Die MITTWOCH-PRESSE – 17. AUGUST 2022

Die MITTWOCH-PRESSE – 17. AUGUST 2022

Photo: Piotr Beczała © Jean-Baptiste Millot

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 17. AUGUST 2022

Salzburg
Wie wird man der Beste?
Der eine: der führende Tenor unserer Zeit. Der andere: Genetiker und Bildungsforscher internationalen Formats. Piotr Beczała und Markus Hengstschläger trafen einander für News zum Gespräch.
https://www.news.at/a/wie-wird-man-der-beste-12660713

Kommentar
Festspiele? Das sind im Idealfall richtungweisende Kunstereignisse (Bezahlartikel)
Bayreuth und Salzburg, beide europäische Vorzeigefestivals, wären wohl mit einem Schlag wieder Avantgarde, nähmen sie Mozart und Wagner ernst
DiePresse.com

Pesaro
Rossini-Festival Pesaro: Vier Tenöre und ein Todesfall
Pesaro an der Adriaküste ist bei Strandurlaubern beliebt. Hier findet aber auch ein bedeutendes Festival zu Ehren des Komponisten Gioacchino Rossini statt.
Tagesspiegel.de

Bayreuth
Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt verzaubern erneut den Grünen Hügel
Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt sind die Messlatte schlechthin in Sachen Lohengrin. „Bayreuth braucht mehr Exzellenz“ wäre kein Thema, wenn alles auf dem Grünen Hügel so gut wie diese Ausnahme-Produktion wäre.
Von Peter Walter
Klassik-begeistert.de

Joana Mallwitz: Eine Dirigentin, die etwas mit Mozart versucht
Konzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg. Geiger Augustin Hadelich als Solist
Kurier.at

Burgenland
Positive Bilanz beim Kultursommer
Mit „Der König und ich“ in Mörbisch und „Sissy“ in Neuhaus am Klausenbach sind am Montag die letzten Vorstellungen des Kultursommers über die Bühne gegangen. Am Sonntag wurde bei der Oper im Steinbruch in St. Margarethen zum letzten Mal „Nabucco“ gespielt. Die Bilanz ist positiv.
Das Musical „Der König und ich“ lockte insgesamt 78.811 Besucherinnen und Besucher zu den Seefestspielen Mörbisch. Die Liebesgeschichte zwischen dem König von Siam und der britischen Erzieherin Anna wurde 17-mal aufgeführt, mit einer Auslastung von 76 Prozent.
https://burgenland.orf.at/stories/3169212/

Innsbruck
Es wird Zeit, dass sich Berlin seines Erbes erinnert
Carl Heinrich Graun war der musikalische Opernpropagandist Friedrichs des Großen. An der Spree wird der bedeutende Barockkomponist heute kaum gespielt. Welch grandiose Musik die geschichtsvergessenen Chefs der drei Berliner Opernhäuser ihrer Stadt verweigern, konnte man jetzt weit weg in Innsbruck erleben.
Die Welt.de

Grafenegg
Beethovens „Fidelio“ konzertant beim Musikfestival Grafenegg (Bezahlartikel)
https://kurier.at/kultur/beethovens-fidelio-konzertant-beim-musikfestival-grafenegg/402111246

St. Florian
Brucknertage: Symphoniekonzerte zum krönenden Abschluss
Oberösterreichische Nachrichten.tipps

Moskau
Abkehr von westlichen Werten auch in der Kunst
In Russland ist eine konservative „Kulturrevolution“ im Gange. Manch russischer Künstler sieht die Zeit der Isolation als Chance für eine Rückbesinnung auf russische Werte. Vom pro-westlichen Kurs will man sich abwenden.
Tagesspiegel.de

Salzburg
Schuberts vier Töne und die Festspiel-Dramaturgie
Eine Andachtsstunde mit Camerata Salzburg und Franz Welser-Möst.
https://www.diepresse.com/6178073/schuberts-vier-toene-und-die-festspiel-dramaturgie

Berlin
Young Euro Classic: Komm, wir feiern den Moment
Der Dirigent Hugo Ticciati, der Posaunist Nils Landgren und das schwedische O/Modernt-Ensemble sorgen für einen spannenden Abend bei Young Euro Classic.
Tagesspiegel.de

