DIE MONTAG-PRESSE – 18. JANUAR / JÄNNER 2021

DIE MONTAG-PRESSE – 18. JANUAR / JÄNNER 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE – 18. JANUAR / JÄNNER 2021

Foto: Wiener Staatsoper, M. Pöhn (c)

Österreich
Schifoan
Der strenge Lockdown dauert also bis 8. Februar an. Das ist nicht verwunderlich und sogar einsichtig angesichts der Unsicherheit ob der neuen Virusvarianten. Die Abstandsregel wird verschärft, auf zwei Meter. Und ab 25. Jänner gilt in den Geschäften und öffentlichen Verkehrsmittel FFP2-Pflicht. Auch das ist einsichtig. Ab dem 8. Februar dürfen nicht nur der Handel und „körpernahe Dienstleister“ (Friseure) wieder öffnen. Auch die Museen. Da haben die Berater auf Bundeskanzler Kurz offensichtlich positiv und korrigierend eingewirkt: Heute Sonntag (17.1.) hat sich zum ersten Mal der Chef persönlich in einer Pressekonferenz über die Kultur zu Wort gelassen. Wenigstens in einem Halbsatz. Wir sind für kleine Aufmerksamkeiten dankbar.
DrehpunktKultur

Kultur-Lockdown erneut verlängert – keine Vorstellungen bis Ende Februar
Museen sollen am 8. Februar aufsperren. Bundestheater erinnern an Planungsvorlauf, Bundesmuseen erleichtert.
Kurier

Regierung verlängert Lockdown bis 7. Februar, Kanzler: „Haben noch zwei bis drei harte Monate vor uns“
Der Standard

„Habe geweint“: Opern-Ikone Plácido Domingo wird 80
https://www.oe24.at/newsfeed/habe-geweint-opern-ikone-placido-domingo-wird-80/461498475

Der Schlauberger (34): Jawohl, das war überfällig – Jetzt wird alles gut
Höchste Zeit, liebe Leserinnen und Leser! Der Duden hat für alle Sprachfreundinnen und Sprachfreunde beide Geschlechter ins Online-Wörterbuch gehoben. Das allumfassende generische Maskulinum ist vorbei. Endlich bekommen Täter und Täterinnen, Mörderinnen und Mörder, Diebe und Diebinnen, Halunken und Halunkinnen dasselbe sprachliche Gewicht wie die guten Menschen. Auch die Steuerhinterzieherinnen, die bislang auf ominösen CDs nur als „Steuerhinterzieher“ auftraten, kriegen ihr Fett weg.
Kurioses zur deutschen Sprache von Reinhard Berger
Klassik-begeistert

Niederösterreich
Noch kein Datum für Neustart von Kulturveranstaltungen
Niederösterreichische Nachrichten

CD
Skurrile Belcanto-Ausgrabung: „Matilde di Shabran“ vom Festival Rossini in Wildbad
Diese Oper fällt in die reife Schaffensphase des Komponisten, die er bereits mit weniger als dreißig Lebensjahren erreicht hatte. Geschrieben für ein römisches Theater gehört sie allerdings nicht zu den häufig gespielten Werken des produktiven Opernkomponisten, dem wir über vierzig Opern verdanken.
Peter Sommeregger bespricht aktuelle CDs
Klassik-begeistert

Graz
„Es braucht Visionen und Perspektiven“
Kulturlandesrat Christopher Drexler im Interview über das Kulturjahr 2021, die Steiermarkschau, nötige Weichenstellungen für die Zukunft nach der Krise – und das Mitsingen in der Oper.
Kleine Zeitung

Wien – Bezahlartikel
Regisseur Konwitschny: „Die Zukunft kann das am Theater nicht sein“ Bezahlartikel
Theater an der Wien. Der Starregisseur im Gespräch über Huren, Heilige, Oper in Pantoffeln und Lebenssinn in Zeiten der Corona-Pandemie.
Kurier

Frankfurt
Stimmen in der Stille
Mit der Reihe „Bühne frei“ zeigt die Frankfurter Oper, dass die Arbeit hinter den Kulissen und auf der Bühne weitergeht. So ruft sich das Haus, das im ersten Lockdown mit Ersatzangeboten eher zögerte, nun abermals ins Gedächtnis der Zuschauer zurück.
Frankfurter Allgemeine

