Die MITTWOCH-PRESSE – 7. OKTOBER 2020

Die MITTWOCH-PRESSE – 7. OKTOBER 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 7. OKTOBER 2020

Foto: Lotte de Beer (c)

Wien
Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper
Staatssekretärin Andrea Mayer stellte die Nachfolge von Robert Meyer ab 2022 vor. Die 39-jährige Regisseurin ist eine Überraschungskandidatin.
Die Presse

Die Volksoper bekommt neue Direktorin
https://www.krone.at/2245808

Lotte de Beer leitet ab 2022 Wiener Volksoper – „künstlerische Bezauberung“
Die Regisseurin wolle nicht das Publikum „wegspielen“, sondern „alles machen, um die Hand auszustrecken, Brücken zu bauen“.
Kurier

Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper
Die Niederländerin wird 2022 als Nachfolgerin von Robert Meyer zur künstlerischen Direktorin bestellt
Der Standard

Lotte de Beer wird neue Direktorin der Wiener Volksoper
Niederländische Regisseurin übernimmt ab 2022 und wurde für fünf Jahre bestellt.
Wiener Zeitung

Kommentar
Volksoper: Vielleicht nur kleine Schocks
Wiener Zeitung

Wienerisch, wollen wir das noch? Ja! Bezahlartikel
Die Presse

Leipzig
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons verlängert Vertrag vorzeitig
Der Vertrag mit dem 41-Jährigen läuft nun bis 2027. Bis 2025 auch Direktor des Boston Symphony Orchestra – Zusammenarbeit beider Orchester soll intensiviert werden.
Kurier

Andris Nelsons verlängert bis 2027 beim Gewandhausorchester
https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2020/10/Andris-Nelsons-verlaengert-bis

Garmisch-Partenkirchen
Theatermann Tim Theo Tinn schlägt Strauss-Konzept vor – und will die Bevölkerung einbinden
Das Richard-Strauss-Festival Garmisch-Partenkirchen ist passé. Während sich die getreuen Besucher noch von dem Schock erholen, den diese Nachricht auslöst, setzt Tim Theo Tinn auf einen Neubeginn. Der Theatermann will Strauss buchstäblich unters Volk bringen. Sein Vorschlag an die Gemeinde: Strauss von Jedermann.
Münchner Merkur

Klagenfurt
Aron Stiehl: „Wir gehen an unsere Grenzen“
Aron Stiehl, Intendant des Klagenfurter Stadttheaters, über gesellschaftspolitische Aufgaben des Theaters und die akute Krisensituation.
Wiener Zeitung

Der Mann mit der Knabenstimme
Eine Hormonstörung sorgte dafür, dass der Opernsänger Samuel Mariño keinen Stimmbruch hatte. Er kommt mit Leichtigkeit in große Höhen – und der Kastraten-Gesangskunst des 18. Jahrhunderts sehr nahe.
Der Spiegel

Vorarlberg: Vorarlberger Kompositionspreis 2020 an Johanna Doderer verliehen
https://www.regionews.at/newsdetail/Vorarlberger_Kompositionspreis_2020

Berlin
„Quartett“-Oper in Berlin: Wenig Lohn für viel Mühe
Frankfurter Allgemeine

Kritik – „Quartett“ an der Berliner Staatsoper. Kampfplatz des Psychoterrors
BR-Klassik

Berlin/ Komische Oper
Mondestrunkener Clown
Die Diseuse und Tatortkomissarin Dagmar Manzel triumphiert an Berlins Komischer Oper mit zwei Einaktern von Samuel Beckett und Arnold Schönbergs Monodram „Pierrot Lunaire“.
Sueddeutsche Zeitung

Nürnberg
Monteverdis „L“Orfeo“ in Nürnberg: Zurück auf Los
Münchner Merkur

Mannheim
Überzeugende „Madama Butterfly“ als „White-Wall-Oper“ am Nationaltheater Mannheim
https://www.swr.de/swr2/buehne/nationaltheater-mannheim

Magdeburg
Charles Gounods Oper „Roméo et Juliette“Unverschnörkelt in Magdeburg
Deutschlandfunk.de