Tonträger
Totgesagt und doch noch da: 40 Jahre Musik-CD
https://www.nmz.de/kiz/nachrichten/totgesagt-und-doch-noch-da-40-jahre-musik-cd

Links zu englischsprachigen Artikeln

Bayreuth
The new Bayreuth Tristan und Isolde
https://operatoday.com/2022/08/the-new-bayreuth-tristan-und-isolde/

Season finale: a disappointing ending to Bayreuth’s Götterdämmerung
bachtrack.com.de

Pesaro
Rossini Opera Festival 2022 Review: Le Comte Ory
Flórez & Fuchs Among Highlights in De Ana’s Rendering of Bosch’s Garden Of Earthly Delights
https://operawire.com/rossini-opera-festival-2022-review-le-comte-ory/

London
Opera Holland Park Review 2022: HMS Pinafore
A Well-Crafted, Unfussy Production from Charles Court Opera & John Savournin
https://operawire.com/opera-holland-park-review-2022-hms-pinafore/

Prom 39: BBCSO/Oramo review – a soaring tale of three cities … and a blackbird
TheGuardian.com

Review: PROM 33 – THE PLANETS, Royal Albert Hall
Gustav Holst’s famous suite was performed alongside works by Richard Strauss and Matthew Kaner
broadwayworld.com

Edinburgh
Salome stoked to red heat by Byström, Gardner and the Bergen Philharmonic in Edinburgh
bachtrack.com.de

Santa Fe
Santa Fe Opera M. Butterfly: Part Papillon, Part Schmetterling
operatoday.com

San Diego
Review: Opera Neo handles “Ariodante” with care
sandiegounion.tribune.com

Feuilleton
Q & A: Soprano Carmen Giannattasio on Taking Care of Her Physical & Vocal Health, How COVID Changed Everything for Opera Singers
operawire.com

Recordings
Tchaikovsky’s Symphony No 6, “Pathétique”: the finest recordings
gramophone.co.uk

First Person: tenor Cyrille Dubois on recording all Fauré’s songs Chapter and verse on a fascinating project, already much acclaimed here
Theartsdesk.com

Sprechtheater

Salzburg: Nacktheit als Kostüm
60 nackte Hinterbacken bei „Maria Stuart“: Wofür steht die inszenierte Hüllenlosigkeit?
WienerZeitung.at

Salzburg
Iphigenies heutige Probleme und Aussichten
„Ich versuche, mich auf eine eigene kreative Reise zu begeben“, sagt Ewelina Marciniak über ihren Weg, sich klassische Theaterstoffe oder auch solche der Gegenwartsdramatik anzueignen. Mit Iphigenia gibt die polnische Regisseurin ihr Regie-Debüt in Salzburg, auf der Pernerinsel.
DrehpunktKultur.at

Ausstellungen/Kunst

London
Goldfund mit Wiener Flohmarktprovenienz
In London wurden jüngst Artefakte aus der Jungsteinzeit versteigert. Ein österreichischer Sammler kaufte sie einst am Flohmarkt
DerStandard.at.story

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Unter’m Strich

Kommentar: Ab 30 mehr mit Waschbären reden
Man kennt das: Wenn man circa 13 Jahre alt ist, dann wirken 30-Jährige wie die ultimativen Erwachsenen. 40-Jährige sind dann schon die halbvergreiste Variante, 50 Jahre alt zu sein, kann man sich als 13-Jährige/r gar nicht erst vorstellen. Aber 30, das ist das Alter, wo man sich vorstellt: Ja, da ist man fertig mit den Vorbereitungen, da ist man „ausgebacken“, verdient schon ganz gut und hat wahrscheinlich Familie. So mainstreammäßig konventionell gedacht.
Wienerzeitung.at

Wien
Auffallende Übersterblichkeit in Wien
Eine Hitzewelle im Juli führte zum bisher höchsten Wochenwert in diesem Jahr bei den Verstorbenen über 65 Jahren – und das trotz Omikron-Welle im Frühjahr. Am auffallendsten ist der Anstieg in Wien: In der Bundeshauptstadt wurden in der Kalenderwoche 29 vom 18. bis 24. Juli bei den über 65-Jährigen nach vorläufigen Zahlen der Statistik Austria 335 Verstorbene verzeichnet. Das ist der bisher höchste Wochenwert in diesem Jahr. Auch zum Höhepunkt der Corona-Welle im Frühjahr starben weniger über 65-Jährige: In der Kalenderwoche 17 (25. April bis 1. Mai) waren es 321 Tote.
DerStandard.at.story

