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DIE WALKÜRE – live und auf STAATSOPER.TV

Die erste Vorstellung der Walküre (1. Akt) am 13. Mai wird sowohl für Saalpublikum, als auch per Live-Stream auf STAATSOPER.TV stattfinden. Es singen Lise Davidsen (Sieglinde), Jonas Kaufmann (Siegmund) und Georg Zeppenfeld (Hunding). Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Asher Fisch.
Der Stream auf STAATSOPER.TV ist die insgesamt 40. Übertragung der Saison, mit dem die Staatsoper die 1-Million-Marke an Abrufen erreichen wird. Ab dem 15. Mai, 19 Uhr steht ein Video-on-Demand der Vorstellung zur Verfügung, ein 24-Stunden-Ticket kostet EUR 9,90.

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WIENER STAATSOPER: DER ONLINE-SPIELPLAN VOM 11. BIS 18. MAI 2021

Bis die Wiener Staatsoper ab 19. Mai wieder vor Publikum spielen darf – als erste Vorstellung steht die Premierenproduktion von Faust auf dem Spielplan – werden die täglichen Streams auf play.wiener-staatsoper.at < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19FwvX_1T2Fs&tid=2-1fYCSp-2jXuge&link=rvSo >  fortgesetzt. Auf dem Online-Spielplan stehen in den nächsten Tagen Highlights aus der aktuellen Saison:

Den Auftakt des Streaming-Programms bildet die Neuproduktion von Henzes Das verratene Meer, aufgezeichnet im Dezember 2020, u. a. mit Vera-Lotte Boecker, Josh Lovell und Bo Skovhus sowie Simone Young am Dirigentenpult (11. und 16. Mai); gefolgt von Mozarts Le nozze di Figaro unter Musikdirektor Philippe Jordan und u. a. mit Andrè Schuen, Federica Lombardi, Louise Alder, Philippe Sly und Virginie Verrez (12. Mai). Die Fledermaus unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister und u. a. mit Georg Nigl, Camilla Nylund, Jochen Schmeckenbecher, Regula Mühlemann, Okka von der Damerau und Peter Simonischek, aufgenommen am Silvesterabend 2020 (13. Mai) wird ebenso gezeigt wie die Premierenproduktionen von Tschaikowskis Eugen Onegin vom Oktober 2020 u. a. mit Andrè Schuen, Nicole Car, Bogdan Volkov und Tomás Hanus am Dirigentenpult (14. Mai) sowie Verdis La traviata vom März 2021 unter Giacomo Sagripanti und u. a. mit Pretty Yende, Juan Diego Flórez und Igor Golovatenko (15. Mai).

Abgerundet wird das Opernprogramm mit der jüngsten Premierenproduktion der Wiener Staatsoper: Gounods Faust in der Inszenierung von Frank Castorf und unter der musikalischen Leitung von Bertrand de Billy, es singen u. a. Juan Diego Flórez, Nicole Car und Adam Palka (17. Mai).

Das Wiener Staatsballett ist mit Mahler, live, aufgezeichnet im Dezember 2020, zu erleben. In Hans van Manens Live tanzen Olga Esina und Marcos Menha und mit seiner ersten Wiener Arbeit 4 zu Gustav Mahlers 4. Symphonie hat Martin Schläpfer ein Ballett für das gesamte Ensemble geschaffen. Musikalische Leitung: Axel Kober (18. Mai).

Alle angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at  < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19FwvX_1T2Fs&tid=2-1fYCSp-2jXuge&link=rvTW > verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Die nächsten Termine werden zu gegebener Zeit auf play.wiener-staatsoper.at < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19FwvX_1T2Fs&tid=2-1fYCSp-2jXuge&link=rvSq >  bzw. der Website der Wiener Staatsoper veröffentlicht.