Wiesbaden
Absage von Vorstellungen : Vier positiv Getestete am Staatstheater Wiesbaden
Frankfurter Allgemeine

Budapest
In der Oper gibt es keine Politik
Interview mit dem Direktor der Ungarischen Staatsoper, Szilveszter Ókovács
https://www.budapester.hu/feuilleton/in-der-oper-gibt-es-keine-politik/

Marlis Petersen
Das Geheimnis der Opernsängerin des Jahres
Die Welt.de

Buchrezension
Bernd Feuchtners „Die Oper des 20. Jahrhunderts in 100 Meisterwerken“
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/bernd-feuchtner-die-oper-des-20

CD-Kritik
Krzysztof Penderecki bebildert die Passion
Kent Naganos Interpretation der „Lukas-Passion“ hat ganz und gar weltlichen Operncharakter.
Wiener Zeitung

Berlin/ Philharmonie
Simon Rattle in der Berliner Philharmonie: Klang der Demokratie
Dieses Orchester braucht keine Hierachien: Simon Rattle dirigiert das Chamber Orchestra of Europa
Tagesspiegel

Links zu englischsprachigen Artikeln

GB
Hundreds of musicians protest outside Parliament
A 400-strong ensemble of freelance musicians has played outside Parliament to highlight the plight of the music industry during the current pandemic.
https://www.bbc.com/news/entertainment-arts-54437872

Streams
SF Opera to Resume Streaming Productions From Past Seasons
https://www.sfcv.org/music-news/sf-opera-to-resume-streaming-productions-

Wien
Konwitschny’s controversial Don Carlos a must-see at the Wiener Staatsoper
bachtrack

London
András Schiff, Wigmore Hall review – passion, reason and refinement
https://theartsdesk.com/classical-music/andr%C3%A1s-schiff-wigmore-hall-review

Bryn Terfel, Britten Sinfonia, Barbican review – a moment of re-connection
https://theartsdesk.com/classical-music/bryn-terfel-britten-sinfonia-barbican

Bryn Terfel/Britten Sinfonia review – deep, unaffected sincerity
The Guardian

Vilnius
Lithuanian National Opera 2020–21 Review: Anna Bolena
https://operawire.com/lithuanian-national-opera-2020-21-review-anna-bolena/

Boston
Nelsons to remain in Boston through 2025
https://bostonclassicalreview.com/2020/10/nelsons-to-remain-in-boston-through

Melbourne
Victorian Opera celebrates 15 Years with announcement of new offerings
https://www.ausleisure.com.au/news/victorian-opera-celebrates-15-years-with

Feuilleton
Art patrons seek new ways to keep culture alive in a pandemic
Donors focus on cash-strapped institutions and struggling artists and performers
https://www.ft.com/content/38d2097d-5f17-4163-9245-a714906d367e

Ballett/ Tanz

Paris
Aufruhr an der Pariser Oper: Tänzer wehren sich gegen Rassismus
Strumpfhosen, die je nach Hautfarbe aufgehellt werden, Auftritte mit gelb gefärbten Gesichtern, ruppiger Umgangston: Tänzer des Pariser Balletts wehren sich mit einem Manifest gegen Rassismus in ihrer Institution. In München gelten andere Regeln.
BR-Klassik

Sprechtheater

Berlin/ Volksbühne
„Orestie“ an der Volksbühne: Ein bisschen Splatter hat noch keiner Ehe geschadet
Die „Orestie“-Inszenierung von Thorleifur Örn Arnarsson widmet sich den Psychospielchen der Liebe. Die Theatermaschine darf permanent ihre Muskeln zeigen
Tagesspiegel

TV/ Film

Österreich
„Für mich war es das“. Roswitha Wieland: Nie wieder „Dancing Stars“
https://www.krone.at/2245877

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Unter’m Strich

Wien
Neue Gastro-Registrierung: Hürde für falsche Namen
Bürgermeister Michael Ludwig zog Bilanz über den Wiener Gastro-Gutschein. Nun kommt ein digitales und kostenloses Registriersystem für Lokalgäste.
https://www.heute.at/s/neues-registriersystem-keine-falschen-namen-moeglich-100105775

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7. OKTOBER 2020)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 7. OKTOBER 2020)

Quelle: onlinemerker.com

LOTTE DE BEER NEUE VOLKSOPERNDIREKTORIN – EIN WAGNIS?