Fall Hans Krankl
Zeuge: „Polizist schlug Krankl auf Kühlerhaube“
Was am WM-Rasen von Córdoba 1978 elf Deutschen nicht gelungen war, schafften nun in Pasching acht Polizeibeamte: Sie stoppten Hans Krankl! Ja, mehr noch: Sie nahmen ihn kurzzeitig fest!
https://www.krone.at/2785011

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. AUGUST 2022)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. AUGUST 2022)

Quelle: onlinemerker.com

IHRE PERSÖNLICHE OPER: Eine neue „OPERN-IDEE“ für die, die sich leisten können/wollen

Nachdem wir die „Der Prätorianer“ umgesetzt haben, hat Tristan Schulze die Freude an neu komponierten Opern nicht losgelassen. Daraus ist die Idee entstanden individuell komponierte Opern anzubieten. Unseres Wissens nach, gibt es so etwas bisher nicht.

Die dazugehörige Projektseite finden Sie hier: www.your-opera.com

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In dieser Projektseite finden Sie viele Informationen zum Projekt und auch eine Beispieloper („Die Prätorianer“(YouTube-Video)
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„AMICI DEL BELCANTO“ IN DER STADTHALLE TERNITZ: „I DUE FOSCARI“ AM 10.9. UM 19 h

Eine Traditionsveranstaltung will nach der Corona-Krise wieder in die Gänge kommen!

Helfen Sie den Veranstaltern, die Halle auszuverkaufen!

Eintritt: 30./ 40./ und 50.Euro!

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LUCIANO GANCI

  Geboren in Rom, studierte er in seiner Heimatstadt an der  „Capella Musicale Pontificia Sistina“ neben Gesang bei Domenico Bartolucci auch Orgel und Klavier. Seit 2006 studierte er Operngesang –u.a. bei Francesca Patanè und Marco Chingari.  Daneben ist er diplomierter Geometer und studierter Zivilingenieur – mit Spezialisierung auf Stadt- und Regionalplanung und Entwicklung!

Neben diversen Erfolgen bei Wettbewerben, wie z.B. Ottavio Ziino, Rolando Nicolosi, „Young Tenors Selection“ der Franco Corelli Gesellschaft, war er auch Semifinalist in Domingos „Operalia“. 2009 begann er in kleinen Rollen etwa in „LE NOZZE DI FIGARO“ und „GIANNI SCHICCHI“, sang etwa die „KRÖNUNGSMESSE“ von Mozart  im Dom zu Mailand unter Claudio Scimone.  2010 erfolgte sein Debut als Alfredo in „LA TRAVIATA“ am Politeama in Palermo unter Morandi, unmittelbar darauf Rodolfo in „LA BOHÈME“ in Abu Dhabi, sowie Pinkerton in „MADAMA BUTTERFLY“ beim Puccini Festival in Torre del lago. 2011 Debut  als Oronte in  „I LOMBARDI“ in Milano, und Turiddu in „CAVALLERIA RUSTICANA“ in New Delhi. 2012 war er Alfredo im Haus für Mozart für das Salzburger Landestheater, „IL TROVATORE“  beim Ravenna-Festival,  beim Maggio Musicale Fiorentino, Protagonist in „L’AMICO FRITZ“ in Triest, wo er 2013 „IL CORSARO“ war, ebenso in Budapest. Im selben Jahr noch Ismaele in  „NABUCCO“ in Peking, in „MESSA DA REQUIEM“ in Rom und in „ATTILA“ in Astana unter Gergiev zu hören. 2014 sind sein „TOSCA“-Debut in der „Arena Sferisterio“ Macerata und Macduff in „MACBETH“ in Muscat zu nennen, 2015 debutierte er in Budapest als Rodolfo in „LUISA MILLER“, und Amenófi in Rossinis „MOSÈ“ in Milano, im Herbst folgten Pollione in „NORMA“ in Padua, „LA BOHÈME“ in Antwerpen. 2016 Debut an der Mailänder Scala in „MADAMA BUTTERFLY“, erstmals „GIOVANNA D’ARCO“ beim Verdi-Festival in Parma, sowie „LA TRAVIATA“ in Seoul. 2017 Debut in „UN BALLO IN MASCHERA“ in Peking, „TOSCA“ in Triest, „STIFFELIO“ wiederum in Parma, Don José in „CARMEN“ in Cremona, Brescia und Como.  2018 war er Malatestino in „FRANCESCA DA RIMINI“ an der Mailänder Scala und in der Arena di Verona in „CARMEN“, „NABUCCO“ und „LA TRAVIATA“ zu hören.

