Die MONTAG-PRESSE – 27. DEZEMBER 2021

Die MONTAG-PRESSE – 27. DEZEMBER 2021

Foto: Vladimir Jurowski © Wilfried Hösl

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 27. DEZEMBER 2021

Berlin
Jurowskis Weihnachtsgeschenk: Prokofjews „Aschenbrödel“ in der Philharmonie Berlin
Der Dirigent Vladimir Jurowski, Chef des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin versteht es, die Konzertprogramme mit seinem Orchester an das jeweilige Datum sinnvoll anzupassen. So sind es zu den Totengedenktagen im Spätherbst zumeist ernste oder gar sakrale Stücke. Nun, da Weihnachten vor der Tür stand, fällt seine Wahl auf den Märchenstoff Aschenbrödel.
Von Peter Someregger
Klassik-begeistert.de

Ballett für die Ohren
Chefdirigent Vladimir Jurowski interpretiert Prokofjews „Cinderella“-Ballettmusik mit seinem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Tagesspiegel.de

Leipzig
Musikalisches Geschenk: So erlebt ihr die Leipziger Oper im Stream!
tag24.de.leipzig

Neustrelitz
Opern-Premiere statt auf der Bühne nun im Internet
Da die Oper „Die alte Jungfer und der Dieb“ kurz vor der Premiere durch Corona gestoppt wurde, ist sie nun digital zu erleben.
nordkurier.de

Österreich
Welle brechen oder durchtauchen? Die Omikron-Wette
Die Omikron-Welle unter Kontrolle zu bekommen, ohne den Hammer in Form eines Lockdowns auszupacken, ist die erste Bewährungsprobe für die neue Krisenkoordination GECKO.
Die Presse.com

Linz/ Brucknerhaus
Der Intendant steht bei der Silvestergala selbst auf der Bühne
Das Brucknerhaus Linz – Konzerthaus in Oberösterreich

Burgenland: Das war das Kultur-Jahr 2021
https://burgenland.orf.at/stories/3135738/

Proteste gegen geschlossene Theater und Kinos in Belgien
Tausende Belgier haben am Stefanitag gegen die Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Kulturbereich protestiert. Rund 5.000 Menschen gingen nach Angaben der Polizei am Sonntag in Brüssel auf die Straße. Vertreter von Theatern und der Staatsoper in Brüssel riefen die Regierung auf, die Schließung von Kultureinrichtungen zu überdenken. „Nein zu diesem idiotischen Dekret!“ und „Keine Kultur, keine Zukunft“ war auf den Plakaten der Demonstranten zu lesen.
puls24.at

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Best of 2021: Opera
Only seven and a half months of live performance, but what riches under pressure
https://theartsdesk.com/opera/best-2021-opera

Angels and Demons: Christmas Eve with I Fagiolini
https://operatoday.com/2021/12/angels-and-demons-christmas-eve-with-i-fagiolini/

New York
Oratorio Society of New York 2021-22 Review: Händel’s “Messiah’
https://operawire.com/oratorio-society-of-new-york-2021-22-review-handels-messiah/

Cleveland
Major steps back to normal, with a few milestones along the way: 2021 Classical Year in Review
cleveland.com

Recordings
Renee Fleming Releases New Album Of Romantic-Era Songs Inspired By The “Voice Of Nature’
forbes.com

Ballett/ Tanz

Paris
Brigitte Lefèvre, Ballet’s Disciplined Rebel, Takes Her Next Steps
Lefèvre, a former director of the Paris Opera Ballet, is stepping down from running the Cannes Dance Festival. What next? “I want to dance.”
https://www.nytimes.com/2021/12/23/arts/dance/brigitte-lefevre-ballet.html

Sprechtheater

Wien
Volkstheater-Chef: „Manche Wiener Kritiker sind nicht gut im Schauen“ (Bezahlartikel)
Die Presse.com

Literatur

Louise Glück, Nobelpreis 2020: Versuche übers Leben und Sterben
„Winterrezepte aus dem Kollektiv“: 15 Gedichte erzählen kurze Geschichten
Kurier.at

Film/ TV

[Gagen geleakt! So viel haben „Harry Potter“-Stars verdient
Daniel Radcliffe (32), Emma Watson (31) und Rupert Grint (33) wurden durch die Harry Potter-Verfilmungen zu international erfolgreichen Stars! Insgesamt standen die britischen Schauspieler acht Mal für die Geschichte rund um den berühmtesten Zauberlehrling der Welt vor der Kamera. Die acht „Harry Potter“-Filme sind bis heute superbeliebt und spielten damals an den Kinokassen umgerechnet 6,8 Milliarden Euro ein. Aber wie viel sprang dabei eigentlich für Daniel, Emma und Rupert raus? Jetzt wurden die Gagen der Hauptdarsteller geleakt…
promiflash.de