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Lotte de Beer | Dutch National Opera & Ballet
Lotte de Beer. Foto ihrer Website entnommen

„Wer als Papst ins Konklave einzieht, kommt als Kardinal wieder heraus“ lautet ein altes Sprichwort bei Papstwahlen. Man verzeihe mir den vielleicht nicht ganz passenden Vergleich, aber mir ist kein anderer eingefallen. Zahlreiche Namen wurden im Vorfeld als mögliche neue Volksoperndirektorin oder neuer Volksoperndirektor genannt, geworden ist es aber jemand, den niemand auf der Rechnung hatte.

Der Wunschkandidat vieler war Josef E. Köpplinger, der derzeitge Direktor des Münchner Gärtnerplatztheaters. Dieser wäre sicher eine gute Lösung gewesen, andererseits hatte ich persönlich noch jemand anderen im Sinn, nämlich Michael Lakner, derzeit Direktor des Stadttheaters Baden, vormals Intendant der Operettenwochen Bad Ischl. Ich habe ihn deshalb favorisiert, weil er eine gute Hand für die Operette hat, jenes Genre, das in den letzten Jahren im Haus etwas unter die Räder gekommen ist, man denke nur an den desaströsen „Opernball“ von Richard Heuberger oder zueltzt den zwischen Zeitkritik und politischer Korrektheit zeriebenen „Zigeunerbaron“.

Es gab auch manche, die sich eine Verlängerung des Vertrages von Robert Meyer gewünscht hätten. Ich gehörte nicht dazu, denn irgendwie war nach 15 Jahren die Luft draussen. Allerdings, und das sei der Frau Staatssekretär nochmals ins Stammbuch geschrieben, waren die Umstände im Zusammenhang mit der Beendigung seiner Direktionszeit mehr als fragwürdig. Jemanden die abermalige Bewerbung um einen Posten praktisch zu untersagen, ist meines Erachtens mit den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaates nicht vereinbar.

Nun hat Staatssekretärin Andrea Mayer heute verkündet, dass Lotte de Beer ab 2022 neue Direktorin der Volksoper wird. Die Dame ist an sich in Wien keine Unbekannte, sie hat z.B. im Theater an der Wien im Jahr 2014 Bizets „Les Pecheurs de Perles“ inszeniert und für die zwar etwas schräge, aber handwerklich gekonnt gemachte Regie größtenteils – auch im Online-Merker – positive Kritiken geerntet. Allerdings hat sie bisher noch kein größeres Theater geleitet und war auch sonst im höheren Musikmanagement nicht tätig. Das halte ich für ein Wagnis, denn in der Volksoper sind einerseits doch einige Baustellen offen und andererseits ist die Basis der Auslastung das Abonnementpublikum. Was passiert, wenn dieses verprellt wird, sah man im Volkstheater während der Direktion von Anna Badora.

Die Baustellen sind, wie oben bereits erwähnt, die Operette aber auch im Bereich der Oper wären einige schärfere Korrekturen notwendig. Es kann nicht sein, dass die Volksoper vermehrt Werke spielt, die dort eigentlich keinen Platz haben, z.B. Wagners „Holländer“. Eine Kernaufgabe im Bereich der Oper wäre einerseits die  Pflege der deutschen Spieloper und die Bereicherung des Spielplanes mit Werken, die in Wien bis lang gar nicht oder schon sehr lange nicht mehr gespielt wurden, sowie es in der Direktion von Albert Moser der Fall war.

Das alles soll nicht bedeuten, dass ich davon ausgehe, dass Frau de Beer keine gute Volksoperndirektorin werden könnte. Ihre ersten Aussagen klingen ja durchaus hoffnungsvoll, aber das habe ich schon bei vielen Antrittspressekonferenzen neuer Direktoren erlebt. Es ist natürlich auch entscheidend, welchen (politischen) Auftrag sie von der Staatsekretärin mitbekommen hat. Es ist ihr in jedem Fall eine Chance zu geben und sie wird letztendlich an ihren Taten zu messen sein.