Berlin
Erinnerungen an das Andere – Kaan Bulak & Ensemble in der Berliner Philharmonie
Das Konzert fand Ende Oktober 2020 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie statt. Eines der letzten vor dem öffentlichen Verstummen. Aus der November-Live-Konzertstille wird jetzt wohl eine bis Ende März werden. Zumindest an den großen Theatern und Konzerthäusern. Der Bericht von Konstantin Parnian aus der Rückschau wird wie ein Nachhall in die akustische Leere.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Auf den Spuren des Musikverlegers Antoine Huberty
Sarah Schulmeister erforschte, wie Wiener Komponisten den Pariser Notendruckmarkt eroberten
Der Standard

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Fisch makes impressive debut leading Utah Symphony in a timely, resonant “Metamorphosen”
https://utahartsreview.com/2021/01/fisch-makes-impressive-debut-leading-utah

Stream (Pay what you wish. Minimum: $20.00)
https://usuo.org/news/press-releases/usuo-on-demand-this-week-utah-symphony

The Philadelphia Orchestra introduces new principal oboe, Philippe Tondre
bachtrack

Stream ($17.00):
https://www.philorch.org/performances/our-season/events-and-tickets/digital

Dancing and sparkling Czech rarities from the Scottish Chamber Orchestra
bachtrack

Plunging into the abyss with Kirill Petrenko and the Berliners
This performance was reviewed from the Digital Concert Hall live video stream
Bachtrack

Luzern
musicAeterna Postpones Residency in Switzerland Due to Government Lockdown
https://operawire.com/musicaeterna-postpones-residency-in-switzerland

Madrid
“We need you,’ German tenor Kaufmann tells pandemic audiences
https://www.globaltimes.cn/page/202101/1213031.shtml

Recordings
CD Review: Pentatone’s “Il Tabarro”
Brian Jagde Leads Solid Release of Puccini Opera
https://operawire.com/cd-review-pentatones-il-tabarro/

Feuilleton
Two Friends, Two Continents, Very Different Pandemics
Steven LaBrie is a freelance baritone in New York. Jarrett Ott has a full-time job singing in Germany. As the coronavirus spread, that made all the difference.
The New York Times

Q & A: Soprano Dorothea Herbert On Future of The Opera, General Optimism in Life Amidst COVID-19
https://operawire.com/q-a-soprano-dorothea-herbert-on-future-of-the-opera

Obituary
Elijah Moshinsky Dies at 75
Celebrated Australian opera director Elijah Moshinsky has died at the age of 75
https://operawire.com/obituary-elijah-moshinsky-dies-at-75/

Sprechtheater

Prognose: Das Monodrama wird 2021/22 eine Blüte erleben Bezahlartikel
Nur ein Schauspieler auf der Bühne, vielleicht sogar vor mehreren Zusehern – das könnten selbst vorsichtige Politiker erlauben.
Die Presse

Buch

Buch über NS-Regisseurin Leni Riefenstahl: Dem Mythos den Rest geben
Mit ihrem wutschäumenden Pamphlet über die NS-Regisseurin Leni Riefenstahl schießt die Dokumentarfilmerin und Buchautorin Nina Gladitz weit übers Ziel hinaus.
Münchner Abendzeitung

Ausstellungen/ Kunst

Wien
Maler Hans Staudacher im Alter von 98 Jahren gestorben
Galerist Hilger bestätigt den Todesfall: „Er ist friedlich eingeschlafen“. Staudacher ist einer der wichtigsten österreichischen Vertreter des Dadaismus.
Die Presse

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Unter’m Strich

In zehn Wochen haben wir Ende März
Die Friseure haben es gut, die Krämerseelen ebenso – und immerhin auch die Museen: Am 8. Februar werden sie wieder öffnen dürfen, so die aktuelle Versprechung von Kurz heute Sonntag (17.1.). Im Februar sieht der Bundeskanzler keine Möglichkeit, Gastronomie und Hotellerie zu öffnen“. Über Opernhäuser, Theater und Konzertsäle brauchen wir da also auch nicht ernsthaft nachzudenken.
DrehpunktKultur