2019 erfolgte sein Debut als Alvaro in „LA FORZA DEL DESTINO“ in Piacenza, dann Modena, im März „MESSA DA REQUIEM“ in Bari. An der Staatsoper Wien war er 2021 in „ADRIANA LECOUVREUR“ und „TOSCA“ erfolgreich, zuletzt war er u.a. in Tokio in „MADAMA BUTTERFLY“ und als „DON CARLO“, „AIDA“ am Gran Teatro Liceu Barcelona, „AROLDO“ in Ravenna und Modena, in Verdis „MESSA DA REQUIEM“  in Lissabon zu hören.

Es folgen „ANDREA CHÉNIER“ in Bologna, „TOSCA“ in Rom, „ALZIRA“ , „ADRIANA LECOUVREUR“ in Lüttich, „LA BOHEME“ (Nizza).

Cav. Michael Tanzler
AMICI DEL BELCANTO
Gurkgasse 42/3/37
A-1140 Wien
Tel.: 0043-1-9563758
Fax: 0043-1-9563768
cell.: 0043-664-1141088
Mail:
www.amicidelbelcanto.at

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KULTUR.SOMMER.SEMMERING – HEUTE:

Mittwoch, 17. August 2022 I 19.30 Uhr I Kulturpavillon Semmering
Freitag, 19. August 2022 I 15.30 Uhr I Grandhotel Panhans
Cornelius Obonya: Der Tod in Venedig

In Thomas Manns berühmter Novelle über die Tragödie eines alternden Schriftstellers, der in einer späten Gefühlswallung der Liebe einem Jüngling verfällt, fühlt man sich ins heiße schwüle Venedig versetzt und genießt dennoch nicht nur die einfühlsame Erzählkunst von Burgschauspieler Cornelius Obonya, sondern vielmehr noch die frische Kühle der Berge und Wälder rund um das Grandhotel Panhans und den Kulturpavillon Semmering.

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Theater Magdeburg: Politische Satire trifft musikalische Raffinesse
Der goldene Hahn“, Oper von Nikolai Rimski-Korsakow

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Premiere: Sa., 10.9.22 (Magdeburger Erstaufführung)
19.30 Uhr, Opernhaus, Bühne

 Das Opernhaus eröffnet die neue Intendanz von Julien Chavaz mit der Magdeburger Erstaufführung „Der goldene Hahn“ von Nikolai Rimski-Korsakow. Das Märchen vom russischen Herrscher und seinem Volk in völliger Isolation – umgeben von eingebildeten Feinden – ist gerade in den heutigen Kriegszeiten aktueller denn je und schärft den Blick auf männlich-imperiales Machtstreben. Premiere ist am Samstag, 10.9., 19.30 Uhr, im Opernhaus.

Der alte, verbrauchte Zar Dodon fühlt sich und sein Land bedroht. Von einem Astrologen erhält er einen goldenen Hahn, der ihn vor jeder äußeren Gefahr warnen soll. Doch gegen die verführerische und bunte Welt der schönen, fremden Zarin von Schemacha sind alle Vorsichtsmaßnahmen vergebens und am Ende richtet sich auch der goldene Hahn gegen Dodon. Das Märchen für Erwachsene stammt aus der Feder von Alexander Puschkin.