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Unter’m Strich

TTT Psychosoziales: Psyche beeinflussend, theaterrelevant:
Demagogie – die Volksverführung
… sehr negative Bedeutung. … kollektiven Willensbildung anfällig für eloquente, charismatische, willensstarke…, Noch dazu Wortgewandtheit … aggressive, manipulative Rhetorik, Sarkasmus und Polemik, …in ein herabwürdigendes Licht zu rücken, alternative Fakten und Nulltexte
https://www.frag-machiavelli.de/demagogie/

Impfpflicht hängt für Edtstadler an Wirksamkeit
Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) betont, dass es nur zu einer Impfpflicht kommen kann, wenn die Vakzine entsprechende Wirksamkeit besitzen. Nach gegenwärtigem Wissensstand sei das allerdings auch bei der Omikron-Variante der Fall. Greife die Impfung aber nicht, werde man das Vorhaben überdenken müssen, sagt Edtstadler im Interview mit der APA.
https://orf.at/stories/3241492/

Deutschland
Empörung über nicht bekannte Vorermittlungen gegen Scholz
Eineinhalb Jahre hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen Olaf Scholz geführt. Der Untersuchungsausschuss zum „Cum Ex“-Skandal wurde nicht informiert. Die CDU sieht eine Täuschung des Parlaments.
Frankfurter Allgemeine

Trauer in Südafrika: Kämpfer gegen Apartheid Desmond Tutu gestorben
Erzbischof Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und Veteran des südafrikanischen Kampfes gegen die weiße Minderheitsherrschaft, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das teilte die südafrikanische Präsidentschaft am Sonntag mit. Der emeritierte Erzbischof galt auch im hohen Alter noch als die moralische Stimme seines Landes.
https://www.krone.at/2589751

Ende des Kalten Kriegs: Wurde die Sowjetunion vom Westen verraten?
Nach russischer Lesart gab es eine Zusage an den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow, dass sich die Nato nicht ausdehnen würde. Bis heute beharrt Russland auf dieser Deutung. Die Archive sind da längst weiter.
Sueddeutsche Zeitung.de

INFOS DES TAGES (MONTAG, 27. DEZEMBER 2021)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 27.DEZEMBER 2021)

Quelle: onlinemerker.com

WIENER STAATSOPER: HEUTE  „TOSCA“ mit städtisch verfügtem Hindernislauf

tosca

Musikalische Leitung Patrick Lange
Inszenierung Margarethe Wallmann
Bühne und Kostüme Nicola Benois
Floria Tosca Saioa Hernández
Mario Cavaradossi Luciano Ganci
Baron Scarpia Gevorg Hakobyan
Cesare Angelotti Martin Häßler
Mesner Dan Paul Dumitrescu
Spoletta Andrea Giovannini
Sciarrone Attila Mokus
Schließer Marcus Pelz

KARTEN KAUFEN

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OPER FRANKFURT: LIEDERABEND GORDON BINTNER (22.12.2021)

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Michael McMahon, Gordon Bintner. Foto: Barbara Aumüller

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Michael McMahon, Gordon Bintner. Foto: Barbara Aumüller

Frankfurter Rundschau
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LEIPZIG: MEISTERKURS FÜR GESANG MIT KS. BERND WEIKL

brd

Bewerbungen für die aktive Teilnahme sind beim Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. einzureichen und sollten folgende Informationen bzw. Unterlagen beinhalten: Name, Adresse, Geburtsdatum, Stimmlage, tabellarischer Lebenslauf, Foto, Demo-Aufnahme (nur CD)
Anmeldeschluss ist der 15. März 2022.

Richard-Wagner-Verband Leipzig e. V.
Geschäftsstelle
Kickerlingsberg 6
04105 Leipzig
Tel.: 0341/30868933, -34
Fax:-35
E-Mail:

Bis Mitte April erhalten die Bewerber/innen Rückmeldung über die Zulassung zur aktivenTeilnahme.
Es werden sechs Bewerber/innen zugelassen.
Bewerbungen für die passive Teilnahme sind ebenfalls beim Richard-Wagner-Verband einzureichen.
Meisterkurs für Gesang

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Klassikfestival „Haydnregion NÖ“: Jahresprogramm 2022

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Die „Haydnregion Niederösterreich“ feiert 2022 unter dem Motto „Faszination Haydn‟ seinen fünften Geburtstag und eröffnet die Konzertsaison am 27. März 2022 mit einem musikalisch-diskursiven Schwerpunkt zum Thema „Haydn und die Frauen“ im Haydn Geburtshaus Rohrau.