Heinrich Schramm-Schiessl

Kommentar
Volksoper: Vielleicht nur kleine Schocks
https://www.wienerzeitung.at/meinung/kommentare/2077744-Volksoper-Vielleicht-nur-kleine-Schocks.html
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INFORMATION DER „FREUNDE DER WIENER STAATSOPER“

Freunde der Wiener Staatsoper - Home | Facebook

Sehr geehrte Redaktion

Ich darf Sie gerne informieren, dass wir Freunde der Wiener Staatsoper auch in Zukunft mit unserem abwechslungsreichen Programm allen Operninteressierten zur Verfügung stehen werden. Unser Detailprogramm kann man als Mitglied der „Stretta“ entnehmen, oder auch als Nichtmitglied unserer Homepage www.opernfreunde.at oder den sozialen Medien wie Facebook oder Instagram .

Noch im Oktober veranstalten wir  2 Opernsalons im Hotel Bristol zu Entführung (9.10.) und Eugen Onegin (23.10.) und Künstlergespräche mit KS Mara Zampieri (7.11.) KS Heinz Zednik (15.11) und Christian Thielemann (30.11).

Unserer Meinung nach kann es gar nicht genug Angebote rund um die Oper geben, um diese kostbare Kunstform auch weiterhin so lebendig zu halten.

Jedenfalls sind die Freunde der Wiener Staatsoper zu  jeder Kooperation gerne bereit;  stehen wir doch seit 45 Jahren im Dienste wahrer Opernfreundschaft.

Mit den besten Grüßen
Thomas Dänemark
Generalsekretär

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OPER GRAZ: „DON GIOVANNI“ – HEUTE MIT NACHKLANG


Foto: Oper Graz

Don Giovanni“ – heute mit Nachklang!
Vorstellungen mit „Nachklang“ sind ein spezielles Angebot für Studentinnen und Studenten, die an ausgewählten Terminen Vorstellungen zum ermäßigten Preis besuchen. Anschließend plaudert man im Spiegelfoyer in ungezwungender Atmosphäre noch mit dem einen oder anderen Künstler der Produktion.

Feedback und Fragen sind ausdrücklich erwünscht!
Die Oper Graz bietet diesen „Nachklang“ in Kooperatin mit den ÖHs der Grazer Universitäten an.

Tickets um € 8 (für Vorstellung und Nachklang) gibt es nach Anmeldung unter oder unter
0316/8008 1452

Vorstellung: 7. Okt 2020, 19.00 Uhr
Nachklang: anschließend, ab 22.30 Uhr
/">Anmeldung zu Vorstellung & Nachklang
Informationen & Tickets

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LINZER LANDESTHEATER: PREMIERE „DAS LAND DES LÄCHELNS AM 9. OKTOBER

DAS LAND DES LÄCHELNS
ROMANTISCHE OPERETTE IN DREI AKTEN VON FRANZ LEHÁR

INSZENIERUNG ANDREAS BEUERMANN | MUSIKALISCHE LEITUNG MARC REIBEL

PREMIERE FR 9. OKTOBER 2020, 19.30 UHR, GROSSER SAAL MUSIKTHEATER | LINZ

Landestheater Linz detail
Foto: Landestheater Linz

Franz Lehárs beliebte Operette feiert am Freitag, den 9. Oktober 2020 Premiere im Großen Saal des Musiktheaters. Kaum eine Partie ist mit dem Linzer Weltstar Richard Tauber so eng verbunden, wie die des Prinzen Sou-Chong aus Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“. Dem Komponisten und „seinem“ Tenor, dem er mit „Dein ist mein ganzes Herz“ erneut ein persönliches „Tauber-Lied“ und eine der berühmtesten Tenor-Arien in die Kehle geschrieben hatte, geriet die Uraufführung 1929 in Berlin neuerlich zum Triumph. Regie führt Andreas Beuermann, am Pult des Bruckner Orchesters Linz steht Marc Reibel.