Aufregung in OÖ: In Pflegeheim wurden Politiker gleich mitgeimpft
ie knapp und begehrt Corona-Impfstoff und Impftermine sind, ist mit dem höchst überforderten Anmeldesystem von Oberösterreich bitter erlebbar. Umso mehr kann man sich über einen Impftag im Alten- und Pflegeheim Eberschwang nur wundern, bei dem 30 externe Leute gleich mitgeimpft wurden – darunter drei Politiker, nämlich der Bürgermeister und zwei Vizebürgermeister.
https://www.krone.at/2319846

Das Impfen und die Emotionen der Alten Bezahlartikel
Jetzt lernt man auch, dass „alt“ in Zeiten der Pandemie etwas sehr Relatives ist. Gedanken eines „Impfwilligen“.
https://www.diepresse.com/5923448/das-impfen-und-die-emotionen-der-alten

Corona-Elend: Ab heute wird zurückgewutbürgert
Eine Kolumne von Sibylle Berg
Keine Strategien außer dem Appell an die Eigenverantwortung: Die Politik hat uns in der Coronakrise viel zu lange hingehalten – zugunsten der Konzerne.
Der Spiegel

Corona-Verstöße: Landkreis München erlässt kein Bußgeld
Die Polizei kontrolliert die Corona-Regeln, die Ordnungsbehörden in den Kommunen kassieren mögliche Strafen, so zumindest die Theorie. Doch im Landkreis München stapeln sich die Verfahren. Dafür interessiert sich nun der bayerische Innenminister.
BR-Klassik.de

Berlin
„Das Tunnelhaus hat uns das Leben gerettet“. Als die U-Bahn mitten durch ein Berliner Mietshaus fuhr
Bis 1943 fuhr die U-Bahn am Bülowbogen durch ein Mietshaus. Das sogenannte „Tunnelhaus“ rettete Hans-Joachim Kitzerow im Zweiten Weltkrieg das Leben.
Tagesspiegel

Warum wir eine Klimakulturpolitik brauchen
Bislang zeigt die Kulturpolitik zu wenig Interesse am Klimaschutz. Das muss sich ändern. Ideen gibt es genug. Ein Gastbeitrag.
Tagesspiegel

Der Schlauberger (34): Jawohl, das war überfällig – Jetzt wird alles gut
Höchste Zeit, liebe Leserinnen und Leser! Der Duden hat für alle Sprachfreundinnen und Sprachfreunde beide Geschlechter ins Online-Wörterbuch gehoben. Das allumfassende generische Maskulinum ist vorbei. Endlich bekommen Täter und Täterinnen, Mörderinnen und Mörder, Diebe und Diebinnen, Halunken und Halunkinnen dasselbe sprachliche Gewicht wie die guten Menschen. Auch die Steuerhinterzieherinnen, die bislang auf ominösen CDs nur als „Steuerhinterzieher“ auftraten, kriegen ihr Fett weg.
Kurioses zur deutschen Sprache von Reinhard Berger
Klassik-begeistert

INFOS DES TAGES (MONTAG, 18. JÄNNER 2021

INFOS DES TAGES (MONTAG, 18. JÄNNER 2021)

www.onlinemerker.com (Quelle)

Fotoserie: Philippe Jordan probt mit den Wiener Philharmonikern im Musikvereinssaal

Syse
ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

WIEN/ Musikverein: Philippe Jordans Debut bei den Wiener Philharmonikern am

Von Thomas Prochazka
Gut Ding braucht manchmal Weile. 2004 leitete Philippe Jordan erstmals die Wiener Philharmoniker — in Così fan tutte bei den Salzburger Festspielen. An diesem Wochenende debutierte der Musikdirektor der Wiener Staatsoper im philharmonischen Abonnement. Am Programm standen Arnold Schönbergs Verklärte Nacht, op. 4, und Richard Strauss’ Eine Alpensinfonie, op. 64. COVID-19-bedingt ohne Saalpublikum.
Ein gelungenes Debut…

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=AD87B1C3-FA11-F0A8-58558A3687DF1CF6

Es war das Programm des Abonnement-Konzertes, nur eben im leeren Saal ohne Publikum. Aber für Michael Bladerer, dem Geschäftsführer des Orchesters, zählt es als Abonnement-Konzert.

Zusätzlich wurde das Konzert im Rundfunk übertragen sowie auf Fidelio und Idagio gestreamt. Eine Ausstrahlung der Aufzeichnung auf ORF III ist für April 2021 geplant.
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DAS LIED VON DER SYSTEMRELEVANZ

Sys
ZUM VIDEO

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Moskau spielt CARMEN – mit Oksana Volkova in der Titelrolle

Nur Mitteleuropas Theater sind geschlossen.