Unter dem Motto „Faszination Haydn‟ präsentiert die „Haydnregion Niederösterreich“ — ein Projekt der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ in Kooperation mit „Römerland Carnuntum“ — von 27. März bis 4. Dezember 2022 ein durch Joseph und Michael Haydn inspiriertes, künstlerisch hervorragend besetztes Programm mit 30 Veranstaltungen an 14 Standorten in 10 Gemeinden des Bezirks Bruck an der Leitha.
Der Konzertzyklus zeichnet sich durch den Zauber und den besonderen Charme der Spielorte aus, deren Bandbreite von der antiken Römertherme über den barocken Festsaal bis zum zünftigen Heurigen-Innenhof reicht. 2022 freut sich Festivalleiter Dr. Michael Linsbauer über drei neue Locations: die Leopoldskapelle im Naturpark Mannersdorfer Wüste, den barocken Festsaal von Schloss Ebergassing und ein Künstleratelier in Petronell-Carnuntum.
Michael Linsbauer, künstlerischer Leiter der Haydnregion Niederösterreich, über das  Programm 2022: „Fünf Jahre nach der Gründung unserer Festivalregion und der  Wiedereröffnung des Haydn Geburtshauses in Rohrau freue ich mich, dass sich der Konzertzyklus Haydnregion Niederösterreich dank unseres wunderbaren Publikums, der tatkräftigen Unterstützung der regionalen Partnerorganisationen und trotz der Turbulenzen im Kontext der Corona-Pandemie als kultureller Nahversorger fix in der österreichischen Festival-Landschaft verankert hat.“

Programm-Specials 2022
2022 gibt es gleich drei neue, eigens für die Haydnregion Niederösterreich konzipierte Programm-Spezialitäten:

  1. Inspiriert von Haydns Lied „Eine sehr gewöhnliche Geschichte“ überrascht die Wiener Formation The Erlkings am 13. August mit einem neuen Programm — mit mehreren, exklusiv für die Konzertreihe 2022 in modernes Englisch übersetzten und für die außergewöhnliche Besetzung arrangierten Liedern von Joseph Haydn.
  2. Am 27. August erwartet Liebhaber*innen musikalischer Crossover-Projekte bei „Die Tanzgeiger auf Haydns Spuren“ ein neues, maßgeschneidertes Programm, bei dem sich volksmusikalische und klassische Einflüsse zu erfrischend zeitloser Lebensmusik verbinden.
  3. „Der Kopf des Joseph Haydn“ ist ein neues Zweipersonenstück des Musikethnologen Michael Korth, das am 16. Oktober im Haydn Geburtshaus Rohrau uraufgeführt wird. Der vielseitige Countertenor Thomas Lichtenecker schlüpft abwechselnd in die Rollen von Joseph Haydn und der ihn prägenden Frauenpersönlichkeiten und setzt so auf höchst unterhaltsame Weise das Leben des Komponisten in Szene.