Das Programm bis einschließlich 18. Mai 2021:

Dienstag, 11. Mai 2021, 19.00 Uhr (auch noch zu sehen Mittwoch 12. Mai)
Hans Werner Henze
DAS VERRATENE MEER (Vorstellung vom 14. Dezember 2020) Musikdrama in zwei Teilen
Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito                                                                    Mit u.a.: Vera-Lotte Boecker, Josh Lovell, Bo Skovhus, Erik Van Heyningen

Mittwoch, 12. Mai 2021, 19.00 Uhr

Wir spielen für Österreich: "Le nozze di figaro" - ORF III
Louise Alder, Andrè Schuen. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wolfgang Amadeus Mozart
LE NOZZE DI FIGARO (Vorstellung vom 4. Februar 2021) Commedia per musica in vier Akten                                                                                             Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Jean-Pierre Ponnelle
Mit u.a.: Andrè Schuen, Federica Lombardi, Louise Alder, Philippe Sly, Virginie Verrez

Donnerstag, 13. Mai 2021, 19.00 Uhr
Johann Strauß
DIE FLEDERMAUS (Vorstellung vom 31. Dezember 2020) Komische Operette in drei Akten                                                                                               Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Georg Nigl, Camilla Nylund, Jochen Schmeckenbecher, Regula Mühlemann, Okka von der Damerau, Peter Simonischek

Freitag, 14. Mai 2021, 19.00 Uhr
Pjotr I. Tschaikowski
EUGEN ONEGIN (Vorstellung vom 25. Oktober 2020) Lyrische Szenen in drei Akten                                                                                                                         Musikalische Leitung: Tomás Hanus
Inszenierung: Dmitri Tcherniakov
Mit u.a.: Andrè Schuen, Nicole Car, Bogdan Volkov, Anna Goryachova, Dimitry Ivashchenko

Samstag, 15. Mai 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA (Vorstellung vom 7. März 2021) Melodramma in drei Akten Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
Inszenierung: Simon Stone
Mit u.a.: Pretty Yende, Juan Diego Flórez, Igor Golovatenko, Margaret Plummer

Sonntag, 16. Mai 2021, 19.00 Uhr
Hans Werner Henze
DAS VERRATENE MEER (Vorstellung vom 14. Dezember 2020) Musikdrama in zwei Teilen                                                                                                             Musikalische Leitung: Simone Young                                                                 Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito                                                                    Mit u.a.: Vera-Lotte Boecker, Josh Lovell, Bo Skovhus, Erik Van Heyningen

Montag, 17. Mai 2021, 19.00 Uhr
Charles Gounod
FAUST (Vorstellung vom 29. April 2021)
Opéra in fünf Akten
Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Frank Castorf
Mit u.a.: Juan Diego Flórez, Nicole Car, Adam Palka, Étienne Dupuis, Kate Lindsey


Dienstag, 18. Mai 2021, 19.00 Uhr

BALLETT Mahler, live (Vorstellung vom 4. Dezember 2020)

Franz Liszt
LIVE
Choreographie: Hans van Manen
Mit: Olga Esina, Marcos Menha

Gustav Mahler
4

Choreographie: Martin Schläpfer
Musikalische Leitung: Axel Kober
Mit: Solistinnen und Solisten sowie Corps de ballet des Wiener Staatsballetts

Änderungen vorbehalten.
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Zur aktuellen Kulturpolitik in Österreich: Grenzen überschreiten  – über Grenzen stolpern – und eine reine Null zur Krisenzeit

Tatort: Grenzgänger – Wikipedia

Die Grenzen sind geöffnet. Weit geöffnet. Sie mögen und werden auch weiterhin offen bleiben. Für die verschiedensten Arten von künstlerischen Grenzgängern, von inspirierten Kreativen oder wie mit großem Mund die heimischen Kulturpolitiker betörenden. Also, als allzu betörend und seelisch beglückend ist das heutige Kunstschaffen ja nicht zu beschreiben. So vielfältig es sich auch zu präsentieren versteht. Der Zwang, sich im kommerziellen Kulturbetrieb einen Platz zu erobern aber auch die Last der Größe vergangener Epochen prägt allzu sehr die Denkungsarten der zahllosen Einzel- und Grenzgänger unter den heimischen Kunstjüngern und -propheten. Die Ego-Blase schwillt mehr und mehr an, doch von einer Nachhaltigkeit starker Kunsterlebnisse durch Persönlichkeiten aus den eigenen Reihen ist kaum etwas zu merken.