Unter den 15 Opern Nikolai Rimski-Korsakows beziehen sich viele auf märchenhafte Vorlagen. Dass in diesen Stoffen immer auch das Potential für politische Satire steckt, wird in der Oper aus dem Revolutionsjahr 1905 deutlich: „Der goldene Hahn“ stellt die autoritär-erstarrte Welt des alten Zaren einer femininen, lebendigen und vielfältigen Welt gegenüber. Rimski-Korsakows zarenkritische Überzeugungen führten zur zeitweiligen Suspendierung als Professor und dem Aufführungsboykott seiner Werke. „Der goldene Hahn“ konnte erst nach seinem Tod 1908 uraufgeführt werden, da der Komponist sich gegen eine Abschwächung des Textes durch die Zensur entschieden wehrte.

Doch Rimski-Korsakows letzte Oper ist mehr als Satire im Märchengewand. Vielmehr entsteht ein bald tragisches, bald komisches Spiel um Macht, Intelligenz und Liebe. Dafür schafft die jüngst mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnete Regisseurin Anna Bernreitner (*1986) eine ganz eigene, (alp-) traumhafte, fantastische Welt. Der neue Generalintendant Chavaz wählte für die Eröffnung der Spielzeit ein wahres Opernfest, das für jeden Opernfan etwas Besonderes bereithält. GMD Anna Skryleva leitet ein farbiges Orchester und äußerst anspruchsvolle Gesangspartien.

König Dodon                          Vazgen Gazaryan
Prinz Gwidon                          György Hanczár
Prinz Afron                             Anders Kampmann
General Polkan                      Johannes Stermann
Amelfa                                    Jadwiga Postrożna
Der Astrologe                         Adrian Dwyer
Königin von Schemacha          Katerina Tretyakova
Der goldene Hahn                  Na’ama Shulman

Premiere
Sa., 10.9.22, 19.30 Uhr, Opernhaus, Bühne
Premierenfieber
So., 4.9.22, 11.00 Uhr, Opernhaus, Wagnerfoyer
weitere Vorstellungen
Sa., 17.9.22 19.30 Uhr, Mo., 03.10. 18 Uhr, Mo., 31.10. 18 Uhr, So., 20.11. 16
Uhr, Fr., 09.12. 19.30 Uhr, Di., 27.12. 19.30 Uh

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NÖ: Sommerspiele Melk feiern gelungenen Abschluss

Nach drei Monaten, drei Eigenproduktionen sowie einem vielfältigen Rahmenprogramm bestehend aus Konzerten, Workshops und Vorträgen nahmen die diesjährigen Sommerspiele Melk vergangenen Samstag mit der Musikrevue „Glory Days – Oder: Junge Römer“ ihren erfolgreichen Abschluss. 11.600 Kulturbegeisterte zog es dabei vom 15. Juni bis einschließlich 13. August 2022 in die Wachauarena in Melk – ein Saisonergebnis mit dem sich der künstlerische Leiter Alexander und Geschäftsführerin Simone Bamberg mehr als zufriedengeben.

Am vergangenen Samstag, dem 13. August, fiel der letzte Vorhang der 62. Sommerspiele Melk. Trotz coronabedingtem, verspäteten Start der Musikrevue und zwei ausgefallenen Vorstellungen begeisterte „Glory Days – Oder: Junge Römer“ das Publikum an 15 Veranstaltungsabenden.

Künstlerischer Leiter Alexander Hauer zieht positive Bilanz

„Ich freue mich sehr, dass wir diese außerordentlich fordernde Spielzeit mit starker, gemeinsamer Energie gut auf die Bühne bringen konnten. Mit „Nero: Er wollte doch nur spielen“ ist uns ein außergewöhnliches, bewegendes Schauspiel geglückt, bei dem das Zusammenspiel aller künstlerischen Ideen das Publikum sichtlich begeisterte. Mit coronabedingter Verspätung riss auch die Musikrevue „Glory Days – Oder: Junge Römer“ unsere Gäste von den Stühlen. Ich bin dem gesamten Team unglaublich dankbar, denn von den herausfordernden Rahmenbedingungen von Erkrankungen, Umbesetzungen und Unsicherheiten war auf der Bühne nichts zu spüren. Die Leidenschaft und die Lust, das Publikum bestmöglich zu unterhalten, war bei allen spürbar“, fasst Alexander Hauer das diesjährige Festival zusammen.