Gräfin Lichtenfels / Oberhofdame Franziska Stanner / Vaida Raginskytė

                                                                                  Lisa   Regina Riel / Gotho Griesmeier

                                            Gustav von Pottenstein   Matthäus Schmidlechner / Domen Fajfar

Richard Tauber / Sou-Chong   Matjaž Stopinšek / Marco Jentzsch

                                                          Hella Kürty / Mi   Theresa Grabner

Direktor Theodor Schang / Tschang   Markus Raab

Sekretär   Domen Fajfar

Die Bräute   Kathleen Louisa Brandhofer

Kellnerin / Fenghuáng   Marie Elise Hufnagel / Bianca Bauer

Museumswärter / Lóng   Pablo Delgado Flores / Mateusz Kazimierz Krzysiak

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Chor des Landestheaters Linz

Bruckner Orchester Linz

STUTTGART: Ein Doppelabend über die Eifersucht

Die Staatsoper Stuttgart zeigt Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana und Salvatore Sciarrinos Luci mie traditrici

Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert das Staatsorchester Stuttgart; Inszenierung von Barbara Frey; Eva-Maria Westbroek kehrt nach Stuttgart zurück

Für die zweite Musiktheater-Premiere der Spielzeit bringt die Staatsoper Stuttgart zwei italienische Werke als Doppelabend auf die Bühne: Am Sonntag, 11. Oktober 2020 um 18 Uhr feiert Barbara Freys Inszenierung von Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana und Salvatore Sciarrinos Luci mie traditrici ihre Premiere im Stuttgarter Opernhaus. Eva-Maria Westbroek – international gefeiertes Ensemblemitglied von 2001 bis 2006 – kehrt in der Rolle der Santuzza an die Staatsoper zurück, Arnold Rutkowski verkörpert Turiddu. Die weiteren Rollen übernehmen Dame Rosalind Plowright (Lucia), Dimitris Tiliakos (Alfio), Ida Ränzlöv (Lola), Christian Miedl (Graf Malaspina) und Rachael Wilson (Gräfin Malaspina). Die musikalische Leitung des Staatsorchesters sowie die pianistischen Teile des Abends übernimmt Generalmusikdirektor Cornelius Meister. Mascagnis Komposition erklingt in einer eigens für diese Produktion erarbeiteten neuen Fassung für Kammerorchester und Banda von Sebastian Schwab.

Mit dem Einakter Cavalleria rusticana (Sizilianische Bauernehre) gelang Pietro Mascagni im Jahr 1890 ein Meisterwerk der veristischen Oper. Das Libretto basiert auf einer Novelle des Schriftstellers Giovanni Verga: Santuzza ahnt, dass ihr Verlobter Turiddu sie wegen der Frau des arglosen Alfio sitzenlässt. An einem einzigen Vormittag führt diese Ahnung zur Gewalttat, denn Männer wie Frauen, Mütter wie Söhne folgen einem gesellschaftlichen Codex, der seit Generationen festschreibt, was Treue und Ehre bedeuten.

Nach der Souveränität des fühlenden Subjekts fragt einhundert Jahre später auch Salvatore Sciarrino in seiner Oper Luci mie traditrici(Meine trügerischen Augen). Mit einem ganz auf Reduktion setzenden musikalischen Idiom erzählt auch er von obsessiver Eifersucht. Misstrauen und Täuschung zwischen einem Grafen, der Gräfin, ihrem voyeuristischen Diener und einem Besucher führen hier zum Doppelmord. Doch hinter der äußeren Handlung tritt in Sciarrinos von prägnanter Stille durchsetzten Partitur das Drama von der Ungewissheit der Gefühle und fatal sich zersetzender Liebe hervor. Die 1998 in Schwetzingen uraufgeführte Kammeroper erklingt in der Originalfassung für 21 Musiker*innen.

Die Regisseurin des Abends, Barbara Frey, war zwischen 2009 und 2019 Künstlerische Direktorin und Intendantin des Schauspielhauses Zürich und erhielt 2016 den Schweizer Theaterpreis. Daneben inszenierte sie unter anderem in Hamburg, Berlin, München, Salzburg und Wien. Für die designierte Intendantin der Ruhrtriennale ist es nach Jenufa an der Bayerischen Staatsoper bereits die zweite Zusammenarbeit mit der Sopranistin Eva-Maria Westbroek. Barbara Freys Inszenierung des Doppelabends Cavalleria rusticana / Luci mie traditrici war ursprünglich für die Spielzeit 2019 / 20 geplant.