Unbestreitbar ist, dass das Angebot an Kulturveranstaltungen in Wien vor der Corona-Krise immens gewesen ist. Stark geprägt von in die Stadt geholten oder eingewanderten Künstlern oder Kuratoren. Der kulturelle Paradigmenwechsel wie auch die gewachsene Diversität in der Wiener Bevölkerung haben allerdings bis zuletzt zu keinen befruchtend wirkenden Ergebnissen geführt. Die Grenzen sind weit geöffnet, die kulturelle Vergangenheit sowie manche der Komfortzonen der Stadt locken Kunstschaffende wie Manager aus aller Welt an. Seit den 1980er Jahren hat sich Wien mehr und mehr als eine weltoffene Stadt darzustellen bemüht. Dies hat es geschafft. Doch eine Analyse der Wertigkeit vieler dieser Kunstproduktionen… ja, s’ist gewesen – und schon wieder völlig vergessen, längst außer Sicht geraten und im Grauen verschwunden.

Das Problem für in führende Positionen hierher geholte Intendanten, Manager, schräge Grenzgänger, Sprücheklopfer, quer durch alle Sparten: Kurz in eine fremde Stadt gekommen, die Freunde des eigenen Netzwerkes im Reisegepäck mitgebracht, stolz sich selbst beworben (oder auch gar nicht), bisschen gestolpert, dann nach kleinen Erfolgen oder argen Misserfolgen (Wiener Volkstheater, nicht nur dieses) wieder abgegangen und auch schon in Vergessenheit geraten – oder die vertraglich vereinbarte Position überhaupt nicht angetreten (Kunsthistorisches Museum). Solch eine Kulturpolitik hat bis jetzt nicht zur Findung eines neuen Profils oder zur Prägung eines sensiblen tieferen Kunstverständnisses in den diversen Bevölkerungsgruppen geführt.

Dominique Meyer, als Direktor der Staatsoper früher in Wien beheimatet und damals sich sehr zufrieden zeigend unterwegs, hatte mehr als einmal formuliert: „Es ist gut, dass wir im Haus so ein internationales Ensemble und offene Grenzen haben.“ Doch was ist geblieben? Der Reihe nach werden seine singenden Schützlinge oder auch seine gastierenden Regisseure von der neuen Direktion nicht mehr akzeptiert. Nur wenige Inszenierungen aus Meyers Jahren haben hier ein Bleiberecht gefunden. Und in diesen Tagen ist aus der Volksoper von Künstlerkündigungen wie von Künstlerprotesten zu hören. Werden die Aufführungen von einer flotten Jungchefin aus den Niederlanden ab 2022 auf ein höheres Niveau als zuvor hinauf gehoben? Oder, später im Rückblick, wurden nur die reiferen heimischen Sänger wie manch jüngerer Eigenbau ausgemistet?

Ein genau passendes Beispiel bezüglich versagender künstlerischer Entwicklung hierzulande ist Conchita Wurst, der Gender-Grenzgänger aus Oberösterreich. Empor geschleudert wurde er durch seinen groß gefeierten internationalen Sieg – doch mit niedrigstem geistigem Anspruch: Eurovision Song Contest – sowie auch durch seine als anziehend oder abweisend empfundenen Kostümierungen. In seiner Heimat hat sich dann allerdings keine musikalische Kraft gezeigt, um diese Kurzzeit-Kunstfigur auch weiterhin im weltweiten Showreigen mitsingen zu lassen. Ein mageres „From Vienna with Love“ mit den Wiener Symphonikern hat auf Beschränktheiten hier wie dort hingewiesen. Klar gesagt: heimische Hilfe zu seiner weiteren Entwicklung ist für ihn wie so viele andere junge Talente  ausgeblieben. Heute kennen wir ihn aus den Gratiszeitungen – wechselnd in wohl als ordinär zu bezeichnenden Verkleidungen.