Cavo
ZU INSTAGRAM mit Video

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Tokyo spielt TOSCA

Mit Chiara Isotton, Francesco Meli und Dario Solari

Eso
ZU INSTAGRAM
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Giorgio Merighi:  Video zum ersten Todestag (in italienischer Sprache)

Il 12 gennaio del 2020 ci lasciava il tenore Giorgio Merighi.
Nel primo anniversario della sua scomparsa, si e‘ voluto fare un Omaggio alla memoria con lo scopo di farlo conoscere non solo dal punto di vista professionale ma soprattutto dal punto di vista umano.
Alle testimonianze del tenore Stefano Consolini, della signora Elisabetta Perucci (figlia del Direttore Artistico Carlo Perucci), del baritono Luca Grassi, del soprano Natalia Dercho e per finire del signor Lorenzo Cecchele (figlio del tenore Gianfranco Cecchele), si alternano filmati d’epoca registrati dal vivo, dove il tenore Giorgio Merighi si esibisce con il soprano Nancy Tatum, il soprano Marina, Krilovici, il baritono Alexandre Agache, il soprano Irene Kayanni ed il soprano Ghena Dimitrova. Presentazione di Gabriele Amici.

Giorgio

ZU FACEBOOK mit Video (1 Stunde und 20 Minuten)

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Auch in Polen (Wroclaw) findet Oper statt

Wrocław Opera, Poland, Feel the theater in The Tales of Hoffmann. 16.01.21

Castronovo Siurina J.k. Żurekopera Wrocławska
Charles Castronovo, Ekaterina Siurina. Foto: J.K Żurek/Opera Wrocławska

Zum Bericht von Iwona Karpinska

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Salzburger Landestheater etabliert Streaming-Angebot und verlegt Premieren ins Netz

aufgrund der angekündigten Maßnahmen der Regierung verlegt das Salzburger Landestheater seinen Aufführungsbetrieb ins Netz und startet mit einem digitalen Streaming-Angebot.

Die Uraufführung von „#Ersthelfer #FirstAid“ wird am 30. Jänner 2021 als Streaming-Premiere zu erleben sein. Das dokumentarische Theaterprojekt von Nuran David Calis legt seinen Fokus auf die Solidarität und bemerkenswerte Hilfsbereitschaft von Salzburger Bürger*innen während der Flüchtlingskrise 2015 und wirft Fragen auf, die angesichts der gegenwärtigen Flüchtlingssituationen nach wie vor von hoher Aktualität sind.

Seine digitale Premiere wird am 6. Februar 2021 auch „Heldenplatz“ von Thomas Bernhard in der Inszenierung von Alexandra Liedtke feiern.

Auf der digitalen Plattform werden auch Aufzeichnungen aktueller Inszenierungen wie etwa von Friedrich Schillers „Die Räuber“ oder die „Faust“-Inszenierung aus der Spielzeit 2009/2010 zu sehen sein.

Seit November 2020 finden am Salzburger Landestheater wegen des Lockdowns keine Aufführungen mehr statt. Im Rahmen des weiterhin laufenden Probenbetriebs konnten bzw. können sechs Produktionen zur Premierenreife gebracht werden.

www.salzburger-landestheater.at

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ORF „kulturMontag“ am 18. Jänner: Zukunft der Kultur, neuer Schalko-Roman, kulturelles Engagement für Flüchtlingshilfe

Weiters: Doku „Die Schönheit ist ein wildes Tier. Kunst und Ästhetik“ =

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte erste „kulturMontag“ des Jahres – am 18. Jänner 2021 um 22.30 Uhr in ORF 2 – beleuchtet umfassend die Situation der heimischen Kulturbranche angesichts der möglichen Verlängerung des Lockdowns. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit David Schalkos jüngstem Roman „Bad Regina“ – der Autor und Filmemacher ist live zu Gast im Studio – und mit dem Engagement Kunst- und Kulturschaffender für die Rettung von Menschen aus Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen. Anschließend an das Magazin steht die Dokumentation „Die Schönheit ist ein wildes Tier. Kunst und Ästhetik“ (23.20 Uhr) von Ines Mitterer über die Bewertung und Wahrnehmung des Begriffs Schönheit in der Kunst auf dem Programm.