Festival-Highlights

  • Unter den Festival-Höhepunkten ist etwa die Saison-Eröffnung am 27. März 2022 rund um einen musikalisch-diskursiven Schwerpunkt zum Thema „Haydn und die Frauen“ ― mit einem prominent besetzten Klaviertrio, Publikumsliebling Chris Pichler als Vortragender und einem wissenschaftlichen Vortrag u.a. dem Testament der Anna-Maria Haydn widmet.
  • Beim „Festkonzert – 100 Jahre Niederösterreich“ mit der Haydn Philharmonie und der jungen, aufstrebenden Startrompeterin Selina Ott am 14. Mai darf sich das Publikum u.a. auf das erstmals im Rahmen des Konzert­zyklus’ präsentierte Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn unter der musikalischen Leitung Enrico Onoforis freuen.
  • Von 27. bis 29. Mai 2022 leistet der „4. Inter­nationale Haydn-Wettbewerb für Klassisches Lied und Arie‟ mit Juryvorsitzender Kammersängerin Angelika Kirchschlager und einer hoch­karätigen, international besetzten Jury einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung aufstrebender Nachwuchssänger*innen aus aller Welt.
  • Joseph Haydns monumentales Oratorium „Die Schöpfung‟ am 3. Juni in der prächtigen barocken Stadtpfarrkirch von Bruck an der Leitha verspricht ein unver­gessliches Konzerterlebnis. Dafür garantieren das  niederö­sterreichische Solist*innen-Terzett Daniela Fally, Stefan Zenkl und Johannes Bamberger, der international renommierte Konzertchor der Wiener Singakademie und das Originalklangorchester Barucco unter seinem Dirigenten Heinz Ferlesch. Mit der Paukenmesse am 26. Mai und der Schöpfungsmesse am 25. September stehen zwei weitere berühmte Sakralwerke aus der Feder Joseph Haydns auf dem Programm 2022.
  • Ein musikalisches Feuerwerk erwartet Klassikbegeisterte beim Gala­kon­zert mit der Beethoven Philharmonie unter der Leitung von Thomas Rösner, dem talentierten südafrikani­schen Tenor Theodore Browne und Annaleen Lenaerts, Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker, am 10. September in Schloss Petronell-Carnuntum.
  • Beim „Neujahrskonzert ― Von Haydn bis Hollywood“ am 7. Jänner 2023 begrüßen Staatsopern-Bariton und Publikumsliebling Clemens Unterreiner sowie das Vienna Ensemble das Publikum mit Evergreens aus Operetten und klassischen Musicals sowie Orchesterwerken und Opernarien von Joseph Haydn.
  • Der beliebte Josefstadt-Mime und Autor Michael Dangl konnte gleich für zwei Veranstaltungen als Rezitator gewonnen werden. So wird er nicht nur am 31. Juli in der zauberhaften Sala Terrena von Schloss Petronell in die Rolle Giacomo Casanovas schlüpfen, sondern auch im Advent das Publikum in Weihnachtsstimmung versetzen.

Über die „Haydnregion Niederösterreich“
Das Projekt Haydnregion Niederösterreich wurde 2017 von der Abteilung Kunst und Kultur der NÖ Landesre­gierung initiiert und findet 2022 zum fünften Mal statt. Künst­lerischer Leiter ist der Kultur­wissenschaftler und Musikpädagoge Michael Linsbauer, der seit dem Jahr 2010 neben der Museumsleitung des „Haydn-Geburts­hauses“ in Rohrau auch für die Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich („Musik am Ursprung“) verantwortlich zeichnet.
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TUNIS/ Théâtre Municipal: Wajiha Jendoubi mit “Big Bossa“ am 24. December 2021

 Tunesische Satire mit beeindruckender Komödiantik!

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Lange Warteschlange vor der Kassa. Foto: Klaus Billand

 Wenn man schon mal in Tunis ist, interessiert natürlich auch das schöne, 120 Jahre alte Opernhaus, das Théâtre Municipal, am 20. November 1902 eröffnet, auch wenn keine Oper läuft. Das Haus wurde vom Architekten Jean-Émile Resplandy zur Zeit, als Tunesien noch französische Kolonie war, im Art-Deco Stil erbaut und hat 1.350 Plätze. Der Innenraum ist sehr schön, zeugt leider aber von den Spuren der Zeit. Das Théâtre Municipal zeigt Opern-, Ballett-, Symphoniekonzerte sowie Dramen mit zahlreichen tunesischen, arabischen und internationalen Schauspielern. Von Opern ist zumindest derzeit leider weniger zu lesen. Diese Kunstform ist im Land bei weitem nicht so beliebt wie im entfernungsmäßig nahen aber kulturell weiten Italien und Europa ganz allgemein. Es ist im Prinzip in diesem Sinne ein kulturell-architektonisches Überbleibsel aus französischer Kolonialzeit, wie das auch von den Franzosen konzipierte Opernhaus in Hanoi, Vietnam.

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Foto: Klaus Billand

Also ging ich an Heiligabend zur eleganten Avenue Habib Bourguiba, an dem das Theater liegt. Ein Ticket würde man ja wohl bekommen. Aber was! Eine Schlange um das ganze Haus herum, die Abendkasse hermetisch geschlossen mit Wache davor, und auch keine Schwarzhändler weit und breit. Nichts zu machen, rien à faire, oder niente a fare, wie Gianni Schicchi sagt. Also die übliche Zettelwirtschaft mit „On cherche 1 entrée“, und das funktionierte nach einer halben Stunde des Einlasses. Jemand war ausgefallen, und so verkaufte der Partner mir sein zweites Ticket, zum Normalpreis! Er legte größten Wert darauf, das Wechselgeld von 5 Tun. Dinar, etwa 1,55€, zurückzugeben – ein Chirurg, der mir auf Französisch dann auch das Geschehen auf der Bühne zumindest etwas erklärte. Es war dann recht unterhaltsam, obwohl ich zwei Stunden lang kein Wort von Wajiha Jendoubi verstand mit ihrem Programm „Big Bossa“, was so viel heißen soll wie „Big Boss“.