„Die Sommerspiele Melk 2022 sind abgespielt, bleibt, allen, die zum Erfolg beigetragen haben ‚Dankeschön‘ zu sagen. Wir arbeiten bereits mit Elan am Programm der Sommerspiele 2023 und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit unserem Publikum in der Wachauarena“, so Simone Bamberg, Geschäftsführerin der Wachau Kultur Melk über die gelungene Saison. Großen Anklang fand auch wieder die Kinder-Musikrevue „Fred Feuerlöscher“ mit über 900 Besucher:innen. Die Veranstaltung für die Kleinen hat sich mittlerweile als ein fixer Bestandteil der Sommerspiele Melk etabliert.

Ausblick 2023

Nach den Sommerspielen Melk ist vor den Sommerspielen Melk: So sind die Vorbereitungen für die nächste Saison bereits in vollem Gange. Im kommenden Sommer stehen dabei das Schauspiel „Kassandra und die Frauen Trojas“ und die Musikrevue „One Vision – Überdosis G’fühl“ auf dem Spielplan. „Für mich war schon früh klar, dass nächstes Jahr eine Frauenfigur im Mittelpunkt der Produktion stehen muss. Der Mythos Troja ist uns allen bekannt – wir wollen diesen 2023 aus einer weiblichen Perspektive beleuchten, was sich auch in der Besetzung widerspiegeln wird“, so Alexander Hauer über „Kassandra“.

Karten für die Sommerspiele Melk 2023 sind ab Mittwoch, 7. Dezember 2022 erhältlich. Mitglieder des Vereins der Freund:innen der Wachau Kultur Melk haben ein einwöchiges Vorkaufsrecht ab Mittwoch, 30. November 2022.

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BONN – Enthüllung von „Unserem Ludwig“ – Historisches Spektakel in Bonn

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

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Enthüllung des Denkmals im Jahr 2022. Foto: Andrea Matzker

Bei reellen 35 °C im Schatten und gefühlten mindestens 45 °C in praller Sonne wurde am 14. August 2022 mit einer großen Zeremonie, die dem „Historischen Spektakel“, der Inaugurationsfeier vom 12. August 1845, nachempfunden wurde, das berühmte Beethoven-Denkmal am Bonner Münsterplatz nach seiner neuerlichen Restaurierung enthüllt. Ursprünglich hätte die Veranstaltung bereits am 16. August 2020 stattfinden sollen, dies wurde jedoch von Corona vereitelt, ebenso wie im darauffolgenden Jahr. Auch seinerzeit hätte die feierliche Enthüllung eigentlich schon viele Jahre vorher, im Jahr 1828, stattfinden sollen, wurde aber durch die zu dieser Zeit grassierende Cholera zum Aufschub gezwungen. Das 1845 enthüllte Denkmal war damals das erste Beethoven-Denkmal weltweit. Der 1770 geborene Bonner Komponist war schließlich auch erst 1827 gestorben.

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Enthüllung des Denkmals im Jahr 1845. Foto vom Fähnchen: Andrea-Matzker

Auftakt zu dieser feierlichen Veranstaltung bildete ein Festzug, der vom Hofgarten über das Stockentor bis zum Bonner Münster marschierte. Alle Teilnehmer trugen Gewänder aus dem Jahr 1845. Im Bonner Münster folgte das Festhochamt mit der Messe in C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven, ebenso wie damals beim „Historischen Spektakel“. Beethoven hatte die Messe im Jahre 1807 im Auftrag von Fürst Nikolaus II. von Esterházy zum Namenstag von dessen Frau Maria geschrieben. Beethoven widmete diese, seine erste Messevertonung seinem hochverehrten Lehrer Joseph Haydn. So enthält das Gloria auch dementsprechend zwei Stellen aus Haydns Schöpfungsmesse.