Nix ist fix – Wie geht’s weiter mit der Kultur?

Auch wenn Kunst- und Kulturschaffende noch vor Weihnachten optimistisch in die Zukunft geblickt haben, ist davon im neuen Jahr nichts mehr zu spüren. Hoffte man inständig auf ein Ende des Lockdowns mit Anfang Jänner, sind die Chancen aufgrund der immer noch hohen Infektionszahlen verpufft. Nicht zuletzt hat die Virusmutation B.1.1.7, eine noch schneller übertragbare Corona-Variante, alle Pläne vereitelt. „Nix ist fix“ ist auf der Wiener Staatoper in großen Lettern zu lesen. Mittlerweile sind sich die Direktoren von Österreichs Bühnen einig: Wer mit einem Aufsperren am 24. Jänner rechnet, geht an der Realität vorbei. Die Lage ist verwirrend, weiß man doch zur Stunde noch nicht, wie das am Donnerstag im Nationalrat beschlossene „Reintesten“ überhaupt vonstattengehen soll. Das auch in Deutschland und der Schweiz drohende Schließen kultureller Pforten bis mindestens Ende März bedeutet eine Katastrophe für die gesamte Kulturbranche, die am stärksten wohl die freie Szene trifft: Schauspieler/innen, Musiker/innen, Kabarettist/innen und die Menschen hinter den Kulissen bleiben weitere Wochen ohne die Möglichkeit auf Einnahmen. Wie ist die derzeitige Situation, welche Hoffnungen und Chancen sehen Kunst- und Kulturschaffende? Für den „kulturMontag“ wagen u.a. Rabenhof-Chef Thomas Gratzer, Schauspielerin Katharina Straßer, Musiker Thomas Gansch, Konzertveranstalter Harry Jenner und Manfred Müller von der Österreichischen Gesellschaft für Literatur einen Blick in die kulturelle Glaskugel.

Der Untergang Europas – David Schalkos neuer Roman „Bad Regina“

Einst galt es als „Monte Carlo der Alpen“, jetzt hat sich Tausendsassa David Schalko vom Schicksal Bad Gasteins zu seinem neuen Roman inspirieren lassen. „Bad Regina“ ist eine bitterböse und urkomische literarische Fantasie über den Untergang Europas. Schalko wühlt genüsslich in der verschütteten Nazivergangenheit, liefert lustvoll Provokationspotenzial von Unkorrektheiten und spielt auf große philosophisch-politische Fragen an. Ist die europäische Wohlfühlgesellschaft nur noch als drittmittelfinanziertes Museum oder als Freizeitpark mit Originalbevölkerung als Statistinnen und Statisten denkbar? Was hinter allem steckt wird erst am Schluss aufgelöst, wenn dieser Geisterstadt auf überraschende Art wieder Leben eingehaucht wird. Autor und Schriftsteller David Schalko ist live im Studio.

Retten statt Reden – Kulturschaffende und ihre Initiativen für Flüchtlinge

Es ist eine humanitäre Katastrophe, die sich derzeit in den Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen, auf Lesbos und in Nordbosnien, abspielt, darin sind sich Hilfsorganisationen und Menschenrechtsexpertinnen und -experten einig und fordern seit Monaten die sofortige Rettung der Betroffenen. Doch sowohl die EU als auch die einzelnen Mitgliedsländer reagieren zaghaft bis gar nicht und setzen stattdessen auf Hilfe vor Ort. Auch viele Kulturschaffende haben sich in den vergangenen Monaten für die Aufnahme der Menschen aus den Lagern Moria, Kara Tepe und Lipa eingesetzt. Der „kulturMontag“ stellt die Projekte von Schauspielerin Katharina Stemberger und Forum-Stadtpark-Leiterin Heidrun Primas vor und hat die Autorin und langjährige Pressesprecherin des UNHCR Melita Šunjić sowie den Theologen Paul M. Zulehner zum Interview gebeten.