Der perfekt beworbene Kulturtourismus mit seinen Spielarten hat sich in Österreich weit, weit über  jegliches Kreativdenken hinweg gesetzt. Diese stillschweigende Kulturliebe der Größe XX Null in den Politikerreihen während der Corona-Monaten mag wohl auch darauf hinweisen, dass in unseren heimischen Regionen wahrscheinlich keine sich mit kraftvoller Phantasie entfaltende Geistigkeit auf die öffentlichen Subventionsgeber einzuwirken vermag. Somit dürfte der Fokus auch in den kommenden Jahren auf die kommerzielle Vermarktung einzelner Produkte, auf mehr oder weniger originelle Ideen eingeladener Theatermenschen oder auf als zeitgeistig ausgegebenes früheres Kulturgut ausgerichtet sein.

Von einer Nestroyschen Seite angedacht: Dies alles ist nicht so unähnlich den Entwicklungen im Welthandel. Zwar nicht von Amazon, doch bei den internationalen kulturellen Vermarktungswirtschaften eingekaufte Container, weit schmälere als die der ‚Ever Given‘, wurden und werden in den Theatern, den Kulturinstitutionen, bei den quer durch die Farben der Parteien farblosen politischen Entscheidungsträgern abgeliefert. Mit Aufschrift wie „Miss Saigon“ (Vorsicht: erst mit 32jähriger Verspätung hier gelandet), „Achtjähriges pianistisches Wunderkind aus Chongqing“, „Lotte de Beer“ (adressiert an die Volksoper, mit dem Zusatz: ‚Viel besser als Robert Meyer‘), „Slagmuylder Christophe“ (Wiener Festwochen, Zusatz: ‚sympathisch, in seinem Gefolge Miguel A. López, M. Hassabi & andere Sympathler für die Wiener Herzen‘), „Carmen“ (alte Inszenierung, doch damals sehr modern) oder… Warten wir ab, welche andere als Hoffnungsträger deklarierte Fracht in der näheren Zukunft zu genießen sein wird. Geschickt durch den Suezkanal, über den Atlantik oder die stark frequentierte Seidenstraße. Natürlich ist aber auch geistiges Gut  aus dem Rheinland, der Pfalz oder dem nahen Bratislava (Ware nur locker verpackt, doch originär) nach wie vor willkommen.

Meinhard Rüdenauer

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muiit

Gentile,
Dopo il concerto di riapertura al pubblico ieri sera con Coro e Orchestra del Teatro alla Scala diretti da Riccardo Chailly, la Scala propone questa sera un nuovo incontro con la grande musica grazie alla presenza dei Wiener Philharmoniker diretti da Riccardo Muti: in due giorni la Sala del Piermarini accoglie due grandi orchestre e due grandi maestri italiani.

Il concerto di stasera conclude la tournée italiana che ha toccato domenica 9 il Pala De André di Ravenna e ieri l’Opera di Firenze. Sui leggii l’ouverture Meeresstille und glückliche Fahrt di Mendelssohn, la Sinfonia n° 4 di Schumann e la Sinfonia n° 2 di Brahms. Il concerto testimonia il forte legame del Maestro Muti con i Wiener Philharmoniker, che lo scorso gennaio lo hanno visto per la sesta volta sul podio del Concerto di Capodanno, ma anche con il Teatro alla Scala di cui è stato Direttore Musicale dal 1986 al 2005. La presenza in questi anni al Piermarini con prestigiose orchestre ospiti del Maestro, che nel prossimo luglio compirà 80 anni, conforta l’auspicio del Sovrintendente, della Scala e dei milanesi di rivederlo finalmente anche nella buca d’orchestra del Piermarini.
Il concerto di questa sera è tutto esaurito ma sarà ripreso dalle telecamere di Rai Cultura che lo trasmetterà sulle reti Rai in occasione dell’80° compleanno del Maestro Muti.