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Schauspieler Thomas Meyer aus München gab gekonnt Beetoven mit Hörrohr. Foto: Andrea Matzker

Im Anschluss zog man auf den Münsterplatz vor das noch verhüllte Denkmal. Dort wurden viele Personen der Bonner Geschichte, sämtlich dargestellt von Honoratioren der Stadt, feierlich von Moderator Jürgen Nimptsch, ebenso im Gewand einer historischen Figur Bonns und dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt, begrüßt. Entsprechend der Veranstaltung im Jahre 1845 führte auch diesmal (ein Darsteller von) Franz Liszt die Regie. Unter den Bonner Persönlichkeiten befand sich auch Magnifizenz, der 143. und aktuelle Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch, der der Tradition huldigte und allerdings auch daran teilnahm, weil es „einfach Spaß“ mache. Die Bonner Universität wurde 1818 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. gegründet.

Dessen Nachfolger, König Friedrich Wilhelm IV., fuhr standesgemäß, begleitet von seiner Gemahlin Elisabeth Prinzessin von Bayern, in der Kutsche vor, bevor er die Urkunde vor dem Denkmal unterzeichnete. Ebenso wie im Jahre 1845, erschien daraufhin Queen Victoria (alias Oberbürgermeisterin Katja Dörner) in Begleitung ihres Prinzgemahls Albert (Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und Ehemann der Oberbürgermeisterin).

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Queen Victoria alias OB Katja Dörner mit Ehemann und Prinzgemahl. Foto: Andrea Matzker

Zu der ursprünglich geplanten Veranstaltung zum 175. Jubiläum des Denkmals im Jahre 2020 hatte Jürgen Nimptsch bereits ein Jahr zuvor auch Queen Elizabeth II. eingeladen, die Ururenkelin von Queen Victoria, die bei der ersten Enthüllung im Jahre 1845 anwesend war. Der Buckingham-Palast antwortete:

Unglücklicherweise kann Ihre Majestät der Einladung nicht Folge leisten, da sie sich an diesem Tag im Sommerurlaub auf Schloss Balmoral in Schottland befindet.

Nach der weiteren Unterzeichnung der Urkunden begaben sich die Honoratioren auf den Balkon des Palais Fürstenberg, dem ehemaligen Hauptpostamt der Stadt.

Fanfaren ertönten, vorher verteilte Fähnchen wurden geschwenkt, und die Glocken läuteten: Die Hülle fiel, und es erstrahlte ein wunderschönes, renoviertes, gesäubertes und strahlend glänzendes Denkmal. Die Bronzeplastik des Dresdner Professors Ernst Julius Hähnel steht nach halbjährlicher Schönheitskur nun bereits seit sechs Wochen wieder auf ihrem ebenso restaurierten Sockel. Sie ist 3,4 m hoch und wiegt 3,4 t. Experten konnten die Korrosionsschäden entfernen und versiegelten die Oberfläche mit schützendem Wachs. Weshalb denn Beethoven so „grimmig“ dreinschaue, wurde gefragt. Die Antwort war, dieser Gesichtsausdruck solle lediglich seinen energischen Charakter betonen. Als zum Abschluss der Veranstaltung die gesamten ungefähr 1000 Zuschauer in historischen Kostümen auf dem Münsterplatz die Ode „Freude schöner Götterfunken“ gemeinsam sangen, sah man auch – neben den vielen, hitzebedingten Schweißtropfen – nicht wenige Tränen der Rührung.

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Bonn: Das Münster. Foto: Andrea Matzker

Als Text zu seiner Ode hatte Beethoven Schillers Gedicht „An die Freude“ von 1785 gewählt. Bereits im Jahr 1955 schlug der Begründer der Paneuropa-Bewegung Richard Nikolaus Graf von Coudenhove-Kalergi Beethovens Vertonung als neue Europahymne vor. Jedoch erst 1972 erklärte der Europarat die Ode zu seiner Hymne. 1985 kürte die Europäische Gemeinschaft schließlich die Ode in Form der von Herbert von Karajan arrangierten Instrumentalversion zur offiziellen Europahymne.

Beethoven ging es um Freiheit, Würde des Menschen und Menschheitsverbrüderung, weshalb er auch die Ode „An die Freude“ als Schlusssatz in seine Neunte Sinfonie aufnahm. Von Bonn aus schallte dieser Ruf nicht nur nach ganz Europa, sondern in die ganze Welt: Alle Menschen werden Brüder. Nach Abschluss der Veranstaltung herrschte bei allen Teilnehmern der Eindruck und das Gefühl, dass dieser musikalische Appell nicht ungehört bleiben wird.

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