PREMIERE: Sonntag, 11. Oktober 2020, 18 Uhr

 Weitere Vorstellungen: 18./ 20. / 24. Oktober 2020, 19 Uhr

Pietro Mascagni / Salvatore Sciarrino

Cavalleria rusticana /
Luci mie traditrici

Musikalische Leitung Cornelius Meister
Regie Barbara Frey
Bühne Martin Zehetgruber
Kostüme Bettina Walter
Licht Alexander Koppelmann
Chor Manuel Pujol
Dramaturgie Miron Hakenbeck, Barbara Eckle

 Cavalleria rusticana

Santuzza Eva-Maria Westbroek
Turiddu Arnold Rutkowski
Lucia Dame Rosalind Plowright
Alfio Dimitris Tiliakos
Lola Ida Ränzlöv

 Luci mie traditrici

Gräfin Malaspina Rachael Wilson
Graf Malaspina Christian Miedl
Der Gast / Stimme hinter dem Vorhang Ida Ränzlöv
Ein Diener Elmar Gilbertsson

 Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Die nächsten Premieren:

27.10.2020

Gustav Mahler/ Arnold Schönberg:  Das Lied von der Erde
Elfriede Jelinek: Die Bienenkönige
Musikalische Leitung: Cornelius Meister, Regie: David Hermann

15. November 2020

Jules Massenet: Werther
Musikalische Leitung: Marc Piollet, Regie: Felix Rothenhäusler

19.Dezember 2020

Maurice Ravel, Schorsch Kamerun: Die verzauberte Welt
Musikalische Leitung: Dennis Russel Davies, Regie: Schorsch Kamerun

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MuTh am Augartenspitz: Start des Zyklus „mathias rüegg & Lia Pale in the MuTh”

MuTh - A Winter's Journey 20201202
 mathias rüegg & Lia Pale © Moritz Schell

Händel With Care – 14. Oktober 2020

Wien, im Oktober 2020. The Great European Songbook. Der Jazzmusiker mathias rüegg und die Sängerin Lia Pale erfüllen
das klassische Kunstlied-Repertoire mit neuem Leben. In jahrelanger Arbeit haben sie Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann,
Johannes Brahms und Georg Friedrich Händel neu interpretiert. Das Ergebnis ist nun im Rahmen des Zyklus „mathias rüegg & Lia Pale in the MuTh“ zu hören.
Den Anfang macht die jazzige Neudeutung von barocken Arien und Liedern aus der Feder von Georg Friedrich Händel am 14. Oktober 2020 im MuTh.
„Lascia ch‘io Pianga“, „Transporting Joy“, „Dear Adonis Beauty‘s Treasure“, „Ode For The Birthday Of Queen Anne“, „Piangéro“ oder
„Singe Seele Gott Zum Preise“ bekommen dank der Arrangements von mathias rüegg neue Farben, kongenial interpretiert von den Musikern rund um Sängerin Lia Pale.
mathias rüegg über die Neudeutung: „Der Jazz ist hervorragend für solche Transformationen geeignet, weil Klassik und Jazz mittlerweile beide Kunstmusiken sind.
Im Notenbild gibt es zwischen einer Violinsonate von Bach und einem Solo von Charlie Parker keine allzu großen Unterschiede.
Nur in der Spielpraxis, das heißt in der rhythmischen Auffassung, liegt der Unterschied.“

Ausführliche Informationen über mathias rüegg und Lia Pale auf www.mathiasrueegg.com sowie www.liapalemusic.com

Besetzung:
Gesang Flöte und Percussion: Lia Pale
Gitarre: Tobias Faulhammer
Trompete und Flügelhorn: Dominik Fuss
Kontrabass: Gregor Aufmesser
arranged by: mathias rüegg