La prima visita dei Wiener Philharmoniker risale al 1971 con la Sinfonia n° 9 di Mahler diretta da Leonard Bernstein; negli anni seguenti i viennesi sono tornati con alcuni dei direttori più significativi della storia scaligera: Claudio Abbado, ancora Bernstein, Giuseppe Sinopoli, Zubin Mehta, Georges Prêtre, Riccardo Chailly, Mariss Jansons e, in un recente gala, Gustavo Dudamel e Plácido Domingo. Anche la sala del Piermarini è testimone dell’amicizia dei Wiener con il Maestro Muti che li ha diretti qui nel 1990, 1994, 1997, 2000 e 2005.
Per maggiori informazioni visita il sito www.riccardomutimusic.com

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WIENER VOLKSOPERNFREUNDE: Nächste Soirée voraussichtlich erst am 18. Juni

Liebe Volksopernfreunde, sehr geehrte Damen und Herren!

Im Mai müssen wir leider aufgrund der Covid-Bestimmungen auch noch mit unseren Veranstaltungen pausieren.

Unsere nächste Soirée findet voraussichtlich am Freitag, dem 18. Juni statt. Näheres erfahren Sie in unserem nächsten Newsletter! Bitte werfen Sie auch hin und wieder einen Blick auf unsere Homepage www.vof.at.

Ein kleiner musikalischer YouTube-Gruß darf auch diesmal nicht fehlen: Diesmal ein länderübergreifendes „Operetta International in Corona Times“!

 Viel Vergnügen beim Anhören!

 https://www.youtube.com/watch?v=Sf1BxQqIINw

Mit musikalischen Frühlingsgrüßen
Der Vorstand der
Wiener Volksopernfreunde

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DUTCH NATIONAL OPERA PRESENTS SEASON 2021 | 2022
‘This season will be a celebration of performing arts’
Sophie de Lint shares her plans for the 2021/2022 season

In many ways the upcoming opera season will be a time of new beginnings, as represented not only by Lorenzo Viotti starting his tenure as chief conductor but also by the great variety of projects on the programme. In the words of DNO director Sophie de Lint: ‘More than ever, we’re committed to exploring the urgency of opera.’

With the arrival of 31-year-old Lorenzo Viotti, Dutch National Opera welcomes a world-class conductor whose presence will be a breath of fresh air for the company. ‘Lorenzo is an accomplished, charismatic and visionary artist,’ Sophie explains. ‘He’s not only an extraordinary ambassador for opera; he’s also driven by an exceptional curiosity and interest in other artforms and disciplines. He’s always open to new encounters and exciting experimentation.’
This outlook can be seen in the two productions with which Maestro Viotti opens the season on 4 September, conducting ‘his’ Netherlands Philharmonic Orchestra. The season will begin with Zemlinsky’s masterpiece Der Zwerg, directed by renowned Dutch film and theatre director Nanouk Leopold, with one of today’s leading Heldentenors, Clay Hilley, in the title role. Haydn’s Missa in tempore belli will be presented during the same period. This will not be a purely musical version of this special mass, but a full scale production that unites different artforms. ‘Both projects exemplify Lorenzo’s passion for collaboration and for building bridges. Besides putting on Der Zwerg, his dream was to bring together the Chorus of Dutch National Opera and the dancers of Dutch National Ballet on stage. With director Barbara Horáková, choreographer Juanjo Arqués and electronic composer Janiv Oron, he invites these different artforms to enter into a thrilling dialogue.’
Later in the season Lorenzo Viotti will also conduct a new production of Puccini’s Tosca. This opera kicks off a three-year Puccini cycle, overseen by Maestro Viotti and celebrated opera director Barrie Kosky: ‘This Tosca will be a true “opera noir”.’

https://www.operaballet.nl/en/opera/dutch-national-opera
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