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 Wajiha Jendoubi. Foto: Klaus Billand

Denn allein sie war der Grund des enormen Publikumsinteresses! Die im ganzen Land bekannte und überaus beliebte Schauspielerin und Komödiantin Wajiha Jendoubi trat mit einem sehr beliebten Programm auf, einem Monolog – natürlich auf Arabisch – mit einem Dialekt der Hauptstadt Tunis. Jendoubi ist bekannt dafür, dass sie zusätzlich zu ihrer politischen Satire wie etwa Dieter Nuhr im deutschen Fernsehen, noch mit einer bisweilen ins Akrobatische gehenden darstellerischen Komponente über alle möglichen Missstände im Land herzieht, zuallererst natürlich über die Politik nach dem Arabischen Frühling. Die 61-jährige Jendoubi tritt in der Regel in One-woman-shows auf, in denen sich ihr Mann Mehdi um den Sound und das Licht kümmert. Recht phantasievoll übrigens, wie man an diesem Abend sehen konnte. Das hatte schon etwas von Oper…

Jendoubi will, und schaffte es auch wieder an diesem Abend, ihr Publikum in Spannung halten, uneingeschränkte Aufmerksamkeit erringen und es zum Lachen bringen. Es war in der Tat beeindruckend zu sehen, wie das Publikum aller Altersklassen in diesem Sinne mitging. Den Arabischen Frühling, der bekanntlich in Tunesien begann, unterstützte Jendoubi zu Beginn, merkte aber schnell die negativen Folgeentwicklungen, die sie dann auch thematisierte. Gerade um den nicht immer gewaltfreien religiösen Extremismus zu kritisieren und zu kontern, entwickelte sie komödiantische Shows – um im post-revolutionären Tunesien ihre kritische Stimme zu erheben.

Das machte sie an diesem Abend mit einem enormen körperlichen Einsatz, manchmal auf allen Vieren, mit Tanzen, Aufschreien und einer starken Mimik. Oft schlagartig einsetzende ohrenbetäubende Musik und ein großartiges Spiel mit Scheinwerfer-Flashes ließen die Show ins Theatralische wachsen. Natürlich wäre es schön gewesen, auch den Inhalt mitzubekommen. Aber auch so konnte ich einen Eindruck von der im Lande, aber mindestens in der Hauptstadt herrschenden Einstellung zu den politischen Entwicklungen erahnen. Im kommenden Jahr sind ja allgemeine Wahlen geplant.

Wajiha Jendoubi hat auch mehrere Auszeichnungen und Ehrungen bekommen. So wurde sie zusammen mit Myriam Belkadhi und Emna Louzyr Ayari 2015 als tunesische Repräsentantin für die Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau und 2019 als Offizier des Order of the Republic ernannt.

Cité de la culture Tunis

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Foto: Klaus Billand

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Foto: Klaus Billand

Am 25. Dezember ging ich dann noch mit einiger Erwartung in ein Programm des Théâtre de l‘Opéra von Tunis in die ultra-moderne Cité de la culture Tunis, wo das Stück „Alice in Wonderland“ als Show gegeben wurde. Nicht unbedingt Mainstream, aber immerhin konnte man so mal diesen Theaterbau sehen. Der Hauptsaal, es gibt noch zwei kleinere mit 700 und 300 Plätzen, macht in der Tat einen imposanten Eindruck und hat mit 1.800 Plätzen enorme Dimensionen. Das Stück hingegen war nahezu eine Katastrophe. Trotz Band im Graben eine ohrenbetäubende Musik aus den Lautsprechern und auf der Bühne neben einigen akrobatischen Tanzeinlagen und zeitweise guter Videoarbeit nicht allzu viel Erbauendes. So ging ich zur Pause. Die Oper, obwohl man sie hier und im Théâtre Municipal bestens aufführen könnte, wird es in Tunis schwer haben. Im März 2021 gab es aber eine Ballett-Inszenierung von „Roméo et Juliette“ des Théâtre de l’Opéra mit dem italienischen Choreographen Luca Bruni, die zwei Aufführungen erlebte. Immerhin.