Termin:
Mittwoch, 14. Oktober 2020; 19:30 Uhr
Weitere Termine:
A Winter’s Journey / Mittwoch, 2. Dezember 2020, 19:30 Uhr
The Brahms Song Book / Mittwoch, 14. April 2021, 19:30 Uhr
The Schumann Song Book / Dienstag, 1. Juni 2021, 19:30 Uhr

Ort: MuTh, Am Augartenspitz 1, 1020 Wien

Karten:
Kat.A 39 € /B 35 € /C 29 €, Loge 49 €, MuTh Student Club, Kinder&Jugendliche: A 20 €/B 15 €/C 9 €
www.muth.at oder 01/347 80 80 oder an der Abendkassa

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Szenen-Macher: Wagner-Regie vom 19. Jahrhundert bis heute – Die Geschichte der Wagner-Regie
Szenen-Macher -Wagner-Regie vom 19. Jahrhundert bis heute-. Buch. Diskurs  Bayreuth 3: Amazon.de: Wagner, Katharina, Berg, Holger von, Maintz, Marie  Luise: Bücher– Cosima Wagner, Siegfried Wagner, Winifred Wagner, Heinz Tietjen im Scheinwerferlicht
– Mit Beiträgen von Valentin Schwarz, Tobias Kratzer u.a.

Editionsnummer
BVK 2492
ISBN
9783761824924

Was darf, kann, muss Interpretation – und was nicht? Wie verändern Inszenierungen die Sichtweisen auf Richard Wagner und auf die Geschichte? Richard Wagner definierte als bahnbrechender Neudenker des musikalischen Theaters das Verhältnis von Ton, Bild, Wort, Drama neu: Die Szene, die Inszenierung verwandelt das musikalische Werk und seine Wahrnehmung. Im dritten Band der Reihe „Diskurs Bayreuth“ geht es um Wagner als Pionier neuartiger Darstellungsweisen.

Als „Szenen-Macher“ stehen Regisseure, Dirigenten, Interpreten im Zentrum des Buches. Insbesondere die Festspielleiter aus der Frühzeit der Wagner-Interpretation, erscheinen zuweilen in neuem Licht: Cosima, Siegfried und Winifred Wagner. Heinz Tietjens Arbeit als Regisseur wird genauer porträtiert. Stephan Mösch beleuchtet die Vorgeschichte des „Jahrhundert-Rings“ von Patrice Chéreau und Pierre Boulez anhand erstmals ausgewerteter Festspielakten ganz neu.

Der thematische Bogen spannt sich bis zur Gegenwart: Auch die Protagonisten der neuesten Wagner-Regie liefern spannende Beiträge: Valentin Schwarz, der Regisseur des nun für 2022 geplanten neuen „Rings“, und Tobias Kratzer, der „Tannhäuser“-Regisseur 2019.

Die Autoren:
Johannes Erath, Paul Esterházy, Rebecca Grotjahn, Francis Hüsers, Markus Kiesel, Kai Köpp, Tobias Kratzer, Christoph U. Meier, Alexander Meier-Dörzenbach, Stephan Mösch, Wolfgang Nägele, Kristel Pappel, Matthias Pasdzierny, Michael Schulz, Valentin Schwarz, Kerstin Schüssler-Bach

Die Herausgeber:
Die Leitung der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner und Holger von Berg, zusammen mit der Kuratorin der Programmreihe „Diskurs Bayreuth“, Marie Luise Maintz

„Diskurs Bayreuth“gab es auch in diesem Jahr – allerdings in digitaler Form. Wir präsentieren die Gesprächsreihe „Hier gilt’s der Kunst – Wagner, Musik und Politik“ und die Uraufführung von Simon Steen-Andersens „The Loop of the Nibelung“ online in Kooperation mit BR-Klassik auf der Seite: www.festspiele-online.de/programm/diskurs-bayreuth-2020
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attitude – ballet-blog: This week’s recommendations: Oct. 6th, 2020

Holland’s Masters – Vienna State Ballet

Read it and watch the videos here!

Olga Esina and Tristan Ridel (Vienna State Ballet) by Kosmas Pavlos

Watch it here!

Puppenfee.jpg

The fairy doll – just a thought…

„Jewels“ (Vienna State Ballet)

Read it here!

Ricardo Leitner / attitude

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