Dokumentation „Die Schönheit ist ein wildes Tier. Kunst und Ästhetik“ (23.20 Uhr)

Schönheit, das war in den vergangenen Jahrzehnten eine verpönte Bewertungskategorie. Ein Kunstwerk soll aufregen, Tabus brechen, nicht „schön“ sein! Allzu schnell herrscht Kitschverdacht, allzu schnell gilt ein „schönes“ Kunstwerk als gefällig und damit unbedeutend. Dabei war Ästhetik im 19. Jahrhundert eine maßgebliche Kategorie, nicht zufällig ist von den schönen Künsten – les beaux arts – die Rede. Nun orten manche Künstlerinnen und Künstler eine Rückkehr der Schönheit. Ist an dieser These etwas dran? Die ORF-Dokumentation von Ines Mitterer begibt sich auf Spurensuche nach Rom und Florenz und bittet u. a. den Philosophen Konrad Paul Liessmann und Kunststar Ólafur Elíasson zu Wort.

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STICHPROBEN: DER KAMPF UM DIE IMPFUNG

profil.at

Das gerade angebrochene zweite Jahr der Pandemie steht im Sternbild des Fragezeichens und unter der Schutzpatronanz des Heiligen Spekulatius: Kein Mensch, ob Seuchenprofi oder Lockdownlaie, kann sich derzeit sicher sein, wie die nächsten Wochen und Monate verlaufen werden. Natürlich würden etliche Beteiligte jederzeit das glatte Gegenteil behaupten, aber Unklarheiten regieren die Welt, und die Regierenden tun leider auch nicht immer ihr Möglichstes bei der Schaffung von mehr Planungssicherheit. Dazu kommt, dass unter den Pandemiologen tendenziell die Lauten und Schrägen das Sagen haben.

Zum Glück gibt es das profil.

https://www.profil.at/wissenschaft/stichproben-der-kampf-um-die-impfung/401158137
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Heute vierteiliger „ORF III Themenmontag“ zum Skitourismus u. a. mit „Kitzbühel und die Deutschen“ und „Kitzbühel und die Reichen“

Außerdem: „Das große Schweigen“ über Ischgls Zukunft als Wintersportort und „Themenmontag – Der Talk: Skifahren um jeden Preis“

Wien (OTS) – Zum Start in die 81. Hahnenkamm-Rennwoche (ab 21. Jänner live in ORF 1) beleuchtet ein vierteiliger „ORF III Themenmontag“ am 18. Jänner 2021 den Massen-Skitourismus aus kritischer Perspektive. „ORF III AKTUELL“ meldet sich am Morgen bereits um 9.30 Uhr mit den wichtigsten Nachrichten des Tages, während sich „MERYN am Montag“ im Vorabend mit dem Thema „Unser Herz – Ihre Fragen“ (18.45 Uhr) befasst, diesmal mit Univ.-Prof. Kurt Huber, Kardiologe am Wilhelminenspital Wien.

Der „ORF III Themenmontag“ stellt um 20.15 Uhr in einer neuen Doku die Beziehung „Kitzbühel und die Deutschen“ in den Mittelpunkt. Von München aus benötigt man nur eine Autostunde in den Tiroler Skiort, weshalb die bayerische Nobelwelt Kitzbühel sozusagen zu ihrem alpinen Vorgarten auserkoren hat. Chalets der Superklasse prägen heute das Ortsbild, die von den deutschen Gästen allerdings meist nur rund um das Rennwochenende und zur absoluten Hochsaison genutzt werden. Während dieser Boom der Gemeinde nur recht zu sein scheint, „fremdeln“ manche Einheimische mit den „Teilzeit-Zuzüglern“ und sehen den Ort raumplanerisch auf dem Holzweg. Nina Nierscher hat ein Stimmungsbild dieser fortwährenden Debatte in Kitzbühel eingefangen.

Anschließend befasst sich die Doku „Kitzbühel und die Reichen“ (21.05 Uhr) mit dem „Promiauftrieb“ rund um das alljährliche Kitzbühel-Wochenende und beleuchtet die Schattenseiten der Massenveranstaltung. Darauf folgt um 21.55 Uhr „Das große Schweigen – Wie Ischgl versucht Image und Wintersaison zu retten“.

Abschließend diskutieren um 22.50 Uhr Marlene Kaufmann und Reiner Reitsamer in „Themenmontag – Der Talk“ über „Skifahren um jeden Preis: Sollen Österreichs Pisten gesperrt werden?“. Zu Gast sind dazu Franz Hörl (Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen), Nicola Werdenigg (ehem. Skirennläuferin), Dominik Prantl (Süddeutsche Zeitung) und Rainer Schönfelder (ehem. Skirennläufer und Hotelier).

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