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Foto: Klaus Billand

Klaus Billand aus Tunis

WIEN: Ausstellungen 2022 im KHM-Museumsverband

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

WELTMUSEUM WIEN

THEATERMUSEUM

 Unsere Öffnungszeiten über die Feiertage sowie unser Kunst- und Kulturvermittlungs-Programm finden Sie stets aktuell auf den Websites des Kunsthistorischen Museums, des Weltmuseums Wien und des Theatermuseums.

Es erwarten Sie zahlreiche Ausstellungen, die Sie vielleicht aufgrund des Lockdowns noch nicht gesehen haben. Dazu zählt die kürzlich eröffnete Ausstellung über die Steppen- und Seidenstraßen im Weltmuseum Wien oder die große Tizian-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum, die bis 30. Jänner 2022 verlängert wurde.

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ORF III am Montag: Premiere für Teil zwei „Habsburgs heimliche Herrscherinnen: Mächtige Mütter“

Außerdem: „Der kleine Prinz“ aus dem „Salzburger Marionettentheater“

Wien (OTS) – Am Montag, dem 27. Dezember 2021, setzt ORF III die insgesamt vierteilige neue „Erbe Österreich“-Reihe „Habsburgs heimliche Herrscherinnen“ mit dem zweiten Teil „Mächtige Mütter“ (20.15 Uhr) fort. Etwa mit Sophie Friederike von Bayern, der Mutter der beiden Kaiser Franz Joseph und Maximilian. Ersteren bugsierte sie elegant in jungen Jahren auf den Thron, und niemand kann sich heute vorstellen, welchen Lauf die Geschichte genommen hätte, wenn es anders gekommen wäre. Maria Theresia von Portugal galt nach Elisabeths Tod als offizielle First Lady neben Kaiser Franz Joseph und machte von dieser Position reichlich Gebrauch. Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg war zweifache Kaiser-Mutter und stellvertretende Regentin für drei Herrscher. Maria Anna von Bayern, ehrgeizige Kaisermutter und Erhalterin der Habsburger-Linie im 16. Jahrhundert, erzog den späteren Kaiser Ferdinand II. ganz im Geist der Gegenreformation und war als religiöse Fanatikerin moralisch mitverantwortlich für den 30-jährigen Krieg. Elisabeth von Görz und Tirol, Habsburgs Urmutter, war eine überaus geschickte Diplomatin in der Stunde null der Dynastie.

Danach stehen die Dokus „Wo die Liebe stärker war – Habsburgs unerwünschte Liaisonen“ (21.05 Uhr), „Habsburg privat – Freizeitvergnügen einer Herrscherfamilie“ (21.55 Uhr) und „Ein Habsburger auf Mallorca – Ludwig Salvator und der Zauber des Meeres“ (22.45 Uhr) auf dem Programm.

Ein weiterer Programmhöhepunkt wartet am Montag, dem 27. Dezember, bereits um 8.35 Uhr: „Erlebnis Bühne matinee“ präsentiert „Aus dem Salzburger Marionettentheater“ Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ in einer Inszenierung von Alexandra Liedtke.

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Armin Assinger präsentiert eine festliche „Millionenshow“ zum Jahreswechsel

Das Erfolgsquiz am 27. Dezember in doppelter Länge und mit acht Kandidatinnen und Kandidaten

Wien (OTS) – Festliches Quizvergnügen in doppelter Länge! Bei der letzten „Millionenshow“ vor dem Jahreswechsel gibt Armin Assinger am Montag, dem 27. Dezember 2021, um 20.15 Uhr in ORF 2 acht Kandidatinnen und Kandidaten die Chance, mit Wissen, dem gezielten Einsatz der Joker und einem Quäntchen Glück bis zu eine Million Euro zu gewinnen! Bei einem Glas Sekt, mit gebührendem Abstand und einer leuchtenden Discokugel lässt der Moderator das Jahr 2021 gebührend ausklingen!

Die Kandidatinnen und Kandidaten der „Millionenshow“ am 27. Dezember:

Kevin Auzinger aus Innsbruck, Magdalena Weißbacher aus Wien, Felix Hallinger aus Bischofshofen in Salzburg, Daniel Pointner aus Wien, Michael Hyden aus Wien, Edith Frauscher aus Salzburg, Sabrina Rösner aus Pottenbrunn in Niederösterreich und Matthias Angerer aus Möllbrücke in Kärnten.
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